Appell an unsere Unterstützer

Von Dipl.-Ing. Werner Rademacher und Dipl.-Chem. Germar Rudolf

Immer für Überraschungen gut

Mit diesen Heft erscheint das insgesamt sechste Heft der Vierteljahreshefte. Ein Zeitpunkt, der uns geeignet erscheint, unseren Lesern einerseits zu danken, denn ohne Ihre finanzielle Unterstützung gäbe es unsere Zeitschrift nicht, andererseits ist es aber auch ein Anlaß aufzuzeigen, welche Veränderungen sich in den letzten Jahren ergeben haben, die ihre Ursache auch in der Tätigkeit der Revisionisten haben.

Unsere Autoren greifen deshalb in voller Absicht manchmal auf Veröffentlichungen zurück, die eigentlich längst vergessen sind, die uns aber Gelegenheit geben zu erläutern, wie sich in den letzten Jahre mit der Beweislage auch das zeitgeschichtliche Bild verändert hat. Auch hier haben wir unseren Lesern zu danken, denn ohne Ihre Hilfe hätten wir die inzwischen zigtausend Dokumente nicht erwerben können, mit denen unsere Autoren ihre Forschungsergebnisse zweifelsfrei belegen können.

Sicher nicht ohne Grund schrieb daher der Däne Dr. phil. Christian Lindtner am 24.1.1998 in der angesehenen Kopenhagener Berlinske Tidende den Artikel »Holocaust i nit lys« (Der Holocaust in neuem Licht) im Hinblick auf die Entwicklung der Forschung u.a.:

»große Überraschungen sind noch zu erwarten.«

Wir hoffen, Ihnen über diesen Artikel und die sich daran anschließende Auseinandersetzung im nächsten Heft ausführlich berichten zu können. (Einstweilen kann eine deutsche Übersetzung bestellt werden bei: AEZ, Postfach 386, CH-8105 Regensdorf).

Tatsächlich haben sich besonders seit dem Jahr 1990 die Dokumentenlage und die auf der dogmatisch gehandhabten »Offenkundigkeit« basierende Rechtsprechung zum „Holocaust" wie die Schneiden einer sich Öffnenden Schere entwickelt, also in entgegengesetzter Richtung. Einerseits erhöht sich die Masse der erstmalig zur Verfügung stehenden Akten - aus bis dahin unbekannten Archiven - um ein Vielfaches, deren Inhalt förmlich nach Revision strittiger Fragen schreit. Andererseits stieg die Behinderung durch grundgesetzwidrige Gesetze und Gerichtsverfahren merklich an, die deutlich machten, daß starke Interessenvertretungen eben diese Revision mit allen Mitteln verhindern wollen.

Bedenklich müßten jedermann die offensichtlich Orwell'schen, nicht demokratischen, eher diktatorischen Methoden stimmen, die fast weltweit hierbei angewendet werden. Nur wenige Staaten weichen noch nicht dem erkennbar inquisitorischen Druck. Widerstand nach dem Grundgesetz Artikel 20, Abs. 4, wird zur Pflicht für den, der sich diese Situation verdeutlicht und die Folgen daraus durchdenkt!

Ausgang und Fortschritt unserer Arbeit

Basisarbeit mit einer Menge bis dahin unbekannter Dokumente leistete der Apotheker J.-C. Pressac mit seinem ersten Buch im Jahr 1989.[1] Ein Ereignis, das nicht genug gewürdigt werden kann. Die von Pressac vorgestellten Aktenstücke und Texte nämlich, vor allem die zum Teil deutlich erkennbar gegen wissenschaftliche Gesetze verstoßenden Auslegungen, waren für interessierte Naturwissenschaftler und Ingenieure die Beweggründe, sich nach Prüfung des Pressac'schen Materials auf die Seite der Revisionisten zu stellen.

