Rechenschaftsbericht von Castle Hill Publishers

»Das bin ich Ihnen schuldig«

Von Dipl.-Chemiker Germar Rudolf

 

Es ist nun etwa ein Jahr her, daß ich Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit zukommen ließ. Höchste Zeit also, so meine ich, für einen Rückblick und für ein Blick in die Zukunft.

Persönliches

Das Jahr 1999 hat für mich einige Schicksalsschläge bereit gehalten, die nicht leicht zu meistern waren bzw. sind. Ich versuche aber, diese meine persönlichen Probleme nicht auf meine Berufstätigkeit abfärben zu lassen, da dies meine Lage nur verschlimmern würde. Andererseits bin ich auch nicht der Meinung, daß ich Privates vor der Öffentlichkeit ausbreiten sollte, so daß ich darüber bisher geschwiegen habe. Es ist nun aber Zeit, dieses Schweigen zu brechen und wenigstens Ihnen, meinen treuen Kunden und Unterstützern, von meiner Lage zu berichten, damit sie verstehen können, mit welchen Schwierigkeiten ich zu kämpfen hatte und habe.

Im Frühjahr 1999 hat sich meine Frau von mir getrennt und ist mit unseren zwei Kindern, dem Hund und fast dem ganzen Hausrat zurück nach Deutschland gezogen. Sie betreibt zur Zeit die Scheidung. Erst, wenn man eine Sache verliert, weiß man, wie sehr man an ihr gehangen hat. Etwa einen Monat nachdem meine Familie mich verließ, fingen entsetzliche Alpträume an mich zu quälen. Es ist vor allem meine Liebe zu meinen zwei Kindern kombiniert mit dem Schmerz dieser Trennung, was mich zutiefst getroffen hat. Wer nie Kinder in die Welt gesetzt hat, weiß nicht, was es bedeutet, absolut, bedingungslos und voraussetzungslos zu lieben. Und wer nie seine Kinder verloren hat, der weiß nicht, was absoluter Seelenschmerz bedeutet. Gottseidank besucht mich meine Frau mit den Kindern etwa drei bis vier Mal im Jahr für etwa eine Woche, so daß der Verlust nicht total ist Und zum Glück gibt es die modernen Kommunikationsmethoden, die es mir erlauben, auch über Ländergrenzen hinweg mit meinen Kindern im Kontakt zu bleiben.

Weiterhin verhält sich meine Frau in dieser Trennungssache, wie man es sich nicht besser wünschen kann: Keine Gerichtsstreitigkeiten, kein Kampf um den Unterhalt, keine Forderungen, kein Zwist. Nein, wenn das Thema "Revisionismus" zur Sprache kommt, verteidigt sie mich sogar - nicht inhaltlich, denn das könnte sie kaum, sondern auf rein menschenrechtlicher und menschlicher Schiene. Sie ist eben die einzige, die wirklich weiß, wer ich bin, was ich getan habe und was nicht. Ihr macht keiner etwas vor, der ihr einreden will, ich sei ein schlechter Mensch, ein Radikaler, ein Extremist, ein Nazi, Antisemit, oder was man auch sonst immer an Unrat über mich auszukippen versucht.

Der Grund für unsere Trennung war vielfältig: Meine Frau hatte über all die Jahre, die wir gemeinsam in England lebten, immer schreckliches Heimweh. Freunde zu finden, denen man anfangs die Wahrheit vorenthalten muß, weil man niemandem traut, erwies sich als unmöglich. Zudem hätte sie nach Ende ihres Mutterschaftsurlaubs ihre Anstellung in Deutschland verloren, wäre sie nicht zurückgegangen. Außerdem hatte sie ständig Angst, einmal völlig alleine mit den Kindern in England zu sitzen - ohne Freunde, ohne Verwandte, und ohne Anstellung -, sollte sich die englische Polizei einst entscheiden, mich an Deutschland auszuliefern. Diese ständige Angst hat sie seit jeher gequält, zumal unsere Tochter letztes Jahr in die Schule gekommen wäre und es daher unumgänglich gewesen wäre, den Behörden unseren wahren Aufenthaltsort mitzuteilen. Sie konnte es nicht mehr ertragen, mit den Kindern in ständiger Ungewißheit zu leben, da wir uns nie sicher sein konnten, daß wir in der nächsten Woche noch am selben Ort wohnten. Auch wenn es weh tut: im Endeffekt hat sie es auch für mich getan, da ich jetzt unabhängig und flexibel bin und in brenzligen Situationen sofort reagieren kann.

