Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 3/2001



Brasilianer brauchen jüdische Umerziehung

Laut einer im Juni 2001 durchgeführten Umfrage des American Jewish Committee (AJC) hat ein Drittel aller Brasilianer keinerlei Ahnung vom Holocaust und 11% halten es gar für möglich, daß der Holocaust niemals stattfand. Dies nimmt nun das AJC zum Anlaß, ein massives Holocaust-"Aufklärungsprogramm" an Brasiliens Schulen zu fordern. Seit 1992 hat der AJC ähnliche Umfragen in den USA, in England, Frankreich, Deutschland, Österreich, Polen Rußland, Schweden, Argentinien, Australien, in der Tschechei, Slowakei und der Schweiz durchgeführt. (http://www.ajc.org/press/default.htm?show.asp?ID=239, 26.6.01) Die Zielrichtung ist klar: "Holocaust"-Gehirnwäsche für alle Kinder dieser Welt.

Die Herren von Hollywood

The Believer sollte die wahre Geschichte eines amerikanischen Juden erzählen, der ein Führer in der "Neonazi"-Szene wird. Bevor Paramount den Film jedoch freigab, frug es Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Zentrum um dessen Meinung. Und da das SWC sein Veto einlegte, wurde der Film schlicht aus dem Programm genommen. So einfach ist das. (Inside Magazine, 26.3.01)

Jagd auf Ersatz-Iwan-der-Schreckliche

Bernie Farber, Kopf des Canadian Jewish Congress, berichtete jüngst über den "erfolgreichen" Abschluß der Hexenjagd seiner Glaubensgenossen auf Wasyl Odynsky. Am 2.3.01 erkannte Kanadas höchstes Gericht seine Staatsbürgerschaft ab, weil er bei seiner Einreise angeblich über seine Tätigkeit während des Krieges geschwiegen bzw. gelogen habe. Wie schon John Demjanjuk, so wird auch Odynsky vorgeworfen, im polnischen Arbeitslager Trawniki als Wache eingesetzt gewesen zu sein. Farber bedauert, daß viele Kanadier nach wie vor die Einstellung haben, man solle die Veteranen unbehelligt lassen, wenn ihnen keine Schuld nachgewiesen werden könne. Für diesen Hexenjäger reicht zur Verurteilung schon die pure Mitgliedschaft in einer Organisation aus, die pauschal als kriminell eingestuft. (Sunday Opinion, 29.4. 01)

US-Bürger nach Litauen abgeschoben

Nach einem 4-jährigen Kampf ist der inzwischen 81-jährige Juozas Naujalis nun aus den USA nach

Litauen ausgewiesen worden wegen seiner Mitgliedschaft in einer Einheit, die angeblich an den behaupteten Massenerschießungen von Juden durch die Einsatzgruppen in Litauen im Zweiten Weltkrieg beteiligt gewesen sei. Litauen hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen Naujalis, der eine Täterschaft bestreitet, eröffnet. Bisher sind aber noch keine Beweise für ein Verbrechen gefunden worden. (AP, 29.3.01; vgl. VffG 4/97, S. 291)

Deutsches Brief- und Fernmeldegeheimnis aufgehoben

Dank der herrschenden Hysterie gegen rechts wurde nun das Brief- und Fernmeldegeheimnis praktisch außer Kraft gesetzt: Seit April 2001 kann die Polizei jede Einzelperson abhören und deren Post öffnen, wenn nur der Verdacht auf Volksverhetzung besteht. Und ein Verdacht läßt sich bekanntlich immer konstruieren. (Tagesspiegel, 19.4.01)

Unmenschliches Vorgehen gegen Andreas Röhler

Am 9. August 2001 hat es erneut eine Hausdurchsuchung sowohl in der Privatwohnung des Verlegers und Herausgebers Andreas Röhler als auch in den Verlagsräumlichkeiten der Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik Sleipnir (www.freespeech.org/sleipnir) gegeben. Dabei sind wieder sämtliche privaten und gewerblichen Rechner beschlagnahmt worden. Begründet wurde die polizeiliche Aktion mit dem Abdruck des Textes »Ausrufung des Aufstandes der Anständigen« der Autoren Horst Mahler, Reinhold Oberlercher und Uwe Meenen in Heft 32 von Sleipnir. Im besagten Artikel fordern die Autoren »das Verbot aller vom jüdischen Volksgeist beeinflußten Vereinigungen und Einrichtungen, weil sie Völkervertreibungen und Völkermorde unterstützen«. Zwar hatte A. Röhler diese Aussagen massiv kritisiert, was den Staatsschutz jedoch nicht darin hinderte, die Menschenrechte in Deutschland wieder einmal mit Füßen zu treten.

