DER KOMMENTAR

Georg Albert Bosse

Aufklärung tut not!

Wahlenthaltung heißt das Gebot

Nun schließt sich auch der Parteivorsitzende der REPUBLIKANER, Franz Schönhuber, München - für mich nicht ganz unerwartet kommend -, der Rechtsextremistenverteufelung seines Pseudogegenspielers Dr. Gerhard FREY (ebenfalls in München ansässig) an. Aber Schönhuber haut noch kräftiger auf die Pauke als der ohnehin nicht allzu zimperliche Dr. Frey. Schönhuber fordert sogar ein VERBOT von sogenannten »rechtsextremistischen« Gruppen!

In der letzten Folge von RuW (Nr. 5, 9+10/93,) druckte ich den Unvereinbarkeitsbeschluß der unter der Führung des Herrn Dr. Frey stehenden »Deutschen Volksunion« (DVU) ab, so daß Sie sich, verehrte Leser von »Recht und Wahrheit", ein Bild davon machen konnten, welche Vorstellung von nationaler Einheit und Eintracht einem "rechten Parteiführer« vorschwebt. Wie schon gesagt, bei Schönhuber kommt's noch dicker. Er lieferte der FAZ vom 20.8.1993, S. 3, eine Spaltenüberschrift mit dem Wortlaut:

»Rechtsextreme Parteien verbieten«

»Fin. München, 19. August. Der Vorsitzende der Republikaner, Schönhuber, hat ein Verbot extremistischer Gruppierungen gefordert. Zu diesen zählt er die Nationale Liste, die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei und die Deutsche Liga. Schönhuber sagte in Manchen, durch die Heß-Demonstration fühle er sich in seiner schon oft bekundeten Abneigung gegen den Rechtsextremismus bestärkt. Nie werde er mit rechts- oder linksextremistischen Organisationen zusammenarbeiten. Schönbuber kritisierte die durch Veröffentlichungen "gesteuerte Sprachverwirrung", die dazu geführt habe, daß zwischen den Begriffen radikal, extrem und extremistisch nicht mehr säuberlich unterschieden werde...«

Was geht aus dieser Meldung hervor? Sie besagt zum einen - und das scheint mir das wichtigste zu sein - daß Schönhuber k e i n »Rechter« ist. Sie besagt zum anderen auch, daß Schönhuber gern ein »Rechter« sein möchte. In seinen Abgrenzungsbemühungen übersieht er, daß nicht nur er es ablehnt mit »rechtsextremistischen Organisationen« zusammenzuarbeiten - wir parteilosen Vaterländischen lehnen es schon seit langem ab, mit einem Mann wie Franz Schönhuber in einem Atemzug genannt zu werden.

Und dies noch zum Begriff »Extremismus«: Von uns Parteilosen fällt keiner auf die »gesteuerte Sprachverwirrung« der Medien herein. Jeder überzeugte Christ, der sich rückhaltlos zu Jesus Christus als seinem Erlöser bekennt, ist weltanschaulich gesehen ein »Radikaler.« Jedes linientreue Mitglied einer politischen Partei (dies gilt nicht nur für die Bonn-Parteigänger), jeder auf die Richtlinien seiner Partei eingeschworene Abgeordnete, jeder eidgetreue Soldat, jeder Polizeibeamte, jeder Richter wäre demnach ein "Radikaler«, weil nämlich jeder für sich mit radikalen (unter Anwendung sämtlicher) Mittel(n), die ihnen an Hand gegeben sind, die Durchsetzung vorgegebener Richtlinien, Ziele und Gesetze durchzusetzen bestrebt ist - ja, durchsetzen m u ß. Nur dann - so nach heutiger Definition des Eigenschaftswortes »extremistisch« -, wenn »Entführung und Erpressung«, »Bomben, Feuer und Granaten« zur Durchsetzung bestimmter Zielvorstellungen eingesetzt werden, spricht man von extremistischen Handlungen. Die von den Herren Dr. Frey und Franz Schönhuber aufgezählten Parteien (und Personen) haben sich zu keiner Zeit extremistischer Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele bedient. Das sei an dieser Stelle ganz deutlich von mir gesagt.

