IHR: Sinkt das Schiff?

Hintergründe und Auswirkungen einer neunjährigen Krise

Von Germar Rudolf

In seiner Dissertation beschrieb der neuseeländische Historiker Joel S. Hayward 1993 das kalifornische Institute for Historical Review als »Mover and Shaker« (Beweger und Rüttler) des Revisionismus. Tatsächlich spielte dieses Institut mit seinem Flaggschiff, dem Periodikum The Journal of Historical Review, seit seiner Gründung im Jahr 1979 bzw. 1980 die ausschlaggebende und führende Rolle im internationalen Revisionismus. Jedoch etwa zur gleichen Zeit, als Hayward seine Dissertation veröffentlichte, fing der Abstieg des IHR an, verursacht durch eine große Erbschaft, über deren Verwendung sich die am IHR Beteiligten nicht einigen konnten. Der sich aus dieser Erbschaft ergebende juristische Streit währt nun neun Jahre, und ein Ende ist nicht in Sicht. Inzwischen hat die Effizienz des IHR dermaßen gelitten, daß der Revisionismus weltweit darunter ebenfalls massiv leidet. Es werden daher zunehmend kritische Stimmen laut, die die Mißstände beim Namen nennen und nach Maßnahmen rufen, um ihnen Einhalt zu gebieten. Der nachfolgende Beitrag gibt eine kurze Übersicht über die Geschichte und Hintergründe der jetzigen Krise des IHR sowie über die von verschiedener Seite geäußerte Kritik.


Das Institute for Historical Review

Seit den 60er Jahren ist Willis A. Carto mit recht großem Erfolg als politisch rechtsgerichteter Verleger in den USA tätig. In den 60er und 70er Jahren gab er u.a. den American Mercury heraus, ein erfolgreiches, rechts-konservativ ausgerichtetes politisches Magazin. In diesem Magazin erschienen auf Initiative von Herrn Carto seit 1966 die ersten radikal-revisionistischen Artikel in den Vereinigten Staaten.[1] 1968 erhielt Carto ein anonymes Manuskript des Titels The Myth of the Six Million, worin das herrschende Bild vom Holocaust kritisch beleuchtet wurde. 1969 publizierte Carto dieses Büchlein, das später als Vorlage für Richard Veralls Did Six Million Really Die? diente,[2] in seinem kleinen Buchverlag The Noontide Press. Wie sich später herausstellte, war David L. Hoggan der Autor dieser ersten radikal-revisionistischen englischsprachigen Schrift.

Nachdem der Revisionismus mit den Schriften von Paul Rassinier,[3] Franz Scheidl,[4] Thies Christophersen,[5] Arthur Butz,[6] Wilhelm Stäglich[7] und schließlich der von Robert Faurisson in Frankreich ausgelösten Kontroverse[8] massiv an Schubkraft gewonnen hatte, ergriff Herr Carto die Initiative und schuf anno 1979 mit Hilfe verschiedener Revisionisten das Institute for Historical Review sowie dessen seit 1980 erscheinendes Periodikum Journal of Historical Review. Dieses Periodikum ersetzte Cartos Zeitschrift American Mercury, die er zugunsten dieses neuen Projekts einstellte. Deren ausgedehnte Kundendatei stand dem Journal of Historical Review seither zur Verfügung.

Obwohl das IHR formell gesehen eine unabhängige Organisation war, hing es doch über all die Jahre vom organisatorischen Talent und der massiven finanziellen Unterstützung Cartos ab, der dies als sein Ziehkind und wissenschaftliches Prestigeobjekt betrachtete. Ähnlich wie auch bei anderen von Carto gegründeten Organisationen, wie etwa der Liberty Lobby, war Carto auch bezüglich des IHR die graue Eminenz im Hintergrund, die zwar formell gesehen keinen direkten Einfluß auf diese Organisationen hatte, faktisch aber alle Fäden in der Hand hielt, etwa indem die Mitglieder der Aufsichtsräte entsprechend ausgewählt wurden, damit die Interessen Cartos gewahrt würden. Bösartige Stimmen würden derartige Aufsichtsratsmitglieder als Strohmänner, als Marionetten Cartos bezeichnen. Allerdings gilt es zu beachten, daß die meisten der von Carto gegründeten Organisationen ohne seine finanziellen Mittel und sein organisatorisches Talent kaum lebensfähig (gewesen) wären.

Freilich ist es höchst riskant, ein Verlagsimperium derart aufzubauen, denn wenn die faktische Macht nicht in der Hand derer ist, die sie juristisch betrachtet haben müßten - die Aufsichtsratsmitglieder -, so kann jede Art von "Palastrevolte" dazu führen, daß es zu schweren Konflikten zwischen dem faktisch Mächtigen - Carto - und den formell Mächtigen kommt.

Genau dies geschah dann auch im Herbst 1993, nachdem Frau Farrel-Edison, eine Nachfahrin des berühmten Amerikaners Edison und langjährige Unterstützerin des Institute for Historical Review, in den 80er Jahren verstorben war und dem Institute viele Millionen Dollar hinterlassen hatte.

Der Streit ums Geld

Habgier ist der Tod aller Freundschaften. Das dem IHR vermachte Millionenerbe weckte sie wohl auf beiden Seiten, den faktisch wie den formell Mächtigen. Carto fühlte sich als Gründungsvater und graue Eminenz, welche die finanziellen Angelegenheiten des IHR immer bestimmt hatte und gewohnt war, mit großen Summen Geldes zu jonglieren, ermächtigt, dieses Erbe zu verwalten. Schließlich war er es gewesen, der sowohl das IHR selbst als auch die Beziehung zur verstorbenen Wohltäterin aufgebaut hatte. Er nahm sich daher schlicht der Millionen an, wobei er wahrscheinlich nicht vorhatte, den ganzen Betrag für den Holocaust-Revisionismus auszugeben.

Die Angestellten am IHR jedoch bestanden darauf, daß das Geld formell dem IHR vermacht worden sei und nicht Carto. Der Streit eskalierte bis zu dem Punkt, an dem Carto, seine Frau und drei weitere Personen versuchten, die Kontrolle über das IHR dadurch wiederzuerlangen, indem sie versuchten, dessen Gebäude physisch zu besetzen. Einer der Angestellte des IHR, Greg Raven, verhinderte dies jedoch, indem er Carto und seine Freunde mit gezogener Pistole aus dem Gebäude vertrieb. Der Aufsichtsrat wurde schließlich in nicht näher zu beschreibender Weise von einem Marionettentheater Cartos in ein Marionettentheater der Angestellten des IHR umbesetzt.

Der durch diese Habgier und die sich daraus ergebenden gewalttätigen Szenen entfachte Haß auf beiden Seiten hat zu einer nicht enden wollenden Serie von Zivilprozessen geführt, mit denen beide Seiten versuchen, die jeweils andere materiell zu vernichten. Sämtliche Vermittlungsversuche sind an der Starrsinnigkeit der einen oder anderen Seite gescheitert. Die einzigen, die bei diesem Streit gewinnen, sind die Anwälte sowie alle Gegner des Revisionismus, denn hier werden Millionenwerte aus dem Fenster geworfen und viele Jahre möglicher kreativer Forschung und ungezählte Publikationen vereitelt.

Die Entschuldigung

Es ist selbstverständlich, daß ein Unternehmen nur schlecht funktionieren kann, wenn es sich ständig mit Gerichtsverfahren herumschlagen muß. Es kann daher nicht verwundern, daß die Produktivität des IHR seit 1993 zu wünschen übrig läßt. Es ist deshalb verständlich, daß nicht unerhebliche Stimmen die mangelnde Produktivität des IHR aufgrund der anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen mit Willis Carto voll entschuldigen. So drückte z.B. Prof. R. Faurisson dies an den Direktor des IHR, Mark Weber, jüngst wie folgt aus:[9]

»Ich selbst bin Zeuge des schieren Ausmaßes an Arbeit, die Euch in jenen Tagen durch den Dieb und Lügner Carto verursacht wurde. Ich erinnere mich, wie Du und Greg [Raven], zunächst mit, dann ohne Tom Marcellus, mit dem Papierberg und den juristischen Dingen fertig werden mußtest. Damals dachte ich, dies sei eine unmögliche Aufgabe. Ich bewundere Dich fast so sehr wie ich Ernst Zündel in seinem Bergauf-Kampf bewunderte. Dies sollte auf ewig in Erinnerung bleiben.«

Dem Leser wird die eindeutige Parteinahme Faurisson nicht verborgen bleiben, wie auch seine strafrechtlich verfolgbare Beschuldigung Cartos als einen Kriminellen.[10] Dies zeigt, welches Ausmaß an Unversöhnlichkeit die Revisionisten spaltet.

Die Dinge liegen freilich nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sicher bedeutet der fortwährende juristische Kampf gegen Carto eine unheimliche Belastung für das IHR, aber da beide Seiten in diesem Kampf unversöhnlich sind, müssen auch beide Seiten die Verantwortung dafür übernehmen.

Zudem möchte ich einmal eine provokative Überlegung anbringen, um den Leser nachdenklich zu stimmen: In allen bisher zwischen dem IHR und Carto durchgeführten zivilrechtlichen Auseinandersetzungen hat das IHR die Oberhand behalten. Sämtliche erreichbaren Vermögenswerte Cartos wurden dem IHR zugesprochen, und Cartos Organisation Liberty Lobby wurde in den Bankrott gezwungen. Sollte man daher nicht davon ausgehen, daß es Carto ist, der unter solchen Bedingungen nicht mehr effektiv arbeiten kann? Tatsächlich aber gibt er weiter erfolgreich und ohne Verzögerung sein revisionistisches Periodikum The Barnes Review[11] heraus sowie die von ihm geleitete Wochenzeitung American Free Press. Trotz der davongetragenen Siege ist es das IHR, das sich durch Unproduktivität auszeichnet. Die Gründe für diese Tatsachen können verschiedene sein, und ich will sie nachfolgend untersuchen, nachdem ich zunächst einmal überhaupt erst meine These bewiesen habe, daß das IHR tatsächlich unproduktiv ist.

Die Produktivität des IHR

Ein Vergleich der Produktivität Cartos mit der des IHR ist womöglich unfair, zumal man argumentieren kann, Carto verfüge über einen großen Unterstützer- und Abonnentenkreis und könne daher auf wesentlich größere Ressourcen zurückgreifen als das IHR, wie man auch behaupten (allerdings bisher nicht beweisen) kann, Carto habe die aus dem Erbe erhaltenen Millionen tatsächlich irgendwo versteckt und würde damit seine diversen Projekte wie auch seine juristischen Angriffe gegen das IHR finanzieren.

Ich möchte daher eine ganz andere Gegenüberstellung der Produktivität wagen, die wesentlich einleuchtender ist: Die zwischen mir als Einzelperson und dem IHR als Organisation. Auch hier gibt es freilich Ungleichgewichte, aber diese schlagen zugunsten des IHR aus:

- Meine eigenen Verlage (Castle Hill Publishers und Theses & Dissertations Press) sind im Prinzip Ein-Mann-Betriebe. Ich mußte wegen menschenrechtswidriger Verfolgung aufgrund meiner Publikationen in den letzten Jahren ständig fliehen: von Deutschland über Spanien, England, Ohio (USA), Mexiko, nach Alabama (USA). Wegen meines ständigen Wohnortwechsels und dem Zwang, aus dem Untergrund und oft unter Pseudonymen zu arbeiten, sowie aufgrund meiner Hauptpublikationssprache Deutsch - es gibt nur etwa 100 Millionen Deutschsprechende, aber etwa 3.000 Millionen Englischsprechende - war es mir nicht möglich, einen weltweiten Kreis von Unterstützern aufzubauen. Ich lebte in den Jahren 1999 bis heute im wesentlichen in kleinen Zimmern bzw. Wohnungen, besaß außer meinen Büromöbeln fast keine eigenen Möbel, schlief auf dem Boden, »lebte wie ein Mönch«, wie Ernst Zündel bei einem kurzen Besuch erschrocken feststellte. Zudem werden meine finanziellen Mittel durch das inzwischen weit über 50.000 Euro kostende Asylverfahren in den USA massiv belastet.

- Das IHR hatte über die meisten der hier behandelten Jahre etwa vier Angestellte, verfügte über weltweite Unterstützung durch eine erhebliche Anzahl von Persönlichkeiten, besaß die Möglichkeit, stetig 3.000 Millionen Menschen zu erreichen, hat eine wohldefinierte Organisation im Hintergrund, feste, große Büroräumlichkeiten, einen Aufsichtsrat und eine breite Palette von beratenden Fachleuten, Zugang zu vielen großzügigen Spendern und Unterstützern. Die Mittel des IHR werden durch den fortwährenden Kampf gegen Carto reduziert, jedoch erhielt das Institut durch diverse erfochtene Siege auch schon einige hunderttausend Dollar von Carto ausgezahlt.[12]

Nun wollen wir uns die nackten Produktivitätszahlen ansehen:

Bücher 1994-2002

A. Germar Rudolf

  1. Ernst Gauss, Grundlagen zur Zeitgeschichte, November 1994, 418 S., DIN A4, auch online erhältlich (www.vho.org/D/gzz).
  2. Herbert Verbeke, Auschwitz: Nackte Fakten, Dezember 1995, 176 S., DIN A5, auch online erhältlich. (www.vho.org/D/anf)
  3. Germar Rudolf, Kardinalfragen zur Zeitgeschichte, Dezember 1996, 120 S., DIN A4, auch online erhältlich (www.vho.org/D/Kardinal).
  4. Jürgen Graf, Carlo Mattogno, KL Majdanek, Juli 1998, 320 S., DIN A5, auch online erhältlich (www.vho.org/D/Majdanek).
  5. Jürgen Graf, Carlo Mattogno, Das Konzentrationslager Stutthof, August 1999, 144 S., DIN A5, auch online erhältlich (www.vho.org/D/Stutthof).
  6. Jürgen Graf, Riese auf tönernen Füßen, Oktober 1999, 160 S., DIN A5, auch online erhältlich (www.vho.org/D/Riese).
  7. Ernst Gauss, Dissecting the Holocaust. August 2000, 608 S., 8,5"×11", auch online erhältlich (www.vho.org/GB/Books/dth).
  8. Jürgen Graf, The Giant with Feet of Clay, März 2001, 128 S., 6"×9", auch online erhältlich (www.vho.org/GB/Books/Giant).
  9. Joachim Hoffmann, Stalin's War of Extermination, Juni 2001, 416 S., 6,5"×9,5", nicht online.
  10. Germar Rudolf, Das Rudolf Gutachten, August 2001, 240 S., DIN A5, auch online erhältlich (www.vho.org/D/rga2) und als CD-ROM.
  11. Carlo Mattogno, Jürgen Graf, Treblinka. Vernichtungslager oder Durchgangslager? , 432 S., DIN A5, bald auch online erhältlich (www.vho.org/D/Treblinka).