Im folgenden Jahr 1990 wurden die u. a. in Moskau 45 Jahre verschlossenen und geheim gehaltenen Auschwitz-Archive bekannt. Immer wieder müssen wir jedoch feststellen, daß das wichtigste Ereignis in der Nachkriegsgeschichte zu Auschwitz, die Öffnung früherer deutscher Archive im ehemaligen Ostblock, kaum publik wurde. Die Ursache ist bekannt. Die Medien haben über diesen Vorgang kaum berichtet. Es war nicht opportun, daß die Bevölkerung davon erfuhr, denn sie hätte sicher begonnen nachzudenken. Das Fundament der Nachkriegsgeschichte wäre erschüttert worden.

Tatsache ist, daß erst seit 1990 eine vollständig auf Dokumenten beruhende, fast lückenlose Baugeschichte - und mehr - der Lager in Auschwitz geschrieben werden kann. Unsere Autoren haben damit begonnen. Die in den letzten drei Ausgaben publizierten Artikel sind ein Vorgriff darauf. Das in der Geschichte der KL als einmalig geschilderte Lager Auschwitz hat seither auch eine einmalige Basis von Dokumenten, die zweifelsfrei ausgewertet werden können. Somit begann in jenem Jahr eigentlich erst die fundierte, wissenschaftlich unterbaute Forschung über Auschwitz, wie die Ergebnisse zeigen.

J.-C. Pressac meint auf S. 1 seines zweiten Buches,[2] der Aktenbestand in Moskau entspräche »zwei Drittel« der Akten der »SS-Bauleitung« von Auschwitz. Der Umfang wird im Kalendarium,[3] Seite 12, mit 15 laufende Meter angegeben. Die Liste des United States Holocaust Research Institute Archives[4] - Basis der hier veröffentlichten Bearbeitungen - weist (nicht vollständig) ca. 83.000 Blatt Zeichnungen und Dokumente in Moskau aus. Sie sind jedoch Bestand der »Zentralbauleitung« und umfangreicher, als in der obigen Liste angegeben. Die Akte ZAM 502-1-316 z.B. hat laut Liste 442 Seiten. Der in unserer Hand befindliche Bestand beträgt jedoch 556 Seiten. Nicht einmal eine nennenswerte Übersicht der Bestände des Archives ist bisher bekannt.

Nicht überraschend war es für uns, daß J. C. Pressac der erste und bisher einzige Autor auf der Seite der Exterminationisten war, der über bis dahin völlig unbekannte, aber bedeutende Fakten wie die UKW-Entlausungsanlagen am Rande berichtete. Er möchte als »ehrlicher Makler« angesehen werden, ist es aber leider nicht. Sein zweite Buch hat erneut sehr wertvolle Ansätze, wurde aber wieder, wie das erste, zu einer kaum verdeckten Aufzählung unbewiesener Behauptungen, die im Widerspruch zur Aktenlage stehen. Nur Pressac selbst kann sagen, ob er sich hierbei als Fabulist (Fabeldichter, Plauderer) oder Fabulant (Schwätzer, Lügner) oder noch anders betätigte. Es ist eine seiner weniger guten Eigenschaften, daß er dann, wenn er keine Beweise für seine aufgestellten Theorien findet, ausschweifend formuliert, so, als sei er selbst Teilnehmer der dann meist erfundenen Ereignisse gewesen. Er bleibt Apotheker, kein Techniker, und wird letzteres auch nicht werden.

Pressac zog aber folgende Schlüsse:

»Die Bauleitungsakten aus dem polnischen Archiv gaben nur teilweise Aufschluß über die Fakten.« [5]

Und weiter:

»Die Zusammenführung und Auswertung aller Dokumente - [...] - ermöglicht eine historische Rekonstruktion, die ohne mündliche oder schriftliche Augenzeugenberichte auskommt, die letztlich doch fehlbar sind und mit der Zeit immer ungenauer werden.«

Ein Satz, den wir nicht deutlich genug unterstreichen können. Leider erweckt Pressac jedoch auch den Eindruck, die neuen Dokumente würden seine Behauptungen beweisen. Daß dies nicht wahr ist, belegt er dann schlicht dadurch, daß er keine Beweise dafür anführt.

