Schlußbetrachtung

Wissenschaftlicher Geschichtsrevisionismus ist eine natürliche Reform festgeschriebener (etablierter) Lehrmeinung durch neues Wissen. Mit der Zeit unterliegt jede Wissenschaft einem fortwährenden Revisionismus. Als Methode ist der heutige Geschichtsrevisionismus Tatsachenforschung, die für die Klärung historischer Sachverhalte die wissenschaftlichen Verfahren zahlreicher Disziplinen, insbesondere auch der Natur- und Ingenieur-Wissenschaften anwendet. Sanning nutzt das Instrument der Statistik, um diverse Zahlenangaben zur jüngeren Geschichte der Juden zu ordnen und speziell bei den Zahlen um den "holocaust" das realistische Maß zu erkennen. Durch die betont fachliche Vorgehensweise relativiert der revisionistische Wissenschaftler den Stil vieler Historiker, historische Inhalte literarisch oder ideologisch zu verarbeiten und dabei Historiengemälde und Mythen entstehen zu lassen.

Von jüdisch-religiöser Seite her wird der "holocaust" ins Mythische und Metaphysische übersteigert. Kagedan - hier seien seine Worte aus unserer Einführung wiederholt - nennt den "holocaust" "das Hauptelement der Neuen Weltordnung". Von daher kommt die endlose Dimension, die man dem "holocaust" andichtet mit seiner Unantastbarkeit. Die jüdische Denktradition betont sehr stark den Opfergedanken. Israel empfindet sich als Opfer der unheiligen Welt und als "auserwähltes Volk" in diesem Opfer. "Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber, sondern ich will dich auserwählt machen im Ofen des Elends." (Jesaja 48/8-10) Jener jüdische Mythos versteht den "holocaust" als große Prüfung auf dem Wege des "auserwählten Volkes" zur Erlösung und damit zur Errichtung der Neuen Weltordnung unter jüdischer Herrschaft.

Der Revisionist revidiert den holocaustischen Zahlen-Mythos als Gebot wissenschaftlicher Redlichkeit und anerkennt die realistische Zahl als großes Ausmaß jüdischer Verluste. Der Revisionist widerspricht der Behauptung, die Deutschen hätten die allgemeine Vernichtung der Juden geplant und - mit Einsatz einer besonderen Technik - durchgeführt.

Der Revisionist beschreibt den "holocaust" als Gesamtverlust der Juden, für den Verantwortlichkeiten auf mehrere Seiten verteilt sind, wobei bis heute die zerstörerische Hauptrolle der Sowjetunion verschwiegen wird.

Die Revision hält jenes "Bewältigungsmuster" für unwissenschaftlich, das einseitig auf die deutsche "Vergangenheit" fixiert ist, pflegt eher eine Geschichtsbetrachtung, welche die Geschichte aus ihren geschichtlichen Bedingungen heraus und als internationalen Wirkungszusammenhang zu verstehen sucht. Dadurch gewinnt der Blickwinkel an Breite. Die Taten und Opfer aller Seiten werden gleichermaßen gewogen und gewürdigt. Das Geschichtsbild wird objektiver und erfüllt eher den Anspruch von Wahrheit und Gerechtigkeit. Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und was dahin führte, sind eben nur in Verknüpfung mit dem Ersten Weltkrieg und dessen praktischer und geistiger Hinterlassenschaft zu erklären. Nach dem Sturz der Monarchien in Rußland und Deutschland und der Entwicklung der kommunistischen Diktatur in der Sowjetunion mit all ihren Schrecken verschärfte sich der weltanschauliche Gegensatz von völkischer Idee und ihren Gegnern aus dem kommunistischen, westlich-liberalen internationalistischen Lager mit mächtigem jüdischem Einfluß zur existentiellen Frage. Das Handeln der damals politisch Verantwortlichen in Deutschland, in Europa, in der Sowjetunion, in den USA konnte nicht losgelöst sein von diesem zentralen Konflikt, der auch heute wieder ähnlich die Mächtigen bewegt im Spannungsfeld widerlaufender nationaler und internationaler Bestrebungen.

