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RÜCKBLICK, EINSICHT UND AUSBLICK


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"Der augenblickliche Verfall des offenen Antisemitismus könnte eine neue Gefahr für das jüdische Überleben darstellen . . ."
Dr. Nahum Goldmann
Präsident der Zionistischen Weltorganisation und des Jüdischen Weltkongresses

Jean-François Steiner, ein junger französischer Jude, schrieb eine längere Abhandlung über das KZ Treblinka. Er studierte gründlich alle verfügbaren Dokumente; er korrespondierte mit verschiedenen Überlebenden, mit anderen unterhielt er sich mündlich. Somit kann Steiners Schilderung der Ereignisse im KZ Treblinka als zuverlässig und wahrheit[s]gemäß betrachtet werden.

Erschüttert liest man bei ihm, wie Juden sich als Mordschergen gegen ihre eigenen Volksgenossen hergaben: in jeder Hinsicht waren sie dem SS-Lagerkommandanten ergeben. Noch schmerzlicher berührt es, daß unter diesen Pflichtvergessenen sämtliche Intelligenz- und Bildungsgrade zu finden waren. Doch Steiners Vorhaben, mit einer späten Fackel diesen Untermenschen aus unseren eigenen Reihen ins Gesicht zu leuchten, paßte nicht in so manches israelische und zionistische Konzept. Denn - wir sind doch ein "auserwähltes Volk"!

Steiner ließ sich nicht unter Druck setzen. Wir verdanken das Erscheinen seines Werkes Jean-Paul Sartre und seiner Mitarbeiterin, die auch das Vorwort schrieb.

Steiner hat mittlerweile einen wichtigen Schritt getan und auch mit ihm bewiesen, daß er sich in jeder Hinsicht von den Praktiken unserer "Auserwählten" distanziert: er hat eine echte deutsche Arierin geheiratet, und zwar nicht etwa irgend ein Lieschen Müller, sondern die Enkelin des ehemaligen Oberbefehlshabers des deutschen Heeres, Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch. Steiner erklärt, auf den Schultern seiner Frau laste eine


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Vergangenheit, "für die sie nicht verantwortlich ist". Seine Heirat gewinnt an Wert, wenn man weiß, daß sein Vater in Auschwitz umgekommen ist; darüber hinaus zeigt sein Verhalten, daß Leiden einen festen Charakter erst recht veredelt.

Eine wesentlich ältere Schilderung der Tragödie der jüdischen Kollaboration als die Steiners können wir dem Buch "Im Angesicht des Galgens" von Dr. Hans Frank, ehemaliger Reichsminister und Generalgouverneur, Seite 393, entnehmen. "Der Zeuge Dr. Morgen hat es nun im einzelnen weiter geschildert, wie Wirth [Kommandant des KZ Maidanek] ihm alles darstellte [im Nürnberger Prozeß]. Dieser berichtete ihm, daß er nur etwa fünf deutsche Mitarbeiter hatte, die unter sich wiederum etwa viertausend Juden oder Jüdinnen gegen Gewinnanteil an der Beute der Opfer eingeteilt hatten. . . gegen Gewinnanteil an Gold, Schmuck, Geld und Kleidern . . ."

Auch diese haarstäubenden Tatsachen wurden damals nicht zur Kenntnis genommen. Ebenso wollen die Befürworter der deutschen Kriegsverbrecherprozesse auch heute noch immer nicht zur Kenntnis nehmen, daß es sogar Juden gab, die der Gestapo direkt dienten. Essei nur an Th. Israel Koronczyk aus München erinnert, der sogar noch im Januar 1945 seinen Auftraggebern treue Dienste leistete!

Jene, welche die Legende vom "auserwählten Volk" unter allen Umständen aufrechterhalten wollen, räumen zwar ein, daß es jüdische Kollaborateure gab, meinen aber, diese seien gezwungen worden. Andere glauben, daß jene Kollaborateure mit ihrem Tun gewisse Pläne zugunsten jüdischer Personen verfolgt hätten, die Rechnung jedoch nicht aufgegangen sei.

Diese gutgemeinte Ehrenrettung entbehrt indes jeglichen Fundamentes. Wer sich noch einen Funken Humanität und Charakterfestigkeit bewahrt hatte, weigerte sich damals, ein so furchtbares Spiel mitzuspielen: der Fall Tscherniakow beweist das zur Genüge! Tscherniakow war der erste Präsident des Warschauer Gettos. Als die Aussiedlung aus dem Getto begann, verlangte man von ihm fünftausend Juden, angeblich zur Arbeit; Tscherniakow entsprach dieser Forderung. Nach geraumer Zeit forderte die SS von dem Präsidenten des Judenrates erneut eine größere Anzahl Juden "zur Arbeit". Tscherniakow,


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der inzwischen erfahren hatte, welches Schicksal diesen Menschen zugedacht war, zog es vor, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Nicht verschwiegen darf werden, daß dieser charaktervolle, hochanständige Mann getaufter Jude war. In jüdischen Augen muß diese Tatsache Tscherniakows Verdienst erhöhen, da er ja von unseren Chauvinisten nicht mehr als Jude anerkannt wurde. Er hätte also - nach jüdisch-chauvinistischer Auffassung - zu diesem größten Opfer gewiß weniger Grund gehabt als ein anerkannter Angehöriger des "auserwählten Volkes". Seine Nachfolger indessen, "echte" Juden, arbeiteten bis zuletzt beflissen für die totale Liquidierung der Gettoinsassen.

