Mondlandung: Schwindel oder Wahrheit?

Analyse der Argumente in einer wachsenden Kontroverse

Von Germar Rudolf

Ich war gerade einmal vier Jahre alt, als im Sommer 1969 die ersten Menschen im Zuge des Apollo-Programms auf dem Mond landeten. Ich erinnere mich sehr genau, wie sämtliche Erwachsene um mich herum aufgeregt vor den Fernsehern saßen. Zumal es in den Jahren danach noch zu fünf weiteren Mondlandungen kam, erschien mir, dem kleinen Jungen, die Tatsache, daß Menschen zum Mond fliegen, als etwas völlig Normales. Erst als Mitte der siebziger Jahre die Mondlandungen aufhörten, fing ich mich an zu wundern, was wohl der Grund dafür war. Wenige Jahre danach erfuhr ich dann im Politikunterricht an der Schule, daß das gigantische Mondlandeprogramm aufgrund seiner immensen Kosten und scheinbaren Nutzlosigkeit massiv kritisiert und daraufhin eingestellt worden war.

Seit vielen Jahren schon gibt es ihnen vereinigten Staaten Gruppierungen, die die Ansicht vertreten, das gesamte NASA-Mondlandeprogramm sei nichts als ein ausgemachter Schwindel gewesen. Tatsächlich habe niemals ein Mensch seinen Fuß auf den Mond gesetzt, und sämtliche dem widersprechende Beweise seien gefälscht oder absichtlich falsch interpretiert worden. Es handele sich dabei um eine riesige Verschwörung der US Regierung zusammen mit Tausenden von Raketenwissenschaftlern, mit dem Ziel, dem nach dem Sputnik-Schock angeschlagenen Selbstbewußtsein der Amerikaner wieder auf die Sprünge zu helfen. Die US-Regierung habe um jeden Preis beweisen wollen, daß die Wirtschaft und Wissenschaft in den USA zu technischen Leistungen in der Lage seien, von der die Russen noch nicht einmal träumen können.

Nachfolgend sollen die von den Verschwörungstheoretikern vorgebrachten Argumente dargelegt und kritisch analysiert werden.


1. Mißtrauen gegen die Obrigkeit

Im Gegensatz zu Deutschland, wo der überwiegende Teil der Bevölkerung ein prinzipielles Vertrauen in die Obrigkeit besitzt, stehen die Menschen in den Vereinigten Staaten ihrer Regierung sowie dem gesamten Verwaltungsapparat sehr kritisch und mißtrauisch gegenüber, was bisweilen ans Paranoide grenzen kann. Es gibt praktisch keinen Bereich des öffentlichen Lebens und der Geschichte des Landes, der nicht von irgendeiner mehr oder minder lautstarken Gruppierung massiv angegriffen, allerlei Verdächtigungen ausgesetzt und als Teil einer Verschwörung gegen die Bevölkerung angesehen wird. Schließlich besteht die Bevölkerung der Vereinigten Staaten ja mehrheitlich aus Nachkommen von Emigranten, die ihr Ursprungsland deshalb verlassen haben, weil sie mit der jeweiligen Regierung bzw. den dort herrschenden wirtschaftlichen, politischen bzw. sozialen Verhältnissen unzufrieden waren. Die Vereinigten Staaten von Amerika verdanken ihre staatliche Existenz sogar ganz konkret der Revolte gegen die Obrigkeit, damals dem Vereinigten Königreich von Großbritannien.

Die Skepsis bezüglich der technischen Machbarkeit des Fluges von Menschen zum Mond ist älter als das Apollo-Mondlandeprogramm. Daß es gerade den Vereinigten Staaten gelingen sollte, ein derartiges Programm in wenigen Jahren aus dem Boden zu stampfen, die Ende der fünfziger Jahre noch nicht einmal in der Lage waren, zuverlässige Raketen zu bauen, erschien damals recht unwahrscheinlich. Das Mondlandeprogramm selbst war im wesentlichen nichts anderes als ein Kind des Kalten Krieges. Hätten sich die Vereinigte Staaten damals nicht in einem technologischen Wettlauf mit der Sowjetunion befunden, wäre dieses ehrgeizige und auf den ersten Blick recht sinnlos anmutende Projekt wohl nie kreiert worden. Welchen Sinn macht es schon, 380.000 Kilometer weit zu fliegen, um auf einem leblosen Felsbrocken ein wenig Staub aufzuwirbeln?

Den meisten Amerikaner ist es heute kein Geheimnis, das ihre eigene Regierung während des kalten Krieges selbst ebenfalls häufig zu allerlei schmutzigen Tricks Zuflucht nahm, um die Sowjets zu bekämpfen. Als eines der traumatischsten Ereignisse jener Zeit gilt ohne Zweifel die Ermordung John F. Kennedys, von der wohl die Mehrheit der Amerikaner annimmt, daß sie vom "System" begangen wurde.

Als weiterer Faktor, der die Skepsis der heutigen Amerikaner bezüglich der Wahrheit des Mondlandeprogramms noch verstärkt, kommt hinzu, daß damals praktisch alle am Apollo-Programm verantwortlich beteiligten Techniker und Ingenieure Deutsche waren, die im Rahmen der "Aktion Paperclip" nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika kamen. Aus der Perspektive nicht weniger der heutigen umerzogenen Amerikaner handelt es sich bei diesen deutschen Ingenieuren und Technikern um "Nazis" und "Kriegsverbrecher", was das Vertrauen in die moralische Integrität der US Regierung und die Glaubwürdigkeit des gesamten Apollo-Programms nicht gerade erhöht.

