"Juden lügen und übertreiben bezüglich des Holocaust
um finanzieller und politischer Vorteile Willen
"

Von Dipl.-Chem. Germar Rudolf

Norman G. Finkelstein, The Holocaust Industry. Reflections of the Exploitation of Jewish Suffering, Verso, London/New York 200, 150 S., US$ 23,-

Wer ein kleines, schmales Büchlein, das normalerweise etwa 15-20 DM kosten würde, für umgerechnet etwa DM 52,- anbietet, zeigt damit entweder, daß er gar nicht will, daß sein Buch ein Massenerfolg wird, oder er möchte seinen Gewinn durch gnadenloses Abzocken maximieren, also im Gleichschritt mit der Holocaust-Industrie auch seinen Reibach machen. Da dieses Buch sich massiv gegen das Establishment richtet, wird es ohnehin kein Massenerfolg werden können, womit man die erste Möglichkeit wohl ausschließen kann. Andererseits wird dieses Buch wohl besonders unter jenen Menschen Freunde finden, die Finkelstein wohl, so darf man annehmen, niemals als Freunde akzeptieren würde. Denen das Geld gnadenlos aus der Tasche zu ziehen als Ausgleich dafür, daß sie von der falschen Seite applaudieren, mag der wirkliche Anlaß für die völlige Überteuerung dieses Buch sein, das noch nicht einmal von sich behauptet, wissenschaftlich sein zu wollen. Somit sollte sich jeder Käufer dieses wichtigen Buches bewußt sein, daß er Herrn Finkelstein zugleich eine deftige "Entschädigung" dafür zahlt, sein Buch zu "mißbrauchen". Wohlgemerkt: In diesem Buch geht es dem amerikanischen Juden Finkelstein darum, das Entschädigungsgeschäft zu kritisieren!

Aber eins nach dem anderen. Finkelstein ist kein Unbekannter. Er machte sich durch seine Gegnerschaft zu Daniel J. Goldhagen einen (Un)Namen. (Vgl. dazu die Ausführungen in VffG 4/1998, S. 311-320.) Auf das Thema "politischer Ge- bzw. Mißbrauch des Holocaust" stieß er bei der Lektüre von Peter Novicks Buch The Holocaust in American Life (Houghton Mifflin, Boston 1999). Sowohl Novick als auch Finkelstein sehen das Jahr 1967 als "Entdeckungsjahr" des Holocaust für politische Zwecke an. Während Novick jedoch meint, die Juden seien geschockt gewesen über die Verwundbarkeit Israels, weshalb sie es nachfolgend mit der moralischen Wunderwaffe "Auschwitz" ausgerüstet hätten, sieht Finkelstein es andersherum: Während die US-Politik zuvor Israel und die Juden eher ignoriert habe, habe Amerika durch den überwältigenden Sieg Israels im Jahre 1967 erkannt, welch wertvoller Verbündeter ihm dort zur Verfügung steht. Deshalb habe man seither den jüdischen Staat und damit auch die jüdische Lobby in den USA zunehmend gestützt und aufgebaut.