Daß die jüdische Kollaboration in jeder Hinsicht zu verdammen ist, beweist auch das folgende Zitat des sicher größten Galuthjuden aller Zeiten, Maimonides (1135-1204): "Wenn die Götzenanbeter euch sagen: 'Gebt uns einen von euch; wir werden ihn töten! Wenn ihr euch aber weigert, töten wir euch alle', dann müßt ihr alle zum Sterben bereit sein und dürft keine einzige Seele Israels freiwillig ausliefern." Diese Worte des Philosophen, Arztes und Gesetzeslehrers sind klar und deutlich.

Im Warschauer Getto wurde eine Untergrundorganisation gegründet, deren Aufgabe es war, die "treuen" Kollaborateure zu bekämpfen. Wie schon erwähnt, wurde der jüdische Polizeichef von Angehörigen dieser Organisation ermordet, worüber der zionistische Schriftsteller Kazenelson sich folgendermaßen äußerte: "Zehn schlechte Juden mordet, bevor ihr einen schlechten Nichtjuden ermordet."

Wie wäre es, ließe sich auch Herr Simon Wiesenthal von diesem Autor belehren? Wenn unsere Aktivisten in Sachen bundesdeutscher Kriegsverbrecherprozesse sich gründlich und ehrlich mit dem Problem der jüdischen Kollaboration während der Tragödie des europäischen Judentums befassen würden, dann würden sie leicht feststellen können, daß ihr Verhalten unjüdisch und unehrenhaft ist - um so mehr, als ein Teil dieser Aktivisten Galuthjuden sind.

Dr. Nahum Goldmann hat vor einigen Jahren vor seinen gehorsamen Berufszionisten ein Grundsatzreferat gehalten, bei dem er sich zu dem diesem Schlußkapitel als Motto vorangestellten Satz verstieg. Man lese diese Worte noch einmal sehr ge-


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nau! Muß man sich nicht an den Kopf greifen: Die Herren Zionisten haben schlaflose Nächte, weil der Antisemitismus praktisch nicht mehr existiert, anstatt sich darüber zu freuen! Wenn man den Goldmann'schen Gedankenfaden logisch weiterspinnt, kommt man automatisch zu der Schlußfolgerung: Gebt uns den Antisemitismus wieder! Um den "nutzbringenden" Antisemitismus wiederzuerwecken, verfügt man über Organisationen, Gruppen, Fünfte Kolonnen und Aktivisten, die nach Bedarf mit erlaubten wie unerlaubten Methoden den gewinnbringenden Antisemitismus provozieren. Hier nur ein paar Beispiele: das Attentat gegen den verstorbenen Bundeskanzler Konrad Adenauer, das Interesse an Hakenkreuzschmierereien und Beschädigung von Grabsteinen auf jüdischen Friedhöfen, die Eichmann-Entführung und insbesondere die Aktivität in den bundesdeutschen Kriegsverbrecherprozessen! Vor allem auf das bundesrepublikanische Gebiet hat es der Zionismus abgesehen; dieses erscheint nämlich für derlei Tätigkeit wie geschaffen. Jede noch so geringfügige Entgleisung, die in Richtung Antisemitismus gedeutet werden könnte, ist willkommen; liefert sie doch die Möglichkeit neuer Inkassos und bringt politische Vorteile! So werden für parteipolitische Zwecke Situationen radikalisiert und Affronte provoziert - ohne Rücksicht auf das Galuthjudentum, das dann die Suppe auslöffeln darf.

Die Schlagzeilen, welche die verhafteten Israel-Agenten in der ersten Novemberwoche 1967 in München lieferten, bestätigen - und sie sind nicht der einzige Beweis! - die Richtigkeit meiner vorher geäußerten Ansicht. In der Nah-Ost-Krise vom Juni 1967 vertraten verantwortliche bundesdeutsche Politiker wie auch die Mehrheit der Presse bedingungslos den israelischen Standpunkt. Als Dank dafür darf die prompte Aktivität der Suchaktion nach deutschen Kriegsverbrechern betrachtet werden; brachte doch das Eichmann-Geschäft dem Staat Israel Gratis-Waffenlieferungen und, wie es heißt, 500 Millionen Dollar ein. Wieviel mehr müßte da "der Fall Gestapo-Müller" einbringen, wenn die Aktion gelingen sollte! Denn Müller war ja Eichmanns Vorgesetzter. Warum sollte, da der Handel David Ben Gurion-Dr. Adenauer gelang, ein ebenbürtiges Geschäft Eschkol-Kiesinger scheitern? Daher brauchen die Zionisten die


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Weiterführung der deutschen Kriegsverbrecherprozesse; sind sie doch für diese Menschen eine unersetzliche Inkassoquelle! Und wenn gegen staatliche Souveränität, Humanität und Vernunft verstoßen wird: was kümmert dies den aggressiven Zionisten? Ebenso wenig haben sie Bedenken, wenn ihre Handlungsweise unseren Lehren zuwiderläuft: "Grausamkeit und Hartherzigkeit sind nicht Charakterzüge der Kinder Abrahams, . . ." (Hilchoth Abadim 9, 8).

Am Rande: Gesetzt den Fall, in Israel würden Deutsche bei ihrer Wühlarbeit ertappt - wer könnte sich die Folgen nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die gesamte Bundesrepublik ausmalen? Hoffentlich passiert den korrekt-mutigen deutschen Beamten nichts, die es wagten, das Tabu zu brechen, indem sie den Fall überhaupt zur Kenntnis nahmen!? In einem ähnlich gelagerten Fall wurden ja vor Jahren deutsche Beamte auf Anordnung Bonns bestraft -!

