Chicago, Illinois, 2. September 2003

Rechenschaftsbericht von Castle Hill Publishers

„Das bin ich Ihnen schuldig"

Von Dipl.-Chemiker Germar Rudolf

Es ist nun etwa 3½ Jahre her, daß ich Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit sowie eine Zusammenfassung meines persönlichen Schicksals zukommen ließ – abgesehen von verschiedenen Beiträgen in den Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, die dort allerdings nicht immer angemessen waren, da manchmal zu persönlich. Es ist also höchste Zeit, Ihnen wieder einmal einen etwas ausführlicheren Rückblick sowie einen Ausblick in die Zukunft aus meiner Perspektive zu geben.

Juristisches

Die mir am häufigsten gestellte Frage betrifft meine juristische Situation. Ich berichtete gelegentlich darüber, daß ich in den USA einen Antrag auf politisches Asyl gestellt habe, nachdem mir alle anderen Wege der regulären Einwanderung versperrt worden waren (vgl. VffG 6(1) (2002), S. 91-98. www.vho.org/VffG/2002/1/Rudolf91-98.html). Die in VffG angekündigte Fortsetzung der Berichterstattung über die „Jagd auf Germar Rudolf" ist bisher ausgeblieben, und zwar aus gutem Grunde. Zunächst ist es meinem Rechtsanwalt erfolgreich geglückt, der US-Einwanderungsbehörde über zwei Monate an Zeit abzutrotzen, so daß die Entscheidung in meinem Fall nicht im April 2002, sondern erst für Ende Juni 2002 festgesetzt wurde. Sodann stellte sich heraus, daß der mit meinem Fall beauftragte Staatsanwalt, der zugleich Reserveoffizier ist, wegen des Krieges in Afghanistan eingezogen wird, wodurch eine Entscheidung um über ein Jahr hinausgeschoben wurde. Verkündet wurde die Entscheidung schließlich im Juni 2003. Zusammengefaßt sieht sie etwa so aus:

  1. Mein Asylantrag wird abgelehnt.
  2. Mein Antrag wird als völlig unbegründet bzw. betrügerisch eingestuft.
  3. Ich werde unfreiwillig (d.h. in Handschellen) aus den USA deportiert.
  4. Mir wird auf Lebenszeit die Einreise in die USA verweigert.
  5. Mir wird keine weitere Möglichkeit zugestanden, legal in den USA zu verbleiben (wie etwa durch Heirat einer US-Bürgerin).

Der Sandstrand am Lake Michigan, gesehen vom Hochhaus "Hancock Center". Chicago hat die größte Strand-Volleyball-Liga der Welt – nicht Los Angeles! Und ich mitten drinnen...!

In der Begründung führt die US-Behörde sinngemäß aus, daß ich in Deutschland rechtmäßig strafrechtlich verurteilt worden sei und demgemäß kein politisch Verfolgter sei, sondern lediglich ein strafrechtlich Verfolgter. Zwar habe ich in den Schriften, wegen denen ich verfolgt werde, nichts geschrieben, was nach US-Recht strafbar sei, und ich habe auch nicht in irgendeiner Weise zur Verfolgung einer Minderheit (der Juden) aufgerufen oder gar eine Minderheit als solche verfolgt. (Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, revisionistische Schriften kämen einer geistigen Folter der Juden gleich und seien daher an sich schon Verfolgungshandlungen). Jedoch sei maßgeblich, daß das deutsche Zensurrecht, welches weit über das US-Zensurrecht hinausgehe, eine politische Notwendigkeit sei, um zu verhindern, daß Juden in Deutschland wieder der Verächtlichmachung ausgesetzt und somit Ziel von Verfolgung würden. Auch die deutsche Offenkundigkeitsregelung sei kein Bruch des Menschenrechts, da es auch in den USA eine Offenkundigkeit gebe, etwa wenn ein wegen Trunkenheit am Steuer Angeklagter, der durch Bluttest des Alkoholmißbrauchs überführt wurde, fordere, Zeugen dafür aufbringen zu dürfen, daß er keinen Alkohol getrunken habe.

Diese Entscheidung der US-Einwanderungsbehörde ist noch weit harscher als die, die Anfang 2003 gegen Ernst Zündel gefällt wurde. Auch er unterlag damals der unfreiwilligen Deportation, erhielt aber „nur" 20 Jahre Einreisesperre, da ihm nur vorgeworfen wurde, einen Anhörungstermin verpaßt zu haben, während mir vorgeworfen wird, versucht zu haben, die US-Behörden zu betrügen.