B. Institute of Historical Review

  1. Roger Garaudy, The Founding Myths of Israel, 224 S., 6"×9", nicht online.

C. Produktivitätsquotient Rudolf/IHR:

11:1 nach Anzahl der Bücher, 14:1 nach Seiten

Zeitschriften 1997-2002

A. Germar Rudolf

Meine Zeitschrift Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung erschien erstmalig 1997, so daß hier der Zeitraum seit 1997 betrachtet wird. Es sei angemerkt, daß ein merklicher Teil der in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge aus anderen Periodika stammt, wie The Barnes Review, The Journal of Historical Review (beide englischsprachig), Akribeia, L'Autre Histoire, Revision (alle drei französisch) usw., wie es sich für eine angesehene revisionistische Zeitschrift gehört:

Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, ISSN 1370-7507, 2304 S. mit 7000 Zeichen pro Seite = 16.1 Mio. Zeichen, vollständig online (www.vho.org/VffG).

B. Institute of Historical Review

Journal for Historical Review, ISSN 0195-6752, (1352 S. mit 5000 Zeichen pro Seite = 6.8 Mio. Zeichen, teilweise online (www.ihr.org/JHR/JHRvolumes.html). Das Journal of Historical Review veröffentlicht kaum Beiträge aus anderen anderssprachigen revisionistischen Zeitschriften.

C. Produktivitätsquotient Rudolf/IHR:

1,7:1 nach Seiten, 2,4:1 nach Inhalt

WEBSITES

A. Germar Rudolf

  1. http://www.vho.org
  2. http://www.tadp.org
  3. http://www.codoh.com - nur ein geringer Beitrag;
  4. http://www.ihr.org - teilweise: der vollständige Text aller Ausgaben des Journal for Historical Review von Band 1 bis Band 12 wurde von G. Rudolf (und einem von ihm bezahlten Freund) aufgearbeitet.

B. Institute of Historical Review

  1. www.ihr.org - man beachte: der vollständige Text aller Ausgaben des Journal for Historical Review von Band 1 bis Band 12 wurde von G. Rudolf (und einem von ihm bezahlten Freund) aufgearbeitet.

Forschungsausgaben

A. Germar Rudolf

Seit 1997 habe ich etwa 50.000 Euros ausgegeben zur Finanzierung von Dokumentenankäufen aus verschiedenen Archiven sowie um deren Auswertung zu bezahlen. Diese Projekte werden trotz der Tatsache fortgeführt, daß ich mir das dafür notwendige Geld vom Mund absparen muß.

B. Institute of Historical Review

Nichts

C. Produktivitätsquotient Rudolf/IHR:

€50.000:0

Konferenzen

A. Germar Rudolf

Als fliehendem und sich versteckendem Exilanten war es mir unmöglich, Konferenzen zu veranstalten

B. Institute of Historical Review

  1. 3.-5. September 1994
  2. 27-29 Mai 2000
  3. Ende Juni 2002

C. Produktivitätsquotient Rudolf/IHR:

0:3

Buchprojekte

A. Germar Rudolf

Aus diversen Gründen kann ich hier fünf weitere in Vorbereitung befindliche Buchprojekte noch nicht anführen. Die Liste würde also eigentlich 29 Titel umfassen. Die Verwirklichung einiger dieser Projekte hängt im wesentlichen von meiner rechtlichen Situation in den USA ab:

  1. Walter Post, Hitler's Defamed Wehrmacht. Reality and Propaganda
  2. Victor Suvorov, Icebreaker. Hitler in Stalin's Strategy.
  3. Victor Suvorov, Day M. Pinpointing Stalin's Date to Overrun Europe
  4. Victor Suvorov, Suffocating World Revolution. How Hitler prevented Stalin's First Strike
  5. Franz. W. Seidler, Victim Wehrmacht. Atrocities of the Red Army
  6. Franz W. Seidler, Partisan Warfare in WWII. Dispelling Legends and Propaganda
  7. Claus Nordbruch, German Bloodletting. Reparation and Compensation for Germans?
  8. Philippe Gautier, Germanophobia. Origin, Background, Effects
  9. Ernst Gauss, Grundlagen zur Zeitgeschichte, 2. revidierte Auflage
  10. Carlo Mattogno, Manfred Gerner, Michael Gärtner, Jürgen Graf, Auschwitz: die wahre Geschichte
  11. Ernst Manon, Tödliches Allotria. Die jüdische Umarmung der westlichen Gesellschaft
  12. Richard Krege, Das Krege-Gutachten: Bodenradar-Untersuchungen in Treblinka und Belzec
  13. Carlo Mattogno, Sonderbehandlung in Auschwitz
  14. Germar Rudolf, Vorlesungen zur Zeitgeschichte, 2. Aufl.
  15. Jürgen Graf, Carlo Mattogno, Concentration Camp Majdanek
  16. Jürgen Graf, Carlo Mattogno, Concentration Camp Stutthof
  17. Ernst Gauss, Dissecting the Holocaust, zweite, revidierte Taschenbuch-Ausgabe
  18. Germar Rudolf, The Rudolf Report
  19. Germar Rudolf, Lectures on Contemporary History
  20. Carlo Mattogno, Manfred Gerner, Michael Gärtner, Jürgen Graf, Auschwitz: the True History
  21. Carlo Mattogno, Jürgen Graf, Treblinka: Extermination Camp or Transit Camp?
  22. Richard Krege, The Krege Expertise: Ground Penetrating Radar Research in Treblinka and Belzec
  23. Carlo Mattogno, Special Treatment at Auschwitz

B. Institute of Historical Review

unbekannt

C. Produktivitätsquotient Rudolf/IHR:

29:??? nach Büchern

Zusammenfassung

Das Ergebnis dieses rein quantitativen Vergleiches ist so offensichtlich und für das IHR derart peinlich, daß ich mir hier jeden weiteren Kommentar verkneife. Auf die Qualität der IHR-Website, des Journal of Historical Review und des wissenschaftlich völlig unbedeutenden Buches von Garaudy möchte ich hier erst gar nicht eingehen.

Angesichts dieser Fakten ist es nur noch wenig überraschend, wenn man bei Betrachtung der öffentlich zugänglichen Finanzunterlagen des IHR folgende Feststellung macht:[12]

  1. Unter den Ausgaben des IHR befindet sich kein Posten, der merkliche Ausgaben für Produktion nachweist, wie z.B. Druckkosten für Bücher und Zeitschriften. Die Hauptkosten des IHR bestehen aus Anwaltsgebühren, Gehältern und Mieten.
  2. Als das IHR im Jahr 2000 mehrere hunderttausend Dollar von W. Carto erhielt, wurde dies nicht nur zur Zahlung von Anwaltsgebühren benutzt, sondern auch zur knappen Verdopplung der Angestelltengehälter. Produziert wurde immer noch nichts.

Das Ergebnis meiner Analyse schreit also geradezu nach einer anderen Erklärung als lediglich der billigen Entschuldigung, wegen der anhaltenden Auseinandersetzungen mit Carto sei man nicht zu einer höheren Effektivität und Produktivität in der Lage gewesen. Aus diesem Grunde soll nachfolgend etwas tiefer gegraben werden.

Meine anfänglichen Erfahrungen mit dem IHR

Während meiner Vorbereitungsarbeiten zum revisionistischen Sammelband Grundlagen zur Zeitgeschichte[13] erfuhr ich von Friedrich Paul Berg über den schrecklichen Streit, der zwischen dem Personal des IHR und seinem Gründer Willis Carto ausgebrochen war. Aufgrund der Verfolgung, der ich nach der Veröffentlichung meines Gutachtens und des oben genannten Sammelbandes ausgesetzt war, kümmerte ich mich in der Folgezeit nur wenig um das, was in Kalifornien passierte. Das änderte sich erst im Frühjahr 1996, als ich aus Deutschland geflohen war und kurzfristig in Südspanien wohnte. Von dort aus nahm ich mit Mark Weber, dem Direktor des IHR, Kontakt auf und teilte ihm mit, daß ich gerne eine deutsche Zeitschrift herausgeben würde, für die das Journal of Historical Review nicht nur das ideale Vorbild sei, sondern deren Muttergesellschaft auch für mich eine Dachorganisation sein könne, um mir in Europa juristischen Schutz zu gewähren. Mark Weber meinte allerdings, dies sei keine gute Idee, und ich solle für diesen Zweck besser meinen eigenen unabhängigen Verlag gründen. Er schlug mir sogar einen möglichen Zeitschriftentitel vor, der dem später gewählten recht nahe kam.[14] Was Herr Weber mir nicht mitteilte, war die Tatsache, daß das Journal of Historical Review zu jener Zeit gar nicht mehr regelmäßig erschien, angeblich wegen der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Willis Carto.

Nachdem ich 1997 anfing, meine eigene Zeitschrift herauszugeben, erhielt ich die jeweils neuen Ausgaben des Journal of Historical Review immer kostenlos im Gegenzug für die Zusendung eines Freiexemplars an das IHR. Während allerdings meine Zeitschrift rasch an Umfang, Güte und Auflage gewann, verlor das Journal of Historical Review offenbar an all diesen Fronten dramatisch an Boden. Im Jahr 1999 schließlich war ich nicht nur über das verspätete Erscheinen jeder Ausgabe des Journal of Historical Review enttäuscht, sondern auch über deren niedrige Qualität und die geringe Vielfalt der Beiträge. Zudem stellt sich auch die Frage, warum kein einziger der in VffG publizierten Beiträge jemals die Aufmerksamkeit des IHR erlangte und als würdig befunden wurde, in englischer Übersetzung im Journal of Historical Review abgedruckt zu werden. Einige andere Revisionisten, wie etwa Andrew Gray, Fritz Berg und Otward Müller, riefen mich in jener Zeit in England an, besprachen diese Umstände mit mir und legten mir nahe, ich möge doch erwägen, Mark Weber als den Herausgeber des Journal of Historical Review herauszufordern, da ich in ihren Augen ganz offensichtlich der weitaus bessere Herausgeber sei.

Als ich auf diverse Einladungen reagierend im Juni 1999 einige Revisionisten in den USA besuchte, sprach ich auch ausführlich mit Mark Weber, unter anderem um herauszufinden, was die wirklichen Gründe dafür waren, daß das Journal of Historical Review mit so starker Verspätung erschien, so arm an Autoren, neuen, vielfältigen Beiträgen und von so allgemein ärmlicher Qualität war.

Die erste Kritik

In diesem Gespräch führte ich folgende konkrete Kritikpunkte an:

Mark Webers Antworten auf diese Kritikpunkte lauteten etwa wie folgt:

Mark Weber sagte zu, sich die bisher erschienenen Ausgaben von VffG ansehen zu wollen, um festzustellen, ob darin Artikel zu finden seien, die seinen Anforderungen entsprechen würden und es verdienten, in englischer Sprache in seinem Periodikum veröffentlicht zu werden.

