Die »Gaskammer« von Auschwitz I

Von Prof. Dr. Robert Faurisson

Seit 1948, dem Jahr der Schaffung des staatlichen Auschwitz-Museums durch die polnischen Kommunisten, haben Millionen Touristen das Krematorium des Stammlagers (Auschwitz I) mit seiner »Gaskammer« besucht (500 000 Besucher jährlich zu Beginn der neunziger Jahre). Dieses Krematorium und diese »Gaskammer« werden von den Fremdenführern als »authentisch« bezeichnet, aber jenen störrischen Besuchern, die den Behörden Fragen stellen, antwortet man seit meinen eigenen Besuchen in den Jahren 1975 und 1976, es handle sich um eine »Rekonstruktion« (unterschwellig zu verstehen: nach der ursprünglichen Anlage).

In Wirklichkeit ist die Anlage jedoch weder authentisch noch nach dem Vorbild der ursprünglichen rekonstruiert. 1941-1942 bestand sie aus einem Krematorium klassischen Musters, in dem sich namentlich eine Leichenhalle sowie ein Einäscherungsraum mit sechs Öfen befanden; 1943-1944 wurden die sechs Öfen abgebaut, und die Leichenhalle sowie einige andere Räume wurden in einen Luftschutzbunker verwandelt, der einen Operationsraum für das nahe gelegene SS-Revier enthielt. Ich habe diese Entdeckungen 1975/1976 gemacht und das Ergebnis in den Jahren von 1978 bis 1980 veröffentlicht.

Eric Conan

Fünfzehn Jahre später veröffentlichte der Historiker und Journalist Eric Conan, obwohl er dem Revisionismus sehr ablehnend gegenübersteht, in LExpress (19.-25. Januar 1995) eine lange Studie mit dem Titel »Auschwitz: la mémoire du mal« (Auschwitz: die Erinnerung des Bösen), worin er die Verfälschungen des Krematoriums und seiner »Gaskammer« anprangert. Nachstehend die diesbezüglichen Schlußfolgerungen seiner Untersuchung (die Hervorhebungen stammen von mir):

»Im Jahre 1948, anläßlich der Schaffung des Museums, wurde das Krematorium 1 in einem als ursprünglich angenommenen Zustand wiederhergestellt. Alles darin ist falsch [»Tout y est faux«]: Die Größe der Gaskammer, die Anordnung der Türen, die Öffnungen für das Einwerfen des Zyklon B, die nach den Erinnerungen einiger Überlebender nachgebauten Öfen, die Höhe des Kamins. Ende der 70er Jahre schlachtete Robert Faurisson diese Verfälschungen um so wirksamer aus, als sich die Verantwortlichen des Museums sträubten, sie zuzugeben.« (S. 68)

E. Conan hat eine Autorität des staatlichen Auschwitz-Museums über das befragt, was er eine »Verschleierung« nennt und was ihm zufolge Theo Klein, ehemaliger Vorsitzender des Repräsentaten-Rates der jüdischen Einrichtungen in Frankreich (Conseil représentatif des institutions juives de France, CRIF), als »Arglist« bezeichnet hat:

»Krystyna Oleksy, deren Direktionsbüro im ehemaligen SS-Revier einen direkten Ausblick auf das Krematorium 1 hat, kann sich nicht dazu aufraffen [die Wahrheit über die »Gaskammer« zu sagen]: „Vorderhand belassen wir sie in diesem Zustand und geben dem Besucher keine näheren Erklärungen ab. Es ist zu kompliziert. Später werden wir sehen".« (Ebenda)

Die Antwort dieser Person heißt mit anderen Worten: „Wir haben gelogen. Wir lügen. Wir werden weiter lügen, bis eine neue Anweisung eintrifft".

Robert Jan van Pelt und Debórah Dwork

1996 widmen zwei jüdischstämmige Historiker, der Kanadier Robert van Pelt und die Amerikanerin Debórah Dwork, Auschwitz ein Werk mit dem Titel Auschwitz / 1270 to the Present (Auschwitz / 1270 bis zur Gegenwart, London, Yale University Press, 1996, 443 Seiten; das Datum 1270 bezieht sich auf die Gründung der Stadt). Darin behaupten sie ihrerseits, daß die Verantwortlichen des Auschwitz-Museums Änderungen, Umgestaltungen und Verfälschungen an den Anlagen von Auschwitz I vorgenommen haben, sowohl am Gebäude für die Gefangenenaufnahme als auch am Krematorium I mit seiner »Gaskammer«. Die Verfasser verwenden folgende Ausdrücke (aus dem Englischen übersetzt): »Vernebelungsmanöver der Nachkriegszeit«, »Hinzufügungen«, »Verwischungen«, »Beseitigung«, »Rekonstruktion«, »großenteils eine Nachkriegsrekonstruktion« (S. 363), »rekonstruiert«, »Usurpierung«, »neu erstellt« (S. 364), »verfälscht« (S. 367), »die Tatsache des Verfälschens« (S. 369). Bezüglich der »Gaskammer« schreiben sie:

»Man brachte [nach dem Krieg] im Dach vier Öffnungen mit Deckeln an, wie um das Zyklon B in die darunterliegende Gaskammer zu schütten.« (S. 364)

Sie fügen hinzu, daß kein Schild Hinweise auf die Veränderungen erteilt, die:

»von den Fremdenführern verschwiegen werden, wenn sie die Besucher durch dieses Gebäude führen, welches, so denkt der Tourist, der Ort ist, wo es geschah (Ebenda)

Aufruf an die UNESCO

Der Ort Auschwitz ist durch die UNESCO zum Weltkulturerbe der schützenswerten Stätten erklärt worden. Gewisse arabische oder moslemische Staaten, die der in Frankreich gegen Roger Garaudy wegen seiner Infragestellung der »Gaskammern« angestrengte Prozeß irritiert, könnten im Falle seiner Verurteilung am 27. Februar 1998 die UNESCO im Zusammenhang mit der Vorzeige-»Gaskammer« von Auschwitz I anrufen; sie könnten bei gleicher Gelegenheit ein Gutachten über die Ruinen der »Gaskammer« des Krematoriums II in Auschwitz-Birkenau verlangen: Das eingestürzte Dach dieser »Gaskammer« wies augenscheinlich niemals auch nur eine der vier besonderen, 25 × 25 cm großen Öffnungen auf, die, so sagt man, zum Einwerfen der Zyklon B-Granulate bestimmt gewesen seien. Wie hätte unter diesen Umständen eine Menschenvergasungsoperation auch nur beginnen können?


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(2) (1998), S. 132.
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