Paradiesische Bilder
Oben: Heimatlicher Strand (Kalkklippen, East Sussex)
Rechts: Papa Germar mit seinen beiden Kleinen beim Sandburgbauen am heimatlichen Strand.

Es mag jeder für sich entscheiden, wie er an Stelle meiner Frau gehandelt hätte. Aber nach allem, wie sie sich mir gegenüber in all den Jahren verhalten hat, werde auch ich alles tun, um ihre Ehre zu verteidigen. Immerhin hat sich meine Frau mit mir verlobt, als ich schon aus dem Max-Planck-Institut herausgeworfen worden war, meine Doktorarbeit verloren und die erste Hausdurchsuchung hinter mir hatte. Sie hat mir zu einem Zeitpunkt das Jawort gegeben, als die Medien schon gegen mich gehetzt hatten und sich daraufhin sogar meine Eltern von mir distanzierten. Sie ist mir nach Spanien und England gefolgt, als fast alle anderen mich aufgegeben hatten. 99,9% der heutigen jungen Frauen hätten erst gar nicht eine Familie mit mir gegründet und wären diesen steinigen Weg so lange an meiner Seite mitgegangen und würden mir auch jetzt noch, da sich unsere Wege getrennt haben, die Stange halten, wenn es darauf ankommt.

Juristisches

Die Angst meiner Frau, die englische Polizei könnte versuchen, sich an mir zu vergreifen, wurde im November 1999 wahr. Nach einer Pressehetze gegen mich durch Artikel in der englischen Wochenzeitung Sunday Telegraph stellte Deutschland ein formelles Auslieferungsgesuch an Großbritannien. Gegen Ende November 1999 tauchten dann tatsächlich zwei britische Beamte in meiner Wohnung auf - freilich nur um festzustellen, daß ich schneller war als sie. Ich bin vielmehr Ende Oktober 1999 in volle Deckung gegangen und arbeite jetzt quasi aus dem Untergrund. Tatsächlich kann der Revisionismus im Anfang des 21. Jahrhunderts nur noch als intellektueller Partisanenkrieg aus dem Untergrund geführt werden. Wir Revisionisten waren trotz aller Verfolgung in den letzten 10 Jahren derart erfolgreich, daß man den Verfolgungsdruck immer weiter erhöhen mußte. Aber auch das beeindruckt mich noch nicht. Leider mußte ich aus Sicherheitsgründen jene Region verlassen, die mir in den letzten 31/2 Jahren so sehr zur Heimat geworden ist wie keine andere je zuvor. Die Bilder, die ich in diesem Schreiben wiedergebe, zeigen daher die Gegend, in der ich einst wohnte, aus der man mich nun auch vertrieben hat.

Das verborgene Paradies
Oben: Ausblick von Zuhause. Im Hintergrund: der Ärmelkanal.
Rechts: Familienbesuch Ostern 1999.

