DER LEITARTIKEL

»Demokratie - nein, danke!«

Wenn wir zurückblicken auf die Anfänge einer Staatsform, die begrifflich mit dem Wort »Demokratie« ausgestattet wurde, d.h. mit dem anspruchsvoll erscheinen sollenden Wortinhalt »Volksherrschaft« - auch »Herrschaft der Vielen« übersetzt -, dann stellen wir fest, daß die so apostrophierte Staatsform von denen, die es anging - dem Volk -, in der Praxis sowohl unter Vergangenheits- wie auch unter Gegenwartsbedingungen n i e erlebt wurde. »Demokratie« bedeutet auch »Pöbelherrschaft« oder noch schärfer formuliert: Machtausübung durch »Elemente der Gosse«. Und wann reißt der Pöbel die Macht im Staat an sich? In Zeiten des Überganges, in Zwischenzeiten, die von Niedergang und Neuanfang gekennzeichnet sind - dann nämlich tobt sich kurzweilig der Pöbel an der Spitze »demokratisch« sich nennender Regierungsformen aus. Krasses Beispiel hierfür ist die Französische- (1789) und die Russische Revolution ( 1917). Aus jüngster deutscher Geschichte steht uns allen die gestern noch real existierende »Deutsche Demokratische Demokratie«, die wohl scheußlichste Mißgeburt aller »Demokratien«, vor Augen. Niemand wird ernstlich bestreiten wollen, daß im Interregnum "DDR" unter Ulbricht, Honecker, Mielke und Konsorten, menschlicher Abschaum - der Pöbel - oben schwamm.

Weiter: Insgesamt gesehen und gemessen an der traditionellen Staatsform »Alleinherrschaft«, also der »Monarchie«, ist die Lebensdauer des Kunst- und Wunschgebildes »Demokratie« mit der einer Eintagsfliege vergleichbar. Man messe einmal das langlebige altägyptische Staatswesen der Pharaonen oder das im Zweistromland (das Land zwischen Euphrat und Tigris) über mehrere Jahrhunderte bestehende monarchistische Staatswesen der Sumerer am Bestehen demokratischer Lebensformen in der Neuzeit. Man wird feststellen, daß in der Tat die Lebensdauer unserer modernen »Demokratien« im Vergleich mit der langen Lebensdauer monarchistischer Staatsswesen so »kurz ist wie ein Furz«, und daß in den modernen »westlichen Demokratien« nichts aber auch gar nichts von den Idealvorstellungen hellenischer Denker auch nur andeutungsweise verwirklicht wurde.

Am augenfälligsten, weil als totalitär geführte Hierarchie seit gut 2000 Jahren bestehend, ist die römisch-katholische Kirche zu nennen. An der Spitze dieser die Welt umspannenden Kirchenorganisation (sie gilt als die zweitgrößte Kapitalmacht der Welt hinter der »Wallstreet«) regiert als Alleinherrscher der PAPST in Rom. Können Sie sich vorstellen, daß der römisch-katholischen Kirche jener dauerhafte Bestand beschieden gewesen wäre, wenn jedem kleinen Dorfkaplan oder Stadtgemeindepfarrer »demokratische« Rede/sprich: Narrenfreiheit auf den gesetzgebenden und glaubensbildenden Konzilien eingeräumt worden wäre? Blicken Sie auch mal auf den Orden SJ (Societas Jesu). den der Jesuiten. Auch hier bestimmen totalitäre, ja, militante Sitten und Bräuche das Ordensleben: Unbedingter Gehorsam! Der Erfolg dieser Glaubens- und Kirchenorganisationen - ihr auffällig langes Bestehen - verdanken sie allein dem monarchistischen Grundgedanken. Der allenthalben sichtbare Verfall der Romkirche heutzutage, geht mit einer (schleichenden) Demokratisierung in ihrem Innern - gleichzusetzen mit ketzerischem Ungehorsam und nach Gegenwartsnähe strebendem Glaubenswandel - Hand in Hand. Gehorsamsverweigerung ist erstes Anzeichen einer sich aufzulösen beginnenden Autorität.