Einen besonderen Fall, der den Wert der neu erschlossenen Dokumente eklatant belegt, greifen wir hier als Beispiel heraus. In seinem ersten Buch[1] schreibt Pressac auf S. 184:

»Der 30. Juni 1942 bezeichnet einen Wendepunkt in der Geschichte von Birkenau [...]«

Er meint dann, daß seitdem die »Vernichtung [...] auf industrieller Basis weitergeführt wurde« und daß man dafür »ein Programm für VIER Krematorien [...] in Gang brachte [...].« Tatsächlich gibt es für die Theorie, die Pressac dazu aufstellt, keine Beweise. Neue Dokumente aber, beginnend mit einem vom 1.7.1942, [6] belegen eindeutig, daß an diesem Tag im Gemeinschaftslager der Firma HUTA Fleckfieber ausgebrochen ist. Das war der Anfang der ersten großen Epidemie, was die uns inzwischen zur Verfügung stehenden ausführlichen Akten des ZAM deutlich ausweisen. Das war aber auch Anlaß zum Bau der Entlausungsanlagen und der vier Krematorien in Birkenau, zusammengefaßt unter dem Begriff »Durchführung der Sonderbehandlung«. Die kompletten Unterlagen dazu wurden im Kriegsarchiv der Waffen-SS in Prag gefunden, wie bereits mehrfach berichtet. Eine ausführliche Darstellung mit dem vorliegenden Beweismaterial dazu wird zur Zeit noch verfaßt. Aus diesen Dokumenten spricht die nackte Angst der Lagerführung und der gesamten Reichsführung SS vor einer katastrophalen Seuche, die auf die umliegende Zivilbevölkerung im Ballungsgebiet Oberschlesien übergreifen und damit unkontrollierbar werden könnte. Darin findet sich der Grund für die überhastete Planung einer Überkapazität an Krematorien. Das Beispiel zeigt, welch völlig andere Rückschlüsse möglich sind, wenn vollständige Akten vorliegen, die eine angemessene Einordnung der Ereignisse ermöglichen.

Pressac schließt sich auch der Kritik des Prof. G. Jagschitz[7] am Kalendarium[3] der Danuta Czech an. Wir zitieren ihn: [8]

»Die Arbeit von Danuta Czech, die ohne Angabe von Gründen bestimmte Zeugenaussagen auf Kosten anderer bevorzugt und lieber Zeugenaussagen zuzieht, statt sich auf Dokumente zu stützen, bietet den Kritikern eine Angriffsmöglichkeit. [...] Auch der Bauleitungs-Fundus aus dem Moskauer Zentralarchiv wird nicht berücksichtigt. Diese Tatsachen mindern den Wahrheitsgehalt dieses fundamentalen Werkes, das leider unter einem zu sehr von den politischen Spannungen der 60er Jahre beeinflußten Blickwinkel entstanden ist.«

Es kam so zu der ungewöhnlichen Situation, daß wir Revisionisten mit den beiden gegnerischen Kritikern an D. Czech in Teilfragen einig waren. Es wird darüber noch zusammengefaßt berichtet werden.

Wen verwundert es nun an dieser Stelle, wenn schon mehrere Vertreter der etablierten Geschichtsschreibung Zweifel haben, daß unsere noch erheblich größer und fundierter sind. Schon seit langer Zeit haben wir den Eindruck gewonnen, daß Ziel der ersten Ausgabe (1959 bis 1964) des Kalendariums[9] sei gewesen, „Richtschnur für Zeugenaussagen" zu werden. Man vergleiche nur Bücher von ehemaligen Häftlingen mit Aussagen vor und nach der Veröffentlichung des Kalendarium.

Um korrekt zu bleiben, sei auf die Möglichkeit hingewiesen, daß das erwähnte Archiv in Moskau der Autorin nicht bekannt war, als sie das Kalendarium verfaßte.

Nicht einmal der Versuch, das Moskauer Archiv wieder zu schließen, (wie es derzeit »auch auf Druck aus Bonn hin«[10] mit dem Prager Archiv geschieht, in dem das »Kriegsarchiv der Waffen-SS« seit 1945 geheimgehalten lag, und das erst seit wenigen Jahre zugänglich wurde) könnte daran noch etwas ändern.