Diese neue Taktik hat jedoch Konsequenzen, was die Kommunikation anbelangt. Zwar bleibt die Ihnen bekannte Adresse und Fax-Nummer (siehe oben) erhalten. Bitte erwarten Sie von mir aber nicht, daß ich in der Nähe des Fax-Anschlusses oder des Postfaches wohne oder arbeite, wo sie ihre Faxe/Post hinsenden. Das wäre freilich viel zu einfach für die Polizei. Haben sie je in einem Krimi gesehen, wie sich Agenten in Feindesland Nachrichten zukommen lassen? Geheime Briefkästen, schmuggeln von Gegenständen mit Nachrichten... Genau so geht das. Und es braucht Wochen, bis mich derartige Post erreicht. Wer mich schnell erreichen will, muß sich einen Internet-Anschluß zulegen und mich per Email kontaktieren. Diese Nachrichten erreichen mich unmittelbar und werden meist am gleichen Tag beantwortet, denn noch kann der Große Bruder nicht alle Telekommunikationsleitungen der Welt kontrollieren (oder besser: noch sind wir nicht so gefährlich, daß sie diesen Aufwand betreiben würden. Aber was nicht ist...)

Und warum kommt Post dann überhaupt noch an? Nun, was ich in England tue, ist hier absolut legal. Die Briten können also meine Tätigkeit als solche und die Hilfe, die mir Dritte hier zukommen lassen, rechtlich nicht unterbinden. Das Einzige, was sie momentan machen könnten, ist, mich zu schnappen und auszuliefern. Aber den Gefallen werde ich Ihnen nicht tun. Und so wichtig bin ich der britischen Regierung auch wieder nicht, daß deshalb eine Sonderkommission gebildet würde, die sich nur mit mir beschäftigt. Jetzt, da sich der Pressewind um meinen Fall wieder einmal gelegt hat, wird es tatsächlich immer weniger gefährlich für mich.

Unternehmerisches

Die mir in den letzten Monaten aufgezwungenen neuen, unorthodoxen Arbeitsmethoden haben freilich eine massive Umstellung meines Betriebes zur Folge gehabt, die auch nicht spurlos an Ihnen, meinen geehrten Kunden, vorübergehen wird, so sehr ich Ihnen das gerne erspart hätte: Aufgrund des überhasteten Umzuges in ein sichereres Quartier kam es zu einer mehrwöchigen Unfähigkeit, überhaupt etwas kreatives Zuwege zu bringen. Beim Transport meines Büromaterials ist es unglücklicherweise dann auch noch zu einem Schadensfall gekommen, der mich nun seit fast vier Monate partiell lahmgelegt hat, da mir Daten, Archivmaterialien und Arbeitsgeräte zeitweilig nicht zur Verfügung standen. Ein Ende ist nun aber in Sicht, und ich hoffe, spätestens gegen Ende März wieder voll einsatzfähig zu sein. Die Anschaffung einer komplett neuen Ausrüstung wäre da wohl die intelligenteste Lösung gewesen, aber das dafür notwendige Geld möchte ich solange nicht ausgeben, wie sich die unsicheren Zukunftsaussichten nicht gebessert haben. Wer weiß, vielleicht werde ich jeden Pfennig noch bitter nötig gebrauchen.

Und um das Tüpfelchen auf das i zu setzen: Zu alledem kam dann noch ein reines Software-Problem: Eine aktualisierte Fassung des Programmes, das ich bisher für die Erstellung sämtlicher Druckschriften benutzt hatte, erwies sich als derart mißglückt (es war eher ein Downgrade), daß ich mich im Oktober entschloß, auf ein anderes Programm umzusteigen, was aber meine Erwartungen absolut nicht erfüllte. Seither hänge ich mit meiner Software so ziemlich zwischen allen Stühlen. Aber das ist das kleinste Problem. Es zehrt nur zusätzlich an den Nerven.

Blick über die Heimat, August 1999

Bitte bedenken Sie, daß der Personalbestand des Verlags Castle Hill Publishers exakt aus einer Person besteht: Germar Rudolf. Inzwischen hilft mir ein Freund beim Versand der von Ihnen bestellten Artikel, was mich zusätzlich etwas Geld kostet. Aber diese Investition war bitter nötig, denn über die Versandadresse könnte die Polizei zurückverfolgen, wer da was wann von wo versandt hat, und das wollen wir ja vermeiden. Ein modernes Verlagswesen muß glücklicherweise heutzutage gar keinen persönlichen Kontakt zur Druckerei, zum Lager und zum Versand haben. Alle Daten laufen anonym über das Internet.