Dementsprechend versagt auch die Gläubigerschar den christlichen Kirchen mehr und mehr die Gefolgschaft. Die von den Kirchenoberen gepredigte Religion wird unglaubwürdig, da ihre Glaubenslehre und Glaubensverkündigung an eine monarchistische Gottvorstellung (Ein-Gott-Lehre) geknüpft ist, die mit dem gelebten Tagesgeschehen im realen Alltag des Kirchenvolkes, der ja von »demokratischen<` Lebensformen bestimmt ist, nicht übereinstimmt. Nur solange wie die weltliche Staatsmacht, die sich schon früh mit der kirchlichen verbündete, die gleichen absolutisti - schon wie auch hierarchischen Herrschaftsstrukturen in sich vereinigte, funktionierte beider Zusammenspiel. So wie Gott (Jehowa) allein bestimmt und befiehlt, Gesetze erläßt, straft und begnadigt, regiert auch der auf Alleinherrschaft abzielende Absolutismus in Zeiten seiner Hochblüte über die Menschen. Hierzu im Gegensatz befindet sich die (von christlichen Missionaren aus gutem Grund beseitigte) Göttervielfalt des germanischen »Götterhimmels.« Denn diese germanische Götter-/Gottvorstellung und der sich hierin zu erkennen gebenden Gewalten(ver)teilung mit dem »Alleinentscheidungsrecht« eines ODIN (Wotan) - das nenne ich »Demokratie.« Dies gilt genauso für die Götter des alten Griechenlands.

Natürlich haben die Kirchen auf der ganzen Linie versagt! Sie hatten ihre letzte Chance vertan, als mit dem Faschismus in Italien auch dessen »Verbündeter«, der deutsche Nationalsozialismus, unterging, wobei ich aus meiner Sicht hinzusetzen muß, das letzterer der Romkirche wohl kaum länger als notwendig »freundlich ins Auge geblickt« haben dürfte. Aber BERLIN und ROM wußten damals sehr wohl um das beiderseitige (einander stützende) Funktionieren von Autorität und Macht.

Rom ist am Ende! Gerade die immer stärker sichtbar werdenden kirchlichen Verfallserscheinungen bezeugen deutlich (der evangelischen Kirche muß gleiches nachgesagt werden), daß demokratisch(e)-republikanische Gesellschaftsformen - PÖBELBRRSCHAFT - jedwede bestehende Ordnung, unterwühlen. Erst nach ÜBERWINDUNG dieser Entwicklungsstufe, wenn sich umstürzlerische anarchistisch-kriminelle Mordlust an Trägern alter Ordnungsprinzipien ausgetobt hat und alle pöbelhafte Zerstörungswut, die sich an traditionellen Werten vergreift, abgeebbt ist, kann Neues entstehen. Aus Unordnung wird dann wieder Ordnung! Es entsteht eine neue Ordnung!

Deshalb sei's an dieser Stelle gleich gesagt: Wir leben zur Zelt in einer Phase des Überganges, in der Unordnung herrscht.

Triebenthemmte Menschen haben das Sagen. Sie bestimmen die »Moral" unseres Lebens. Häßlichkeit hat sich vor Schönheit gedrängt. Schwule und Lesben, Pornographieliebhaber und allerlei sonstige Krankhafte dürfen sich in enthemmter Triebeentfesselung vor den Augen aller spreizen. Kein Tier in der Natur verhalt sich derart widernatürlich-abartig, wie dies derzeit Menschen tun, die sich selber als »Linke« und »Fortschrittliche« bezeichnen. Die Schranke angeborener Scham, wie auch die auf Abstand haltende Schranke menschlichen Selbstbewußtseins und menschlicher WÜRDE, werden als rassistischer, unnatürlicher Auswuchs verhöhnt! Das Edle, das Gute, das Schöne soll niedergerissen und in den Schmutz gezogen werden. Alle Menschen sind gleich. Die Dome-Erbauer und Sinfonien-Erdenker sind den herumzigeunernden Kameltreibern Asiens und Afrikas gleichzustellen. Ginge es nach dem Willen des machthabenden Pöbels, der alles Höherstehende zu sich in die Gosse herunterziehen will, der kein Aufwärtsstreben zu »lichten Höhen« kennt, kein das enge, materialistische Weltbild sprengende IDEAL, ginge es also nach deren Willen: der Mensch würde aufhören Mensch zu sein!

