BUCHBESPRECHUNG

Otto Hantl
"Urglaube und Externsteine"

ALMUT-Heitz & Höffkes-Gabert
Oberursel-Essen-Tübingen 1988, 328 S.,
Vorzugsausstattung in Druck und Papier, Leinen,
zahlreiche Bilder, Fotos, Zeichnungen,
Quellenverzeichnis und Namensregister
Preis: DM 44.-

In Otto Hantl' wunderbarem Buch werden die Externsteine im Teutoburger Wald südlich von Detmold, als frühester Kulturmittelpunkt Europas beschrieben. Er führt den Leser einfühlsam in die Weit der Externsteine ein, die vom Kommen und Gehen und ewigen Wiederkehren aller Lebensformen auf unserer Erde berichten. Dieses Hineinführen in die Denkwelt unserer germanischen Altvorderen ist zugleich auch eine Kampfansage an die Geschichtslosigkeit unserer Zeit, die das eigene Werden in einen "östlichen Ursprung aller Hochkulturen" willkürlich hineinstellt.

»Alle um ihr Selbstbewußtsein betrogenen Europäer sollen endlich erkennen, wer und wieviel sie selber in Wahrheitsind, wohersie kommen, werund wasihre Urväterin grauester Vorzeit waren, und wohin ihre zukünftigen Wege von den wirklichen Nutznießern ihrer selbstlosen Torheit gelenkt werden: Wohin? Nun, eindeutig in den Sumpf der Vermassung, mit ihren verdummenden, verlierenden, kulturvernichtenden und rassenzerstörenden Folgen.«

Hantl geht davon aus, »daß ein Urglaube als frühester Gottglaube aus einem einzigen Kulturkreis der weiten Vorzeit hervorgegangen und von einer einzigen Stelle ausgegangen sein muß.« Dieser Kulturkreis lag in Mitteleuropa, in Deutschland. Diese »ältesten Kulturschöpfer der Menschheit gehörten der uralten Standortrasse der Alleuropäer an, die als Urgermanen seit Urzeiten in diesem Raum beheimatet sind« und »schon seit 250 000 Jahren Götter und Könige kannten.«

Der Autor findet harte, aber klare Worte, wenn er schreibt: »Unser Weltbild ist jedoch schief und unwahr. Am klarsten erkennbar zeigt sich das im gesamten Bereich der Geschichtsschreibung, die sich auch "wissenschaftlich" gebärdet, in Wahrheit aber falsch, unredlich und gemeingefährlich verlogen ist Seit Abrahams Zeiten bis zur Gegenwart,« so stellt Otto Hantl des weiteren fest, werden »die weißen Völker in einer immer enger werdenden Todesspirale in den tiefsten Abgrund geführt.«

Mit großer Sachkenntnis beschreibt Hantl die Schöpfungslehre der Steinzeitler, er geht von acht Urriesensippen am Externstein aus, die sich später zu zwölf asischen Stämmen auffächerten und schließlich im Umkreis von mehreren hundert Kilometern rund um den Externstein in der "Weltmitte" lebten und wirkten.

Es ist ein eigenwilliges, aber stark anziehendes und zugleich warnendes Buch. Es bringt ein Weltbild zur Kenntnis, das von christlicher Gott- und Weltlehre in allen Dingen abweicht, ja, christliche Gottvorstellung weit übertrifft.

Gerd Festerling


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 1+2/1990, S. 27.

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