Dennoch: Die Vorbereitung zu allen Veröffentlichungen sowohl der Vierteljahreshefte als auch der von mir verlegten Bücher, also Akquisition von Artikeln und Manuskripten, Organisation von Übersetzungen (teilweise mache ich das auch selbst), Texterfassung, Layout, Umbruch (fürs Korrekturlesen habe ich ehrenamtliche Mitarbeiter), Führen der Kundendatei, Rechnungs- und Mahnwesen, Steuern, führen der gesamten Korrespondenz, und schließlich nicht zu vergessen: die massiven Arbeiten, die mit meinen Internettätigkeiten anfallen (Formatierung, Programmierung, Organisation, Layout...), all das macht nur die einzige bei Castle Hill Publishers tätige Person, nämlich ich.

Wie Sie mir helfen können

  • Falls Sie einen Computer haben und online sind bzw. gehen möchten, so melden Sie sich einfach per Email bei mir ([email protected]). Ich teile Ihnen dann detailliert mit, wo und wie Sie mir helfen können, etwa bei der Erfassung und Formatierung von Texten für unsere Internet-Datenbank, beim Recherchieren für bestimmte Forschungsprojekte oder bei der Sammlung von Informationen in Archiven/Bibliotheken bzw. online.
  • Falls Sie mir finanziell unter die Arme greifen wollen - sei es allgemein oder projektgebunden -, so melden Sie sich bitte bei der auf S. 1 angegebenen Adresse.
  • Das mir zur Verfügung stehende deutsche Konto können Sie bei mir persönlich erfragen (email: [email protected])
  • Mein englisches Konto ist (mit Postadresse):
    Germar Rudolf, 11 Wellington House,
    Castle Hill Passage, Hastings TN34 1PG, UK
    HSBC Bank, 79 Seaside, Eastbourne, BN22 7NQ, UK, BLZ (bank code): 40-20-05, Konto-Nr. (account no.): 71299948
  • Falls Sie Fremdsprachenkenntnisse besitzen und mir beim Übersetzen verschiedener Texte helfen wollen, so nehmen Sie bitte per Email mit mir Kontakt auf (eine Kommunikation über die normale Post dauert viel zu lange).
  • Nicht, daß ich stolz darauf wäre, alles alleine zu schaffen (es schafft wohl eher mich). Aber wer möchte schon in einem Betrieb angestellt werden, der morgen von der Polizei aufgelöst wird, weil der Eigentümer gesiebte Luft atmen geht? Und wie könnte ich es verantworten, jemanden einzustellen, dessen Gehalt ich morgen nicht mehr garantieren kann, weil man mich mal wieder gezwungen hat, Hals über Kopf die Stellung zu wechseln? Und wem könnte ich trauen?

    Ich schreibe Ihnen so detailliert darüber, weil ich Sie um Verständnis bitten will. Wer sieben Webseiten verwaltet, eine Zeitschrift mit 480 Seiten kleingedrucktem Text pro Jahr herausgibt, und daneben noch einige Bücher pro Jahr veröffentlicht, der kann sich für die Bearbeitung von 500 Briefen, die pro Woche auf seinem Schreibtisch landen, nur wenige Minuten pro Brief Zeit nehmen - wenn überhaupt. Seien Sie mir also nicht böse, falls Sie von mir keine oder nur eine sehr kurze Antwort bekommen; falls ich Sie bitte, zu einem von Ihnen angeregten Thema selbst einen veröffentlichungswürdigen Beitrag zu schreiben (denn man merke: ich bin Herausgeber und Verleger einer Zeitschrift, nicht Autor der Beiträge, die darin erscheinen); falls Sie irrtümlich eine falsche Rechnung oder Mahnung bekommen, denn ich kann 2.500 aktive Kunden nur mit Hilfe eines gnadenlos sturen Computers verwalten, der keine Ausnahmen zuläßt und meine Eingabefehler nicht erahnen kann: Haben Sie in solchen Fällen bitte etwas Geduld mit mir und kündigen Sie nicht gleich vor Wut ihre Abos oder stellen jede Unterstützung ein. Ich glaube nicht, daß mit einer solchen Reaktion irgend jemandem gedient ist.

