"Leugnung der Geschichte"? - Leugnung der Beweise!, Teil 1

Keine "Beweiskonvergenz" im Holocaust · Antwort an M. Shermer und A. Grobman

Von Carlo Mattogno

Einleitung

In ihrem Buch Denying History. Who Says the Holocaust never Happened and Why Do They Say it? (Die Leugnung der Geschichte. Von jenen, die behaupten, es habe den Holocaust nie gegeben, und ihren Beweggründen)[1] reiten die amerikanischen Autoren Michael Shermer und Alex Grobman eine Attacke gegen den Revisionismus. Sie erheben den Anspruch, sich nicht wie ihre Vorgänger mit Polemik zu begnügen, sondern auf wissenschaftlicher Ebene zu argumentieren, und bekennen sich lauwarm zum Prinzip der Meinungs- und Forschungsfreiheit. Auf unzähligen Seiten wälzen sie geschichtsphilosophische Fragen breit und schweifen auch sonst immer wieder vom Thema ab. Dieser Strategie bedienen sie sich nicht nur, um mit ihrer Bildung zu protzen, sondern auch aus einem anderen, ganz banalen Grund, nämlich um den Umfang ihres Buchs aufzublähen.

Shermer und Grobman machen geltend, ihr Werk sei die Frucht einer "vieljährigen Forschungsarbeit" (S. 2); sie seien nach Europa gereist, um "Untersuchungen in den Lagern vorzunehmen, insbesondere in Mauthausen, Majdanek, Treblinka, Sobibor, Belzec, Dachau, Auschwitz und Auschwitz-Birkenau" (S. 127). Die Sponsoren des Unterfangens haben zur Finanzierung dieser Reisetätigkeit zweifellos tief in die Tasche greifen müssen, und da konnten die beiden Verfasser ihnen als Frucht ihrer Recherchen natürlich ganz unmöglich ein mageres Büchlein von einigen Dutzend Seiten präsentieren. Länger wäre das Werk ohne die zahllosen Exkurse nämlich nicht geworden.

Welch ehrgeizige Ziele Denying History verfolgt, stellt Arthur Hertzberg in seiner Einleitung (auf S. XIII) unmißverständlich klar. Shermer und Grobman, so schreibt er, machten es sich zur Aufgabe,

"die Behauptungen der Holocaust-Leugner Punkt für Punkt aufzugreifen und bis in die letzten Einzelheiten zu widerlegen."

Die Autoren selbst wiederholen dies gleich zu Beginn ihrer Ausführungen:

"In unserer Studie widerlegen wir die Behauptungen und Argumente der Holocaust-Leugner gründlich, nehmen eine tiefschürfende Analyse ihrer Persönlichkeiten und Motive vor und legen, gestützt auf solide Beweise, genau dar, warum wir wissen, daß sich der Holocaust zugetragen hat." (S. 2.)

Zum Schluß ihres Buchs verleihen Shermer und Grobman gar ihrer Hoffnung Ausdruck, dieses sei "eine gründliche und wohldurchdachte Antwort auf sämtliche Behauptungen der Holocaust-Leugner" (S. 257).

Die Verfasser wollen also alle Thesen aller Revisionisten "gründlich" widerlegt haben! Damit ist es freilich nicht weit her.[2] Ihre hochtrabenden Ansprüche erleiden durch diese grobe Lüge einen herben Schlag.

Vor Shermer und Grobman sind bereits etliche andere Autoren ausgezogen, um dem Revisionismus den Garaus zu machen. Die Hohlheit ihrer Argumente habe ich in drei früheren Büchern aufgezeigt:

- Olocausto: dilettanti allo sbaraglio (etwa: Holocaust: Stümper blamieren sich), Edizioni di Ar, 1996, 322 Seiten;

- L'"irritante questione" delle camere a gas ovvero da Cappuccetto Rosso ad... Auschwitz. Risposta a Valentina Pisanty (Die "irritierende Frage" der Gaskammern oder von Rotkäppchen nach ... Auschwitz".[3] Antwort an Valentina Pisanty), Graphos, Genova 1998, 188 Seiten;

- Olocausto: dilettanti a convegno (Holocaust: Stümper geben sich ein Stelldichein), Effepi, Genova 2002, 182 Seiten.

Des weiteren habe ich in zwei längeren Artikeln auf die Argumente des amerikanischen Antirevisionisten John C. Zimmerman geantwortet:

- John C. Zimmerman and "Body Disposal at Auschwitz": Preliminary Observations (John C. Zimmerman und die Frage der "Leichenbeseitigung in Auschwitz": Einleitende Bemerkungen);

- Supplementary Response to John C. Zimmerman on his "Body disposal at Auschwitz" (Zusätzliche Antwort an John C. Zimmerman anläßlich seiner Schrift "Body disposal at Auschwitz").[4]

Niemand hat auf die in diesen Büchern und Artikeln angeführten Argumente je eine Antwort erteilt, doch die augenscheinlich falschen, von mir Punkt für Punkt zerpflückten Thesen von Autoren wie Pierre Vidal-Naquet und Valentina Pisanty - um nur zwei Namen zu nennen - werden von den Widersachern der "Holocaust-Leugner" in ihren Schriften weiterhin unermüdlich wiedergekäut. Die Antirevisionisten betreiben gewissermaßen geistige Inzucht: sie schreiben fleißig voneinander ab und bedienen sich somit genau jenes Vorgehens, das Shermer und Grobman in ihrem Buch den Revisionisten vorwerfen (S. 251)! Was John C. Zimmerman anbelangt, so war meine zweite Antwort an ihn dermaßen vernichtend, daß es der tumbe Tropf von einem Professor nach ihrem Erscheinen vorzog, den Mund zu halten und mit seinem Schweigen die Triftigkeit meiner Argumentation indirekt anzuerkennen.[5]

Was mich zu dieser Entgegnung an M. Shermer und A. Grobman veranlaßte, waren nicht etwa finstere "antisemitische" und "neonazistische" Beweggründe, die unsere Gegner uns Revisionisten so gerne unterstellen, sondern meine Entrüstung über die dreisten Mogeleien, deren sich die beiden Verfasser schuldig gemacht haben, sowie der Drang, diese Betrügereien bloßzustellen und so die geschichtliche Wahrheit wieder zu Ehren kommen zu lassen.

Ich bin mir sehr wohl bewußt, daß die Anhänger der offiziellen Holocaust-Version auch diese Schrift totschweigen werden, doch ehrlichen und unvoreingenommenen Menschen wird sie von Nutzen sein - nicht nur, weil ich darin eine ganze Reihe neuer Argumente anführe sowie Punkte noch vertiefe, die bereits in den drei genannten vorhergehenden Büchern auftauchen, sondern auch, weil sie den Beweis dafür liefert, daß ein revisionistischer Historiker mit einer Schrift, die nur wenige Wochen Arbeit in Anspruch genommen hat, das Ergebnis einer "vieljährigen Forschungsarbeit" zunichte machen kann, hinter der das gesamte Holocaust-Establishment der Welt steht. Für die Historiker, welche letzterem angehören, ist dies nicht minder peinlich als die Fülle stichhaltiger Argumente, denen sie nichts entgegenzusetzen vermögen.

Erster Teil: Der Revisionismus

1. Die Revisionisten

Shermer und Grobman kündigen an, auf streng wissenschaftlicher Basis zu argumentieren; sie schreiben:

"Unserer Ansicht nach ist es an der Zeit, sich nicht länger mit Beschimpfungen zufriedenzugeben, sondern die Beweise vorzulegen." (S. 16f)

Demnach wissen sie also sehr gut, auf welchem Niveau sich die Kritik am Revisionismus vor ihnen bewegt hat: Statt Beweise vorzulegen, begnügte man sich mit Beschimpfungen! Das Autoren-Duo beteuert, nicht in törichten Vorurteilen gegen die Revisionisten befangen zu sein:

"Pauschale Etikettierungen wie 'antisemitisch' oder 'neonazistisch' werden der Vielschichtigkeit und Komplexität der Holocaust-Leugnungsbewegung nicht gerecht. Wer sich mit solchen verallgemeinernden Urteilen begnügt, verkennt die Realität der Situation und drischt folglich auf Strohmänner ein." (S. 16)

Doch im folgenden vermögen die beiden Verfasser der Versuchung nicht zu widerstehen, die Revisionisten selbst als "Antisemiten" und "Neonazis" abzustempeln. Sie behaupten, beim Revisionismus "klinge das antisemitische Leitmotiv immer wieder durch" (S. 87), und es scheine "schwierig, die Holocaust-Leugnungsbewegung klar von antisemitschen Gefühlen zu trennen" (S. 87). Ferner schreiben sie:

"Was die Holocaust-Leugner unserer Ansicht nach antreibt, ist der Wunsch, jene zu rehabilitieren, die sie bewundern, und jene anzuschwärzen, die ihnen diese Bewunderung vergällen. [...] Die Geschichte des Holocaust ist ein Schandfleck für den Nazismus. Man leugne die Realität des Holocaust, und der Nazismus beginnt dieses Stigma zu verlieren." (S. 252)

Dies meinen die Autoren also, wenn sie behaupten, die Revisionisten schrieben die Vergangenheit "um heutiger persönlicher oder politischer Ziele willen" um (S. 2; siehe auch S. 34 und 238). Die abgedroschenen Unterstellungen, von denen sich die Verfasser zu Beginn ihres Buchs distanziert haben, kehren somit durch die Hintertür zurück - und die Beschimpfungen ebenfalls, beispielsweise auf S. 40, wo es heißt, niemand, "der noch bei Trost ist, würde behaupten, der Holocaust habe sich nicht zugetragen" (S. 40). Dieser Logik nach sind die Revisionisten also samt und sonders "nicht recht bei Trost". Doch nicht genug damit: Der Revisionismus, so Shermer und Grobman, sei "ein Affront gegen die Geschichte und die Methoden der Geschichtswissenschaft" (S. 251) sowie "eine Lupe, durch die schwarz zu weiß und unten zu oben wird und die normalen Regeln der Vernunft nicht länger gelten" (S. 1).

Trotzdem geben die Autoren zu, daß die Revisionisten

"hochmotiviert sind, über eine recht solide finanzielle Basis verfügen [wenn dem bloß so wäre!] und die Geschichtsschreibung über den Holocaust oft gut kennen. [...] Die Leugner wissen eine ganze Menge über den Holocaust." (S. 17f.)

Die Verfasser finden jene amerikanischen Revisionisten, die sie persönlich kennengelernt haben, sogar "verhältnismäßig nett" (S. 40), was für "antisemitische Neonazis", die "nicht recht bei Trost sind", ein unerwartetes Kompliment darstellt!

Die Realität des historischen Revisionismus sieht freilich ganz anders aus. Jeder Versuch, revisionistischen Historikern die abgegriffenen Etiketten des Antisemitismus und des Neonazismus anzuheften, geschieht, um es mit den Worten Shermers und Grobmans zu sagen, "um heutiger persönlicher oder politischer Ziele willen" und führt in die Irre, genau wie schon der Titel des hier besprochenen Buchs Denying History (Die Leugnung der Geschichte). Was die revisionistischen Historiker "leugnen", oder richtiger gesagt bestreiten, ist nicht die Geschichte, sondern die von den offiziellen Historikern verfochtene verzerrte Version der Geschichte. Die Infragestellung dieser verzerrten Version war es denn auch, die den Anstoß zum Revisionismus gegeben hat; dieser bezweckt nichts weiter, als die Geschichtsschreibung mit den historischen Fakten in Einklang zu bringen.

Der Begründer des Revisionismus, Paul Rassinier, ehemaliger Häftling der Konzentrationslager Buchenwald und Dora-Mittelbau, begann seine Forschungstätigkeit mit der Infragestellung der Lügen, von denen die Konzentrationslagerliteratur der unmittelbaren Nachkriegszeit nur so wimmelte.[6] Was ihn dazu bewog, war die Empörung über diese Lügen und sein Wunsch, der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen. Genau dies ist auch eines der wesentlichsten Motive der revisionistischen Forscher: Sie sind empört über die Betrügereien der offiziellen Historiker, die ihre Machtposition dazu mißbrauchen, um ihre ahnungslosen Leser hinters Licht zu führen, und ohne solche Betrügereien ihre Machtposition auch gar nicht behaupten könnten. Auch die vorliegende Studie ist die Frucht einer solchen Empörung - der Empörung über die Mogeleien, die sich die Verfasser von Denying History zuschulden kommen lassen - sowie des Wunsches, einen Beitrag zum Sieg der geschichtlichen Wahrheit zu leisten.

Wie wir in der Einleitung gesehen haben, behaupten die Autoren, sämtliche Thesen sämtlicher revisionistischer Historiker "gründlich" widerlegt zu haben. Sie erläutern dazu:

"Wir haben uns bemüht, die Richtigkeit unserer Annahmen über die Leugner dadurch zu überprüfen, daß wir die Hauptfiguren der Holocaust-Leugnungsbewegung getroffen und interviewt sowie ihre Literatur sorgfältig gelesen haben." (S. 4)

Für Shermer und Grobman beschränkt sich der Revisionismus auf Mark Weber, David Irving, Robert Faurisson, Bradley Smith, Ernst Zündel und David Cole (S. 46-71). Arthur Butz ist für die beiden bereits eine zu harte Nuß, und sie begnügen sich damit, sein Buch The Hoax of the Twentieth Century als "Bibel der Bewegung" abzutun (S. 40), was natürlich eine unzulässige Vereinfachung ist und von ihrem engstirnigen Provinzialismus zeugt. In dieselbe Richtung weist auch ihr Urteil über Mark Weber, von dem es heißt, er sei unter den Revisionisten "mit der möglichen Ausnahme David Irvings derjenige, der die Geschichte des Holocaust am besten kennt." (S. 46)

In ihrer starren Fixiertheit auf Amerika haben Shermer und Grobman drei ganz und gar nicht unwesentliche Punkte übersehen:

1) Sie haben lediglich einen Teil der amerikanischen Revisionisten berücksichtigt und beispielsweise Friedrich Berg, Robert Countess, Samuel Crowell, William Lindsey, Michael Hoffman, Theodore O'Keefe schlicht und einfach unter den Teppich gekehrt.

2) Der amerikanische Revisionismus ist lediglich ein kleiner Teil des internationalen Revisionismus.

3) Bei allem Respekt vor der Geschichte und den Leistungen des amerikanischen Revisionismus wird man doch festhalten müssen, daß durchaus nicht er, sondern der europäische Revisionismus heute im internationalen Revisionismus die Führungsrolle spielt. Doch von den europäischen Revisionisten kennen die beiden Autoren lediglich Robert Faurisson, von dessen Argumenten sie nur einen ganz unbedeutenden Bruchteil geprüft und diesen erst noch schamlos verzerrt haben, wie wir im nächsten Absatz darlegen werden.