Menschliche Gemeinschaften, in deren Schoße und unter deren Schutze individuelle Leistungen sich einst entfalten konnten, die, weil sie aus einer bestimmten Volksgruppe hervorgehen, unverwechselbare »Gesichtszüge« und "Handschriften« als Ausdruck bestimmten menschlichen Kulturstrebens tragen, werden »ideologisch« mit Parolen aufgeweicht, mit denen die überlieferten Lebensvorstellungen eines Volkes für veraltet und »ewiggestrig« erklärt werden. Um so besser lassen sich dann die althergebrachten Traditionsbilder zerschlagen.

Als man den Deutschen 1945 ihre germanische (und tatsächlich gelebte!) Idealvorstellung von der VOLKSGEMEINSCHAFT genommen hatte, folgte die Zerstörung der kleinsten Zelle dieser Lebens- und Schicksalsgemeinschaft: die EHE. Das Glück des einzelnen, das ihm allein aus der Anerkennung seiner Gemeinschaft erwächst, der er angehört, durch die er und f ü r die er fähig wird, gruppenerhaltende Leistung zu erbringen, wird als veralteter Nationalstolz verächtlich gemacht. Sein Geburtsrecht, Deutscher zu sein, wird seines natürlichen Wertes dadurch beraubt, indem man wurzellosen, fremden Volksangehörigen das eingeborene Selbstverständnis deutscher Herkunft wie billige Ausverkaufsware aufdrängt. Dabei handelt es sich bei jedermannes Geburtsrecht um einen historisch gewachsenen, von Generation zu Generation weitergereichten anthropologisch-ethnischen Erwerb!

Sittenverfall und Auflösung bestehender Ordnung sind Kennzeichen von PÖBELHERRSCHAFT = »Demokratie«!

Schauen Sie in die Gesichter jener, die uns »regieren«. Aus ihnen spricht Dummheit, Eitelkeit und Hochmut, manchmal auch verbiesterte Menschenfeindlichkeit. Alles Grundelemente, die das Beiwerk bilden zu selbstsüchtigem, volksschädlichen Handeln. Sie sollten sich mal das Auftreten jenes »Bilderberger« und Super-Demokraten anschauen, der als Generalsekretär der NATO vorsteht: Manfred WÖRNER. Ein radschlagender Pfau! Der Mann ist doch geradezu ein Paradebeispiel für eitles Anbiedern an gegenwärtige Machtstrukturen. Einer, der glaubt zu führen - der in Wirklichkeit aber von seinen Oberen geführt wird.

Wie sagt doch deutsche Spruchweisheit so richtig: "Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.«

Sogar die uns Deutschen ständig als vorbildhaft aufgeschwatzte amerikanische Demokratie ist nur das SCHEINBILD einer »Demokratie«. Der Amerika-Kenner Prof. Dr. Wolfgang Windelband stellt fest: »Sorgfältig abgewogen ist auch die Machtverteilung zwischen den Volkswillen vertretenden Instanzen. (…) So stark…die Zuständigkeiten der parlamentarischen Körperschaften ausgebildet sind, hüte sich doch die Verfassung vor Verfall in reinen Parlamentarismus, indem das Kabinett nicht etwa aus Mitgliedern des Kongresses zusammengesetzt wird. «

Jedenfalls ist diese Art von »Demokratie« um vieles besser, als der uns vorgelebte deutsche demokratische Parlamentarismus!