Wenn dennoch von Ausspähung beider Parteien - der DVU und den REPUBUKANERN - durch den BND immer wieder gesprochen wird, dann wendet sich diese nachrichtendienstlich angewendete Ausspähmethode nicht unbedingt gegen die Parteiführer selbst, sondern dann dient sie hauptsächlich zur Denunziation ihrer an der Basis kämpfenden Idealisten. Gemeint sind jene von aufrichtiger Vaterlandsliebe geleiteten, mutig ihre Arbeit in Kreisverbänden und Ortsgruppen verrichtenden Parteigenossen, die, wenn sie der Frust überkommt, manchmal aussprechen, was ihrer Ansicht nach zur Wiedergesundung Deutschlands getan werden müßte. Und natürlich geben sie hierin auch ihre Zweifel hinsichtlich der politischen Redlichkeit ihrer Parteioberen kund. Daß die Vorstellungen der Parteibasis nicht mit denen der Parteioberen in jedem Punkte Übereinstimmt, wird dann jedem klar. Doch was nützt alles Murren, wenn die Anhänger dieser »Rechtsparteien« genau sowenig »Zivilcourage« aufbringen, um ihren Parteioberen die Rote Karte zu zeigen, wie die zahlreichen Parteigänger von Kanzler Kohl und Konsorten. Dabei geht es bei letzteren um sehr viel mehr: nämlich um den Erhalt von gutbezahlten Pöstchen und Posten.

Doch denken Sie einmal darüber nach, verehrte Leser von »Recht und Wahrheit«, was den Herren Frey und Schönhuber an echten Parteigängern übrig bliebe, wenn die wahren Patrioten aus Enttäuschung über die Verhaltensweisen ihrer Parteioberen freiwillig die Partei verließen oder, durch parteiinterne Beschlußfassungen, ihrer Mitgliedschaft enthoben würden. Zurück bliebe ein dürres Gerüst, das jene bilden, das beide Parteiführer (wie auch andere Parteiführer) wirklich trägt: Opportunisten der verschiedensten Schattierungen und sonstige Mitläufer aus den unterschiedlichsten Beweggründen.

Geschätzter Leser, wenn Sie mir bis hierhin gefolgt sind und mir möglicherweise zustimmen, dann wird Ihnen auch verständlich, warum ich von einem Wahlurnengang zu Gunsten dieser sogenannten Rechtsparteien abrate (für die sogenannten »Etablierten« versteht sich das von selbst): Die Parteibasis - sprich das »Volk - hat in ihnen nichts zu sagen! Nicht der Wille einer nach Tausenden zählenden Mitgliederschar zählt, sondern die geheimgehaltene (unausgesprochene) Zielvorstellung eines Parteiführers, der seine geheimen Abhängigkeiten von den ihn lenkenden überstaatlichen Mächten der Eine-Welt natürlich nicht offen bekannt gibt.

Darum merke: Alle heutigen Parteien - sie mögen heißen wie sie wollen - sind Bausteine der Eine-Welt. Wer wählt, wer einer der zugelassenen (zugelassen: eigentlich sagt dieses Wort doch alles!) Parteien seine Stimme gibt, bindet unser ohnehin schon versklavtes Vaterland noch enger, noch unlösbarer in die Eine-Welt-Unfreiheit.

Jede Partei ist - für sich gesehen - quasi ein Mini-Modell von Volk und Staat. Erinnern Sie sich an die einstige NSDAP? Bereits in der NSDAP spiegelten sich die Umrisse des kommenden Staates wieder, der, anfangs noch Parteistaat, leider in seiner Entwicklung zum idealen Volksstaat hin von einem verbrecherisch gegen ihn angezettelte Krieg überrollt und in seiner Vollendung verhindert wurde.

Wenn nun heutzutage einer neu gegründeten Partei der Zulassungssegen erteilt wurde, dann hat das vier wesentliche Gründe. Für jeden dieser vier Gründe gilt: Immer ist Auftreten und Erscheinen einer neuen Partei vom System taktisch erwünscht:

  1. Es geht um die Stimmenzersplitterung einer feindlichen politischen Gegenkraft.
  2. Die neue Partei soll in (kalkulierbarer) Zukunft eine abgenützte etablierte Partei ersetzen.
  3. Die neue Partei soll (eines Tages) einen »abgenützten« Koalitionspartner ersetzen.
  4. Sie soll neue »demokratische« Mehrheiten erzeugen, um überholte Strategien durch neue (möglichst mit Hilfe neuer, noch unverbrauchter Parteigänger) abzulösen.

