Auf zu neuen Ufern

Von Dipl.-Chem. Germar Rudolf

Das Jahr 2002 neigt sich dem Ende zu. Es war ein hektisches, aufregendes Jahr für mich. Meine privaten Kapriolen habe ich in den Zeilen dieser Zeitschrift gelegentlich angerissen, was man mir vorwerfen mag, zumal eine solche Zeitschrift dafür kein Podium sein sollte. Allerdings gilt es zu bedenken, daß der herausgebende Verlag Castle Hill Publishers letztlich ein Ein-Mann-Unternehmen ist, weshalb mein privates Schicksal und das dieses Verlages und der Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung unauflöslich miteinander verwoben sind. Deshalb ist ein Bericht über meine persönliche Lage quasi auch immer teilidentisch mit einem Bericht über die Lage des Verlages.

To all English Readers of VffG

The content of our new English language periodical The Revisionist will not be identical with that of VffG, since it is addressing a different readership. However, probably the majority of articles will be translations from VffG and vice versa. Of course, you can either subscribe to both journals, or opt for only one of them. You also have the option to switch over your VffG subscription to The Revisionist, transferring all credits on your VffG account. Please notify us if this is what you prefer.

Aufgrund der privaten Turbulenzen bin ich im Jahr 2002 dreimal umgezogen: Ende Juni, Ende August und Ende Oktober. Ich hatte zwischenzeitlich schon aufgehört, meine Kartons und Koffer überhaupt auszupacken. Die etwas verspätete Ausgabe 3/2002 ist quasi im Umzugslaster verfaßt worden, und diese Ausgabe entstand während des Versuches, meinen mickrigen Haushalt (bestehende aus einem Bett und einem Mikrowellenherd) und mein Taschenformat-Büro (bestehend aus einem Schreibtisch, Schreibstuhl, vier Regalen, drei Aktenschränken, einer Computeranlage und viel Papier) wieder organisiert zu bekommen. Wie Sie sehen, lebe ich spartanisch, oder »wie ein Mönch«, wie es Ernst Zündel einst schockiert ausdrückte, als er sah, daß ich praktisch nichts besitze – frei nach dem Motto: alles für Wahrheit und Gerechtigkeit, nichts für mich.

Um so dankbarer bin ich all meinen ehrenamtlichen Helfern überall auf der Welt, die mir mit kostenlosen Übersetzungen, Korrekturlesen und dem Recherchieren von Beiträgen so viel Arbeit abgenommen haben. Ohne diese Heinzelmännchen wäre ich dieses Jahr nicht über die Runden gekommen.

Für 2003 sieht es nun besser aus: ich werde mich a) von Beziehungen zu geistig-moralisch instabilen Individuen fernhalten und b) nunmehr einen festen Wohnsitz behalten, denn mittlerweile habe ich eine Wohnung gefunden, die einem Mäzen gehört und aus der ich nicht mehr werde weichen müssen.

Ich wäre aber nicht Germar Rudolf, wenn ich es damit schon bewenden lassen würde. Das »implodierende« (Dr. Countess), »komatöse« (Prof. Butz) Institute for Historical Review ist im Prinzip in Auflösung begriffen, weshalb man mich schon seit Anfang dieses Jahres immer wieder aufforderte, den Laden entweder "zu übernehmen" oder aber eine konkurrierende Zeitschrift herauszugeben.

Ob es für das IHR eine Zukunft geben wird – mit mir oder ohne mich –, wissen alleine die Götter. Der Unmut über den Zusammenbruch jeder Publikationsmöglichkeit wissenschaftlich-revisionistischer Artikel in englischer Sprache hat mich allerdings davon überzeugt, daß etwas getan werden muß, und so habe ich mich entschlossen, ab Anfang 2003 die Ende 1999 von Bradley Smith gegründete, aber nur vier Ausgaben später wieder eingestellte Zeitschrift The Revisionist neu herauszugeben, unter der Ägide von Castle Hill Publishers, also mir, und ganz im Stile und unter Zurückgreifen auf die Ressourcen der Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung.

Hier stehe ich, Germar Rudolf, als verfolgter, immer noch nicht gänzlich sicherer Einzelkämpfer:

Und das alles bisher fast im Alleingang.

Angesichts dieses Umfangs wird oft die Zuversicht ausgesprochen, ich müsse ja wohl finanzkräftige Sponsoren haben. Dem ist nicht so: ich habe einige kleinere Dauerspender und ganz wenige Unterstützer, die – mehr unregelmäßig als regelmäßig – jeweils etwas größere Summen (ein paar Tausend € pro Jahr) beibringen, aber die wirklich großkopferten Unterstützer haben ihre großen Summen bisher dort abgeladen, wo sie offenbar nichts bewirkt haben – außer vielleicht die Fortführung revisionistischer Selbstzerfleischung und Selbstzerstörung.

"Schlechtes Marketing", so wird mir dann vorgeworfen. Das mag sein. Ich habe schon immer nach dem Motto "Mehr sein als scheinen" gelebt, und ich kann es nicht ausstehen, mit meinen Errungenschaften und Leistungen hausieren zu gehen. Wenn ich nur durch stetige Leistung und überlegene Ergebnisse dauerhaft beweise, wo die Qualität liegt, so denke ich mir, dann werden die Leute schon erkennen, wo eine Investition am sinnvollsten ist.

In dem Sinne breche ich im nächsten Jahr auf zu neuen Ufern: Aber 2003 sind die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung quasi zweisprachig. Das deutsche wie auch das englische Buchprogramm wird ebenfalls massiv erweitert, und meine Aktivitäten im Internet werden mehr und mehr vielsprachig.

Ohne meine Heerschar fleißiger Bienen ginge es freilich nicht. Gerade vielen Leser der Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung ist zu danken, daß dieser neue, schon abenteuerlich zu nennende Schritt nach vorne überhaupt möglich ist. Sie haben meine Aufrufe zur Mitarbeit im Internet erhört und helfen mir nun, meine Arbeitsbelastung zu reduzieren, damit ich mich mehr und mehr auf das Management dessen konzentrieren kann, was man den weltweiten Revisionismus nennt. Denn um nicht mehr und nicht weniger geht es hier. Irgendeiner muß es ja machen. Warum also nicht ich?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachts- bzw. Julfest und alles Gute fürs kommende Jahr!


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(4) (2002), S. 370.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis