Die Affäre Papon-Jouffa-Faurisson

Von Association des anciens amateurs de récits de guerre et d'holocauste

In Frankreich läuft zur Zeit der Prozeß gegen Maurice Papon, dem vorgeworfen wird, er sei in Bordeaux als Generalsekretär der Präfektur des Distrikts Gironde im Zweiten Weltkrieg mitverantwortlich für die Inhaftierung von Juden im dortigen Konzentrationslager Mérignac und deren Deportation nach Drancy (bei Paris), von wo aus sie später nach Auschwitz verschickt wurden. Anläßlich einer Bemerkung, die Maurice Papon während eines Interviews gemacht hat, hat die französische Presse ihre bemerkenswerte Fähigkeit gezeigt, mißzuverstehen, Gerüchten anzuhängen, nicht zu überprüfen, was sie aufgeblasen »Information« nennt, kurz: sie offenbarte eine weiteres Mal ihre Natur, den Mächtigen zu Diensten zu sein. Papon warf Yves Jouffa, heute eine einflußreiche jüdische Persönlichkeit vor, bei der "Selektion" der Juden für die Deportationen nach Auschwitz beteiligt gewesen zu sein. Die Medien gingen dieser Behauptung nicht etwa nach, sondern fielen zuerst über Papon, kurze Zeit später dann aber über Prof. Faurisson her, der hierzu allerdings nichts anderes beigetragen hatte, als ein paar Fragen zu stellen (vgl. den nachstehenden Beitrag von Prof. Faurisson). Und natürlich blieben auch diejenigen nicht verschont, die sich erlaubt haben, Prof. Faurisson ein öffentliches Podium für seine Fragen zu bieten, nämlich die Internetseite der Vereinigung ehemaliger Liebhaber der Kriegs- und Holocaustberichte (Association des anciens amateurs de récits de guerre et d'holocauste)


Maurice Papon hat bedauert, daß Yves Jouffa nicht vor Gericht erscheinen kann, um über das Lager Drancy Zeugnis abzulegen, weil er selbst im Lager eingesessen habe. Seine Äußerungen über Maurice Papon haben für Erstaunen gesorgt, zumal Maître Jouffa als ein Mann der Linken bekannt ist (mit einer langen trotzkistischen Vergangenheit, die von der Presse gern vergessen wird), von dem man im Traum nicht gedacht hätte, daß er mit den Deutschen im Weltkrieg kollaboriert hat. Herr Jouffa hat die Vorwürfe Papons dementiert und protestiert. Er habe nichts weiter gemacht als an seine Stubenkameraden Brot zu verteilen. Hier kann nur einer Recht haben: Maurice Papon oder Maître Jouffa. Die Presse entschied sich uni sono, Jouffa ohne Beweise zu glauben, und zwar aus den gleichen Gründen, weshalb sie Papon seit Monaten vorverurteilt, ohne abzuwarten, ob das Gericht Beweise für seine Schuld feststellen kann, was der eigentliche Zweck des Verfahrens ist. Diese Parteilichkeit hat politische Gründe, die zwar kaschiert werden, aber deshalb nicht weniger verbreitet sind.

Die Presse bezichtigt Professor Faurisson der Urheberschaft für diesen Fall. Anlaß dazu war ein kurzer Text Faurissons vom 9. August 1997 des Titels »Maurice Papon et Yves Jouffa: deux poids, deux mesures?« (vgl. nächsten Beitrag), worin er die Anmerkungen M. Papons aufgriff, die dieser in einer Fernsehsendung im Januar 1997 gemacht hatte. Der Artikel wurde bisher nur im Internet verbreitet (http://www.vho.org/aaargh/fran/revu/TI97/TI970918.html).

Damals hatte M. Papon M. Jouffa nicht identifiziert. Professor Faurisson war derjenige, der die Arbeit der behäbigen Presseleute tat, deren Pflicht es eigentlich gewesen wäre, die Person, auf die Papon angespielt hatte, zu identifizieren. Es stellt daher die Wahrheit auf den Kopf, Prof. Faurisson als Urheber für etwas zu bezichtigen, was die Presse von Papon

Pressehetze gegen Robert Faurisson

selbst erhielt. In Sachen Jouffa hat Papon nur seine eigene Sache aufgegriffen. Faurisson hat dies nur kommentiert, wie dies auch die Presse macht, und er stellt anschließend einige Fragen (vgl. nächsten Beitrag). Bis heute hat sich kein einziger Journalist für die Fakten in diesem Fall interessiert. Keiner kann sagen, was genau Yves Jouffa in Drancy gemacht hat, weil man noch nicht einmal untersucht hat, was das hätte sein können. Deshalb bleibt bezüglich Y. Jouffa nur anzumerken, daß seine Befreiung aus dem Lager Drancy (im September 1942) möglicherweise erfolgt ist, weil seine Mutter »Wäschehändlerin« bei der UGIF (Union générale des Israélits de France) war, einer Organisation, die die jüdische Gemein·de während des Vichy-Regimes repräsentierte und führte. Oder er wurde den Informationen von Prof. Faurisson zufolge befreit, weil sein Vater der Schatzmeister von UGIF war. Das ist gar nicht gleichgültig, wie man sich denken kann. Wenn das wahr ist, so ist Maître Jouffa heute im Begriff, die Wahrheit zu verheimlichen.

Die Journalisten haben nichts davon überprüft und versammeln sich allesamt hinter den herrschenden Mächten.

Die Rolle von AAARGH

Bei dieser Gelegenheit haben mehrere Zeitungen zusätzlich zur falschen Zuweisung der Urheberschaft an Faurisson bewiesen, daß sie sehr genau verfolgen, was den Lesern im Internet angeboten wird. Dort haben sie nämlich den Text von R. Faurisson gefunden. Zugleich haben sie die Website von AAARGH äußerst abstoßend beschrieben, um ihre Leser davon abzuhalten, der Versuchung nachzugeben und mit eigenen Augen zu lesen. Daß man uns wie Antisemiten und Neonazis behandelt, legt die dahinter stehenden Interessen offen. Uns liegt wenig daran. Dieser Leichtsinn hört von selbst auf.

Einige Zeitungen (wie Le Canard enchaîné) meinten, die Seiten von AAARGH einem bekannten Autor zuschreiben zu können. Das ist freilich ein reines Gerücht. Wir wissen, daß kein einziger Journalist auch nur versucht hat, die Wahrheit herauszufinden. Wie gewöhnlich schreiben sie ohne zu wissen. Tatsächlich wird die Website von AAARGH von einer Mannschaft von etwa zehn Personen unterschiedlicher Nationalität aus vier oder fünf Ländern gestaltet, die sich die Verantwortung für das teilen, was dort in vier bzw. fünf Sprachen erscheint. Der Server von AAARGH und die Hauptverantwortlichen der Website sind weder Franzosen noch in Frankreich und können daher nicht den rückschrittlichen Gesetzen der Bananenrepublik Frankreich unterworfen werden, die im Jahre 1990 die Inquisition wiedereinführte.

Es ist die Politik von AAARGH, grundlegende Dokumente anzubieten über die Diskussionen und Auseinandersetzungen zu verschiedenen Fragen, was sich im Zweiten Weltkrieg in den deutschen Konzentrationslagern abgespielt hat. Dies nennt man Revisionismus. AAARGH lädt bereits anderweitig publizierte Texte ins Internet. Dieser Service berechtigt niemanden dazu, uns mit der von dem einen oder anderen Autor vertretenen Meinung in Verbindung zu bringen. AAARGH veröffentlicht Faurisson und Vidal-Naquet, Pressac und Garaudy, Thion und Quadruppani, Daenincks und Perrault, Roques und Fresco, genauso wie Rassinier, Bernard Lazare, La Vieille Taupe, Leni Brenner und viele weitere. AAARGH glaubt, daß die Leser in der Lage sind, selbständig zu denken - was man von den Journalisten nicht behaupten kann -, und daß wir uns im Schutzbereich des Artikels 19 der UN-Menschenrechts-Charta bewegen, die 1948 von Frankreich unterzeichnet wurde: »Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfaßt die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.« Lest diesen Text, ihr Ketzer!

Dieses Recht wird vom Richter Jean-Paul Valat verspottet werden, der Prof. Faurisson wegen »Verbrechen gegen die Menschheit« richten wird, wie es vom Gesetz Fabius-Gayssot vorgesehen und unter Strafe gestellt wird, - ein offenkundig verfassungswidriges Gesetz, das die oben zitierten Freiheitsgarantien der universalen Menschenrechtsdeklaration verletzt, - und zwar aufgrund eines Artikels des Titels »Les visions cornues de l'Holocauste«, der seit dem 31.8.1997 auf der Website von AAARGH gezeigt wird.

Dies war ein erstes Mal in Frankreich und in der Welt. Die Eingriffe in die Freiheiten schreiten fort. Wir hier, bei AAARGH, wir sind das Ergebnis dieser Eingriffe, und wir wachsen mit ihnen, weil der Bedarf nach Freiheit mit der zunehmenden geisteskranken Unterdrückung wächst, die schändliche Interessen schützt.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(1) (1998), S. 42f.
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