Falsche Erinnerungen überall – nur nicht in der Zeitgeschichte

Über die Unehrlichkeit einer jüdischen Psychologie-Professorin und Expertin für Aussagenkritik

Von Dipl.-Chem. Germar Rudolf

Jüdische Loyalität geht über Leichen

Elisabeth Loftus ist Professorin für Psychologie und außerordentliche Professorin für Jura an der Universität von Washington in Seattle. Ihre Forschung konzentriert sich auf das menschliche Gedächtnis sowie auf Zeugenaussagen im Strafprozeß. Sie hat 18 Bücher und mehr als 250 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. In Hunderten von Strafprozessen war sie als Gutachterin tätig. Was Sie für die Zeitgeschichtsforschung interessant macht, sind ihre Erkenntnisse über die Manipulierbarkeit des menschlichen Gedächtnisses. Bereits im Jahre 1991 wurde die kritische Zeitgeschichtsforschung auf diese Gelehrte aufmerksam, als sie mit einer Kollegin zusammen ein Buch über ihre Erlebnisse in einem Strafprozeß schilderte, in dem sie ausnahmsweise nicht als Sachverständige auftrat (E. Loftus, Katherine Ketcham, Witness for the Defense, St. Martin’s Press, New York 1991, rezensiert von John Cobden, The Journal of Historical Review 11(2) (1991) S. 238-249). Damals verfolgte sie den israelischen Schauprozeß gegen den US-Amerikaner ukrainischer Herkunft John (Iwan) Demjanjuk, dem fälschlicherweise Massenmorde in ehemaligen Lagern des Dritten Reiches vorgeworfen wurden (vgl. H.P. Rullmann, Der Fall Demjanjuk, Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, Struckum 21987; Yoram Sheftel, The Demjanjuk Affair. The Rise and Fall of the Show Trial, Victor Gollancz, London 1994.). Prof. Loftus erkannte die unzuverlässige Natur der gegen Demjanjuk angeführten Zeugenaussagen:

»Die Akten hätten mich überzeugen sollen. Ein Fall, der auf 35 Jahre alten Erinnerungen ruht, wäre an sich schon genug gewesen. Zu diesen verblichenen Erinnerungen zähle man die Tatsache, daß die Zeugen wußten, daß die Polizei einen Verdächtigen hatte und wie sein Name war – John Demjanjuk –, und zwar noch bevor ihnen Fotos vorlegt wurden. Zu diesem Szenarium füge man die Tatsache, daß die israelischen Ermittler die Zeugen frugen, ob sie Iwan Demjanjuk identifizieren könnten, eine eindeutig vorurteilbehaftete und suggestive Frage. Und dazu füge man die Tatsache, daß die Zeugen mit ziemlicher Sicherheit untereinander über die Identifizierung sprachen und somit nachfolgende Identifikationen durch andere Zeugen manipulierten. Dazu füge man die Tatsache, daß Demjanjuks Foto immer wieder vorgezeigt wurde, so daß mit jeder neuen Vorhaltung des Bildes sein Gesicht den Zeugen vertrauter wurde und die Zeugen zunehmend selbstsicher wurden und überzeugt waren.

All dies multipliziere man mit der äußerst emotionalen Natur dieses besonderen Falles, da der Mann, den diese Leute identifizierten, mehr als ein Werkzeug der Nazis war, mehr sogar als der fürchterliche Iwan, der die Dieselmotoren bediente, der Gefangene folterte und verstümmelte. Dieser Mann, sofern er Iwan der Schreckliche war, war verantwortlich für den Mord an ihren Müttern, Vätern, Brüdern, Schwestern, Ehefrauen und Kindern.« (S. 224)

Dennoch konnte Prof. Loftus sich jedoch nicht dazu durchringen, als Sachverständige für die Verteidigung Demjanjuks aufzutreten, da sie sich als Jüdin mehr ihrem Volk verpflichtet gefühlt habe als der Wahrheit. Und das jüdische Volk dürstete aus Rachegelüsten und zur Stärkung der eigenen Identität nach einem Todesurteil:

»"Wenn ich den Fall übernehmen würde," erklärte ich, nachdem ich dies hundert Mal durchdacht hatte, "dann würde ich meinem jüdischen Erbe den Rücken kehren. Wenn ich den Fall nicht übernähme, würde ich allem den Rücken zukehren, wofür ich die letzten 15 Jahre gearbeitet habe. Um meine Arbeit ehrlich fortzuführen, muß ich den Fall so beurteilen, wie ich jeden Fall zuvor beurteilt habe. Wenn es mit den Identifikationen der Augenzeugen Probleme gibt, muß ich aussagen."« (S. 232)

In einem Gespräch mit einer jüdischen Freundin wurde ihr klar, daß all ihre jüdischen Freunde, Bekannte, Verwandte, ja womöglich alle Juden ihr es als Verrat am eigenen Volk anrechnen würden, würde sie für John Demjanjuk aussagen:

»Ich hatte sie verraten. Schlimmer als das, viel schlimmer, ich hatte mein Volk verraten, mein Erbe, meine Rasse. Ich hatte sie verraten, weil ich dachte, daß es eine Möglichkeit gab, daß John Demjanjuk unschuldig war.« (S. 228f.)

