DIE ENTWICKLUNG DER GLEICHBERECHTIGUNG DER JUDEN IN DEUTSCHLAND

Wir haben schon darauf hingewiesen, daß in Deutschland nicht nur die Juden allein minderberechtigt gegenüber den bevorrechteten Ständen waren. Manche deutsche Bevölkerungsschichten, vor allem die deutschen Bauern und später die Arbeiter (also weitaus die Mehrheit der deutschen Bevölkerung) waren in ihren Rechten gegenüber einer Minderheit Bevorrechteter schwer benachteiligt; die Mehrheit des deutschen Volkes war gegenüber den bevorrechteten Ständen in mancher Hinsicht minderberechtigter als die Juden. Und diese Minderberechtigung fällt um vieles schwerer ins Gewicht, als es sich hier um deutsche Menschen handelte, die dem gleichen Volke, dem gleichen Volkstum angehörten, während die Juden sich selbst zu einem anderen, fremden Volkstum bekannten und sich in Religionsbekenntnis, in Sitten und Gebräuchen, ja selbst in Sprache und Schrift wesentlich von ihrem deutschen Wirtsvolke unterschieden, von dem sie sich aus eigenem Willen streng abgesondert hielten.

Trotzdem vollzog sich die Entwicklung der Gleichberechtigung aller deutschen Bevölkerungsschichten nicht rascher, sondern langsamer als die Entwicklung der Gleichberechtigung der jüdischen Mitbürger. Schon 321 n. Chr. ist das Bestehen einer jüdischen Gemeinde in Köln urkundlich bezeugt (vgl. Kisch, Jewry Law in Medieval Germany, und G. L. Ehrlich, Geschichte der Juden in Deutschland).

Bis zum 11. Jahrhundert, bis zu den Kreuzzügen, wurde die Existenz der Juden in Deutschland nicht beeinträchtigt. Ihre rechtliche Stellung war durch Privilegien geregelt. Niemand darf die Juden an der freien Ausübung ihres Glaubens und Kultes hindern. Auf die Verbindlichkeit dieser Privilegien wurde bei jeder Gelegenheit erneut hingewiesen.

Die bis zum 11. Jahrhundert erlassenen, die Juden betreffenden Bestimmungen sind defensiver Art: sie dienen dazu, die Christen vor Juden zu schützen.

315

kam es zur ersten Einschränkung. Den Juden wird verboten, unter den Christen Anhänger für den jüdischen Glauben zu werben, oder getaufte Juden zu verfolgen.

335

verbietet ein Edikt den Juden, ihre christlichen oder heidnischen Sklaven zu beschneiden und zu Juden zu bekehren.

339

kommt es zu dem Gesetz, daß Juden keine christlichen Sklaven halten dürfen und zu einem Verbot von Mischehen.

"Es soll darauf geachtet werden, daß die Juden nicht christliche Frauen in ihre Abscheulichkeiten (flagitiis) verwickeln."

357

Gesetz, das den Juden Bekehrungsversuche an Christen verbietet.

418

Ausschluß der Juden vom Kriegsdienst.

417

und 423 wird den Juden der Erwerb von christlichen Sklaven, zu welchem Zwecke immer, verboten.

439

Gesetz "gegen die im jüdischen Aberglauben Verharrenden":

"Kein Jude soll ... Ämter und Würden erhalten; ihm soll die Verwaltung der Stadt nicht erlaubt sein; auch soll er nicht das Amt eines Verteidigers der Stadt ausüben. Wir halten es für eine Sünde, daß die Feinde der himmlischen Majestät und der römischen Gesetze die Vollstrecker unserer Gesetze sein sollen ... und daß sie auf Grund der Autorität des erworbenen Ranges die Macht haben sollen, nach ihrem Belieben über Christen zu richten und zu entscheiden, ja häufig selbst über Bischöfe unserer heiligen Religion; das beleidigt unseren Glauben. Wer in diesem Augenblicke die Ehrenzeichen eines Amtes schon angenommen, soll der erlangten Würde nicht mächtig sein. Wer zu einer Ehrenstelle gekommen ist, soll wie vorher unter das Volk gerechnet werden, auch wenn er die ehrenvolle Würde verdient hat."

Charakteristisch bei dieser die Juden betreffenden Sonder-Gesetzgebung ist, daß die christliche Obrigkeit schon damals Maßnahmen zur Einschränkung des Einflusses der Juden und zu ihrer Ausschaltung aus dem öffentlichen Leben festlegen mußte.

517

Verbot für Christen, Tischgemeinschaft mit Juden zu pflegen (Konzil zu Epaon).

533

und 538 Verbot: Kein Jude darf künftig bei Rechtsstreitigkeiten von Christen als Richter fungieren. Verbot der Mischehe (Konzil von Orleans).

614

Bischofsversammlung zu Paris: Kein Jude darf mehr zu einem obrigkeitlichem Amt oder zu Kriegsdiensten herangezogen werden.

633

Konzil von Toledo: Künftighin darf keinem Juden das christliche Bekenntnis gewaltsam aufgezwungen werden.

800

Unter Karl dem Großen und seinem Nachfolger Ludwig dem Frommen brach für die Juden ein goldenes Zeitalter der Toleranz an.