Ich denke, das beide falsch liegen. Der Holocaust wurde nicht 1967 für politische Zwecke "entdeckt", sondern er wurde mit zunehmendem Abstand zum Ereignis immer mehr aufgebauscht, verzerrt, übertrieben, ja geradezu "erfunden", wobei es mehrere Ereignisse gab, die ihn aufzubauen halfen. Finkelstein selbst beschreibt, wie die Mehrheit der jüdischen Vereinigungen in den USA in den unmittelbaren Nachkriegsjahren alle, die damals schon Holocaust-Propaganda betrieben, als Kommunisten und Stalinisten anklagten. Auf die naheliegende und untersuchenswerte Idee aber, daß die jüdischen Vereinigungen so handelten, weil sie womöglich wußten, daß ein Großteil der Holocaustgeschichten eben nichts anderes waren als kommunistische Greuelpropaganda, kommt Finkelstein freilich nicht. Er wirft hingegen den jüdischen Organisationen vor, sie hätten bei den "Hexenjagden" McCarthys in der unmittelbaren Nachkriegszeit auf Kommunisten in den USA mitgemacht. Zwar mag es unter McCarthy zu Exzessen gekommen sein, aber angesichts der realen Gefahr, die Stalins Sowjetunion damals darstellte, und angesichts der von Roosevelt geduldeten und gar geförderten Unterwanderung der US-Eliten mit Kommunisten und Sowjetspionen war diese Abwehrreaktion mehr als gerechtfertigt, ja geradezu notwendig. Man bekommt einen Geschmack von Finkelsteins eigener politischer Voreingenommenheit, wenn er sowjetfreundliche sozialistische Politiker in den USA als "progressiv" beschreibt und beklagt, daß man von jüdischer Seite nicht schon damals zur Hexenjagd gegen deutsche Veteranen aufrief, die nach Kriegsende die USA besuchten oder sich dort sogar niederließen (er nennt sie "ex-Nazis" – wie auch sonst). Hier bemerkt man seine Nähe zur "Nazi-Jägerin" Ruth Bettina Birn. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Finkelstein meint, es sei richtig und notwendig, gegen deaktivierte ehemalige deutsche Soldaten, die niemandem mehr schaden können und in der Mehrheit kein Unrecht taten, eine Hexenjagd durchzuführen, gegen aktive sowjetische Spione im Dienste der Weltrevolution aber nicht.

Finkelsteins Buch hat den Nachteil, daß es nur die Rolle des Holocaust in den USA betrachtet. Dadurch muß seine Analyse zu kurz greifen. Der Holocaust kam Schritt für Schritt ins Bewußtsein der Juden und des Westens. In Deutschland spielte er nach den Nürnberger Tribunalen erstmals in den Einsatzgruppenprozessen sowie im Prozeß gegen Ilse Koch und gegen die Wachmannschaft der KL Buchenwald und Sachsenhausen in den 50er Jahren eine Rolle. Auffallend an diesen Prozessen war bereits damals der ungeheuer große Einfluß, den die kommunistischen Staaten auf diese Prozesse nehmen konnten, einerseits durch die Abrichtung und Stellung von Zeugen sowie die selektive Zustellung von "Belastungsdokumenten", andererseits aber auch durch die Stellung von Nebenklägern und Nebenklage-Anwälten. Der größte Schub für die Holocaust-Industrie stellte ohne Zweifel der Eichmann-Schauprozeß dar, der in Israel live übertragen und daher eine omnipräsente Rolle spielte. Kaum drei Jahre später folgte dann der fast zweijährige Frankfurter Auschwitz-Prozeß mit seiner kaum zu unterschätzenden internationalen Resonanz. In Israels drittem Eroberungskrieg von 1967 wurde die neue, 1961 und 1964-66 geschärfte Wunderwaffe dann erstmals erfolgreich eingesetzt. Geschaffen worden war sie jedoch schon früher.

Finkelstein gibt in seinem Buch offen zu, was ohnehin nicht zu verheimlichen ist: Die Juden als Gruppe sind die einflußreichste, mächtigste und reichste Gruppe Amerikas, ja der Welt. Das sind sie freilich nicht schon immer gewesen, und sie wurden dazu auch nicht 1967 quasi von heute auf morgen erkoren. Auch haben sie "den Holocaust" nicht erst 1967 als Waffe entdeckt. Don Heddesheimer hat in seinem in VffG 2/1999, S. 153-158 erschienenen Artikel dargelegt, daß jüdische Organisationen bereits seit dem Ersten Weltkrieg versuchen, sich mit allerlei "Holocaust"-Propaganda eine Opferrolle zuzulegen, und dadurch Mitleid zu erheischen, Einfluß zu gewinnen und Geld zu scheffeln. In einer wesentlich erweiterten Studie, die womöglich im Jahr 2001 erscheinen wird, wird er aufzeigen, daß die Tradition der jüdischen "Holocaust"-Lügen und –Übertreibungen zum Zwecke der Gewinnung finanzieller und politischer Vorteile sogar noch älter ist. Sie läßt sich bis in die späten Jahre des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Es wäre interessant, einmal nachzuprüfen, ob sich nicht in allen Epochen jüdischer Aktivitäten derartige Vorgänge finden lassen, denn die jüdische Religion ist bekanntlich groß darin, ihre Anhänger immer als unschuldige Opfer und alle Nichtjuden als massenmordende Ungeheuer darzustellen. Es wäre daher durchaus möglich, daß die "Holocaust-Industrie" nichts weiter ist als eine geschichtliche Konstante des Judentums.

