Kapitel X:
Schlußfolgerung

1987 schrieb Robert Faurisson folgende bemerkenswerten Zeilen:[929]

»Das Shoa-Geschäft wird weiterhin blühen. Überall werden neue Holocaust-Museen aus dem Boden schießen, und auch in Zukunft wird die Holocaust-Propaganda Hochschulen und Universitäten überfluten. Die Konzentrationslager werden zu Attraktionen werden wie Disneyland. [...] "Tour Operators" kalkulieren den Profit, der ihnen aus diesen Orten erwächst, an denen es im Grunde nichts zu sehen gibt und wo sie die Leere folglich mit Symbolen füllen werden. Je weniger man dort mit seinen Augen erblicken kann, desto mehr werden sie den Leuten in ihrer Phantasie zu sehen geben. In dieser Hinsicht ist Treblinka der ideale Ort. Dort ist alles symbolisch: Der Eingang zum Lager, seine Grenzen, die Bahnlinie, die Zufahrtsrampe, der Pfad zu den "Gaskammern", die "Scheiterhaufen unter freiem Himmel".«

Ja, Treblinka ist in der Tat das passendste Wahrzeichen für den "Holocaust", die - von den wirklichen, unbestrittenen Leiden des jüdischen Volkes während des Zweiten Weltkriegs scharf zu trennende - Fata Morgana eines millionenfachen Völkermordes in Gaskammern, von dem nicht die geringsten dokumentarischen oder materiellen Spuren übriggeblieben sind und von dem wir ohne die Erzählungen einer Handvoll "Augenzeugen" nichts wüßten.

Es entbehrt nicht der Symbolträchtigkeit, daß der mit Abstand wichtigste Treblinka-"Augenzeuge", Jankiel Wiernik, und der weitaus prominenteste Vertreter der orthodoxen Geschichtsschreibung über jenes Lager, Yitzhak Arad, freche Fälscher sind. Durch eine dreiste Manipulation des von der Widerstandsbewegung des Warschauer Ghettos erstellten Berichts vom 15. November 1942 verwandelte Wiernik die genierlichen "Dampfkammern", welche die erste Phase der Treblinka-Greuelpropaganda geprägt hatten, 1944 in "Gaskammern" und legte somit den Grundstein zur Legende von den "Gaskammern von Treblinka", die im folgenden von der orthodoxen Geschichtswissenschaft zur "feststehenden historischen Tatsache" verklärt wurden. Ein noch härteres Urteil als über den jüdischen Schreiner aus dem Warschauer Ghetto müssen wir jedoch über den israelischen Professor Arad fällen, der sich des schwersten aller Verstöße gegen die Gebote der wissenschaftlichen Ethik schuldig gemacht hat: Der bewußten Verfälschung von Quellenmaterial.

Daß vor allem jüdische Kreise die historisch wie technisch absurde Geschichte vom "Vernichtungslager" Treblinka mit Zähnen und Klauen verteidigen, läßt sich unschwer mit den Sachzwängen erklären, denen diese Leute unterworfen sind.

In der "Holocaust"-Propaganda hat Auschwitz von Anfang an den ersten und Treblinka den zweiten Rang eingenommen; von den anderen vier "Vernichtungslagern" war stets weitaus weniger die Rede. Seit Ende der siebziger Jahre liegt das Flaggschiff der "Holocaust"-Armada, Auschwitz, unter Dauerbeschuß seitens revisionistischer Forscher. Unter dem - für die Öffentlichkeit unsichtbaren, jedoch enormen - Druck der Revisionisten sahen sich die Verfechter des orthodoxen Geschichtsbildes gezwungen, die Opferzahl dieses Lagers immer mehr zu reduzieren. 1990 rückte die Leitung des Auschwitz-Museums von der - von westlichen Historikern freilich nie übernommenen - Ziffer von vier Millionen Auschwitz-Opfern ab und ersetzte sie durch anderthalb Millionen, und 1994 verringerte der von den Medien als führender Auschwitz-Fachmann gepriesene Jean-Claude Pressac die Opferzahl abermals drastisch auf 631.000 bis 711.000.[930] Die vorerst letzte Frontbegradigung bei diesem permanenten Rückzugsgefecht erfolgte im Frühjahr 2002, als der Spiegel-Redakteur Fritjof Meyer in der Zeitschrift Osteuropa unter Bezugnahme auf angeblich neue Froschungergebnisse von einer halben Million Auschwitz-Toten schrieb, was immer noch eine Übertreibung um mindestens das Dreifache darstellt.[931]

Eine noch einschneidendere Revision war für Majdanek zu verzeichnen: War 1944 noch von anderthalb Millionen in jenem Lager Ermordeten die Rede gewesen, so setzte die polnische Geschichtsschreibung die Gesamtopferzahl 1948 zunächst auf 360.000 und zu Beginn der neunziger Jahre auf 230.000 herab,[932] und Raul Hilberg geht in seinem Standardwerk nur noch von 50.000 in Majdanek umgekommenen jüdischen Häftlingen aus.[933]

Nach den Gesetzen der Mathematik und des gesunden Menschenverstandes hätte diese massive Verringerung der Opferzahlen für Auschwitz und Majdanek eine entsprechende Reduktion der Gesamtopferzahl des "Holocaust" zur Folge haben müssen, doch nein: Die mythische Sechsmillionenzahl muß um jeden Preis aufrechterhalten werden!

