GEFRAGT- GEANTWORTET

Ist Ihnen bekannt…

daß von Zahnpasta-Fluor Ihre Zähne schwarz werden können?

Britische Supermärkte haben damit begonnen, fluorid-freie Zahnpasten anzubieten und markieren alle Pasten, die das giftige Fluor enthalten, mit einem Warnetikett. Die Briten stützen sich bei ihrem Schritt auf eine neue amerikanische Untersuchung, bei der festgestellt wurde, daß Fluor zu einer Schädigung des Nervensystems und der Zähne führen kann. Bis jetzt haben 200 englische Familien Schadensersatzforderungen an den Zahnpasta-Konzern Colgate-Palmolive wegen gesundheitlicher Schäden gestellt. Ein zehnjähriger Junge erhielt 2500 DM Schadensersatz, nachdem sich seine Zähne durch den übermäßigen Gebrauch fluoridhaltiger Zahnpasta schwarz gefärbt hatten. Anm.: In vielen Ländern wird Fluor "aus gesundheitlichen Gründen" dem Trinkwasser beigesetzt.

daß offiziell derzeit 7,314 Millionen Ausländer in Deutschland leben?

Hinzu kommen etwa 300.000 Illegale. Der Ausländeranteil beträgt bereits 8,9 Prozent, in den alten Bundesländern liegt er bereits deutlich über 10 Prozent. Über 30 Prozent der Sozialhilfeempfänger sind Ausländer. In der Arbeitslosigkeit liegen die Ausländer in den alten Bundesländern mit fast 17,6 Prozent über der Arbeitslosenquote von derzeit 10,2 Prozent. Zu den Gesamtkosten der Ausländer in Deutschland will weder die Bundesregierung noch sonst jemand Auskunft geben.

daß in der Frage der doppelten Staatsbürgerschaft FDP, SPD und Grüne den in Deutschland geborenen ausländischen Kindern bei Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft zuzuerkennen wollen?

150 Abgeordnete unterschrieben eine Initiative einer kleinen Gruppe jüngerer Abgeordneter, die vehement die doppelte Staatsbürgerschaft fordern. - Ein "Kompromißvorschlag" des CDU-Generalsekretärs Hintze: den Ausländerkindern soll die deutsche Staatsbürgerschaft nicht bei Geburt, sondern erst im Schulalter zuerkannt werden. Entscheidend bleibt, daß nachdem die Tür einmal aufgestoßen ist, logischerweise den hier lebenden Kindern das gleiche Recht rückwirkend eingeräumt werden müßte. Millionenhafte doppelte Staatsbürgerschaft mit all den damit verbundenen Problemen wäre die Folge. (NID)

daß die Juden nunmehr ihr "Exil" für komfortabel erachten?

(…) »Die Lage in der UdSSR hat sich entspannt und sie (die Juden) können nun dorthin ziehen, wohin sie wollen. Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland wächst stetig und gewinnt ein neues Selbstbewußtsein. Israel ist nicht mehr von einer vereinten arabischen Front bedroht und unterhält - wenn auch hartnäckig und nicht gerade sanft - einen Friedensprozeß mit den bitteren Feinden der Vergangenheit, mit den Palästinensern.

(…) Erstmals in der Geschichte faßt man das Judentum und die Judenheit weder als kompliziertes Schicksal auf, noch als antike, rätselhafte Mystik, die aus den Urtiefen der Geschichte nach oben quillt, und natürlich auch nicht als Identität, die im ständigen Konflikt mit der Umwelt lebt. In der postmodernen Welt, in der es eine Unmenge von Wanderbewegungen gibt, sind die Juden kein Einzelfall mehr. Rassisten und Nationalisten haben nun klarere und nähere Ziele, an denen sie ihren Zorn und ihre Wut auslassen können als an den Juden. Deshalb ist das klassische Antisemitismusproblem kleiner geworden, ebenso die drückenden Existenzprobleme der Juden.« (ALLG. 21/97,S.1)

daß der Gemeinderat des Vierhundert-Seelen-Ortes Gollwitz seinen Beschluß vom 18. September, der sich gegen die Unterbringung von sechzig jüdischen Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion im Ort wandte, aufgehoben hat?