Wer sich heute ernsthaft mit dem Revisionismus beschäftigen will, muß aber zunächst einmal dessen Flaggschiff, die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, sowie deren Gründer und Herausgeber Germar Rudolf kennen. Er muß Autoren wie Enrique Aynat, Jean-Marie Boisdefeu, Jürgen Graf, Pierre Guillaume, Pierre Marais, Hans-Jürgen Nowak, Walter Rademacher, Henri Roques, Walter Sanning, Wilhelm Stäglich, Serge Thion, Udo Walendy, Ingrid Weckert sowie den Verfasser dieser Zeilen kennen, um nur die bekanntesten zu erwähnen. Als ich 1996 in meinem bereits erwähnten Buch Olocausto: Dilettanti allo sbaraglio eine "Bibliographie der wichtigsten revisionistischen Werke" anführte (S. 308f.), habe ich dort 33 Titel erwähnt. Von diesen berücksichtigen die Herren Shermer und Grobman ganze vier, davon drei amerikanische! Doch trotz der Dürftigkeit dieser Auswahl haben sie erst nach Jahren etwas zustande gebracht, das zumindest dem Anschein nach eine Antwort auf revisionistische Argumente darstellt:

"Auf dieses Problem [die Schwierigkeit, die revisionistischen Thesen zu kontern] wurden wir aufmerksam, indem wir uns mit den führenden Holocaust-Gelehrten der Welt in Verbindung setzten. In vielen Fällen fiel es uns im Rahmen dieses vieljährigen Projekts außerordentlich schwierig, Antworten auf unsere Fragen zu erhalten." (S. 2, Hervorhebung von mir.)

Somit haben die "führenden Holocaust-Gelehrten der Welt" nicht einmal auf die von den Autoren ausgewählten zweitrangigen revisionistischen Argumente zu antworten vermocht! Stellen wir uns einmal vor, Shermer und Grobman hätten ihr Versprechen ernstgenommen, auf sämtliche wesentlichen Argumente der Revisionisten zu antworten: Ihr "Projekt" hätte dann nicht nur Jahre, sondern gleich Jahrzehnte in Anspruch genommen! Und da die Revisionisten im Stakkato ständig neue Argumente veröffentlichen, würde ihre Arbeit tatsächlich nie fertig werden!

2. Die wahre historische Methode und die angeblichen Methoden der Revisionisten

In Kapitel 9 legen Shermer und Grobman zehn Kardinalpunkte der Methode wissenschaftlicher Geschichtsschreibung dar:

"1. Wie zuverlässig ist die Quelle der Behauptung? Die Leugner mögen beim Zitieren von Fakten und Ziffern recht glaubwürdig erscheinen, doch eine genauere Untersuchung enthüllt oft, daß diese Details entstellt oder aus dem Zusammenhang gegriffen sind.

2. Hat die als Quelle zitierte Person früher Behauptungen aufgestellt, die eindeutig übertrieben waren? Wenn von einer Person bekannt ist, daß sie es in einem früheren Fall mit den Tatsachen nicht allzu genau genommen hat, so untergräbt dies natürlich ihre Glaubhaftigkeit. [...]

3. Ist die Behauptung anhand einer anderen Quelle überprüft worden? Es ist für die Leugner typisch, Aussagen zu machen, die nicht oder nur durch einen anderen Leugner verifiziert worden sind. [...] Gute Wissenschaft und gute Geschichtsschreibung sind auf Verifizierung seitens Außenstehender angewiesen.

4. Wie paßt die Behauptung zu dem, was wir über die Welt und ihren Gang wissen? [...]

5. Hat irgend jemand, einschließlich des Urhebers der Behauptung (ja vor allem er), auch nach Material gesucht, das gegen die Behauptung spricht, oder wurde nur nach bestätigendem Material gesucht? In letzterem Fall spricht man von 'confirmation bias' [etwa: Voreingenommenheit zugunsten bestätigendem Material], d. h. von der Tendenz, nur jene Quellen zu berücksichtigen, welche der eigenen These Auftrieb verleihen. [...]

6. Falls keine klar definierten Beweise vorhanden sind, spricht dann die überwiegende Menge des Beweismaterials für die aufgestellte Behauptung oder dagegen? Die Leugner suchen nicht nach Beweisen, die in ihrer Gesamtheit auf eine bestimmte Schlußfolgerung hindeuten; sie suchen nach Beweisen, die zu ihrer Ideologie passen. Untersuchen wir beispielsweise die verschiedenen Augenzeugenberichte über die Vergasung von Häftlingen in Auschwitz, so entdecken wir einen konsistenten Kern, der allen Schilderungen gemeinsam ist und eine wohlfundierte Theorie über das Geschehene ermöglicht. Die Leugner hingegen nageln kleinere Unstimmigkeiten in den Zeugenaussagen fest und stellen diese übertreibend als Anomalien dar, welche gegen diese Theorie sprächen. Statt das Beweismaterial in seiner Gesamtheit zu betrachten, konzentrieren sie sich auf jedes Detail, das ihren Standpunkt bestätigt.

7. Hält sich die Person, die eine Behauptung aufstellt, an die anerkannten Regeln der Vernunft und die Methoden der Forschung, oder akzeptiert sie nur solche, die zur gewünschten Schlußfolgerung führen? [...]

8. Hat der Urheber der Behauptung auch nach einer anderen Erklärung für die beobachteten Phänomene gesucht, anstatt einfach die bereits bestehende Erklärung in Abrede zu stellen?

9. Wenn der Urheber der Behauptung eine neue Erklärung vorgelegt hat, liefert diese dann auf ebenso viele Fragen eine Antwort wie die alte Erklärung? [...]

10. Tragen die persönlichen Überzeugungen und Vorurteile des Urhebers einer Behauptung zu seiner Schlußfolgerung bei oder nicht?" (S. 249f.)

Shermer und Grobman zufolge setzen sich die Revisionisten über diese methodischen Prinzipien hinweg:

"Die Leugner sind bei der Auswahl der historischen Fakten regelmäßig unzuverlässig. Sie stellen oft abenteuerliche Behauptungen auf. Diese werden selten anhand anderer Quellen überprüft, und wenn doch, zitieren sich die Leugner oftmals gegenseitig. Die Leugner versuchen fast nie, nach Beweisen zu suchen, die gegen ihre Behauptungen sprechen, sondern suchen nur nach solchen Fakten, die in ihr Weltbild passen. Sie halten sich im allgemeinen nicht an die anerkannten Regeln der Geschichtswissenschaft, liefern keine alternative Theorie, welche die historischen Tatsachen zu erklären vermöchte, und können deshalb auch keine Konvergenz der Beweise für ihre nicht existierende Theorie bieten. Schließlich diktieren, wie wir anhand solider Beweise gezeigt haben, die persönlichen Überzeugungen und Vorurteile der Holocaust-Leugner deren Schlußfolgerungen." (S. 251)

In der vorliegenden Studie werde ich "anhand solider Beweise" darlegen, daß unser Autoren-Tandem hier ein perfektes Bild seiner selbst und seiner Methoden gezeichnet hat. Doch ehe ich mit der Diskussion der konkreten Sachfragen beginne, möchte ich einige allgemeine Beobachtungen anstellen.

Zunächst einmal drängt sich der Hinweis förmlich auf, daß das gesamte Werk der beiden Verfasser dem ersten Punkt ihrer methodischen "Zehn Gebote" diametral widerspricht, weil es nämlich auf einer im voraus vorgenommenen Selektion revisionistischer Autoren und Argumente beruht und somit das Gesamtbild der Frage verengt und verzerrt.

Shermer und Grobman hausieren mit einer Zauberformel namens "Konvergenz der Beweise", die angeblich von den offiziellen Historikern angewendet, von den Revisionisten hingegen vernachlässigt wird. Der Ausdruck wurde von Robert Jan van Pelt in seiner anläßlich des Irving-Lipstadt-Prozesses erstellten Expertise geprägt, die anschließend den Namen van Pelt Report erhalten hat. Da es keinen Beweis für die Realität einer Judenausrottung in Gaskammern gibt, hat van Pelt sämtliche verfügbaren angeblichen "Indizien" (einschließlich der von Pressac gelieferten) zusammengetragen, mißbräuchlich zu "Beweisen" ernannt und eine "Konvergenz der Beweise" erfunden, bei der es sich um nichts anderes als einen billigen wissenschaftlichen Betrug handelt.

Nehmen wir beispielsweise einmal die von den Autoren bezüglich der angeblichen Menschenvergasungen in Auschwitz angeführte "Konvergenz der Beweise" unter die Lupe. Sämtliche Augenzeugenberichte, so behaupten sie, besäßen einen "konsistenten Kern", der die Realität der Vergasungen erhärte. Den revisionistischen Historikern wird hingegen unterstellt, sie nagelten jede "geringfügige Unstimmigkeit" und "jedes beliebige Detail" fest, um damit die ganze Zeugenaussage für unglaubwürdig zu erklären.

Genau das Gegenteil trifft zu. Zunächst einmal kennen die beiden Verfasser selbst, und mit ihnen die meisten der offiziellen Historiker, den vollständigen Text der einschlägigen Augenzeugenberichte nicht. Sie kennen lediglich Auszüge aus diesen Berichten, die in einigen wenigen Sammlungen[7] wiedergegeben werden und bei denen die betreffenden Passagen einer sorgfältigen Selektion unterzogen worden sind, um durch Ausmerzung sämtlicher in den Aussagen enthaltener Absurditäten und Widersprüche eine "Konvergenz" vorzugaukeln.

Ein aufschlußreiches Beispiel für eine solche "Konvergenz" liefert der britisch-jüdische Historiker Gerald Reitlinger. Bei der Beschreibung der angeblichen Menschenvergasungen in Birkenau stützt er sich auf folgende Augenzeugen:

  1. Ada Bimko, welche die "auf Schienen kursierenden Waggons" zum Transport der Leichen zum Ofen schildert;
  2. Miklos Nyiszli, welcher Einzelheiten über den Vergasungsvorgang mitteilt;
  3. Charles Sigismud Bendel, der die Räumung der Gaskammern beschreibt.[8]

Liest man Reitlingers Darlegungen, so erhält man in der Tat den Eindruck, alle Zeugen sprächen von denselben Gebäuden und denselben Geschehnissen, doch die Wirklichkeit sieht vollkommen anders aus.

Ada Bimko hat nie einen Fuß in eines der Krematorien gesetzt. Sie hat die phantasievolle Geschichte vom Besuch eines Krematoriums erfunden, in dem sie eine Gaskammer gesehen haben will. Diese, so Bimko, besaß "zwei riesige Metallbehälter, welche Gas enthielten", und von der Gaskammer führte eine Schiene direkt zum Ofenraum.[9] Diese jämmerliche "Augenzeugin" wähnte nämlich, die angeblichen Menschenvergasungen seien mit einem dem Methan ähnlichen Gas durchgeführt worden (darum hat sie auch die beiden Behälter erfunden!), und von den "Gaskammern" habe ein Schmalspurgleis zum Ofenraum geführt (diese Aussage findet sich bereits im sogenannten Vrba-Wetzler-Bericht).[10] In Wirklichkeit waren in keinem der Birkenauer Krematorien die Räume, die laut offizieller Geschichtsschreibung als Gaskammern dienten, durch Gleise und Waggons mit den betreffenden Ofenräumen verbunden. Es handelt sich also um eine offenkundige Falschaussage.[11]

M. Nyiszli und C.S. Bendel, ihren eigenen Angaben zufolge Angehörige des sogenannten "Sonderkommandos"[12] von Birkenau, die während desselben Zeitraums in denselben Gebäuden gelebt haben wollen, beschrieben die vermeintlichen Gaskammern der Krematorien II und III von Birkenau, die 30 m lang, 7 m breit und 2,41 m hoch waren, wie folgt: Laut Nyiszli waren sie 200 m lang,[13] laut Bendel 10 m lang, 4 m breit und 1,60 m hoch.[14] Wenn nun ein Raum gemäß einem Zeugen 200 m, gemäß einem anderen jedoch nur 10 m lang ist, handelt es sich dann um ein bloßes Detail?

Und was soll man dazu sagen, daß M. Nyiszli in der ungarischen Zeitung Világ eine Artikelserie verfaßt hat, in welcher er behauptete, als Zeuge beim IG-Farben-Prozeß aufgetreten zu sein, obgleich er dort niemals in den Zeugenstand geladen worden war?[15] Ist auch dies nur ein "Detail"? Und die zahllosen anderen von Nyiszli begangenen Geschichtsfälschungen, die ich in einer diesbezüglichen Studie erhellt habe.[16] Sind das wirklich nur "Details"?

Ein weiteres Beispiel für eine falsche "Konvergenz" ist die Beschreibung des Vergasungsvorgangs durch die Zeugen Filip Müller und Miklos Nyiszli. Ersterer hat nämlich letzteren plagiiert (wobei er sich auf die 1961 unter dem Titel "Auschwitz. Tagebuch eines Lagerarztes" von der Zeitschrift Quick publizierte deutsche Übersetzung von Nyiszlis Buch stützte). Nyiszli geht bei seiner Schilderung des Vergasungsablaufs von der falschen Annahme aus, das angeblich zu Menschenvergasungen verwendete Zyklon-B sei ein Chlorgas und weise folglich eine weit größere Dichte als die Luft auf.[17] Auch hier haben wir zwar eine "Konvergenz" vor uns, doch eine Konvergenz der Lügen. Eine andere solche ist die Geschichte mit den Metallnetzvorrichtungen zur Einführung des Zyklon-B in die angeblichen "Gaskammern" der Krematorien II und III. Diese Vorrichtungen sollen von Michał Kula hergestellt und von Henryk Tauber gesehen worden sein, haben aber in Wirklichkeit niemals existiert.[18]

So also ist die vielgepriesene "Konvergenz der Beweise" zustande gekommen! In der vorliegenden Studie werde ich noch weitere vielsagende Beispiele ins Feld führen.

Das zweite der zehn methodischen Gebote unseres Autoren-Tandems besagt, daß es die Glaubwürdigkeit einer Person offensichtlich untergrabe, wenn bekannt sei, daß "sie es früher mit den Tatsachen nicht allzu genau genommen hat". Anders gesagt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht... Sehr richtig, doch die offiziellen Historiker hüten sich wohlweislich, diesen Maßstab an ihre Augenzeugen anzulegen! Um beim Thema Auschwitz zu bleiben: Man darf mit Sicherheit und ohne jede Furcht vor Widerlegung behaupten, daß keiner von ihnen - jawohl, keiner - die Wahrheit über die Verbrennungsöfen von Birkenau gesagt hat, sondern daß alle - jawohl, alle - schamlos über die Funktionsweise und Kapazität dieser Öfen gelogen haben. Ihre Aussagen enthalten teilweise die wahnwitzigsten Absurditäten: Dov Paisikovic gab die Verbrennungsdauer einer Leiche mit vier Minuten (!) an;[19<FONT FACE="Times New Roman">] Stanisław Jankowski alias Alter Feinsilber behauptete, man habe in einer Muffel zwölf Leichen gleichzeitig einäschern können;[20] Miklos Nyiszli bezifferte die Kapazität de Birkenauer Krematorien auf 20.000 Leichen pro Tag[21]!

Beim Zitieren von Dokumenten begehen die beiden Autoren grobe Fahrlässigkeiten. In einem Werk von 312 Seiten, das nicht bloß vorgibt, sämtliche Argumente sämtlicher Revisionisten zu widerlegen, sondern darüber hinaus noch zu beweisen, daß der behauptete Holocaust tatsächlich stattgefunden hat, verlassen sich die Autoren bezüglich der Zeugenaussagen außer in ein paar wenigen Fällen stets auf Quellen aus zweiter Hand, und dasselbe gilt auch für die Dokumente. Insgesamt führen die beiden Verfasser genau 4 (in Worten: vier) Dokumente an!

Da ihre eigenen zehn methodischen Gebote sie zur sorgfältigen Überprüfung ihrer Quellen anhalten, müßte man eigentlich annehmen, daß Shermer und Grobman bei den von ihnen zitierten Dokumenten zumindest die Richtigkeit der Quellenverweise nachgeprüft haben - doch weit gefehlt!