Zur Beruhigung aller Interessierten, zum Unbehagen der Zionisten und zum Behagen der Bundesdeutschen sei gesagt, daß es bestimmt zu keinem "Müller-Geschäft" zwischen Eschkol und Kiesfinger kommen wird! Vergeblich wird auch das Bemühen jener "Schriftprobenspezialisten" sein, die zwar einen Lavon (israelischen Verteidigungsminister) seinerzeit zu Fall brachten, in Sachen Gestapo-Müller aber dasselbe Fiasko erleiden würden wie im Fall Arnold Zweig. Hoffentlich werden sich die Menschen- und Nachrichtenjäger endlich nach einem anderen Broterwerb umsehen - zu ihrem eigenen Seelenheil und zum Wohl der geplagten Masse der Zeitungsleser, Rundfunkhörer und Fernsehteilnehmer!

Die Überheblichkeit der Israelis in ihrem Siegesrausch nach dem 5. Juni 1967 kann sogar der sonst zionfreundliche New Yorker jüdische (deutschsprachige) "Aufbau" nicht mehr gutheißen. In seiner November-Ausgabe lesen wir:

"Bisher hat die Zeit für Israel gearbeitet. Aber gerade die Freunde Israels müssen auf eine unabänderliche, harte Tatsache hinweisen: daß dieses kleine Land weiter inmitten einer arabischen Welt leben muß, die mehr als zwanzigmal so viele Menschen umfaßt als selbst ein an Menschenzahl ausgedehnteres Israel. Mit dieser Welt muß Israel schließlich Frieden finden. Der


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nüchterne Sinn für die Realitäten, der allein den großen Junisieg ermöglichte, wird gewiß auch dazu führen, Möglichkeiten einzuschätzen, die sich in den neuen Situationen eröffnen - ebenso wie die Grenzen dessen, was Israel erreichen kann."

Dies zeigt, daß Israel nicht einmal das gesamte westliche Judentum hinter sich hat, vom östlichen ganz zu schweigen. Trotzdem kann es die israelische Regierung nicht unterlassen, bei jeder Gelegenheit so zu tun, als spreche sie im Namen des gesamten jüdischen Volkes. Das ist, gelinde ausgedrückt, anmaßend und irreführend. Neuerdings geschah es im Fall de Gaulle.

Der französische Präsident hatte in seiner Pressekonferenz vom 27. November 1967 behauptet, Israel habe den Krieg im Juni begonnen, um seine traditionellen expansionistischen Ziele im Nahen Osten weiterzuverfolgen.

In einem Kommuniqué aus Jerusalem hieß es: "Die israelische Regierung äußert ihr tiefes Bedauern über die Feststellung des französischen Präsidenten, die eine Geschichtsfälschung darstellt und eine ernsthafte Beleidigung des jüdischen Volkes und Israels bedeutet."

Mich wundert, daß man den französischen Staatspräsidenten noch nicht als Antisemiten diffamiert hat. Darüber, daß de Gaulle mit Recht verärgert ist, weil die israelische Regierung sich nicht an die mit Frankreich getroffene Vereinbarung hielt, die gelieferten Waffen lediglich zum Zwecke der Verteidigung zu benützen, schweigt sich das Kommuniqué aus: die Wahrheit scheinen auch unsere modernen Josuaisten nicht verkraften zu können!

Im Juli 1964 kehrte Israels Ministerpräsident Levi Eschkol aus Washington nach Jerusalem zurück. In Washington hatte er mit Präsident Kennedy eine für ihn ziemlich unbefriedigende Unterredung gehabt. Aus diesem Anlaß wollten einige Knessethabgeordnete darüber diskutieren, ob die Regierung es für richtig halte, sich von der politischen Bindung an die USA zu lösen und sich dafür an Frankreich anzulehnen. Eschkol weigerte sich, eine solche Diskussion zuzulassen, und erklärte unter anderem:

"Ich kann die Bedeutung von Frankreichs Unterstützung in den Tagen der Bedrängnis und seines ständigen Beitrages zu


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unserer unabhängigen defensiven und abschreckenden Macht gar nicht genug unterstreichen!" (Nach der Londoner Jewish Chronicle vom 17. Juli 1964).

Die Kursivhervorhebung des Wortes "defensiven" stammt von mir; das Attribut defensiv wird jeden logisch Denkenden darüber aufklären, wer nach den Ereignissen vom Juni 1967 die Geschichte fälschte: der israelische Ministerpräsident oder der französische Staatspräsident?

Zu den NS-Verbrechen sagen wir: non possumus - wir können nicht. Es ist uns unmöglich, die Weiterführung von Kriegsverbrecherprozessen zu bejahen. Ich wenigstens bin bestrebt, nach dem Spruch Salomons zu handeln, der lehrt: "Wenn dein Hasser hungert, speise ihn mit Brot, und wenn ihn dürstet, tränke ihn mit Wasser, . . ."

Im Oktober 1964 fand ich unter den für mich bestimmten Leserbriefen einen, der meine Aufmerksamkeit besonders erregte: die zittrige Schrift ließ mich auf einen Schreiber schließen, der entweder bereits in einem biblischen Alter stand oder krank war. Ich entnahm dem in hieroglyphenhaften Buchstaben geschriebenen Brief den Wunsch, ich solle den Schreiber aufsuchen, da er Wichtiges und für weitere Wahrheitsfindung Bedeutendes mir mitzuteilen habe. Nach geraumer Zeit begann ich alle Hebel in Bewegung zu setzen, um dem Wunsch nachkommen zu können. Nach mehrstündiger Fahrt erschien ich, ohne den Briefschreiber vorher benachrichtigt zu haben, in dessen Wohnung. Sie war ärmlich, und Herr X. lag krank zu Bett. Wir unterhielten uns ungefähr zwei Stunden. Zur Bekräftigung seiner Mitteilungen sprach er dazwischen immer wieder jiddisch-hebräische Sätze in der Mundart seines Heimatlandes.