2. Skeptiker gewinnen öffentliche Aufmerksamkeit

Am 15. Februar 2001 (mit Wiederholung am 19. März), strahlte der amerikanische Nachrichtensender Fox TV ein Programm aus mit dem Titel »Conspiracy Theory: Did We Land on the Moon?« (Verschwörungstheorie: Sind wir auf dem Mond gelandet?). Der Streifen wurde von Mitch Pileggi moderiert, der durch seine Rolle in den X-Files bekannt wurde. Eine Stunde lang wurden Interviews mit einer Reihe von Leuten gezeigt, die der Ansicht sind, daß die NASA die Apollo-Mondlandungen Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre gefälscht hat. Besondere Aufmerksamkeit erhielt Bill Kaysing, der von sich behauptet, alle möglichen Beweise für diesen Schwindel zu haben, darunter Bilder von Astronauten, technische Details, physikalische Beweisführung sowie sogar Aussagen der Astronauten selbst. Diese Reportage kam zu der Schlußfolgerung, daß das ganze Apollo-Mondlandeprogramm in der Wüste von Nevada vorgetäuscht wurde - natürlich in der weltberühmten "Area 51", einer Testbasis der amerikanischen Luftwaffe, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs Dreh- und Angelpunkt der UFO-Verschwörungstheoretiker ist.

Fox TV ist nicht irgendein Fernsehprogramm, sondern einer der größten und erfolgreichsten Nachrichtensender der Vereinigten Staaten. Dies zeigt, welche gesellschaftliche Akzeptanz die These mittlerweile gewonnen hat, daß die sechs Apollo-Mondlandungen von 1969 bis 1973 überhaupt nicht stattfanden. Wurden die Mondlandungsskeptiker bisher vom Establishment lediglich belächelt oder ignoriert, so hat sich aufgrund des öffentlichen Erfolgs der Skeptiker, auch mit Hilfe des Internets, in der Zwischenzeit der Wind gedreht. Astronomen, Astronauten, NASA-Fachleute und Raketenwissenschaftler sehen sich heute gezwungen, die Argumente der Skeptiker nicht mehr einfach nur zu belächeln, sondern in aller Öffentlichkeit aufzugreifen, ernstzunehmen und zu widerlegen.[1]

Der größte Teil der Auseinandersetzung zwischen den beiden Seiten in diesem Streit findet im Internet statt, wo sich immer mehr Domänen mit dem Für und Wider dieser Verschwörungstheorie beschäftigen. Der Autor dieses Beitrages wurde erstmalig mit den Argumenten dieser Mondlandeverschwörungstheorie konfrontiert, als Jürgen Graf ihn während eines Besuches bat, ein Buchmanuskript anzuschauen, das ihm zwecks Übersetzung angetragen worden war. Da ich damals in Huntsville, Alabama, lebte - auch Rocket City oder Wernher-von-Braun-City genannt -, war nichts einfacher, als die Argumente dieser Verschwörungstheoretiker zu überprüfen, hatte das deutsche Raketenteam um Wernher von Braun doch in Huntsville gewirkt, befindet sich das NASA-Forschungszentrum dort, leben vor Ort immer noch einige der alten deutschen Raketenwissenschaftler und befindet sich dort auch Amerikas größtes Raumfahrt- und Raketenmuseum. Ein Besuch in diesem Museum war auch insofern fruchtbar, als wir in seiner Bibliothek ein Buch vorfanden, das sich schwerpunktmäßig mit den Argumenten der Mondlande-Verschwörungstheoretiker auseinandersetzt.[2] Inzwischen gibt es sogar einen Videofilm, der sich dieses Themas angenommen hat.[3]

3. Interessante Parallelen

Einer der ersten Wissenschaftler, der sich der Mondlandeskeptiker annahm, ist Michael Shermer in seinem Buch Why People Believe Weird Things.[4] Das gleiche Buch widmet auch dem Holocaust-Revisionismus drei Kapitel. Freilich lehnt Shermer, der den Lesern von VffG ja nicht unbekannt ist,[5] sowohl den Revisionismus als auch den Mondlandeskeptizismus als »verrückte« Ideen ab. Nach Shermers Ansicht liegt die tiefere Ursache sowohl für den Holocaust-Revisionismus als auch für den Mondlandeskeptizismus in ideologischer Verbohrtheit und dem Ignorieren dessen, was er die »Konvergenz der Beweise« nennt.

Modell einer V1-Rakete im Raumfahrtmuseum in Huntsville. Es gibt wohl keinen Ort in der Welt, wo deutsche Ingenieurskunst mehr bewundert und geachtet wird als hier. Als Deutschem durchläuft einen dort ein wohliger Schauer patriotischen Selbstbestätigung nach dem anderen. Das ist Öl auf die Wunden deutschen Selbsthasses und deutscher Selbsterniedrigung.