Zwei Beispiele mögen die unterschiedlichen herausgeberischen Konzepte zwischen Mark Weber und mir verdeutlichen. Wir diskutierten kurz, warum Weber nicht erwägen sollte, einen von Jack Wikoff verfaßten Beitrag über die angebliche Vernichtung der Homosexuellen im Dritten Reich abzudrucken.[15] Mark Weber erläuterte, dieser Beitrag sei oberflächlich recherchiert und besitze nicht die Qualität, die er für einen Abdruck im Journal of Historical Review erwarten würde. Ich frug, warum er den Beitrag denn nicht in Abstimmung mit dem Autor zu verbessern versuche, wenn er meine, daß dies nötig sei. Ich selbst hatte eine nicht unerhebliche Zeit aufgewandt, um Wikoffs unvollständige Quellenangaben zu komplettieren, so daß meine deutsche Fassung seines Beitrages mit Sicherheit eine Verbesserung gegenüber seinem englischen Original war. Immerhin ist es besser, einen Artikel zu einem wichtigen Thema abzudrucken, auch wenn man ihn nicht für perfekt hält, als überhaupt nichts darüber zu veröffentlichen. Und dies ist genau das, was Weber in den drei seither verflossenen Jahren gemacht hat: Nichts. Das gleiche trifft exemplarisch auf zwei weitere Beiträge zu, die wichtige Themen behandeln, aber die Artikel wurden von Mark Weber nicht etwa bei Bedarf aufpoliert und sodann publiziert, sondern schlicht ignoriert, womöglich weil der Autor dieser Artikel ebenfalls ein "Amateur-Historiker" ist.[16]

Das zweite Beispiel betrifft eine Reihe technischer und architektonischer Beiträge, verfaßt von einer Gruppe von Ingenieuren und Architekten und auf der Auswertung von Tausenden originaler deutscher Dokumente aus Auschwitz beruhend.[17] Nachdem er von verschiedener Seite wiederholt bedrängt worden war, zumindest die bedeutsamsten dieser Beiträge im Journal of Historical Review abzudrucken, entschied Mark Weber, das Wichtigste von einigen dieser Beiträge, die sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Mikrowellenentlausungsanlagen in Auschwitz befassen, verdiene es, den englischsprachigen Lesern bekannt gemacht zu werden. Allerdings war er der Auffassung, der vollumfängliche Abdruck dieser langen technischen Artikel würde seinen Lesern mißfallen. Er entnahm den deutschen Originalartikeln daher ihre Hauptaussagen, versetzte sie in den allgemeineren historischen Zusammenhang der Seuchenbekämpfung in Auschwitz und verfaßte auf diese Weise seinen eigenen Artikel, wobei er im Prinzip die Forschungsergebnisse anderer stahl und unter seinem eigenen Namen veröffentlichte, anstatt den Autoren die ihnen gebührende Ehre zu erweisen, ihre langjährigen Forschungen in englischer Sprache unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht zu sehen. Selbstverständlich zitierte Weber die deutschsprachigen Beiträge, auf die er sich bei seinem Beitrag bezog, aber er weigerte sich kategorisch, die bahnbrechenden Forschungsergebnisse der deutschen Autoren selbst zu veröffentlichen.[18] Obwohl ich dieser intellektuellen Vergewaltigung zustimmte, zumal ich mir dachte, es sei besser, wenigstens etwas in englischer Sprache publiziert zu sehen, anstatt völlig übergangen zu werden, waren die Gruppe deutscher Ingenieure und andere Revisionisten recht empört und enttäuscht über dieses Vorgehen Webers.

Verspätetes Erscheinen des JHR in Tagen unter Herausgeber Mark Weber.[19]

Die Kritik Dritter

Ende 1999 mußte ich bekanntlich England verlassen und kam in die Vereinigten Staaten. Als Folge davon vertiefte sich mein Kontakt mit anderen in den USA ansässigen Revisionisten, die ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Journal of Historical Review und deren Herausgeber Mark Weber gemacht hatten. Dies traf insbesondere für meine diversen Besuche bei Bradley Smith in Nordwest-Mexiko zu, dem führenden Kopf des "Committee for the Open Debate on the Holocaust" (www.codoh.com).[20] Dadurch gelangte ich in engen Kontakt mit jenen Personen, die mit der Herausgabe des damals recht erfolgversprechenden, aber inzwischen eingestellten revisionistischen Periodikums The Revisionist befaßt waren.[21] Es wurde mir rasch klar, daß die Veröffentlichungstätigkeiten der Leute um Codoh - im Internet wie auch in gedruckter Form - bei weitem lebhafter, vielfältiger, mehr am öffentlichen Interesse ausgerichtet und alles in allem weitaus produktiver waren. Ich erfuhr auch, daß fast alle Autoren, die zu Codoh.com und The Revisionist Texte beitrugen, ähnliche Erfahrungen mit Mark Webers diktatorischem Herausgeberstil nach dem Motto "Auf meine Weise oder auf keine Weise" gemacht hatten. Die meisten hatten es aufgegeben, ihre Arbeiten dem Journal of Historical Review überhaupt noch anzubieten, zumal Herr Weber sie ohnehin aus Qualitäts-, stilistischen oder Themengründen ablehnen würde, bzw. weil er die Beiträge vollständig und unerkennbar umschreiben oder sie unter seinem Namen neu verfassen würde. Nachfolgend seien zwei Stellungnahmen von Personen wiedergegeben, die diese Dinge jüngst schriftlich bestätigten. Einer davon ist ein Historiker, der den Websites codoh.com und codoh.com/org viele Beiträge unter verschiedenen Pseudonymen zur Verfügung stellte, einige davon unter dem Namen Samuel Crowell:[22]

Samuel Crowell

»Nachdem ich die Angelegenheit gestern mit Dir erörtert habe, möchte ich die Gelegenheit benutzen, Dir meine Eindrücke bezüglich der gegenwärtigen Lage des Institute of Historical Review (IHR) sowie seines Organs, des Journal of Historical Review (JHR), mitzuteilen.

Wie Du weißt, wurde der größte Teil meiner revisionistischen Arbeit im Jahre 1997 geleistet und vom Committee for Open Debate on the Holocaust (CODOH) auf seiner Website veröffentlicht. Doch wurde ich wie folgt über die Situation des IHR unterrichtet.

Anfang 1998 lernte ich durch Dich Ted O'Keefe kennen, der damals daran interessiert war, wiederum als Herausgeber wirklich seriöser revisionistischer Arbeiten tätig zu werden. Im Spätsommer 1999 kehrte er zwecks Verwirklichung dieses Vorsatzes nach Südkalifornien zurück. Der Zeitpunkt ist mir genau in der Erinnerung haften geblieben, weil er mir (so wie Du) durch Kopieren und Zustellen von Texten unschätzbare Dienste geleistet hatte, und ich erinnere mich daran, daß ich damals meinte, künftig auf seine Hilfeleistung verzichten zu müssen.

Es dürfte sich schwerlich um einen Zufall gehandelt haben, daß mein Essay Technique and Operation of German Anti-Gas Shelters schließlich im Journal publiziert wurde, denn ich wußte, daß Ted erpicht darauf war, meine Arbeit gedruckt zu sehen; außerdem waren die Direktoren des Journal seit zweieinhalb Jahren in Besitz einer Kopie des Artikels gewesen, ehe er schließlich erschien. Ich erwähne dies als Beispiel dafür, wie rasch und zügig beim Journal gearbeitet wurde, bevor man Ted zum Herausgeber ernannte.

Im Herbst 2000 bat mich Ted, der nun voll mit der Herausgabe des Journal beschäftigt war, die damals neuen Bücher von Peter Novick und Norman Finkelstein über den Gebrauch und Mißbrauch des Holocaust zu rezensieren. Ich willigte ein, so wie ich aus Freundschaft zu Ted später noch weitere Beiträge verfaßt habe. Schon bald konnte ich die gewünschte Rezension vorlegen. Rund einen Monat darauf erhielt ich einen unerwarteten Anruf von einem der Direktoren des Instituts, der mir wegen der Unzulänglichkeit meines Artikels die Leviten las, worunter er hochwichtige Details wie die Auslassung zweit- und drittrangiger Websites verstand, auf denen Peter Novicks Buch veröffentlicht worden war.

Ich erinnere mich, daß er ferner auf alle möglichen Änderungen drängte, bei denen es sich in vielen Fällen um bloße Haarspaltereien handelte. Wie mir noch erinnerlich ist, hängte ich den Hörer resigniert auf; zwar war die Veröffentlichung meiner Rezension für mich durchaus kein Herzensanliegen, doch wollte ich Ted gerne behilflich sein. Diesen Vorfall erwähne ich als Hinweis auf die allgemeine, befremdliche und kleinliche Pedanterie, die damals das Klima im IHR prägte und fraglos auch zu der damaligen Unpünktlichkeit und den ständigen Verzögerungen beitrug.

Ich habe meine Rezension nie abgeändert, und sie ist nicht erschienen. Doch muß ich ehrlich sein und erwähnen, daß die verlangten Änderungen dermaßen haarspalterisch waren, daß ich für den Fall, daß ich alle gewünschten Änderungen angebracht hätte, sicherlich prompt eine neue Liste mit Änderungswünschen erhalten hätte. Gegen den Strich ging mir auch die penetrante Forderung, Abschnitte zu diesen und jenen Fragen einzufügen, die mich nicht interessierten und deren Diskussion sich mir in keiner Weise aufdrängte. In dieser Hinsicht begann ich die von den Herausgebern ausgeübte Kontrolle als Bedrohung meiner Integrität als Autor zu empfinden. Kurz und gut, es gab für mich keinen Anlaß, meine Rezension zu modifizieren, geschweige denn neue Artikel einzureichen.«

Ted O'Keefe

Die oben von S. Crowell angeschnittenen Probleme waren eigentlich schon seit Jahren bekannt. In einem Schreiben vom 17.6.1999 wandte sich Greg Raven, Präsident der "Legion for the Survival of Freedom", der Dachorganisation des IHR, an die Aufsichtsratsmitglieder, worin er sich bitterlich über die Schludrigkeiten Mark Webers bei der Herausgabe des JHR beschwerte:[23]

»Seit Jahren habe ich nun Mark angebettelt, geschmeichelt, bedroht und ignoriert in der Hoffnung, daß ihn irgend etwas, was ich sage oder tue, dazu bringen könnte, die Zeitschrift pünktlich herauszubringen. [...] Natürlich hat Mark sein Versprechen [den Rückstand aufzuholen] sofort gebrochen, wie er auch andere ähnliche davor und danach gemachte Versprechen brach.«

Greg Raven legt anschließend nahe, Mark Weber solle als Herausgeber des JHR abgesetzt und durch Theodor O'Keefe ersetzt werden. Ted O'Keefe war bereits früher volle elf Jahre beim IHR tätig gewesen, unter anderem auch als Herausgeber des JHR, wobei er ohne Frage wesentlich erfolgreicher war als Mark Weber zu Zeit der Abfassung von Ravens Schreiben. In seinem eigenen Bericht beschreibt O'Keefe die Lage des JHR wie folgt:[24]

Verlust an Abonnenten des Journal of Historical Review
unter Herausgeber Mark Weber.[25]

»Von 1995 bis 2001 erschien das JHR immer wieder mit erheblicher Verspätung [Anlage 6]. Dies, sowie das katastrophale Schrumpfen der Abonnentenzahlen [Anlage 7], veranlaßten den Vorsitzenden Raven, den Herausgeber Weber zu einer Beschleunigung der Veröffentlichungen zu drängen [Anlage 1]. Von Mitte 1999 bis 2000 versuchte der Vorsitzende Raven die Direktion dazu zu bewegen, entweder Druck auf den Herausgeber auszuüben oder ihn zu ersetzen, doch war ihm dabei kein Erfolg beschieden [Anlagen 1, 8 und 9].

Der Vorsitzende Raven begriff, daß das JHR sowohl herausgeberisch als auch inhaltlich an schweren Mängeln krankte, und ersuchte mich, diese gründlich zu untersuchen sowie Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. In einem diesbezüglichen Bericht analysierte und beschrieb ich spezifische und chronische Schwachstellen im JHR und untermauerte, was Berater, Abonnenten und Freunde des IHR seit Jahren angeprangert hatten: Eine drastische Abnahme an Artikeln, die Primärforschung widerspiegelten; eine Vernachlässigung aktueller, aus der Feder der IHR-Mitarbeiter stammender und origineller Berichte und Kommentare zu Nachrichten, welche für die Abonnenten des Journals von Belang waren; das Versäumnis, bei den IHR-Konferenzen gehaltene Vorträge im Journal abzudrucken (in den neun Monaten nach der im Mai 2000 durchgeführten Konferenz wurden lediglich zwei der dortigen Vorträge veröffentlicht); Brüskierung der Autoren und Verärgerung der Abonnenten durch eine schwerfällige Editierung in gleichgeschaltetem und monotonem Stil.

Im selben Bericht schlug ich konkrete Verbesserungsmaßnahmen zur Ausmerzung dieser Schwächen vor und legte meine Ziele bezüglich Inhalt und zeitlichem Rahmen sowie meine Vorstellungen zur Politik des IHR in bezug auf den Inhalt des JHR in aller Klarheit dar [Anlage 10]. Dieser Bericht wurde dem Aufsichtsrat zusammen mit einem Brief des Präsidenten Raven vorgelegt, in dem die mehrjährigen, vergeblichen Versuche zur Disziplinierung oder Ersetzung des Herausgebers zusammengefaßt wurden [Anlage 11].«

Die Finger auf die für Außenstehende schmerzhafteste Wunde legte Raven am Ende des von O'Keefe als Anlage 11 erwähnten Schreibens vom 23.2.2001:

»Aber er [O'Keefe] ist sich klar darüber, wie schädlich diese arge Verspätung des Journals ist, wie er sich auch klar darüber ist, daß Marks [Weber] überhebliche Art, das Journal auf seine Weise herauszugeben, eine erhebliche Anzahl möglicher Autoren derart verprellt hat, daß sie sich nunmehr weigern, für das IHR zu schreiben.

Diese Krise befindet sich nun im fünften Jahr, ohne daß eine Lösung in Sicht wäre, und ein Desaster droht.«

Als Folge dieses Briefes legte Weber Ende Februar 2001 sein Amt als Herausgeber des JHR nieder und übergab es Ted O'Keefe. Was folgte, wurde von S. Crowell beschrieben:[26]

»Doch Anfang 2001 wurde Ted zum Herausgeber ernannt und veröffentlichte meine Rezension in der Originalform. Hier lohnt sich der Hinweis darauf, wie er seine Pflichten als Herausgeber handhabte. Er stellte mir meinen Text per Email zu, wobei er rund ein halbes Dutzend Änderungen fast durchweg grammatischer oder syntaktischer Art vorschlug. Ich nahm seine Vorschläge teils an und lehnte sie teils ab. Innerhalb einer Woche war der Text editiert und bereit zur Veröffentlichung. Inhaltliche Veränderungen wurden von mir nicht gefordert.

Genau so verhielt sich Ted als Herausgeber im Fall all jener sechs oder sieben Artikel und/oder Rezensionen, welche ich im vergangenen Jahr für das JHR verfaßt habe. Dies, so scheint mir, sagt viel über seine Pünktlichkeit und Professionalität aus.