Der Einfachheit halber gebe ich, was er erzählte, in Ichform und gerafft wieder:

"Meine Eltern waren gut bürgerlich situiert, und ich erhielt auch eine deutsch-nationale Erziehung. Wir wohnten unter Juden, und so ist es nicht verwunderlich, daß ich auch jüdische Freunde und Kameraden hatte. Mit zionistisch gesinnten Juden vertrug ich mich auch in ideologischer Hinsicht besonders gut. Als im Verlaufe des zweiten Weltkrieges unsere Stadt von der Deutschen Wehrmacht besetzt wurde, zog die deutsche Orts-


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verwaltung verschiedene deutsche Bewohner unserer Stadt zu allerlei Hilfeleistungen heran, auch mich. Entsprechend meiner Vorbildung wurde ich für die Behandlung jüdischer Fragen eingesetzt. Zuerst wurden die Juden namentlich erfaßt und dann in besondere Wohnviertel - Gettos - ausgesiedelt. Später wurden sie aus diesen Gettos fortgeschafft. Ich machte das alles mit in der Überzeugung, es handele sich um notwendige administrative Maßnahmen. Als mir jedoch zu Ohren kam, daß ein Teil der Verschleppten für die physische Vernichtung bestimmt war, versuchte ich mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln zu retten, was zu retten war. Ich ließ zwei jüdische Jugendfreunde, die zu Rang und Stellung gekommen waren, zu mir beordern. Nachdem ich sie ehrenwörtlich zum Schweigen verpflichtet hatte, offenbarte ich ihnen die schreckliche Wahrheit. Wir vereinbarten eine permanente Kontaktmöglichkeit. Über diese beiden Freunde ließ ich verschiedenen von ihnen vorgeschlagenen Juden Arierausweise zukommen; anderen half ich bei der Flucht ins Ausland. Heute leben meine beiden Freunde und Helfer im Ausland. Wenn sie bis heute noch keinen Weg gefunden haben, der Wahrheit öffentlich die Ehre zu geben und mir in meiner jetzigen Lage ein wenig beizustehen - was für sie unvergleichlich weniger gefährlich wäre als meine seinerzeitige Hilfeleistung für sie und Volksgenossen -, so bin ich ihnen deshalb nicht böse. Ich weiß, daß meine Tätigkeit sündhaft war, obwohl ich natürlich keinen einzigen Juden persönlich umgebracht habe. Ich habe Sie zu mir gebeten, um mir die Last von der Seele zu reden. Sie sehen ja meine materielle und physische Notlage. Ich möchte, wenn es soweit ist, in Ruhe sterben können. Ich zog es vor, all das Ihnen zu sagen statt einem Geistlichen, weil ich bei Ihnen mehr Verständnis zu finden hoffte und auch fand. Von Selbstmord nahm ich Abstand; denn ich hielt das nicht für richtig. Ich trug mich einmal mit dem Gedanken, mich den Gerichten selbst zu stellen, unterließ es aber, um nicht unter Umständen meine damaligen Mitarbeiter zu gefährden. Jetzt, sehr verehrter Herr Burg, wissen Sie alles, und Sie können tun, was Sie für gut finden. Ich würde Ihnen nichts übelnehmen."

Und ich tat, was ich für richtig fand. Da es kurz vor Weih-


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nachten war, überraschte ich ihn mit einem kleinen Geschenk, was ihm sichtlich Freude bereitete.

Es ist anzunehmen, daß jene, die es als ihre Lebensaufgabe betrachten, die Kriegsverbrecherprozesse ad infinitum weiterrollen zu lassen, in diesem meinem Verhalten eine Bestätigung dafür finden, daß an meinem Verstand gezweifelt werden darf. So wie es vor fünf Jahren ein arischer deutscher Publizist tat, der zuerst 1949, wie erwähnt, sich in einer Broschüre darüber beklagte, daß die Alliierten zuwenig deutsche Antisemiten aufs Schafott gebracht hätten, hierauf 1962 meinen Verstand bezweifelte, weil ich im Zusammenhang mit den an Juden begangenen Verbrechen auf die Bombenverbrechen der Alliierten hinwies, und schließlich 1967 der Weiterführung der Kriegsverbrecherprozesse die Berechtigung absprach. Mich freut es, daß der zionfreundliche Publizist auf den Weg der Gerechtigkeit fand. Mögen auch jene Juden, die auf dem Gebiet der Kriegsverbrecherprozesse aktiv sind, denselben Weg beschreiten!

*

Die Schlußbetrachtung wäre nicht vollständig, wenn nicht auch die Stellungnahmen einiger der objektivsten und kompetentesten Persönlichkeiten zu dem hier behandelten Komplex gebracht würden. Ich meine zunächst den ehrwürdigen Prälaten Lorenz Freiberger, Chefredakteur der "Münchener Katholischen Kirchenzeitung". Am 21. Januar 1965 wurde nach KNA in der Presse folgendes publiziert:

"'Schluß mit dem Gerede von der unbewältigten Vergangenheit des deutschen Volkes!' Diese Forderung erhebt Chefredakteur Prälat Lorenz Freiberger in der jüngsten Ausgabe der Münchener Katholischen Kirchenzeitung. Man solle die Kriegs- und Naziverbrecherprozesse nicht ins Endlose ausdehnen; denn es könne die Gefahr des Umschlagens in der bisherigen Seelenhaltung des deutschen Volkes heraufbeschworen werden, so daß schließlich inmitten solcher Prozesse leidenschaftlich gefragt werde, warum denn nur die Verbrechen der Deutschen und nicht auch die Verbrechen an den Deutschen gesühnt werden sollen.