Meiner Ansicht nach jedoch ist das einzige, was Holocaust-Revisionismus und Mondlandeskeptizismus gemeinsam haben, der Umstand, daß sie zur Zeit (noch) von der Mehrheit der Menschen mit Kopfschütteln bedacht und für verrückte Ideen gehalten werden. Damit hören alle Parallelen aber auch schon auf. Weder würde ein Mondlandeskeptiker jemals gesellschaftlich oder gar strafrechtlich verfolgt, noch würde es dem Revisionismus erlaubt werden, in einem der größten US-Nachrichtensender eine Stunde lang seine Argumente ohne Widerspruch darzulegen.

Während es hinsichtlich des Mondlandeskeptizismus die etablierte Seite ist, die sich auf die Überlegenheit von Sachbeweisen stützt, ist es hinsichtlich des Revisionismus gerade umgekehrt: hier weigert sich die etablierte Seite mit legalen und illegalen Mitteln, Sachbeweise anzuerkennen bzw. auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Im Gegenteil: jeder, der Sachbeweise fordert oder vorzulegen wagt, wird gesellschaftlich ausgegrenzt und Strafverfolgung. Deswegen hinkt nicht nur der Vergleich zwischen Revisionismus und Mondlandeskeptizismus, er steht sogar auf dem Kopf.

4. Argumente und Gegenargumente

Argument: Eines der am häufigsten und zugleich sehr einfach zu widerlegenden Argumente gegen die Mondlandungen ist die korrekte Beobachtung, daß auf den von den Apollo Astronauten aufgenommenen Bildern keine Sterne zu sehen sind, obwohl der Himmel mangels Atmosphäre völlig schwarz ist. Dies würde beweisen, daß es sich bei dem Hintergrund gar nicht um den Weltraum handelt, sondern um einen schwarzen Studiohintergrund.

Gegenargument: Sämtliche von Astronauten auf dem Mond gemachten Aufnahmen entstanden selbstverständlich bei Tag, also bei gleißendem Sonnenlicht. Da der Mond keine Atmosphäre hat, ist das Sonnenlicht auf der Mondoberfläche wesentlicher heller als auf der Erde. Dementsprechend mußten die Kameras der Astronauten so eingestellt sein, daß die gleißend beleuchteten Objekte, die sie fotografierten, nicht völlig überbelichtet wurden. Die Blenden waren dementsprechend klein und die Belichtungszeiten extrem kurz. Dies jedoch verhindert, daß das schwache Licht der Sterne im Hintergrund auf den Filmen irgendeine Spur hinterlassen konnte. Würde man hier auf der Erde bei pechschwarzer Nacht ein Bild des Himmels mit genau den gleichen Kameraeinstellungen machen, wie sie die Astronauten verwendeten, so wären auf diesen Bildern auch überhaupt keine Sterne zu sehen.

Argument: Der Abgasstrahl des Mondlanders hätte bei der Landung dafür gesorgt, daß sämtlicher Staub und Schutt unter und um den Landeplatz herum weggeblasen worden wäre. Sämtliche Bilder des Mondlanders zeigen jedoch keinen solchen Abgaskrater, was ein Indiz dafür sei, daß der Lander an dieser Stelle nicht aus eigener Kraft landete, sondern z.B. mit einem Kran an diese Stelle gesetzt wurde.

Gegenargument: Zu Beginn der Planungsphase des Apollo-Programms zeigen sich die amerikanischen Wissenschaftler tatsächlich besorgt, daß der Abgasstrahl des Mondlandegeräts einen Staubsturm auf dem Mond auslösen könnte.[6] Allerdings stellte sich diese Befürchtung als grundlos heraus. Um dies deutlich zu machen, sind einige Berechnungen nötig.

Das Mondlandgerät der Apollo-Missionen hat eine Masse von etwa 14,5 Tonnen.[7] Da der Mond bekanntermaßen eine Anziehungskraft hat, die lediglich einem Sechstel der Erdanziehungskraft entspricht, entwickelt die Masse 14,5 Tonnen auf dem Mond ein Gewicht wie 2,4 Tonnen auf der Erde, was bedeutet, daß der Mondlander für ein sanftes Aufsetzen auf der Mondoberfläche eine Schubkraft entsprechend dem Erdengewicht von 2,4 Tonnen entwickeln mußte (2.400 kp = 23.500 N). Der Durchmesser am Ausgang der Schubdüse des Mondlanders betrug 137 cm,[8] was einer Fläche von 1,47m² entspricht. Daraus folgt, daß der Druck der aus der Schubdüse austretenden Gase ca. dem Erdengewicht von 160 g pro cm² (ca. 1,6 N/cm²) entsprach, was lediglich etwa 16% des Atmosphärendrucks auf der Erdoberfläche entspricht (1 bar = 100.000 N/m² = 10 N/cm² ). Das ist ein recht geringer Druck.

Zudem gilt es zu bedenken, daß auf der Mondoberfläche ein Vakuum herrscht, wodurch die aus der Raketendüse ausströmenden Gase sehr rasch nach allen Seiten expandieren. Wenn der Abgasstrahl also die Mondoberfläche berührte, hatte er nur noch einen Abgasdruck von wesentlich unter zehn Prozent des Erdatmosphärendrucks. Das reichte zwar zum Aufwirbeln von Staub während des Landens, jedoch nicht zur Ausbildung eines tiefen Kraters, aus dem sämtlicher Staub und alles Geröll weggeblasen worden wäre.