Nun werden Sie mich fragen: Und warum bin ich dann nicht schon raus aus den USA? Ganz einfach: Ich habe einen Anwalt, der seine Arbeit erledigt, während Ernst Zündel einen hatte, der jämmerlich versagte (ob irrtümlich, aus Inkompetenz oder aus bösem Willen, sei dahingestellt). Diese Entscheidung der US-Einwanderungsbehörde gegen mich ist erst die erste Instanz innerhalb dieser Behörde. Dagegen haben wir Berufung eingelegt, welche von einem Aufsichtsrat der Behörde behandelt werden wird. Da es sich hier aber um Menschen handelt, die von der US-Regierung ausgebildet, eingestellt (und gefeuert), instruiert, befehligt und bezahlt werden, kann man sich denken, wie auch diese Berufung ausfallen wird. Als nächsten Schritt kommt dann die Berufung vor einem Bundesgericht der USA, also der Gang vor ein ordentliches Gericht, dessen Richter nicht von der US-Regierung instruiert und bezahlt werden. Sodann kommt die Berufung vor das US-Bundesverfassungsgericht. Die US- Regierung hat bereits angekündigt, daß sie durch alle Instanzen klagen wird, sollte eine davon nicht entscheiden, mich ohne Alternative deportieren zu lassen. Mein Fall wird also in einigen Jahren vor dem US-Verfassungsgericht entschieden werden.

Nun noch ein paar Worte zum Urteil und zur Urteilsbegründung der US-Einwanderungsbehörde. Nach US-Recht gilt ein Asylantrag dann als völlig unbegründet und/oder betrügerisch, wenn entweder keine Beweise für eine politische Verfolgung vorgelegt wurden oder wenn dem Antragsteller während des Anhörungsverfahrens nachgewiesen wurde, daß er versuchte, die Einwanderungsbehörde durch gefälschte oder manipulierte Beweismittel zu betrügen. Der Nachweis gilt als erbracht, wenn dem Antragsteller die entsprechenden Vorwürfe während der Anhörung dargelegt wurden, er die Möglichkeit zur Verteidigung hatte, es ihm aber nicht gelang, die Vorwürfe zu entkräften.

Ich habe in meinem Fall etwa 1500 Seiten an Dokumenten vorgelegt, die meine politische Verfolgung beweisen. Nach Aussage des Gerichts selbst handelt es sich dabei um einen der am umfangreichsten belegten Fälle in der US-Geschichte. Somit kann mein Antrag unmöglich völlig unbegründet sein.

Sodann wurde der Vorwurf, ich hätte Beweismittel gefälscht oder manipuliert, mit keinem einzigen Wort während der Anhörung erwähnt, und ich erhielt somit auch keine Gelegenheit, mich gegen derartige Vorwürfe zu verteidigen. Auch in seinem Urteil hat das Gericht mit keiner Silbe dargelegt, welches der eingeführten Beweismittel gefälscht oder manipuliert worden sei.

Als Beweis für meine angeblich betrügerische Absicht verwies das behördeninterne Gericht lediglich auf die Urteilsbegründung meines deutschen Strafverfahrens, in dem ein privater Brief zitiert wird, den ich im Frühjahr 1994 an meine Patentante geschrieben hatte. Darin hatte ich geleugnet, das Pseudonym Ernst Gauss verwendet zu haben, wohingegen ich ein Jahr später während meines deutschen Strafverfahrens zugab, mit Ernst Gauss identisch zu sein. Die Tatsache also, daß ich 1994 meine Patentante anlog, um mein Pseudonym zu schützen (das war noch vor der Veröffentlichung des Buches Grundlagen zur Zeitgeschichte, zu einem Zeitpunkt also, als es wegen der befürchteten (und dann wenig später tatsächlich erfolgten) Verfolgungsmaßnahmen der BRD gute Gründe gab, mein Pseudonym nicht zu lüften) diente dem Gericht dazu, mir betrügerische Absichten gegenüber den US-Behörden zu unterstellen, und das, obwohl ich vor dem deutschen Gericht nachweislich die Wahrheit über „Ernst Gauss" gesagt hatte. Wenn jeder, der in seinem Leben einmal einen Verwandten anlog, grundsätzlich als betrügerisch eingestuft und als Asylant abgelehnt würde, dann gäbe es auf der ganzen Welt keinen einzigen erfolgreichen Asylantrag. Selbstverständlich ist dies nicht das Kriterium, nach dem eine solche Einstufung erfolgt. Die US-Einwanderungsbehörde muß mir nachweisen, daß ich versuchte, die US-Einwanderungsbehörde zu betrügen, nicht irgendwelche Freunde oder Verwandte oder ein ausländisches Gericht. Da das Einwanderungsgericht noch nicht einmal den Versuch machte, mir eine solche Tat zu unterstellen, geschweige denn nachzuweisen, müßte dieses Urteil schon aus diesem Grunde von der Berufungsinstanz aufgehoben werden – wenn nicht durch die Einwanderungsbehörde selbst, dann doch von einem ordentlichen Gericht.

