Kritische Anmerkungen zum Treibhaus-Revisionismus

Von Germar Rudolf

Ideologiefreie Wissenschaft?

Die Ideologie der Ökodiktatur, wie sie von manchen polemisch genannt wird, treibt bekanntlich nirgendwo so viele Blüten wie in Deutschland. Es ist daher nur zu verständlich, daß sich nicht wenige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens insbesondere gegen die Sumpfblüten dieser Weltanschauung wenden. Dies ist auch gut so, denn jeder politische Fanatismus bedarf der grundlegenden Kritik.

Der Diplom-Meteorologe Wolfgang Thüne, einst einer der beliebtesten Wetterfrösche des ZDF, führt seit Jahren einen unermüdlichen Privatkrieg gegen die meisten seiner Berufskollegen. Es ist ihm sicherlich recht zu geben, wenn er die Hysterie um das an sich harmlose, ja sogar lebenswichtige Kohlendioxid massiv kritisiert, denn insbesondere Deutschland mit seiner hohen Bevölkerungsdichte, aber zugleich auch seiner Armut an Naturschätzen hängt auf Gedeih und Verderb von seiner Industrie ab, die sich in den letzten vier Jahrzehnten von immer mehr Seiten eingekreist und massiver Schelte und manchmal wahrlich irrationaler Feindschaft ausgesetzt sieht. Es ist daher nur recht und billig, hinter der ganzen Hysterie um das Kohlendioxid und den Treibhauseffekt politische Motive zu wittern. Das heißt freilich nicht, daß die sachlichen Argumente, die die These vom Treibhauseffekt stützen, falsch sind.

Andererseits kann man auch umgekehrt skeptisch gegenüber Herrn Dr. Thüne sein, der seine Promotion ja nicht in Meteorologie abgelegt hat, sondern in Politik, und zwar mit einer Arbeit über Heimatliebe, also einem heute als sehr konservativ bzw. sogar rechts angesehenen Thema. Gerne erinnere ich mich, wie Herr Thüne während der Wettervorhersagen im ZDF die Hoch- und Tiefdruckgebiete über Ostpreußen, Pommern und Schlesien kreisen ließ. Was mir als Abkömmling eines Vertriebenen positiv auffiel, mag anderen aber aufgestoßen sein. Heute ist Dr. Thüne stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreußen, einer Vereinigung, der ich selbst einst als Mitglied einer aus Königsberg stammenden Studentenverbindung indirekt angehörte, und in deren Jugendorganisation ich in den 80er Jahren kurzfristig tätig war.[1]

Dichte der ständigen Temperaturmeßpunkte auf der Erdoberfläche um das Jahr 2000: Die meisten Meßpunkte befinden sich in dichtbesiedelten, hochindustrialisierten Gegenden, wo die Zivilisations-Abwärme die Umgebungstemperatur stark erhöht.[2]

Eine mittlere Temperaturerhöhung der Luft an der Erdoberfläche um etwa 0,6C in hundert Jahren - gemessen mit einem nicht-repräsentativen Meßnetz. Grund für hektischen Aktionismus?[3]

Es ist sicher kein Geheimnis, daß die Beziehung zwischen den patriotisch-konservativ bis national eingestellten Vertriebenenverbänden und den linksradikal-anarchistisch orientierten Grünen als angespannt bezeichnet werden kann, um es milde auszudrücken. Es darf daher damit gerechnet werden, daß auch Dr. Thüne nicht ganz unpolitisch an sein Thema herangetreten ist, mit dem er eines der Lieblingsthemen grüner Propaganda frontal angreift. Es mutet daher schon etwas seltsam an, wenn in diesem Zusammenhang Herrn Dr. Thüne der Woitschach-Forschungspreis für ideologiefreie Wissenschaft verliehen wird. Dies insbesondere dann, wenn die von Dr. Thüne verfaßten Bücher und Schriften alles andere als frei von Polemik, auch politischer Polemik sind. Er mag ja mit seiner Kritik am politischen Mißbrauch ökologischer Probleme recht haben, aber in dem gleichen Augenblick, wo er selbst politisch argumentiert, ist seine Wissenschaft eben nicht mehr ideologiefrei.