Argument: Zudem könne man in der unmittelbaren Nähe des Mondlanders auch die Schuhabdrücke der Astronauten im Staub sehen, was ebenfalls beweise, daß der Staub nicht von der Abgasdüse weggeblasen wurde, wie es bei einer echten Mondlandung zu erwarten gewesen wäre. Außerdem wäre zu erwarten gewesen, daß der Mondlander durch den aufgewirbelten Staub mit Staub eingedeckt worden wäre.

Gegenargument: Zunächst sei auf das Gegenargument der vorhergehenden Frage verwiesen, aus der hervorgeht, daß die Schubkraft der Mondlanderdüse weit überschätzt wird. Zudem sei darauf hingewiesen, daß das Aufwirbeln von Staub auf der Mondoberfläche einen völlig anderen Effekt hervorruft als das Staubaufwirbeln auf der Erdoberfläche. Während auf der Erde aufgewirbelter Staub durch die Luft vorgetragen wird und sich schließlich auch an weit entfernten Stellen absetzt, gehorcht ein aufgewirbeltes Staubkorn auf dem Mond strikt den Newtonschen Fallgesetzen: es fällt in einer parabolischen Kurve zurück zur Mondoberfläche. Ein Aufwirbeln von Staub, wie wir es von der Erde kennen, gibt es auf dem Mond nicht. Aufgrund des recht geringen Abgasdruckes der Mondlanderdüse wird der tatsächlich aufgewirbelte Staub nur unweit der Düse wieder auf die Mondoberfläche zurückgefallen sein. Es ist also durchaus plausibel, daß die Staubschicht nahe der Düse, also dort, wo die Astronauten ihre Schuhabdrücke hinterließen, sogar etwas dicker war als vor der Landung. So kann er nicht wundern, daß auf den Fotos des Mondlanders Schuhabdrücke der Astronauten zu sehen sind.

Abb. 1: Fälschung oder echte Aufnahme auf dem Mond?

Abb. 2 & 3: Ian Goddards Mondlander-Modell mit Astronautenfigur, einmal auf grauem Untergrund (links), einmal auf schwarzem (rechts).[9]

Argument: ein weiteres Argument betrifft ebenfalls die von den Astronauten auf dem Mond aufgenommenen Bilder. Wenn, wie behauptet, diese Bilder tatsächlich auf dem Mond entstanden, auf dem es ja keine Atmosphäre gibt, die das Sonnenlicht streuen könnte, wie kommt es dann, daß die Schattenseiten von Objekten nicht völlig schwarz sind? Wenn die Sonne die einzige Lichtquelle ist, müßten alle Schatten schwarz sein.

Gegenargument: Selbstverständlich ist die Sonne auf dem Mond nicht die einzige Lichtquelle! Die Mondoberfläche selbst, wie wir ja auch von der Erde aus erkennen können, reflektiert große Mengen des Sonnenlichts. Wie auf den Mondaufnahmen der Astronauten zu sehen ist, wird das Sonnenlicht von der Mondoberfläche reflektiert und stellt daher selbst eine intensive Lichtquelle dar, die die Schattenseiten aller Objekte auf dem Mond leicht aufhellt. Ian Goddard hat auf seiner Webseite eine überzeugende Demonstration dieses Effekts dargelegt, siehe die Abbildungen 1 bis 3.

Argument: Ein anderes Argument betrifft ebenfalls die Schatten auf den Apollo-Bildern. Wenn die Sonne die einzige Lichtquelle war, müßten sämtliche auf den Bildern sichtbare Schatten parallel verlaufen. Allerdings kann man auf mehreren Bildern deutlich sehen, daß die Schatten nicht parallel verlaufen, was darauf hindeute, daß es sich um Fälschungen handelt.

Gegenargument: Dieses Argument wurde offenbar nicht zu Ende gedacht, denn wenn es bei der Aufnahme dieser Bilder mehr als nur eine gerichtete Lichtquelle gegeben hätte, so müßten die Objekte auf den Bildern eben auch mehr als einen Schatten haben. Aber das ist offenbar nicht der Fall. Eine andere Möglichkeit wäre, daß sich die Lichtquelle relativ nahe an den Objekten befand, so daß die Schatten in der Ferne auseinanderstreben. Aber auch dies ist nicht immer gegeben. Das Problem hier ist ein mangelndes Verständnis von Perspektive und Projektion dreidimensionaler Gegenstände auf eine zweidimensionale Fläche. Beides ruft zwangsweise Verzerrungen hervor. Die Schatten von Objekten erscheinen nur dann grundsätzlich parallel, wenn die Oberfläche, auf die die Schatten geworfen werden, eben ist und wenn die schattenwerfenden Objekte von einer großen Entfernung betrachtet werden, wodurch perspektivische Verzerrungen vernachlässigbar gering sind. Siehe dazu die Abbildungen 4 und 5.

Argument: In einigen Apollo-Mondaufnahmen ist vor identischem Hintergrund jeweils ein anderer Vordergrund zu sehen. NASA behauptet, daß die Aufnahmen an anderen Stellen entstanden seien. Jedoch müßte sich dann auch der Hintergrund perspektivisch leicht verändert haben, was allerdings nicht der Fall sei. Dies weise darauf hin, daß die Aufnahmen nicht vor einem natürlichen Hintergrund gemacht wurden, sondern vor einem statischen Studiohintergrund (vgl. Abb. 6 & 7).