Die Begründung in der Sache selbst läuft entlang der Linie der üblichen pervertierten Anti-Logik:

  1. Um zu verhindern, daß in Deutschland wieder Bücher verbrannt und Minderheiten verfolgt werden, muß es als rechtmäßig angesehen werden, daß die deutschen Behörden Bücher verbrennen und Minderheiten verfolgen.
  2. Das Beispiel von der Trunkenheit am Steuer stellt die Tatsachen meines Falles auf den Kopf. Anders herum wird ein Schuh daraus, um bei diesem Beispiel zu bleiben:

Hundert Zeugen behaupten, daß ein wegen Trunkenheit am Steuer Angeklagter zur Tatzeit jede Menge Alkohol getrunken hat. Ein Sachverständiger, der das Blut des Angeklagten analysiert hat, kommt zu dem Befund, daß der Angeklagte zur Tatzeit nicht alkoholisiert war. Weil diese Feststellung die 100 Zeugen beleidigen und der Verächtlichmachung durch die Öffentlichkeit preisgeben könnte, wird der Sachverständige daran gehindert, sein Gutachten vorzulegen. Der Sachverständige wird zudem selbst wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zum Haß gegen die 100 Zeugen angeklagt. Es wird ihm verweigert, sein eigenes Gutachten als Beweis für die Richtigkeit seiner Behauptung einzuführen, weil die Unwahrheit seiner Behauptung durch die 100 Zeugen offenkundig sei und deshalb nicht mehr des Beweises bedürfe. Der Sachverständige wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Zudem wird der Strafverteidiger des angeklagten Sachverständigen, der es gewagt hat, das Gutachten des angeklagten Sachverständigen als Beweis einzuführen, ebenfalls wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zum Haß gegen die 100 Zeugen angeklagt und verurteilt.

Die US-Einwanderungsbehörde entscheidet, daß dies alles in Ordnung sei, da es auch in den USA eine Offenkundigkeit gebe, etwa wenn ein wegen Trunkenheit am Steuer Angeklagter, der durch Bluttest des Alkoholmißbrauchs überführt wurde, fordere, 100 Zeugen für die Tatsache aufbringen zu dürfen, daß er keinen Alkohol getrunken habe. Diese 100 Zeugen werden dann wegen Offenkundigkeit des Gegenteils der Beweisbehauptung abgelehnt.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grunde meint der Beamte der US-Einwanderungsbehörde, das Verhalten der deutschen und der US-Justiz sei das gleiche.

Da wird der Wahnsinn zur Methode.

Segeln auf dem Lake Michigan: Gott sei Dank gibt es jede Menge Skipper, die händeringend nach Mannschaften suchen und dafür sogar bereit sind, für die Verpflegung aufzukommen. Jede Menge Spaß – umsonst, aber niemals vergebens!

Es würde Auswirkungen auf das gesamte US-Rechtssystem haben, wenn dieses Urteil bis in die höchste Instanz aufrechterhalten wird. Damit würde ein Präzedenzfall geschaffen, der die willkürliche Einschränkung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit in den USA erlaubt. Dies würde zwar vorerst nur für das Einwanderungsrecht gelten, jedoch hätte eine Entscheidung des US-Verfassungsgerichts wohl auch Auswirkungen auf das innerstaatliche Rechtsverständnis, wenn es um die Akzeptanz von Zensur gegen wissenschaftliche Dissidenten geht, die irgendeiner mächtigen Lobby ein Dorn im Auge sind. Man könnte auch sagen, daß sich der Fall Rudolf zum Trojanischen Pferd für die Meinungsfreiheit in den USA entwickeln kann, mittels dessen jene Kräfte, die den „Meinungsfreiheit-Absolutismus" in den Staaten eingeschränkt sehen möchten, es schaffen, diese wichtigste Freiheit Schritt für Schritt zu unterhöhlen, und zwar beginnend an der Front des Holocaust-Revisionismus.