Deswegen schätze ich die Lage des Journal wie folgt ein: Meiner Auffassung nach hat Ted dieses in dem runden Jahr, in dem er als Herausgeber waltete, hervorragend geführt. Es gab sechs Ausgaben, und alle erschienen rechtzeitig. Vielleicht steht es mir nicht an, mich zur Qualität zu äußern, da ich ja regelmäßig als Autor mitgewirkt habe, doch darf ich wohl sagen, daß das Journal nicht nur regelmäßig herauskam, sondern neue Artikel von neuen Autoren mit neuen Perspektiven zum Holocaust und zum Zweiten Weltkrieg allgemein enthielt. Dies allein machte diese Ausgaben wertvoll.«

Das Ende der Fahnenstange...

Das Journal of Historical Review wird noch heute mit der Technik und dem Stil der achtziger Jahre fertiggestellt. Bis Dr. Countess und ich mich seiner erbarmten, besaß das Institut noch nicht einmal einen Scanner, um Bilder direkt in den jeweiligen Text einzubauen. Man fummelte dort immer noch mit Schere und Klebstift herum. Auch das ästhetisch wenig ansprechende Layout hätte der Generalüberholung bedurft, doch in dieser Hinsicht tat sich auch unter Ted O'Keefe nichts. Zwar erschienen unter seiner Leitung mehr neue Artikel von einer größeren Vielzahl von Autoren als unter Weber, doch der Stil änderte sich im wesentlichen nicht.

Die einzige Möglichkeit, das JHR der dringend benötigten radikalen Verjüngungskur zu unterziehen, wäre gewesen, Ted O'Keefe freie Hand zu geben. Jedoch saßen ihm M. Weber und G. Raven ständig im Nacken und ließen ihn nicht gewähren, sondern reservierten sich das Recht, Änderungen vorzunehmen und ihn zur Aufnahme bestimmter Artikel zu drängen oder andere abzulehnen.[27]

Schon in seiner früheren Kritik an Mark Weber hatte G. Raven nahegelegt, Mark Weber durch Ted O'Keefe zu ersetzen, was aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten des IHR nur bedeuten könne, Mark Weber zu entlassen. Als Nachteil dessen führt Raven u.a. an:[23]

»Ich kann mir nicht vorstellen, was Mark tun würde, um seine Frau und seine Kinder zu unterstützen [...]«

So wurde denn Ted O'Keefe nicht als Ersatz für Mark Weber eingestellt, sondern zusätzlich zu ihm, was zu einem unheilvollen Kompetenzwirrwarr und endlosen Konflikten führte. Aufgrund von Mark Webers himmelschreiender Inkompetenz kann der einzige Grund, warum er nicht entlassen wurde, nur in einem liegen: Das chronisch finanzschwache IHR sieht sich als Sozialamt für unvermittelbare, hoffnungslos inkompetente Arbeitskräfte.

Seinen eigenen Angaben zufolge wurde Ted O'Keefe aber nicht nur von M. Weber und G. Raven in die Zange genommen - ausgerechnet M. Weber drohte ihm öfter handfest mit Konsequenzen, falls eine Ausgabe des JHR verspätet herauskäme -, sondern auch von einem untergeordneten Angestellten belästigt, der sich eigentlich lediglich mit Versandarbeiten zu beschäftigen hatte. Diese massive Streßsituation führte aufgrund O'Keefes labiler Psyche - Ted O'Keefe ist manisch-depressiv - zu entsprechenden psychischen Reaktionen seinerseits, die es ihm Anfang 2002 unmöglich machten, weiter als Herausgeber für das JHR zu arbeiten. Und weil er einige Zeit lang im Frühjahr 2002 nicht mehr zur Arbeit erschien, wurde er von M. Weber und G. Raven kurzerhand auf unbestimmte Zeit in den unbezahlten Urlaub geschickt - also de facto gefeuert -, von wo aus er mitteilen ließ, daß er Hoffnung und Willen aufgegeben habe, das JHR wieder flott zu machen, da dies unter den Herren Weber und Raven unmöglich sei:[28]

»Laß mich bezüglich des IHR Klartext reden. Wenn ich zurückkommen soll, dann müssen zuerst sowohl Greg und (gelegentlich) Mark gehen (und Gregs Schläger Gary muß natürlich auch gehen).

Ich werde nicht unter Mark arbeiten, unter gar keinen Umständen. Noch werde ich unter irgend jemandem arbeiten, der mir bezüglich der Hauptaspekte, die nötig sind, um einen revisionistischen Versand bzw. ein Institut zum funktionieren zu bringen, in Verständnis und Leistungsfähigkeit unterlegen ist.

[...] Ich habe keine Lust mehr, den Kumpel für die Zweitklassigen zu spielen.

Es ist ohnehin sehr unwahrscheinlich, daß ich überhaupt zurückkehren werde. Diejenigen, die im IHR die Macht, haben, verstehen das IHR nicht; sie verstehen nichts vom Versandhandel; sie verstehen nichts vom Verlagswesen; sie verstehen nichts von Management; sie verstehend nichts von Verantwortlichkeit; und sie verstehen mich nicht.

Ich respektiere Ihre Versuche, das IHR zu retten, aber ich bin nicht zuversichtlich, daß Sie sich durchsetzen können, es sei denn, die restlichen Vorstandsmitglieder verscheiden plötzlich. [...]

Grüße, Ted«

Während der letzten IHR-Konferenz soll dann Mark Weber auch konsequent angekündigt haben, das JHR würde nunmehr nur noch ein- bis zweimal jährlich erscheinen, was, wenn es wahr ist, eine Bankrotterklärung sondergleichen wäre.

Die Reaktion von außen kam prompt. Samuel Crowell faßte die Lage wie folgt zusammen:[22]

»Andererseits hege ich nun, wo Ted weg ist, starke Zweifel hinsichtlich des regelmäßigen Erscheinens, Inhalts und Werts des Journal. [...[29]]

Ich muß zu meinem Bedauern feststellen, daß das IHR nach der Entlassung Teds vermutlich noch stärker in Richtung politischer Parteilichkeit tendieren wird, was nicht nur seine Stellung als von Steuern befreite Institution bedrohen, sondern wenig dazu beitragen dürfte, seine Verbreitung zu fördern und Spender anzulocken.

Ganz offen gesagt: Ich glaube nicht, daß auch nur einer der beiden gegenwärtigen Direktoren des IHR daran interessiert ist, den klassischen Revisionismus oder überhaupt seriösen Revisionismus irgendwelcher Art zu fördern. Meiner Meinung nach geht es ihnen viel mehr darum, den Lebensstil weiterzuführen, an den sie sich gewöhnt haben, zusammen mit seiner Pedanterie, Schlampigkeit und allgemeinen Inkompetenz. Sie scheinen mir darauf erpicht zu sein, ihre kleinlichen politischen Interessen - sei es nun auf dem Felde des Antizionismus oder des Rassismus - zu fördern, ohne dabei die notwendige Distanz zu den historischen Fakten zu wahren, und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Schließlich bin ich auch gelinde gesagt erstaunt darüber, daß der Vorsitzende des Direktoriums der Legion[30], und erst recht Ted, auf Anstiftung der Co-Direktoren so mir nichts, dir nichts entlassen werden konnte.[31]

Diese Bemerkungen, die auf meinen persönlichen Beobachtungen fußen, mögen ja zu hart oder sogar falsch sein, doch wie soll man sich die Entwicklung des Journal vor der Ernennung von Ted zum Herausgeber erklären, als die einzelnen Nummern permanent mit großer Verspätung erschienen, weil sie zu spät zusammengestellt worden waren, und am Ende oft aus Nachdrucken uralter Artikel sowie aus bereits in anderen Druckerzeugnissen erschienenen Beiträgen bestanden?

Selbst wenn man diese Zustände durch mangelnde Organisationsfähigkeit erklären könnte - rechtfertigt dies etwa andere offenkundige Ungereimtheiten, einschließlich des unverkennbaren Interesses an endlosen Rechtsstreitigkeiten und der berüchtigten Episode mit dem Plan zum Verkauf von Abonnentenlisten?[32]

Nun, wo Ted weg vom Fenster ist, wird das JHR mit größter Wahrscheinlichkeit wieder in jene Bedeutungslosigkeit zurückfallen, für die es in den neunziger Jahren berüchtigt war. Dies ist betrüblich, und es hat auch zur Folge, daß sich eine ganze Generation ernsthafter Revisionisten nicht entwickeln wird, weil sie keinen Anstoß zur Entwicklung erhält. Dementsprechend wird auch die Verbreitung des Journal weiterhin schrumpfen, seine Bedeutung wird auch künftig abnehmen, und das einzige Organ, in dem Revisionisten Neues präsentieren können, wird in deutscher Sprache erscheinen (Germars Zeitschrift).

Ich mache diese Bemerkungen Dir, Fritz, gegenüber nicht im Geiste der Bitterkeit, sondern weil ich besorgt über die offenbar unmittelbar bevorstehende Entlassung Teds bin. Ich habe keine persönlichen Interessen zu verfechten, da ich gegenwärtig mit keinerlei dringenden Recherchen beschäftigt bin, und selbst wenn ich es wäre, könnte ich sie jederzeit via CODOH verbreiten (das zwar über keine eigene Zeitschrift verfügt, doch meine Schriften in der Vergangenheit stets innerhalb von Stunden im Internet veröffentlicht hat).

Doch da für mich die gesunde und fortgesetzte Entwicklung des Revisionismus in den USA ein Herzensanliegen darstellt, möchte ich hervorheben, daß Ted O'Keefe als Herausgeber des JHR wertvolle Arbeit geleistet hat, und ich würde vorschlagen, die Aktivitäten (bzw. Inaktivitäten) der gegenwärtigen Führung ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

"Samuel Crowell"

Und im Juli ging Crowell sogar noch weiter:[33]

»Ich werde nicht für ein JHR ohne Ted arbeiten, und ich möchte nichts mit dem IHR zu tun haben, so wie es zur Zeit zusammengesetzt ist.«

Ein weiterer intensiver außenstehender Beobachter, langjähriger Leser des JHR und gelegentlich Beitragender zu diversen revisionistischen Websites, ein unter dem Pseudonym "von Hannover" schreibender Herr, meinte nicht weniger deutlich:[34]

»Offenbar hat das IHR mit den Jahren einen erheblichen Teil seines Kampfgeistes und seiner Energie eingebüßt. Alles, was es zu bieten hat, sind Nachrichten von gestern. Dies wäre vielleicht noch begreiflich, bezögen die Verantwortlichen keine Löhne. Wer dafür bezahlt wird, etwas zu leisten, soll die geforderten Leistungen bitte schön auch erbringen. Gewiß, Konferenzen sind etwas Tolles, doch im Alltag ist das IHR lethargisch, ineffizient und hinter dem Mond.

Das Journal stellt das krasseste Beispiel dafür dar. Wie denn, es soll nun nur noch ein- oder zweimal jährlich erscheinen? Und wenn man zur Website des Institute geht und die Taste "New Files" - daß ich nicht lache - drückt, findet man die Arbeiten anderer Autoren vor. Auch daran wäre nichts zu bemäkeln, würde das IHR nicht dafür bezahlt, selbst etwas zu produzieren. Wo ist Webers Buch, dessen Erscheinen seit weiß Gott wie vielen Jahren angekündigt wird?

Versteht Weber sein Handwerk? Zweifellos, doch gilt dies auch für viele andere. Ist er ein Gentleman? Ohne Zweifel. Doch sollte er endlich einmal ernsthaft zur Feder greifen bzw. sich an den Computer setzen und etwas Hieb- und Stichfestes schaffen, so wie es Rudolf, Graf, Mattogno, Renk, Grubach etc. zu tun pflegen. Diese Männer erhalten für ihre Leistungen nur geringen oder gar keinen Lohn, während die IHR-Leute Gehälter beziehen, die ja nicht sonderlich hoch sein mögen, aber immer noch ausreichen, um eine vernünftige Arbeitsleistung zu erfordern. Man schaue sich doch CODOH an, das am laufenden Band neues Material bietet. Ich weiß Bescheid darüber, denn ich spiele ihm hinter den Kulissen viel von diesem Material zu. [...]

Hannover«

Friedrich Paul Berg, seit Gründung des IHR einer dessen intensivster Unterstützer und ohne Zweifel einer der bedeutendsten Revisionisten, schreibt ebenso enttäuscht wie aufgebracht:[35]

»Das IHR hat den Karren selbst in den Dreck gefahren, in dem es nun steckt, und ich sehe keine Aussichten auf Besserung. Mark Weber ist gewiß ein kompetenter, erstklassiger revisionistischer Autor und ein geschliffener Redner, der Unterstützung und Ermutigung verdient, doch als Herausgeber, IHR-Direktor und Organisator von Konferenzen hat er auf der ganzen Linie versagt und sollte in keiner Hinsicht unterstützt werden. Noch schlimmer ist, daß Weber grimmig entschlossen scheint, wichtige revisionistische Arbeiten unter den Teppich zu kehren, die entweder seinen persönlichen Auffassungen über den Holocaust-Schwindel widersprechen oder technischer Natur sind und deshalb sein eigenes, begrenztes Fassungsvermögen übersteigen.

Weber war ganz offenkundig bestrebt, potentielle Auswirkungen meines geplanten Vortrags vor dem IHR so gering wie möglich zu halten. Viele andere verdienstvolle Revisionisten wären ja vielleicht in der einen oder anderen Hinsicht ebenso inkompetent und rücksichtslos, so daß meine Worte keine allzu große Beleidigung für Weber darstellen. Faurisson wäre als Herausgeber sowie als Organisator von Konferenzen auch ein Desaster gewesen. Es kommt gelegentlich vor, daß Menschen in eine Position geschleust werden, in der sie überfordert sind, aber dann sollten eben die notwendigen Korrekturen erfolgen.