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist nach der Verfassung vom 19. Mai 1790 das auf vier Jahre gewählte Oberhaupt der U.S.A. und bildet seine Exekutive. Der Präsident allein bestimmt, wer seinem Kabinett angehören soll und wer nicht. Er ernennt die Kabinettsmitglieder unabhängig von einem Mißtrauensvotum. Die Kabinettsposten werden jedoch vom Kongreß festgelegt. Die Machtbefugnis des amerikanischen Präsidenten ist eine weitgehend alleinbestimmende Position (bis zur WATERGATE-Affäre (1974) des Richard Nixon). Meines Erachtens gab der Watergate-Skandal einen wohlkonstruierten Grund dafür ab, die Rechte künftiger amerikanischer Präsidenten weitgehend beschneiden zu können! Lincoln verkündete einmal, als das gesammte Kabinett gegen ihn stimmte: »Sieben dagegen, einer dafür - also angenommen.«

Führerprinzip?

Allerdings stößt die Präsidialmacht des »Mr. President« bei der Legislative (des gesetzgebenden Kongresses) an seine Grenzen. Wohl kann der Präsident von seinem Vetorecht Gebrauch machen, aber eine Zweidrittel-Mehrheit beider Häuser kann sein Veto zu Fall bringen.

Parteien sind in der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ebensowenig genannt wie in der Weimarer Verfassung. Die beiden großen Parteien REPUBLIKANER und DEMOKRATEN dienen in erster Linie dazu, Parteikandidaten für Wahlen aller Art aufzustellen.

Interessant ist auch der Artikel IV der Verfassung der Vereinigten Staaten, der grundsätzliche Fragen in Bezug auf die Einzelstaaten regelt. Insbesondere der § 4 ist im Zusammenhang dieser Betrachtung über "Demokratie« von hoher Wichtigkeit: Er schreibt nämlich nur eine »republikanische« Regierungsform vor, keine "demokratische«!

Von mir sei an dieser Stelle vorausgesagt: Auch das amerikanische imperium wird in Kürze zusammenbrechen. Es wird sich in seine Einzelstaaten auflösen und diese werden sich neue Formen staatlichen Eigenlebens geben. Diese Formen werden k e i n e »demokratischen« sein. Denn die derzeit vorherrschende Form von »Demokratie« ist gleichzusetzen mit jenem zerstörerischen Liberalismus, der, materialistischer Geisteshaltung und Weltbetrachtung entsprungen, allein zur Aufrechterhaltung von Macht und Einfluß kleiner elitärer Gruppen geschaffen wurde. Je dreister sich aber Gruppeninteressen vor die lebensnotwendigen Erfordernisse der Gemeinde (dem Staatsvolk) schieben - im Falle der »Bundesrepublik Deutschland« sind das die PARTEIEN mit ihren lobbyistischen Förderern - um so unaufhaltsamer treibt die Staatsgesellschaft in ein anarchistisches Chaos.

Je mehr sich auch in das amerikanische Staatswesen die ungezügelte Freizügigkeit liberalistischer Lebensauffassung einschleicht, um so eher wird ihm das gleiche Schicksal beschieden sein wie der ehemaligen SOWJETUNION: Der totale Zusammenbruch!

Die Falschspieler der Neuzeit haben mit dem Begriff »Demokratie« eine bereits weggeworfene untaugliche Münze wieder aufgehoben. Ähnlich wie der gescheiterte marxistische Gedanke des KOMMUNISMUS - hier haben wir es ebenfalls mit einer »modernen« Form von »Demokratie« zu tun (mit dem übelsten Auswuchs einer »demokratischen« Staatsform überhaupt) - erblühte die IDEALVORSTELLUNG einer auf »Demokratie« aufgebauten Staatsgesellschaft n u r in den Hirnen ihrer Erfinder. In der gelebten Wirklichkeit aber - siehe hierzu den Untergang des Kommunismus - waren und sind diese »Idealvorstellungen« menschlichen Zusammenlebens ebensowenig zu realisieren wie das Ideengut der Marxisten, das gerade in diesen Augenblicken weltweit scheitert.