Auf S. 107 erwähnen sie im Zusammenhang mit der sogenannten "Aktion 1005" (auf die ich in Kapitel III, Absatz 3 zurückkommen werde) den SS-Standartenführer Paul Blobel und zitieren (in Fußnote 20 auf S. 272) das Nürnberger Dokument PS-3197. Der richtige Quellenverweis lautet aber NO-3947, beeidigte Erklärung Blobels vom 18. Juni 1947.

Auf S. 175 schreiben die beiden Verfasser:

"Am 26. November 1945, beim ersten Nürnberger Prozeß, trat der Nazi-Arzt Dr. Wilhelm Hoettel [sic] in den Zeugenstand."

Tatsache ist jedoch, daß Wilhelm Höttl beim Nürnberger Prozeß nie als Zeuge aufgetreten ist; die Autoren deuten ein einfaches "Affidavit" vom 26. November 1945 (Dokument PS-2738, von Shermer und Grobman in Fußnote 5 auf S. 277 erwähnt) fälschlicherweise als "Zeugenaussage".

Auf S. 186 geben die Verfasser einen Auszug aus einer Rede wieder, die Generalgouverneur Hans Frank am 7. Oktober 1940 gehalten haben soll, wobei sie als Quelle das Dokument PS-3363 anführen (Fußnote 28 auf S. 278). Doch in Wirklichkeit hielt Frank diese Rede (auf die ich in Absatz 7/1 des dritten Kapitels noch zurückkomme) am 20. Dezember 1940, und die korrekte Bezeichnung des Dokuments lautet PS-2233.

Schließlich zitieren die Autoren auf S. 194 einen von Himmler zu Händen Hitlers verfaßten Bericht vom 29. Dezember 1942 mit der Quellenangabe "N.D. 1120, prosecution exhibit 237" (Fußnote 47 auf S. 279); richtig wäre NO-511.

Wir sehen also, wie es Shermer und Grobman mit dem von ihnen selbst proklamierten Gebot halten, einem Historiker obliege die Überprüfung seiner Quellen!

Als Beweis dafür, daß die Revisionisten den vierten ihrer methodischen zehn Punkte mißachteten, beschwören die beiden Verfasser

"die ausgeklügelten Verschwörungstheorien der Leugner darüber, wie die Juden die Holocaust-Geschichte zwecks Erpressung von deutschen Wiedergutmachungsleistungen sowie zur Erreichung amerikanischer Unterstützung für Israel ausgeheckt hätten." (S. 249)

Schon vorher haben Shermer und Grobman behauptet, "einige Leugner" sprächen von

"einer zionistischen Verschwörung zur Übertreibung der Leiden der Juden während des Krieges, um den Staat Israel durch Kriegsreparationen zu finanzieren." (S. 106)

Selbstverständlich gäbe sich kein revisionistischer Historiker dazu her, einen solchen Unfug zu unterschreiben. Als Beleg für dieses unsinnige Ammenmärchen verweisen die Autoren in einer Fußnote auf

"Paul Rassinier, Debunking the Genocide Myth: A Study of the Nazi Concentration Camps and the Alleged Extermination of European Jewry (Los Angeles, Noontide Press, 1978)." (Fußnote 13 auf S. 271)

Die betreffende Seite wird nicht angegeben, weil diese Mär nicht von Rassinier, sondern von den beiden Autoren selber stammt. Sie haben nämlich den Sinn eines Abschnitts aus dem von Pierre Hofstetter stammenden Vorwort zu Rassiniers Buch bewußt entstellt. Hofstetter schrieb, das "ganze zionistische Establishment" habe den Staat Israel auf dem "Mythos der sechs Millionen aufgebaut";[22] den Zionisten wird also vorgeworfen, diesen Mythos ausgebeutet und nicht geschaffen zu haben!

Noch unehrlicher springen Shermer und Grobman mit R. Faurisson um. Auf S. 100 schreiben sie:

"In einer Publikation aus dem Jahre 1987 behauptete er [...], der britische Holocaust-Historiker Martin Gilbert habe die Größe einer Gaskammer falsch angegeben, um sie mit einem Augenzeugenbericht bezüglich der Anzahl der an einem bestimmten Tag vergasten Juden in Übereinklang zu bringen. Faurisson berücksichtigte die einfache Tatsache nicht, daß sich Augenzeugen bei der Schilderung von Einzelheiten ohne böse Absichten irren können (im vorliegenden Fall liegt vermutlich eine Übertreibung vor) und Gilberts Quelle vielleicht unrichtig war."

Dies, so die Verfasser, sei ein "Schnitzer" Faurissons gewesen. Überprüfen wir den Fall nun anhand der methodischen Rezepte der beiden Autoren selbst:

In seinem Bericht vom 6. Mai 1945 schrieb Kurt Gerstein, in einer 25 Quadratmeter und 45 Kubikmeter großen Gaskammer[23] seien 700 bis 800 Menschen zusammengepfercht worden, also 28 bis 32 pro Quadratmeter! Martin Gilbert hatte diesen Abschnitt in einem 1979 erschienenen Buch wie folgt wiedergegeben:[24]

"Etwa sieben- bis achthundert Menschen auf einer Fläche von ungefähr 100 Quadratmetern."

Somit hat Gilbert bei der Angabe der Fläche der "Gaskammer" keineswegs eine "unrichtige Quelle" korrekt zitiert, sondern den Inhalt des verwendeten Dokuments verfälscht, weil er dessen Absurdität erkannte! Shermer und Grobman haben also, um ihren auf Faurisson gemünzten Ausdruck zu verwenden, selbst gleich zwei "Schnitzer" begangen, indem sie erstens die von Gilbert verwendete Quelle nicht überprüft und zweitens behauptet haben, er habe lediglich in gutem Glauben falsche Angaben eines Augenzeugen wiederholt.

Lesen wir weiter:

"Einen ähnlichen Schnitzer beging er [Faurisson] bei seiner Analyse des berühmten Gerstein-Dokuments. Kurt Gerstein war ein SS-Offizier, der mit der Bestellung von Zyklon-B sowohl zu Entlausungszwecken als auch zur Menschentötung beauftragt war. Ehe er nach dem Krieg in Gefangenschaft umkam, bezeugte er die Verwendung des Pestizids zum Zweck des Massenmordes. Faurisson und andere haben nach internen Unstimmigkeiten in seinem Geständnis gesucht, indem sie beispielsweise geltend machten, die angegebene Zahl von Opfern hätte nicht in den Gaskammern untergebracht werden können. Es stellte sich heraus, daß Faurisson seinen Schätzungen die Zahl von Menschen zugrunde legte, die bequem in einem Untergrundbahnwagen untergebracht werden können, andere (darunter auch Leugner) haben seine Schätzungen seither widerlegt." (S. 5f.)

Als Quelle wird hier Pierre Vidal-Naquets Buch Assassins of Memory (1992, S. 65-74) angegeben (Fußnote 65 auf S. 266). In Wirklichkeit findet sich bei Vidal-Naquet keine Spur von dieser Geschichte, die sich Shermer und Grobman schlicht und einfach aus den Fingern gesogen haben. Die beiden Tröpfe haben noch nicht einmal gemerkt, daß sich dieser von ihnen begangene "Schnitzer" auf denselben Abschnitt desselben Dokuments bezieht wie ihr vorhergehendes Zitat! Ist man übrigens wirklich auf einen Vergleich mit einem Untergrundbahnwagen angewiesen, um zu beweisen, daß in der angeblichen Gaskammer ganz unmöglich 28 bis 32 Menschen auf einem Quadratmeter zusammengepfercht werden konnten? M. Gilbert sowie der (ebenfalls jüdische) Historiker Léon Poliakov haben die Abwegigkeit des Ganzen instinktiv begriffen und darum auch die von Gerstein gelieferten Angaben verfälscht wiedergegeben.[25]

Doch nicht nur auf hermeneutischem Feld schlagen die Methoden der Antirevisionisten wissenschaftlichen Gepflogenheiten förmlich ins Gesicht. Hierzu zwei Beispiele, auf die uns Shermer und Grobman dankenswerterweise selbst aufmerksam machen. Sie berichten, der revisionistische US-Historiker Mark Weber sei am 27. Februar 1993

"zum Opfer einer Desinformationsoperation des Simon Wiesenthal Center geworden, bei welcher sich der Forscher Yaaron Svoray unter dem Pseudonym Ron Furey in einem Café mit Mark Weber traf, um über The Right Way zu diskutieren, eine Zeitschrift, die eigens darum gegründet worden war, um Neonazis dazu zu verleiten, sich zu erkennen zu geben." (S. 46f.)

Das prestigeträchtige Wiesenthal-Zentrum greift also zu den Mitteln des Betrugs und der Lüge! Ein gar wundersamer Zufall will es nun, daß einer unserer beiden Autoren, Alex Grobman, "Begründer und Herausgeber des Simon Wiesenthal Center Annual" ist, wie man auf dem Umschlag des Buchs lesen kann!

Der zweite Fall betrifft den jüdischen Ex-Revisionisten David Cole. 1997 veröffentlichte ein Robert J. Newman auf der Website der berüchtigten Jewish Defence League eine Anzeige mit dem Titel "David Cole: Monstruous Traitor" (David Cole: Monströser Verräter), die wie eine auf Cole ausgesetzte Kopfprämie formuliert war. Der Anvisierte begriff sehr gut, in welcher Gefahr er schwebte ("es wurde ihm angst und bange um sein Leben und er fürchtete, jemand werde ihn ausfindig machen und niederschießen"), und widerrief seine revisionistischen Ansichten eilends (S. 72f).[26]

Zur Lüge und dem Betrug kommen also auch noch Drohungen hinzu!

Zweiter Teil: Die "konvergierenden Beweise" für die Gaskammern

1. Die sechs Kategorien "konvergierender Beweise"

In ihrem sechsten Kapitel, das sich hauptsächlich mit Auschwitz, jedoch auch mit Majdanek und Mauthausen auseinandersetzt, schicken die Autoren sich an, zu "beweisen, daß Gaskammern und Krematorien zum Völkermord benutzt wurden" (S. 126). Sie legen sechs Kategorien von Beweisen vor, die ihrer Ansicht nach "in ihrer Gesamtheit auf eine Erhärtung dieser Schlußfolgerung hinauslaufen" (S. 128).

Nehmen wir diese "Beweise" nun unter die Lupe:

"1. Schriftliche Dokumente - Bestellungen für Zyklon-B (der Firmenname für Zyanidwasserstoffgas, das auf Kügelchen aus poröser Erde adsorbiert ist), architektonische Baupläne und Bestellungen von Baumaterial zur Errichtung von Gaskammern und Krematorien;

2. Zyklon-B-Gas-Spuren [sic!] an den Wänden der Gaskammern in mehreren Lagern;

3. Augenzeugenberichte - Erzählungen von Überlebenden, Tagebücher jüdischer Sonderkommandoangehöriger sowie Geständnisse von Wächtern und Kommandanten;

4. Bodenaufnahmen - nicht nur solche der Lager, sondern auch solche von brennenden Leichen (heimlich hergestellte und aus Auschwitz geschmuggelte Fotografien);

5. Luftaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Häftlinge auf die Gebäude mit den Gaskammern/Krematorien zu getrieben werden, und die mit den Bodenaufnahmen übereinstimmen sowie die Struktur der Gaskammern und Krematorien erkennen lassen;

6. Die heute noch existierenden Ruinen der Lager, im Licht der oben erwähnten Beweisquellen untersucht." (S. 127f.)

Ehe ich diese angeblichen konvergierenden Beweise bezüglich der Lager Auschwitz, Majdanek und Mauthausen Punkt für Punkt in allen Einzelheiten widerlege, sei es mir gestattet, einige Klärungen allgemeiner Natur hinsichtlich ihrer Natur und ihres Wertes vorzunehmen.

Zu den Zyklon-B-Bestellungen machen die beiden Verfasser keine näheren Angaben. Sie beschränken sich darauf, auf S. 133 den Satz "Bestellungen für Zyklon-B-Gas" zu wiederholen, und schon ist ein "konvergierender Beweis" herbeigezaubert! Doch selbst wenn sie das Argument deutlicher formuliert hätten (was ihre Fähigkeiten offenbar überstieg), wäre dieser "Beweis" dennoch nichts weiter als eine hochkarätige Eselei. Zyklon-B wurde unbestrittenermaßen in allen deutschen Konzentrationslagern zur Entwesung eingesetzt - wie kann man da aus den Bestellungen dieses Pestizids folgern, es sei zur Menschentötung verwendet worden? Um beispielsweise nochmals auf Kurt Gerstein zurückzukommen, der "in die Bestellung von Zyklon-B-Gas verwickelt war" (S. 59), so gibt es zwölf auf seinen Namen ausgestellte Rechnungen seitens der Degesch (Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung), aus denen hervorgeht, daß er vom 16. Februar bis zum 31. Mai 1944 2.370 Kilo Zyklon-B bestellt hatte, von denen jeweils 1.185 kg - also die Hälfte - für Auschwitz und Oranienburg bestimmt waren.[27] Für Oranienburg (Sachsenhausen) wird von niemandem eine Massentötung in Gaskammern mittels Zyklon-B geltend gemacht - wie kann man also Zyklon-B-Lieferungen nach Auschwitz als Beweis für einen Massenmord betrachten?

Auch bezüglich der "architektonischen Baupläne und Bestellungen von Baumaterial zur Herstellung von Gaskammern und Krematorien" (damit wird unterstellt, es gebe Dokumente über den Bau von Menschentötungsgaskammern, was falsch ist) flüchten sich unsere beiden Verfasser in beredtes Schweigen. Über die Krematoriumsöfen verfügen wir freilich eine höchst umfangreiche Dokumentation, doch nicht über einen einzigen Beweis dafür, daß sie zur Einäscherung der Leichen Vergaster gedient hätten. Die vorhandene Dokumentation belegt geradezu das genaue Gegenteil: Weder die Kokslieferungen noch die Benutzungsdauer des Schamottmauerwerks der Muffeln hätten die Verbrennung einer Anzahl von Leichen ermöglicht, die wesentlich über derjenigen eines natürlichen Todes gestorbener Häftlinge gelegen hätte.[28] Dies ist einer der konvergierenden Beweise für die Nichtexistenz von Menschentötungsgaskammern - was Shermer und Grobman selbstverständlich verschweigen.

Auf die "Zyklon-B-Gas-Spuren" komme ich an späterer Stelle noch zu sprechen.

Ich habe bereits anhand etlicher Beispiele veranschaulicht, wie die offizielle Geschichtsschreibung die "Konvergenz" der Zeugenaussagen schafft. Sie tut dies in erster Linie dadurch, daß sie einzelne Auszüge aus den Augenzeugenberichten extrapoliert und augenscheinliche Ungereimtheiten, die in diesen zutage treten und laut Punkt 2 der von Shermer und Grobman verkündeten methodischen zehn Gebote deren Glaubwürdigkeit zunichte machen, einfach unter den Tisch kehrt. Zweitens verschweigen sie, daß sich die Zeugenaussagen bezüglich zentraler Punkte aufs krasseste widersprechen. Im Zusammenhang mit den "Verbrennungsgruben" werden wir schon bald auf einen weiteren Fall dieser falschen "Konvergenz" stoßen.

