Geschrieben um der Wahrheit willen

Volkhard Schmidt Lindenallee 10, 17.09.98
14050 Berlin

BERLINER ZEITUNG
- Leserbriefe -
K.-Liebknecht-Str. 29
10178 Berlin

Betreff: Beitrag Gedenkstein zu Ehren der SS ? - in der Ausgabe vom 16.09.98.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Gedenkstein zu
Ehren der SS?
Rühe soll Stellung nehmen

SPD-Abgeordnete haben von Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) Aufklärung über die geplante Aufstellung eines Gedenksteins für Angehörige einer SS-Einheit im südbrandenburgischen Spremberg verlangt. Es gebe den Eindruck, daß der Stein zu Ehren der gefallenen Soldaten der Waffen-SS aufgestellt werden solle, heißt es in dem Schreiben von Ulrich Freese und Albrecht Papenroth. Rühe solle seine Auffassung zur SS-Panzerdivision "Groß-Deutschland" mitteilen, Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums konnte keinen Zusammenhang zwischen dem Gedenkstein und dem Verteidigungsminister erkennen. Der Stein wurde vom "Frundsberg Freundeskreis" aus Werl (Nordrhein-Westfalen) gestiftet. (dpalsuz.)

BERLINER ZEITUNG v. 16.09.98

Recherchen beim Militärarchiv in Freiburg/Breisgau und der Wehrmacht-Auskunft-Stelle (WAST) in Berlin ergaben, daß es eine "SS-Panzerdivision Groß-Deutschland" niemals gegeben hat. Dieser Truppenteil entspringt lediglich den fantasiebegabten Hirnen dieser beiden, "Roten".

Letztendlich ist es auch egal, ob mit diesem Gedenkstein Angehörige der Wehrmacht, der Luftwaffe oder der Waffen-SS geehrt werden sollen. In klarer Erkenntnis einer militärischen Niederlage kämpften diese Verbände im Raum Spremberg und anderswo nur noch, um die schier unübersehbaren Flüchtlingstrecks vor den Mord und Vergewaltigungsorgien der Russen in Sicherheit zu bringen.

Allein deshalb, haben sie - ob gefallen oder lebend - unsere tiefste Hochachtung verdient!

Daß es diesen ehrabschneiderischen Leichenfledderern nicht um die Offenlegung irgendwelcher Geschehnisse ging, zeigt die Vorgehensweise. Bevor das Bundesverteidigungsministerium überhaupt auf den Schwachsinn antworten konnte, wurde das Machwerk dem dpa-Korrespondenten in Cottbus untergejubelt.

Wenn die Leute Albrecht Papenroth (SPD/MdB) und Ulrich Freese (SPD, Gewerkschaft., sic!) Karriere machen wollen, sollen sie es mal mit harter, ehrlicher Arbeit versuchen!

Mit freundlichen Grüßen

gez.: Volkhard Schmidt


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 11+12/1998, S. 22


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