    Terminliches

    Die wenig erfreulichen Umstände, unter denen zu leben und zu arbeiten ich in den letzten Monaten gezwungen war, zwingen mich leider, das Erscheinen einiger Publikationen hinauszuschieben, wofür ich Sie um Verständnis bitte:

    1. Die für den Spätherbst/Winter angekündigte englische Ausgabe der Grundlagen zur Zeitgeschichte wird nun wahrscheinlich im Frühsommer erscheinen. Sie befindet sich gerade im Endlektorat. Ursache für diese Verspätung war in diesem Fall nicht meine persönliche Lage, sondern die Unzuverlässigkeit der Lektoren, die an dem Buch im Sommer 1999 arbeiteten. Ich mußte zuerst einen neuen Lektor finden.
    2. Die Ausgabe 1/2000 der Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung wird sich um mindestens zwei Monate verspäten. Ich konnte erst diese Woche mit den Arbeiten dafür beginnen. Themen gibt es wahrlich genug, so daß ich zugleich an zwei Ausgaben arbeite. Es werden also im Mai/Juni zwei Ausgaben relativ kurz hintereinander folgen.
    3. Die Neuauflage meines Rudolf-Gutachtens sollte eigentlich im März erscheinen, jedoch wurde die Kommunikation mit meinen zwei Mitautoren im November jäh unterbrochen und konnte bisher noch nicht wieder voll in Gang kommen. Ich rechne damit, daß das Gutachten spätestens im Spätsommer vorliegen wird. Diejenigen unter Ihnen, die es schon bestellt haben, bitte ich um Geduld.
    4. Fast unberührt von den angeführten Schwierigkeiten sind alle weiteren diversen Übersetzungsprojekte ins Englische. Da meine Übersetzer im Gegensatz zu mir keine Schwierigkeiten haben, machen diese gute Fortschritte, und den Layout und Satz von mehr oder weniger druckreifen Büchern kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln recht einfach bewerkstelligen.

    England von seiner schönsten Seite: Zuhause

    Englisches

    Als Schüler hatte ich zwei Fächer, in denen ich ganz besonders schwach war: Englisch und Geschichte. Beide Fächer schloß ich mit fünf ab - Gottseidank in unterschiedlichen Jahrgängen, sonst wäre ich sitzen geblieben. Die Ironie der Geschichte hat es gewollt, daß ich nun in England lebe und einen Verlag für geschichtliche Literatur besitze. Die englische Sprache ist mir zur zweiten Natur geworden, ja ich denke bald schon öfter englisch als deutsch. Die Geschichtsforschung und -schreibung ist mein Schicksal geworden, im Guten wie im Bösen.

    Mein langjähriger Aufenthalt in England hat dazu geführt, daß ich meine jahrelange Abneigung gegen alles Angelsächsische gehörig abgebaut habe. Vor allem aber hat er zur Einsicht geführt, daß man mit dem Geschichtsrevisionismus nichts erreichen kann, wenn man ihn nicht in englischer Sprache präsentiert. Es mag 100 Millionen Menschen auf der Erde geben, die Deutsch lesen können, aber es gibt eben bestimmt 2 Milliarden Menschen, die Englisch lesen können, und was noch viel wichtiger ist: darunter befinden sich diejenigen, die die Weltpolitik entscheiden in Wissenschaft, Politik und Medien. Was würde es den Deutschen nützen, wenn sie sich selbst von der Richtigkeit der revisionistischen Thesen überzeugten und sich anschließend aus weiser politischer Einsicht eine Art revisionistischen Jörg Haider wählten? Die Welt würde Deutschland und die Deutschen wieder genauso hassen wie anno 33-45. Was aber, wenn die Welt sich einen Jörg Haider wählt? Freilich, dieses Ziel mag unerreichbar scheinen, und wir mögen es nicht während unserer Generation erreichen. Aber unser mögliches Scheitern wäre nur dann absolut gewiß, wenn wir jeden Versuch unterließen.