Die "Bodenaufnahmen", auch jene, welche "brennende Leichen" zeigen, liefern auch nicht die Spur eines Beweises für die behauptete Massentötung in Gaskammern, denn es gab in Birkenau durchaus Freiluftverbrennungen, wenn die Krematorien zeitweilig außer Betrieb waren oder wenn es an Koks zu deren Heizung fehlte, was ich schon an anderer Stelle dargelegt habe.[29] Es ist kein Zufall, daß die beiden Verfasser auch diesen "Beweis" nicht weiter verfolgen.

Auf die Luftaufnahmen gehe ich später ein.

Was zu guter Letzt die "heute noch existierenden Ruinen der Lager" betrifft, so beweisen diese hinsichtlich der angeblichen Menschenvergasungen rein gar nichts. Daß sich Shermer und Grobman in diesem Punkt durch ganz besonders krasse Unwissenheit auszeichnen, verbessert ihre Position in keiner Hinsicht.

Gehen wir nach diesen Bemerkungen nun zu jenen "Beweisen" über, welche die beiden Verfasser immerhin mit Argumenten zu untermauern versuchen.

2. Die Gaskammern von Auschwitz

2.1. Die "Zyklon-B-Spuren"

Die Diskussion der "Beweise" beginnt mit einem Paragraphen namens "Zyklon-B-Spuren" (S. 129). Wie bereits mehrfach betont, ist dieser Ausdruck sinnlos und beweist, daß Shermer und Grobman in dieser Frage selbst mit den elementarsten Begriffen nicht vertraut sind. Selbstverständlich sind die "Zyklon-B-Spuren" in Wirklichkeit Zyanidspuren, also etwas ganz anderes. Auf diesem Gebiet ist die unbestrittene - nicht nur revisionistische - Autorität Germar Rudolf, von Beruf Chemiker und Verfasser einer sorgfältigen wissenschaftlichen Expertise über die "Gaskammern" von Auschwitz.[30]

In diesem Gutachten behandelt er die Struktur der Entwesungsanlagen in Auschwitz (Kapitel 1), die Bildung und Stabilität von Eisenblau (Preußisch Blau, Eisen-Cyanoferrat, Kapitel 2) sowie die Prozedur der Blausäureentwesung (Kapitel 3). Rudolf hat außerdem dem Mauerwerk der Blausäureentwesungskammern sowie der angeblichen Menschentötungsgaskammern von Birkenau eine Anzahl von Proben entnommen, deren Analyse ergab, daß jene aus den Entwesungskammern bis zu 13.500 mg/kg, jene aus einer vermeintlichen Hinrichtungsgaskammer (Leichenkeller 1 des Krematorium II) jedoch nur bis zu 6,7 mg/kg Cyanid enthielten. Diese Ergebnisse werden - zusammen mit jenen der zuvor durchgeführten chemischen Gutachten - in Kapitel 6 vorgelegt. Nach seinen Schlußfolgerungen (Kapitel 6) präsentiert Rudolfs Studie eine umfassende Kritik der Gegenexpertisen, die von den Anhängern der These von den Menschentötungsgaskammern erstellt worden sind (ebenfalls Kapitel 6).

Shermer und Grobman erledigen diese fundamentale Studie mit ein paar nichtssagenden Sprüchen und bringen es sogar noch fertig, den Namen des Verfassers "Rudolph" zu schreiben. Sie standen vor dem Dilemma, zwischen einer früheren, in mancher Hinsicht unbestreitbar fragwürdigen Studie (jener Fred Leuchters) und einer weit bedeutsameren, wissenschaftlich zweifelsfrei wertvollen wählen zu müssen, und sie entschieden sich dafür, sich auf die erste einzuschießen und die zweite fast ganz totzuschweigen. Somit haben sie eine Selektion vorgenommen, die ihrer Ausgangsthese förderlich war. Doch selbst bei der Erörterung des Leuchter-Gutachtens treiben die von den beiden Verfassern angeführten Argumente jeden die Wände hoch, der in dieser Frage auch nur ein Mindestmaß an Sachkenntnis besitzt. So liest man auf S. 131:

"Faurisson verweist darauf, daß es in gewöhnlichen, mit Blausäure entwesten Gebäuden ebenso Zyklon-B-Spuren gibt wie in den Gaskammern; er folgert daraus, daß Zyklon-B-Spuren keinen Beweis für die Existenz von Menschentötungsgaskammern liefern. Laut dem Apotheker und Fachmann für Vernichtungslager Jean-Claude Pressac ergibt Faurissons Argumentation aber keinen Sinn, weil Gebäude und Leichenhallen normalerweise mit Antiseptika desinfiziert werden, ob diese nun fest (Kalk, Kalkchlorid), flüssig (Bleichmittel, Kresol) oder gasförmig (Formaldehyd, Schwefelanhydrid) sind" (Hervorhebung von mir)

Wenn hier etwas "keinen Sinn ergibt", dann ist es ein solches Argument, weil Faurisson zwar von "Desinfektionsgaskammern" sprach, aber eindeutig "Blausäureentwesungsgaskammern" meinte. Der "Gegenbeweis" der offiziellen Historiker beruht also auf einem banalen terminologischen Unterschied! Eine solche Argumentation ist schon darum unehrlich, weil auch in Danuta Czechs Kalendarium für Zyklon-B-Entwesung fälschlich der Begriff "Desinfektion" (statt Entwesung) gebraucht wird,[31] ohne daß es einem der offiziellen Historiker einfiele, daraus zu folgern, daß dies "keinen Sinn ergibt".

2.2. Die angebliche Löslichkeit von Eisenblau

Auf S. 132 behaupten die beiden Verfasser, die Ruinen der angeblichen Menschentötungsgaskammern seien "den Elementen mehr als ein halbes Jahrhundert lang schutzlos preisgegeben gewesen" und unterstellen somit, das auf ihren Mauern vorhandene Eisenblau habe sich aufgelöst. Sie verweisen anschließend auf ein Argument David Coles, der

"einräumt, daß die bestehenden Ruinen den Elementen ausgesetzt waren, jedoch die Frage aufwirft, weshalb immer noch blaue Zyklon-B-Flecken auf der Außenwand der Ziegelsteingaskammer von Majdanek vorhanden sind, gegen welche die Nazis entweste Decken und Kleider schlugen, um die Gasrückstände zu entfernen."[32] (S. 132)

Shermer und Grobman kommentieren:

"Hätten diese blauen Flecken nicht wie in Auschwitz von der Witterung weggewaschen werden müssen? Seine Frage tönt vernünftig, doch als wir Majdanek aufsuchten, konnten wir sehen, daß die Blaufärbung an der Außenseite der Ziegel nur sehr schwach ist. Außerdem hat ein überhängendes Dach die Ziegel vor Regen und Schnee geschützt, so daß die Ziegel in Majdanek der Witterung weit weniger ausgesetzt waren als der ungeschützte Schutt in Auschwitz" (S. 132)

Nun stimmt es durchaus, daß die Eisenblauspuren an den Außenmauern der beiden Entwesungskammern innerhalb der Baracke "Bad und Desinfektion I" von Majdanek nur schwach zu sehen sind, doch daß die Deutschen zwecks Entfernung der Gasrückstände Kleider und Decken gegen diese Mauer geschlagen haben sollen, ist falsch. Auf dieses Thema komme ich noch zurück. Zudem trifft keineswegs zu, daß die betreffende Mauer jahrzehntelang, wie die Autoren unterstellen, denn sonst wäre das Argument allzu fadenscheinig, von einem überhängenden Dach geschützt worden ist. Dieses Dach befand sich nämlich bereits zum Zeitpunkt der Befreiung des Lagers (Juli 1944) im Zustand des Abbruchs; die Mauer war schon damals den Unbilden der Witterung ausgesetzt[33] und ist es bis heute geblieben.

Am befremdlichsten ist an der Antwort der beiden Verfasser aber nicht so sehr das, was sie sagen, sondern das, was sie verschweigen - die Tatsache nämlich, daß in Birkenau, nur etwas über 300 m von den Ruinen der Krematorien II und III entfernt, die beiden Außenwände (Nord und Süd) der Entwesungskammer des Bauwerk 5b große und intensive Eisenblauflecken aufweisen (in geringerem Umfang trifft dies auch auf die Mauern der Entwesungskammer des Bauwerk 5a zu). Diese Mauern sind seit jeher vollständig der Witterung ausgesetzt. Darauf hat schon Jean-Claude Pressac hingewiesen und die Flecken fotografiert.[34] G. Rudolfs umfangreiche Beweisführung der außerordentlichen Witterungsresistenz von Eisenblau schließlich wird ebenso totgeschwiegen.[35] Shermer und Grobman vertuschen also nicht nur gezielt jene Beweise, die ihre Behauptungen widerlegen, sondern versuchen, letztere mit Scheinbeweisen zu untermauern.

3. Verschwundene Türen und "Schlösser"

Auf S. 132 greifen die Verfasser ihrer Behandlung der angeblichen Menschentötungsgaskammer von Mauthausen vor; sie schreiben:

"Wenn eine Frage oder Aussage keinerlei Bezug zur Realität hat, wird sie schlicht und einfach zum rhetorischen Kunstgriff und erfordert keine Antwort. Man nehme - um ein weiteres Beispiel anzuführen - etwa Coles Behauptung, die Tür der Gaskammer von Mauthausen lasse sich nicht abschließen. Es trifft zwar zu, daß sich die heutige Tür nicht abschließen läßt, doch ist dies nicht von Belang, weil es sich nicht um die Originaltür handelt. Um dies zu ermitteln, brauchten wir nichts weiter zu tun, als zu fragen."

36 Seiten später erläutern sie, die "Originaltür der Gaskammer" befinde sich heutzutage "in einem Museum" (S. 168). Welches Museum dies aber sein soll, und welcher dokumentarische Beweis dafür vorliegt, daß ein solches angebliches Museums-Exponat denn wirklich im Kriege in Mauthausen an der behaupteten Stelle installiert war, dazu machen Shermer und Grobman keine Angaben.

Somit ist die Tür der Gaskammer nicht die ursprüngliche: diese befindet sich ja "in einem Museum", und um dies zu wissen, reicht es, zu "fragen". Wie man sieht, berufen sich die beiden Verfasser, die sich so viele Gedanken über die Zuverlässigkeit der von den Revisionisten angeführten Quellen machen, hier auf Informationen, deren Glaubwürdigkeit über jeden Zweifel erhaben ist...

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die Herren Shermer und Grobman mit keiner sonderlich guten Beobachtungsgabe gesegnet sind. Sie haben zwar die "Gaskammer" von Mauthausen besucht und auch eine von ihnen selbst hergestellte Aufnahme dieses Raums veröffentlicht, jedoch die Kleinigkeit übersehen, daß der Raum zwei Türen besitzt - was ergibt es da für einen Sinn, zu behaupten, "die Tür" (Singular) der Gaskammer sei nicht die ursprüngliche? Ein prägnanteres Beispiel für eine "Aussage, die keinerlei Bezug zur Realität hat" und deshalb "schlicht und einfach zum rhetorischen Kunstgriff wird", kann man sich schwerlich vorstellen! Im vorliegenden Fall enthüllt dieser "Kunstgriff" die krasse Unwissenheit der beiden Verfasser (wie übrigens auch jene David Coles): Alle drei wähnen nämlich, eine Gaskammer sei mit einem "Schloß" ausgestattet. In Wirklichkeit wurden gasdichte Türen mit Hebeln geschlossen, welche mit Einspurungen versehen waren und sich auf ins Metallwerk der Türen eingeschweißten Platten befanden. Dies kann man am Beispiel sämtlicher Entwesungskammern in Majdanek klar und deutlich erkennen. Auch Shermer und Grobman haben diese Vorrichtungen gesehen und sogar fotografiert (Foto 29 auf S. 167), jedoch offenbar nicht kapiert, was sie da fotografierten.

4. Die "Rekonstruktion" des Krematorium I von Auschwitz

Immer noch auf S. 132 schreiben die Verfasser:

"Wie verhält es sich nun mit den von Cole, Leuchter und Faurisson angeführten 'Beweisen', beispielsweise ihrer 'Erkenntnis', daß die Zyklon-B-Rückstände in der Gaskammer des Krematoriums I in Auschwitz (dem Stammlager, das auf dem Gelände einer polnischen Kaserne errichtet worden war) nicht hoch genug seien, um sich mit einer Massenvernichtung vereinbaren zu lassen? Bezeichnenderweise unterlassen sie in ihren Schriften den Hinweis darauf, daß dieses Gebäude rekonstruiert worden ist, wobei man sowohl Originalmaterial als auch Material von anderen Gebäuden verwendete. Wer weiß, was sie bei ihren Nachforschungen tatsächlich 'untersucht' haben?"

Hier greifen die Autoren zu einer direkten Lüge. Jeder, der die Geschichte von Auschwitz einigermaßen kennt, weiß nämlich, daß das Krematorium I nie abgerissen und folglich auch nie rekonstruiert worden ist. Die von Shermer und Grobman angeführte Quelle ist das Buch von Deborah Dwork und Robert Jan van Pelt[36] (Fußnote 35 auf S. 275), in dem zwar in der Tat von einer "Rekonstruktion" des Krematorium I die Rede ist, jedoch klargestellt wird, daß diese nur den Kamin, die beiden Verbrennungsöfen und die vier Zyklon-B-Einwurfluken im Dach der (angeblich als Gaskammer genutzten) Leichenhalle betreffe, die - so Dwork und van Pelt - so rekonstruiert worden seien, daß sie den Originalzustand wiedergäben (was nebenbei gesagt falsch ist). Die "Gaskammer" selbst ist niemals zerstört worden und bedurfte folglich auch keiner "Rekonstruktion". Damit man ihre Lüge nicht allzu leicht bemerkt, haben Shermer und Grobman die betreffende Seite im Buch Dworks und van Pelts "irrtümlicherweise" falsch angegeben und statt "Seite 364" "S. 272-282" geschrieben!

5. Eine "im Originalzustand befindliche", nein, rekonstruierte Gaskammer!

Die beiden Verfasser setzen dem Schwindel mit folgenden Ausführungen die Krone auf:

"David Cole behauptet in seinem anläßlich des Besuchs in Auschwitz gedrehten Videofilm dramatisch, er habe den Museumsdirektor dazu gebracht, zu 'gestehen', daß die Gaskammer eine Rekonstruktion sei und die unwissende Öffentlichkeit somit belogen werde. Dies ist eine für die Leugner typische Übertreibung und ideologisch motiviertes Hurrageschrei. Niemand in Auschwitz - von den Führern bis zum Direktor - stellt in Abrede, daß die dortige Gaskammer eine Rekonstruktion ist. Ein Besucher braucht nur zu fragen." (S. 133)

Dies mag sogar stimmen, gilt jedoch erst für den Zeitraum des Besuchs der beiden Autoren in Auschwitz (Ende der neunziger Jahre). 1992, als David Cole das Lager aufsuchte, verhielt es sich keineswegs so. Dies wissen Shermer und Grobman sehr wohl, denn in dem von ihnen erwähnten Videofilm hat Cole, den Ratschlag der beiden Autoren offenbar vorausahnend, eine Führerin namens Alicia "gefragt". Hier der wichtigste Teil ihres Gesprächs:[37]

"Hier, vor der Gaskammer, fragte ich Alicia nach der Authentizität dieses Gebäudes.

Cole: Reden wir doch einmal über dieses Gebäude hier.

Alicia: Das ist ein Krematorium/eine Gaskammer.

Cole: Handelt es sich um eine Rekonstruktion?