Ende des 18. Jahrhunderts sicherte General Friedrich Wilhelm von Steuben den Amerikanern ihre Freiheit, indem er erfolgreich jene Truppen organisierte und trainierte, die die englischen Kolonialtruppen im Unabhängigkeitskrieg besiegten. Es sieht nun so aus, als würden die Handlungen eines anderen Deutschen als Anlaß genommen, diese gewonnene Freiheit zu zerstören.

Persönliches

Der sich über Jahre hinziehende juristische Grabenkrieg mit den US-Behörden verlangt einiges an Nervenstärke. Wie plant man ein Leben auf des Messers Schneide, das in wenigen Jahren erneut vor einem Abgrund voller Ungewißheiten stehen kann?

Bisweilen höre ich den gutgemeinten Ratschlag, ich solle doch ein amerikanisches Mädel heiraten, sodann den „weisen" Rat, ich dürfe halt nicht allzu wählerisch sein, dann könne es schon klappen. Das hört sich alles ganz gut an. Man versetze sich nur einmal in die Lage jenes amerikanischen Mädels, daß damit rechnen muß, daß ich trotz Ehe in nicht allzu ferner Zukunft ohne Wiederkehr deportiert werden könnte, ganz abgesehen davon, daß meine Ansichten und meine berufliche Tätigkeit nicht gerade Dinge sind, mit denen jeder sachlich oder gar verständnisvoll bzw. unterstützend umzugehen vermag. Das Problem ist nicht, daß ich zu wählerisch bin, sondern daß die meisten Damen gute Gründe haben, alle zehn Finger weit weg von mir zu lassen. Was dann übrig bleibt, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Ich habe auch schon Vorwürfe gehört, ich hätte die Dame meines Herzens damals im April 2002 nicht wegen ihrer radikalen religiösen Ansichten in die Wüste schicken, sondern in den sauren Apfel beißen müssen. Die Wahrheit ist, daß die Religion der Grund war, den ich öffentlich dargelegt habe. Nur mit engen Freunden habe ich über das gesprochen, was sich tatsächlich zutrug, und alle sind heilfroh, daß ich aus dieser Beziehung raus bin. Aus Rücksicht auf besagte Dame werde ich auch jetzt nicht darlegen, was sich tatsächlich zutrug. Es scheint mir nur so, daß ich mich aus oben erwähnten Gründen mit jenen Damen zufriedenstellen muß, die selbst derartig viele Probleme mit sich herumschleppen, daß meine dagegen für sie erträglich scheinen. Da mag sich ein jeder selbst vorstellen, was dies bedeutet. Jedenfalls habe ich beschlossen, daß es wesentlich angenehmer ist, fünf oder zehn Jahre in einem deutschen Gefängnis zu sitzen, als mit einer derartigen Frau liiert zu sein. Ich gebe die Hoffnung selbstverständlich nicht auf, aber auf romantischer Ebene gehe ich keine Kompromisse ein. Ich gehe lieber mit Ehre und Anstand ins Gefängnis, als mein Herz an eine unerträgliche Kette zu legen.

Unternehmerisches

Unter den oben beschriebenen Umständen ist es nicht leicht, ein Unternehmen aufrecht und in Gang zu halten, insbesondere wenn das Wachstum eigentlich danach ruft, in ordentliche Geschäftsräume zu ziehen und sich Angestellte zuzulegen. Doch wie macht man dies angesichts der steten Unsicherheiten? Dennoch habe ich es gewagt, mir im Februar dieses Jahres eine Sekretärin zuzulegen, was angesichts der Expansion in den englischen Markt unumgänglich wurde. Denn seit Anfang des Jahres 2003 gebe ich nun auch eine Zeitschrift in englischer Sprache heraus, und allein in diesem Jahr werde ich insgesamt sieben Bücher in englischer Sprache veröffentlicht haben (2. Auflage Dissecting the Holocaust, Rudolf Gutachten, KL Stutthof, KL Majdanek, Neuauflage Jahrhundertbetrug, Der erste Holocaust, Treblinka). Das alles geht nur dank meiner Sekretärin sowie der fleißigen, zum Teil selbstlosen Helfer, die für mich Übersetzungen anfertigen, Texte korrekturlesen und Bücher rezensieren.