Unter diesen Umständen können die Vertreter und Nutznießer der offiziellen Geschichtsschreibung das "Vernichtungslager" Treblinka mit seinen 750.000 bis 870.000 "Vergasten" nie und nimmer preisgeben, da dies auf eine endgültige Demontage des landläufigen Bildes vom Schicksal der Juden im Zweiten Weltkrieg hinausliefe und sich mit Treblinka zugleich auch die anderen "reinen Vernichtungslager" Bełżec, Sobibór und Chełmno, für die das Beweismaterial von ähnlicher Qualität ist, aus der realen Geschichte verabschieden müßten.

Daß das offizielle Treblinka-Bild das Ansehen des jüdischen Volkes mehrt, darf allerdings füglich bezweifelt werden, denn einer der Eckpfeiler dieses Bildes ist die knechtische Kooperation der Opfer mit den Henkern. Gereicht es den Juden wirklich zur Ehre, wenn ihre Väter und Großväter in Treblinka wie eine Schafsherde in die Gaskammern marschiert sind, ohne je an Flucht und Widerstand zu denken? Kann man Achtung vor den 1000 Arbeitsjuden von Treblinka empfinden, die - immer laut orthodoxer Geschichtsversion - den 30 bis 40 SS-Leuten und 120 Ukrainern Tag für Tag beim Mord an vielen tausend ihrer Glaubensgenossen behilflich waren, diese niemals vor dem ihnen drohenden Schicksal warnten und ihren Peinigern in vollem Bewußtsein ihres bevorstehenden eigenen Todes bis zuletzt treue Handlangerdienste leisteten?

Der amerikanische Revisionist Bradley R. Smith hat den Auftritt des Friseurs Abraham Bomba in Claude Lanzmanns Film Shoa kommentiert, in welchem Bomba schildert, wie er in der 16 Quadratmeter großen Gaskammer von Treblinka 60 bis 70 nackten Frauen die Haare schnitt. Nachdem Lanzmann Bomba gefragt hatte, was er denn gefühlt habe, als er zum ersten Mal all diese nackten Frauen sah, entgegnete der Friseur:[934]

»Ich fühlte, daß ich gemäß dem, was sie [die Deutschen] mir sagten, zu handeln hatte, nämlich ihre Haare zu schneiden.«

Smith meint dazu:

»Hier haben wir auf engstem Raum die Art und Weise, wie die Augenzeugen der Gaskammergreuel typischerweise ihr Verhalten beschreiben. Sie taten, was immer die Deutschen oder sonst jemand verlangte. [...] In der Gegend, in der ich aufwuchs, hätte man auf Männer gespuckt, die sich verhalten hätten, wie Bomba behauptet, sich verhalten zu haben. In der auf dem Kopf stehenden Welt der Holocaust-Überlebenden aber werden die Abraham Bombas als Märtyrer und sogar Helden angesehen.«

Historiker, die an Fakten interessiert sind, werden sich durch die monströsen Phantasien der Bombas nicht davon abhalten lassen, den vielen noch offenen Fragen zu Treblinka nachzugehen. Weitgehend ungeklärt ist vor allem, wohin es die dorthin deportierten Juden letztendlich verschlagen hat. Daß Treblinka als Transitlager diente, ist erwiesen, doch liegen die Einzelheiten (die Zahl der Umgesiedelten, ihre Bestimmungsorte sowie ihr Schicksal während des Krieges und danach) noch großenteils im dunkeln. Die zunehmende Öffnung der Archive in den Nachfolgestaaaten der Sowjetunion wird es den Forschern vermutlich im Verlauf der kommenden Jahre ermöglichen, immer mehr Licht in dieses Dunkel zu bringen. Wenn wir von Forschern sprechen, meinen wir natürlich die revisionistischen, denn deren Widersacher werden diese Arbeit schwerlich tun.


Fußnoten

[929]Robert Faurisson, »Mon expérience du revisionnisme«, Annales d'Histoire Révisionniste, Nr. 8 (1990), S. 15-82, hier S. 78.
[930]Jean-Claude Pressac, Die Krematorien von Auschwitz, Piper Verlag, München/Zürich 1994, S. 202. Vgl. auch die Übersicht über die Totenzahlen von Auschwitz von Robert Faurisson, »Wieviele Tote gab es im KL Auschwitz?«, Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, 3(3) (1999), S. 268-272.
[931]Fritjof Meyer, »Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde«, Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens, Nr. 5, Mai 2002, S. 631ff.
[932]Siehe dazu Jürgen Graf, Carlo Mattogno, aaO. (Anm. 267), Kapitel 4.
[933]Raul Hilberg, aaO. (Anm. 17), S. 956. Zieht man von dieser Ziffer die erfundenen 18.000 Opfer der angeblichen Massenerschießung vom 3. November 1943 ("Erntefest") ab, (vgl. dazu Jürgen Graf, Carlo Mattogno, KL Majdanek, aaO. (Anm. 267), Kapitel 9), ist Hilbergs Zahl der in Majdanek umgekommenen Juden nur unwesentlich übertrieben.
[934]Bradley R. Smith, »Abraham Bomba, der Friseur von Treblinka«, in: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, Nr. 3/1997, S. 192.

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