Alicia: Es [das Gebäude] befindet sich im Originalzustand.

Somit hat Alicia ganz klar festgehalten, die Gaskammer befinde sich im Originalzustand. Nachdem wir das Gebäude betreten hatten, fragte ich speziell nach den Löchern in der Decke.

Cole: Sind das die vier ursprünglichen Löcher in der Decke?

Alicia: Es ist der Originalzustand. Durch diesen Kamin wurde Zyklon B eingeworfen."

Noch 1995 erklärte Krystyna Oleksy, Angehörige der Museumsleitung, dem Journalisten Eric Conan bezüglich der angeblichen Gaskammer im Krematorium I:[38]

"Momentan beläßt man sie im gegenwärtigen Zustand und liefert dem Besucher keine Erklärung. Es ist zu kompliziert."

Somit durften die Führer den Besuchern nicht sagen, daß an diesem Raum bautechnische Veränderungen vorgenommen wurden, um den Glauben zu erwecken, es handle sich um eine im Originalzustand befindliche Gaskammer! Wir haben es hier also nicht mit einer "für die Leugner typischen Übertreibung" zu tun, sondern mit einer für Shermer und Grobman typischen Lüge.

6. Die Dokumente

Gehen wir als nächstes zu der angeblichen Erhärtung des Massenmordes durch "Dokumente und Bodenaufnahmen" (S. 133) über.

Die Autoren erwähnen (auf S. 137) den bekannten, vom 29. Januar 1943 stammenden Brief Bischoffs an Kammler, wobei sie Bischoff, den Chef der Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz, zum "Sturmbannführer" befördern, obgleich er - wie sich übrigens diesem Brief entnehmen läßt - den Grad eines SS-Hauptsturmführers bekleidete, und Hans Kammler, den Chef der Amtsgruppe C des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamtes (WVHA), in "Heinz Kammler" umtaufen.

Statt sich bei ihren Untersuchungen auf das Originaldokument zu stützen, verlassen sich Shermer und Grobman auf eine Quelle aus zweiter Hand, nämlich Gerald Reitlinger (Fußnote 38 auf S. 275). Der im Brief auftauchende Ausdruck "Vergasungskeller" wurde von Reitlinger als "Menschentötungsgaskammer" übersetzt. Diese Übersetzung hat Pressac als "unverantwortlich" angeprangert:[39]

"obschon 'Gaskammer' richtig war, gab es keinen Beweis dafür, daß es sich um eine solche zur Menschentötung handelte."

Auf S. 137 schreiben die Verfasser ferner:

"Am 6. März 1943 bezog sich Bischoff auf eine gasdichte Tür für Krematorium III, ähnlich jener für Krematorium II, zu der ein Guckloch mit dickem Glas gehören sollte."

In Wirklichkeit trägt das Originaldokument das Datum des 31. März 1943. Shermer und Grobman zitieren einen Ausschnitt daraus, übersetzen aber den Ausdruck "Leichenkeller I" fälschlicherweise mit "Keller I". Die angegebene Quelle (Fußnote 39 auf S. 275) ist Pressacs erstes Buch über Auschwitz, in dem die Originaldokumente abgelichtet sind.[40]

Anschließend kommentieren die Autoren:

"Wozu brauchte es überhaupt ein Guckloch mit dickem Glas, wenn in diesem Raum nichts weiter getan wurde, als Kleider zu entlausen? Obwohl die Existenz des Gucklochs an und für sich noch nichts 'beweist', ist es ein Indiz mehr für die These, daß diese Kammern zur Ermordung von Menschen dienten." (S. 137)

Diese trügerische Schlußfolgerung wird freilich durch das Buch, dem Shermer und Grobman das betreffende Dokument entnommen haben, ganz unzweideutig widerlegt. Pressac hat nämlich die Fotografie einer gasdichten Tür der Blausäureentwesungskammer im sogenannten "Kanada I" (Bauwerk 28, "Entlausungs- und Effektenbaracke") veröffentlicht, und zwar mit folgendem Kommentar:[41]

"Die gasdichte Tür der Entlausungsgaskammer von Kanada I. Sie wurde von den DAW (Deutsche Ausrüstungswerke) erstellt und ist sehr rudimentär. Sie besitzt ein Guckloch und einen Griff zu ihrer Öffnung."

Pressac präsentiert sogar eine Vergrößerung dieses Gucklochs.[42] Ein solches befindet sich auch in der gasdichten Tür der Entwesungskammer im Block 1 von Auschwitz, von der Pressacs Buch sechs Aufnahmen enthält.[43] Laut den damals geltenden Bestimmungen war es streng verboten, eine Entwesungskammer allein zu betreten. Wer immer eine solche betrat, mußte von wenigstens einer zweiten Person beobachtet werden, die ihm im Falle eines Unglücks gleich zur Hilfe eilen konnte. Dies erklärt das Vorhandensein von Gucklöchern in den Türen der Entwesungskammern.[44]

In diesem Fall haben Shermer und Grobman also nicht bloß gegen ihre methodischen Gebote verstoßen, indem sie nur Argumente für und keine gegen ihre These suchten, sondern jene Beweise, die ihre falsche Schlußfolgerung zunichte machen, bewußt unter den Tisch fallen ließen, indem sie dem Buch Pressacs nur gerade das entnahmen, was ihnen in den Kram paßte!

7. Die "Zeugenaussagen"

Ein weiterer "konvergierender Beweis" sind angeblich die "Zeugenaussagen über Massenmorde" (S. 137). Die Verfasser berufen sich auf das berühmte "Geständnis" Pery Broads, das dieser am 13. Juli 1945 verfaßte und dem britischen Geheimdienst zur Verfügung stellte. Sie schreiben hierzu:

"Im April 1959 trat Broad als Zeuge bei einem Prozeß gegen gefangengenommene SS-Angehörige, die in Auschwitz Dienst getan hatten, in den Zeugenstand; er bekannte sich als Autor der Denkschrift, bestätigte deren Richtigkeit und widerrief nichts." (S. 137)

Beim Frankfurter Auschwitz-Prozeß hat Broad aber ausgesagt:[45]

"Ich habe 1945 einen Bericht über Auschwitz geschrieben und diesen im britischen Camp Munsterlager den Engländern übergeben. Dort wurde eine Abschrift meines Berichtes angefertigt. Ich habe mir die hier vorgelegte Fotokopie flüchtig angesehen. Einiges stammt von mir, einiges dürften andere ergänzt haben, einiges ist falsch."

Nach der Lektüre des Berichts sagte Broad:[46]

"Einzelne Teile erkenne ich einwandfrei als meine Aufzeichnungen wieder, aber nicht das Dokument in vollem Umfang."

Es stimmt zwar, daß Broad jene Abschnitte, in denen von Menschenvergasungen die Rede ist, als von ihm stammend anerkannt hat,[47] doch war er zu jenem Prozeß nicht als Angeschuldigter, sondern als Zeuge aufgeboten worden, und hätte er den Mut aufgebracht zu erklären, jene Stellen stammten nicht von ihm, wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit selbst auf der Anklagebank gelandet.[48]

Die beiden Verfasser machen geltend, revisionistische Historiker hätten hervorgehoben, daß die Dauer einer Menschenvergasung laut Broad vier Minuten, laut Höß aber zwanzig Minuten betragen habe, und fahren fort:

"Aufgrund solcher Divergenzen tun die Leugner Broads Bericht in seiner Gesamtheit als unglaubhaft ab." (S. 138)

Der Grund dafür, daß die Revisionisten Broads Bericht für unglaubwürdig halten, liegt wahrhaftig nicht nur in "solchen Divergenzen"! Übrigens stufen auch ein Pierre Vidal-Naquet und ein Jean-Claude Pressac dieses Dokument als zweifelhaft ein. Ersterer schrieb:[49]

"In der Dokumentation über Auschwitz gibt es Zeugenaussagen, die den Eindruck erwecken, ihre Urheber hätten sich ganz dem Sprachgebrauch der Sieger angepaßt. Dies gilt zum Beispiel für den SS-Mann Pery Broad, der 1945 für die Engländer eine Denkschrift über Auschwitz erstellte, wo er als Angehöriger der Politischen Abteilung, also der Gestapo, Dienst getan hatte. Er spricht von sich selbst in der dritten Person."

Pressac meint:[50]

"Historisch gesehen ist dieser Bericht in der uns vorliegenden Form trotz seiner 'wahren' und nur allzu 'realistischen' Atmosphäre nicht beweiskräftig, weil er von den Polen und für sie umgeschrieben und ausschließlich von ihnen verbreitet worden ist."

Pressac führt anschließend aus, das Auschwitz-Museum sei nicht im Besitz des Originaldokuments, von dem man nicht wisse, wo es sich befinde. In seinem zweiten Buch schreibt Pressac:[51]

"[Broad] ergibt sich im Mai [1945] den Briten und stellt sich in ihre Dienste. Aus der Erinnerung verfaßt er einen Bericht, dessen eigenartige Formulierung ihm wahrscheinlich von einem Polen aus London angeraten wurde, mit dem er im Munsterlager Kontakt hatte. Er denunziert alle anderen, um die eigene Haut zu retten, und tritt in den Prozessen von Nürnberg und Hamburg ebenso wie in dem gegen Bruno Tesch als Zeuge auf."

Folglich stützen sich Shermer und Grobman, die - mit Fug und Recht - von den Revisionisten eine Überprüfung der Glaubwürdigkeit ihrer Quellen fordern, auf ein Dokument, dessen Original kein Mensch je zu Gesicht bekommen hat, dessen Ton eine polnische Handschrift verrät und von dem der Verfasser selbst gesagt hat, es stamme nur teilweise von ihm! So etwas verstehen die beiden Autoren unter einer "glaubwürdigen Quelle"!

Als "konvergierenden Beweis" führen sie anschließend die "Geständnisse" des ersten Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß an. Sie schreiben:[52]

"Höß machte seine Aussage am 5. April 1946. Wahrscheinlich kannte er die Denkschrift Perry Broads nicht (und dieser die Aussage von Höß ebensowenig)." (S. 139, Hervorhebung von mir.)

Anschließend führen sie aus:

"Nachdem Höß schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden war, verfaßte er ein 250 Seiten starkes Manuskript, welches sowohl seine frühere Zeugenaussage als auch die Angaben Broads bestätigt." (S. 139)

In Wirklichkeit wurde das Urteil im Höß-Prozeß am 2. April 1947 gefällt, und er wurde zwei Wochen darauf, am 16. April, hingerichtet. Seine Aufzeichnungen aus dem Krakauer Gefängnis stammen aus dem Zeitraum vom November 1946 bis zum Februar 1947. Es ist schlicht und einfach unglaublich, daß Shermer und Grobman selbst über dermaßen elementare Fakten nicht Bescheid wissen. Außerdem "vergessen" sie, darauf hinzuweisen, daß Höß bereits gegenüber den Briten ein erstes "Geständnis" abgelegt hatte, das er dann in polnischer Haft wie folgt kommentierte:[53]

"Unter schlagenden Beweisen kam meine erste Vernehmung zustande. Was in dem Protokoll drin steht, weiß ich nicht, obwohl ich es unterschrieben habe. Doch Alkohol und Peitsche waren auch für mich zuviel."

Martin Broszat, Herausgeber der Höß-Aufzeichnungen, vermerkt in einer Fußnote:[54]

"Es handelt sich um ein 8seitiges, maschinenschriftliches Protokoll, das Höß am 14.3.1946 2,30 Uhr unterschrieb (= Nürnbg. Dok: NO-1210). Inhaltlich weicht es nirgends ersichtlich von dem ab, was Höß später in Nürnberg oder in Krakau aussagte bzw. niederschrieb."

Dementsprechend ist das erste "Geständnis" des Rudolf Höß, in dem alle wesentlichen Elemente seiner folgenden "Geständnisse" bereits enthalten sind, von den Briten verfaßt worden, die ihn verhörten!

Auch ein weiteres entscheidendes Argument gegen ihre Thesen haben Shermer und Grobman anzuführen "vergessen" - die Tatsache nämlich, daß Höß von den Briten gefoltert worden ist. Daran kann heute kein Zweifel mehr bestehen:[55] Der Leiter des Folterteams, Bernard Clarke, hat sich ausdrücklich zu seiner Tat bekannt, und Jean-Claude Pressac sowie der ehemalige Spiegel-Redakteur Fritjof Meyer haben die Folterung von Höß als historische Tatsache akzeptiert. Pressac schrieb:[56]

"Im März 1946 wird er von den Engländern festgenommen mehrmals heftig verprügelt und kommt nur knapp mit dem Leben davon."

F. Meyer formulierte denselben Sachverhalt wie folgt:[57]

"Nach drei Tagen Schlafentzug, gefoltert, nach jeder Antwort verprügelt, nackt und zwangsweise alkoholisiert [...]"

Zu guter Letzt führen die Autoren noch das Tagebuch von Dr. Johann Paul Kremer an (S. 139), obgleich die von diesem erwähnten "Sonderaktionen", wie ich schon früher dargelegt habe,[58] nichts mit Ausrottungsaktionen zu tun hatten. Sie machen geltend, Dr. Kremer habe "im Dezember 1947 in Krakau beim Prozeß gegen die Lagermannschaft von Auschwitz" klargestellt, daß unter einer "Sonderaktion" eine Menschenvergasung zu verstehen gewesen sei, und zitieren darauf einen Auszug aus seinem Verhör, das freilich nicht "im Dezember" 1947 stattgefunden hat, sondern am 18. August.

Die Gleichsetzung von "Sonderaktion" mit "Menschenvergasung" war - was Shermer und Grobman angesichts ihrer Unkenntnis der Thematik bestimmt nicht wissen, so daß man ihnen hier kaum böswilliges Verschweigen unterstellen darf - bereits in der Anklageschrift beim Prozeß gegen die Lagermannschaft von Auschwitz vollzogen worden, in der die Staatsanwaltschaft des Obersten Volksgerichtes von Warschau schrieb:[59]

"Während seines kurzen Aufenthalts in Auschwitz wohnte der Angeklagte Kremer vierzehnmal Tötungen (Vergasungen) bei. Zwischen dem 2. und dem 28. September [1942] nahm er an neun solchen 'Sonderaktionen' teil."

Hätte Dr. Kremer unter diesen Umständen Widerspruch eingelegt, so wäre er als unverbesserlicher Nazikriegsverbrecher eingestuft und hingerichtet worden. Er zog es also vor, der Staatsanwaltschaft nicht zu widersprechen, und dieser Strategie war auch Erfolg beschieden: Zwar wurde er zum Tode verurteilt (schließlich hatte er an der "Selektion" von Häftlingen mitgewirkt), doch wurde das Todesurteil dann in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt, und 1958 wurde er aus der Haft entlassen.

Shermer und Grobman gelangen zu folgender erstaunlicher Schlußfolgerung:

"Die Konvergenz der Aussagen von Broad, Höß und Kremer ist ein zusätzlicher Beweis dafür, daß die Nazis Gaskammern und Krematorien zur Massenvernichtung verwendet haben." (S. 140)

Ein vom britischen Geheimdienst sowie den Polen verfaßter oder zumindest umgemodelter Bericht, dessen Original kein Mensch je zu Gesicht bekommen hat, vom britischen Geheimdienst formulierte und mittels Folter erzwungene "Geständnisse" sowie von einer polnischen Staatsanwaltschaft von vornherein für "nachgewiesen" erklärte Behauptungen, die ein Angeklagter dann aus opportunistischen Gründen bestätigte, stellen für Shermer und Grobman also "konvergierende Beweise" dar! Unwissenschaftlicher kann man wohl kaum argumentieren.