Lediglich die klassischen Stadtstaaten, die Polis, die wegen ihrer besonderen geographischen Lage als Durchgangs- und Hafenstädte einen gewissen Reichtum erwarben, der ihnen wiederum zu einer Sonderstellung verhalf, konnten den Besitz- und Herrschaftsansprüchen landübergreifender monarchistischer Besitzgier durch den organisierten Zusammenschluß städtischer gemeinsamer Interessen trotzen. Solange diese Städte ihren Schutzschild über ihre bäuerliche Nachbarschaft hielten, waren sie autark (unabhängig), weil sie die Versorgung ihrer Stadtbewohner mit Nahrungsmitteln gesichert sahen. Athen konnte sich den Luxus einer Stadtdemokratie leisten; andere Städte im Mittelalter und im Mittelmeerraum, wie Venedig, entwickelten sich ebenfalls zu autarken Gebilden. In unserem Landbereich entstanden unter ähnlichen Bedingungen die Städte der HANSE, deren Patriziertum sich ebenfalls auf eine besondere Art von »Demokratie« stützte.

Aristoteles spricht vom Menschen als von einem »zoon politikon«, von einem Wesen also, das in politischer Gemeinschaft zu leben wünscht. Natürlich ist die gesellschaftspolitische Entwicklung des Menschen eine evolutionistische. Anfängliche stammesfürstliche Einzelherrscher konkurrierten bald schon mit >>reichen« Grundbesitzern, stritten sich alsbald schon um Macht und Einflußnahme über Hörige und Freie; ein ehrgeiziger Ernennungsadel kam hinzu (durch die Anerkennung verdienstvoller Taten zum Wohle des Gemeinwesens entstanden) und pochte als mächtige Feudalkaste auf Übernahme der Macht, die sie der Herrscherfamilie und deren Verwandtschaftskreisen strittig zu machen gedachte. In den an Größe zunehmenden Städten wuchs eine weitere die Gipfel der Macht erklimmende Gesellschaftsschicht heran - und die Städte wurden dann auch zu Brutstätten jener Utopie, der »Demokratie«, die diese (be-)trügerische Kennzeichnung unter anderem deshalb in das Rot ihres Fahnentuchs einwebte, weil sie die bestehende Ordnung beseitigen und eine »Umschichtung« privater Besitztümer herbeiführen wollten, was sie »Vergesellschaftung« (Kommunismus) nannte. In Wirklichkeit wollten jene, die die alten Machtinhaber ob deren Machtfülle bewunderten und fürchteten, selber die Insignien der Macht an sich reißen.

Die augenblickliche »Besitzverteilung« in der ehemaligen "DDR" ist darauf angelegt, den wahren ERBEN der alten Vermögen den Zugang zu ihrem Besitz so gut dies nur eben geht, zu erschweren. Die Wiederherstellung der alten Besitzverhältnisse würde dann ja auch den 45er Umbruch und fünfundvierzig Jahre »Kommunismus-Sozialismus« ad absurdum führen. Das augenblicklich herrschende Bonner System hat in Wirklichkeit kein Interesse daran, die alten Besitz- u. Machtverhältnisse wieder aufleben zu lassen.

