Liebe Leser von »Recht und Wahrheit«!

Ignatz Bubis ist tot! - Sehr viel mehr gäbe es hierzu nicht zu sagen, bauschten nicht die Medien und mit ihnen führende brd-Politiker das Ableben dieses zwielichtigen Mannes auf, als hätte ein „wahrer Freund der Deutschen" uns verlassen. Bubis war kein Deutscher! Bubis war »Ein Jude durch und durch«! Das schlagzeilte die JÜDISCHE ALLGEMEINE in Ihrer Ausgabe vom 19. August 1999. Kann man es mir verübeln, wenn mich des Bubis Todesnachricht nicht in Betrübnis versetzte?

Bubis, so klärte mich die JÜDISCHE auf, hieß mit Vornamen nicht „Ignatz" sondern richtig Jisroel Ben Jehuschua, er wurde zu Hause „Srulik" gerufen, »für die Polen und die Deutschen« war er der Ignatz, wie die JÜDISCHE zu sagen weiß. »Ohne Schulbildung, ohne Berufsausbildung, ohne Studium, ohne irgendeinen Nachweis einer Qualifikation wurde Jisroel Ben Jehuschua Bubis, genannt Srulik, genannt Ignatz, nach der Nazizeit zu einem der erfolgreichsten Männer in Deutschland.« (U-Ton JÜDISCHE ALLGEMEINE).

Ich sage es anders: Jisroel Ben Jehuschua Bubis stieg in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland - was neben ihn nur wenigen Deutschen (ohne entsprechenden wirtschaftlichen Hintergrund) gelang - innerhalb weniger Jahre zum Multimillionär auf. Einem normal arbeitenden Deutschen (wie ich einer bin) fehlt dazu wohl das Talent. Jedenfalls brachte der Ignatz Bubis, dazu noch ohne ausreichende fachspezifische Kenntnisse, dieses Kunststückchen fertig. Wie genau, weiß ich nicht. Ich vermag dies im Ansatz höchstens zu erahnen. Aber selbst wenn ich genauen Einblick in die Geheimnisse der Mechanik Bubisscher Geldverdienerkünste nähme, im Zeitalter einer den „Weltbürgern" verordneten „political correctnes", dürfte ich sicherlich hierüber nichts schriftlich verlauten lassen: man nähme mir garantiert „Tinte und Feder" weg.

Israel, das Land, in das er seinen Leib nach seinem Tode verbracht wissen wollte, war für ihn sowohl das Land seiner Väter als auch Urlaubs- und Investitionsland - alles in einem. Mit Geldern von nicht unbeträchtlicher Höhe kaufte er sich in Israel ein; an einer Vielzahl von Bauprojekten innerhalb wie außerhalb des Judenstaates war er beteiligte. Das Sheraton-Hotel in Tel Aviv gehörte ihm.

An seinem offenen Grab in Tel Aviv mimten zahlreiche Prominente Trauer.

Aus der brd (Kleinschrift, weil „Kleinstaat") war eine Riege hochkarätiger „Bestürzte und Betroffene" nach Tel Aviv eingeflogen. Die Delegationsspitze bildete Johannes Rau, der, wenn die übermittelten Fernsehbilder den Betrachter nicht trogen, der Grablegung des in einem Sargenes [weißes Totenhemd und Tallit (Gebetmantel, viereckiges Tuch mit Quasten)] gehüllten Leichnams in vorbildlicher Weise beiwohnte: Den Kopf hatte er mit einer Jamulke bedeckt, die Lippen beispielhaft ernst zusammengekniffen. Andächtig lauschte er den Worten eines in Israel lebenden Vetters des Verstorbenen, der die folgenden, bei Deutschen Nachdenklichkeit hervorrufen sollenden Worte in Jiddisch aussprach: »Er war kein deutscher Patriot, er war ein guter und treuer Jude.«

Trotz dieser eindeutigen Aussage eines nächsten Angehörigen des Verblichenen wagte Johannes Rau diesen Worten die seinigen entgegenzusetzen: »Ignatz Bubis war nicht nur deutscher Staatsbürger, sondern war in diesem Sinne ein deutscher Patriot. Ignatz Bubis hat sich um unser Vaterland verdient gemacht.«

Auch der ehemalige BUKA dieser Republik, Helmut Kohl, nannte Bubis einen »deutschen Patrioten jüdischen Glaubens", einen »Botschafter unseres Landes in der Welt...«