Die USA waren verständlicherweise anfangs nicht glücklich über den durch die Gründung Israels geschaffenen Nahost-Konflikt. Man nahm daher nur zögerlich Partei für Israel. Das änderte sich jedoch mit der Zeit. Laut Finkelstein, weil die USA die strategische Bedeutung Israels erst mit seinem überwältigenden Sieg anno 1967 erkannten. Das ist freilich Unsinn. Eine bedingungslose Solidarisierung mit Israel konnte den USA immer nur Nachteile bringen, indem die Araber den Sowjets in die Arme getrieben wurden und damit der Westen wirtschaftlich erpreßbar wurde. Auch heute, nach dem Wegfall der Sowjetunion, machen sich die USA in Nahost keine Freunde mit ihrer bedingungslos, ja geradezu blind zu nennenden prozionistischen Politik. Warum wurde diese Politik aber trotzdem durchgepaukt? Ganz einfach: Der Einfluß der jüdischen Lobby war besonders in den 60er Jahren so stark angestiegen, daß eine Politik gegen diese Lobby nicht mehr möglich war. Ob Finkelstein die von ihm zitierte jüdische Propagandaformel, derzufolge mit Israel "die westliche Zivilisation gegen die rückständigen arabischen Horden" verteidigt wird, selbst glaubt? Wohl kaum, denn mit dem gleichen Spruch könnte man jede gewaltsame Kolonisation und ethnische Säuberung in der Dritten Welt rechtfertigen.

Finkelsteins Erklärungsversuch, warum die "Holocaust-Industrie" seit 1967 schwunghaft zunahm, ist daher zumindest chronologisch falsch: Diese Industrie begann schon viele Jahrzehnte früher (wenn nicht gar viele Jahrhunderte oder gar Jahrtausende), und entwickelte sich auch nicht aufgrund eines Ereignisses, sondern als logische Konsequenz der stetig wachsenden und immer unantastbarer werdenden jüdischen Dominanz in der westlichen Welt Schritt für Schritt (was er mit einem kurzen Hinweis auf den Eichmann-Prozeß wenigstens andeutet). Von den frühen Auswüchsen der Holocaust-Industrie hat Finkelstein wahrscheinlich keine Ahnung. Der jüdischen Dominanz dagegen widmet er sich immerhin kurz auf S. 32f., wo er die Juden als erfolgreichste Minderheit der USA beschreibt, der es gelungen ist, sich mittels des Holocaust eine Opferidentität zu geben, obwohl sie das genaue Gegenteil einer Opfergruppe sind. Er beschreibt, wie sich Juden zunehmend selbst für auserwählt und allen anderen Gruppen überlegen halten, also quasi als eine Art Übermenschen oder Herrenrasse sehen.