Ich schreibe dies nicht etwa, weil ich andere politische Ansichten habe als Dr. Thüne - ganz im Gegenteil. Aus seinen Veröffentlichungen und einer kurzen Korrespondenz mit ihm sehe ich viele Parallelen zwischen unseren Ansichten. Bloß gebe ich mich nicht der Illusion hin, meine eigene wissenschaftliche Forschung in einem ideologisch heiß umkämpften Gebiet würde immer völlig frei von meinen eigenen weltanschaulichen Gesichtspunkten und Einflüssen sein. Es stimmt freilich, daß es des Wissenschaftlers Streben sein muß, bei der Suche nach der Wahrheit und der Darlegung seiner Erkenntnisse möglichst unbeeinflußt von Ideologien zu sein. Auch sollte jeder Wissenschaftler, der ein Thema behandelt, das in irgendeiner Weise politisch relevant ist, seine eigenen politischen Ansichten offenlegen, damit die Umwelt überprüfen kann, mit welchen bewußten wie unbewußten Prämissen der Wissenschaftler ans Werk geht bzw. ging. Es ist aber eben unrealistisch zu glauben bzw. zu fordern, ein Wissenschaftler könne das hehre Ziel der absoluten Ideologiefreiheit wirklich mit unfehlbarer Zuverlässigkeit erreichen. Als zoon politicon ist der Mensch dazu gar nicht in der Lage.

Diese meine skeptische Bewertung muß noch nicht einmal als negative angesehen werden, denn schließlich befinden wir uns alle im Spannungsfeld des Wunsches nach Objektivität auf der einen Seite, die einem sozial und politisch als Gleichgültigkeit vorgeworfen werden kann, und der Forderung nach sozialem und politischem Engagement für Gerechtigkeit und Wahrheit, was einem als ideologische Verblendung vorgehalten werden kann. Es kommt eben immer auf den Standpunkt an. Wichtig ist, daß man das rechte Maß behält, seine eigenen Prämissen offenlegt, und sich nicht als den einzig wahren ideologiefreien Wahrheitssucher anpreist. Dies allein ist schon Hinweis auf einen womöglich ideologisch gestützten Fanatismus.

Wissenschaftliche Streitfragen

Es ist allgemein unbestritten, daß der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre in den letzten 50 Jahren etwa um 30% zunahm. Weniger unbestritten ist dagegen, inwieweit sich die mittlere Temperatur der unteren Erdatmosphäre im gleichen Zeitraum erhöht hat. Das Problem liegt primär darin, daß es kein statistisch gleichmäßig über die ganze Erdoberfläche verteiltes Temperaturmeßnetz gibt. Etwas Derartiges gibt es erst, seitdem die Erde flächendeckend von Wettersatelliten beobachtet und vermessen wird, also etwa seit Anfang der 80er Jahre. 20 Jahre sind allerdings ein recht kurzer Zeitraum, um statistisch zuverlässige Aussagen darüber abzugeben, inwieweit sich die mittlere Temperatur der unteren Erdatmosphäre verändert hat. Zumal es auch andere Faktoren für eine Erhöhung der mittleren Temperatur der unteren Erdatmosphäre geben kann, wie etwa andere anthropogene Einflüsse und nicht zuletzt Schwankungen der Sonnenaktivität, ist daher tatsächlich angreifbar, warum man das Kohlendioxid zum Hauptschuldigen erklärt.

Die Dinge liegen allerdings etwas anders, wenn man sich die Thühneschen Thesen zur Strahlungsbilanz der Erde anschaut. Grundlage seiner These ist die Auffassung, die Atmosphäre könne keine Energie zur Erde zurückstrahlen. Zur Unterstützung seiner These führt er den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik an, demzufolge es seiner Ansicht nach unmöglich sei, daß Energie aus der kalten Atmosphäre zur warmen Erde zurückgestrahlt und dort zu einer Erwärmung führt. Allerdings hat Herr Dr. Thüne diesen Hauptsatz falsch angewandt, denn kein Gesetz der Welt kann einen kalten Körper daran hindern, einen wärmeren anzustrahlen und leicht zu erwärmen. Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt nur, daß in einem abgeschlossenen System der netto Wärmefluß von warm nach kalt geht, daß also die warme Erde mehr Wärme an die Atmosphäre und den Weltraum abgibt als diese umgekehrt zurückgeben. Das heißt aber nicht, daß diese nichts zurückgeben.[4] Tatsächlich wird durch diese leichte Rückgabe der Wärmefluß nur verzögert.