Der Amerikaner Francis Parker YOCKEY, der am 17. Juni 1960 unter geheimnisvollen Umständen im Gefängnis von San Francisco starb, beschreibt in seinem Buch »Chaos oder Imperium« (GRABERT-Verlag-Tübingen 1976) den modernen Demokratiebegriff u.a. so: …»Die Kulturverderber gebrauchten es (das Wort »Demokratie«, d.V.) zur Verneinung qualitativer Unterschiede zwischen Nationen und Rassen, was zur Folge hat, daß der Fremde zu einflußreichen politischen und wirtschaftlichen Positionen zugelassen werden muß. Für den Finanzier bedeutet es die "Herrschaft des Rechts", seines Rechts, das ihn in den Stand setzt, einen ihm durch sein Geldmonopol ermöglichten beispiellosen Wucher zu betreiben.«(S. 132)

An anderer Stelle führt Yockey aus:...»mit der Herauskunft des 20. Jahrhunderts hat »Demokratie« eine andere als die ursprüngliche Bedeutung. Die Wirtschaftsmächte lassen ihr nur noch die Bedeutung von Masse und bekämpfen damit die neu erwachende Autoritätsidee.« (S. 133)U n s e r e Staatsidee will alle VOLKSKINDER zum Träger eines gemeinsamen politischen Gestaltungswillens erheben. Staat und Volk sind eins. Der Führer des Staates ist der Willensvollstrecker des Volkes. Unser Staat ist ein echter VOLKSSTAAT. In ihm herrscht nicht der Pöbel und die wilde, enthemmte Ichsucht einzelner, sondern in ihm vollzieht sich der geträumte Wille der Großgemeinschaft Volk. Der Volksstaat ist ein Ausdruck von lebendiger ANWESENHEIT menschlicher Kulturträger, die das Antlitz dieser Erde - insbesondere ihren Lebensraum - nach ihrem Vorstellungsbild prägen. So wie eine widerstandsfähige Hochgebirgsflora das Bild i h r e s Lebensraumes prägt, verschönern die schöpferischen Taten menschlicher Hochkulturen den ihrigen.

Kann man u n s e r e n Staat einen demokratischen nennen? Nein! Wohl wird unser (der von uns erträumte) Staat vom Willen des Volkes getragen, aber der Wille des Volkes bündelt sich in der Person des Imperators (des Führers), der vom VOLK, nicht von PARTEEN an die Spitze des Staates gewählt wird.

Die parlamentarische Parteiendemokratie aber verschwendet all ihre Kraft auf die Erhaltung ihrer Macht, sie verschleißt ihre besten Kräfte bei der Sicherung erlangter Wahlurnenmehrheiten und im Intrigenspiel um Mitspracherechte im industriell-wirtschaftlichen Bereich. Das Volk, dem der (»Volksvertreter«) Minister in solch einer »Demokratie« mit Eidablegung »Wohlfahrt« zusichert, steht außerhalb der im Parlament beschlossenen Entscheidungen - die von Parteitagsbeschlüssen abhängig sind! - da nicht der Volkswille den Kurs dieses vom demokratischen Parlamentarismus regierten Staates bestimmt, sondern der Fraktionszwang. Und dieser wird wiederum von der PARTELINIE diktiert.

Im PARTEENSTAAT regiert die Minderheit die Mehrheit! Das ist nicht DEMOKRATE - das ist Parteiendiktatur!

Mit mir sind alle Mitglieder der DE DEUTSCHE FREIHEITSBEWEGUNG e.V. und alle Leser von »RECHT und WAHRHEIT« darauf stolz, einem »elitären Haufen« von Geistesrevolutionären anzugehören. Niemand von uns macht sich etwas daraus, ob wir von einer in der politischen Öffentlichkeit unbeachtet dahinvegetierenden Gruppe Kleinkarierter belobigt oder beschimpft werden. Unser Weg ist ein schnurgerader! Unsere Parole heißt:

Freiheit für Deutschland!

Demokratische Zustände wie in Bonn - nein, danke!


