DAS AKTUELLE THEMA

Eine Nation - eine Kultur - ein Wille
Viribus Unitis

von
Hanno Seehafer

Der erste Schritt zur Einheit ist getan, trotz aller scheinheiliger Ratschläge der ewigen Bremser auf dem Wege zur völkischen Normalität. Die vom Feind gut bezahlten Bremser empfehlen denn auch auftragsgemäß: Bedachtsamkeit, Zeit lassen, kleine Schritte, Vernunft und Augenmaß walten lassen - sie fordern kurzum: Gar nicht drum kümmern! Laßt die da drüben das man ganz allein machen. Nicht einmischen! Was zusammengehört, wird früher oder später ja doch (von ganz allein?) wieder zusammenwachsen!

Wollen die andern nun EUROPA oder wollen sie es nicht? Deutschland wird in das zu errichtende europäische Haus nur als geeinte Nation einziehen oder gar nicht. Alle übrigen europäischen Völker worden sich ähnlich verhalten. Europa soll ein Haus der Nationen, der Vaterländer werden. Die Machtpolitik der überstaatlichen Mächte hat in diesem ausgehenden Jahrhundert zu zwei mörderischen wider die Deutschen gerichteten Weltkriegen geführt. Ausgerechnet Deutschland, dem der Vernichtungswille seiner Feinde galt und das einen aufopferungsvollen ABWEHRKAMPF führen mußte, wird zum Kriegsbrandstifter gestempelt; indes seit 1945 viele andere Kriege diesem schrecklichen europäischen gefolgt sind, ohne daß die kriegauslösenden Länder vor "Kriegsgerichten" geschweige denn vor der sogenannten 'Weltöffentlichkeit" zur Rechenschaft gezogen worden wären.

Wir Deutsche "hüben wie drüben", wollen unsere beiden Rest- und Teilstaaten endlich vereinigt sehen! Der unsere Spaltung kennzeichnende Terminus deutsch-deutsch ist zu tilgen und das Kürzel "DDR" ist ab sofort aus unserem Sprachgebrauch zu streichen. Dort, wo sich Menschen mitten in unserem Lande in den Armen liegen, hat die "Wiedervereinigung" schon stattgefunden. Wir, das VOLK machen in diesen Tagen die große Politik: Auf den Straßen und Plätzen unseres Landes nämlich. Aber leider nur in BRANDENBURG-PREUSSEN, in SACHSEN, in SACHSEN-ANHALT, in THÜRINGEN und in MECKLENBURG.

Die satte Wohlstandsgesellschaft im westlichen Teil unseres Vaterlandes befürchtet wohl, sich einen kalten A …auf den Straßen unseres Teilstaates zu holen, würden sie, genauso wie ihre Volksgeschwister "drüben", mit Spruchbändern und Wiedervereinigungsparolen Arm in Arm durch BERLIN, FRANKFURT, MÜNCHEN oder HAMBURG ziehen. Oder sehen unsere Landsleute hier keinen Grund, auf die Straße zu gehen und sich mit ihren Verwandten von "drüben" zu solidarisieren?

Das Schiller-Wort: "Aber der große Augenblick findet ein kleines Geschlecht" - trifft nicht auf unsere Landleute von "drüben" zu, wohl aber auf uns. Wenn wir nicht handelnd zupacken, entschwindet dieser, sich unserem Leben nur ein einziges Mal bietende geschichtliche Augenblick ganz schnell. Greifen wir mutig nach dem Saum des uns streifenden Mantel der Geschichte und - halten wir ihn fest! Schließen wir uns unseren Landsleuten und dieser von ihnen hervorgerufenen und in die Zukunft drängenden Bewegung, die von Altem wegrückt und nach Neuem sucht, ohne Vorbehalte an. Dies wäre u n s e r Dank an jene, die mit ihrer beispielhaften Volksbewegung die Deutsche Frage, die unsere Feinde gern unter den Teppich des Vergessens gekehrt sehen möchten, zurück ins obere Bewußtsein unseres Fühlens und Denkens rückten. Denn was am 9. November 1989 von Berlin und Leipzig aus seinen Anfang nahm, haben unsere Volksgeschwister in Mitteldeutschland auch für uns getan. Dank Euch allen!

Möge künftig die Bezeichnung "9. November-Patriot" ein ehrenvolles Synonym für einen deutschen Vaterlandsliebenden sein, der für sich und sein Volk auf den Straßen und Plätzen seines Landes mutig seine Stimme für FREIHEIT und GERECHTIGKEIT erhob. Erinnern wir uns des Wahlspruchs des Deutschösterreichers Kaiser Franz Joseph I., der da lautet : Viribus Unitis! Mit vereinten Kräften.

Es lebe die FREIHEIT!


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 1+2/1990, S. 26.

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