Liebe Leser von »Recht und Wahrheit«!

Eine Auswertung der Bundestagswahlergebnisse vom 27. September '98 kann an dieser Stelle noch nicht erfolgen, weil zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser RuW-Folge die Wahl noch bevorsteht.

Sie wissen, daß ich der Ansicht bin, daß es unerheblich ist, welche Partei sich am Ende einer Wahl selber zum Wahlsieger erklärt, weil der Wahlsieger in "altbewährter" Weise die seit 1945 geübte Politik nationalstaatlicher Auflösung auf Weisungen der Ein-Weltler - die die Vorgängerpartei an die Nachfolgerpartei übergibt - fortführen wird. Deshalb werde ich auch niemals müde zu erklären, daß jede zugelassene Wahlpartei eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Welche Aufgabe den sogenannten Rechtsparteien zufällt, habe ich schon mehrmals darzustellen versucht. Rechte Wähler glauben mit dürftigen Argumenten, die ihre Ahnungslosigkeit so gut wie überhaupt nicht verdecken, ihren Standpunkt des Wählenmüssens (wieso?) verteidigen zu können; in letzter Konsequenz eilen sie dann blindlings zu den Wahllokalen. Sie merken nicht (oder wollen dies auch gar nicht), daß sie mit ihrem Fehlverhalten diesem 45er-Staat, in dessen Plenarsaal sie "ihre" Partei zu entsenden hoffen, ein Alibi verschaffen. Denn sollten sie als angebliche Gegner des Systems tatsächlich in dem von den 45er-Siegern gegründeten Nachkriegsstaat "mitwirken" dürfen (was höchst fraglich ist), dann doch höchstens nur als Plenarsaal-Staffage und zum Beleg dafür, daß diese Demokratie von allen Volksteilen im Land mitgetragen wird. Gleichzeitig tragen die "Rechten" - wie sie dies schon immer taten - zur Erreichung einer hohen Wahlbeteiligungsziffer bei, deren eigentlicher Sinn darin liegt, dieser Demokratie nach außen hin zu bescheinigen, daß sie funktioniert. Ich spreche hier nicht einmal vom Judaslohn der Wahlkampfkostenrückerstattung!

Warum wollen die Nationalgesinnten nicht einsehen, daß das derzeitig im Entstehen begriffene, bzw. kurz vor der Vollendung stehende weltweite System der Völkerbeherrschung, keinerlei Opposition zuläßt? Glauben denn die "Rechten" tatsächlich, daß ein System, das Flugzeuge ausschickt, um Bomben über angebliche "Terroristennester" abzuwerfen - geschehe dies nun im Sudan, in Afghanistan oder anderswo - daß dieses System dem Aufbegehren einer national-deutschen Oppositionsbewegung tatenlos zusehen würde? Meinen diese "Rechten", der selbsternannte "Weltpolizist" verschonte bei einem neuerlichen Bombardement Deutschlands den Kölner Dom oder das Brandenburger Tor? Glauben unsere "Rechten" allen Ernstes, daß ein Dr. Frey, oder wie immer ein "rechter" Oppositionsführer heißen mag (käme er an die Macht), den EURO kippen, die Scheinasylanten und ausländischen Sozialhilfeempfänger außer Landes jagen und die BRD aus der NATO heraushalten kann - gar nicht davon zu reden, daß er es nicht fertigbrächte, die unter polnischer und russischer Verwaltung stehenden deutschen Ostgebiete wieder an den Reichskörper anzugliedern? Und -glauben deutsche Rechte tatsächlich, eine im Bundestag vertretene oppositionelle Rechte zöge die Aufmerksamkeit von Pressevertretern auf sich, wenn ihre Redner ans Mikrofon träten? Freunde, der Plenarsaal würde sich leeren, als hätte jemand eine "Stinkbombe" fallen lassen. Die Kameras der Fernsehreporter würden schneller abgeschaltet sein wie Haushaltsstrom nach einem Blitzeinschlag. Nur das würde geschehen! Und zwar - wie es so schön heißt - zum Wohle der Demokratie!

Schade um die Energie und um den Zeitaufwand, den ein Wahlkampf dem einzelnen abverlangt. Nicht zu vergessen, die zu verkraftende Enttäuschung nach der Wahl, wenn sich herausstellt, daß sie nichts weiter als die schon längst bekannt sein sollende Erkenntnis eingebracht hat, daß Wahlen in diesem Staat - wie auch in den übrigen demokratischen Staaten unseres Erdballs - nur zur Machterlangung und zum Machterhalt eines systemimmanenten Parteienkartells veranstaltet werden. Warum, so frage ich Sie, geschätzte Weggefährten und Leser dieser Schrift, warum betreiben die Rechten beispielsweise - sie, die sie doch eigentlich aus schmerzlicher Selbsterfahrung gelernt haben müßten, daß das globale System der Ein-Weltler alle Nationalisten zum Gegner erklärt - warum, nochmals gefragt, betreiben die "Rechten" keine seelische Widerstandspolitik gegen deren mannigfaltigen weltumspannenden Verführungskünste des One-World-Kartells? Warum hat die "Rechte" sich nicht im Vorfeld der "Rechtschreibreform" mit aller Kraft gegen deren Einführung gewehrt?

Warum richtet die "Rechte" nicht mehr Kraft auf inländische Kulturarbeit, die dem Selbsterhalt des Volkes dient?

Was nützen politische Erfolge für Leute, die nicht einmal mehr wissen, was es heißt deutsch zu sein? Warum wirbt die "Rechte" nicht bei jungen Leuten um eine Anhebung der Geburtenzahlen? Warum erklärt die "Rechte" nicht jungen Deutschen, daß sie ihrer schulische, (und beruflichen) Ausbildung Vorrang vor Discobesuchen und Ballermann-Reisen geben sollten?

Tröstlich allein ist der Gedanke, daß es unser Land immer geben wird - seine Höhen und Täler, Flüsse und Seen, auch wenn die politische Landschaft sich verändert. Aber unser Land, DEUTSCHLAND, der Deutschen Land, wird nur solange unser Heimatland sein, wie deutsche Menschen in ihm leben und deutsch fühlen und Deutsch sprechen.

Freiheitskämpfe mit dem Schwerte in der Hand, mit der Muskete im Anschlag - oder wie wir ihn führten, mit Karabiner und Panzerfaust - sind vorbei. Das Schlachtfeld, auf dem der Gegner volksbewußte, um ihre Identität besorgte Menschen besiegen will, ist das Schlachtfeld des Geistes, der Seele, des Charakters. Es gilt, des Feindes Verführungen zu widerstehen. Es geht um die (Wieder)Hinfindung zur Wahrheit des Lebens. Der Kampf heutzutage findet gegen Lüge, gegen die Unmoral und wider die Zerstörung lebensinhatlicher menschlicher Ideale statt. Diesen Kampf gewinnen heißt, sich nicht abschneiden lassen von den Wurzeln der eigenen Herkunft. Seien wir uns eingedenk: Die Fesseln der Knechtschaft können dem geistigen Höhenflug der Freiheit nichts anhaben!

Kämpfen wir um das Weiterbestehen unseres Volkes und seiner Kulturgüter! Das ist die Aufgabe der politischen Rechten in unserem Land - dies erkenne ich als ihre wahre nationale Verpflichtung!

Es grüßt Sie in vaterländischer Verbundenheit

Ihr

Georg Albert Bosse


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 9+10/1998, S. 3f.


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