    Meine tägliche Aussicht: Blick auf die heimatliche Bucht (Eastbourne im Vordergrund, Hastings im Hintergrund)

    Englisch ist die Weltsprache, und das noch viel mehr, wenn es ums Internet geht, dem Kommunikations- und Informationsmedium des 21. Jahrhunderts. Ich habe mich daher entschlossen, die wichtige in Europa erscheinende revisionistische Literatur nach Möglichkeit ins Englische übersetzen und in der ganzen Welt vertreiben zu lassen.

    Meinem neuen Buchprogramm können Sie den Anfang dieses ehrgeizigen Projekts entnehmen: Ich versuche nach Möglichkeit für alle wichtigen Bücher auf dem deutschen Markt, für die es noch keine englische Übersetzung gibt, eine solche zu bewerkstelligen. Zudem versuche ich zur Zeit, die in Spanien, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern tätigen Revisionisten so zu vernetzen, daß sie von ihren jeweiligen Publikationen Kenntnis erlangen. Wichtige und interessante Beiträge werde ich nach Möglichkeit in VffG publizieren, und ich hoffe, diese auch in Englischer Sprache lancieren zu können.

    Die Herausgabe eines englischen Äquivalents zu den Vierteljahresheften habe ich aufgrund meiner momentanen Schwierigkeiten zunächst einmal zurückgestellt. Vielleicht gelingt es ja nach dem Ende des unglückseeligen Streites zwischen W. Carto und dem Institute for Historical Review, das traditionsreiche Journal of Historical Review wieder so in Schwung zur bringen, daß eine englische VffG überflüssig ist.

    Wie in VffG Heft 4/99 angekündigt, baue ich zusammen mit Freunden gerade eine Fernakademie für freie Geschichtsforschung auf. Ihr Sitz wird in den USA sein, da man dort steuerbefreit werden kann und die unbeschränkte Meinungsfreiheit genießt. Weitere Einzelheiten möchte ich darüber zur Zeit noch nicht bekannt geben. Die von mir demnächst angebotenen englischen Bücher werden aller Voraussicht nach von dieser Akademie verlegt. Falls Sie in Europa leben, sollten Sie diese Bücher bei mir bestellen, da ich den Vertrieb für das europäische Festland von England aus übernehmen werde. Die Bestellungen von Kunden anderer Kontinente werde ich entsprechend weiterleiten.

    Ich bin der Meinung, daß die Ausweitung meiner Tätigkeit auf den englischen Sprachraum absolute Priorität hat, denn die Welt spricht nun einmal Englisch. Falls Sie dies unterstützenswert finden, so können Sie die vorgenannte Fernakademie auch direkt unterstützen, was Sie sogar von der Steuer absetzen können (vgl. Info-Kasten "Wie Sie mir helfen können" auf S. 3.)

    Zeitschriftliches

    Entwicklung der vertriebenen Ausgaben der Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung. Gedruckte Exemplare: 1/97: 2.000; 2-4/97: 1.000; 1-4/98: 1.500; 1/99: 1.200; 2/99: 1.300; 3/99: 1.500; 4/99: 1.700.