Bezüglich der "Konvergenz" der Darlegungen von Broad und Höß behaupten die beiden Autoren, die revisionistischen Historiker rängen

"immer noch mit dem Problem, zu erklären, warum die beiden Aussagen so genau übereinstimmen." (S. 139)

Ganz abgesehen davon, daß es mit der "genauen Übereinstimmung" nicht weit her ist, ringen die Revisionisten durchaus nicht mit dem "Problem", zu erklären, warum sowohl Broad als auch Höß von einer Massenvernichtung durch Gas gesprochen haben. Schon während des Krieges kannte der britische Geheimdienst die von verschiedenen polnischen Widerstandsbewegungen verbreiteten phantastischen Berichte, welche von den Widerständlern an die in London residierende polnische Exilregierung weitergeleitet wurden. In der letzten Phase des Krieges oder unmittelbar nach dessen Ende wurden in mehreren Ländern "Kommissionen zur Untersuchung der nazistischen Kriegsverbrechen" aus der Taufe gehoben, welche die verschiedenen Zeugenaussagen sammelten und systematisch klassifizierten. Damals nahm die Geschichte von der "Todesfabrik" Auschwitz Konturen an.

Am 7. Mai 1945 veröffentlichte die sowjetische Untersuchungskommission für das Lager Auschwitz in der Prawda einen Bericht, der unter dem Titel "The Oswiecim Murder Camp" am selben Tag in englischer Übersetzung erschien.[60] Selbstverständlich kannte der britische Geheimdienst diese Quelle und wußten demnach recht genau, was die gefangengenommenen SS-Leute, die in Auschwitz stationiert gewesen waren, zu "gestehen" hatten. Dies ist der Grund für die "Konvergenz" der Zeugenaussagen von Broad und Höß bezüglich der angeblichen Menschenvergasungen in Auschwitz!

8. Die Luftaufnahmen

Als nächstes gehen Shermer und Grobman auf die Luftaufnahmen ein, die angeblich weitere Beweise für Massenvergasungen in Auschwitz liefern. Wie bereits erwähnt, behaupten sie, diese Aufnahmen bestätigten "die Struktur der Gaskammern und Krematorien". Bezüglich der Krematorien, deren Existenz ohnehin kein vernünftiger Mensch bestreitet, stimmt dies, doch ganz anders verhält es sich mit den "Gaskammern".

Die Autoren bilden in ihrem Buch einige Luftfotos ab, die ihnen zufolge eine "Konvergenz von Beweisen" für den angeblichen Massenmord darstellen, tatsächlich jedoch rein gar nichts beweisen. Betrachten wir die wichtigsten dieser Fotos, wobei wir mit Nr. 16 anfangen wollen. Shermer und Grobman kommentieren sie wie folgt:

"Diese Luftaufnahme vom 25. August 1944 läßt die Einzelheiten des Krematorium II (einschließlich des langen Schattens, den der Kamin wirft) sowie die angrenzende Gaskammer (unten Mitte, rechtwinklig zum Krematorium) erkennen. Auf dem Dach der Gaskammer beachte man die vier gezackten Schatten; es sind dies die Luken, durch welche - wie von Augenzeugen bekundet - die Zyklon-B-Kügelchen eingeschüttet werden konnten." (S. 145)

Wie bereits von anderen Forschern hervorgehoben worden ist,[61] sind auf der Aufnahme vom 25. August 1944 die Flecken auf dem Dach des Leichenkeller 1 von Krematorium II drei bis vier Meter lang, und jene auf dem Dach des Leichenkellers 1 von Krematorium III weisen eine Oberfläche von mindestens drei Quadratmetern auf, während die angeblichen Zykloneinwurfkaminchen 40 bis 50 cm hoch gewesen sein sollen.[62] Andererseits wirft der Kamin des Krematorium II, der ungefähr 16 m hoch war, einen Schatten von etwa 20 Metern, so daß die angeblichen Zykloneinwurfkaminchen einen solchen von ca. 60 cm hätten werfen müssen. Doch nicht genug damit. Die Achse sämtlicher Flecken verläuft in Nord-Süd-Richtung, wohingegen die Achse der Kaminchenschatten eine Ausrichtung in Richtung Nordost-Südwest besitzt. Schließlich läßt die Luftaufnahme vom 31. März 1944 auf dem Dach des Leichenkellers von Krematorium II[63] einen einzigen Flecken erkennen, und zwar am Westrand.[64]

Die Deutung der vier Flecken als Zyklon-B-Einwurfluken stößt auf dermaßen unüberwindliche Schwierigkeiten, daß derjenige unter den Verfechtern des orthodoxen Auschwitz-Bildes, der sich am ernsthaftesten mit dieser Frage befaßt hat, Charles D. Provan, hierzu einräumt:[65]

"Man mag von der Echtheit dieser Flecken denken, was man will, doch ob sie echt sind oder nicht, man kann sie unmöglich als 'Luken' deuten."

Gehen wir zu Luftaufnahme 17 über (immer noch auf S. 145). Shermer und Grobman schreiben:

"Man beachte, daß zwei Seiten der rechteckigen, unterirdischen Gaskammer einige Fuß über die Erdoberfläche hinausragen, direkt unter dem Kamin des Krematorium II. Auf dem Gaskammerdach gibt es vier kleine Gebilde, welche den schattenförmigen Markierungen auf den Luftfotos (Aufnahme 16) entsprechen."

Eine solche "Entsprechung" besteht freilich nur in der Phantasie der beiden Autoren. Wie Jean-Marie Boisdefeu mittels eines Diagramms dargelegt hat, erscheinen auf dem Dach der vermeintlichen Gaskammer nicht etwa vier, sondern nur drei Objekte (das vierte befindet sich außerhalb des Daches), und alle drei liegen in der Südhälfte der Decke, was sowohl der Lage der Flecken auf der Aufnahme vom 25. August 1944 als auch den Zeugenaussagen widerspricht.[66] Außerdem haben diese drei Objekte jeweils verschiedene Dimensionen.[67] Folglich kann es sich bei den drei Objekten ganz unmöglich um Zyklon-B-Einwurfkaminchen gehandelt haben. Diesen Schluß zieht auch C. D. Provan, der seinerseits ein Diagramm der Luftaufnahme gezeichnet hat; er schreibt:[68]

"Die Gegenstände sind [...] keine Giftgaskamine."

Aufnahme 18 auf S. 146 zeigt das Aussteigen deportierter ungarischer Juden aus einem Zug. Bei den Aufnahmen 19 und 20 (S. 147f.) handelt es sich um Vergrößerungen dreier Luftfotos, die in rascher Folge am 25. August 1944 hergestellt worden sind. Die beiden kurz hintereinander aufgenommenen Bilder, die zusammen Foto 19 ergeben, stehen auf dem Kopf! Eine Gruppe von Menschen marschiert zwischen den Bauwerken 5a und 5b (links) sowie den beiden diesen gegenüberliegenden Küchenbaracken, auf der Grenzlinie zwischen den Sektoren BIa und BIb (diese elementaren Fakten sind Shermer und Grobman freilich unbekannt). Die Marschkolonne überquert die Straße, welche in Ost-West-Richtung durch den Sektor BI des Lagers führte, und dementsprechend müßten die Bauwerke 5a und 5b zu ihrer Rechten und die Küchenbaracken zu ihrer Linken liegen. Auf den betreffenden Fotos verhält es sich aber umgekehrt, was bedeutet, daß hier oben unten ist. Aufnahme 20 läßt in drei Phasen drei Menschengruppen erkennen, die sich im äußersten Osten des Sektors BIa fortbewegen: Die erste befindet sich zwischen Baracke 27 und der Lagerumzäunung; die zweite schreitet auf der Straße zwischen den Baracken 24 und 30 (rechts) und 22-28 (links) einher; die dritte marschiert teils parallel zur zweiten, teils schlägt sie die Kurve rechts zwischen den Baracken 24 und 30 ein. Natürlich haben Shermer und Grobman von alle dem keine Ahnung, und es ist ihrer Aufmerksamkeit entgangen, daß auch diese drei Fotos im Verhältnis zu sämtlichen Plänen auf dem Kopf stehen, so daß die Krematorien unten liegen und der Ostzaun oben.

All diese Aufnahmen beweisen lediglich, daß es in Birkenau marschierende Häftlingskolonnen gab, was niemand bestreitet. Doch interpretieren die beiden Verfasser sehr viel mehr in Foto 21 (S. 149) hinein:

"Schließlich scheint Aufnahme 21 eine Gruppe von Menschen zu zeigen, die auf Krematorium V zu marschieren. Dies ist ein weiterer Beweis für die Realität der Massenmorde (siehe auch Aufnahme 22)." (S. 146)

Es sei gleich darauf verwiesen, daß auch die beiden Bilder, die zusammen Foto 21 ergeben, im Vergleich zu den Plänen von Birkenau auf dem Kopf stehen: Die Krematorien IV und V erscheinen dort unten statt oben. Noch schwerwiegender ist freilich, daß die Verfasser unglaublicherweise Krematorium V mit Krematorium IV verwechseln! Man braucht das Buch nur umzudrehen, um die normale Orientierung wiederherzustellen und die Krematorien IV und V oben, die Baracken des Effektenlagers ("Kanada") hingegen links zu sehen. Die mit einem Rechteck gekennzeichnete Zone zwischen den beiden Bildern zeigt eine Menschenkolonne. Diese befindet sich auf der Straße, welche das Effektenlager (links) vom Krematorium IV (rechts) trennte, und zwar genau vor den Baracken zwei bis acht. Rechts verlief die Straße längs eines Birkenhains, der westlich vom Krematorium V lag und in dem sich ein Löschteich befand.

Im Gegensatz zur Auffassung der beiden Autoren liefert diese Aufnahme auch nicht die Spur eines Beweises für die "Realität des Massenmords". Hätten sie sich die Mühe genommen, die Materie ein wenig gründlicher zu studieren, so wüßten sie, daß man im sogenannten Album von Auschwitz Abbildungen von Menschengruppen findet, die in diesem Hain vor dem Teich Rast machen.[69]

Ich habe schon an anderer Stelle darauf verwiesen, daß die Hypothese, wonach diese Menschen auf ihre Vergasung warten, weit weniger begründet ist als jene, sie befänden sich vor der Abreise aus dem Lager. Für letztere Annahme spricht nämlich, daß sie große Rucksäcke, Quersäcke sowie Kochtöpfe mit sich tragen.[70]

Die Anfang August 1944 nach Auschwitz deportierte italienische Jüdin Elisa Springer berichtet in ihren Erinnerungen, was nach dem Aussteigen des Transports in Auschwitz geschah:

"Wir gelangten zu einem mit Gras bewachsenen Platz, vor einem Birkenwäldchen. Dort wies man uns an, wir sollten uns hinlegen, und wir blieben die ganze Nacht dort, vor Kälte zitternd und im Schlamm hockend. [...] Früh morgens befahlen uns SS-Männer, begleitet von einigen Häftlingen in gestreiften Kleidern, wir sollten flugs aufstehen und aus dem Wald abmarschieren."

Anschließend, so die Springer, habe Dr. Mengele eine Selektion zwecks Trennung der arbeitsfähigen Häftlinge von den arbeitsunfähigen durchgeführt, und die erstgenannte Gruppe, darunter auch die Erzählerin, sei zum Baden und Entlausen in die Zentralsauna geführt worden.[71] E. Springer behauptet nicht ausdrücklich, die Arbeitsuntauglichen seien "vergast" worden, sondern läßt dies nur durchblicken, doch dies gehört zu den unvermeidlichen gruseligen Ausschmückungen solcher Zeugenaussagen, genau wie die Märchengeschichte von den flammenspeienden Kaminen.[72]

Abbildung 22 auf S. 150 zeigt laut den beiden Verfassern Krematorium V "mit den Gaskammern am hinteren Ende des Gebäudes", obgleich darauf in Wirklichkeit das Krematorium IV, von Westen her gesehen, zu erkennen ist. Sie schreiben, "die Gaskammern" hätten sich "am hinteren Ende des Gebäudes" befunden, doch liefert die Aufnahme keinerlei Stütze für diese Behauptung, und folglich ist der inkriminierende Beweiswert der Aufnahme null.

9. Die Deutung der Luftaufnahmen

Anschließend widmen die Autoren der "Deutung der Luftaufnahmen" (S. 150) einen Abschnitt, in dem ihre blamable Unkenntnis selbst der elementarsten Grundlagen der offiziellen Holocaust-Geschichtsschreibung grell zutage tritt. Sie behaupten, im Mai 1944, im Rahmen der Vorbereitung für die Deportation "einer halben Million Juden" nach Auschwitz (die genaue Zahl der deportierten ungarischen Juden betrug übrigens 437.402, von denen wenigstens 39.000 nicht nach Auschwitz, sondern an andere Orte gelangten[73]), habe "SS-Obersturmführer (Oberstleutnant) Werner Jothann"[74] unter anderem die Installierung "von [entgültigen] Aufzügen in den Krematorien II und III" angeordnet, "um die Leichen aus der Gaskammer in die Krematorien zu befördern" (S. 150f). Doch widerlegt die wichtigste Quelle, auf die sich die Verfasser stützen, diese Behauptung eindeutig.[75] Die Luftfotos, schreiben sie, könnten aus folgenden Gründen keine Beweise für die Ausrottung erbringen:

"Die Entkleidung, Vergasung und Kremierung erfolgte durchwegs im Inneren der Krematorien. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein alliiertes Flugzeug gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem Rauch aus den Kaminen oder aus einer Verbrennungsgrube unter freiem Himmel hochstieg, das Lager überflog, war sehr gering." (S. 151, Hervorhebung von mir.)

Ich gestatte mir hier, das Gedächtnis unseres Autoren-Tandems aufzufrischen, indem ich ihnen in Erinnerung rufe, was einer der prominentesten Vertreter des offiziellen Auschwitz-Bildes, Franciszek Piper, zur angeblichen Ausrottung der ungarischen Juden schreibt:[76]

"In der Anfangsphase der Ausrottung ungarischer Juden mußte Krematorium V aufgrund eines Ausfalls der Kamine stillgelegt werden. Als Ergebnis gelangte ein Teil der Leichen in Krematorium IV zur Einäscherung. Die restlichen - etwa 5000 innerhalb von 24 Stunden - wurden in den Verbrennungsgräben des im Frühjahr 1944 reaktivierten Bunkers 2 eingeäschert."

In noch grellerem Widerspruch zur These der beiden Verfasser stehen jedoch die Zeugenaussagen. Während der Deportation der ungarischen Juden gab es im Nordhof des Krematorium V laut H. Tauber fünf Verbrennungsgruben;[77] F. Müller spricht ebenfalls von fünf Gruben und gibt von zweien die Maße an (40 bis 50 × 8 m),[78] während sich C. S. Bendel mit drei Gruben von 12 × 6 m Größe begnügt[79] und M. Nyiszli überhaupt keine solchen erwähnt. Der sogenannte "Bunker 2" war laut Müller mit vier Gaskammern und vier Verbrennungsgruben ausgestattet,[80] wohingegen M. Nyiszli schreibt, es habe dort zwei 50 × 6 m große Verbrennungsgräben gegeben, in denen täglich 5.000 bis 6.000 Menschen (lebendig oder nach vorherigem Erschießen) verbrannt worden seien, jedoch nichts von einer Gaskammer oder Gaskammern in diesem Bunker weiß.[81] Wiederum ein wundersames Beispiel für die "Konvergenz der Beweise" nicht wahr?