Die Revision ist nicht mehr aufzuhalten, die geschichtliche Wahrheit ist auf dem Wege. David gewinnt gegen Goliath an Boden.

Ohne Ihre Hilfe geht es nicht!

Noch sind viele vorhandene schwerwiegende Argumente gar nicht vorgelegt. Wir können gar nicht so schnell veröffentlichen, was längst erarbeitet und in unserem Kreis bekannt ist. Dazu fehlen uns die Geldmittel, über die unsere Gegenseite unbegrenzt verfügt.

Wer uns hier helfen will, wende sich an den Verlag. Viele kleine Spenden werden auch ein großer Betrag! Sie sollten und können bestimmen, wie ihre Spende eingesetzt wird: z. B. zur weiteren Beschaffung bisher unbekannter Dokumente. Wir können und wollen Ihnen nicht verhehlen, daß wir so dringend wie noch nie Ihre finanzielle Hilfe brauchen, um weitere Glieder in der Kette unserer Beweise herstellen zu können. Wir sind überzeugt, daß unsere Veröffentlichungen für Sie Beweis genug sind, daß wir wissen, wo diese Beweise zu finden sind. Wir meinen ferner, daß unsere Beweise für sich sprechen und keiner schrillen Interpretation bedürfen.

Der Wert der vor allem im Osten lagernden Dokumente ist höher als alles andere. Es geht ganz schlicht um dokumentierbare Wahrheit und auch, nicht zuletzt, um unserer Kinder und Kindeskinder Zukunft. Versuche, das Archiv in Moskau unzugänglich zu machen, sind uns bereits bekannt. [11] Rußland braucht zur Überwindung seiner Probleme Geld, auch die Angestellten in den Archiven! Wer kann es geben?

Es verwundert nicht, daß das Archiv in Auschwitz seither mit der Herausgabe von Dokumenten noch restriktiver wurde. Es ist aber heute nicht mehr alleinige Informationsquelle über die Lager. Das Archiv befürchtet sicher, in die unangenehme Situation zu geraten, zugeben zu müssen, daß es unbequeme, weil für die Argumente der Revisionisten sprechende, Wahrheiten zurückgehalten hat. Viele Dokumente liegen in beiden Aufbewahrungsorten vor. Ein solcher Fall zurückgehaltener wichtiger Informationen wird in Kürze aufgedeckt werden. Für dieses Archiv gilt nun auch das geflügelte Wort des letzten Präsidenten der Sowjetunion, Gorbatschow:

»Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«

Auffällig ist, daß nach Pressac bisher kaum ein etablierter Historiker über das geöffnete Archiv in Moskau und aus ihm berichtete. [12] Das läßt den Rückschluß zu, daß der Inhalt der Akten überraschte und nichts erbrachte, womit Deutschland weiterhin beschuldigt werden konnte. Man befürchtet eher, wohl berechtigt, sich selbst berichtigen zu müssen, wie Pressac dies schon tat, indem er formulierte: [13]

»[...], daß das gemeinhin für den Beginn der „industriellen Phase" der „Endlösung" angenommene Datum später anzusetzen ist.«

Mit anderen Worten, Pressac weiß, wie auch jeder ehrliche Historiker, daß das »Wannsee-Protokoll« längst Makulatur ist. Nur will er noch nicht registrieren, daß es den Begriff »Endlösung«, wie er heute interpretiert wird, nie gegeben hat, (was, nach Jagschitz, [14] für den Begriff »Selektion« ebenso zutrifft). Eine »Gesamtlösung« hat man gesucht, nichts Anderes.

