DER DOPPELTE BODEN

IN NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK

Haben Naturwissenschaften und Technik den Vorzug, auch in einer Zeit der Auflösung aller Normen noch auf einem ehernen Fundament zu stehen? Stimmt es, daß hier nur das Zähl-, Meß, und Wägbare gilt? Ihre Vertreter glauben es. Sie müssen sich jedoch darüber belehren lassen, daß die Gültigkeit der Naturgesetze durch das politisch-historische Umfeld bedingt ist, in dem sie wirken. Die Beweise dafür liegen vor.

Welch hochgemute Naivität spricht noch aus einer Notiz des Althistorikers Eduard Meer (1855-1930) von 1924: "Für die Geschichte ist alles, was im Leben der Natur und des Menschen gesetzmäßig ist, einfach Voraussetzung. Daher kann eine Nachricht, die diesen Voraussetzungen widerspricht niemals historisch, d.h. Niemals die richtige Wiedergabe eines realen Vorgangs sein. und wenn sie äußerlich noch so gut beglaubigt, ist." (Keine Schriften, Halle 1925, S. 35)

Vorbei, Herr Mever! Wir mußten dazulernen. Immerhin wurde jetzt der Präsident der österreichischen Ingenieurskammer von den Vertretern der Naturwissenschaft und Technik schon nicht mehr verteidigt als er die altbackenen Meyer'schen Thesen noch im Jahre 1992 hochhalten wollte. Walter Lüftl mußte als Ingenieurs-Präsident zurücktreten (Süddt. Ztg., 13. & 14.3.1992). Er hatte sich nämlich drangemacht, die bekannten offenkundigen historischen Tatsachen, betreffend den Massenmord an den europäischen Juden, unter die naturwissenschaftlich-technische Lupe zu nehmen, selbstverständlich unter die Meyer'sche: für den Kundigen ist klar, daß er da zu ganz fälschen Ergebnissen kommen mußte. Die berichteten Umstände des Judenmordes widersprächen den Naturgesetzen, schlußfolgerte er. Damit ist er eingebrochen; so beginnt sich die neuere Naturerkenntnis nun doch durchzusetzen.

Also ist es soweit, daß den Naturwissenschaften ein neuer Boden eingezogen werden kann, genauer gesagt, ein zweiter. Die Grundlagen dazu liefern die Ergebnisse der Kriegsverbrecherprozesse nach dem Massenmord an den Juden in Auschwitz, Sobibor, Treblinka usw. Bedauerlicherweise haben die Naturwissenschaftler und Techniker davon bis heute nicht Kenntnis genommen, noch Konsequenzen gezogen; so konnte es immer wieder zu Pannen kommen, wie zuletzt in Wien.

Hierin soff nun ein Anfang gemacht werden. Einige wesentliche - also bei weitem nicht alle - naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus den genannten Gerichtsprozessen werden nachfolgend zusammengestellt In Übereinstimmung mit der offensichtlichen Wirkung spezifischer politischer Kraftfelder wird dabei zur Kennzeichnung und Unterscheidung von "Deutscher Physik" und "Deutscher Chemie" gesprochen. Bis zu einer vertieften Erkenntnis des Phänomens ist diese Bezeichnung als vorläufig anzusehen und hat außerdem nichts mit der Deutschen Physik nach Philipp Lenard zu tun.