Leider Gottes scheinen die IHR-Direktoren fanatisch entschlossen, sich selbst Raven und Weber als bloße Hampelmänner zur Verfügung zu stellen. Sie sind allesamt unfähig, irgend etwas zu leisten, was Hand und Fuß hat. Die Alternative ist Germar, der mit seiner großartigen Zeitschrift sowie mit seinen erstaunlichen Forschungen und Artikeln wahre Wunder vollbracht hat. Leider erscheint all dies fast durchwegs nur auf Deutsch - eine Ausnahme ist Dissecting the Holocaust - und bleibt deshalb jener großen Mehrheit der potentiellen Leser verschlossen, die lediglich des Englischen mächtig sind.

Eine Verbindung zwischen Germars lockerer Organisation und dem IHR scheint aufgrund der Unvereinbarkeit der Persönlichkeiten ein Ding der Unmöglichkeit. Doch wer braucht die Leute, die an der Spitze des IHR stehen, in Zukunft noch, wenn Germar und J. Graf die erforderliche Unterstützung erhalten, um in Zukunft etwas wirklich Mehrsprachiges aus dem Boden zu stampfen? Hoffen wir bloß, daß Germar sich auf Dauer in den USA niederlassen kann.

Grüße

Fritz Berg«

Nachdem sich Harvey Taylor vom Aufsichtsrat der LSF gegen solche massive Kritik Bergs verwahrt hatte und Webers und Ravens mangelnde Produktivität damit verteidigte, daß er Webers Behauptung von der Kargheit revisionistischer Autoren und Beiträge aufgriff sowie als weitere Ursache die Finanzengpässe anführte,[36] wurde Herr Berg noch deutlicher:

»Glücklicherweise gibt es weit mehr als "nur ein paar wenige aktive Forscher/Autoren gegen das große H[olocaust]" (Ihre Worte, Harvey). Aber da Sie sich bezüglich dessen, was im Revisionismus-Land vor sich geht, immer noch auf das IHR-Journal verlassen, können Sie dies unmöglich wissen. Sogar die kurze aber sehr wertvolle Rezension von Bob Countess erschien nur in Deutsch in den Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, nicht aber im IHR-Journal.

Wie hat Germar Rudolf das fertig gebracht? Er hat enorme persönliche, rechtliche und finanzielle Probleme - und er hat dennoch geleistet, was Weber und Raven selbst dann nicht hätten leisten könnten, wenn sie das ganze Erbe von Farrel-Edison ohne jeden juristischen Kampf bekommen hätten. Schauen Sie nur selbst einmal in irgendeine Ausgabe der VffG im Internet hinein, falls Ihnen keine gedruckte Fassung vorliegt. Die Unterschiede sind wie Tag und Nacht, selbst wenn Sie kein Wort deutsch lesen können. [...]

Marks Unfähigkeit als Herausgeber ist - auch wenn die meisten dies nur hinter vorgehaltener Hand sagen werden - allen Autoren wohlbekannt, die ihm je Material zur Veröffentlichung im Journal zur Verfügung gestellt haben. Mark ist ein fleißiger "Wiederkäuer", kein Herausgeber. Er ist entweder außerstande oder nicht gewillt zu begreifen, daß ein Herausgeber, der diesen Namen verdient, Substanz und Umfang der ihm anvertrauten Texte intakt läßt und sich damit begnügt, sie im Geist des Verfassers zu verbessern und - meist kleine - Veränderungen vorzunehmen, welche den Kern der Aussage nicht berühren, es sei denn, es lägen klar erkennbare Sachfehler vor.

Da Mark seinem eigenen Eingeständnis nach nicht in der Lage ist, selbst die elementarsten technischen Argumente und Beweise zu kapieren, hätte er weise daran getan, bei der Erörterung technischer Fragen zu schweigen. Doch nein: Im Verlauf der Jahre hat er sich immer wieder in solche Fragen eingemischt oder technische Themen kurzerhand aus dem Journal verbannt. Tatsache ist und bleibt indessen, daß die gewichtigsten Argumente gegen den Schwindel technischer Art sind. Allein schon aus diesem Grund sollte Mark davon Abstand nehmen, die Stelle eines Herausgebers des Journal oder des Direktors des IHR anzustreben. Direktoren, die lediglich die Rolle einer Galionsfigur spielen, tragen nämlich nichts zur Bewerkstelligung der wichtigen Arbeit bei, die noch geleistet werden muß. Jedenfalls sollte aber das letzte Wort bei der Gestaltung eines Artikels dem Verfasser überlassen bleiben.

Obgleich die von mir hier aufgeworfenen Punkte auf einigen sehr persönlichen Erfahrungen beruhen, betreffen sie die Leistungsfähigkeit des IHR im allgemeinen. Sie und Jack Rimer besitzen immer noch die Macht, Mark Weber zu überstimmen und auf seine künftige Mitarbeit zu verzichten. Diese reinigende Maßnahme ist seit langem überfällig und wird dazu beitragen, das IHR wieder zu einer schlagkräftigen Organisation auf dem Felde des "Holocaust-Revisionismus" zu machen. Ted sollte seine Stelle so rasch wie möglich wiederbekommen, weil er fast ein Jahrzehnt lang ganz offenbar der mit Abstand tüchtigste Mitarbeiter des IHR gewesen ist.

Die immer zahlreicher werdenden Autoren und Forscher, die sich mit dem Großen Schwindel auseinandersetzen, bedürfen dringend eines Organs, wo sie ihre Ergebnisse präsentieren können. Sie brauchen eine solche Möglichkeit zu ihrer moralischen Stärkung und zum Beweis dafür, daß ihr Kampf den hohen Preis wert ist, den sie oftmals dafür zahlen müssen. Unsere Arbeit ist viel zu wichtig für unser aller Zukunft, um endlos von Leuten vom Schlage Webers behindert zu werden. Germar Rudolf kann einfach nicht alles alleine tun. Da das IHR einst ein Forum von Rang war, scheint es nur logisch, daß es den Versuch unternehmen sollte, seine früheren Qualitäten zurückzugewinnen, insbesondere jetzt, wo der Kampf mit Carto beinahe überstanden ist. Doch wenn Sie und Jack Rimer sich auch künftig damit zufrieden geben, brav die Rolle von Hampelmann-Direktoren für Weber und Raven zu spielen (reden wir Klartext: Ihr beide seid Hampelmänner gewesen, wie sie im Buch stehen), wird das IHR unvermeidlich in grauer Anonymität versinken. Von Angehörigen eines Aufsichtsrats wird erwartet, daß sie Entscheidungen fällen, dirigieren, denn von diesem Verb kommt das Wort "Direktor". Untergebene und Angestellte haben sich den Entscheidungen des Aufsichtsrats zu fügen oder, wenn sie diese nicht mittragen können, ihre Kündigung einzureichen. Es hängt alles von Ihnen ab!

Ich hoffe, daß Sie endlich aus Ihrem Dornröschenschlaf erwachen!

Friedrich Paul Berg«

Ein letzter Kritikpunkt kommt wiederum von Ted O'Keefe, dem unbegreiflich ist, warum das IHR nicht versucht, seinen großen Vorrat an Büchern zu vermarkten und zu verkaufen, um damit etwas Geld zu verdienen:[37]

»Ich bin weiterhin überrascht, wie schwierig es war, Revisionisten den Ruin des Instituts zu vermitteln, von denen viele unfähig oder zögerlich zu sein scheinen, jenen Skeptizismus und jene Methode, die sie für die Untersuchung der Gaskammern fordern, auf das revisionistische Äquivalent der Potemkinschen Dörfer anzuwenden. Du [G. Rudolf] konzentrierst Dich auf Forschung und Veröffentlichung, was richtig und in Ordnung ist - ich hoffe, daß die Leser von Deinem Ansatz überzeugt sein werden, anstatt von Ravens und Webers gewandten Argumenten für ihr Nichtstun. (Im Gegensatz zu Neuguineas Eingeborenen im Zweiten Weltkrieg, die die großen silbernen Vögel anbeteten, die Lebensmittel und andere Nützlichkeiten vom Himmel warfen, weshalb die Eingeborenen Glitzerschmuck an Bäume banden in der Hoffnung auf mehr, also eine Art "Cargo Kult", haben Weber und Raven einen "Carto Kult" und sind in der Lage, jede Art von Trägheit mit der Jagd nach den "fehlenden Millionen" zu rechtfertigen.)

Ich bin mehr verwundert darüber, wie grundlegende Geschäftstätigkeiten vernachlässigt wurden und wie das IHR Werbung und Verkauf von Waren im Wert von Hunderttausenden von Dollars, die es besitzt und in seinem Gebäude liegen hat, grob vernachlässigt hat. Statt dessen bevorzugte es, nach Geld von Unterstützern zu suchen und zu wühlen (große Spenden zur Finanzierung des laufenden Betriebes) und war sogar willens, eine Adreßliste von Patrioten und Revisionisten an die ADL zu verkaufen, um ein paar Dollar zu verdienen...«[32]

...und obendrein noch Sabotage

Eigentlich wäre damit schon genug gesagt, aber leider ist damit der Traurigkeit noch kein Ende gesetzt. Denn als ich zusammen mit meinem Partner Dr. Robert H. Countess anfing, revisionistische Literatur in englischer Sprache zu publizieren, ergab sich noch eine ganz andere Kategorie von Problemen mit dem IHR, die kein anderer mit dem Institute haben konnte, da es zur Zeit außer dem von Herrn Dr. Countess und mir geführten Verlag Theses & Dissertations Press keinen anderen Verlag gibt, der englischsprachige revisionistische Literatur verlegt.

Typisch scheint zu sein, daß Mark Weber sich pikiert zeigte, daß nicht er die Chance erhielt, revisionistische Bücher mit gutem Ruf zu verlegen, sondern andere. Im ersten Fall geht es um den deutschen Sammelband Grundlagen zur Zeitgeschichte, der Mitte 2000 auf Englisch unter dem Titel Dissecting the Holocaust bei Theses & Dissertations Press erschien.[38] In all den Jahren seit der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe Ende 1994 kam Herr Weber offenbar nie auf den Gedanken, den deutschen Verleger des Buches um Übersetzungsrechte zu bitten. Als ich aber in den Jahren 1999/ 2000 intensiv an der Herausgabe des Buches arbeitete, kam ihm plötzlich der Gedanke, das IHR könne das Buch doch verlegen - nachdem die Hauptarbeiten der Aktualisierung, Komplettierung, Übersetzung und Überarbeitung bereits von anderen getan und bezahlt worden waren.

Das gleiche Spiel wiederholte sich im Jahr 2000, als Dr. Countess und ich an der Veröffentlichung einer englischen Ausgabe des Buches Stalins Vernichtungskrieg von Joachim Hoffmann arbeiteten (in englisch: Stalin's War of Extermination).[39] Dieses Buch erschien erstmalig in deutscher Sprache anno 1995 und erweckte in Deutschland rege Aufmerksamkeit. Natürlich muß Mark Weber dieses Buch seither gekannt haben, aber erst nachdem sich Dr. Countess im Jahr 2000 um die englischen Rechte kümmerte, zeigte Mark Weber ein Interesse an dem Projekt. Wo war Webers Interesse bloß in den Jahren 1995, 1996, 1997, 1998, 1999?

Man könnte endlos so weiter machen. Es fiele mir leicht, dreißig hochwertige, wichtige und vielversprechende deutsche, französische und italienische Bücher aufzuzählen, die seit Jahren auf eine englische Übersetzung harren und sie wirklich verdient hätten. Die meisten davon wurden entweder von mir veröffentlicht, oder ich habe mir in der Zwischenzeit dank meiner hervorragenden Beziehungen zu diversen Verlegern in Europa davon die Übersetzungsrechte gesichert. Soweit mir bekannt ist, hat sich Mark Weber noch nicht einmal um eine Kontaktaufnahme zu den betroffenen Verlegern und Autoren bemüht.

Sobald ich meine englischsprachigen revisionistischen Bücher veröffentlicht hatte, zeigte sich ein neues, unerfreuliches Verhaltensmuster der führenden Leute des IHR, das mich noch mehr aufbrachte. Während der 13. IHR-Konferenz im Juni 2000 sprach ich mit Greg Raven, der für den Erwerb von Büchern zum Wiederverkauf zuständig war, über die Möglichkeit, ob das IHR mein Buch Dissecting the Holocaust, das im August 2000 vom Drucker ausgeliefert werden sollte, zum Verkauf an seine Kunden anbieten könnte. Er teilte mir mit, er sei willens, dieses Buch in sein Angebot aufzunehmen, vorausgesetzt, ich würde ihm einen Rabatt von 80% zugestehen. Wenn man bedenkt, daß der übliche Preisnachlaß für den Erwerb von einigen zig Exemplaren durch den Handel bei 40 bis 50% liegt, und daß ein Rabatt von 80% gerade einmal die reinen Produktionskosten des Buches gedeckt hätte (ausschließlich der Übersetzungs-, Bearbeitungs- und Marketingkosten!), dann mag man verstehen, daß ich über eine solch empörende Aussage ziemlich erregt war. Verständlich wäre Ravens Forderung nur, wenn er keine Ahnung vom Buchhandel gehabt hätte, aber da sich Greg Raven seit vielen Jahren in verantwortlicher Position für diese Dinge befand, konnte er sich unmöglich auf Unwissenheit berufen. Ich empfand diese Forderung daher eher als eine Kriegserklärung gegen mich als unwillkommenen revisionistischen Verlags-Konkurrenten. Mark Weber entschärfte die Lage allerdings, indem er Raven dazu drang, einen marktüblichen Rabatt zu akzeptieren.