Die Exterminationisten wollen offenbar aus den neuen Tatsachen keine Folgerungen ziehen. Ihr Schweigen seit einiger Zeit zu Auschwitz spricht für sich. Statt dessen versuchen sie eine aussichtslose Front zu verteidigen. Daher auch der Versuch, mit Goldhagen eine „Auffangstellung" aufzubauen. Ein Versuch, der schon gescheitert ist, weil Norman G. Finkelstein und warnende andere die darin liegenden Gefahren erkannt haben. [15] Der weitere, auch schon scheiternden Versuch, die »Wehrmachtsausstellung«,[16] hat nur erreicht, daß unsere Reihen stärker - schon weil zahlreicher - geworden sind. Der Kreis der Personen, die dadurch „wach" werden, wächst mit jedem „Schlag ins Wasser" der Gegenseite. Wir sollten ihr deshalb dankbar sein, denn sie baut uns ungewollt auf. Die „Scheuklappen" fallen zunehmend, weil unsere Gegner, unverblümt, immer arroganter und übermütiger werden. Warnende Stimmen besonnener Persönlichkeiten vor unübersehbaren Folgen erheben und mehren sich.

Über Repressionen, Zivilcourage und Widerstand

Wie ist es nun bestellt mit der Rechtsbasis? Der Grundstock, die uns mit den Nürnberger Prozessen aufgezwungene »Offenkundigkeit«, findet langsam sogar die Beachtung und Kritik von Juristen, die sie bisher nur zur Einschränkung des Rechtes auf Verteidigung benutzten. Sie erkennen nicht nur, daß ihre Position rechtlich nicht mehr haltbar ist wegen der in Mengen vorliegenden »neuen Beweismittel«, sondern auch, daß sie sich selbst strafbar machen. Diese Gefahr wird für sie durch ständig sich steigernde Vorlage neuer Dokumente und der daraus folgenden Beweise immer dräuender. Es fehlen nur noch Juristen mit Berufsethos und dem Mut, ihre Unabhängigkeit zu beweisen. Die Voraussetzungen zur Aufhebung der »Offenkundigkeit« im Holocaust sind schon seit langer Zeit erfüllt.

Opportunistische, servile Politiker haben, zusammen mit heute parteihörigen Juristen (einem Kardinalfehler unserer Zeit!), in Deutschland Gesetze geschaffen, die eine freie, Öffentliche Diskussion in diesem historischen Bereich unmöglich machen. Sie schränkten somit grundgesetzwidrigen Strafgesetzen die Meinungsfreiheit ein. Die dadurch entstandene Angst, nicht nur in unserem Volke, die einer Diktatur würdig ist, wird weiter geschürt. Auch hier werden mahnende und warnende Stimmen, daß der „Volkszorn" zum „Pulverfaß" werden und dies explodieren kann, unüberhörbar.

»Political Correctness« nennt man das zusätzliche Instrumentarium zur restlosen Beseitigung der freien Meinung. An die Seite von Gesetzen ist „Erpressung" oder sogar „Inquisition" durch Meinungsdiktatur getreten. Niemand, der aus den Akten der Archive die Wahrheit kennt oder erkennt, soll diese mehr ohne Angst äußern dürfen und muß befürchten, deshalb „in die rechtsradikale Ecke" geschoben zu werden. Eine teuflische Erfindung, würdig ihrer Verbreiter, die so die Demokratie durch Verfolgung Andersdenkender beseitigen wollen.

Die Begriffe „Wahrheit" und „Neonazi" wurden durch die PC in abwertende Synonyme (sinnverwandte Worte) verwandelt. So hat die Angst davor, die Wahrheit zu bekennen, im deutschen Volke den Stand erreicht, den sie im Dritten Reich gehabt haben soll. Jeder Deutsche lernt so nachzuempfinden, wie es in jener Zeit gewesen sein soll. Es wurde aber damals so nie von der Mehrheit empfunden, und eben das sollen Jüngere nicht erfahren können. Zeitzeugen sollen verängstigt schweigen, wozu leider ältere Menschen leicht gebracht werden können.