Verschleppung, Internierung, Einschließung der Juden mit allen Folgeverlusten durch deutsche und sowjetische Maßnahmen, pogromartige Tötungen durch Ukrainer, Weißrussen, Balten, Polen gehören in die Reihe jener genozidalen Unrechtshandlungen, die aus der allgemeinen Drangsal des Krieges tragisch herausragen: die Luftangriffe auf deutsche Städte wie Dresden mit Hunderttausenden von zivilen Bombenopfern, der Atomtod von Hiroshima und Nagasaki, die Massenerschießung polnischer Offiziere durch die Sowjets in Katyn, die Versklavung ganzer Völkerschaften im Gulag, die Massenaustreibung von 20 Millionen Deutschen (Ostdeutsche, Sudetendeutsche, Volksdeutsche, (deportierte) Rußlanddeutsche) aus ihrer Heimat mit 3 Millionen Toten und dem Verlust eines Viertels des deutschen Staatsgebietes.

[Genaue Zahlen zu den deutschen Vertreibungsverlusten - siehe Rolf-Josef Eibicht (Hrsg.) "Der Völkermord an den Deutschen. 50 Jahre Vertreibung", Verlag Hohenrain, Tübingen, 1995]

Der Revisionist wendet sich gegen Versuche, das deutsche Volk mit dem "holocaust" zu identifizieren bzw. die Deutschen "auf ewig" mit dem "holocaust" kollektiv zu verhaften. Ein Volk, jedes Volk, kann - in Grenzen - einstehen für Fehler und Unrechtshandlungen seiner Regierung. Dies ist etwas anderes als der Schuldkomplex, womöglich theologisch verbrämt, der nach dem Willen von anmaßend Mächtigen dem Bewußtsein der Deutschen immer beigegeben sein soll. Solches ist Produkt der kommenden "Diktatur der Humanität", aber keine Ethik. Niemand darf einem Volk und seinen Kindern das Naturrecht vorenthalten, unbefangen und frei zu leben!

In der Bundesrepublik Deutschland ist die Geschichtsdiskussion nicht freigegeben. In existentiellen Lebensbereichen - und dazu gehört die Geschichte - werden Meinungsfreiheit und freie Forschung von Staats wegen unterdrückt. Damit verstößt die Bundesrepublik auf das schwerste gegen Art. 19 der Uno-Menschenrechtskonvention, die jedem Menschen das Recht auf Freiheit der Meinung und Meinungsäußerung zuspricht.


"Freiheit der Forschung bedeutet auch, daß prinzipiell jedes Forschungsziel gewählt werden kann. Irgendein Index verbotenen Wissens oder ein Katalog tabuisierter Forschungsziele oder ein Forschungsmoratorium sind mit dem Selbstverständnis und der Würde der Wissenschaft deshalb unverträglich, weil wir unbeirrbar daran festhalten müssen, daß Erkenntnis unter allen Umständen besser ist als Ignoranz."

(Prof. Dr. Hans Mohr, "Natur und Moral", Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1987, S. 41)


Nicht unbestimmte Millionen, sondern 1,6 Millionen Juden blieben während des Krieges aus allen Ursachen tot oder verschollen, davon 1,25 Millionen im deutsch-sowjetisch umkämpften Teil der Sowjetunion hauptsächlich infolge sowjetischer Einwirkung und etwas über 300.000 im deutsch besetzten Teil Europas hauptsächlich infolge deutscher Einwirkung. -

Unser Ziel ist ein klares Geschichtsbild ohne "Entstellung der Tatsächlichkeit" (Prof. Hellmut Diwald). So wie der "holocaust" den Deutschen "verordnet" wird, ist er inhaltlich und zahlenmäßig dem falschen Mythos von der deutschen "Alleinschuld" angepaßt. Der "holocaust" war ein komplexes Geschehen mit verschiedenen Ursachen in verschiedenen Ländern. Es gehört zu den vielen unterdrückten historischen Tatsachen, daß die große Mehrzahl der jüdischen Verluste der Kriegszeit auf stalinistische Kriegszustände in der Sowjetunion zurückzuführen ist.

"... der Historiker hat nicht die Vergangenheit zu richten oder die Gegenwart zu belehren, er soll bloß zeigen, wie es eigentlich gewesen ist." (Leopold von Ranke)

Cedric Martel, Toulouse, 1. August 1998


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