An dieser Stelle wird Finkelsteins Buch dann auch interessant, denn dies ist ein erstes Mal, daß ein jüdischer Autor offen ausspricht, daß "die Juden" den Holocaust als Propagandawaffe mißbrauchen, um jede Kritik von sich abzulenken und als "Antisemitismus" zu brandmarken (30, 37). Er wird in allerlei Verhandlungen als "Hebel" zur rücksichtslosen Durchsetzung jüdischer Interessen eingesetzt (S. 27). Der Holocaust dient als letzter Beweis für den irrationalen ewigen Haß der Nichtjuden auf die Juden (S. 48f.), vor dem sich zu schützen den Juden alles recht und billig sein muß. Kurz: »den Juden ist alles erlaubt in ihrem Umgang mit Nichtjuden.« (S. 51) Betrug, Lüge, Raub, Mord, Totschlag, Krieg, Vertreibung, Ausrottung, einfach alles. Denn schließlich gilt es, einen zweiten "Holocaust" zu verhindern, also einen zweiten Versuch, sie mit Stumpf und Stil auszurotten, und dazu sei ja nun wirklich jedes Mittel erlaubt (S. 24, 26, 31, 37). Der immer-schuldige nichtjüdische Verbrecher hier, das immer-unschuldige jüdische Opfer dort. So einfach dieses Klischee als falsch nachgewiesen werden kann, so sehr hat es sich im Machtpoker der sich im Machtrausch befindlichen jüdischen Eliten (und welcher Jude gehört nicht dazu?) als wertvoll erwiesen und somit durchgesetzt, so Finkelstein.

So weit, so gut. Doch nun ans Eingemachte. Schon in seiner Kritik an Goldhagen hat Finkelstein zwischen wissenschaftlicher und unwissenschaftlicher Holocaust-Literatur unterschieden. In seinem neuen Buch nun benutzt er zwei verschiedene Schreibweisen für das, was er für eine realitätskonforme Darstellung der den Juden widerfahrenen Ereignisse während des Zweiten Weltkrieges hält, und für das, was die Holocaust-Industrie mit ihrer verzerrenden, übertreibenden und lügenhaften Propaganda daraus gemacht hat. Den realen "Holocaust" schreibt er klein, den irrealen groß. Man darf gespannt sein, wie dies ins Deutsche übertragen wird.

Um seine Behauptung über die Lügen und Übertreibungen zu belegen, erläutert Finkelstein unter anderem den wohlbekannten Fall Binjamin Wilkomirski alias Bruno Doessekker (vgl. VffG 1/1999, S. 88ff.) mit all den damit zusammenhängenden Kapriolen des Establishments der Holocaust-Industrie, wie in diesem Heft von Prof. Butz beschrieben. Finkelstein anerkennt die Probleme, die Zeugenaussagen generell mit sich bringen:

»Tatsächlich haben viele Wissenschaftler die Zuverlässigkeit der Aussagen von Überlebenden in Zweifel gezogen. "Ein großer Prozentsatz der Fehler, die ich in meinen eigenen Arbeiten entdeckt habe", erinnert sich Hilberg, "konnte auf Aussagen zurückgeführt werden."«

In einem Interview mit der Berliner Zeitung hat Hilberg dann auch weitergehend kritisiert, das es bezüglich der eskalierenden Holocaust-Forschung überhaupt keine Qualiätskontrolle gibt:

»[Frage] Sie haben einmal gesagt, in der Holocaust-Debatte gibt es keine Qualitätskontrolle.

[Hilberg] Das stimmt, insbesondere an mehreren der US-Elite-Universitäten. Nur so konnte Goldhagen einen Doktor in politischer Wissenschaft in Harvard machen, obwohl es niemanden in diesem Fachbereich gab, der seine Arbeit hatte überprüfen können.«

Angesichts der von Finkelstein konstatierten Verseuchung des holocaust/Holocaust mit Lügen, Verzerrungen und Übertreibungen wären freilich allein kritische, skeptische Forscher in der Lage, eine wirksame Qualitätskontrolle durchzuführen. Und welche Rolle würden dabei die Revisionisten spielen? Laut Finkelstein den eines Popanz (S. 68):