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H.-J. Witzsch zu 3 Monaten ohne Bewährung verurteilt

Weil er einen privaten Brief an Prof. Michael Wolffsohn schrieb, in dem er auf sachliche Weise wohlbegründete dissidente Ansichten zur Judenverfolgung im Dritten Reich vortrug, wurde Hans-Jürgen Witzsch vom Amtsgericht Fürth zu drei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Dem gymnasialen Geschichtslehrer Witzsch war wegen ähnlicher verbotener wissenschaftlicher Äußerungen bereits ein Berufsverbot sowie vom gleichen Gericht in zwei anderen Fällen eine Geldstrafe bzw. Freiheitsstrafe auf Bewährung auferlegt worden. (Vgl. VffG 4/97, S. 300; 3/00, S. 459)

Strafverfahren in Absurdistan

- Gegen Wolf Rüdiger Hess eröffnete die Staatsanwaltschaft München ein Strafverfahren und ordnete eine Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von Beweismittel an wegen des Betreibens seiner Rudolf-Hess-Website www.rudolfhess.org. Strafbar sei das Zeigen eines Bildes von Adolf Hitler sowie einige Einträge in ein Gästebuch durch Besucher der Seite.

- Gegen Oliver G. Raninger ordnete die StA Stuttgart eine Hausdurchsuchung an, weil er den gegen Frank Rennicke ermittelnden Staatsanwalt Mertig gegen Mitternacht und am Morgen des 18. bzw. 19.1.01 erfolglos anzurufen versucht habe. Dies erfülle angeblich den Tatbestand der Nötigung und versuchten Körperverletzung.

- Gegen Denis P. Doyle ordnete die StA Stuttgart die Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung von Werbeaufklebern und Flugblättern für die Website www.vho.org an, weil diese Werbung den Tatbestand der Volksverhetzung erfülle.

- Gegen eine Tiroler Jugendgruppe aus dem Raum Kufstein wird wegen "NS-Wiederbetätigung" ermittelt, weil diese rechte Musik gehört hatte.

Konservative gemeinnützige Vereine im Fadenkreuz

Im Zuge der Anti-Rechts-Hysterie werden nun sogar konservative gemeinnützige Vereine wie etwas der Cannstädter Kreis, die Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung oder die Wissenschaftliche Stiftung für Deutschland in den Medien als "rechtsextrem" gebrandmarkt und die Aufhebung der Gemeinnützigkeit gefordert (Langener Zeitung, 4.4.01).

Kritik an Menschenhatz auf Pfeifenberger verboten

Karl Pfeifer, publizistischer Haupteinheizer der Menschenjagd auf Prof. W. Pfeifenberger (vgl. VffG 2/00, S. 127-130), hat in einer Klage gegen die konservative österreichische Zeitung Zur Zeit erstinstanzlich erreicht, eine Entschädigung von 50.000 ÖS (ca. DM 7.000) zu erhalten. Verboten sei danach die Aussage, Pfeifer habe jene »Menschenjagd eröffnet, die in der Folge bis zum Tod des Gehetzten gehen sollte«. Dies sei, so das Wiener Landgericht, üble Nachrede. Konservative und nationale Menschen müssen sich in Deutschland und Österreich also nicht nur in den Tod hetzen lassen, sondern es ist ihnen und ihren Freunden nun auch noch verboten, die Schreibtischtäter beim Namen zu nennen.

Alltag im Angelsachsenland: Sachsenhaß

Ein herzlicher Empfang wurde einer deutschen Schulgruppe gewährt, als sie in Cornwall, Südwest-England, ankam: Kinder, die von ihren Eltern aufgehetzt worden waren, bewarfen sie mit Steinen und Wasserbomben und beleidigten sie mit wüsten "Nazi"-Beschimpfungen. Dies war nur der Beginn einer ganzen Reihe rassistischer Vorfälle, während derer sie in Discos und Restaurants als Deutsche Hunde und Nazis verunglimpft wurden, wie der deutsche Lehrer in britischen Rundfunk ausführte. Henrika Heyers, eine der deutschen Schülerinnen, sagte:

»Sie gaben schlicht ihrem Haß nach. Kinder im Alter von gerade mal sechs oder sieben Jahren riefen "Kämpft, kämpft"! Wir waren tief schockiert.« (The Times, 7.6.2000)

