Liebe Leser von »Recht und Wahrheit«!

Die Bundestagswahl '98 ist für die Etablierten erwartungsgemäß verlaufen. Wenn Sie mich fragen: Auch wir Vaterländische haben kein anderes als das vorliegende Ergebnis erwartet. Aber wir haben dieses Ergebnis aus völlig anderen Gründen vorausgesehen. Wir wissen nämlich, daß nur jene Parteien am Würfelspiel um die Macht teilnehmen können, die das System für geeignet (und/oder für zuverlässig) hält. Wir brauchen uns nicht bei einem inhaltslosem Geschwafel über das Für und Wider des Wahlausgangs oder dem Hin- und Herdrehen von Prozentzahlen aufzuhalten. »Recht und Wahrheit« ist immer davon ausgegangen, daß die am Wahlgeschehen beteiligten Parteien "internationalistisch", damit den Befehlen einer "anonymen Macht" unterstellt sind, die Bürgerkriege anzettelt, (schein)revolutionäre Regierungswechsel inszeniert und, wenn es die politische Gegenwartssituation erfordert, sogar vor Personenmord nicht zurückschreckt.

Die vom System geduldeten "rechten Parteien" haben abermals (wie oft eigentlich schon?) den ihnen gebührenden "Denkzettel" erhalten. Hoffentlich ziehen sie aus dem Ergebnis der Bundestagswahl 1998 eine Lehre. Wie ich die parteigebundene bundesdeutsche "Rechte" seit Jahren kenne, wird dies aber nicht der Fall sein. Ja, die Kassenwarte dieser Parteien reiben sich sogar genüßlich die Hände, wenn ihre Partei mit Erreichen von nur 1 % der Wählerstimmen Wahlkampfkostenrückerstattungsgelder beanspruchen darf. Ein NPD-Verantwortlicher wertet den Ausgang der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sogar "als gut gelaufen" - und das, liebe Freunde - man höre und staune -, mit nur 1,1% Wählerstimmenanteil. Der Schlauberger setzte nämlich noch hinzu, daß mit diesem Ergebnis die "Wahlkampfkostenrückerstattung" gesichert sei und man somit "weiterleben" könne. Mit "weiterleben" meint er sicherlich seine Partei -finanziell gesehen. Er ging nicht davon aus, daß die Partei von/mit ihren Anhängern "lebt' und "überlebt'_

Es sei Ihnen von mir gesagt, Verehrtester, wir Deutsche leben ohne Ihre Partei und deren politischen "Rösselsprünge" ohnedies weiter (vielleicht sogar besser) - vor allem lebten wir in gewisser Weise ehrlicher. Wir brauchen die Freys, die Voigts und die Schlierers nicht, die vor unser aller Augen ihren "Judaslohn" einer Wahlkampfkostenrückerstattung einkassieren; sich dabei sogar noch schlau vorkommen.

Sie sollten endlich einsehen lernen, die Genannten, daß sie nichts weiter sind als (entbehrliche) Schachbrettfiguren auf den Feldern der Macht.

Einer von der "Basis", einer von denen, die beim Plakatekleben mit dabei gewesen sind, sagte mir: »Nun, da wir unsere Pflicht getan und für die Partei unsere körperlichen Kräfte bis zum Umfallen eingesetzt haben, werden wir behandelt wie jener Mohr von dem man weiß, daß er entfernt wurde, weil er seine Schuldigkeit getan hatte. Kritik durfte ich an der Wahltaktik und an den Personalentscheidungen sowieso nicht äußern. Als ich jetzt, nach der Wahl, meinen Mund aufmachen zu können glaubte, wurde mir befohlen, mich zurückzuhalten. Als ich dies nicht wollte und eine Reihe unerfreulicher Auffälligkeiten aufzuzählen anfing, wurde ich des Raumes verwiesen.«

Wen wundert das? Mitdenker kann keine Partei gebrauchen. Was die Parteien wollen, sind stramme Hirnlose, die sich auf Befehl bücken, damit man sie in den Allerwertesten treten kann.

Nein, verehrte Freunde, es hat kein Machtwechsel im Selbstbedienungs-Supermarkt der BRD stattgefunden. Lediglich Personen wurden ausgetauscht. Der "Wahlspruch" »Der Dicke muß weg!« beweist dies: Kohl weg - Schröder ran.

Ich unterschätze Dr. Schröder keineswegs. Am allerwenigsten hege ich Zweifel an seiner intellektuellen Befähigung. Das macht ihn letztlich auch so gefährlich. Andersherum gesehen bin ich aber auch der Meinung, daß der augenblicklich tauglichste "Staatsverwalter" - abgesegnet von der USA-Befehlszentrale - an die Regierungsspitze gelangte; abgesehen von "Nebenkanzler" Oskar Lafontaine.

Herr Lafontaine auf dem Finanzministersessel in Bonn ist nichts weiter als ein von der Wallstreet gelenkter "Oberbuchhalter", der unsere BRD-Staatsfinanzen im Sinne des IWF verwaltet. Das verleiht der Position des Finanzministers eine neue Qualität. So gesehen hat der "richtige" Finanzminister hinter dem Kanzler mehr "Machtbefugnis" als der Kanzler selber.

Joschka Fischer ist nicht viel mehr als ein Blender, der die rasch seinem Munde entfleuchenden flotten Sprüche nicht einstudieren muß, weil er sie im Laufe seines oppositionellen, gegen Gesetz und Ordnung eingestellten Lebens auswendig gelernt hat. Achten Sie mal darauf! Joschka Fischer schmeißt mit Worten um sich, wie einst mit Plastersteinen…

Voller Neugier beobachte ich indes, wie (zum Beispiel) ein traditionsbewußter, auf althergebrachte äußere Umgangsformen Wert legende Engländer es fertigbringt, einem bekanntermaßen einstmals im schmuddeligen "outfit" (Jeanshose, offenem Hemd und Turnschuhen) auftretenden Anarchojünger, der in einem märchenhaften zu nennenden Aufstieg (im Abstieg einer einst stolzen Nation) zum Außenminister seines Geburtslandes mutierte, in die Oberklasse europäischer Spitzenpolitiker aufzunehmen.

Also: Die politische Lage in diesem Land bleibt weiterhin spannungsgeladen!

Diese Erscheinungsformen politischer Gegenwartsszenerie ausgangs des 20. Jh's weisen unzweifelhaft auf deren ständigen Verfall hin. Erst wenn diejenigen Kräfte und Mächte, die den "Untergang des Abendlandes" eingeleitet haben, gestürzt und endgültig beseitigt sind, werden die Völker in das so sehnlichst von ihnen erwartete biozentrische Zeitalter eintreten dürfen. Ich meine damit ein kommendes Zeitalter, in dem das Leben in den Mittelpunkt allen Denkens und Handelns gestellt ist.

Bis dahin sollten wir uns von einer einfachen Formel leiten lassen, die da lautet:

Deutsch denken, deutsch fühlen, deutsch reden, deutsch handeln!

Mehr braucht es gewiß nicht!

Ich wünsche allen "alten" sowie allen "jungen" Lesern von »Recht und Wahrheit« geruhsame Weihnachtstage. Mögen Ihnen die Festtage Augenblicke erkenntnisreicher Stille bescheren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, geschätzte Leser, ein erfolgreiches 1999!

Es lebe unser Deutschland! - Es lebe die Freiheit!


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 11+12/1998, S. 3f.


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