Im Prinzip handelt es sich beim Wärmehaushalt der Erde um ein Fließgleichgewicht, bei dem die Energieeinstrahlung durch die Sonne gleich dem Energieverlust ins Weltall ist. Die durchschnittliche Temperaturlage (Energiegehalt) der unteren Erdatmosphäre hängt unter diesen Bedingungen von der Qualität der Isolation ab, also der durchschnittlichen Dauer, die ein eingestrahlter Energiequant benötigt, um ins Weltall zu entkommen. Bei einem atmosphärenfreien Planeten wie dem Mond gibt es keinerlei Isolation, d.h., die Wärme fließt über Nacht fast vollständig ab. Ein Planet mit einer extrem dichten Atmosphäre, wie etwa die Venus, gibt die einmal absorbierte Energie nur langsam ab und erhitzt sich somit recht stark.[5]

Infrarot-Erfassung der mittleren Temperatur der unteren Stratosphäre (8-30 km, Ozonschicht), erfaßt mit Satelittentechnik: Signifikante Temperaturerniedrigung durch Abbau des Ozons, so daß weniger UV-Licht in dieser Höhe in Wärme umgewandelt wird.[3]

Infrarot-Erfassung der mittleren Temperatur der unteren Troposphäre (Erdnähe), erfaßt mit Satelittentechnik: Keine signifikante Temperaturerhöhung.[3]

Es ist daher nur selbstverständlich, daß die Gleichgewichtstemperatur der unteren Erdatmosphäre eine Funktion der Zusammensetzung der Atmosphäre ist. Allerdings spielt das CO2 darin nur eine kleine Rolle unter vielen anderen Spurengasen, wie etwa Wasserdampf, Methan, Ozon und Halogen-Kohlenwasserstoffe. Deren Auswirkung auf die Wärmebilanz der Erde ist um ein Vielfaches größer als die des Kohlendioxids,[6] da sich deren Absorptionsbanden im Infrarotfenster der Erdatmosphäre befinden. Die Absorptionsbanden des CO2 hingegen (2,8 m, 4,5 m, 15 ) liegen, wie Dr. Thüne richtig erkannt hat, mit Ausnahme der Bande bei 4,5 m in Bereichen außerhalb dieses Fensters.

Es irritiert etwas, mit welcher Rigorosität Dr. Thüne die Möglichkeit bestreitet, Spurengase in der Atmosphäre könnten ein Strahlungsfenster schließen und Energie zurückstrahlen. Zwar kann das CO2 das Infrarot-Strahlungsfenster der Erdatmosphäre nicht schließen, aber ein geringer Spektralbereich daraus wird eben doch verengt.[7] Die Auswirkung auf den Energiehaushalt der Atmosphäre mag weithin überschätzt werden, aber er ist bestimmt nicht gleich Null.[8]

Die Überschätzung des Einflusses des CO2-Gehalts mag auch damit zusammenhängen, daß man gemeinhin glaubt, eine Verdopplung des CO2-Gehaltes würde auch zu einer Verdopplung des Isolationseffekts führen. Dies ist aber nicht so, da sich die Absorptionsintensität logarithmisch einem Grenzwert von 100% annähert. Insofern wird eine weitere starke Zunahme des atmosphärischen CO2 keine so starke Auswirkung auf das Erdklima mehr haben, wie es die bisherigen Emissionen hatten.

Politische Streitfragen

Bei all der Aufregung um die tatsächlichen oder nur angeblichen Auswirkungen der anthropogenen Erhöhung von Spurengasen wird häufig übersehen, was der eigentliche politische Skandal in der ganzen Debatte ist, und das ist nicht der Unwille oder die mangelnde Einsicht, daß die Industrienationen den Ausstoß von Spurengasen zu reduzieren haben. Der Skandal fängt wesentlich früher an, nämlich damit, welche Energieträger wir überhaupt zur Erzeugung von Energie verwenden.

Das Erdöl hat den Namen "Schwarzes Gold" erhalten, nicht nur weil sich damit gewissen Ölbarone eine goldene Nase verdienen, sondern auch, weil sein Wert für die modernen Industriegesellschaften kaum überschätzt werden kann, ähnlich der Rolle der Kohle bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Natürlich denkt jeder sofort an Treibstoffe für Autos und Flugzeuge sowie ans Heizöl. Den größten Wert jedoch hat das Erdöl für die chemische und insbesondere für die pharmazeutische Industrie, ist das Erdöl doch die Rohstoffgrundlage so gut wie aller Chemikalien, mit deren Hilfe unsere heutige moderne Lebensweise überhaupt erst möglich wird.