55 Jahre rassistischer antideutscher Propaganda zeigen ihre Wirkung überall auf der Welt.

R. Faurisson von der Schweiz zu Gefängnis verurteilt

In Abwesenheit und sogar ohne von dem Strafverfahren informiert worden zu sein, wurde Prof. R. Faurisson im Juni durch den Untersuchungsrichter Michel Favre (Fribourg) zu einem Monat Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Faurisson hatte in einer Broschüre des Schweizer Vereins Vérité et Justice (Wahrheit und Gerechtigkeit) seine bekannte Aussage wiederholt:

»Die angeblichen Hitlerischen Gaskammern und der angebliche Völkermord an den Juden bilden ein und dieselbe historische Lüge, der einen gigantischen politischen und finanziellen Schwindel ermöglicht hat, dessen Hauptnutznießer der Staat Israel und der internationale Zionismus sind und dessen Hauptopfer das deutsche Volk - nicht aber dessen Anführer - sowie das gesamte palästinensische Volk sind.«

Trotz der nun seit zwei Jahrzehnten anhaltenden Verfolgung wurde Faurisson von französischen Gerichten bisher nie zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt.

In einem offenen Brief an den Untersuchungsrichter warf Faurisson dem Schweizer Richter und dem Schweizer Strafsystem unzivilisierte Strafverfolgungsmethoden vor und kündigte an, die gegen ihn verhängte Strafe freiwillig absitzen zu wollen, anstatt in einem Berufungs-Schauprozeß zu 12 oder gar 15 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt zu werden. Faurisson möchte während dieses einmonatigen Abenteuerurlaubs zunächst die Gefängniswärter und dann alle Gefangenen von der Richtigkeit seiner Thesen überzeugen.

Bisher hat Prof. Faurisson noch keinen Strafantrittsbescheid erhalten, da die Schweiz noch nicht einmal in der Lage zu sein scheint, den korrekten diplomatischen Weg für eine solche Ladung einzuhalten.

Prof. Israel Shahak verstorben

Im Alter von 68 Jahren, nach langem Kampf gegen seine Zuckerkrankheit, verstarb am 2.7.01 Israel Himmelstaub, Israels bekanntester und mutigster Menschenrechtsaktivist. Er fand seine letzte Ruhestädte auf dem Giv'at Shaul Friedhof in Jerusalem. Himmelstaub wurde 1933 in Warschau als Sohn orthodoxer Zionisten geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Warschauer Ghetto, von wo er 1943 ins Lager Bergen-Belsen deportiert wurde. Nach seiner Befreiung im April 1945 wanderte er zusammen mit seiner Mutter nach Israel aus, wo sie den Namen Shahak annahmen. 1961 erhielt Shahak einen Doktortitel in organischer Chemie von der hebräischen Universität in Jerusalem, wo er wenig später zum Dozenten und schließlich zum Professor für Organische Chemie avancierte. Er galt als der meist bewundertste Professor an seiner Fakultät.

In Israel erlangt Shahak eine gewisse Bekanntheit, seit er sich ab 1968 im Rat gegen Hauszerstörung gegen die israelische Besetzung palästinensischen Landes engagierte. Seit den Mitsiebzigern bis zu ihrer Auflösung 1990 war Shahak Vorsitzender der Menschenrechtsliga Israels.

Weltweite Berühmtheit gewann Professor Shahak durch seine massive und äußerst fundierte Kritik am jüdischen Fundamentalismus sowie an den Exzessen des talmudischen und Schulchan Aruch Judentums, was ihm die Bewunderung von Menschenrechtsaktivisten und den Haß der zionistischen und orthodoxen Juden einbrachte.

Mit dem Tod Shahaks verliert auch der Revisionismus einen stillen Unterstützer.

Ein Wunder, ein Wunder!

Joseph Wajsblat (72) war in Auschwitz und hat nun sein unvermeidliches Buch geschrieben Le témoin imprévu (Unerwarteter Zeuge, erschienen bei Florent Massot). Darin berichtet er, wie er am 15.10.1944 aus dem Ghetto in Litzmannstadt (Lódz) nach Auschwitz deportiert wurde. Er fand sich dort angeblich im Krema IV in der dortigen Gaskammer wieder. Ein Überleben war unmöglich, doch dann:

»Plötzlich bemerkte ich einen Lichtstrahl: Die Tür war gerade wieder geöffnet worden. Lauter als all das Klagen und Jammern hörten wir eine Stimme: "Raus!".«

Der Befehl kam von Mengele, dem Obermediziner des Lagers. Was damals geschah, daran kann sich Wajsblat nicht mehr erinnern. (Le Point, 16.3.01, S. 22) Aber daß er in einer Gaskammer war, das weiß er heute natürlich. Klar, ist ja auch offenkundig.

