Pseudohumanistische Heuchler

Von Herbert Verbeke

Offenbar ist die Verwendung des Sternenrundes im Briefkopf von Vrij Historisch Onderzoek nicht nur einigen unserer Bezieher negativ aufgestoßen, die dieses Zeichen für ein Symbol verwerflicher freimaurerischer Verschwörungen halten. Auch der Europarat hat offenbar etwas gegen diese Verwendung einzuwenden. In einem Schreiben vom 5.6.1997 teilte uns das Generalsekretariat des Europarates mit, daß wir umgehend auf die Verwendung des Sternenkreises zu verzichten hätten, da die Zielsetzungen unserer Stiftung denen des Europarates entgegengesetzt seien.

Als Begründung dafür führte das Sekretariat an:

»Wie sich besonders aus der von den Staatschefs und der Regierung des Europarates am 9. Oktober 1993 in Wien angenommenen Erklärung ergibt, ist der Kampf gegen jede Form des Rassismus', Fremdenhasses, Antisemitismus' und der Intoleranz eines der Ziele des Europarates.

Die Stiftung unterstützt revisionistische Thesen, die die systematische Vernichtung der Juden durch die Nazis während des Zweiten Weltkrieges bestreiten. [...] Weiterhin schreckt die Stiftung auch nicht davor zurück, ein Buch zu vertreiben (Gauss, Grundlagen zur Zeitgeschichte), das wegen Aufstachelung zum Haß von einem Gericht der Bundesrepublik Deutschland in erster Instanz eingezogen wurde.

Wenn die Stiftung behauptet, sie wolle nur die freie Meinungsäußerung unterstützen, so kann der Europarat dieses Argument nicht akzeptieren. Die Europäische Menschenrechtskommission hat mehrmals entschieden, daß sich die Europäische Menschenrechtskonvention nicht gegen die gegebenenfalls auch strafrechtliche Sanktionierung von Autoren revisionistischer Publikationen wende (vgl. besonders die Entscheidung im Beschwerdefall Nr. 25096/94 - Remer ./. Deutschland - vom 6. September 1995).«

Dem dürfen wir entgegenhalten:

Wir berufen uns nicht auf die Freiheit der Meinungsäußerung, sondern auf die Freiheit von Wissenschaft und Forschung.

Die Freiheit von Wissenschaft und Forschung schließt ein:

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Sollte der Europarat und die Europäische Menschenrechtskommission diesbezüglich anderer Meinung sein, so wäre festzustellen, daß dann beide Organe verfassungs- und menschenrechtswidrig sind und somit aufgelöst gehören.

Der Hinweis des Europarates auf den Fall der Grundlagen zur Zeitgeschichte ist interessant, ist er doch ein Hinweis dafür, daß die Europäische Menschenrechtskommission diesen bisher nur vor einem deutschen Amtsgericht behandelten Fall bereits zu kennen meint und schon in eine zwar falsche, aber bequeme Schublade gesteckt hat. Die pseudohumanistischen Heuchler in Straßburg und Brüssel, die vor laufenden Kameras von Menschenrechten schwafeln und im Ernstfall selbst zum Henkersbeil greifen, schrecken eben vor nichts zurück.

* * *

Und nun noch ein paar Worte in eigener Sache. Wie Sie bereits gemerkt haben, ist das Volumen unserer Zeitschrift beträchlich gewachsen, wodurch Ihnen allerdings keine Mehrkosten entstehen. Verursacht wurde dies vor allem durch das positive Echo, das unsere Zeitschrift im Kreise revisionistischer Autoren auf dem ganzen Globus fand. Ich hoffe, daß wir unsere Leser damit nicht überfordern.

Aufgrund mehrere Anfragen unserer Leser haben wir uns zudem entschieden, für unsere einkommensschwachen Kunden ein Vorzugsabonnement zur Verfügung zu stellen. Es kostet im Jahr DM 70,- statt DM 100,- und ist gegen Vorlage einer Ausweiskopie von Schülern, Studenten, Lehrlingen, Wehr- und Ersatzdienstleistenden, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern erhältlich. Auch Rentner und Pensionäre mit geringem Einkommen können diese From des Abos wählen.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 1(3) (1997), S. 133.
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