»All der Aufregung zum Trotze gibt es keinen Beweis dafür, daß Holocaust-Leugner in den Vereinigten Staaten mehr Einfluß haben als die Flat Earth Society. Angesichts des Unsinns, der täglich von der Holocaust-Industrie ausgestoßen wird, ist es ein Wunder, wie wenig Skeptiker es gibt. Das Motiv hinter der Behauptung einer weiten Verbreitung der Holocaust-Leugnung ist nicht schwer zu finden. Wie kann man denn auch sonst in einer Gesellschaft, die mit dem Holocaust gesättigt ist, noch mehr Museen, Bücher, Karrieren, Filme und Studienprogramme rechtfertigen als mit dem Aufbauschen eines Holocaust-Leugnungs-Popanz?«

Das hat mich nun interessiert. Ich habe das Internet, dem einzigen unzensierten Medium, nach der Flat Earth Society abgesucht. Der wahrscheinlich beste Suchmotor Altavista spuckte zu dem Stichwort etwa 4,500 Seiten aus. Es ist mir allerdings nicht gelungen, darunter auch nur eine Domäne zu finden, die sich mit dem Thema beschäftigt. Alles, was ich fand, waren einzelne Webseiten, die sich allerdings allesamt nur humoristisch mit der Theorie einer flachen Erde auseinandersetzen (jedenfalls soweit ich es verstanden habe). Außerdem gibt es beispielsweise eine Musikgruppe, die sich genauso nennt und ebenfalls unter diesem Stichwort aufgefunden wird.

Wenn man hingegen "Revisionismus" eingibt, so rasselt es etwa 20,000 Seiten, darunter sehr viele große, von Tausenden von Besuchern täglich besuchte Domänen, die nichts anderes machen, als sich pro oder contra mit den "Holocaust-Leugnern" zu befassen.

Finkelstein hat sicher mit seiner Prognose recht, daß die Revisionisten den Juden einen billigen Vorwand liefern, um ihre Propaganda noch weiter zu steigern. Aber man hat es hier wohl eher mit einer Wechselwirkung zu tun, denn der Revisionismus ist ja primär nichts weiter als eine Reaktion auf die Lügen, Verzerrungen und Übertreibungen der Holocaust-Industrie, und je mehr diese um sich schlägt, um so mehr stärkt sie damit den Revisionismus. Hat Finkelstein also keine Ahnung, wovon er spricht, oder spielt er das Problem herunter? Die Antwort liegt wohl in dem hier zitierten Abschnitt Finkelsteins selbst verborgen. Warum wohl bettet er inmitten seines Versuches, den Revisionismus lächerlich zu machen, den Satz ein, daß es nicht genügend Skeptiker gibt, die der Holocaust-Industrie auf die Finger klopfen? Skeptiker ist nur ein anderes Wort für Revisionist! Finkelstein stellt also fest, daß die Revisionisten nur einen lächerlich geringen Einfluß haben, und bedauert zugleich, daß es nicht genügend von ihnen gibt, daß sie also keinen größeren Einfluß haben! Ich wette, er hat das selbst noch gar nicht bemerkt!

Ich muß gestehen, daß ich Finkelsteins Abschnitt über die in den 90er Jahren zur Regel gewordenen jüdischen Erpressungen ganzer Staaten nur flüchtig gelesen habe. Den Amerikanern mögen seine Gedanken neu sein, als Europäer geht mir diese Geschichte aber erstens zu sehr an die Nieren, und zweitens verfolge ich diesen Skandal nun seit so vielen Jahren, daß ich davon nichts mehr hören und lesen will. Es sei hier nur erwähnt, daß nach Finkelstein nun von gewisser jüdischer Seite wohl versucht wird, etwa 50% aller Kunstgegenstände in den USA für sich zu reklamieren, da es sich dabei angeblich um Raubgüter aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, und daß der Versuch von jüdischer Seite, massive Wiedergutmachungen und Eigentumsrückerstattungen in Osteuropa durchzusetzen, bei den dortigen verarmten Völkern zu massiven antisemitischen Verwerfungen führen kann.