Freiberger schreibt weiter: 'Die Vergangenheit ist schon 'be-


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wältigt', sei es in Schuld und Schrecken oder sei es in Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit. Was aus der Vergangenheit zu bewältigen ist, sind die Folgen der Greueltaten und Ungerechtigkeiten, die von Deutschen an anderen Völkern (besonders an den Juden) begangen worden sind, oder die von anderen den Deutschen angetan worden sind. In beiden Fällen hat sich das deutsche Volk in der Nachkriegszeit im großen und ganzen gut bewährt.' Mit dieser Aussage glaube er nicht, die Sünde der nationalen Selbstgefälligkeit zu begehen, betont Freiberger; was aber die Prozesse gegen nationalistische Verbrechen betreffe, so würden sie in Ehrlichkeit und ohne Retousche geführt. Wenn da und dort Urteile als zu mild empfunden würden, so seien moralische Verwirrung, falsches Gehorsamsbewußtsein und Rechtsunsicherheit dem Hitler-Regime in Rechnung zu setzen. Auf nicht wenige Menschen der damaligen Zeit müsse man nachträglich noch das Gebet Christi anwenden: 'Vater, verzeihe ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!'

Der Chefredakteur der Kirchenzeitung hebt dann hervor, das deutsche Volk habe sich im großen und ganzen bewährt: in der materiellen Wiedergutmachung, soweit dies überhaupt möglich sei, im Ertragen der Ungerechtigkeiten, die das deutsche Volk im Jahre 1945 und unmittelbar nachher in einem globalen Ausmaß erlitten habe, in ungeheueren Leiden, die aus den fragwürdigen Zerstörungen und Demontagen erwachsen seien, in der Hinnahme der Vertreibung vieler Deutscher aus ihrer Heimat.

Unter allen europäischen Völkern - Juden ausgenommen - habe das deutsche Volk selber durch das Hitler-Regime und durch die Racheakte nach dem Krieg die größten Einbußen erlitten. Die deutschen Volksgruppen im Osten und im Südosten seien fast restlos ihrer Siedlungsgebiete beraubt worden; aber auf den Tagungen der Heimatvertriebenen seien die Verlautbarungen und Äußerungen im großen und ganzen in gemäßigten Formen erfolgt. Wenn sie ihre Rechte an dem Verlorenen anmelden, geschehe es ohne jede Gewaltandrohung und ohne Rachegedanken. Deutschland habe die schrecklichen Folgen des Hitler-Regimes und die Revanchejahre danach viel besser und würdiger ertragen als den Sturz aus der Kaiserherrlichkeit nach


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dem Ersten Weltkrieg. 'Was wir noch zu bewältigen haben, ist unsere Gegenwart und die Zukunft', schreibt Freiberger."

Prälat Freiberger steht mit seinen sorgenvollen Äußerungen auf der Linie des verstorbenen Papstes Pius XII., der mehrere Male zur Verfolgungsfrage Stellung nahm und Worte der Versöhnung sprach.

Anderer Meinung sind da allerdings die kompetenten Herren der "Süddeutschen Zeitung". Einen Tag nach der Freibergerschen Veröffentlichung, am 22. Januar 1965, erschien auf der Titelseite unter "Das Streiflicht" ein negativer Kommentar. Hier ist zu lesen:

"Wer schuldhaft Leiden verursacht und im Gefolge seiner Taten schließlich selbst leiden muß, steht anders da als einer, der unschuldig leidet. Von dieser Grundtatsache des rechtlichen Empfindens entbindet auch der Ablauf der Zeit nicht. Zeit eilt, Zeilt [sic] heilt - ein schönes und tröstliches Wort. Nur sollten wir warten, bis es die anderen über uns sprechen."

Die Streiflicht- - in diesem Fall Streifdunkel- - Autoren scheinen die Berichte ihres eigenen Starreporters nicht zu lesen, die in ihrer Zeitung publiziert werden. Als in Israel die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Bonn diskutiert wurde, befand sich Hans Ulrich Kempski in Jerusalem; er nahm dort an der Knesseth-Sitzung teil. Am 18. März 1965 ist auf Seite 3 zu lesen: "Israel sucht Frieden mit den Deutschen . . . von Versöhnung aber wird nicht gesprochen." Und in der Ausgabe vom 22. März 1965 auf Seite 1: "Eschkol . . . im Parlament . . sprach kein einziges Mal von Versöhnung." Daraus geht klar und deutlich hervor, daß von israelischer Seite keine Versöhnung zu erwarten ist. Die Vorgesetzten des Herrn Kempski scheinen sechseckige Brillen zu tragen; darum können sie so etwas nicht sehen. "Warten, bis es die anderen über uns sprechen", werden sogar deren Urenkelkinder noch vergeblich. Denn jene Seite, von der die "Süddeutsche Zeitung" eine versöhnliche Stimme erwartet, hat an einer Verewigung der Kriegsverbrecherprozesse alles Interesse. Die Kriegsverbrecherprozesse sollen nämlich einen Alleinschuldkomplex und einen Kollektivschuldkomplex im deutschen Volke nähren. Dies alles soll die Bundesrepublik zu einer "Zone", zu einem Vasallen der interessierten Kreise machen


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helfen. Nochmals: Die Sorge des Prälaten Freiberger ist vollauf berechtigt. Mögen die Herren der "Süddeutschen Zeitung" das endlich einsehen!

