Best.-Nr.
215:
V. Neumann, P. Willms (Herausgeber):
Freiheit für Germar Rudolf - Jagd auf einen Wissenschaftler
Politische Verfolgung – gibt es das nur im fernen China oder auch in der BRD? Wie steht es hier um die Wissenschaftsfreiheit? Die Erlebnisse des Diplom-Chemikers Germar Rudolf beantworten diese Frage in aller Deutlichkeit. Germar Rudolf erstellte 1993 ein wissenschaftliches Gutachten über die Gaskammern in Auschwitz, fachlich auf höchstem Niveau und bis heute nicht widerlegt (weder die Max-Planck-Gesellschaft, noch die gesamte Professorenschaft für Anorganische Chemie konnten fachliche Fehler entdecken). Aber das Gutachten brachte den hoffnungsvollen jungen Forscher- um seinen Arbeitsplatz (fristlos gekündigt),
- um seine Wohnung (gekündigt),
- um seine Familie (Scheidung und Enterbung),
- um seinen guten Ruf (Medienhetzkampagne).
Übertroffen wurde diese private Verfolgung nur durch die staatliche Repression: das Landgericht Stuttgart ("Wir können alles, nur nicht Recht sprechen" – so ein Bonmot) verurteilte den nicht vorbestraften Wissenschaftler zu 14 Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Über ein Jahrzehnt Flucht und Exil war die Folge, bis Germar Rudolf im November 2005 unter Verletzung von US-Recht aus den USA in die BRD deportiert wurde, wo er im Gefängnis Stuttgart-Stammheim seine "Strafe verbüßt" hat. Zwischenzeitlich wurde in Mannheim ein neues Strafverfahren in Szene gesetzt, das den Dissidenten jahrelang wegsperren und mundtot machen soll. Spannender als ein Kriminalroman lesen sich diese Erlebnisse eines intelligenten jungen Wissenschaftlers, der nicht mit dem Strom schwimmt.
|
|