Rekapitulieren wir: Im hier zur Diskussion stehenden Zeitraum müßten die Luftaufnahmen drei oder vier "Verbrennungsgräben" in Nordhof des Krematorium V sowie zwei oder vier solche in der Zone des sogenannten "Bunker 2" (außerhalb der Lagerumzäunung, ca. 200 m westlich der Zentralsauna) erkennen lassen. Shermer und Grobman teilen ihren Lesern mit, sie hätten sich an "Dr. Nevin Briant, Supervisor of Cartographic Applications and Image Processing Applications at NASA's Jet Propulsion Laboratory" gewandt und die Luftfotos von Birkenau mittels "digitaler Technik" analysieren lassen. Sie fügen hinzu:

"Die Negative der Aufnahmen wurden im Computer in digitale Daten umgewandelt und dann mit Softwareprogrammen, wie sie die NASA für Luft- und Satellitenbilder verwendet, ausgewertet." (S. 143)

Doch trotz dieses ausgefeilten technischen Vorgehens verlieren die Verfasser kein Wort über das Vorhandensein größerer Verbrennungsgräben auf den Luftaufnahmen, während ihnen die Bilder, auf denen man marschierende Häftlinge sieht, gleich sieben Vergrößerungen wert waren! Der Grund liegt natürlich darin, daß die NASA-Experten keine Spur dieser Gräben entdecken konnten; anderenfalls hätten Shermer und Grobman diese Entdeckung freudig ausgeschlachtet und als "konvergierenden Beweis" für die behauptete Massenausrottung von Menschen in Auschwitz vorgelegt!

In Wirklichkeit kann man auf der Aufnahme vom 31. Mai 1944 wohl eine rauchende Fläche sehen, und zwar tatsächlich im Nordhof des Krematorium V, doch nur eine einzige, und dazu noch eine mit einer Oberfläche von ganzen 40 bis 50 Quadratmetern, was dementsprechend von einem wesentlich kleineren Feuer stammen muß! Wie ich in meinem bereits erwähnten zweiten Artikel gegen John C. Zimmerman festhalte, müßten aber, wenn die Behauptung von der Massenvernichtung ungarischer Juden in Birkenau der Wahrheit entspräche, auf dem Foto vom 31. Mai 1944 angesichts der Unmöglichkeit, die Leichen in den Krematoriumsöfen einzuäschern, Verbrennungsgräben mit einer Gesamtfläche von 7.200 und nicht von einigen Quadratmetern existiert haben.

Es ist nur allzu klar, aus welchem Grund Shermer und Grobman die Frage nach den "Verbrennungsgruben" überhaupt nicht anschneiden. Die Kleinheit der rauchenden Zone im Nordhof des Krematorium V kann den Spezialisten von der NASA unter gar keinen Umständen entgangen sein, und die Luftaufnahmen vom 31. Mai 1944 widerlegen nicht nur die Zeugenaussagen, sondern mit diesen gleich die objektive Realität einer Massenausrottung ungarischer Juden.

Schenkt man der offiziellen Geschichtsschreibung Glauben, so trafen vom 16. bis zum 31. Mai in Auschwitz wenigstens 184.000 ungarische Juden ein, von denen ca. 167.400, oder 91%, binnen sechzehn Tagen vergast und verbrannt worden sein sollen, also im Schnitt rund 10.500 täglich.[82] Die geringste Tageszahl von Ankömmlingen (rund 9.050), sei am 30. Mai zu verzeichnen gewesen, und von diesen habe man ungefähr 8.200 vergast und verbrannt.[29]

Shermer und Grobman, welche diese Angaben nicht kennen - oder so tun, als kennten sie sie nicht -, behaupten unter Berufung auf Danuta Czechs Kalendarium, am 31. Mai sei ein einziger Judentransport in Auschwitz eingetroffen, aus dem 100 Personen zur Arbeit ausgesondert und die anderen vergast worden seien; sie fügen hinzu:

"Für diesen Tag wissen wir nicht, wieviele Juden in den Gaskammern getötet wurden, zu welcher Zeit sie getötet wurden, und ob sie an diesem Tag oder am nächsten kremiert worden sind." (S. 152)

Hier "vergessen" sie den zweiten Transport mit ungarischen Juden, der laut dem Kalendarium am selben Tag eintraf und aus dem 2.000 Deportierte in den Lagerbestand aufgenommen, die anderen jedoch "in den Gaskammern getötet" worden sein sollen.[83]

Um all diese Widersprüche aus der Welt zu schaffen, ziehen sie folgende Erklärung an den Haaren herbei:

"Es wird berichtet, zwischen dem 16. und dem 31. Mai habe die SS achtundachtzig Pfund Gold und Weißmetall aus künstlichen Zähnen gewonnen; somit ist es möglich, daß die Leichen nicht vor dem Abschluß dieses Prozesses verbrannt wurden, also bei den am 31. Mai Angekommenen nach diesem Datum." (S. 152)

Einen Hinweis auf die Quelle dieser Behauptung bleiben die beiden Autoren schuldig, und zwar mit gutem Grund. Sie haben die "Information" nämlich einem Artikel entnommen, der in einem Standardwerk der orthodoxen Auschwitz-Literatur figuriert; dort heißt es:[84]

"Nach einem zu Beginn der Ausrottung ungarischer Juden im Mai 1944 aus dem Lager geschmuggelten Geheimbericht hatte die SS 40 kg (80 Pfund) Gold und 'Weißmetall' (vermutlich Platin) beschlagnahmt."

Daß diese - durch kein Dokument belegte - angebliche Ausbeute an Edelmetallen "zwischen dem 16. und dem 31. Mai" angefallen sein soll, ist eine willkürliche Behauptung der Verfasser. Hätten sie getreu ihren eigenen zehn Geboten der Methoden ihre Quelle überprüft, hätten sie gewußt, daß der betreffende Bericht auf den 15. Juni 1944 datiert ist und sich auf den Zeitraum vom 25. Mai bis zum 15. Juni jenes Jahres bezieht.[85]

Shermer und Grobman haben also vergeblich in die Trickkiste gegriffen. Doch selbst wenn die Geschichte von dem aus künstlichen Zähnen gewonnenen Gold und Weißmetall zuträfe und diese Ausbeute wirklich in den von den beiden Verfassern angegebenen Zeitraum fiele: wie könnte man aus dem Ziehen der Goldzähne ernsthaft folgern, die Leichen der Opfer seien bis zum 31. Mai nicht verbrannt worden? Es bedarf schon einer verquerten Logik, um zu argumentieren, die Leichen hätten nach erfolgter Ziehung der Goldzähne nicht fortlaufend eingeäschert werden können. Genau dies wird in der offiziellen Geschichtsschreibung denn auch geltend gemacht.[86] Angesichts solcher logischen Bocksprünge kann es wirklich nur Heiterkeit hervorrufen, wenn Shermer und Grobman für sich in Anspruch nehmen, sich an die "anerkannten Regeln der Vernunft" gehalten zu haben...

Gemäß den vorhandenen Dokumenten sind vom 28. bis zum 31. Mai 33.187 ungarische Juden deportiert worden. Diese Ziffer stellt die Differenz zwischen den 217.236 bis zum 31. Mai Deportierten[87] sowie den 184.049 bis zum 28. Mai Verschleppten dar.[88]

Wie ich anderswo dargelegt habe,[89] bestehen für den Zeitraum, der uns hier interessiert, zwei Möglichkeiten: Entweder trafen am 30. Mai rund 12.900 Juden ein und am 31. Mai ca. 9.050, oder es verhält sich umgekehrt. Der für die These der Verfasser günstigste Fall läge dann vor, wenn am 31. Mai 9.050 Juden eingetroffen und von diesen (9.050×0,91=) ca. 8.200 vergast und verbrannt worden wären. Da die Maximalkapazität der Birkenauer Krematorien unter der Annahme, es hätten sich unter den Leichnamen auch Kinderleichen befunden, ca. 1.040 Leichen pro 24 Stunden betrug,[90] liefe dies darauf hinaus, daß am 30. Mai (12.900×0,91=) ca. 11.700 Juden ermordet und rund 10.700 davon unter freiem Himmel verbrannt worden wären. Da bis zum 28. Mai 184.000 ungarische Juden deportiert worden waren, hatte man laut der offiziellen Geschichtsschreibung innerhalb eines Zeitraums von 16 Tagen (184.049×0,91=) ca. 167.500 davon vergast und von diesen (1.040×16=) ca. 16.600 in den Krematorien eingeäschert, während die restlichen (167.500 - 16.600 =) ca. 150.900 Leichname unter freiem Himmel zur Verbrennung gelangt sein müssen, also ungefähr 9.400 pro Tag.

F. Müller behauptet, in einer Grube von 320 Quadratmeter Oberfläche und 2 Meter Tiefe seien jeweils 1.200 Leichen in drei Schichten verbrannt worden.[91] Diese Behauptung ist zwar gänzlich abwegig - erstens, weil der Grundwasserspiegel weniger als zwei Meter unter der Erdoberfläche lag,[92] und zweitens, weil dieses System technisch nicht funktioniert hätte (die beiden oberen Schichten hätten die Luftzufuhr zur untersten Schicht blockiert) -, aber nehmen wir einmal für einen Augenblick an, das Ganze habe sich tatsächlich so zugetragen. Dann hätte es zur durchschnittlichen Verbrennung von 9.400 Leichen täglich einer brennenden Fläche von etwa (9.400×320÷1.200=) 2.500 Quadratmetern bedurft!

Werfen wir nochmals einen Blick auf die Luftaufnahme vom 31. Mai 1944. Wäre die Geschichte von der Vernichtung der ungarischen Juden in Birkenau wahr, so müßte das Luftbild zwangsläufig folgendes erkennen lassen:

Doch was sieht man auf diesen Luftaufnahmen wirklich? Nach den eigenen Darlegungen der beiden Verfasser nichts weiter als im Lager marschierende Häftlingskolonnen; ferner erkennt man eine rauchende Fläche von 40 bis 50 Quadratmetern, über die sie wohlweislich den Schleier der Verschwiegenheit breiten, weil sie fünfzigmal kleiner als von den Zeugen bekundet und gar über hundertachtzigmal kleiner ist, als zur Verbrennung einer so gewaltigen Zahl von Leichen erforderlich gewesen wäre.

Wir haben hier wahrhaftig eine markante "Konvergenz von Beweisen" vor uns - allerdings von solchen, die gegen die behaupteten Ausrottungsaktionen sprechen und die folglich beiden Verfassern zu peinlich sind, um erwähnt zu werden.

Zu schlechter Letzt servieren uns Shermer und Grobman auf S. 159 noch die Fotografie einer Sektion der Eisenbetondecke des Leichenkellers 1 (also der angeblichen Gaskammer) im Krematorium II von Birkenau und bemerken dazu:

"Das vorhandene Loch in den Überresten der Gaskammer mag eine der Öffnungen sein, durch welche die SS-Männer Zyklon-B-Gaskügelchen einschütteten."

Wie ich jedoch in einer gesonderten Studie nachgewiesen habe, hat dieses Loch nichts mit den angeblichen Zyklon-B-Einwurfluken zu tun, die niemals existiert haben.[95]

10. Der Himmler-Besuch in Auschwitz

Führen wir uns zum Abschluß dieses Abschnitts noch einen weiteren imaginären "konvergierenden Beweis" zu Gemüte, den uns die Herren Shermer und Grobman feilbieten:

"Die Vergasungen begannen 1941, und Himmler wohnte am 18. Juli 1942 erstmals einer Vergasung bei." (S. 150)

Wieder einmal ein klassisches Beispiel dafür, wie sich die Verfechter des orthodoxen Holocaust-Bildes gegenseitig zitieren! Die Behauptung, wonach Himmler am 18. Juli 1942 eine Vergasungsaktion beobachtet haben soll, beruht einzig und allein auf dem "Zeugnis" des Rudolf Höß, von dem wir bereits gesehen haben, unter welchen Umständen es zustande kam und welchen Wert es besitzt. Shermer und Grobman verlangen - durchaus zu Recht! - von den revisionistischen Geschichtsforschern, diese müßten ihre Quellen verifizieren und nach Beweisen suchen, die gegen ihre Thesen sprächen, doch weder sie noch irgendein anderer Vertreter der offiziellen Geschichtswissenschaft ist je auf den Gedanken verfallen, die von Höß in einem polnischen Gefängnis gemachten Angaben kritisch zu überprüfen: Schließlich sind seine Aussagen der Sache des Holocaust, die all diesen Historikern am Herzen liegt, dienlich, und darum erübrigen sich kritische Fragen. Freilich gibt es mehrere Dokumente - angefangen bei Himmlers eigenem Tagebuch -, welche eine einwandfreie Klärung dieses Problems gestatten. Tatsache ist, daß Himmler nicht nur keiner Menschenvergasung beigewohnt hat, sondern dies nicht einmal hätte tun können, weil die Kürze seines Besuchs in Auschwitz die Möglichkeit seiner Anwesenheit bei der Ankunft von Judentransporten sowie den angeblichen Menschenvergasungen von vorne herein ausschloß.[96]

Fortsetzung folgt.


Anmerkungen

Aus dem Italienischen übersetzt von Jürgen Graf.