Also entschied sie sich gegen die Verteidigung. Sie beobachtete das Verfahren von den Zuschauerrängen und berichtet detailliert, wie sie mit den anderen Juden im Auditorium und mit den Zeugen, die um ihr Gedächtnis ringen, mitfühlt. Mitgefühl für den Angeklagten vermißt man bei ihr jedoch. Die US-Amerikanerin Loftus ließ also den US-Amerikaner Demjanjuk im Stich, weil sich Frau Loftus mehr ihrem Judentum verpflichtet fühlte als der Wahrheit und ihrem formellen Landsmann. Sie nahm also die Ermordung eines Unschuldigen in Kauf. Daß dies nicht eintrat, war letztlich nur dem Engagement von Demjanjuks Verteidigern und deren Unterstützung durch verschiedene revisionistische Forscher zu verdanken.

Durch Suggestion und Einbildung lassen sich dem Gedächtnis Reminiszenzen von Ereignissen einpflanzen, die nicht so oder überhaupt nie stattgefunden haben. Darum ist bei manchen Aussagen über traumatische Erlebnisse – etwa sexuellem Mißbrauch in früher Kindheit – Skepsis angebracht.

Elizabeth Loftus, Spektrum der Wissenschaft, Januar 1998, S. 62

Weltweit anerkannte und für ihre Aussagen hochgelobte Expertin für Zeugenaussagenkritik

Durch Suggestion und Einbildung lassen sich dem Gedächtnis Reminiszenzen von Ereignissen einpflanzen, die nicht so oder überhaupt nie stattgefunden haben. Darum ist bei manchen Aussagen über traumatische Erlebnisse – etwa bezüglich Gaskammer-Erlebnissen in Sachen »Holocaust« – Skepsis angebracht.

Revisionistische Standardfeststellung

In Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und vielen anderen Ländern strafbar mit u.U. bis zu 10 Jahre Gefängnis

Applaus von unerwünschter Seite

Es kann nicht verwundern, daß dieses Buch von Frau Loftus auf revisionistischer Seite besonders hochgelobt wurde – wenn man von Prof. Loftus offensichtlichem moralischem Defekt einmal absieht. Schließlich bestätigt es die von den Revisionisten seit jeher festgestellte Tatsache, daß die Zeugenaussagen zum »Holocaust«-Komplex derart unglaubwürdig sind, daß man in der Erforschung des »Holocaust« gänzlich ohne sie auskommen muß, wenn man zu wissenschaftlich haltbaren Aussagen kommen will.

Daß diese Bestätigung durch eine der weltweit angesehensten Fachleute für Aussagenkritik nicht beabsichtigt war noch im nachhinein gutgeheißen wird, steht dabei auf einem anderen Blatt. Als Frau Loftus von Michael Shermer, einem engagierten Gegner der Revisionisten, darauf aufmerksam gemacht wurde, daß ihre Arbeiten von den Revisionisten ausgiebig zitiert und verwendet würden, war ihre Reaktion bezeichnend:

»Sie war schockiert und hatte keine Ahnung davon, was vor sich ging.« (M. Shermer, Why People Believe Weird Things, Freeman, New York 1997, S. 183)

Dies macht deutlich, daß Frau Loftus offenbar immer noch nicht bereit ist, die Konsequenzen ihrer eigenen Forschung auch auf jene Strafprozesse anzuwenden, die ihrem eigenen Volk (bzw. Rasse, wie sie es auch ausdrückt) finanziell, machtpolitisch und gesellschaftlich zugute kommen.

Loftus’ Beurteilung generalisiert

Objektiv betrachtet unterscheidet sich das Verfahren gegen John Demjanjuk nur wenig von den vielen anderen Verfahren gegen tatsächliche oder auch nur vermeintliche NS-Verbrecher, insbesondere jene, die viel in der (Ver-)Öffentlichkeit beachtet wurden, wie etwa der Jerusalemer Eichmann-Prozeß, der Frankfurter Auschwitz-Prozeß, der Düsseldorfer Majdanek-Prozeß, die Verfahren gegen Klaus Barbie, Maurice Papon, Erich Priebke u.v.a.m.