Otto Schily meinte gar: Bubis habe »...der Demokratie und der freiheitlichen Kultur (???) in Deutschland unschätzbare Dienste geleistet... Seine Enttäuschung über den in Deutschland immer noch vorhandenen Antisemitismus sollte jeder, der sich ein wenig Sensibilität bewahrt hat, nachempfinden können.«

Nun, aller Erhabenheit, Ernst und Trauer zum Trotz, wendete sich, kaum daß der erkaltete Leichnam in die Erde der Väter zu letzten Ruhe gebettet worden war, die Tragödie zur Komödie. Ausgerechnet in dem Land, in dem sich der verstorbene Frankfurter Emporkömmling heimischer fühlte als irgendwo anders auf der Welt, ausgerechnet in Israel, das er allein schon deshalb zu seiner letzten Ruhestätte erwählte, weil er für seine Grabstätte in Deutschland Übles vorauszusehen meinte, widerfuhr seinem Grab bereits am Tage seiner Grablegung just jene Schmähung, der er durch die Überführung seines Leichnams nach Israel zu entgehen trachtete.

Kviat Schaul (Meir) Mendelssohn, ein gebürtiger Israeli, der einige Jahre in Stuttgart lebte, verunreinigte mit schwarzer Farbe die Grabzuschüttung. Zu seiner Tat gab der Grabschänder lt. n-tvonline vom 16.08.99 an: »Ich wollte die Menschen aufwecken. Wenn man die Taten von Bubis nachforscht, wird man schreckliche Dinge herausfinden.«

Mendelssohn weiter: Bubis ist ein „Krimineller" gewesen, der Bordelle besessen habe und für die Studentenrevolte 1968 in Deutschland verantwortlich gewesen ist. Bubis habe sein Jüdischsein ausgenutzt; er war ein Dieb, ein Betrüger und ein Lügner, nach seinem Tode werden viele Dinge herauskommen. Soweit der Text, wie ich ihn von n-tvonline abgenommen habe.

Bubis Vorleben spricht für sich. Gleich nach Kriegsschluß betätigte er sich als Schwarzhändler in Dresden. Mit Hilfe leicht zu korrumpierender Sowjets baute er in der sowjetischen besetzten Zone Deutschlands (Ostzone) eine Kette von „Tauschhandelszentralen" auf. 1952 ertappten ihn die damaligen Rechtsschützer bei illegalem Tun. Wie die SÄCHSISCHE ZEITUNG 1952 berichtete, wurde Bubis mit weiteren Angeklagten in einem Schieberprozeß zu 12 Jahren Zuchthaus mit Vermögenseinzug (in Abwesenheit des Angeklagten) verurteilt. Die SZ wörtlich: »Mit einem äußerst umfangreichen Schieberprozeß, in dem nicht weniger als 35 Personen angeklagt waren, hatte sich ... die Große Strafkammer des Landgerichts Dresden unter Vorsitz der Landrichterin Borchardt zu beschäftigen.« Den »Beschuldigten wurde nachgewiesen«, in den Jahren von 1948 bis 1950 Waren (vornehmlich Kaffee) »zentner- ja tonnenweise von Berlin nach Dresden und anderen Orten verschoben und dabei Riesengewinne« erzielt zu haben, »die ihnen ein Schlemmerleben ermöglichten.« (Zitat Ende)

Nun trauerte die Creme de la Creme politischer brd-Prominenz um Jisroel Ben Jehuschua Bubis, genannt Srulik, genannt Ignatz. Die schwarze Farbe des Mendelssohn und dessen „Verlautbarung" beschmutzte wohl weniger den Grubensand eines Toten als vielmehr die ohnehin nicht reine Politweste "anwesender ausländischer Gäste".

Herr R. Herzog wird sich gefreut haben, nicht unmittelbar Zeuge dieses Vorfalls gewesen zu sein. Wie Herrn Rau zumute war, der, wie anzunehmen ist, über des Verstorbenen Vorleben um vieles mehr weiß als ich hier wiederzugegeben wußte, könnte nur er allein uns verraten...

In treuer Verbundenheit grüßt Sie, verehrte Freunde und Leser »Recht und Wahrheit« auch weiterhin treu!

Ihr
Georg Albert Bosse


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 9+10/1999, S. 3f.


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