Anmerkung des Verfassers:

Dieser Artikel ist als Antwort an den Sprecher der DEMOKRATEN, Alben Lämmel, Rastatt, entstanden. Lämmel bezeichnet sich selbst, ich zitiere wörtlich als: »demokratisch gewählter Programmgestalter/Koordinator des Verbandes europäischer demokratischer Kleinparteien DIE DEMOKRATEN...«

Er beanstandet meine Interpretation von »DEMOKRATE« und meint mir widersprechen zu müssen. Er schreibt u.a.: »Herodots Meinung, die beste Herrschaft sei die Alleinherrschaft des Einzelnen (Monarchen, Führers), so steht dies mit allen Erfahrungen der Menschheitsgeschichte in Widerspruch.«

Mit dieser meiner »Haltung« zur DEMOKRATE, so führt Alben Lämmel am Schluß seines Briefes an mich aus, begeben wir uns - er meint damit die Leser von RuW und die Mitglieder der DDF - in die »Isolation«, weil wir mit derartigen Gedankengängen - eine »erkennbare elitäre, besser quasi-elitäre« Meinungsäußerung betreiben. Zum Schluß seines Briefes kündigt er dessen Veröffentlichung in der von ihm geführten Schrift »Die DEMOKRATEN« an. Diese Bemerkung forderte mich zu der vorstehend niedergelegten öffentlichen Stellungnahme heraus.


Sehr geehrter Herr L ä m m e I !

In Ihrem Schreiben vom 17. 12.91 versteigen Sie sich zu polemischen Ausfallen gegen mich, zu denen Sie sich entweder aus purer Ignoranz oder aus einer bei Ihnen zu vermutenden partiellen Unkenntnis über historische Zusammenhänge haben hinreißen lassen. Sie kennen mich nicht - und ich kenne Sie nicht. Aber da Sie mich in Ihrem Schreiben durch den provokatorischen Nachsatz: »Kopie an DIE DEMOKRATEN" zu einer öffentlichen Stellungnahme heraustordern, soll Ihnen meine Antwort auch öffentlich zuteil werden.

Bevor Sie das Wort "Demokratie`` aussprechen, sollten Sie zunächst einmal naher erläutern, welche Art von »Demokratie. Sie meinen oder gar verwirklicht sehen mochten. Ich empfehle Ihnen, sich dabei nicht nur mit

den Gedanken eines Herodot, sondern auch mit Äußerungen eines Platon, Aristoteles, Sokrates, Thukydides und anderen mehr vertraut zu machen.

Bekanntlich kennen wir, die wir um die Vieldeutigkeit dieses schwammigen Begriffes wissen, mehrere Formen und Anwendungspraktiken von "Demokratie«: Gelebte, erlebte und ausgelebte! Aber auch theoretische, idealisierte, nur als Wunschvorstellungen sich äußernde, undurchführbare Formen von "Demokratie«.

Daß ich den Demokratiebegriff immer wieder in Anführungszeichen setze, soll besagen, daß ich keine der vielen Begriffsauslegungen als endgültig ausgedeutet betrachte: Demokratie ist nicht gleich "Demokratie«!

Jeder versteht nämlich unter »Demokratie« etwas anderes.Was ich meine und wovon i c h spreche, wenn ich "Demokratie - nein, danke!" sage, das finden Sie in meinem mit gleicher Überschrift versehenen Aufsatz weiter oben ausgeführt. Auch mein KOMMENTAR auf Seite…befaßt sich in dieser Folge von RuW weitgehend mit dem Thema "Demokratie«.

Obwohl Sie, wie anzunehmen ist, » RECHT und WAHRHEIT« regelmäßig lesen, muß Ihnen trotzdem entgangen sein, daß ich 1988 die Zeitschrift "Der Bismarck-Deutsche" noch nicht herausgegeben habe. Briefe, die Sie an die damalige Redaktion richteten, konnten mich also gar nicht erreichen. Anfang 1989 legte der von mir hochverehrte Generalmajor a.D. Otto Ernst REMER den "Bismarck-Deutschen" in meine Hände und gestattete mir zugleich, die von ihm ins Leben gerufene Zeitschrift fortan »RECHT und WAHRHEIT« nennen zu dürfen. Seither gebe ich »Recht und Wahrheit« heraus.

Mit vaterländischem Gruß!

Georg Albert Bo s s e


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 1+2/1992, S. 4-8

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