Es ist im übrigen bezeichnend, daß Frau Loftus bei der Aufzählung der Faktoren, die das Gedächtnis der Zeugen manipulieren können, drei wichtige Faktoren ausgelassen (oder etwa unterschlagen?) hat:

  1. Erlebnisberichte der verschiedenen Zeugen werden über mündliche, schriftliche und Rundfunkmedien seit jeher weit verbreitet, insbesondere auch zwischen den Zeugen selbst durch persönlichen Austausch oder über allerlei Hilfsorganisationen.
  2. Das Thema »Holocaust« ist in den Massenmedien spätestens seit Ende der 70er Jahre omnipräsent, und zwar in einer äußerst einseitigen Art und Weise.
  3. Im Bereich »Holocaust« gilt es nicht nur als gesellschaftlich äußerst frevelhaft, sondern mitunter auch als strafwürdig, gewisse Dinge nicht zu wissen, nicht zu bekennen oder gar anzuzweifeln. Es besteht daher ein äußerst starker gesellschaftlicher Druck insbesondere auch auf Zeugen, sich an gewisse Dinge zu erinnern und andere Dinge auszublenden. (Diesen äußerst wirksamen gesellschaftlichen Druck hat Frau Loftus sogar für sich als Gutachterin konstatiert, und sie ihm nachgegeben! Wie vielen ihrer Kollegen wird es genauso ergangen sein?)

Alle drei Faktoren führen zusätzlich zu den von Prof. Loftus schon angeführten Faktoren zu einer massiven Deformierung des Gedächtnisses.

Populäre Aussagenkritik

In der populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American erschien in der Septemberausgabe des Jahres 1997 unter dem Titel »Creating False Memories« ein längerer Artikel von Prof. Loftus (S. 50-55), der in der Januarausgabe 1998 auch in der deutschen Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft erschien (»Falsche Erinnerungen«, S. 62-67). Wie bereits in ihrer bisherigen Literatur (vgl. D. Irvings Rezension von The Myth of Repressed Memory in VffG 1(1) (1997), 41f.), so konzentriert sich Frau Loftus auch in diesem Beitrag in erster Linie darauf, zu erklären, wie, unter welchen Umständen und in welchem Ausmaß falsche Kindheitserinnerungen entstehen. Hintergrund dessen sind vor allem die in den USA und seit jüngstem leider auch in Europa immer mehr grassierenden, an Schauprozesse erinnernden Verfahren wegen angeblicher Kindesmißhandlung. Die in diesen Verfahren offenbar häufig einhergehenden Manipulationen des Gedächtnisses wichtiger Zeugen sorgt seit einigen Jahren für Schlagzeilen und hat die Aussagenkritik zu einer neuen Blüte verholfen.

Hauptproblem der psychologischen Untersuchung falscher Erinnerungen ist, daß man bei Experimenten mit Menschen keine Methoden anwenden darf, die zu psychischen Leiden führen können, denn derartige Menschenversuche sind naturgemäß strafrechtlich verboten. Frau Loftus und Mitarbeiter müssen daher mit sehr milden Methoden nur solche (falsche) Erinnerungen thematisieren, die nicht allzu traumatisch sind. Naturgemäß sind daher die Ergebnisse dieser Forschung nicht direkt auf jene falschen Erinnerungen übertragbar, wie sie tatsächliche (oder nur suggerierte) Kindesmißhandlungen oder andere Grausamkeiten hinterlassen wie etwa Mordorgien.

Über die Leichtigkeit der Gedächtnismanipulation

Grafik 1 zeigt das Ergebnis eines Versuches, wie er in Loftus’ Artikel präsentiert wurde. Daraus und aus anderen entsprechenden Versuchen ergibt sich entsprechend, daß bestimmte frei erfundene Ereignisse, die in einen wahren Rahmen eingebunden sind, zunehmend als wahr ausgegeben werden, je Öfter sie einem als wahr vorgestellt werden und je mehr in Vergessenheit gerät, aus welcher Quelle die ursprüngliche Information stammt. Haben alle Versuchspersonen noch bei dem ersten Interview korrekterweise darauf beharrt, das erfundene Ereignis hätten sie nicht erlebt, so stieg die Zahl derer, die das erfundene Ereignis für wahr hielten, im zweiten Interview bereits auf 18% und im Dritten auf 25% an. Es wäre interessant herauszufinden, wie sich der Anteil der manipulierten Gedächtnisse erhöht, wenn die suggestiven Interviews in die Hunderte oder gar Tausende gehen, eine Zahl, die man bei »Holocaust«-Zeugen vermuten darf, die sich seit vielen Jahrzehnten allerlei Verhören, Interviews, Erzählungen und Medienberichten aussetzen.