Gegenargument: Von der Erde sind wir gewöhnt, daß Gebirgszüge in weiter Ferne durch die zwischen uns und den Bergen liegende Atmosphäre immer mehr im Dunst zu verschwinden scheinen, je weiter sie weg sind. Ein nicht unerheblicher Teil der menschlichen Tiefenwahrnehmung beruht auf diesem Effekt. Dies erklärt auch, warum uns entfernte Gegenstände an besonders klaren Tagen näher zu liegen scheinen als an trüben. Auf dem Mond jedoch gibt es keine Atmosphäre. Dem menschlichen Auge erscheint daher eine Gebirgskette, die tatsächlich viele Kilometer weit weg liegt, sehr nahe zu sein. Diesem Fehler sind die Skeptiker hier erlegenen, denn die Gebirgskette auf dem kritisierten Bild liegt tatsächlich so weit im Hintergrund, daß eine perspektivische Veränderung mit dem unbewaffneten Auge kaum zu erkennen ist. Eine Überlagerung dieser zwei kritisierten Bilder jedoch ergibt, daß sich die Perspektive tatsächlich leicht verändert hat.[10] Eine Filmsequenz von einer Apollo-Mondlandung verdeutlicht die Schwierigkeit, Distanzen und Größen von Objekten auf dem Mond richtig zu schätzen. Ein Gesteinsbrocken, der aus der Distanz nur wenige Meter groß zu sein schien, erwies sich beim Heranfahren als ein riesiger Felsbrocken.[11]

Argument: Eine Apollo-16-Filmsequenz zeigt einen Astronauten auf einem Hügel, eine zweite Filmsequenz zeigt zwei Astronauten auf dem gleichen Hügel. NASA hat bei der Veröffentlichung dieses Films behauptet, die zwei Hügel lägen viele Kilometer auseinander. Es handelt sich hierbei aber offensichtlich um den gleichen Hügel. Es ist daher klar, das NASA hier lügt!

Gegenargument: Tatsächlich handelt es sich bei den zwei Filmsequenzen um Sequenzen, die nur drei Minuten nacheinander an der selben Stelle aufgenommen wurden. Bei der Veröffentlichung dieses Films ist NASA schlicht und einfach ein Fehler passiert, wie Eric Jones bestätigt, Herausgeber der von der NASA herausgegebenen Zeitschrift Apollo Lunar Surface Journal.[12]

Abb. 5, rechts: Modell mit nicht-parallelen Schatten aufgrund unebenen Untergrundes.[9]

Abb. 4, links: Apollo-Aufnahme mit nicht-parallelen Schatten.[13]

Argument: Da sich die Astronauten in der Mondkapsel bewegt haben, was den Schwerpunkt ständig veränderte, sei es unmöglich gewesen, das Mondlandegerät sicher zu steuern und auf dem Mond abzusetzen.

Mondastronaut Edwin Aldrin wurde dermaßen von Mondverschwörungstheoretikern belästigt, daß ihm schließlich die Sicherung durchbrannte und er gegen einen von ihnen tätlich wurde. Amerika ist das Land des religiösen Fanatismus und der schlechten Allgemeinbildung, was dazu führt, daß pseudowissenschaftliche Theorien wie Holocaust-Kult, Schöpfungstheorie und Mondlandeskeptizismus in diesem Land krebsartig wuchern. (Huntsville Times, 12.9.2002, D5; zum Vergrößern anklicken)

Gegenargument: Das Steuern eines Objekts, das auf einem Feuerstrahl reitet, ob aufsteigend oder absteigend, gleicht dem Balancieren eines Stabes auf einer Fingerspitze (so wie übrigens auch Hubschrauberfliegen ein ähnlicher Balanceakt ist). Selbst wenn es keine Lastveränderungen gibt, muß der Schub ständig ausbalanciert werden. Doch selbst eine unbemannte Rakete unterliegt ständigen Schwerpunktsveränderungen durch den stetigen Treibstoffverbrauch. Da Raketen seit Jahrzehnten erfolgreich fliegen, beweist alleine das schon, daß dieses Argument unhaltbar ist. Sich bewegende Astronauten mögen das Problem des Ausbalancierens zwar geringfügig erschweren, jedoch ist eine Ausregulierung dieser Schwerpunktverschiebungen durch leichtes Verstellen der Schubdüse kein Problem.

Argument: Der am Ende der Mondmission von der Mondoberfläche aufsteigende Lander wurde von einer zurückgelassenen Kamera über Funk gefilmt. Auf diesem Streifen ist jedoch kein Feuer zu erkennen, das aus der Düse des Landes gekommen wäre. Dieser Start muß daher gefälscht sein.

Gegenargument: Zunächst gilt festzuhalten, daß der Raketenmotor des Mondlanders um Größenordnungen kleiner war als jene Motoren, die wir von den dramatischen Apollo- und Spaceshuttle-Starts hier auf der Erde gewöhnt sind. Im Gegensatz zu den Raketen, die von der Erde aus starten, verwendete der Mondlander zudem einen Treibstoff, der praktisch keine sichtbare Flamme und keinen Rauch und Dampf erzeugt.[14] Zudem expandieren die aus der Düse kommenden heißen Gase so schnell, daß eine Flamme im Vakuum förmlich auseinandergerissen wird und gar nicht die Helligkeit und Kompaktheit einer Flamme auf der Erde erreichen kann.