[1]University of California, Berkeley, Los Angeles, London, 2000; als Taschenbuch 2002 erschienen. Bei Zitaten aus diesem Buch begnüge ich mich im folgenden stets mit der Angabe der Seitennummer.
[2]Siehe Kapitel I.
[3]Der seltsam anmutende Untertitel findet seine Erklärung darin, daß die italienische Antirevisionistin Valentina Pisanty, mit deren Buch L'irritante questione delle camere a gas sich Mattogno in dieser Studie auseinandersetzt, Märchenforscherin und Spezialistin auf dem Gebiet der Erforschung und Deutung der Geschichte von Rotkäppchen ist.
[4]Beide Artikel sind auf der Website www.russgranata.com einsehbar.
[5]Schon vor dem Erscheinen meiner zweiten Antwort hat J.C. Zimmerman ein Buch mit dem Titel Holocaust Denial. Demographics, Testimonies and Ideologies (University Press of America, Lanham, New York, Oxford, 2000) verfaßt, in dem er sich damit begnügte, die fadenscheinigen Argumente seiner beiden früheren Artikel aufzugreifen, ohne auch nur mit einem Wort auf meine Antwort einzugehen.
[6]Vgl. hierzu P. Rassinier, La menzogna di Ulisse. Graphos, Genova 1996, pp. 153-256. (Das französische Original erschien 1950 unter dem Titel Le mensonge d'Ulysse (Die Lüge des Odysseus), Anmerkung des Übersetzers.)
[7]Z.B. Georges Wellers "Les chambres à gas ont existé" (Gallimard, Paris 1981) und der Sammelband Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 1983.
[8]G. Reitlinger, The Final Solution. The Attempt to Exterminate the Jews of Europe 1939-1945. Vallentine, Mitchell, London 1953, 1965, S. 150-152. Deutsche Ausgabe: Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939-1945. Colloquium Verlag, Berlin 1992, S. 167f.
[9]Trial of Josef Kramer and Forty-four Others (The Belsen Trial), edited by Raymond Philips. William Hodge and Company Limited, London-Edinbourgh-Glasgow 1946, S. 66-78.
[10]Dieser vollkommen phantastische Bericht enthält eine Schilderung der Krematorien II und III von Birkenau mitsamt einer dazugehörigen Zeichnung, die von Erfindungen nur so strotzt. Vrba und Wetzler stellen die angebliche Gaskammer (den halbunterirdischen Leichenkeller 1) als auf gleicher Höhe wie der Ofenraum liegend dar und verbinden sie mit einem Schmalspurgleis, das in Wirklichkeit nie existiert hat. Außerdem finden sich auf ihrer Zeichnung neun um den Kamin herum angeordnete Öfen, während die Krematorien II und III tatsächlich fünf nebeneinanderstehende Dreimuffelöfen besaßen. Die Zeichnung des Vrba-Wetzler-Berichts sowie einen wirklichkeitsgetreuen Plan der Krematorien findet man in meiner Studie Olocausto: dilettanti allo sbaraglio, Edizioni di Ar, Padova 1996, S. 293f.
[11]Vgl. hierzu meine Studie Auschwitz: due false testimonianze, Edizioni La Sfinge, Parma 1986, S 19-25.
[12]Dieser Ausdruck ist nicht dokumentarisch nachweisbar. Kein bekanntes Dokument bezeichnet das Personal der Krematorien als Sonderkommando. Hingegen gab es in Birkenau wenigstens 11 "Sonderkommandos" die nichts mit den Krematorien zu tun hatten. Vgl. hierzu meine Studie Sonderbehandlung in Auschwitz. Entstehung und Bedeutung eines Begriffs. Castle Hill Publishers, Hastings, Großbritannien, 2003, S. 118-120.
[13]M. Nyiszli, Im Jenseits der Menschlichkeit. Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Dietz Verlag, Berlin 1992, S. 34-35. Im ungarischen Originaltext heißt es: "...ez a terem olyan nagyságú, mint a vetkezőterem" ("dieser Saal ist ebenso groß wie der Auskleideraum"), d.h. er war 200 m lang. (Dr. Mengele boncolóorvosa voltam az auschwitz-i krematóriumban. Copyright by Dr. Nyiszli Miklos, Oradea, Nagyvárad, 1946, S. 34) In der deutschen Version wird dieser Satz fälschlicherweise so übersetzt: "...in den nächsten, ebenfalls hell erleuchteten Raum".
[14]NI-11593, S. 2 und 4.
[15]Vgl. Olocausto: dilettanti a convegno, Effepi, Genova 2002, 51.
[16]"Medico ad Auschwitz": anatomia di un falso. Edizioni La Sfinge, Parma 1988.
[17]Siehe hierzu meine Schrift Auschwitz: un caso di plagio. Edizioni La Sfinge, Parma 1986.
[18]Siehe hierzu meinen Artikel "Keine Löcher, keine Gaskammer(n)". Historisch-technische Studie zur Frage der Zyklon B-Einwurflöcher in der Decke des Leichenkellers I im Krematorium II von Birkenau", in: VffG, 6(3), 2002, S. 292f. und 301f.
[19]Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam, c[21]96 : ("die Leichen verbrannten in etwa 4 Minuten"); vgl. L. Poliakov, Auschwitz. Julliard, Paris 1964, S. 162.
[20]Inmitten des grauenvollen Verbrechens. Handschriften von Mitgliedern des Sonderkommandos. Verlag des Staatlichen Auschwitz-Birkenau Museum, 1996, p. 37 ("in einer dieser Öffnungen konnten 12 Leichen Platz finden").
[21]M. Nyiszli, aaO. (Anm. 13), S. 39 ("Täglich gehen 20000 Menschen durch die Gaskammern und die Einäscherungsöfen").
[22]Den betreffenden Text findet man auf der Website http://aaargh.vho.org/engl/RassArch/PRdebunk/PRdebunkIntro.html
[23]PS-2170, S. 5.
[24]M. Gilbert, Final Journey: The Fate of the Jews in Nazi Europe, London 1979, S. 91.
[25]Auch L. Poliakov hat sich einer Betrügerei schuldig gemacht, indem er die 25 Quadratmeter des Originals in 93 Quadratmeter umfälschte. Breviaire de la haine, Calmann-Lévy, Paris 1979, S. 223.
[26]Siehe www.codoh.com/cole/Traitor_amer.html sowie M. Shermer, "Über den Abfall eines jüdischen Revisionisten", VffG 3(2) (1999), S. 192-194.
[27]PS-1553.
[28]Vgl. dazu C. Mattogno, F. Deana, "The Crematoria Ovens of Auschwitz and Birkenau", in: Germar Rudolf (Hg.), Dissecting the Holocaust. The Growing Critique of "Truth" and "Memory", 2. Aufl., Theses and Dissertations Press, Chicago 2003, S. 373-412.
[29]Siehe hierzu meinen Artikel "Supplementary Response to John C. Zimmerman on his 'Body disposal at Auschwitz'" auf der mir gewidmeten Sektion der Website www.russgranata.com
[30]Rüdiger Kammerer, Armin Solms (Hg), Das Rudolf Gutachten. Gutachten über die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den "Gaskammern" von Auschwitz, Cromwell Press, London 1993. Erweiterte und korrigierte Ausgabe: Das Rudolf Gutachten. Gutachten über die "Gaskammern" von Auschwitz. Castle Hill Publishers, Hastings 2001: nochmals aktualisiert auf Englisch: The Rudolf Report. Expert Report on Chemical and Technical Aspects of the 'Gas Chambers' of Auschwitz, Theses & Dissertations Press, Chicago 2003.
[31]Siehe hierzu meine bereits erwähnte Studie Olocausto:..., aaO. (Anm. 10), S. 154f.
[32]Dementsprechend haben also die Desinfektoren entlauste Decken und Kleidungsstücke gegen die Außenmauern der beiden Gaskammern geschlagen, damit sich die Zyanidrückstände rascher verflüchtigten; dies soll der Grund für die Eisenblauflecken sein!
[33]Vgl. hierzu das Fotoalbum "Majdanek", .Krajowa Agencja Wydawnicza, Lublin 1985, Fotografie 67.
[34]J.-C. Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers. The Beate Klarsfeld Foundation, New York 1989, S. 59f.
[35]Das Rudolf Gutachten, 2001, aaO. (Anm. 30), S. 111-114.
[36]Auschwitz 1270 to the present.W.W. Norton & Company. New York-London, 1996.
[37]David Cole Interviews Dr. Franciszek Piper, Director, Auschwitz State Museum. Transcript © 1992 David Cole & Bradley Smith: http://vho.org/GB/c/DC/gcgvcole.html
[38]É. Conan, Auschwitz: la mémoire du mal, in: "L'Express", 19. Januar 1995, S. 57. Text abrufbar bei: http://www.fpp.co.uk/Auschwitz/docs/Conan.html.
[39]J.-C. Pressac, Auschwitz:..., aaO. (Anm. 34), S. 503.
[40]Ebenda, S. 452f.
[41]Ebenda, S. 46.
[42]Ebenda, Foto 15.
[43]Ebenda, S. 28-29.
[44]Dienstanweisung für die Bedienung der Blausäure-Entwesungskammer im K.L.M. Unterkunft Gusen. Öffentliches Denkmal und Museum Mauthausen. Archiv, M 9a/1.
[45]H. Langbein, Der Auschwitz-Prozeß. Eine Dokumentation. Europa Verlag, Wien 1965, S. 537.
[46]Ebenda, S. 539.
[47]Ebenda.
[48]Während der Ermittlungen wurde P. Broad von mehreren Zeugen aufs schwerste belastet, Verbrechen begangen zu haben, jedoch wurde er - dank seiner Aussage? - nicht angeklagt; vgl. G. Rudolf, "Aus den Akten des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, Teil 5", VffG (3&4) (2003), S. 465-470; ders., "...Teil 6", VffG, 8(1) (2004), S. 114-118; vgl. ebenso Teil 7 in diesem Band, S. ???.
[49]P. Vidal-Naquet, Gli assassini della memoria. Editori Riuniti, Roma 1993, S. 27.
[50]J.-C. Pressac, Auschwitz:..., aaO. (Anm. 34), S. 162.
[51]J.-C. Pressac, Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes. Piper Verlag, München 1994, S. 174.
[52]Wie in aller Welt hätte Broad, der seine Aussagen im Jahre 1945 machte, bloß das von Rudolf Höß im Jahr danach abgelegte Geständnis kennen können? - Anmerkung des Übersetzers.
[53]Kommandant in Auschwitz. Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß. Herausgegeben von Martin Broszat, DTV, München 1981, S. 149.
[54]Ebenda, Anmerkung 1.
[55]R. Faurisson, Comment les Britanniques ont obtenu les aveux de Rudolf Höss, commandant d'Auschwitz, in: "Annales d'Histoire Révisionniste", n. 1, 1987, S. 137-152.
[56]J.-C. Pressac, Die Krematorien von Auschwitz, aaO., S. 173.
[57]F. Meyer, Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde, in: "Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens", Nr. 5, Mai 2002, S. 639.
[58]Sonderbehandlung in Auschwitz, aaO. (Anm. 12), S. 87-101.
[59]GARF (Gosudarstvenni Archiv Rossiskoi Federatsii: Staatsarchiv der Russischen Föderation), Moskau, 7021-108-39, S. 67.
[60]M. Gilbert, Auschwitz & the Allies. The politics of rescue. Arrow Books Limited, London 1984, S. 338.
[61]Ernst Gauss (= G. Rudolf), Vorlesungen über Zeitgeschichte. Strittige Fragen im Kreuzverhör. Grabert Verlag, Tübingen 1993, S. 104-107. Jean-Marie Boisdefeu, La controverse sur l'extermination des Juifs par les Allemands. Vrij Historisch Onderzoek, Antwerpen 1996, Band I, S. 162-165.
[62]J.-C. Pressac, Auschwitz:..., aaO. (Anm. 34), S. 253.
[63]Mission: 60 PRS/462 SQ. Exposure : 3056. Can : D 1508, 31 Mai 1942, NA.
[64]Vgl. dazu meinen Artikel "Keine Löcher...", aaO. (Anm. 18), S. 284-304. Die Luftaufnahme vom 31. Mai 1944 befindet sich dort auf S. 287. Auf den Seiten 287-288 nehme ich eine Analyse der Luftbilder vor.
[65]C.D. Provan, No Holes? No Holocaust? A Study of the Holes in the Roof of Leichenkeller 1 of Krematorium 2 at Birkenau, Zimmer Printing, 410 West Main Street, Monongahela, PA 15063. © 2000 by Charles D. Provan., S. 13.
[66]J.-M. Boisdefeu, aaO. (Anm. 61), S. 166-170.
[67]Vgl. G. Rudolf, 2001 , aaO. (Anm. ), S. 79.
[68]C.D. Provan, aaO. (Anm. 65), S. 33. Siehe auch S. 18.
[69]L'Album d'Auschwitz. Éditions du Seuil, Paris 1983, S. 194, 198-203.
[70]Vgl. dazu meinen Artikel "Die Deportation ungarischer Juden von Mai bis Juli 1944. Eine provisorische Bilanz", in: VffG, 5(4) (2001), S. 388-389.
[71]E. Springer, Il silenzio dei vivi. Marsilio, Venezia 1997, S. 67-70.
[72]Siehe dazu das Unterkapitel "Una testimone dell'ultima ora: Elisa Springer", in: Olocausto: dilettanti a convegno, aaO. (Anm. 15), S. 138f.
[73]Vgl. dazu allgemein C. Mattogno, "Die Deportation...," aaO. (Anm. 70), S. 381-395.
[74]SS-Obersturmführer (was dem Grad eines Oberleutnants und nicht dem eines Oberstleutnants entspricht) Werner Jothann war seit dem 1. Oktober 1943 als Nachfolger von SS-Sturmbannführer Karl Bischoff Chef der Zentralbauleitung von Auschwitz.
[75]Jothanns "Dringendes Telegramm" vom 12.5. 1944 lautet: "Montage der 2 Aufzüge kann jetzt nicht [sic!] erfolgen."; J.-C. Pressac, Le macchine dello sterminio. Auschwitz 1941-1945, Feltrinelli Editore, Milano 1994, S. 100.
[76]F. Piper, "Gas Chambers and Crematoria", in: Y. Gutman/M. Berenbaum Editors, Anatomy of the Auschwitz Death Camp. Indiana University Press, Bloomington-Indianapolis 1994, S. 173.
[77]J.-C. Pressac, Auschwitz:..., aaO. (Anm. 34), S. 500.
[78]F. Müller, Sonderbehandlung. Drei Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz. Verlag Steinhausen, München 1979, S. 207 und 211.
[79]Trial of Josef Kramer and Forty-four Others (The Belsen Trial), aaO. (Anm. 9), S. 131.
[80]F. Müller, aaO. (Anm. 78), S. 231.
[81]M. Nyiszli, aaO. (Anm. 13), S. 58-62.
[82]Laut R.L. Braham wurden von ca. 435.000 Deportierten 400.000, also rund 91%, umgebracht. The Politics of Genocide. The Holocaust in Hungary. Columbia University Press, New York 1981, Band 2, S. 676. Dieser Prozentsatz wird auch von J. C. Zimmerman geltend gemacht.
[83]D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. Rowohlt Verlag, Reinbeck bei Hamburg 1989, S. 789.
[84]A. Strzelecki, "The Plunder of Victims and Their Corpses, in: Anatomy of the Auschwitz Death Camp", aaO. (Anm. 76), S. 258.
[85]Sprawozdanie okresowe /od 25 V 1944 - 15 VI 1944/. APMO, D-RO/91, Band VII, S. 446.
[86]Siehe z. B. F. Piper, "Gas Chambers and Crematoria", aaO. (Anm. 76), p. 173.
[87]NG-5623.
[88]T-1163.
[89]Auschwitz. Holocaust revisionist Jean-Claude Pressac. The "Gassed" People of Auschwitz: Pressac's New Revisions. Granata, 1995, pp. 16f.
[90]C. Mattogno, in G. Rudolf (ed.), aaO. (Anm. 28), S. 398.
[91]F. Müller, aaO. (Anm. 78), S. 207 und 209.
[92]Vgl. dazu meinen Artikel "'Verbrennungsgruben' und Grundwasserstand in Birkenau", in: VffG, 6(4) (2002), S. 421-424.
[93]In Wirklichkeit wäre das Volumen größer gewesen, weil der Aushub um rund ein Viertel größer ist. G. Colombo, Manuale dell'ingegnere. Hoepli, Milano 1916, S. 190. (Wenn man Erde aushebt, dehnt sich das zuvor kompakte Erdreich aus, was zu einer Vergrößerung des Volumens führt. Gräbt man also beispielsweise eine Grube von einem Kubikmeter Größe, so wird der Aushub stets größer als ein Kubikmeter sein.)
[94]Bei Ansetzung von ca. 200 kg Holz für eine Leiche. Siehe hierzu C. Mattogno, J. Graf, Treblinka: Vernichtungslager oder Durchgangslager?, Castle Hill Publisher, Hastings 2000, S. 180-192, insbesondere S. 185.
[95]Siehe hierzu meinen Artikel "'Keine Löcher...", aaO. (Anm. 18), S. 284-304.
[96]Vgl. hierzu meine Studie Sonderbehandlung in Auschwitz, aaO. (Anm. 12), S. 19-29 ("Der Himmler-Besuch in Auschwitz") sowie die diesbezüglichen Dokumente auf S. 122-126.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(2) (2004), S. 134-150.


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