Ein letztes Wort noch zur Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen. Finkelstein mockiert sich massiv über die Anzahl der angeblich heute noch lebenden "Holocaust"-"Überlebenden". Etwa eine Million, so schreibt er, sollen laut Angaben jüdischer Organisation noch gegen Ende des 20. Jahrhunderts unter uns verweilt haben (vgl. dazu meinen Beitrag in VffG 3/1998, S. 223f.). Er zitiert dazu treffend seine Mutter: (S. 81)

»Wenn jeder, der behauptet, ein Überlebender zu sein, tatsächlich einer ist, wen hat dann Hitler getötet?«

Finkelstein rechnet vor, daß es heute kaum mehr als 25.000 Überlebende geben dürfte. Nun darf man wohl folgende einfache logische Überlegungen anführen:

  1. Wenn die jüdischen Bevölkerungsstatistiken stimmen, dann gibt es heute etwa 13,5 Mio. Juden.
  2. Unter der Annahme einer normalen Altersverteilung sind etwa 15% aller Juden älter als 55 Jahre, d.h. sie wurden vor 1945 geboren.
  3. 15% von 13,5 Mio. sind etwa 2 Mio.
  4. Es wird allgemein angenommen, daß nicht mehr als die Hälfte der 18 Mio. Juden, die vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten, in Gegenden lebten, die später ganz oder teilweise unter deutsche Kontrolle kamen.
  5. Von den maximal 2 Millionen Juden, die heute 55 Jahre und älter sind, behauptet eine Million, daß sie in deutsch beherrschten Gegenden Europas gelebt und dort überlebt haben, das sind 50%.
  6. Wenn wir annehmen, daß Hitler tatsächlich die Mehrheit jener Juden tötete, die unter seinen Einfluß gelangten, insbesondere, sofern es sich um "nicht arbeitsfähige" Kinder handelte, dann kann es von diesen Juden heute keine zwei Millionen mehr geben, sondern höchstens etwas mehr als eine Million, also überwiegen jene, die nicht unter deutschen Einfluß gelangten.

Mögliche Schlußfolgerungen

  1. Der Holocaust fand statt. Dann würde es heute also nur etwas mehr als eine Million Juden der Altersgruppe 55 Jahre und älter geben, wobei die überwiegende Mehrheit davon nie im Einflußbereich Hitlers war. Wenn aber eine Million davon behaupten, Überlebende zu sein, dann muß die überwiegende Mehrheit dieser Personen wissentlich lügen, um dadurch politische und finanzielle Vorteile zu erlangen. Tatsächlich müssen fast alle Juden im Alter von 55 Jahren und älter aus diesem Grunde lügen, d.h., es handelt sich bei ihnen um "Betrüger", wie Finkelstein ein Kapitel seines Buches überschreibt.
  2. Wenn es tatsächlich eine Millionen Juden der Altersgruppe 55 Jahre und älter gibt, die im Herrschaftsbereich Hitlers überlebt haben, dann muß man feststellen, daß eben fast alle Juden, die im Herrschaftsbereich Hitlers waren, überlebt haben, oder, um Finkelsteins Mutter zu paraphrasieren: "Wen hat Hitler getötet?" Wenn sie aber fast alle überlebt haben, dann hat es eben keinen Holocaust gegeben. Dann ist der Holocaust an sich ein Betrug, und jeder, der behauptet, daß es ihn dennoch gegeben hat und daß er ihn überlebte (etwa die Hälfte aller Juden über 55 Jahre), würde somit um politischer und finanzieller Vorteile willen lügen; sie wären mithin alle als "Betrüger" überführt, wie Finkelstein sein Kapitel überschreibt.