Aber damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Als ich Anfang 2001 die beiden revisionistischen Werke The Giant With Feet of Clay von Jürgen Graf (Übersetzung des Buches Riese auf tönernen Füßen) und Stalin's War of Extermination veröffentlicht hatte, teilte mir G. Raven mit, er könne die Bücher anderer Verleger nicht ins Programm aufnehmen, weil das IHR ansonsten seinen Status als gemeinnützige Organisation gefährde. Wenn man sich allerdings das Buchangebot von Noontide Press anschaut, einem dem IHR lose angegliederten Buchvertrieb, worin sich viele Bücher anderer Verlage finden, so wird man den Verdacht nicht los, daß Ravens Grund zur Ablehnung der Bücher tatsächlich ein ganz anderer war. Auch der später von Weber angeführte Einwand, man habe kein Geld zum Ankauf von Büchern, konnte nicht überzeugen, zumal wir ihm die Bücher in Kommission angeboten hatten, er sie also erst nach erfolgtem Wiederverkauf hätte bezahlen müssen.

Dieses Gefühl der Unredlichkeit und Gegnerschaft war von Mark Weber noch verstärkt worden, als er gegen Ende 2000 Dr. Robert Countess aufforderte, sich aus dem Aufsichtsrat des LSF zurückzuziehen, da sich Dr. Countess nach Webers Ansicht in einem Interessenkonflikt befinde, zumal er zwei konkurrierenden gemeinnützigen Organisationen diene, nämlich der LSF und der Mutterorganisation des Verlages Theses & Dissertations Press.[40] Leider hat sich Dr. Countess diesem Ansinnen Webers ohne Widerspruch gefügt.

Diese zwei Vorfälle zeigen deutlich, daß sowohl Mark Weber als auch Greg Raven Theses & Dissertations Press nicht als freundschaftlich verbundene Organisation betrachten, über deren Veröffentlichung von wichtigem revisionistischen Material jeder Revisionist erfreut sein sollte. Dies um so mehr, als das IHR momentan offensichtlich nicht fähig ist, die verzweifelte Nachfrage nach neuem Material auf dem revisionistischen Büchermarkt zu erfüllen. Man handelte ganz im Gegenteil so, als sei Theses & Dissertations Press ein lästiger Konkurrent, den man zu bekämpfen gedachte. Im Prinzip reagierten Weber und Raven so, als ob sie der Ansicht seien, es sei besser, daß überhaupt keine revisionistischen Bücher veröffentlicht würden, als daß dies ein Konkurrent tue.

Im Sommer 2001 entspannte sich die Lage etwas, da mir Weber zumindest die Veröffentlichung von Anzeigen im JHR zugestand und letztlich sogar auf eine Bezahlung der Anzeigen verzichtete, was sich als segensreich erwies, zumal die aktive Leserschaft des Journal of Historical Review inzwischen so stark gesunken war, daß die Kunden, die ich aufgrund der Bücherwerbung gewinnen konnte, an den Fingern beider Hände abzählbar sind, weshalb sich die Kosten für bezahlte Anzeigen im JHR nie amortisiert hätten.

Weder Herausforderung noch Bedrohung

Bereits im Juni 1999 schlug ich Mark Weber vor, er möge die Herausgabe des JHR mir überlassen, da mir offensichtlich geworden war, daß er dazu unfähig war. Er lachte mich nur aus. Seither haben mich immer mehr Personen gedrängt, doch zu erwägen, genau dies zu tun. Allerdings habe ich seit meiner Übersiedlung in die Staaten anno 2000 ernsthaft darüber nachgedacht, mein eigenes englischsprachiges Periodikum zu starten, anstatt mich auf ein Projekt und eine Organisation einzulassen, die grundlegend korrumpiert sind. Da ich aber bisher noch keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA erhalten habe, war es mir nicht möglich, irgendwelche längerfristigen Planungen anzustellen. Aber selbst wenn ich in naher Zukunft eine permanente Aufenthaltsgenehmigung hier in den USA erhalten sollte, was nunmehr in greifbarer Nähe zu sein scheint, würde ich immer noch nicht erwägen, mich auf irgendeine Weise auf das Institute for Historical Review einzulassen, und zwar aus den folgenden Gründen:

  1. Viele Jahre lang habe ich die Arbeitsweise der LSF als Außenstehender beobachtet, und ich habe mich ausgiebigst mit etlichen ihrer Angestellten unterhalten. Ferner bin ich seit 1999 selbst bei einer gemeinnützigen Organisation (Loewe Belfort Projects) beteiligt. Im Lichte meiner Erfahrung bin ich der Überzeugung, daß eine gemeinnützige revisionistische Stiftung nie wirksam operieren können wird, und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Da Spenden für eine revisionistische Organisation von vielen als anrüchig betrachtet werden, meiden die meisten Spender das Rampenlicht. Somit ist das Spendenaufkommen bei einer gemeinnützigen und bei einer gewinnorientierten Organisation in diesem Fall annähernd dasselbe.
    2. Gemeinnützige Stiftungen benötigen Aufsichtsräte. Aufgrund des umstrittenen Charakters des Revisionismus wird es stets schwierig sein, kompetente Personen zu finden, die bereit sind, Zeit, Geld und Ruf zu opfern, um einem solchen Aufsichtsrat anzugehören. Ferner zeigt die Erfahrung, daß solche Aufsichtsräte in der Vergangenheit regelmäßig Marionetten der wirklichen Verantwortlichen waren, wie auch immer sie heißen mögen, und daran wird sich auch in Zukunft wohl nichts ändern. Eine Organisation, die sich auf vermintes Gebiet vorwagt, bedarf einer starken, entschlossenen Führerschaft. Aus Marionetten bestehende Aufsichtsräte sind ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Deswegen wird keine revisionistische gemeinnützige Stiftung je angemessen geführt werden.
    3. Gemeinnützige Stiftungen neigen dazu, schlampig geführt zu werden, weil niemand wirklich das Zepter schwingt. Die gesetzlichen Bestimmungen betreffs der Buchführung sind wesentlich lockerer, und es besteht kein Zwang, Gewinne zu machen. Schlendrian und Korruption sind ständige Begleiterscheinungen gemeinnütziger Stiftungen, besonders wenn diese keiner Kontrolle seitens der Öffentlichkeit unterliegen.
    4. Zu guter Letzt sind für gemeinnützige Stiftungen die Möglichkeiten, tatsächlich Geschäfte zu machen, dermaßen limitiert, daß dies einen Hemmschuh für jede solche Organisation darstellt. Besitzt letztere keine größeren regelmäßigen Einnahmequellen, bringt ein solcher Status nichts als Nachteile. Da der Revisionismus in den Augen der Öffentlichkeit alles andere als akzeptabel ist, wird sich kaum je ein steter Fluß von Spenden einstellen.

  2. Im Lauf der letzten beiden Jahre haben mir M. Weber und G. Raven wiederholt eine Stelle beim IHR angeboten. Ich habe dies jedesmal höflich abgelehnt. Erstens wollte ich 1999, als ich in die USA kam, im Streit zwischen dem IHR und Carto strikt neutral bleiben. Eine Anstellung beim IHR hätte diese Politik verunmöglicht. Zweitens begriff ich, nachdem ich selbst erlebt hatte, wie M. Weber seine Arbeit verrichtet, sehr rasch, daß es bald zu heftigen persönlichen Zusammenstößen gekommen wäre, hätten wir beide in ein und demselben Büro gearbeitet. Keiner von uns beiden ist dafür verantwortlich. Unsere Persönlichkeiten sind einfach ganz und gar unvereinbar.
  3. Seit 1991, als ich mit der Vorbereitung der revisionistischen Anthologie Grundlagen zur Zeitgeschichte (später unter dem Titel Dissecting the Holocaust auf Englisch erschienen) begann, habe ich bei jedem Projekt, bei dem ich beteiligt war, eine führende Rolle gespielt. Ab 1996 war ich für eine eigene Firma verantwortlich, und als ich Teilhaber an der von Dr. Robert Countess gegründeten Theses & Dissertation Press wurde, spielte ich auch dort alsbald die erste Geige. Wie Bradley Smith, der mich kennenlernte, als ich von Juli bis Oktober 2000 sein Nachbar war, einmal bemerkte, neige ich dazu, die Führungsrolle bei Dingen zu übernehmen, bei denen ich mich engagiere, und zwar ganz einfach, weil ich über viel Energie, Hingabe, Entschlossenheit und Willenskraft verfüge. Ich bin ein geborener Führer, kein Gefolgsmann. Deshalb wußte ich, daß die einzige Rolle, in der ich mich beim IHR wohlfühlen würde, diejenige des unbestrittenen Führers war. Es ist für mich undenkbar, von Leuten angestellt zu sein, mit denen ich erstens charakterlich unvereinbar bin und die mir zweitens meiner Überzeugung nach an Führungsqualitäten deutlich unterlegen sind. Da ich Weber nicht zumuten kann, freiwillig auf seinen Direktorenposten beim IHR zu verzichten, und da ein Führungskampf mit ihm unserer Sache abträglich wäre, kann und will ich mich beim IHR nicht engagieren, solange insbesondere Mark Weber dort eine leitende Rolle spielt.
  4. Mein eigener gewinnorientierter Verlag Castle Hill Publishers gewährleistet mir organisatorische Unabhängigkeit und ein Maß an finanzieller Stabilität, das mir keine Anstellung beim IHR oder einer vergleichbaren Organisation je zu bieten vermöchte. Ich würde nie etwas tun, was meine Firma oder ein anderes Projekt, an dem ich arbeite, in Gefahr bringen könnte. Jedes Engagement bei einem anderen Unternehmen müßte immer dann in den Hintergrund treten, wenn meine eigene Firma eines besonderen Einsatzes bedarf.
  5. Nach längeren Gesprächen mit beiden Parteien in dem endlosen Grabenkrieg zwischen Carto und der LSF sowie zahlreichen direkt oder indirekt daran beteiligten Personen scheint es mir, daß die auf der Seite der LSF engagierten Leute die Natur dieses Kampfes nicht richtig begriffen haben. Nach jedem Etappensieg der LSF gaben sie sich dem Irrglauben hin, der Krieg werde nun bald zu Ende sein. Seit vielen Jahren erweist es sich aber, daß sie gründlich auf dem Holzweg sind. Carto erholt sich von jeder Niederlage, und dann wird die nächste Runde eingeläutet. Je mehr Schaden ihm die LSF zufügt, desto erbitterter haßt er sie. Je mehr er sie haßt, desto entschlossener führt er den Kampf. Dieser wird erst mit dem Abtreten einer der beiden Seiten enden. Entweder sterben Carto und seine Frau, oder die LSF einschließlich des IHR treten von der Bühne ab. Einen Kompromiß gibt es da nicht. Solange das Ehepaar lebt, besteht der einzige Ausweg in der Auflösung der LSF, der Schließung des IHR und der Gründung einer vollkommen neuen Organisation, deren Führungspersonal nicht mit dem völlig inkompetenten der LSF sowie des IHR identisch sein darf.

Schlußbemerkung

Die anfangs zitierte Äußerung Prof. Faurissons spiegelt meiner eigenen Erfahrung nach die Haltung vieler wider, die Mark Weber und Greg Raven in ihrem Kampf gegen Willis Carto in den letzten neun Jahren bedingungslos unterstützend zur Seite gestanden haben. Für sie ist dies eine Frage von Recht und Gerechtigkeit, genauso wie es nach Cartos Ansicht auf der anderen Seite niemals gerecht sein kann, daß unfähige Individuen sein Lebenswerk an die Wand fahren.

Für mich und für jeden, der am wissenschaftlichen wie publizistischen Fortschritt des Revisionismus interessiert ist, steht allerdings eine ganz andere Frage an oberster Stelle: Was nutzt der Durchsetzung der geschichtlichen Wahrheit?

Ist die Aussage falsch, dem Durchbruch der historischen Wahrheit wäre mehr gedient gewesen, wenn man Carto die Verwaltung des Farrel-Edison-Geldes überlassen hätte und wenn er das IHR weiter so erfolgreich aus dem Hintergrund dirigiert und finanziell unterstützt hätte, wie er es vor 1993 tat und wie er es nun mit seiner Barnes Review wieder unter Beweis stellt? Ich beziehe hier bewußt keine Position in der Auseinandersetzung zwischen beiden Seiten. Aber ich bin mir sicher, daß jede andere Lösung besser gewesen wäre, als das IHR Weber und Raven zu überlassen.

Die damals gegen Carto erhobenen Vorwürfe, er habe das JHR weg vom Holocaust führen und in ein politisches Medium umfunktionieren wollen, was einer der angegebenen Gründe für die Palastrevolte des Jahres 1993 war, werden durch die Tatsache Lügen gestraft, daß

  1. Cartos Geschichtsmagazin The Barnes Review eben alles andere ist als eine politische Zeitschrift, und
  2. auch dadurch, daß laut Webers eigener Aussage während der diesjährigen IHR-Konferenz er es nun ist, der das JHR weg vom Holocaust und hin zu einer mehr antijüdischen Position wie auch - laut O'Keefes Ausführungen[41] - zum Aufgreifen von rassischen Themen führen will.

Alles in allem bleibt leider festzustellen, daß Mark Weber und Greg Raven viele "prominente" wie einfache Revisionisten erfolgreich davon überzeugt haben, die einzige Ursache für die Misere des IHR sei der Sündenbock Willis Carto. Wie ich hoffe überzeugend aufgezeigt zu haben, ist nichts unwahrer als das.

Wer im Wissen um die Fakten immer noch zu den jetzigen führenden Köpfen des IHR steht, kann allerdings außer Haß gegen Carto und Habgier nach den Farrel-Millionen meiner Ansicht nach keine andere Rechtfertigung mehr anführen, es sei denn die, ein Interesse an der Zerstörung des IHR und damit des englischsprachigen Revisionismus zu haben.

