GERICHTSREPORT

Vom Leiter der "Bürgerinitiative gegen Kriegsschuld- und antideutsche Greullügen", Herrn Edgar GEISS, wurden wir dahingehend unterrichtet, daß erneut gegen ihn in Sachen

"Das Tagebuch der Anne Frank"

am 2. und am 13 November 1989 vor dem Landgericht in Hamburg verhandelt wird. Zum Verhandlungsgegenstand kurz dies:


Der inzwischen verstorbene Otto Frank, Vater der "Tagebuch- Schreiberin" Anne Frank, stellte gegen Herrn Edgar Geiß Strafantrag "wegen übler Nachrede!' Edgar Geiß hatte in einem Flugblatt, das er anläßlich eines Prozesses gegen Ernst RÖMER am 21. August 1978 im Sitzungssaal des Landgerichts Hamburg verteilte, behauptet: "Oberster Gerichtshof von New York: Das Tagebuch der Anne Frank ist ein Schwindel!"

Dies führte später zu einem Prozeß vorm Amtsgericht, das Edgar Geiß am 11. Januar 1979 zu sechs Monaten Gefängnis "auf Bewährung" verurteilte.

In der jetzt nach mehrjähriger Verzögerung eingeleiteten Berufungsverhandlung vor dem Landgericht in Hamburg soll geklärt werden, ob das umfangreiche, erst 1988 fertig gestellte Gutachten die Echtheit der "Tagebuchaufzeichnungen" bestätigt, oder ob sie, wie Edgar Geiß nachzuweisen versucht, "nach wie vor als Fälschungen zu betrachten sind" Edgar Geiß' Zweifel an der Echtheit der "Aufzeichnungen der Anne Frank" erscheinen uns wohlbegründet. Er stützt sich hierbei u.a. auf ein Behördengutachten des BKA Wiesbaden. Wir berichteten in unserer Januar/Februar-Ausgabe 1989, DER BISMARCK-DEUTSCHE, auf Seite 24 ausführlich hierüber. Wir zitieren aus unserer Zeitschrift: "Ein Teil der Anne Frank zugeschriebenen handschriftlichen Eintragungen sind 'nachträglich mittels schwarzer, grüner und blauer Kugelschreiberfarbpaste niedergeschrieben worden. Kugelschreiberfarbpasten ... sind aber erst seit dem Jahre 1951 auf dem Markt erschienen.' (Auszugsweise: Behördengutachten des Bundeskriminalamtes Wiesbaden, Az: KT 41-2404/79)."

Natürlich versuchen die "Echtheitsverfechter" "ihr Tagebuch" als authentisch auszugeben. In vier Jahren entstand eine 700seitige Zusammenfassung von: 1.: "Anne Franks ersten Aufzeichnungen"; daneben 2.: Der von ihr selbst redigierte Text dieser ersten Aufzeichnung" und schließlich noch 3.: Das von Otto Frank nach 1945 veröffentlichte Buch "Het Achterhuis" ("Das Hinterhaus"). In der Neufassung werden diese drei Versionen nebeneinandergestellt. "Ein nur schwacher Versuch, die Authentizität des "Tagebuchs" nachzuweisen," erläutert Edgar Geiß "RECHT und WAHRHEIT" gegenüber, und er argumentiert weiter: 'Die Buchausgaben der "Tagebücher" von Anne Frank sind 1947 zuerst in Holland und 1950 erstmals in deutscher Übersetzung erschienen. Die Nachdrucke stimmen mit der originalen Handschrift nicht überein. Otto Frank hat das "Tagebuch" seiner Tochter bearbeitet. Er hat antideutsche Textaussagen seiner Tochter, wie zum Beispiel " ... alle Kultursprachen, also kein Deutsch .. ", gestrichen. Vater Frank hatte Bedenken, daß sich ein Buch mit solchen Ausfällen in Deutschland schlecht verkaufen läßt. Ungeklärt ist weiterhin die Herkunft der mit Kugelschreibern nach 1951 auf den Loseblättern vorgenommenen Korrekturschrift, und offen ist nach wie vor die Frage, "ob die drei Tagebücher und das aus 324 Loseblättern bestehende Manuskript tatsächlich zum angegebenen Zeitpunkt gefertigt oder erst einige Jahre später niedergeschrieben worden sind." (Behördengutachten des Bundeskriminalamtes Wiesbaden vom 28. 05.1980, S. 4)

Wir sehen, daß gutachterlich der Zeitpunkt der Niederschrift nicht geklärt werden konnte. "Wahrheit oder Fälschung" ? Die Berufungsverhandlung vor der Kleinen Strafkammer 7, des Landgerichts Hamburg, soll dies klären helfen.

Im weiteren Verlauf der Verhandlung, die am Donnerstag den 16. November fortgesetzt wurde, rief die Staatsanwaltschaft unter anderem als Zeugin die heute 80jährige in Wien geborene Miep Gries auf, die schon zu "Kriegszeiten" in Holland lebte. Die Zeugin behauptete, sie habe Anne Frank in ihrem Versteck mit Lebensmittel und Schreibpapier versorgt. Als weiteren Zeugen rief das Gericht einen Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes Wiesbaden auf, den Chemiker Ferdinand Werner, der aussagte, daß sein Gutachten von 1980 dahingehend verstanden werden müsse: Die nachträglich vorgenommenen Eintragungen, die mit in den Jahren 1942 - 1945 ungebräuchlicher, weil noch nicht vorhandener Kugelschreiberfarbpaste auf den originalen Tagebuchblättern eingefügt worden seien, bezögen sich lediglich auf Seitenzahlen; nur ein einziges Wort sei abgeändert worden. Obwohl der Zeuge kein Schriftensachverständiger ist, also kein Graphologe, schlagzeilten am Freitag die großen Tageszeitungen: "Die Tagebücher sind echt"

Der Prozeß wird am 27.11.1989 fortgesetzt. Es soll noch der "Schriftsachverständige" des Amsterdamer "Institut für Kriegsdokumentation" gehört werden. "Allerdings darf hierzu nicht unerwähnt bleiben," resümiert Edgar Geiß, "daß dieses 'Institut' sicherlich nicht unabhängig und nicht daran interessiert ist, das deutsche Volk von den seit 1945 erhobenen Schuldvorwürfen zu entlasten. Otto Frank muß gute Gründe gehabt haben, testamentarisch zu verfügen, die "Tagebuch"-Hinterlassenschaften nach dort zu geben. So sieht sich das Amsterdamer Institut nun in der Pflicht, das "Erbe Anne Frank" für die kommenden Generationen zu wahren, damit der "Schuldbeweis" immer gegenwärtig ist und im Bewußtsein des deutschen Volkes erhalten bleibt.

Was als "Tagebuch der Anne Frank" in millionenfacher Aufmachung als Taschenbuch verbreitet wird, gibt das Leben der Familie Frank in Amsterdam nicht wahrheitsgemäß wieder"

Über den Ausgang dieses Prozesses gegen Edgar Geiß, der an seiner Seite Rechtsanwalt Jürgen RIEGER weiß, werden wir Sie, liebe Leser von "RECHT und WAHRHEIT', in unserer Jan./Feb.-Folge 1990 von RuW unterrichten.

Buchhinweis auf Seite 27


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 11+12/1989, S. 20

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