Irans Ayatollah als Revisionist

Irans oberster religiöser Führer, Ayatollah Ali Khamenei, meinte am 24.4 2001 während einer Konferenz zur Unterstützung der Intifada in Palästina, die Zionisten hätten den Holocaust übertrieben, um damit ihre Verbrechen an den Palästinensern zu rechtfertigen und um durch die Schaffung des rassistischen Israel die islamische Welt zu spalten. Das US-Außenministerium verurteilte diese Aussagen als »empörend und bedauerlich.« (Jerusalem Post, 25.4.01)

Künstlerwerkstatt im KZ Neuengamme

In der Künstlerwerkstatt des KZ Neuengamme wurde den künstlerisch begabten Gefangenen des Lagers eine angemessene Betätigung ermöglicht. In der Künstlerwerkstatt wurden Zeichnungen, Malereien und Skulpturen kreiert, darunter auch Auftragsarbeiten für die SS. Das hier abgebildete Foto dieses sonnendurchfluteten Studios befindet sich heute im Museum Neuengamme.

Arte-Bericht über Rotkreuz-Inspektionen von KZs

In einem Interview mit einem Schweizer Offizier, der während des Zweiten Weltkriegs als Mitglied der Rotkreuzkommission mit Erlaubnis der Reichsregierung gegen Kriegsende (1943-44) einige Konzentrationslager besichtigen konnte, wurden den Zuschauern erstaunliche Dinge offenbart. Unter dem Titel »Ein Lebender geht vorbei«, versuchte der Arte-Journalist, von dem Schweizer Offizier Bestätigungen der üblichen Klischees zu bekommen, biß damit jedoch auf Granit. Der Offizier meint offenherzig, er habe während seines Besuches in Auschwitz weder rauchende Kamine gesehen noch brennendes Fleisch gerochen oder Gaskammern zu Gesicht bekommen. Er gab lediglich an, nach dem Krieg von derartigen Greueln gehört zu haben, nicht jedoch während seiner Besuche zur Kriegszeit. Vom Ghetto Theresienstadt habe er einen sehr angenehmen Eindruck gehabt, wo offenbar reiche Israelis wie die Rothschilds und Weiss' den Krieg mit allem Komfort aussaßen. Auf den Einwand des Journalisten, die Menschen hätten doch aber gehungert, meinte er, sie hätten wohlernährt und gesunde und recht gut gekleidet ausgesehen. Auf den Einwand, daß die Kinder in den Lagern ermordet wurden, meinte der Schweizer, daß dies nicht geschehen sei, als er dort war. Die Kinder dort hätten glücklich ausgesehen, und es habe Hunderte davon gegeben. Auf den Einwand des Journalisten, die Deutschen hätten die Häftlinge gezwungen, sich während der Rotkreuzbesuche derart zu verhalten, meinte der Schweizer Veteran, wie es wohl sein könne, daß die Deutschen eine ganze Stadt mit Tausenden von Menschen ausschließlich aus Anlaß ihres Besuches zwingen könnten, reich und glücklich auszusehen? Auf die Frage, ob er mit den Häftlingen gesprochen habe, erwiderte der Schweizer, er habe dies gewollt, aber die Häftlinge seien so reich und überheblich gewesen, daß sie sich geweigert hätten, mit den Rotkreuzlern zu reden. Auf den Einwand des Journalisten, die Häftlinge wären erschossen worden, wenn sie den Rotkreuzlern versucht hätten, etwas zu sagen, meinte der Schweizer Veteran, sie seien damals von niemandem begleitet worden und hätten überall hingehen und alles machen können, was sie wollten. Auch hätten sie nach Belieben Fotos schießen können. Aber die Bewohner dort hätten nichts mit ihnen zu tun haben wollen und hätten sie einfach ignoriert. (Arte, 11.4.01 & 1.5.01)