Aufgrund des völligen Niedergangs des Instituts for Historical Review ist dies leider notwendig geworden, und eine Unterstützung seitens der ehemaligen Unterstützer des IHR habe ich bisher kaum bekommen. Sie alle bewundern, was ich zu leisten vermag, sind aber teilweise besorgt, daß ich dem IHR Konkurrenz mache. Als ob man einem schon längst nicht mehr funktionierenden Unternehmen Konkurrenz machen könnte! Mark Weber sieht das IHR als seine materielle Existenzgrundlage an. Er verwendet eingehende Gelder ausschließlich zur eigenen Bereicherung, denn produziert hat er schon seit Jahren nichts mehr. Das mögen einige Leute nicht wahrhaben, aber so sind die Fakten. Mark Weber hat den Laden dermaßen heruntergewirtschaftet – und er wird dabei immer noch von vielen Leuten unterstützt –, daß man mit Fug und Recht behaupten kann, ja muß, daß es noch nie eine größere Bedrohung für den Revisionismus gegeben hat als in der Gestalt von Mark Weber. Er zerstört nach Strich und Faden, was andere über zwei Jahrzehnte aufgebaut haben, und verhindert jedwede Umstrukturierung. Kein Zensurgesetz, keine Medienkampagne, kein Attentat, keine soziale Verfolgung hat je so großen Schaden anzurichten vermocht wie Mark Weber mit seiner fatalen Inkompetenz. Ich wage daher zu behaupten, daß Mark Weber durch sein Verhalten zum größten Feind des Revisionismus geworden ist.

Vielen ist bewußt, daß etwas geschehen muß. Und da ihnen als Alternative nur Germar Rudolf einfällt, so tun sie eben nichts. Erstens, weil Mark Weber mich hinter meinem Rücken überall schlecht macht (er hat Angst vor mir als Konkurrenten), und zweitens, weil meine rechtlich unsichere Lage alle daran hindert, mich als möglichen Neuanfang auch nur in Erwägung zu ziehen. Wie ich wiederholt bewiesen habe, brauche ich durchaus nicht in jenem Land zu wohnen, wo ein Betrieb, für den ich arbeite, ansässig ist. Im Zeitalter des Internets kommt es nicht mehr darauf an, wo man ist. Selbst wenn ich in Zukunft nicht in den USA bleiben kann, so stehe ich dennoch zur Verfügung, um irgend etwas zu bewegen, was immerhin mehr ist als das absolute Nichts, das von Mark Weber ausgeht. Und zumal kein anderer handelt, um den englischen Revisionismus wieder in Gang zu bringen, so muß ich es eben ganz alleine machen, auch ohne die Hilfe Dritter.

Wenn sich das alles anhört wie ein mächtig zorniger Mensch, so deshalb, weil ich angesichts der Inkompetenz dieser Menschen fassungslos bin. Ich habe mein ganzes Leben aufs Spiel gesetzt und kämpfe bisher noch relativ erfolgreich gegen alle möglichen mächtigen Regierungen dieser Welt, um den Revisionismus voranzutreiben. Denn was zählt, ist nur, daß ich frei bin und schaffen kann! Da lasse ich mich in meiner Schaffenskraft bestimmt nicht von einem Mark Weber aufhalten. Da könnte ja jeder daherkommen und meinen, ich solle nun seinetwegen aufhören!

Zu meinem eigenen Betrieb zurückkommend, darf ich gestehen, daß ich in den letzten zwei Jahren einen Schwachpunkt entwickelt habe, der der Fürsorge bedarf: Marketing/Werbung. In diesem Bereich bräuchte ich dringend Hilfe, sowohl für den deutschsprachigen als auch für den englischsprachigen Raum. Alle bisherigen Versuche, dafür Helfer/Mitarbeiter zu bekommen, sind leider an der Unzuverlässigkeit jener gescheitert, die ihre Hilfe anboten. Dieses Feld muß daher in Zukunft besser beackert werden.

