Geschrieben um der Wahrheit willen

Georg Albert Bosse 38440 Wolfsburg, Hohensteinstr. 29 am 4. Februar 1999
Ruf: 05361/25856
und: 05361/22576
Fax: 05361/23596

Staatsanwaltschaft Kiel
Schützenwäll 31-35
D-24114 Kiel

Betrifft: Strafanzeige

Hiermit stelle ich Strafanzeige gegen die Herren

Hans Georg Heer, Mitglied des- Hamburger Institutes für Sozialforschung

sowie dessen Mitaussteller der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht"

Philipp Fürchtegott Reemtsma.

Die Herren Heer und Reemtsma betreiben seit mehreren Monaten eine Wanderausstellung in der Bundesrepublik Deutschland unter der Überschrift "Verbrechen der Wehrmacht". Nach , meiner Kenntni haben besagte Herren nie in der Wehrmacht gedient.

Im Begleitbuch zu dieser Ausstellung heißt es u.a. auf Seite 64: »Mordlust und Sadismus, Gefühlskälte und sexuelle Perversion konnte man nicht befehlen, die brachten große Teile der Truppe mit.« Diese und andere Behauptungen, die der Autor dieses Begleitbuches aufstellt, kann er nur aus den in der Ausstellung gezeigten Bildfälschungen beziehen, denn sie entsprechen nicht der Wahrheit.

Der Schirmherr der Ausstellung - derzeit die Landesregierung Schleswig-Holstein - hielt es bisher nicht für notwendig, das der Ausstellung zugrunde liegende Bildmaterial auf seine Echtheit hin zu überprüfen. Im Gegenteil, durch Erteilung einer Genehmigung für diese Ausstellung hat sich die Landesregierung der pauschalen Verunglimpfung der Deutschen Wehrmacht und ihrer Angehörigen angeschlossen. Damit entehrt sie das Opfer, das die gefallenen Soldaten zur Verteidigung ihres Landes gebracht haben.

Als ehemaliger Soldat der Deutschen Wehrmacht, Jahrgang 1927, - mein damaliger Berufswunsch war darauf, gerichtet, Offizier dieser Wehrmacht zu werden -, fühle ich mich in meiner Würde als Mensch und als Deutscher verletzt. Für besonders schimpflich werte ich die Tatsache, daß jene im Felde gefallenen Volksangehörige, die auf den Schlachtfeldern Europas und Afrikas ihr Leben in Verteidigung der Freiheit gegen bolschewistische Weltherrschaftsansprüche hingaben, verunglimpft und beleidigt werden.

Ich zweifle an, daß die als historische Wahrheit ausgegebenen Inhalte der Ausstellung nach gemachter eigener Erfahrung mit der in den Jahren 1939 - 1945 vorhandenen Realität übereinstimmen.

Ich betrachte die Ausstellung nicht nur als Beleidigung für die gefallenen Wehrmachtssoldaten, sondern sehe in dieser Ausstellung die Nachkommen in ihrem Andenken, das angefüllt ist mit Trauer und Schmerz, um Söhne, Väter und Brüder, auf unmenschliche Weise gestört.

Ich fordere Sie hiermit auf, mich über den Fortgang Ihrer Ermittlungen gegen oben genannte Aussteller auf dem laufenden zu halten.

Mit dieser Anzeige schließe ich mich Ihnen bereits zugegangenen Ermittlungsersuchen zum gleichen, Thema an.

Hochachtungsvoll

gez.: G. A. Bosse

Anmerkung: Die Anzeige wird bei der Staatsanwaltschaft Kiel unter dem Aktenzeichen 591 Js /99 geführt.


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 3+4/1999, S. 22.


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