Die leidige Frage der deutschen Kriegsverbrecherprozesse nahmen auch namhafte Vertreter der evangelischen Kirche unter die Lupe: ein Teil der bundesdeutschen Presse berichtete am 17. Februar 1965, daß der Berliner evangelische Bischof Dibelius an den tschechoslowakischen Generalbischof Chobada einen Brief geschrieben habe, in welchem auch die Frage der deutschen Kriegsverbrecherprozesse berührt wurde. Bischof Dibelius ". . . äußerte Bedenken gegen eine Verlängerung der Verjährungsfrist für Mord". Der Berliner Bischof erkannte in weiser Voraussicht, daß eine nicht endende Verfolgung der NS-Verbrechen gefährlich ist.

Jeder ehrliche Jude, der sich bemüht, zur Versöhnung der Völker - namentlich Israels und der Bundesrepublik - beizutragen, wird den hier wiedergegebenen Stellungnahmen beider christlicher Kirchen nur zustimmen. Im Interesse des Völkerfriedens darf man nicht darin erlahmen, auf die verheerenden Auswirkungen der Kriegsverbrecherprozesse hinzuweisen und deren Einstellung zu verlangen. Wenn wir die gestrigen Grausamkeiten dem Morgen ersparen wollen, müssen wir Schluß mit den Verfolgungen machen. Nur darin besteht Aussicht, einmal den Kreis des Hasses zu sprengen.

Zum Glück steht die Meinung, welche die "Süddeutsche Zeitung" in lebenswichtigen Volksfragen vertritt, vereinzelt da. Es gibt andere Presseorgane, zwar nicht vom Format der "Süddeutschen Zeitung" - wörtlich und bildlich gemeint -, dafür stehen sie aber qualitativ höher, so zum Beispiel das "Freisinger Tagblatt": es hat zu den deutschen Kriegsverbrecherprozessen eine vorbildliche Einstellung. Diese Zeitung bringt am 3. Februar 1968 auf Seite 10 einen bemerkenswerten Aufsatz, den ich am besten kommentarlos wiedergebe, da ihn kommentieren, ihn "entaromatisieren" hieße:

"Seit 22 Jahren werden allein deutsche Kriegsverbrecher verfolgt und bestraft. 1946 amnestierte die Tschechei ihre Kriegsverbrecher für die an Deutschen begangenen Verbrechen (Mord, Raub, Vergewaltigung usw.). Um die alliierten Kriegsverbre-


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cher zu schützen, wurde in Paris 1954 von Adenauer, Acheson, Schuman und Eden ein Vertrag unterzeichnet, durch den den Bundesbehörden der Bundesrepublik offiziell verboten wurde, alliierte Kriegsverbrecher zu verfolgen. Verfolgt durften nur deutsche Kriegsverbrecher werden. Die anderen Staaten nahmen erst gar nicht zur Kenntnis, daß es auch bei ihnen Kriegsverbrecher gegeben habe. Ein Politiker eines Südoststaates, der Tausende Deutsche nach dem Krieg hatte lebendig eingraben lassen, um ihnen dann die Köpfe abmähen zu lassen, wurde in Bonn als Außenminister seines Landes mit Ehrensalut empfangen. 1965 war die Verfolgungszeit vom Bundesparlament verlängert worden. Nun steht die Große Koalition ebenfalls vor der Entscheidung, die gesetzliche Verjährungsfrist zu verlängern oder zu verewigen.

Epst."

In einem meiner früheren Aufsätze bemerkte ich, daß so mancher in einen Kriegsverbrecherprozeß Verwickelte schlechter behandelt wird als ein gemeiner Verbrecher, obwohl dies der Straßburger Konvention für Menschenrechte widerspricht. Und diese Konvention hat auch die Bundesrepublik unterschrieben und behauptet, sie loyal zu befolgen. Dies ist aber nicht der Fall. So mußten solche, die schlecht behandelt wurden, sich an die Europäische Kommission für Menschenrechte in Straßburg wenden. Über einen solchen Fall berichtet beispielsweise die "Süddeutsche Zeitung" am 27. Dezember 1967:

"Ehemaliger KZ-Aufseher bekommt in Straßburg recht.

Straßburg (dpa).

Die Europäische Kommission für Menschenrechte in Straßburg hat die Beschwerde des deutschen Staatsbürgers Heinz Jentzsch gegen die Bundesrepublik für zulässig erklärt. Die Kommission stellte fest, daß die Beschwerde 'nicht offensichtlich unbegründet und deshalb nicht von vornherein abzuweisen' sei. Jentzsch sitzt seit seiner Verhaftung im Mai 1961 in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft. Die Anklageschrift vom Dezember 1965 wirft ihm vor, 1941 und 1942 im Konzentrationslager Mauthausen als Aufseher zahlreiche Morde begangen zu haben. Die Hauptverhandlung wurde am 28. August dieses Jah-


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res vor einer Strafkammer des Landgerichts Hagen/Westfalen eröffnet. Der Beschwerdeführer machte geltend, daß Artikel 5, Absatz 3 der Menschenrechtskonvention verletzt sei, der einer festgenommenen Person das Recht garantiere, innerhalb angemessener Frist abgeurteilt oder während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden."