Treibstoffe für Fahrzeuge und Flugzeuge lassen sich im Prinzip ersetzen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt hier der Wasserstoff. Hinsichtlich seiner Energiedichte kommt er zwar nicht an die des Erdöls/Benzins/ Kerosins heran, allerdings hat diese alternative Energiequelle nicht zu übersehende Vorteile:

  1. Wasserstoff läßt sich aus Wasser per Elektrolyse gewinnen. Als einziges Nebenprodukt entsteht Sauerstoff, der in die Atmosphäre abgegeben werden kann.
  2. Die für die Elektrolyse notwendige elektrische Energie läßt sich mittels Solarzellen gewinnen.
  3. Wasserstoff läßt sich komprimieren und verflüssigen und als solches durch Pipelines und in Großtankern transportieren.
  4. Die Grundvoraussetzungen für den Bau und Betrieb für Solarzellen - Sand und Sonne - sind in jenen Ländern im Überfluß zu haben, in denen heute Erdöl gefördert wird. Dies ermöglicht die Verwendung der bereits bestehenden Erdöl-Infrastruktur.
  5. Bei der Verbrennung von Wasserstoff mit Sauerstoff entsteht lediglich Wasser als Abgas (abgesehen von geringen Spuren von Stickoxiden).

Modelle zur Umrüstung der modernen Industriegesellschaften auf Wasserstofftechnologie liegen bereits seit etwa drei Jahrzehnten bereit. Die Technologie ist einsatzbereit. Woran es fehlt, ist der politische Wille sowie die wirtschaftliche Machbarkeit.

Derweil verbrennen wir seit Jahrzehnten weiter Unmengen des Schwarzen Goldes, ein Rohstoff, der für die chemische und pharmazeutische Industrie fast unersetzlich ist. Wenn Sie als Leser die Möglichkeit hätten, eine Wahl zu treffen, Ihr Haus entweder mit Wasserstoff zu beheizen oder dadurch, daß Sie ihre gesammelten Kunststoff- und Textilgegenstände Ihres Heimes verbrennen sowie den gesamten Inhalt Ihrer Hausapotheke, wie würden Sie entscheiden?

Denn genau um diesen Wahnsinn handelt es sich: Mit dem Verfeuern von Erdöl verbrennen wir die Grundlage der Produktion moderner Kunststoffe, Textilien und Medikamente - obwohl wir eine weitaus bessere Energiequelle zur Verfügung hätten, wenn wir nur wollten.

Und dreimal dürfen Sie raten, warum dieses Verbrechen der Verbrennung der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder ungehindert vor sich geht? Fragen Sie einmal die Ölmultis à la Dick Cheney und George W. Bush. Vielleicht wissen die eine Antwort, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, irgend welche anderen aufmüpfigen Menschen zu Tode zu bombardieren, um den Erdölmarkt unter ihrer ausschließlichen Kontrolle zu halten.

Der eigentliche Skandal um den Treibhauseffekt liegt also nicht in der angeblichen unkritischen Einstellung der Meteorologen dieser Welt, sondern in der Macht der Ölmultis mit den gesamten daran hängenden Industrien.[9]

Wissenschaftstheoretische Grundsatzfragen

Wer sich nur ein bißchen im Internet umgesehen hat, dem fällt sofort auf, daß es sich bei der Streitfrage um den Treibhauseffekt durchaus nicht um ein Tabu handelt. Wolfgang Thüne selbst findet man als Autor in so vielen größeren deutschen Zeitungen und Zeitschriften repräsentiert. Bücher über Widerlegte Klimatheorien[10] und Umweltmythen[11] erscheinen von angesehenen Autoren bei Großverlagen. Mit Kritik und Gegenkritik wird nicht gespart, auch nicht von Seiten der Experten.[12] Es ist daher wohl von sehr weit hergeholt, den Thüneschen Treibhaus-Revisionismus mit dem Holocaust-Revisionismus zu vergleichen, denn eine Unterdrückung oder Ausgrenzung findet bei den Thüneschen Thesen wirklich nicht statt.