    Ich weiß, daß Sie alle große Hoffnungen und Erwartungen in meine Zeitschrift Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung setzen, und ich werde alles versuchen, diese nicht zu enttäuschen. In der nebenstehenden Grafik habe ich für Sie eine kleine Statistik über die Auflagenentwicklung von VffG erstellt. Sie zeigt den steten Aufwärtstrend, der Ende des letzten Jahres vor allem durch eine recht erfolgreiche Anzeigenkampagne in diversen Organen getragen wurde. Mit ähnlichen Mitteln hoffe ich, diesen Trend auch dieses Jahr fortsetzen zu können, wenn auch vielleicht etwas verzögert. Bedenkt man, daß die verbreitete Auflage zeitgeschichtlicher Zeitschriften des Establishments auch nicht größer ist als 1.500 bis 4.000 Exemplare, so ist dieser Erfolg höchst respektabel insbesondere angesichts der Umstände, unter denen wir alle dies zustande brachten. Dank meines Verhandlungsglücks war ich zudem in der Lage, die erhöhten Druckkosten für ein um 50% erhöhtes Volumen fast ganz abzufangen (120 statt 80 Seiten pro Ausgabe).

    Teuer zu stehen kam mir hingegen der Euro: Seit der Ankündigung der Unabwendbarkeit des Euros Anfang 1997 hat das britische Pfund um 40% an Wert gewonnen (von DM 2,30 Anfang 1997 auf DM 3,20 zur Zeit). Zählt man noch die üblichen in drei Jahren anfallenden 10% Inflation bei allen anderen Kosten hinzu, so sind die Herstellungskosten jeder Ausgabe von VffG heute 50% höher als 1997. Ich darf Sie daher um Verständnis dafür bitten, daß ich zur Zeit unmöglich eine Preisreduktion durchsetzen kann, wie so mancher es vorgeschlagen hat, der angesichts der Qualität von VffG davon ausgeht, daß ich inzwischen Zigtausende davon absetzen kann. Schön wär's...

    Immerhin bekommen Sie zur Zeit für DM 25,- pro DIN A4 Heft soviel geboten wie in einem 250 Seiten starken Buch voll aktueller Informationen und wohlfundierter Berichte. Und dafür ist dieser Preis wahrlich königlich.

    Internetliches

    Die Zahl der Besucher auf meiner Webseite hat sich seit dem letzten Jahr etwa verdoppelt, verursacht vor allem durch den Aufbau der englischen Abteilung, was sich besonders in den letzten Monaten auswirkte.

    Die von meiner Webseite heruntergeladene Datenmenge hat sich im letzten Jahr etwa verdoppelt, obwohl die Größe aller Dateien seither durch verschiedene Kompressionsmaßnahmen auf etwa 50% reduziert wurde.*

    * Im Mai 1999 um 30% durch Reduktion der Auflösung von Bildern ohne merkliche Qualitätseinbußen, im Dezember 1999 um 15% durch Entfernung von Menürahmen; im Februar 2000 um weitere 8% durch Ersatz sämtlicher Bilder in der Menüleiste durch Text. Die hier gezeigten Daten sind Netto-Datenmengen, also ohne Kommunikationsdaten der Server, die jedoch auch berechnet werden und die Datenmenge auf über 266 MB/Tag (8 GB/Monat) ansteigen lassen.

    Zuletzt möchte ich noch auf meine Aktivitäten im Internet eingehen. Meine hochgeschraubten Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Besucherzahlen und der heruntergeladenen Datenmenge haben sich bestätigt. Letztes Jahr hatte ich geahnt, daß ich die erlaubte Datenmenge von 8 Gigabyte pro Monat (das sind etwa 8,6 Milliarden Buchstaben) wahrscheinlich zum Jahresanfang 2000 überschreiten werde. Tatsächlich erreichte ich diese Marke im Februar (vgl. Grafiken). Um eine erhöhte Gebühr zu vermeiden, habe ich daraufhin wieder einmal das Internet-Service-Unternehmen gewechselt. Nun stehen mir zum gleichen Preis 12 Gigabyte/Monat (400 MB/Tag) zur Verfügung, die ich wahrscheinlich im Herbst erreichen werde. Inzwischen habe ich aber bereits ein Unternehmen ausgemacht, daß mir 25 Gigabyte/Monat für einen sogar niedrigeren Preis angeboten hat. Wahrscheinlich werde ich dieses Angebot in einigen Monaten annehmen. Diese Grenze werde ich wahrscheinlich nicht vor dem Ende des Jahres 2001 überschreiten, wahrscheinlich sogar später. Dann jedoch steht eine ganz andere Entscheidung an. 20-30 Gigabyte gelten nämlich als Grenze, ab der es kostengünstiger ist, sich einen eigenen Server zuzulegen und selbst ein Internet-Service-Unternehmen aufzumachen, anstatt den Service anderer zu bezahlen. Es wäre dann also an der Zeit, in den USA ein revisionistisches Internet-Service-Unternehmen aufzubauen mit dem alleinigen Zweck einer internationalen revisionistischen Datenbank, wo man Tausende von Artikeln und Hunderte von Büchern kostenlos abrufen kann. Dieses Ziel ist absolut greifbar geworden, da ich inzwischen die nötigen Kenntnisse erworben habe und da die Computer, die diese Dienste vollführen können, immer schneller und billiger werden.