Die Methoden dazu sind nur allzu bekannt - man kennt sie aus der ehemaligen DDR und ähnlichen Diktaturen. Nur die ausführenden Personen haben gewechselt! Nach 1933 unterdrückte man „links" nach 1945 bis heute „rechts"! Was hat sich geändert? Eine Staatsform, in der es keine „linken" und/oder „rechten" Parteien gibt, ist eine zweifelhafte Demokratie, denn diese braucht zum richtigen funktionieren die Vielfalt der Meinungen. Solches wurde uns auch nach 1945 als Vorteil der Demokratie dargestellt und den fordern wir ein. Denken wir daran zurück, und betrachten wir die zur Zeit noch herrschende Meinungsfreiheit in den USA! In diesem Land wird die uneingeschränkte Meinungsfreiheit, die leider auch dort zunehmend massiv angegriffen wird, tatsächlich vorbildlich und wehrhaft und noch erfolgreich verteidigt.

Zu unseren Forschungen sind noch einige erläuternde Sätze notwendig. Wir sind gezwungen, uns mit zwei großen Bereichen zu befassen. Einmal belegen die aufgefundenen Dokumente, daß viele in der Vergangenheit aufgestellten Behauptungen unwahr sind. Diese müssen korrigiert werden. Zum anderen wurden neue Tatsachen bekannt, die vorgestellt werden müssen. Beide Bereiche müssen aber auch zur Diskussion gestellt werden.

Wie aber, fragen wir, soll eine solche in Gang kommen, wenn Gesetze einerseits verhindern, daß Meinungen frei geäußert werden können, und andererseits ebenfalls Gesetze verhindern, die Richtigkeit von Meinungen zu beweisen? Bis heute hat noch nicht ein einziges deutsches Gericht naturwissenschaftlich-technische Gutachten als Beweis zu Holocaust-Themen zugelassen, weil angeblich alles offenkundig sei!

Dazu aus der Fachliteratur: [17]

»Offenkundigkeit einer Tatsache erübrigt die Beweisaufnahme, entbindet aber das Gericht nicht von der Pflicht, eine tatbestandserhebliche Tatsache zum Gegenstand der Hauptverhandlung zu machen. (BVerfG, MDR 60, 24) Offenkundig sind Tatsachen, die entweder allgemeinkundig oder gerichtskundig sind. Allgemeinkundig ist die Tatsache, von der der verständige und erfahrene Mensch Kenntnis hat oder von der er sich aus allgemein zugänglichen, zuverlässigen Quellen leicht überzeugen kann (z. B. Termin des Osterfestes in früheren Jahren, der Alkoholgehalt eines Magenbitter). Gerichtskundig ist eine Tatsache, von der das Gericht durch ein Verfahren so sichere Kenntnis erlangt, daß ein Beweis nicht mehr notwendig ist.«

Wer nun die Angst deutscher Richter vor den Medien kennt, der weiß, daß für sie aufgrund eben diesen Druckes der veröffentlichten Meinung automatisch der Fall »gerichtskundig« zutrifft. Das „passende Verfahren" findet sich immer. Die Richter sind in solchen Fällen, wie bekannt, skrupellos. Wo sind die 68er? Nicht umsonst heißt in Deutschland ein geflügeltes Wort: ›Auf hoher See und bei deutschen Gerichten ist man in Gottes Hand!‹ Recht wird zur Farce.

Und dieser Staat behauptet, ein Rechtsstaat zu sein! Eine ausweglose Situation, die Diktaturen entspricht, weil selbst Gutachter eine Anklage durch Staatsanwälte und Verurteilungen befürchten müssen. Selbst „Nichtgeschriebenes" ist schon Begründung für Verurteilung, wie der Fall Udo Walendy beweist.

Gäbe es in Europa nicht noch einige, wenige Staaten, in denen wirklich Meinungsfreiheit herrscht, könnten diese Zeilen nicht mal mehr geschrieben, geschweige denn gedruckt werden! Selbst die Verfolgung von im Ausland erschienenen Artikeln wird inzwischen versucht. Wo bleibt die revolutionäre Jugend, die diese Situation erkennt und feststellt, daß gerade die Länder, die solche Veröffentlichungen zulassen, gefestigte Demokratien sind, und die deshalb in unserem Land zwecks Herstellung einer besseren Demokratie zum Widerstand nach dem Grundgesetz Art. 20, Abs.4, auffordert? Nur Argumente, nicht „Maulkorbgesetze", können und sollten überzeugen!