Die Belehrung, welche die deutschen Kompetenten aus Straßburg erhielten, müßte für diese eigentlich beschämend sein. Denn hier handelt es sich ja um Menschen aus dem freien Teil Deutschlands, die man unberechtigterweise über Jahre in Untersuchungshaft behielt, mit anderen Worten ihrer Freiheit beraubt hat. Diese "freien" Menschen sind, um ihre Rechte durchzusetzen, gezwungen, sich an das Ausland zu wenden, weil ihre Bemühungen im freien Teil Deutschlands scheiterten.

Noch trauriger mutet diese Tatsache an, wenn man bedenkt, daß der Bundesjustizminister ein Sozialdemokrat ist, und das Land, um das es hier geht - Nordrhein-Westfalen - einen zionistischen und jüdischen, der SPD angehörenden Justizminister hat. (Daß Juden und dazu noch Zionisten in Deutschland besser daran täten, auf solche exponierten Posten zu verzichten, habe ich bereits betont.)

Wenn man frei von Ressentiments und Haßkomplexen ist, dann kann man sich so gerecht äußern wie die Herren in Straßburg.

Ich habe von mehreren zu dem Problem Kriegsverbrecherprozesse lautgewordenen Stimmen nur drei ausgewählt, um ihnen auch hier Gehör zu verschaffen; Stimmen von integren Persönlichkeiten, denen nicht einmal die gehässigsten Rufer nach Verewigung der Kriegsverbrecherprozesse Neonazismus und Antisemitismus vorwerfen können.

Eindeutig, unwiderlegbar sind die Kriegsverbrecherprozesse nur eine gewollte künstlich gezüchtete Epidemie, die das deutsche Volk geistig-seelisch in Quarantäne halten soll, um es so von den anderen Völkern zu isolieren.

Wie kann, wie darf man eine Abhandlung über die deutschen Kriegsverbrecherprozesse abschließen, ohne auf unsere eigene Mitschuld, das heißt: die Mitschuld unserer jüdisch-zionistischen Führer, hinzuweisen? Denn ihr schädliches, chutzpe-


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mäßiges Verhalten in aller Welt vor und im Kriege verursachte ja erst die Ermordung von "6 Millionen Juden" in Europa. Es mag unglaublich anmuten; aber viel zu viele Beweise sind vorhanden, die obengeäußerte Meinung zu untermauern. Zionistenführer nahmen sich das Recht, namens des Judentums der deutschen Regierung den Krieg zu erklären; wohl gemerkt, nicht der NS-Regierung wurde der Krieg erklärt, sondern dem ganzen Deutschen Reich und dem deutschen Volke! Politische Richtungen erfreuen sich niemals einer vollen Einigkeit; natürlich bildete der Zionismus keine Ausnahme. Die deutschen und die palästinischen Zionistenführer begrüßten die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, denen sie ihre treue und ehrliche Mitarbeit anboten, und mit denen sie dann auch kollaborierten. Wie schon erwähnt, befand sich unter den Kollaborateuren auch ein Herr Schkolnik, heute israelischer Ministerpräsident namens Eschkol. Dagegen drohten andere zionistische Führer immer wieder Deutschland den Krieg an. In meinen beiden Büchern "Schuld und Schicksal, Europas Juden zwischen Henkern und Heuchlern" und "Sündenböcke, Großangriffe des Zionismus auf Papst Pius XII. und auf die deutschen Regierungen" konnte ich dieses Problem nur streifen, wie es mir auch hier nicht möglich ist, diese Grundfrage angesichts des mir zur Verfügung stehenden sehr reichhaltigen Materials eingehend oder gar erschöpfend zu behandeln. Doch sollen hier einige Auszüge aus Veröffentlichungen folgen, die zeitdokumentarischen Wert besitzen:

Der Londoner "Daily Express" vom 24. März 1933 schrieb auf Seite 1:

". . . Juden der Welt, vereinigt euch! Boykottiert alle deutschen Waren! Das israelitische Volk der ganzen Welt erklärt Deutschland wirtschaftlich und finanziell den Krieg. Das Auftreten des Hakenkreuzes als Symbol des neuen Deutschland hat das alte Kampfsymbol Judas zu neuem Leben erweckt.

Vierzehn Millionen Juden [sic!] stehen wie ein Mann zusammen, um Deutschland den Krieg zu erklären . . . alle Kräfte in dem heiligen Krieg gegen die Leute Hitlers zusammenzufassen."

Am 1. Dezember 1934 brachte die jüdische Zeitung in russischer Sprache "Nascha Retsch", die in Kischinew (Rumänien) er-


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schien, einen Aufsatz, aus dem ich folgendes zitiere:

". . . Der Kampf gegen Deutschland wird von sämtlichen jüdischen Gemeinden, Tagungen, Kongressen . . . von jedem einzelnen Juden geführt. Damit wird der Kampf gegen Deutschland ideologisch belebt und vorwärtsgetrieben . . . Unsere jüdischen Interessen verlangen, daß Deutschland endgültig vernichtet wird . . . Die Gefahr für uns Juden liegt im ganzen deutschen Volk, in Deutschland als Ganzem . . . Unschädlich muß es gemacht werden für alle Zeiten . . . An diesem Kampf müssen wir Juden teilnehmen, und zwar mit aller Kraft und Macht, die uns zu Gebote stehen."

Der jüdischen Zeitung "The youngstown Jewish Times" vom 16. April 1936, die in Ohio (USA) herauskommt, entnehme ich folgendes Zitat:

". . . Nach dem nächsten Krieg wird es kein Deutschland mehr geben."