Gedächtnisverfälschung

Grafik 1: Das Wachrufen lediglich suggerierter Kindheitserlebnisse wird mit der Zeit offenbar immer leichter, weil einem die Einzelheiten vertrauter werden und die Quelle der Desinformation in Vergessenheit gerät. Der amerikanische Forscher Ira Hyman konfrontierte Versuchspersonen nicht nur mit mehreren wirklichen – von Verwandten verbürgten – Ereignissen im frühen Alter, sondern auch mit einem peinlichen Vorfall, der in Wahrheit frei erfunden war: Als Kind hätten sie auf einer Hochzeitsfeier eine Schüssel voll Punsch über die Kleidung der Brauteltern verschüttet. Beim ersten Interview akzeptierte kein einziger Teilnehmer den fingierten Bericht als zutreffend; doch in zwei späteren Interviews meinten zunächst 18 und dann sogar 25 Prozent, sich an den Vorfall doch zu erinnern.

Grafik, Text und Fotos nach Spektrum der Wissenschaft 1(1998)

Imaginäres Unglück

Imaginäre Standpauke

Aus Loftus’ Arbeiten wird klar, daß der überwiegende Teil der Menschen selbst für die einfachsten Gedächtnismanipulationen empfänglich sind. Manipulierende Faktoren lauern überall in unserer Umwelt, insbesondere in Form der Massenmedien und der vielfältigen anderen Kommunikationsmittel, denen unser Gedächtnis viele Informationsfetzen entnimmt, ohne allerdings in der Regel auch die Informationsquelle und den Informationswert mit abzuspeichern.

Leider enthalten Loftus’ Arbeiten keine Ausführungen darüber, inwiefern sich die Manipulation des menschlichen Gedächtnis durch die Steigerung des emotionalen Druckes erhöht. Da dem Experiment mit Menschen hier Grenzen gesetzt sind, ist man hier auf Untersuchungen realer Fälle angewiesen.

Besonders der Fall des Prozesse gegen John Demjanjuk hat jedoch in Übereinstimmung mit der herrschenden Auffassung gezeigt, daß ein Gedächtnis um so leichter manipulierter ist, je größer der emotionale Streß ist, dem es ausgesetzt ist.

Da es sich beim Holocaust insbesondere für die Zeugen um ein Ereignis andauernden emotionalen Stresses handelt, muß in diesem Bereich mit besonders massiven Gedächtnisverformungen gerechnet werden. Es bliebt dabei offen, welcher Anteil dieses Stresses von wahren und welcher Anteil von falschen, durch die allseits konstatierte Hysterisierung geformten "Erinnerungen" verursacht wird.

Fehlende psychologische Zeitzeugenkritik

Es wäre zu hoffen, daß sich einst auch einer dieser Fachleute des Themas "Zeugenaussagen zu zeitgeschichtlichen Themen" annimmt. Dies müßte noch nicht einmal beim heißen Eisen »Holocaust« ansetzten, denn im Prinzip sind alle Zeugenaussagen zu den verschiedensten zeitgeschichtlichen Themen problembehaftet.

Dabei könnte man wie folgt vorgehen:

Man nimmt sich verschiedene zeitgeschichtliche Bereich heraus, die ganz unterschiedlich emotional beladen sind. Die Spannbreite müßte dabei von Ereignissen reichen, deren Zeugen nicht emotional, d.h. persönlich oder ideologisch engagiert sind, bis hin zu solchen, die im extremer Weise der Fall ist, etwa in der Staffelung: Besuch von US-Präsident J.F. Kennedy in Deutschland, Arbeiteraufstand 17. Juni 1953, Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten.

Gleiches ließe sich mit Ereignissen durchführen, die für die persönlich Betroffenen eine ähnliche emotionale Dramatik besaßen, die aber ein ganz unterschiedliches Medienecho erhielten, wie etwa: ein Flugzeugabsturz; ein lokaler Kleinkrieg; eine weltweit Beachtung findende Naturkatastrophe; ein über Jahrzehnte medial behandelter Großkrieg.

Es wäre interessant herauszufinden, ob die durch vielseitige bereits erfolgte Beobachtungen gestützte Vermutung bestätigt würde, daß mit zunehmender emotionaler Verstrickung in ein Ereignis und mit zunehmender medialer Darstellungen desselben das Gedächtnis der Zeugen manipuliert wird.

An der Spitze aller emotionalen Dramatik freilich wird für die entsprechenden Zeugen wohl immer der »Holocaust« bleiben, womit, nebenbei bemerkt, endlich einmal festgemacht wurde, worin das eigentlich Einzigartige des »Holocaust« liegt: An den damit verknüpften gedächtnismanipulierenden Emotionen.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(3) (1998), S. 214-217.
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