Wenn Sie uns helfen wollen, schreiben Sie bitte an: Castle Hill Publishers, PO Box 118, Hastings TN34 3ZQ, GB.

(Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen veröffentlichen wir keine deutsche Bankverbindung!)


Anmerkungen

[1]Jean-Claude Pressac, Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers, Beate Klarsfeld Foundation, New York 1989.
[2]Ders., Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes, R. Piper GmbH & Co. KG, München 1994.
[3]Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939 - 1945, Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek 1989.
[4]United States Holocaust Research Institut Archives Preliminary Finding Aid: RG-11.001 M.03. Records of the Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei in Auschwitz (Osobyi fond #502).
[5]J.-C. Pressac, aaO. (Anm. 2), S. 2.
[6]ZAM 502-1-332-151
[7]Andreas Niepel, Michael Gärtner und Werner Rademacher, »Aus der Forschung: GA-Gutachten des Prof. Dr. Gerhard Jagschitz«, VffG 1(4) (1997), S. 265f.
[8]J.-C. Pressac, aaO. (Anm. 2), S: 134, Anm. 107.
[9]Danuta Czech, »Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz - Birkenau«, Hefte von Auschwitz Nr. 2-4 und 6-8, Panstwowe Muzeum w Oswiecimiu, Auschwitz 1959-1964.
[10]epd/AFP. »Herzog: Sudetendeutsche sollen Nachbarschaft gestalten«, Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.10 1997.
[11]Vgl. »Eine unerledigte Aufgabe. Moskau hat die Übergabe deutscher Akten aus dem ehemaligen „Sonderarchiv" zugesagt, aber bis heute ist noch nichts geschehen«, Der Tagesspiegel, 21.3.1998, S. 5. Sollten die Akten nach Deutschland zurückgelangen, kann man sich vorstellen, daß ein Zugang dazu dann restriktiv gehalten wird, um nicht noch Schlimmeres an die Wand zu malen.
[12]Wenn man einmal vom Artikel des Germanisten G. Flemings (»Engineers of Death«, The New York Times, 18.7.1993, E19) und dem Buch von R. van Pelt und D. Dwork (Auschwitz: 1270 to the Present, Yale University Press, New Haven und London 1996, vgl. dazu D. Irving, VffG 1(4) (1997), S. 275-280) absieht. Vgl. auch den reißerischen Artikel im Spiegel Nr. 40/1993, S. 151-162.
[13]J.-C. Pressac, aaO. (Anm. 2), S. 23.
[14]Landesgericht für Strafsachen Wien, Az.: 26 b K 14.184/86.
[15]Vgl. Norman G. Finkelstein, »Daniel Jonah Goldhagen's 'Crazy' Thesis: A Critique of Hitler's Willing Executioners«, New Left Review (London), no. 224, July 1997, p. 39-88 (vgl. http://www.normanfinkelstein.com); Ruth Bettina Birn, »Revising the Holocaust«, The Historical Journal, (Cambridge University Press), 40(1) (1997), S. 193-215.
[16]Vgl. Rüdiger Proske, Vom Marsch durch die Institutionen zum Krieg gegen die Wehrmacht, Von Hase & Köhler, Mainz 1997; ders., Wider den Mißbrauch der Geschichte deutscher Soldaten zu politischen Zwecken, ebenda 1996; Joachim F. Weber (Hg.), Armee im Kreuzfeuer, Universitas, München 1997; Franz W. Seidler, Verbrechen an der Wehrmacht, Pour le Mérite, Selent 1998; Klaus Sojka (Hg.), Die Wahrheit über die Wehrmacht. Reemtsmas Fälschungen widerlegt, FZ-Verlag, München 1998.
[17]Ermin Brießmann, Strafrecht und Strafprozeß von A - Z: Straftaten und Ordnungswidrigkeiten Jugendstrafrecht Straf- und Bußgeldverfahren, 7. neubearbeitete Auflage, C. H. Beck, München 1997.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(2) (1998), S. 83-86.
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