Gaskammertür im US-Gefängnis (48 KB)

So sieht eine echte Gaskammertür aus (USA). Was man uns in Auschwitz zeigt, gleicht WC-Türen aus Substandardwohnungen

Jean Beaufret:

"Ich frage mich, wo für diese Leute die Grenze der wissenschaftlichen Redlichkeit ist."

ZEUGE NR. 1

BEAUFRET Jean, Philosoph, Heidegger-Spezialist, Frankreich.

VERFOLGUNG: Beaufret gibt Faurisson recht. Er glaubt nicht an "Gaskammern". An der gehässigen Reaktion meint er die Lüge zu erkennen.

In der großen französischen Tageszeitung "Le Monde" erschien am 9. Jänner 1988 auf Seite 28 der folgende Artikel von Michel Kajman, den wir sowohl in Faksimile im französischen Original als auch in der deutschen Übersetzung, allerdings nur auszugsweise, abdrucken.

Unter der Überschrift: Der Philosoph Jean Beaufret (Heidegger-Spezialist, vor 5 Jahren gestorben) teilte die "revisionistischen" Thesen Faurissons über die Gaskammern. Nachdem im "Matin de Paris" ein ehemaliger Schüler Jean Beaufrets (M. Emmanuel Martineau) darauf verwiesen hatte, daß Jean Beaufret die revisionistischen Thesen Faurissons über die behaupteten Gaskammern zur Menschenvernichtung geteilt hatte, veröffentlichte in den "Annales d'histoire revisionniste, Nr. 3" (Annalen der revisionistischen Geschichte, Nr. 3) Faurisson zwei Briefe Jean Beaufrets, die dieser an ihn gerichtet hatte. Es wird sodann einer der beiden Briefe aus den "Annalen" (vom 22. November 1978) in "Le Monde" teilweise abgedruckt. In diesem Brief drückt Beaufret zunächst seine Indignation über das Wutgeheul, das die Presse wegen der Thesen Faurissons anstimmte, aus und schreibt sodann:

"Le Monde", Samstag, 9. Jänner 1988, Seite 28:

"… Wir erleben nunmehr das Ende eines Dogmas der Geschichte und gleichzeitig die ganze Aggressivität, welche der Dogmatismus üblicherweise entfaltet. Die unauffindbaren Kinder mit "abgehackten Händen", über welche Gide in seinem Tagebuch schreibt, werden in dieser dogmatischen Propaganda bei weitem übertroffen. Ich glaube, daß ich einen ähnlichen Weg wie Sie gegangen bin. Auch ich wurde durch die gleichen Zweifel anderer mißtrauisch. Es war für mich ein Glück, daß ich sie nur mündlich ausgedrückt habe. Nichtsdestoweniger frage ich mich, wofür diese Leute die Grenzen wissenschaftlicher Redlichkeit sind. Ich bin durch Maurice Bardèche - ein alter Freund, dessen Ansichten ich ansonsten nicht teile - für Ihre Gedanken empfänglich geworden. Seine politischen Meinungen stehen hier aber gar nicht zur Diskussion. Es geht ganz einfach, wie Leibniz sagt, um Fakten und historische Tatbestände. Sie haben die Meute losgelassen. Viel Glück für die Zukunft. Vielleicht werden sich Kollegen finden, die aus ihrer Lethargie aufwachen. Wenn nur die Universitäten auf die Dauer nicht so gehorsam bleiben, wie sie sich im Moment zeigen."

Am Ende des Artikels im "Le Monde" führt der Verfasser Michel Kajman noch aus: Wahrscheinlich wird diese Publikation eine Polemik auslösen. In ihr könnten die politischen und historischen Aspekte dieser Diskussion zu einem Disput über die dornenvolle Frage des Verhältnisses von Denken und Tat führen, ohne daß die übliche Konfusion mit den daraus folgenden Begleitumständen ausbricht.

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Jean Beaufret, Le Monde, 9.1.1988, S. 28 (63 KB)

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