Dr. W. Thüne steht mit seiner Kritik selbstverständlich nicht alleine da. Andere, womöglich fachlich weitaus berufenere Forscher gesellen sich an seine Seite. Daß viele dieser Forscher irgend eine Beziehung zu emissionsintensiven Industrien haben oder gar von diesen finanziert werden, macht sie in den Augen ihrer Gegner verdächtig.[12] Dies ist natürlich kein Argument dafür, daß die Treibhaus-Revisionisten im Unrecht sind. Es läßt allerdings den Verdacht aufkommen, daß es mit
der ideologiefreien Wissenschaft womöglich doch nicht ganz so weit her ist.

Wie gut nur, daß wir Revisionisten von keiner Macht und keiner Industrie gesponsert werden und selbst nur persönliche Nachteile durch unsere Tätigkeit erleiden. Außer wissenschaftlichem und sozialem Altruismus können wir wirklich keinen Beweggrund angeben, der unser Tun nachvollziehbar machte...


Anmerkungen

[1]Dementsprechend findet man Thünes Beiträge auch im der Landsmannschaft Ostpreußen nahestehenden Ostpreußenblatt, so z.B.: Nein zur Ökodiktatur 1.11.1997; vgl. online http://konservativ.de/umwelt/thuene44.htm
[2]http://www.zum.de/Faecher/Ch/RP/ozon/temperatur1.html
[3]http://www.wuerzburg.de/mm-physik/klima3.html
[4]Das wäre genauso absurd, wie bezüglich der Diffusion (Fick'sche Gesetze) zu behaupten, daß von einem Ort geringerer Konzentration keine Partikel zu Orten höherer Konzentration diffundieren könnten. Dies widerspricht gerade dem Diffusionsvorgang, der rein statistisch abläuft, also in alle Richtungen gleichberechtigt. Allein im statistischen Mittel diffundieren mehr Partikel von Orten, wo es mehr Partikel gibt, als von Ort, wo es weniger gibt.
[5]Nach Berechnungen läge die durchschnittliche Temperatur auf der Venus ohne Treibhauseffekt bei etwa 100C, tatsächlich jedoch bei 450C; vgl. http://www.as.ysu.edu/~adhunter/Teaching/Chem500/notes3bw.doc
[6]http://www.geo.arizona.edu/geo4xx/geos478/GC2002.GHG.html: Im Vergleich zum CO2 gelten folgende Faktoren: Methan: 24; Lachgas: 300; Halogen-Kohlenwasserstoffe: 5.000-10.000.
[7]Wie in der Spektroskopie bekannt, führt eine Konzentrationserhöhung zu einer Verbreiterung einer Absorptionsbande. Auf diese Weise führt ein steigender CO2-Gehalt eben doch zu einer wenn auch nur leichten Verengung des Strahlungsfensters.
[8]Vgl. auch die Kritik von Dipl.-Ing. Peter Dietze, Langensendelbach, http://krahmer.freepage.de/klima/thuene/kritik01.html.
[9]Meine Diplom-Arbeit befaßte sich mit dem bordeigenen Energieversorgungssystem der damals noch geplanten europäischen Weltraumfähre Hermes, die zwischenzeitlich aufgegeben wurde. Das System war als Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle geplant. Als solches bin ich intensiv mit der gesamten Wasserstofftechnologie in Berührung gekommen wie auch mit der Macht der Großindustrie, diese Technologie zu unterdrücken. Weiterhin habe ich während meines Chemiestudiums neben Spektroskopie auch einige Semester Meteorologie studiert, aus reiner Lust an der Freude, da ich als Jugendlicher Wetterbeobachtungen und -Aufzeichnungen zu meinem Hobby gemacht hatte.
[10]Nigel Calder, Die launische Sonne. Widerlegt Klimatheorien, Böttiger, 1997
[11]Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Lexikon der Öko-Irrtümer. Fakten statt Umweltmythen, Piper, München 2000.
[12]Vgl. z.B. http://www.germanwatch.org/rio/skept.htm. Dr. Thüne wird darin vorgeworfen, standhaft die an ihm geäußerten Kritiken zu ignorieren, einen Vorwurf, den ich nicht überprüft habe.

Quelle: Vierteljahreshefte fr freie Geschichtsforschung 7(1) (2003), S. 49-52 .


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