Schotten suchten deutsche Hilfe für Unabhängigkeit

Jüngst öffentlich zugänglich gemachten britischen Dokumenten zufolge suchten schottische Nationalisten während des Zweiten Weltkrieges Kontakt zur deutschen Reichsregierung, um im Falle einer erfolgreichen Besetzung Englands durch die Wehrmacht die Unabhängigkeit Schottlands auszurufen. Da die Reichsregierung jedoch offenbar nie ernsthaft eine Invasion in England anstrebte, wurde diesen schottischen Annäherungsversuchen keine Beachtung geschenkt. (dpa, 9.5.01)

USA sperrten Italiener in KZs ein

Zwecks Berichterstattung für den US-Kongreß sammelt das US-Justizministerium zur Zeit Informationen über 600.000 US-Amerikaner italienischer Abstammung, die während des Zweiten Weltkrieges verhaftet und in KZs interniert waren oder anderweitige Beschränkungen ihrer Freiheit in Kauf nehmen mußten, wie etwa willkürliche Hausdurchsuchungen, Enteignungen, Ausgeh-, Aufenthalts- sowie Berufsverbote. Eine Entschädigung dieser Italiener ist bisher nicht vorgesehen. (Reuters, 27.3.01)

Henry Kissinger im Streit mit Christopher Hitchins

Weil der bekannte und zugleich kontroverse US-Schriftsteller Christopher Hitchens forderte, Henry Kissinger solle wegen seiner Verantwortlichkeit für die massenmordenden Flächenbombardements in Laos und Kambodschia vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt werden, konterte Kissinger, Hitchens sei ja nicht für voll zu nehmen, da er u.a. ein Holocaust-Leugner sei. Hitchens hat sich in der Tat wiederholt für die Redefreiheit der Revisionisten eingesetzt und zuletzt bei der Rezension eines Buches über das Londoner Irving-Verfahren in der Los Angeles Times Argumente angeführt, mit denen die Revisionisten recht hätten (keine Gaskammern in "Altreich", keine Seife aus Judenleichen, Rudolf Höß' Geständnis wurde durch Folter erzwungen, Widersprüche zwischen Zeugenaussagen und den Erkenntnissen der Historiker bedeuten, daß die "Augenzeugen"-Aussagen falsch sind). Hitchens drohte Kissinger mit einer Verleumdungsklage und wies darauf hin, daß er und seine Frau Juden seien (was auch immer das beweisen soll). (New York Post, 21.6.01)

USA verweigern Libanon finanzielle Unterstützung

Weil die libanesische Regierung im wesentlichen vom revisionistisch geprägten Syrien kontrolliert sei, hat die US-Regierung nun ihre ursprünglich anvisierte Finanzhilfe von 20 Mio. Dollar verweigert. (Jerusalem Post, 27.4.01) Wie war das doch gleich? Im März/April 2001 verbot der Libanon die revisionistische Konferenz in Beirut, weil die USA damit drohten, ihre versprochenen $20 Mio. nicht zu zahlen. Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter...

Angriff auf USS Liberty in der Diskussion

Nach 34 Jahren des Schweigens hat nun die New York Times das Schweigen über den israelischen Überfall auf das US-Kriegsschiff Liberty im Jahre 1967 gebrochen. Anlaß dazu ist James Bamfords neues Buch Body of Secrets, das eine Fülle von Beweisen dafür liefert, wie und warum die Israelis 1967 verhindern wollten, daß die USA mit ihrem Spionageschiff herausfinden, wie Israel einen Angriffskrieg gegen die arabischen Länder plante. (New York Times, 23.4.2001)

Israels Botschafter in Dänemark vor Gericht?

Tue Magnussen, Projektkoordinator des Rehabilitierungszentrums für Folteropfer (RCT), forderte, der dänische Staat solle eine Strafverfolgung des künftigen israelischen Botschafters Carmi Gillon durchführen. Magnussen zufolge ist die UN-Konvention gegen Folterung so eindeutig, daß Dänemark praktisch verpflichtet sei, Gillon wegen seiner eigenen Eingeständnisse strafrechtlich zu verfolgen. Magnussen steht nicht alleine mit seiner Auffassung. Professor Bent Sørensen, ehemaliger Vizepräsident im UN-Komitee gegen Folter, äußerte gegenüber Berlingske Tidende, Carmi müsse wegen seiner Taten als ehemaliger Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Shin Beth (früherer Name des Shaback, des israelischen FBI) strafverfolgt werden.

Gillon hatte in einem Buch sowie in Zeitungsartikeln eingestanden, daß verhaftete Palästinenser bei Verhören Folterungen ausgesetzt werden und daß er selbst in ca. 100 Fällen den Befehl zur Folter gegeben hat.


Stand: 1.9.2001


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