Sobald eine neue Partei ihre Zulassung erhält, darf man davon ausgehen, daß sie sich gegenüber dem System wohlgefällig zeigt und daß dieses Wohlverhalten damit belohnt wird, ihr (vorläufiges) Weiterbestehen gnädigst zu dulden.

Einige wenige kritische Briefschreiber, die mich auf den Abdruck meiner Rede "Concordia domi -foris pax« anläßlich unseres diesjährigen Lesertreffens und dem hier in entwickelten Gedanken angesprochen haben, sind ausnahmslos nicht auf meinen (dieses Thema) weiterführenden Artikel »Unsere "Partei" heißt Deutschland (von einer Ausnahme ausgenommen) eingegangen. Diese Artikelüberschrift, die ich auch zum Motto unserer diesjährigen Herbsttagung ausgewählt hatte, ist ein Ausspruch, den unser unvergeßlicher Kriegsheld, einer der Größten in der Geschichte tapferen Soldatentums überhaupt: Fliegeroberst Hans-Ulrich RUDEL prägte. Ich werde seinen Ausspruch, den auch ich mir zur Sichtbarmachung meines Anliegens zu eigen gemacht habe, das auch anders lauten könnte: Ich kenne keine Parteien, nur Deutsche -, weiterhin da anwenden, wo dies' mir angebracht erscheint.

Die Frage, die alle Briefeschreiber bewegt - ja, uns alle Vaterländischen insgesamt angeht! - ist doch die: Wie soll o h n e unsere Wahlbeteiligung, das heißt ohne einer "rechten Partei« die Chance zu einem Einzug in die Parlamente erschlossen zu haben, eine Wende herbeigeführt werden? Gegenfrage: In welche Parlamente? Oder besser gefragt: In wessen Parlamente? Auch sollte sich hieran sofort die tiefergehende Frage anschließen: Wer steuert denn die Parlamente? Wer hat sie eingerichtet? Sind die Parlamente nicht Abbild und gleichsam Symbol alliierten Siegerwillens und Instrumente zur Demokratisierung des deutschen Volkes? Ist denn der Parlamentarismus plötzlich kein antigermanisches Übel mehr? Glauben manche meiner geschätzten RuW-Leser tatsächlich, die Systemeigner ließen ihre "Spielhallen« von Systemgegnern besetzen? Wer in bundesdeutsche Parlamente einziehen darf und wer nicht, bestimmt das System. Und die Partei, die einziehen darf, ist systemgeduldet!

Wer das nicht einsehen kann oder will und weiterhin zum Wahlurnengang aufruft und Parteien empfiehlt, verhält sich genau so, wie das System es möchte. Ich darf daran erinnern, daß ich nicht erst in der letzten Folge von "Recht und Wahrheit" davon gesprochen habe, daß mit Parteien - mit dem Gang zur Wahlurne und einem "Kreuzl« auf dem Wahlzettel! - nichts geht. Das habe ich in mehreren meiner Aufsätze schon vor Jahren ausführlich dargelegt. Ich fasse deshalb das in diesem Aufsatz und in anderen Artikeln bereits Gesagte noch einmal kurz zusammen:

Wir sind "kämpfende Nichtwähler«, wie es General Erich LUDENDORFF einmal treffend ausdrückte. Nein, wir legen nicht die Hände in den Schoß und sind Nur-Zuschauer, wenn Deutsche zur Wahl schreiten, um den »Überstaatlichen« als Stimmvieh für ihre geheimen hinter verschlossenen Türen (siehe BILDERBERGER) ausgebrüteten Zielbestrebungen zu dienen - im Gegenteil, wir sind beispielgebende Vorbilder für die Strategie einer »sanften« Befreiung aus der Versklavung überstaatlicher Mächte. Wir klären auf, machen bewußt, regen zum Nachdenken an.

In dieser Zeit, da alle Völker dieser Erde in den Klauen von »überstaatlichen Mächtigen« sind, müssen Einsicht und Erkenntnis über deren beispiellose Versklavungspolitik in allen Völkern geweckt werden. Das System ad absurdum zu führen, ist eine Möglichkeit. Die Gewerkschaften zeigen seit Jahren, (wenngleich als wohlplazierter Flötenton auf der Rattenfängerflöte der Überstaatlichen = Freimaurerei, Judentum-Zionismus, Romkirche und Wallstreet-Bankiers) wie über durchdachte Mitmachverweigerung bestimmte Forderungen durchgesetzt werden können. Dr.Dr. Helmut GRIMM, ein von mir hochgeschätzter Vordenker dieses vorzüglichen Kampfmittels, das ich »Staatsverweigerungspolitik« nennen möchte, hat dies durch seinen Steuer. Boykott-Vorschlag präzise dargelegt (siehe hierzu seine Broschüre »Der Staatssumpf der Bundesrepublik - Steuer-Boykott«, erschienen in der KRITIK-Reihe Nr. 79/93 im NORDWIND-VERLAG, (Thies CHRISTOPHERSEN) Kollund).