Argument: Wenn man jene Filmsequenzen, die die Astronauten im Mondauto fahrend zeigen, mit doppelter Geschwindigkeit zeigt, so sehen sie genau so aus wie Aufnahmen, die auf der Erde gedreht wurden. Das zeige, daß diese Aufnahmen gefälscht sind.

Gegenargument: Die Filmaufnahmen des fahrenden Mondfahrzeuges beweisen tatsächlich, daß diese Aufnahmen auf dem Mond gedreht wurden und nur dort gedreht worden sein können. Man muß nur beobachten, wie sich der Staub verhält, der von den Aluminium-Lamellenrädern aufgeworfen wurde. Wäre dies in einer Umgebung geschehen, die eine Atmosphäre hatte, so wäre der Staub aufgewirbelt worden, wie jedes Fahrzeug auf der Erde, das durch eine staubige Gegend fährt, eine Staubschleppe hinter sich herzieht. Der vom Mondauto aufgeworfene Staub jedoch fällt in perfekten parabolischen Kurven zurück auf die Mondoberfläche. Um diese weitflächigen Aufnahmen zu fälschen, hätte NASA eine riesige Hochvakuumkammer bauen müssen. Solch eine Anlage gibt es weder heute noch hat es sie damals gegeben. Damit ist nicht nur dieses eine Argument der "Mondflugleugner" (ich kann es mir nicht verkneifen) widerlegt worden, sondern die Wahrheit der Mondflüge an sich positiv bewiesen worden.

Abb. 6 & 7: Ein und derselbe Hintergrund, jedoch verschiedene Vordergründe: einmal mit Mondlander, einmal ohne. Wenn man jedoch genau hinsieht, so erkennt man, daß der Hintergrund nicht identisch ist, sondern sich perspektivisch verändert hat (siehe die Lage einer Hügelspitze).[9]

Argument: Als die Astronauten die amerikanische Flagge zusammenbauten, bewegte sich die Flagge. Dies komme daher, weil diese Aufnahmen auf der Erde gedreht wurden, und die Flagge aus Versehen von einem Windzug bewegt wurde. Im Vakuum könnte sich eine Flagge nicht bewegen. In mehreren Fotos ist zudem erkennen, daß die Flagge Falten geworfen hat, was ebenfalls darauf hinweist, daß es in dem Aufnahmestudio Wind gab.

Gegenargument: Natürlich kann sich eine Flagge im Vakuum bewegen, dann nämlich, wenn an dem Flaggenmast zuvor gerüttelt wurde, wie es der Fall war, als der Astronaut die Flagge aufrichtete. Und da es im Vakuum nichts gibt, was das Schwingen und Wackeln einer Flagge bremst, bewegt sich eine einmal in Bewegung gesetzte Flagge im Vakuum sogar länger als in ruhender Luft. Das eine Flagge in Falten hängt, beweist schließlich nicht, daß sie sich in Bewegung befindet, genauso wenig wie ein Vorhang, der in Falten hängt, beweist, daß in dem jeweiligen Raum Wind herrscht. Es ist in Amerika Brauch, die Flagge grundsätzlich so darzustellen, als würde sie im Wind wehen. Es ist daher nur zu verständlich, daß die Apollo-Astronauten die US-Flagge dermaßen aufstellten, daß sie leichte Falten warf, so daß es ein Bild bot, wie es den Amerikanern lieb ist. Wenn man andererseits tatsächlich davon ausgeht, daß die Flagge vom Wind bewegt worden sei, so stellt sich die Frage, warum dann nicht auch der sehr viel leichtere Staub vom Wind bewegt, sprich aufgewirbelte worden ist. Das war offenbar nicht der Fall, was beweist, daß es während der Aufnahme dieser Bilder eben keine Luftbewegung gab.[15]

Abb. 8-10: Fotographischer Überstrahlungseffekt greller Objekte: Oben: Fadenkreuze auf der Apollo-Fotolinse verschwinden bei Anwesenheit grell-weißer Objekte. Unten: Schatten einer Leine auf weißem Papier auf der Erde verschwindet genauso.[9]

Argument: Auf den Linsen der Astronautenkameras befanden sich Fadenkreuze. Auf einigen Bildern sieht es allerdings so aus, als befänden sich die aufgenommenen Objekte vor den Fadenkreuzen, was unmöglich ist, wenn sich die Fadenkreuze tatsächlich innerhalb der Kamera befanden. Bei diesen Fotos müsse es sich daher um Fälschungen handeln (vgl. Abb. 8 & 9).

Gegenargument: Mit diesem Argument soll behauptet werden, daß die NASA nachträglich und schlampig Fadenkreuze in die Bilder eintrug. Da es aber Kameras mit Fadenkreuzen schon seit langer Zeit gab, würde sich freilich die Frage stellen, warum die NASA bei der Aufnahme angeblich gestellter Bilder in irgendeinem Studio nicht eine solche Kamera verwendet hat, anstatt auf primitive nachträgliche Bildmanipulation zurückzugreifen. Tatsächlich handelt es sich bei den Fällen, wo Teile der Fadenkreuze zu fehlen scheinen, um einen lokalen Überbelichtungseffekt, bei dem grelle Objekte kleine bzw. dünne dunkle Objekte in ihrer unmittelbaren Nähe überstrahlen. Das ist fundamentales Wissen der Fotografie. Siehe dazu auch Abbildung 10.