Gesetze der "Deutschen Physik" und der Deutschen Chemie

  1. DER 4. HAUPTSATZ DER THERMODYNAMIK, DER SOG. DEUTSCHE: "DIE GÜLTIGKEIT DER ERSTEN DREI HAUPTSÄTZE DER WÄRMELEHRE KANN UNTER BESTIMMTEN HISTORISCHEN BEDINGUNGEN EINGESCHRÄNKT SEIN."
    Auswirkung: Leichen brennen in bestimmten politischen Kraftfeldern wie trockenes Holz. Durch Zugabe von Wasser kann die Verbrennung noch verbessert werden.
    Fallbeispiele für die Nutzanwendung:
    Der Zeuge Eljiahu Rosenberg im Jerusalemer Demjanjuk-Prozeß: "Weil die Deutschen herausgefunden hatten, daß Frauen und Kinder besser brennen, mußten wir die toten Männer immer erst zum Schluß ins Feuer werfen" (Münchn. Abendztg., 27.2.1987). Anmerkung: Der Mensch besteht zu 60-70% aus Wasser, der höhere Prozentsatz gilt für Kinderkörper, die lt. Zeugenaussage damals am besten brannten.
    Zeuge Szyia Warszawskv: :"...als die Leichen Feuer fingen, brannten sie von selbst." (Hauptprotokoll zur Erforschung der Nazi-Verbrechen in Polen)
    Eidliche Aussage des franz.-jüd. Arztes Dr. C.S. Bendel am 2.3.1946 vor einem alliierten Militärgericht in Hamburg (U. Walendy, Auschwitz im I.G.-Farben-Prozeß. Vlotho 1981, S. 58): "Es geschah tatsächlich, daß 1000 Leichen, die in eine solche Grube geworfen wurden, in einer Stunde verschwanden, sie wurden zu Asche."
  2. DAS DEUTSCHE PRINZIP DER DICHTEN LAGERUNG ODER DIE KOMPRIMIERUNG DER MATERIE OHNE DRUCK.
    Angewandt zur optimalen Füllung der Gaskammern mit Opfern.
    Zeuge Dr. Bendel (a.a.O., S. 55): "1000 Menschen wurden in einen Raum von 10x4x1.6 m Größe (64m3) gebracht. ...Es konnte nur mit der deutschen Methode geschafft werden." Verdeutlichung: der Körper eines Erwachsenen paßt in einen nat.-soz. Kubus mit 40 cm Kantenlänge.
  3. DAS GESETZ DER SPEZIFISCH DEUTSCHEN GASAUSBREITUNG (SPONTANE DIFFUSION IN STARK INHOMOGENEN HOHLRAUMSYSTEMEN).
    Bestätigung durch den verhandelnden Richter Melder im Münchner Zündelprozeß (Nov. 1991): In einer vollgestopften Gaskammer breitet sich das langsam freiwerdende Giftgas ohne Konzentrationsgefälle sofort über den ganzen Raum aus.
  4. DAS GESETZ VON DER VOLLSTÄNDIGEN VERNICHTUNG DER MATERIE.
    Nachweis: Zumindest in Treblinka sind rund 800 000 Ermordete rückstandslos verschwunden.
  5. DAS DEUTSCHE OXIDATIONSPRINZIP: VERBRENNUNG MIT GEDROSSELTER SAUERSTOFF-ZUFUHR ODER GÄNZLICH OHNE SAUERSTOFF.
    Anwendung zur Spurenbeseitigung bei und nach der Massenvernichtung von Juden in Polen.
    Täter Rudolf Höß: "Meist wurden die Vergasten in Gruben hinter dem Krematorium IV verbrannt." Und: "Die Leichen wurden zuerst mit Ölrückständen, später mit Methanol übergossen. In den Gruben wurde fortgesetzt verbrannt, also Tag und Nacht." (M. Broszat, Kommandant in Auschwitz, München 1981, S. 165 bzw. 161)
    Zeugin Szlama Dragon zur Leichenverbrennung in Auschwitz (11.5.1945): "...befanden sich zwei 30 m lange, 7 m breite und 3 m tiefe Gruben. Die Ränder der Gruben waren von Rauch geschwärzt..." (Kogon et al., NS-Massentötungen durch Giftgas, Frankfurt 1983, S. 211).
    Anmerkung: Die Anwendung des laut Zeugenaussagen überall genutzten deutschen Oxidationsprinzips gelang in Auschwitz in vollendeter Weise, nämlich unter Wasser, denn im Bereich des Lagerkomplexes reicht der Grundwasserspiegel bis dicht unter das Gelände (vgl. Foto im Magaz. d. Süddt. Ztg., 6.12.1991: ein Teich beim Krematorium IV, den es auch damals schon gab); die Verbrennungsgruben standen also voll Wasser.
  6. DAS GESETZ VON DER RASSISCHEN BEDINGTHEIT DER BLAUSÄURE-EMPFINTDLICHKEIT (DIE SELEKTIVE WIRKUNG VON HCN AUF HOMO SAPIENS HEBRAEICUS).
    Nachweis: Die Gaskammern lagen in Auschwitz in unmittelbarer Nähe der anderen Lagereinrichtungen, z.B. neben dem SS-Lazarett. Die fortgesetzten Entlüftungen der Gaskammern in die Umgebung hat die Wachmannschaften - sicherlich genetisch bedingt - nicht beeinträchtigt. Bemerkenswert ist allerdings, daß auch die jüdischen Arbeitskommandos gegen die Giftwirkung nach einer noch nicht bekannten deutschen Methode immunisiert werden konnten, denn sie holten ohne Handschuhe, Schutzanzüge und Gasmasken jeweils sofort die Leichen aus den Gaskammern (Broszat, a.a.O., S. 130).
  7. DER GASKAMMER-EFFEKT: IM KRAFTFELD DER NAT.-SOZ. GASKAMMER TRITT EINE WELLENÄNDERUNG DES LICHTES EIN, SO DASS UNSICHTBARES SICHTBAR WIRD.
    Zeuge R. Böck, Angehöriger der SS-Wachmannschaften, berichtet im Frankfurter Auschwitz-Prozeß (1964/66), daß er die Räumkommandos im blauen Dunst der Blausäure ohne Gasmasken arbeiten sah.
    Hinweis: Blausäure ist normalerweise farblos, d.h. nicht sichtbar.
  8. DAS DEUTSCHE PRINZIP ZUR ERZEUGUNG VON KOHLENMONOXID MIT HILFE DES DIESELMOTORS.
    Nachweis für Treblinka: "In einem angebauten Raum stand ein Dieselmotor, der giftiges Kohlenmonoxyd erzeugte." (Kogon et al., a.a.O., S. 163)
    Nachweis für Belzec: "Der Motor selbst stand... Er wurde mit Dieselkraftstoff betrieben," (K. Gerstein, nach Kogon et al., a.a.O., S. 173)
    Hinweis: Ein idealer Giftgasgenerator hätte damals praktisch in der Gestalt des Holzgasgenerators zur Verfügung gestanden; das damit erzeugte Motortreibgas enthält mit 32 Vol% einen sehr hohen Anteil an hochgiftigem Kohlemnonoxid (Meyers Enzykl. Lexikon, Bd. 12, S. 207, 1974). Die besonderen Umstände der Kriegszeit ließen es aber offenbar geraten erscheinen, die Holzgasgeneratoren zur Aufrechterhaltung des Lastwagenverkehrs an der Heimatfront zu belassen. Die Vernichtungslager im Osten mußten sich daher mit dem Dieselmotor behelfen, der zwar unter den heutigen politischen Bedingungen nur die ungefährliche Konzentration von ca 0,05 Vol.% Kohlenmonoxid ausstößt (Meyers Enzykl. Lexikon, Bd. 1, S. 88, 1971). Die Zustände in der NS-Gewaltherrschaft erlaubten es aber offensichtlich, dem Dieselmotor - entgegen den Absichten seines Erfinders - einen wesentlich höheren Kohlenmonoxid-Ausstoß abzugewinnen. Allerdings mußte man hierzu den damals knappen Dieseltreibstoff opfern; der Holzvergaser hätte sich mit Holzabfällen begnügt.

Diese ausgewählten und in der Literatur z.T. mehrfach belegten physikalischen und chemischen, auch medizinischen Abnormalitäten, die zur Zeit der NS-Herrschaft zu beobachten waren, sollten zweifellos den Anlaß für eine radikale Überprüfung der naturwissenschaftlichen Grundlagen überhaupt geben. Die Gegenwart wird ja das naturwissenschaftlich-technische Zeitalter genannt; sie ist es sich schuldig, ihre Doppelbödigkeit wissenschaftlich zu untermauern. Besonders Nobelpreise dürften dabei in Aussicht stehen.

 

V.i.S.d.P.: Georg-Christoph-Lichtenberg-Bund, Darmstadt, im August 1992
[Autor: wahrscheinlich Arnulf Neumaier †; überarbeitet von Germar Rudolf im Frühjahr 1993]


LG Stuttgart, KLs 83/94, Urteil S. 80f: »d) Des weiteren fand sich im Computer des Angeklagten [Germar Rudolf] die Datei für ein anonymes Flugblatt, in dem sich der Angeklagte unter der Überschrift "Der doppelte Boden" in äußerst zynischer Weise über Zeugenaussagen in NS-Prozessen lustig macht. Die Datei entstand im Herbst 1992 und hat folgenden Inhalt:«