Emil Ludwig schrieb in "Die neue Heilige Allianz", erschienen in Straßburg 1938:

"Denn obwohl Hitler vielleicht im letzten Augenblick den Krieg vermeiden will, der ihn verschlingen kann, wird er dennoch zum Kriege genötigt werden."

Diese Worte zitierte ich absichtlich, um zu beweisen, wie objektiv und ehrlich Ludwig war, obgleich er als Jude emigriert war. Ludwig sah damals bereits voraus, daß man Hitler einen Krieg aufzwingen würde, den dieser unter Umständen nicht wollte. Man betrachte hingegen gewisse Reinarier, die sich unter nationalsozialistischer Herrschaft recht wohl fühlten, später aber schrieben, Hitler habe den Weltkrieg gewollt (einer von ihnen: Winfried Martini).

Nach der "Toronto Evening Telegram" vom 26. Februar 1940 verkündete der Vertreter der Britischen Abteilung des "Jüdischen Weltkongresses", Moris Perlzweig:

"Der Jüdische Weltkongreß befindet sich seit sieben Jahren ununterbrochen im Kriege mit Deutschland."

Moris Perlzweig ist heute politischer Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses. Er steht somit wie sein Vorgesetzter, Dr. N. Goldmann, mit beiden Füßen im politischen Geschehen. Die Herren, die in den dreißiger Jahren im Namen des Welt-


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judentums gegen das Deutsche Reich mit dem Säbel rasselten und dadurch mitschuldig wurden, daß wir "sechs Millionen Opfer" zu beklagen haben, scheinen aus der Geschichte nichts gelernt zu haben. Sie bemühen sich weiterhin, den Antisemitismus dort zu schüren, wo jüdische Massen leben. Sie wiegeln Völker gegen Völker, Staaten gegen Staaten auf, um so ihre Zinnsuppe kochen zu können. Sie sind auch führend in der Verewigung der bundesdeutschen Kriegsverbrecherprozesse. Daher spricht es der Vernunft Hohn und ist ein Vergehen gegen Recht und Gerechtigkeit, wenn nur Deutsche zu Tausenden in Zuchthäusern sitzen müssen, unsere Führer hingegen, die Schuld auf sich geladen haben, frei herumlaufen dürfen. Bei Recht und Gerechtigkeit verbietet sich jeder Kompromiß: entweder Strafe für alle, oder Verzeihung für alle.

Alle diese Zitate beweisen eindeutig, daß Zionistenführer im Namen des Judentums Deutschland mit allen Mitteln den Krieg erklärten; daß diese Kriegserklärungen die Tragödie des europäischen Judentums ausgelöst haben, bedarf keiner weiteren Beweise mehr. Man lese noch einmal aufmerksam die obigen Zitate, aus denen hervorgeht, daß man im Namen des gesamten Judentums Deutschland den Krieg erklärte! Wenn also einzelne nationalsozialistische Führer gegen Kriegsende am Rande des Abgrundes in Panikstimmung taten, was viele in gleicher Lage getan hätten, nämlich den Feind beseitigen, im Glauben, dem Kriegszweck zu dienen, so kann man dies nicht damit vergleichen, daß andere unschuldige Zivilisten ermordet haben. Hier wäre unter anderem aufzuzählen: die Handlungsweise der Briten den Buren gegenüber, der Türken gegen die Armenier, der Israelis gegen die Araber.

Neunmalkluge werden auch hier wieder herauslesen, daß ich SS-Leute, die sich am Judentum versündigt haben, verteidige.

Doch mögen sich gewandte Geschichtsmalermeister noch so sehr bemühen, diese bitteren Tatsachen zu überpinseln; es wird ihnen nicht glücken. Ein russisches Sprichwort sagt: "Was die Feder einmal niedergeschrieben hat, radiert kein Beil mehr heraus."

Um so empörender mutet es an, wenn ein Großteil jener, die selbst mitschuldig an der Ermordung der "sechs Millionen Ju-


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den" sind, da sie ja jeden Juden der Erde zum Kriegserklärer stempelten, heute so laut nach Fortführung der Kriegsverbrecherprozesse gegen Deutsche ruft, auch Deutschland der Alleinschuld am zweiten Weltkrieg bezichtigt und von deutscher Kollektivschuld faselt. Woher der Chutzpemut dieser Leute?? Ganz einfach: weil in jedem Land nach dem Kriege Quislinge und solche, die in den Augen der jeweiligen Regierung Kriegsverbrecher waren, zur Rechenschaft gezogen und abgeurteilt wurden, nur nicht die jüdisch-zionistischen Schuldigen! Daher stammt die Überheblichkeit jener Zionisten, die doch an ihre Brust zu klopfen hätten! Um von der eigenen Schuld abzulenken, erheben sie den Zeigefinger gegen die Deutschen. Daß diese zionistische Taktik gegen Deutschland einmal verheerende Folgen nach sich ziehen wird, kann kein Einsichtiger übersehen.

Von den verantwortlichen bundesdeutschen Politikern aber muß man verlangen, daß sie dies kümmere! Ich als Jude glaube fordern zu dürfen, daß im Interesse einer dauerhaften Befriedung in zwölfter Stunde den Auswüchsen des Zionismus entgegengetreten und eine Generalamnestie erlassen werde. Und das um der Gerechtigkeit willen.

"Wer die Vergehen seines Nächsten verzeiht, dem wird verziehen." (Doma 23, a).


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