Ich jedenfalls werde das sinkende Schiff bestimmt nicht betreten.

Reaktionen

Obiger Beitrag wurde in englischer Sprache Ende Juli im Internet veröffentlicht.[42] Mit zwei Ausnahmen waren alle Reaktionen verständnisvoll bis unterstützend. Bei den zwei Ausnahmen handelte es sich einerseits um Greg Raven, der mir mitteilte, meine Ausführungen seien derart falsch, daß es sich nicht lohne, darauf einzugehen. Aus diesem Grunde kann ich daher hier keine Gegendarstellung des IHR bringen. Es sei aber der Hinweis erlaubt, daß sich meine Hauptkritik offenbar gegen Mark Weber richtet, der zwar als Historiker kompetent ist, nicht aber als Verleger. Die überzeugendsten Argumente dafür habe ich, wie zitiert, jenen Dokumenten entnommen, die Greg Raven selbst verfaßt hat. Meint Raven also, daß alles, was Raven schrieb, völlig falsch ist?

Der zweite ablehnende Kommentar kam von einem gewissen Walter F. Müller aus Kalifornien, dem Herausgeber eines kleinen rechten kalifornischen Boulevard-Blattes, der seine Stellungnahme wie folgt einleitet:[43]

»Germar Rudolfs Beitrag ist zu lang und kommt von einem Kerl, der kein Bürger dieses Landes ist und daher keine Ahnung von den hiesigen tief verwurzelten Traditionen hat. Meine Quelle teilte mir auch mit, mit Herrn Rudolf könne man schlecht auskommen, er sei rüde, und seit er aus Europa hierher gekommen ist, sei er bei einigen Leuten nicht mehr willkommen. Es ist mir allerdings auch gesagt worden, er sei nicht nur brillant, sondern ein Arbeitspferd, dessen revisionistische Arbeiten recht eindrucksvoll seien. Hört sich an wie ein weiterer David Irving!«

Was er damit meint, hat W. Müller in einer anderen Email ausgeführt:[44]

»Ich gebe auch zu, von Germar Rudolfs Arbeit recht beeindruckt zu sein. Aber ich bin ja auch recht beeindruckt von David Irvings Arbeit.

Gibt das ihnen das Recht, uns wie Scheiße zu behandeln?«

Herr Müller hat mich nie getroffen, kennt mich also absolut nicht. Er gibt seine angebliche "Quelle" nicht preis, laut der ich derart schlechte Manieren habe, daß man mich nicht mehr sehen will. Mir ist nicht bekannt, daß ich irgendwo unwillkommen sei; im Gegenteil: Alle diejenigen, bei denen ich bisher hier in den USA zu Gast war, haben sich nur dahingehend geäußert, daß ich immer willkommen sei, sie wieder zu besuchen.[45] Und schließlich habe ich mit Herrn Müller nie irgendeinen Kontakt gehabt, weder privat noch geschäftlich, und habe ihn auch noch nie irgendwo erwähnt, so daß ich ihn gar nicht hätte »wie Scheiße behandeln« können. Wie soll man sich gegen einen solch infamen, vulgär-fäkalen Angriff unterhalb der Gürtellinie wehren?

Müller fährt fort:

»In seiner langen Kritik glorifiziert Herr Rudolf Willis Carto von Anfang an, indem er ihm eindrucksvolle Titel zuspricht. Dies macht den Eindruck, Rudolfs Kritik des IHR sei nach einem Schriftstück von Willis Carto verfaßt worden. [...] Immer, wenn er Willis Carto erwähnt, stellt er ihn in ein glanzvolles und schmeichelndes Licht, wenn er aber Mark Weber angreift, so tut er dies in dunklem Tone.«

Der Beitrag wurde von mir ohne Hilfe Dritter verfaßt. Er fußt im wesentlichen auf Äußerungen von Personen, die dem IHR wohlwollend und Carto feindlich gegenüberstehen. Es wird auf keine Materialien oder Äußerungen von Personen zurückgegriffen, die Carto nahestehen. Der Beitrag wurde zudem von Ted O'Keefe, einem ehemaligen Angestellten des IHR und Gegner Cartos, gegengelesen, wobei er darauf achtete, daß die Auseinandersetzung zwischen IHR und Carto fair dargestellt wird. Carto hat niemals auch nur einen Kommentar zum Inhalt abgegeben.

Freilich wird Carto dort Ehre gegeben, wo ihm Ehre gebührt. Ohne ihn gäbe es kein IHR, kein JHR, keine großen Erfolge des englischen Revisionismus in den 70er und 80er Jahren. Ansonsten aber wird durchaus nicht mit Kritik auch an Carto gespart, etwa bezüglich seiner Art, "seine" Organisationen zu kontrollieren. Ich habe mich bei der Beschreibung der Fakten absichtlich mit Wertungen zurückgehalten. Solche müssen dem Leser überlassen bleiben. Das scheint Müller nicht zu schmecken, der seiner eigenen Aussage folgend »100% auf der Seite des IHR steht« und für den Cartos Verhalten ans »kriminelle grenzt«. Ich dagegen stehe auf Seiten des Revisionismus und nehme mir das Recht heraus, jene zu kritisieren, die Kompetenzmängel aufweisen.

Müller fährt fort:

»Seine ganze Kritik ist von der Perspektive eines Ausländers geschrieben. So kritisiert Herr Rudolf zum Beispiel auf zynische Weise Craig [recte Greg] Raven, weil er eine Pistole zog, um die gewaltsame Übernahme durch Willis Carto zu beenden. Nun, das sind die guten alten USA, der zweite Zusatz [zur US-Verfassung] und das Recht der Bürger, sich selbst, ihr Zuhause und ihr Unternehmen zu schützen, Herr Rudolf. Da man sicher davon ausgehen kann, daß Rudolf gerne ein [US-]Bürger werden will, schlage ich die Lektüre der [US-]Grundrechte vor.«

Der eingebürgerte Österreicher Walter F. Müller muß ein anderes Dokument gelesen haben als ich. Nirgendwo habe ich G. Raven für sein Handeln kritisiert, und schon gar nicht zynisch. Ich habe nur Fakten ohne Wertung dargelegt, ich zitiere mich selbst:

»Einer der Angestellte des IHR, Greg Raven, verhinderte dies [die physische Besetzung] jedoch, indem er Carto und seine Freunde mit gezogener Pistole aus dem Gebäude vertrieb.«

Hier werden nur nackte Fakten dargelegt. Wo ist da Zynismus, wo Kritik an der Verwendung einer Waffe?

Müller schreibt weiter:

»In der Mitte der Seite 17 traf es mich wie der Blitz: Rudolf war tatsächlich stinksauer auf das IHR, weil sie ihm keinen Job gegeben haben.«

Falsch, Herr Müller. Das IHR hat mir in den letzten zwei Jahren öfters eine Anstellung angeboten, und nach der Entlassung von Ted O'Keefe wurde mir gleich zweimal ein Angebot zur Übernahme der Herausgeberschaft des Journal of Historical Review angeboten. Aus verschiedenen, oben aufgelisteten Gründen habe ich diese Angebote aber nicht angenommen.

Müller weiter:

»Insgesamt wirbt Herr Rudolf auf drei Seiten für seine Arbeiten und Produkte seines Verlages und vergleicht es mit dem IHR. Er behauptet, seine Produktivität sei um so vieles größer als die des IHR. Dann ist er so arrogant, daß er eine Leistungsgrafik in seinen Bericht einfügt.«

Fakten, Herr Müller, sind Fakten. Nur eine solche Gegenüberstellung von Fakten kann Einsicht verschaffen. Und die erwähnte Leistungsgrafik des IHR - gemeint ist offenbar die Grafik über die Verspätung der jeweiligen JHR-Ausgaben - wurden einem Bericht Greg Ravens entnommen. Wo darin Arroganz liegen soll, entgeht mir völlig.

Müller meint weiter:

»Ich habe auch bemerkt, daß niemand anerkennen will, daß das IHR wegen des Bruchs mit Carto eine große Anzahl an Abonnenten verlor. Sich hinzusetzen und dies als Makel Mark Weber vorzuwerfen, ist ziemlich dumm.«

Ob Herrn Müller wohl die zweite, von Greg Raven erstellte Grafik entgangen ist, die genau diesen Abonnentenverlust durch den Bruch mit Carto nachweist? Und wo, Herr Müller, werfe ich diesen Umstand Weber vor? Vorwerfen kann man Weber aber sehr wohl, daß das JHR auch noch in den Jahren nach dem Bruch konstant an Abonnenten verloren hat. Daß dafür die mangelnde Attraktivität des JHR verantwortlich ist, ist offenkundig, und daß dafür wiederum Mark Weber hauptverantwortlich ist, darf auch als sicher angenommen werden. Aber derartige Vorwürfe befinden sich in meinem ursprünglichen Artikel gar nicht.

Müller äußert sich dann wie folgt:

»Germar Rudolf kritisiert Mark Weber auch, weil dieser keine technischen und forensischen Artikel abdruckt. Er bejammert die Tatsache, daß Herr Webers Antwort etwa wie folgt lautete: "Das Zeug ist für 'uns, die einfachen Leute' zu lang und zu kompliziert, um es zu verstehen."

Ach du meine Güte! Seit wann sagen wir den Intellektuellen eigentlich schon, macht euer Zeug für uns, die "Dummen", verständlich. Oder wie wäre es damit, daß ihr aus Euren Elfenbeintürmen herauskommt und anstatt euch selbst eure Bücher zu erklären, endlich damit anfangt, sie uns zu erklären? Hoppla, ich vergaß, daß ihr uns, das einfache Volk, ja gar nicht nahe eurer intellektuellen Überlegenheit haben wollt. Und wißt ihr was? Wenn ihr eure Standpunkte klargestellt habt, haben wir eure Bücher längst zugemacht und sind zur Realität des Lebens zurückgekehrt.«

Eine gute revisionistische Zeitschrift muß alle Bereiche abdecken: populäre Beiträge, exakte wissenschaftliche Beiträge und aktuelle Informationen. Wir können uns nicht für jeden dieser Bereiche unterschiedliche Zeitschriften leisten. Es ist richtig, daß die Relativitätstheorie für den Normalbürger unverständlich ist; bevor man sie allerdings popularisieren kann, muß man sie zuerst einmal formulieren und veröffentlichen. Das gleiche gilt für revisionistische Beiträge technischer und/oder forensischer Natur. Hätte Müller auch nur einen kurzen Blick in die online einsehbaren etwa 2000 VffG-Artikel geworfen, so wäre ihm klar geworden, daß ich bestimmt nicht eine redaktionelle Linie vertrete, die der Selbstbefriedigung von Wissenschaftlern in den Elfenbeintürmen dient. Seine polemischen Attacken gehen daher ins Leere. Zudem hat er übersehen, daß Weber populären Beiträgen ja ebenfalls ablehnend gegenübersteht. Herr Weber ist daher eher der richtige Adressat für Müllers Kritik.

Es ist übrigens bezeichnend, daß Herr Müller in seiner Email, die er an alle seine Email-Abonnenten versandte, keinerlei Hinweis gibt, wo man denn meinen Beitrag lesen könnte. Er macht es seinen Lesern also schwer, das Behauptete zu überprüfen und als falsch zu erkennen. Müllers Polemik gegen meinen Beitrag weist ja tatsächlich derart massive Verzerrungen auf, daß man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, Herr Müller verfolge mit seiner Schrift alles andere als aufrichtige Anliegen. Schließlich meint Herr Müller:

»Es wird offenbar, daß Herr Rudolf den Niedergang des IHR wünscht, weil er ein sehr ehrgeiziger Kerl ist und gerne sein eigenes Institute for Historical Review sehen möchte. Der König ist tot - lang lebe der König!«

Wenn ich tatsächlich den Untergang des IHR wünschte, so wäre es meiner Ansicht nach das Beste gewesen, mich mit aller Kritik zurückzuhalten, denn es war der Mangel an Kritik und öffentlichem Einblick in die Verhältnisse des IHR, der dazu führte, daß dort seit Jahren vor sich hingewurstelt wird, ohne daß irgend jemand ernsthaft etwas zu reformieren gedachte.

Mit anderen, die mich in dieser Hinsicht unterstützt und zu dieser Kritik aufgemuntert haben, bin ich der Auffassung, daß dieser gehörige Tritt vors Schienbein des IHR hoffentlich dazu führen wird, daß man dort die notwendigen radikalen Änderungen vornimmt, um wieder Leistung zu vollbringen.

Doch wenn sich herausstellt, daß auch dies nicht hilft, so kann ich nur feststellen, daß das IHR kein Selbstzweck ist.

Ich frug Walter Müller zweimal per Email, ob er mir erlauben würde, auf seine Anschuldigungen zu antworten, indem er meine Antwort an seine Email-Liste versendet. Walter Müller hat mir noch nicht einmal geantwortet. Soviel zu guten Manieren.