Wehrdienstverweigerung wäre ebenfalls und nicht nur nachrangig als Kampfinstrument zu nennen. Ich kann es mir ersparen, weitere Möglichkeiten von »Staatsverweigerung« aufzuzählen, da es zu dieser Thematik viele Beispiele gibt: Schulgangverweigerung für die Einzuschulenden unter anderem, Geburtenerhöhung usw. usw. usw...

Viele »Staatsverweigerungsgründe« fussen auf legaler Grundlage.

Verehrte Leser, liebe Freunde, das System, das bereits in seinem Innern von Fäulnis befallen ist, kann nur durch einen Volkssturm, durch eine allen Dreck hinwegspülende Volksbewegung beseitigt werden. Vielleicht ist die Zeit hierfür noch nicht reif. Versäumnisse in der Volksaufklärung in den Jahren zuvor - von den Parteien selber unterbunden! -, können von »Recht und Wahrheit«, einer Zweimonatsschrift mit bescheidener Auflagezahl, nicht plötzlich und mit durchschlagendem Erfolg ins Gegenteil verkehrt werden. Als Schreiber dieses Aufsatzes bin ich mir auch bewußt, daß ich die sogenannte »breite Masse« nicht erreiche. Aber die habe ich ohnehin nie erreichen wollen, sondern lediglich einen Kreis von Selbstdenkenden und nachdenklichen Unbelügbaren, die wie ich es auf sich nehmen, den steinig-mühseligen Weg der Volksaufklärung zu beschreiten.

Es gilt, den in unserem Lande dünn gesäten Erkenntnissuchern den Aufstieg zur Fährte geschichtlicher Wahrheit die Richtung zu weisen.

Die »Revolution« von morgen beginnt in der Herzen und Hirnen von wenigen Überzeugsträgern der völkischen Idee. Sie sind es, die der Masse den Weg weisen müssen aus Not und Verderbnis. Die Masse wird sich willig führen lassen, wenn sie von der Redlichkeit idealen Wollens und Strebens ihrer Führer überzeugt ist. Die »Revolution« des Morgen geht von einer Elite kühner Geister und edler Charaktere aus. Sie stellen die kommenden Vorbilder eines Zeitalters, in dem anstelle der überholten mechano-zentrischen Idee des Materialismus die biozentrische Idee von der Achtung vor allem Lebendigen auf diesem Stern vorherrscht.

Wir können wir ohne politische Wissensvermittlung siegreich sein? Wenn es uns nicht gelingt, Überzeugungstreue von der Richtigkeit unseres Strebens und Wollens in den Herzen und Hirnen unserer Führerschaft (und in bestimmten Schichten unseres Volkes) zu erwecken, dann gewinnen wir fürs erste wohl opportunistische Mithelfer, aber keinen wirklichen von unserer Sache Überzeugten Freiheitskämpfer. Bevor der Entscheidungskampf auf der Strafe stattfindet, muß ein entscheidender Wissenssieg über Lüge und Fremdbeeinflussung in uns selber erfochten werden: Fort mit den Parteien!

Die Aufgabe der DDF ist es - das geistige Rüstzeug für diesen unseren Freiheitskampf zu schmieden!

Ich hoffe, daß ich Ihnen, meine treuen Leser, auch im kommenden Jahr die Ansichten und Meinungen eines parteilosen Deutschen nahebringen kann - sofern mir dies gestattet sein wird. Doch letzteres hängt nicht von mir ab. Auch wenn ich darauf baue, daß in dieser Demokratie Meinungs- und Pressefreiheit besteht, so bleibt dennoch Tag für Tag die bange Frag2e: Wie lange noch...?

Ich danke Ihnen für Ihre mir bisher erwiesene Lesertreue!

Es lebe Deutschland!


Quelle: Recht und Wahrheit, Folge 11+12/1993, S. 16ff.

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