    Als Partner für diese Zukunftspläne hoffe ich auch, andere große revisionistische Webseiten gewinnen zu können, wie etwa die US-amerikanische CODOH (Committee for the Open Debate On the Holocaust). Diese Webseite zieht zur Zeit etwa doppelt so viele Besucher an wie die meinige (ebenfalls bezüglich der Datenmenge), allerdings konzentriert sich diese Seite zunehmend auf aktuelle Berichterstattung und Diskussion. Diese Arbeitsteilung zwischen vho.org und codoh.com läßt ein solches gemeinsames Zukunftsprojekt daher sehr attraktiv erscheinen.

    Beim Aufbau einer solchen Datenbank bräuchte ich freilich die Hilfe vieler fleißiger Heinzelmännchen, die mir bei der Erfassung von Büchern und der Formatierung fürs Internet helfen. Ich habe einen entsprechenden Aufruf bereits vor einem Jahr lanciert. Während ich die erbetenen revisionistischen Schriften, die ich ins Internet zu hängen vorhabe, fast alle bekommen habe, hat sich nur eine Person gemeldet, die mir bei der Erfassung helfen wollte, und diese hat es dann aus gesundheitlichen Gründen auch wieder aufgeben müssen. Diese Erfahrung war alles in allem etwas enttäuschend. Da in letzter Zeit aber immer mehr Personen in Europa online gehen, hat sich in den letzten Monaten einiges geändert, und nun scheint es so, als würde ich einige Helfer finden. Ganz umsonst jedoch macht es kaum einer. Ich zahle also zur Zeit denjenigen, die mir bei der Texterfassung, Korrektur und Formatierung helfen, ein gewisses Entgelt, wenn diese darauf angewiesen sind.

    Schlußendliches

    So manchem mag mein Schicksal schlimm erscheinen. Wenn ich aber daran denke, was die meisten Menschen der Generation meiner Großeltern mitmachen mußten - der 1. Weltkrieg, Versailles, Weimar, Inflation und Wirtschaftszusammenbruch, später dann Dienst an der Front, Bombenkrieg in der Heimat, Flucht, Vertreibung, Gefangenschaft, Besatzung, mit all dem schrecklichen Massensterben und den Massenmorden -, so weiß ich, daß mein Schicksal noch milde ist. Zumindest liebe ich meinen Beruf "Revisionist", der mich vor allem geistig, aber auch einigermaßen materiell unabhängig macht. Daß mein Familienglück zur Zeit gestört ist, und daß ich in gewissem Maße ständig auf der Flucht lebe, dies ist eben mein Kreuz, das ich zu tragen habe.

    Um es kurz und bündig zu machen: Auch wenn uns das Wasser bis zum Halse steht, wir kämpfen dennoch weiter. Denn solange mich Ihre treue Unterstützung nicht verläßt, solange werde ich mich weiter für Wahrheit und Freiheit einsetzen können.

    Bitte lassen Sie mich nicht im Stich!

    In Dankbarkeit Ihr


    Rechenschaftsbericht Frühjahr 1999
    Rechenschaftsbericht Sommer 2003
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