Hierzu die »ALLGEMEINE - Jüdische Wochenzeitung« vom 16. 10. 1997: »Jüdische Vertreter kritisierten erneut die Rolle Stolpes in dem Konflikt. Bubis warf ihm vor, mit "zwei verschiedenen Sprachen" zu sprechen und das ihm gegenüber geäußerte Bedauern nicht öffentlich zu machen. Er stelle sich die Frage, sagte Bubis: "Wieviele Juden erträgt oder verträgt der normale Bürger in Deutschland?"«

Anmerkung RuW: Wir wissen das auch nicht!

daß die jüdische ALLGEMEINE dem Philosemiten und künftigen Generaldirektor des im Aufbau begriffenen Jüdischen Museums in Berlin, Rainer Güntzer, eine ihn bespöttelnde Begleitkolumne widmete, die Güntzer sieht, wie dieser sich selber gern sehen möchte: als einen "Freier", der das »jüdische Mägdelein unbedingt ehelichem« möchte? - »Warum auch nicht«, räumt der Kolumnist hintergründig ein.

Er schreibt u.a.: "Jener Rainer ist ein General und ein Direktor, ergo ein Brautwerber, wie ihn sich selbst die strengste jüdische Mutter nicht besser wünschen mag. Drum, Juden, seid nicht kleinlich, gebt Rainer, was des Rainers ohnehin sein wird. Doch laßt uns die Sache richtig anpacken. Deshalb, Güntzers der Nation, habt acht! Wollt ihr die ganze jüdische Kultur und Geschichte Deutschlands haben, sie besitzen, achten und ehren in guten und in schlechten Zeiten? Okay, geht klar.

Doch was gebt Ihr uns dafür? Wir wollen nicht schon wieder eine historische Chance verpassen, wie damals Ende der fünfziger Jahre, als niemand auf Szymon Dzigan hören wollte. Er wollte die kränkelnde Wirtschaft des jungen jüdischen Staates retten und schlug folgendes vor: Kuba liefert Israel Zucker, Israel liefert Kuba Bärte. Prima Idee, aber dahin und vorbei. Bitte versteht uns richtig, ihr Judaisten, Experten, Fachleute, Generaldirektoren - ganz umsonst können wir sie nicht hergeben: Else Lasker-Schüler und all die Tora-Wimpel, Heinrich Heine und den Tscholent, Misrach-Wände, hundert Museen, tausend Gedenkstätten, fünftausend Mikwen, zehntausend Friedhöfe, Max Liebermann, die Comedian Harmonists, den Talmud, die zwölf Apostel und Bob Dylan.

Nun, Du rainer Jüngling, was schlägst Du vor? Immer noch keine Idee? Gut, wir helfen Dir. Du und die Deinen bekommen die gesamte jüdische Kultur und Geschichte, inklusive sämtlicher Liegenschaften und Nutzungsrechte auf vorerst tausend Jahre vertraglich übereignet. Im Gegenzug tretet ihr den Teutoburger Wald, die Wartburg, den Kölner Dom, Schloß Neuschwanstein, das Oktoberfest, Goethe, Schiller, Dürer, Beethoven und Bayern München an uns ab.

Als Zeichen unseres Bundes läßt Du, oh Güntzer, Dich beschneiden, wir hingegen, bedecken unsere Scheitelkäppchen mit gamsbärtigen Trachtenhüten. Als Liebesgabe kriegt ihr Giora Feidman gratis dazu, Heino, Ernst Mosch und Michael Schumacher dürft ihr behalten. Das Abkommen wird mit einer festlichen Jodel-Parade an der Jerusalemer Westmauer besiegelt. So müßte es doch hinhauen, oder? Ihr könnt euch darauf verlassen, wir halten uns künftig aus unseren eigenen Sachen heraus, alle Güntzers können aufatmen, die Republik hat Ruhe. Denn: Ruhe ist die erste Mitbürgerpflicht. Alles Liebe!« (Ir)

Anmerkung: Ruhig zweimal lesen!


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 11+12/1997, S. 23

Möchten Sie unsere Zeitschrift abonnieren? Dann klicken Sie hier!


Zurück zur Hauptseite | Zurück zum Archiv | Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Senden Sie uns Ihre Meinung: E-Post »Recht und Wahrheit«, Hohensteinstr. 29, D-38440 Wolfsburg
Ruf: (05361) 22 5 76; Fax: (05361) 23 5 96

Haben Sie einen Fehler auf unserer Webside gefunden?
Bitte schreiben Sie unserem Webmeister:
Fehler-E-Post