Argument: Eines der am häufigsten geäußerten Argumente gegen die Mondlandungen ist die Behauptung, die Strahlung im Van-Allen-Gürtel sowie weiter draußen im Weltraum würde die Astronauten in wenigen Minuten getötet haben.

Gegenargument: Bei dem Van-Allen-Gürtel handelte sich um eine Schicht um die Erde, in der das Erdmagnetfeld die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes (Elektronen und Protonen) ablenkt. Nur in den Polregionen kann ein Teil des Sonnenwindes bis in die Erdatmosphäre eindringen, wodurch das sogenannte Polarlicht entsteht. Ein ungeschützter(!) Mensch würde von der Strahlung im Van-Allen-Gürtel tatsächlich getötet werden, wenn er sich dort lange genug aufhielte. Die Apollo-Raketen jedoch durchstießen den Van-Allen-Gürtel innerhalb etwa einer Stunde, und der weitaus überwiegende Teil des Sonnenwindes kann die Metallwand der Rakete überhaupt nicht durchdringen.[16] Wenn die Partikelstrahlung des Sonnenwindes tatsächlich derart fatale Auswirkungen gehabt hätte, und zwar auch durch mehrere Millimeter dicke Stahlwände, so müßte man freilich erst recht damit rechnen, daß hochempfindliches elektronisches Gerät die Passage durch den Van-Allen-Gürtel genauso wenig überlebt hätte. Sämtliche amerikanische, russische, europäische, japanische und chinesische Missionen zum Mond, zu den anderen Planeten, Kometen sowie in den fernen Weltraum sind jedoch nie daran gescheitert, daß die an Bord befindlichen hochempfindlichen elektronischen Anlagen im Van-Allen-Gürtel beschädigt wurden.

5. Schlußfolgerung

Die von den Mondlandeskeptikern vorgebrachten Argumente beruhen praktisch alle auf Mangel an Kenntnissen technischer und naturwissenschaftlicher Begebenheiten, die alle relativ einfach widerlegt werden können. Es ist erfreulich zu sehen, daß sich die Fachleute und Hobbyastronomen nicht zu schade sind, sich auf diese Argumente einzulassen, sondern diese Herausforderung begierig aufgreifen und die Diskussion in aller Öffentlichkeit und zumeist mit aller gebotenen Sachlichkeit austragen.

Obwohl ich selbst ein langes ausführliches Gespräche mit einem der führenden deutschen Raketenwissenschaftler und der rechten Hand Wernher von Brauns führen konnte (siehe nebenstehender Kasten), so habe ich dennoch völlig darauf verzichtet, ihn als "Augenzeugen" vorzuweisen, denn mit derartig schwachen Beweismitteln sollte man als Wissenschaftler erst gar nicht ankommen. Wenn die Tatsache der Mondlandungen nur dadurch bewiesen werden könnte, daß einige alte Herren sie aus eigenem Erleben bezeugen können, so wäre es um NASA wahrlich schlecht bestellt.

Wesentlich ergiebiger ist da schon das Durchsuchen der astronomischen Fachliteratur, in der ich zum Beispiel einen recht neuen Artikel fand, in dem dargelegt wird, wie man die Entfernung der Erde zum Mond auf den Millimeter genau bestimmen kann:[17] Drei der sechs Apollo-Mondmissionen hinterließen auf dem Mond genau zu diesem Zweck Laserspiegel, wie auch um Mondbeben und ähnliche Unregelmäßigkeiten der Mondbewegung feststellen zu können. Wie aber könnten heute die Wissenschaftler solche Messungen mittels starker Laser durchführen, wenn die Apollo-Missionen nicht auf dem Mond gelandet wären?

 

Dr. Walter Häussermann wurde am 2.3.1914 in Künzelsau (Hohenlohe) geboren. Er studierte Ingenieurwissenschaften in Stuttgart, fertigte in Darmstadt seine Diplomarbeit an und war von Oktober 1939 bis Ende 1942 im Raketentestgelände Peenemünde dienstverpflichtet. Anschließend fertigte er eine Doktorarbeit an, die er im Herbst 1944 fertigstellte. Es handelte sich dabei um einen Analogrechner zum Prüfen der Steuersysteme der V2-Rakete und von U-Booten. Im Rahmen der "Operation Paperclip" kam er als Mitglied von Wernher von Brauns Mannschaft in die USA, wo ihm später als Direktor des Raumflugelektroniklabors (Astrionics Laboratory) des Marshall Space Flight Centers die Entwicklung des gesamten elektrischen Systems der Saturn V Mondrakete unterstand. Das Gespräch mit ihm führte Germar Rudolf Anfang August 2002.


F: Seit einiger Zeit nimmt hier in den USA die Kontroverse um die Mondlandungen stetig zu. Immer mehr Skeptiker behaupten, das Ganze sei ein ausgemachter Schwindel gewesen, hervorgegangen aus dem Kalten Krieg. Was erwidern Sie auf solche Vorwürfe?