Wie man es auch dreht und wendet: Wenn die Behauptung stimmt, daß eine Million Juden von sich behaupten, Überlebende zu sein, dann bewiese dies nur, daß diejenigen Juden, die über 55 Jahre alt sind, in der Mehrheit (oder gar fast alle) "professionelle Lügner" sind, d.h., das sie lügen und betrügen, um dadurch politische und finanzielle Vorteile zu erheischen. Damit wäre das Klischee des Juden als Lügner und Betrüger erstmals wissenschaftlich bewiesen worden.

Norman G. Finkelsteins Buch an sich kann man ja ohnehin in einem kurzen Satz zusammenfassen:

"Juden lügen und übertreiben bezüglich des Holocaust um finanzieller und politischer Vorteile willen."

Das würde jedem deutschen Nichtjuden in Deutschland eine saftige Gefängnisstrafe einbringen. Herr Finkelstein braucht sich darum aber keine Sorgen zu machen, denn Juden sind ja die neue Herrenrasse, und die darf sich bekanntlich gegenüber den Nichtjuden, insbesondere gegenüber den deutschen Untermenschen, alles erlauben. Und außerdem behauptet Finkelstein ja nicht, daß der Holocaust an sich erfunden und erlogen sei. Er ist in seinen Augen ja nur durch Lügen übertrieben und verzerrt worden.

Eines hat Finkelstein allerdings übersehen, nämlich die alles entscheidende Frage: Wie unterscheidet man zwischen wahren und falschen Passagen einer Zeugenaussage? Finkelstein, und mit ihm Hilberg, hat recht, wenn er feststellt, daß die Zeugenaussagen unzuverlässig sind. Doch wie stelle ich fest, wo der zuverlässige Teil einer Aussage aufhört und der unzuverlässige anfängt? Es ist aus logischen Gründen unmöglich, dies anhand anderer Zeugenaussagen zu ermitteln, denn die prinzipielle Unzuverlässigkeit einer Zeugenaussage läßt sich nicht mit anderen, ebenso prinzipiell unzuverlässigen Aussagen eruieren, geschweige denn beheben. Den Wert und Unwert von Zeugenaussagen kann man nur durch überlegene Beweismittel ermitteln, sprich: durch Dokumenten- und Sachbeweise.

Finkelstein hat zwar erkannt, daß die Zeugenaussage im allgemeinen und in Sachen Holocaust im besonderen äußerst unzuverlässig ist. Er hat aber weder erkannt, daß die Geschichte von der industriellen Vernichtung der Juden ganz allgemein praktisch nur von solchen Aussagen getragen wird, noch die daraus zu ziehende Konsequenz: In der Holocaust-Forschung muß notwendigerweise das Primat den Dokumenten- und Sachbeweisen gehören. Die Aussagen sind ihnen streng unterzuordnen. Finkelstein hat somit noch nicht einmal zu erkennen versucht – noch hätte er es mit seinen Methoden vermocht –, das Ausmaß der Verlogenheit, Verzerrung und Übertreibung der Holocaust-Geschichten zu ergründen.

Die Unterschiede in der Bewertung der Holocaust-Geschichten zwischen Finkelstein und den Revisionisten mag man als schwerwiegend oder lediglich als graduell ansehen. Tatsache ist aber, daß sich die Revisionisten dem Problem wissenschaftlich nähern und es sachlich und logisch zu lösen versuchen, während Finkelstein das Problem offenbar noch nicht einmal erkannt hat und gegenüber den Revisionisten mit Polemik und Drohungen reagiert: Mir drohte er 1998 mit rechtlichen Schritten, sollte ich es wagen, seine Erwiderung auf Goldhagens Attacken ins Deutsche übersetzt ins Internet zu hängen. Damals zieh Finkelstein Goldhagen der Unwissenschaftlichkeit, u.a. weil Goldhagen eine Diskussion mit Finkelstein verweigerte und ihn statt dessen mit rechtlichen Schritten bedrohte. Finkelstein hat kein moralisches Recht, Goldhagen deshalb anzugreifen. Er verhält sich gegenüber seinen Kritikern keinen Deut besser.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(3&4) (2000), S. 435-438.


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