Terminliches

Einer der Gründe, der mich zur Abfassung dieses Bericht veranlaßte, ist der Umstand, daß die nächste Ausgabe von VffG eine Doppelnummer sein wird. Der Beschluß dazu wurde nach mächtigem Ringen zwischen Jürgen Graf, Carlo Mattogno und mir gefaßt. Anlaß ist ein langer Beitrag Carlos über die Leichenkeller der Krematorien von Birkenau. Es handelt sich dabei um eine Vorfassung eines Unterkapitels des in Bearbeitung befindlichen Buches „Auschwitz: Die wahre Geschichte". Mit Dokumenten illustriert hat der Beitrag etwa 30 Seiten. Aus diesem Grunde wollte ich ihn zweiteilen, wogegen sich Jürgen und Carlo aber sträubten. Einen derartigen Beitrag in einem einzigen Heft zu bringen, würde diese Ausgabe inhaltlich verarmen lassen, insbesondere angesichts der Tatsache, daß noch zwei weitere längere Artikel dafür vorgesehen waren. Aus diesem Grunde habe ich beschlossen, diese September-Ausgabe mit der Dezember-Ausgabe zusammenzufassen. Dies kommt mir auch deshalb gelegen, weil die Fertigstellung des ehrgeizigen englischen Buchprogramms etwas mehr Zeit erfordert, als mir lieb ist.

Internetliches

Im Sommer 2002 überschritt der Verkehr auf meiner Webseite www.vho.org die Grenzen dessen, was ein normaler Internet-Serviceanbieter erlaubt (30 GB/Monat). Ich war daher gezwungen, auch in dieser Hinsicht den Weg in die Unabhängigkeit zu gehen. www.vho.org ist daher nun nicht mehr nur eine Webseite, sondern ein eigener Webserver, der daneben auch anderen Webseiten eine Heimat bietet, wie z.B. www.codoh.com und www.russgranata.com. Anfang 2002 gab ich es in erster Linie aus Zeitgründen auf, den Verkehr zu meiner Webseite genau zu verfolgen. Aus finanziellen Gründen habe ich zudem zur Zeit kein gesteigertes Interesse daran, den Verkehr zu meiner Seite zu erhöhen. Das kann allerdings kein Dauerzustand sein, denn wenn wir die Frohe Botschaft des Revisionismus verbreiten wollen, muß der Verkehr zwangsläufig ansteigen. Das hängt letztlich alles davon ab, wie ich mein Marketing auf die Beine bringe.

Schlußendliches

Es wird zusehends schwierig, ein wachsendes Unternehmen, das zum Großteil aus unabhängig agierenden Freiwilligen und selbständigen Freiberuflern besteht, zu organisieren und zu kontrollieren, insbesondere wenn die eigene rechtliche Situation es einem nicht erlaubt, langfristige finanzielle oder auch nur immobilienmäßige Verbindlichkeiten einzugehen. Aber das Leben geht weiter, und nach den Gesetzen der Evolution wird sich alles so weiter entwickeln, wie es den Umweltbedingungen entsprechend am besten überlebensfähig ist. Eine dezentrale, chaotisch anmutende Organisation ist eben am wenigsten anfällig für Störungen von außen. So muß man es wohl sehen.

Wenn man mich fragt, ob ich die Dinge eher optimistisch oder pessimistisch sehe, so muß ich mit Robert Faurisson sagen, das ich die Zukunft des Revisionismus rosig sehe, die Zukunft der Revisionisten hingegen eher schwarz. Solange es zu keinem großen wirtschaftlichen und damit auch politischen Zusammenbruch kommt, wird die Verfolgung nicht abebben, sondern im Gegenteil mit dem zunehmenden inhaltlichen Erfolg des Revisionismus sogar zunehmen. Das ist an sich ein gutes Zeichen, denn wenn man uns ignorieren könnte, so hätten wir etwas falsch gemacht.

So bleibt denn – wieder nach Robert Faurisson – nur noch übrig festzustellen, daß wir revisionistischen Vögelein auch weiterhin munter unsere Lieder pfeifen werden, ob in Freiheit oder hinter Gittern. Wir sind halt so. Hier stehen wir, wir können nicht anders.

In diesem Sinne verbleibe ich herzlichst Ihr

gez. Germar Rudolf


Rechenschaftsbericht Frühjahr 2000
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