A: Ich war ja bei allen Debriefings anwesend und habe jeweils eine detaillierte Berichterstattung gemacht. Es waren da ja dermaßen viele Menschen in aller Öffentlichkeit tätig, weshalb es mir unbegreiflich ist, wie da ein Schwindel hätte betrieben werden können. Das ist ja zu lächerlich, um es überhaupt ernsthaft zu diskutieren.

F: Ich verstehe, daß es Ihnen als Erlebniszeugen lächerlich erscheint, aber diejenigen, die nicht dabei waren und skeptisch sind, werden sich mit einer solchen abwiegelnden Antwort nicht zufrieden geben. Für die ist das doch nur noch eine weitere Bestätigung.

A: Na, die heutigen Leute von NASA werden sich mit denen schon auseinanderzusetzen wissen.

F: Ein Argument der Mondlandeskeptiker ist zum Beispiel, daß die Aufnahmen des fahrenden Mondautos so aussehen, als seien es schlicht Zeitlupenaufnahmen von Fahrten auf der Erde.

A: Das Mondauto hätte auf der Erde gar nicht fahren können. Die Lammellenreifen waren ja so gebaut, daß sie quasi auch als Federn wirkten. Die waren ja viel zu schwach für die Erdgravitation. Auf der Erde hätte das Mondauto quasi vier Platten gehabt. Sie können diese Reifen ja heute im Museum bewundern. Das Mondauto dort muß von einem Ständer hochgehalten werden, damit es nicht in sich zusammensinkt.

F: Das beweist allerdings nicht, daß jemals ein Fahrzeug mit solchen Reifen auf dem Mond herumfuhr.

A: Ach, kommen Sie! Wissen Sie, für uns war überraschend, was uns die Astronauten über ihre Erfahrungen beim Autofahren auf dem Mond berichteten. So ergab sich, daß die Astronauten ungeheuer aufpassen mußten, damit sich das Fahrzeug bei Kurvenfahrten nicht überschlug, denn Gewicht und Bodenhaftung auf dem Mond sind lächerlich gering.

F: Ein weiteres für den Laien überzeugend scheinendes Argument ist, daß man Menschen nicht lebend - oder zumindest nicht gesund - durch den Van-Allen-Gürtel bringen kann.

A: Die Strahlung im Van-Allen-Gürtel wird gemeinhin überschätzt. Der überwiegende Teil davon gelangt ja überhaupt nicht ins Innere der Rakete. Außerdem ist ja in den letzten 40 Jahren der Weltraumfahrt noch jede hochempfindliche Elektronik schadlos durch den Gürtel gekommen. Schadlos, wohlgemerkt!


Anmerkungen

  1. Die NASA erlebte neulich ein PR-Desaster, als sie einen Autoren-Vertrag für ein Buch zur Widerlegung aller Argumente stornierte, woraufhin der erzürnte Autor meinte, die arrogante NASA verdiene die Skepsis, die ihr entgegenschlage: Süddeutsche Zeitung, 12.11.2002, www.sueddeutsche.de/index.php?url=/wissenschaft/mehrwissen/56965&datei=index.php
  2. Philip C. Plait, Bad Astronomy: Misconceptions and Misuses Revealed, from Astrology to the Moon Landing »Hoax«, 288 S., John Wiley & Sons; vgl. auch ein Interview mit dem Autor, USA Today, 16.2.2001.
  3. Aron Ranen, Moonhoax: Did we go? A documentary film; www.moonhoax.com)
  4. Freeman, New York 1997).
  5. vgl. seinen Beitrag »Versuche der Widerlegung revisionistischer Thesen«, in VffG 3(2) (1999), S. 173-175.
  6. vgl. www.astronautix.com/craft/lmdlsion.htm
  7. www.astronautix.com/articles/apoaries.htm
  8. www.friends-partners.org/mwade/craft/lmdlsion.htm
  9. www.badastronomy.com/bad/tv/iangoddard/moon01.htm
  10. www.hypnoide.com/moon
  11. www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a16/a16v.1673855.ram
  12. Vgl. www.hq.nasa.gov/alsj/a16/a16.sta4.html; www.hq.nasa.gov/alsj/a16/a16v.1444638.ram; www.hq.nasa.gov/alsj/a16/a16v.1445240.ram
  13. www.apollo-hoax.co.uk/strangeshadows.html
  14. Hydrazin und Distickstofftretroxid reagieren zu Stickstoff und Wasser; www.abc.net.au/science/moon/rocket.htm
  15. www.hq.nasa.gov/alsj/a11/as11-40-5874.jpg; spaceflight.nasa.gov/mars/reference/flag/flag.html
  16. Partikelstrahlen dringen nur Mikrometer tief in einen Festkörper ein; bezüglich der Strahlung, der die Astronauten ausgesetzt waren, vgl. http://spider.ipac.caltech.edu/staff/waw/mad/mad19.html; http://lsda.jsc.nasa.gov/books/apollo/S2ch3.htm
  17. E. Samain et al., »Millimetric Lunar Laser Ranging at OCA«, Astron. Astrophys. Suppl. Ser. 130, S. 235-244; www.edpsciences.com/articles/astro/full/1998/11/ds1427/ds1427.html

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(4) (2002), S. 449-455.


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