Liebe Leser von »Recht und Wahrheit«!

Der Bonner Parteiendampfer, nun unter der Führung des durchaus nicht unsympathischen Dr. Gerhard Schröder (SPD) vor sich hindümpelnd, hat einen Märtyrer von Bord gewiesen, der eigentlich gar keiner sein will. Gemeint ist der Journalist Erhard Kemper (69), Münster in Westfalen. Nom de guerre: GERMANICUS.

Erhard Kemper geriet schon unter Herrn Kohls unrühmlicher Kanzlerschaft in die Mühlen der Bonner Justiz. Bereits 1992/93 sah sich der „freie Berichterstatter" Kemper seiner Bewegungsfreiheit für ein volles Jahr entzogen, weil er in seinen RUNDBRIEFEN hartnäckig die Offenlegung eines wissenschaftlich fundierten Wahrheitsbeweises in Sachen Holocaust-Geschichtsschreibung anmahnte. Das durfte er nicht! Wer solcherart Forderungen aufstellt, gibt den auf „political correctness" pochenden Zeitgeist-überwachern preis, daß er am Wahrgeschehen des Holocaust zweifelt. Schlimm, schlimm! Denn wer zweifelt, der findet sich auch dazu bereit zu „leugnen". Und wer beim Leugnen eines „offenkundigen Tatbestandes" im Zuge einer schneidigen Verbalattacke ertappt wird, der landet vor dem Amtsrichter. So ist das nun mal!

Man merke bitte: Sobald einer den Holocaust an den Juden aus rein wissenschaftlichen Absichtsgründen hinterfragt, wird die Freiheit eigenen Denkens an der Gesetzesbarriere „Offenkundigkeit" gestoppt. Schon beim Wort Holocaust schauen die Menschen sich ängstlich um, ob nicht Lauscher mithören. Das Wort Auschwitz läßt, laut ausgesprochen, selbst heimliche Mithörer erschaudern. Deutsche, die sich eines politisch korrekten Verhaltens befleißigen - die meisten in diesem Land halten sich an die ihnen vorgegebene Richtschnur - meiden das Reizwort Auschwitz noch heftiger als der Teufel das Weihwasser. Mag ja sein, daß man als jüngerer Deutscher nicht an dem Geschehen in Auschwitz beteiligt war, aber stammt man nicht von jenen ab, die Auschwitz „verschuldet und zugelassen" haben? Da hat man sich gefälligst zu schämen!

Pst, Leute! Daß ja nur ja keiner aus eurer Mimik auf euer abweichlerisches Denkverhalten schließt. Falsches Denkverhalten zählt nämlich zu jener unerlaubten politischen Inkorrektheit, die eine nach „westlicher Wertvorstellung" ausgerichtete Demokratie ihren „Bürgern" verbietet.

Fakt ist nicht das, was sich beweisen läßt, sondern hat das zu sein, was die Obrigkeit befiehlt!

Vom Kirchenchristentum im Mittelalter abgeguckt? Sieht ganz so aus!

Dem Journalisten Erhard Kemper wurde aufgrund seiner Verstöße wider befohleneVerhaltensmuster (unter Fingerlegung auf einschlägige Strafgesetzbuchparagraphen) per Gerichtsurteil in Verhandlungen vor dem AG Münster und dem OLG Hamm untersagt, die Holocaustforschung durch seine Antragstellungen beweisfähig machen zu wollen.

Wo kämen wir denn auch hin, wenn jedermann in diesem Land ungestraft die Leiden von Juden während des Dritten Reiches anzweifeln dürfte, wo doch feststeht, daß die Deutschen allein schon von ihrer seelischen Beschaffenheit her zu Gewalttaten neigen. Alle Welt weiß, daß sie am liebsten Kriege anzetteln oder sich liebend gern (siehe Kosovo-Einsatz der Bundeswehr) an solchen beteiligen...

Erhard Kemper, der unnachgiebig auf Tatsachenbeweisen für Vorgänge der jüngeren Geschichtsschreibung bestand, sitzt vorerst für 15 Monate hinter Gittern. Nun hat er Zeit genug darüber nachzudenken, was den wesentlichen Kern einer freiheitlich-rechtlichen Demokratie ausmacht.

Allerdings produzieren bundesdeutsche Gerichte mit diesem Verhalten gegenüber nationalen Dissidenten (freiheitlichen Rechtsdenkern) am laufenden Band Eigentore. Der Unmut dieses einzelnen Journalisten - es gibt außer ihm noch andere -, der aus einem immer spürbarer werdenden stärkeren Druck auf die freie Meinungsäußerung in diesem Land sogar eine längere Gefängnishaft auf sich nimmt, um sein Recht auf freie Meinungsäußerung aller Welt deutlich zu machen, entwickelt sich allmählich zu einer Vorbildfunktion bei Jungdenkern. Durch Erhard Kempers Verhalten werden jüngere „Beweisantragsteller" nun erst recht dazu angeregt, ihre (politischen) Ansichten angstfrei vorzutragen.

Wende in Sicht?

»Recht und Wahrheit« achtet darauf, daß der Person des Dissidenten Erhard Kemper (GERMANICUS) auch von anderen nationalen Publikationen die ihm gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. Das hat dieser unerschrockener Mann ganz einfach für sein Eintreten für eine freie Meinungsäußerung verdient. Letztlich wärmen an seiner aufrechten Haltung auch jene ihren Namen auf, die angeblich für eine freie Publizistik in diesem Lande eintreten, aber auf Seminaren außer intellektuell hochgestochenen Vorträgen über „Gott, Deutschland und die Welt" über den Einsatz und den Mannesmut von Journalisten wie Kemper sich allenfalls herablassend wenn nicht gar überheblich äußern.

Männern wie Erhard Kemper darf durch Verschweigen ihres Namens keineswegs ein Totenschein ausgestellt werden!

Verehrte Freunde, liebe Leser, schreiben Sie an Erhard Kemper. Seine neue Anschrift nach der neuerlichen Verlegung finden Sie auf Seite 23 dieser RuW-Folge links oben.

Ach, was ich noch sagen wollte - bleiben Sie mir und »Recht und Wahrheit« auch weiterhin treu!

Ihr
Georg Albert Bosse


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 7+8/1999, S. 3f.


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