Anmerkungen

[1]Austin J. App, That Elusive Six Million, The American Mercury, Sommer 1966, S. 112; Teressa Hendry, Was Anne Frank's Diary A Hoax?, ebd., Sommer 1967, S. 109; Leo Heiman, The Jews That Aren't, ebd., Herbst 1967, S. 107; Herbert C. Roseman, Paul Rassinier: Historical Revisionist, ebd., Herbst 1968, S. 116; Harry Elmer Barnes, Zionist Fraud, ebd., Herbst 1968, S. 117; online: www.vho.org/GB/Books/tmotsm/index.html
[2]Historical Review Press, Richmond, GB, 1975; online: www.zundelsite.org/english/harwood/Didsix01.html
[3]Die Lüge des Odysseus, K.-H. Priester, Wiesbaden 1959; Rassinier, P., Was nun, Odysseus?, K.-H. Priester, Wiesbaden 1960; Das Drama der Juden Europas, H. Pfeiffer, Hannover 1965; Was ist Wahrheit?, Druffel, Leoni 81982.
[4]Geschichte der Verfemung Deutschlands, 8 Bde., Selbstverlag, Wien 1968 (online: www.vho.org/D/gdvd_2)
[5]Die Auschwitz-Lüge, Kritik Nr. 23, Mohrkirch 1973; Der Auschwitz-Betrug, Kritik Nr. 27, ebenda.
[6]Der Jahrhundertbetrug, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1976.
[7]Der Auschwitz-Mythos, Grabert, Tübingen 1979 (online: vho.org/D/dam).
[8]»"Le problème des chambres à gaz" ou "la rumeur d'Auschwitz"«, Le Monde, 29.12.1978, S. 8; vgl. »The "problem of the gas chambers"«, JHR, 1(2) (1980), S. 103 (online: ihr.org/JHR/v01/v01p103_ Faurisson.html); vgl. Artikel und Leserbriefe in R. Faurisson, Mémoire en défense, La Vieille Taupe, Paris 1980, S. 71-101.
[9]Email an Mark Weber, 3.7.2002:
»I, for one, have witnessed the sheer extent of the work which was yours in the days you had to fight against Carto the Thief and Liar. I remember how, first with Tom Marcellus and then without him, you and Greg, you had to deal with mountains of papers and legal matters. At the time I thought it was an impossible task. I admired you nearly as much as I admired Ernst Zündel in his own uphill climb. This should be remembered forever.«
[10]Carto unterlag nicht in einem strafrechtlichen, sondern nur in einem zivilrechtlichen Verfahren und darf daher nicht als Krimineller ("Dieb") bezeichnet werden.
[11]130 Third St., SE, Washington, D.C., 20003, USA; http://www.barnesreview.org/
[12]Vgl. die öffentlich zugänglichen Einkommenserklärungen der LSF online: justice.hdcdojnet.state.ca.us/charitysr/trust_list.asp?CT_INT=97397&intPageT=1, insbesondere für das Jahr 2001: 167.10.5.131/Ct0501_0600/0568/1SNZ3IE.PDF
[13]Unter dem Pseudonym Ernst Gauss, Grabert, Tübingen 1994.
[14]Der Titel stammt tatsächlich vom Namen der Stiftung, unter deren formeller Schirmherrschaft VffG bis zum Frühjahr 1998 herausgegeben wurde, der belgischen Stiftung Vrij Historisch Onderzoek (Freie Geschichtsforschung).
[15]Zuerst veröffentlicht in J. Wikoffs selbstverlegtem Blatt Remarks, PO Box 234, Aurora (NY), Nr. 22, 20. April 1997; deutsch in VffG, 2(2) (1998), S. 135-139. (www.vho.org/VffG/1998/2/Wikoff2.html).
[16]Otward Müller, »Sinti und Roma - Geschichten, Legenden und Tatsachen«, VffG, 3(4) (1999), S. 437-442. (www.vho.org/VffG/1999/4/Mueller437-442.html); ders., »Polnische Bevölkerungsverluste während des Zweiten Weltkrieges«, VffG, 3(2) (1999), S. 159-164 (www.vho.org/VffG/1999/2/Mueller159-164.html)
[17]Für eine aktuelle Liste vgl. www.vho.org/support.html.
[18]Mark Weber, »High Frequency Delousing Facilities at Auschwitz«, JHR, 18(3) (Mai/Juni 1999), S. 4. (www.ihr.org/JHR/v18/v18n3p-4_Weber.html)
[19]Schreiben von G. Raven an den Aufsichtsrat der LSF, 23.2.2001, Anlage 11 des von T. O'Keefe verfaßten Berichts, vgl. Anm. 23.
[20]Um meinen Visa-Waiver zu erneuern, mußte ich jeweils die Staaten für einige Zeit verlassen. Herr Bradley besaß die Güte, mich während dieser Zeit zu beherbergen.
[21]See www.codoh.com/org
[22]Email von Luftschutz@aol.com (Samuel Crowell) an hoaxbuster@netzero.net (Friedrich Paul Berg); 28.5.2002, 15:20; Thema: »Copy of Remarks -- Distribute as you see fit among revisionists«; vgl. S. Crowells Beiträge: »Defending Against the Allied Bombing Campaign: Air Raid Shelters and Gas Protection in Germany, 1939-1945«, codoh.com/incon/inconabr.html; »The Gas Chamber of Sherlock Holmes: An Attempt at a Literary Analysis of the Holocaust Gassing Claim«, codoh.com/incon/inconshr123.html; »Technique and Operation of German Anti-Gas Shelters in WWII: A Refutation of J.C. Pressac's Criminal Traces«, codoh.com/incon/inconpressac.html; »Technik und Arbeitsweise deutscher Gasschutzbunker im Zweiten Weltkrieg«, VffG 1(4)(1997), S. 226-243 (vho.org/VffG/1997/4/Crowell4.html); »New Documents on Air Raid Shelters at Auschwitz Camp«, www.fpp.co.uk/Auschwitz/ documents/LSKeller/MoscowDocs.html; »The First Press Report From Auschwitz«, codoh.com/incon/inconosven2.html; »Auschwitz Liberated, about an Article in Pravda«, www.fpp.co.uk/Auschwitz/documents/ Pravda020245.html; »Comments on the Recent Excavations at Belzec«, codoh.com/newrevoices/ncrowell/nrvscbelzecdig.html; »Ausgrabungen in Belzec«, VffG 2(3)(1998), S. 222 (vho.org/VffG/1998/3/Forschung3.html#Crowell); »Response to J. McCarthy on NO-365, The Wetzel-Lohse Correspondence«, codoh.com/incon/inconshrcrit.sht; »Comments on Mattogno's critique of the bomb shelter thesis«, codoh.com/incon/inconscrmtgno.html; »Bomb Shelters in Birkenau: A Reappraisal«, codoh.com/incon/inconbsinbirk.html
[23]Anlage 1 des von Ted O'Keefe verfaßten undatierten Rundschreibens vom Juni 2002 »Exit the Whistleblower: My Fall from Grace at IHR«. Vollständig veröffentlicht im Internet unter www.vho.org/GB/c/TOK/Whistleblower.html.
[24]Schreiben Ted O'Keefe, Anm. 22, S. 4.
[25]Anlage 7 des Schreibens von Ted O'Keefe, Anm. 22. Die aktuelle Anzahl an Abonnenten nannte mir Ted O'Keefe persönlich.
[26]Wie Anm. 22; vgl. auch die in Ted O'Keefes Brief, Anm. 23, als Anlage 44 wiedergegebenen ähnlichen Stimmen anderer Revisionisten.
[27]Vgl. dazu Ted O'Keefes Schreiben, Anm. 23, S. 8f.
[28]Email von T. O'Keefe (tjok_49@hotmail.com) an R.H. Countess (boblbpinc@earthlink.net), weitergeleitet an mich durch Dr. Countess am 8.7. 2002, 13:32.
[29]Der hier ausgelassene Teil diskutiert einen Streit, der sich aus der Ausladung eines prominenten Palästinensers von der diesjährigen IHR-Konferenz ergab.
[30]Legion for the Survival of Freedom, Dachorganisation des IHR.
[31]Robert Berger Lynch, damals Vorsitzender des Aufsichtsrates, legte auf Druck von M. Weber und G. Raven seinen Posten nieder. Lynch hatte seit seiner Einsetzung mehr organisatorische und finanzielle Transparanz gefordert, war aber damit auf taube Ohren gestoßen. Der Streit um die Ausladung des in Anm. 29 erwähnten Palästinensers war nur ein Vorwand, ihn schließlich "rauszuekeln". Vgl. die Darstellung von T. O'Keefe in seinem Bericht, Anm. 23, S. 6, 14.
[32]Laut Angaben zweier ehemaliger IHR-Angestellten, Eric Owens und Ted O'Keefe, sollen Mark Weber und Greg Raven im Frühjahr 2001 kurzfristig erwogen haben, die nach dem Bankrott von Liberty Lobby von ihr erhaltene Adressliste and die jüdische Anti-Defamation League zu veräußern. Vgl. dazu den Email-Austausch zwischen E. Owens, T. O'Keefe, M. Weber und G. Raven sowie die Darstellung von T. O'Keefe in seinem Bericht, Anm. 23, S. 5f. In einer späteren Email schrieb Ted O'Keefe (Email von T. O'Keefe (tjok_49@hotmail.com) an: Eric Owens (ericowens2@earthlink.net) und Germar Rudolf (chp@vho.org), 15.6.2002, 13:46; Thema: »Re: IHR«):
»Natürlich enthüllten die von Dir versandten Emails die Wahrheit, und Weber und Raven haben nie versucht, zu widersprechen. Sie ziehen sich immer noch auf die Flunkerei zurück, es sei nichts an dem ADL-Deal dran gewesen, weil "wir noch nicht einmal ein Angebot hatten" (selbst wenn das wahr wäre, so legt dies die Analogie einer angeblich tugendhaften Frau nahe, der Prostituion vorgeworfen wird - was würde man wohl denken, wenn sie auf diesen Vorwurf hin antwortete: "Aber Liebling, ich habe ja niemals ein Angebot gehabt!"?)
Was ich bezüglich der ADL-Affäre bedaure ist meine gesichtswahrende Presseerklärung: Du wirst dich an den kunstvollen Dreh erinnern, dem ich dieser Erklärung gegeben habe (weil ich damals dachte, dies liege sehr im Interesse unserer Bewegung), worin ich Gregs und Marks Schuld minimierte und Deine massiv übertrieb, so Du überhaupt schuldig warst! Ich nehme an, daß ich dafür nun meinen Lohn erhielt! Ansonsten geht es mir gut: diese zwei los zu sein ist eine wirkliche Befreiung.«
[33]Email from: Samuel Crowell (EmailAdresse auf Wunsch Crowells entfernt); to: Robert H. Countess (boblbpinc@earthlink.net); forwarded to me by R. Countess on 7/9/2002, 7:17am.
[34]Email von: Karl v. Hannover (hannover@berlin.com); an: Dr. Robert H. Countess (boblbpinc@earthlink.net); Thema: Re: holiest of the holies; Datum: 16.6.2002, 13:38:26 -0500.
[35]Email von: Friedrich Paul Berg (hoaxbuster@netzero.net), an: Dr. Robert H. Countess (boblbpinc@earthlink.net); Thema: Fw: "ALL" gassing claims and Mark Weber's incompetence; Datum: 4. Juli 2002, 13:51; in der Sache ähnliche, wenn auch im Ton wesentlich mildere Kritiken wurden von Dr. R. Countess und Prof. Dr. A. Butz geäußert, die aber auf die Vertraulichkeit ihrer Email-Aussendungen bestanden haben.
Nachdem Ted O'Keefe entlassen worden war, schrieb A. Butz in einem am 9.7.2002 verfaßten Artikel »Quo Vadis«, er befürchte nun für das IHR eine Fortsetzung der »Abwärtsspirale und weitere Verluste an Unterstützern, die keinen Grund mehr erkennen, eine selbstmörderische Vereinigung zu unterstützen.«
Inzwischen hat sich Dr. Countess sogar vom Advisory Board des JHR entfernen lassen, weil seine Reformvorschläge abgelehnt worden waren; Email von Dr. Robert H. Countess (boblbpinc@earthlink.net) an Dr. A.R. Butz (Email-Address auf Wunsch Dr. Butz' entfernt) und andere Revisionisten; Datum: 28.7.2002, 6:24; Thema: "Resignation notice from JHR Ed Adv Committee".
[36]Email von Harvey A. Taylor (hataylor@syix.com) an: F.P. Berg (hoaxbuster@netzero.net); Datum: 5. Juli 2002, 16:47; Thema: Re: Fw: "ALL" gassing claims and Mark Weber's incompetence:
»There are only a few active investigator/writers contra the big H. Complaits should be presented in a fashion which encourages further contact. [...] No doubt we could do alot more if we were not one step ahead of the bill collector.«
[37]Email von Ted O'Keefe (Tedok07@aol.com) an: Germar Rudolf (chp@vho.org); Datum: 16.7.2002, 13:32; Thema: »Re: brief remarks on IHRCrisis facts, etc...«
[38]Deutsch: Grabert, Tübingen 1994; Englisch: Theses & Dissertations Press, Capshaw, AL, 2000.
[39]Deutsch: Verlag für Wehrwissenschaften, München 11995, 21996; , 3.-7. Auflage Herbig, München; Englisch: Theses & Dissertations Press, Capshaw, AL, 2001.
[40]Theses & Dissertations Press ist der Verlagszweig von Loewe Belford Projects, Inc., einer von Dr. Countess gegründeten gemeinnützigen Stiftung mit dem Ziel, revisionistische Bücher zu publizieren, die das IHR entweder nicht willens oder nicht in der Lage war zu veröffentlichen.
[41]O'Keefe-Bericht, Anm. 23, S. 8.
[42]www.vho.org/GB/c/GR/IHRCrisis.html
[43]Walter Mueller (thetruthisback@yahoo.com), Email vom 1.8.2002, "Patriot Letter".
[44]ders. an Robert H Countess (boblbpinc@earthlink.net), 1.8.2002.
[45]Ich zähle hier einmal ein paar Namen auf: Russ Granata, Otward Müller, Ernst Zündel, Sam Dickson, Robert Countess, Willis Carto. Dies schloß bisher auch die Herren Raven und Weber sein, wobei ich freilich nicht weiß, wie sie sich seit meiner Kritik verhalten würden.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(3) (2002), S. 244-258.


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