Erneuerung der Schutzbestimmungen, daß Juden bei der Ausübung ihres Glaubens nicht gehindert werden dürfen.

Die Juden haben das verbriefte Recht, daß heidnische Sklaven nur mit Zustimmung ihrer jüdischen Herren zum Christentum bekehrt werden dürfen.

Die diskriminierenden Bestimmungen, die die westgotischen Synoden erließen (z. B. Toledo 694) und die die Zwangstaufe der Juden forderten, blieben in Deutschland unbeachtet.

Erst mit der Zeit der Kreuzzüge (1096-1192) brachen Bedrückungen in wiederholten Wellen über die Juden herein. Die Kreuzfahrer, vor allem die ihnen vorausziehenden Horden von Gesindel unzweifelhaften Rufes und unbezweifelbarer Absichten, zogen, von Frankreich her, raubend und mordend durch das deutsche Land. Schwer hatte die gesamte deutsche Bevölkerung - vor allem die Landbevölkerung unter diesem Gesindel zu leiden, nicht etwa allein die Juden. Es kam dazu, daß von diesen Horden in dieser religiös fanatisierten Zeit taufunwillige Juden, wo immer man sie ergreifen konnte, getötet wurden.

Diese Bedrängnis der Juden führte zur Auswanderung vieler Juden nach Osteuropa, nach Polen.

Von dieser Zeit, dem 11 Jahrhundert an, werden durch die kirchliche Gesetzgebung die Existenzmöglichkeiten der Juden immer mehr eingeengt, nicht um sie auszurotten, sondern um sie zum Christentum zu bekehren und ihnen ihr halsstarriges Festhalten an ihrem Glauben zu verleiden.

1205

forderte Papst Innozenz III. auf dem Laterankonzil die Sondertracht für die Juden (Judenhut, Ring auf dem Gewand); sie wurde im 14 . und im 15. Jahrhundert allgemein in Deutschland eingeführt.

Die Judenabgaben vermehren sich: Kopfsteuer ("gülden Opferpfennig"), Judensteuer, Gebühren für die Bestätigung der Judenprivilegien.

Es kam zu den Judenvertreibungen; die Juden konnten sich ihre Rückkehr durch Abgaben wieder erkaufen. Durch entsprechende Abgaben konnte auch schon die Vertreibung abgewendet werden.

1290

Ausweisung aus England,

1306

und 1394 Ausweisung aus Frankreich,

1421

Ausweisung aus Österreich,

1424

aus Zürich und Freiburg,

1426

aus Köln,

1432

aus Sachsen,

1435

aus Speier,

1438

aus Mainz,

1440

aus Augsburg und

1519

aus Regensburg.

In den Städten war die Rechtsstellung der Juden durch die sogenannten "Judenordnungen" geregelt.

Etwa mit dem Jahr 1236 wurden die Juden "Kammerknechte" des Kaisers; wie die Bauern in Abhängigkeit von ihrem Gebietsherrn, so standen die Juden damit in direkter Abhängigkeit vom Kaiser. Der Kaiser konnte über sie verfügen wie der Gebietsherr über seine Bauern; er konnte sie in die Hände anderer geistlicher oder weltlicher Machthaber geben. Kaiser, Fürsten und Städte bereicherten sich an den Abgaben der Juden.

Immer war die damalige Judenpolitik auf die Bekehrung der Juden ausgerichtet. Bekehrung stellte die Juden sofort mit der anderen Bevölkerung gleich.

Während des Dreißigjährigen Krieges entsteht die Institution der sogenannten "Hofjuden". Sie werden die Geldleiher der Fürsten, die den Aufwand für die Privatbedürfnisse der Herrscher und die Mittel für den Staatshaushalt, insbesondere die Mittel für die Versorgung der Söldnerheere und die Kriegsfinanzierung, sicherstellen. Der Einfluß der Hofjuden auf die Fürsten ist sehr groß. Die Hofjuden unterliegen nicht wie die Bauern der Beschränkung der Freizügigkeit; sie dürfen ihren Wohnsitz nehmen, wo sie wollen; sie können innerhalb des Machtbereiches ihrer Fürsten reisen, wohin sie wollen.

1782 erläßt Joseph II. das "Toleranzedikt".

Die große Französische Revolution (1789) predigt: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Schon vor der Revolution hatte Graf Mirabeau die Aufhebung der jüdischen Sondergesetze gefordert.

Am 23. Dezember 1789 erklärt der Abgeordnete Clermont-Tonerre in der Nationalversammlung:

"Den Juden, soweit sie sich als eigene Nation erklären, ist alles zu verweigern; den Juden als Menschen ist alles zu gewähren!"

Das Judenproblem war damit von der religiösen Ebene auf die nationale Ebene verschoben.

Am 26.8.1791 erfolgt die "Deklaration der Menschen und Bürgerrechte" durch die Französische Revolution.

Am 28.9.1791 hebt die französische Nationalversammlung alle Sondergesetze für Juden auf und erkennt ihnen - wie allen bis dahin minderberechtigten Volksschichten - die vollen Bürgerrechte zu.

1795 erhalten die Juden in Holland die vollen Bürgerrechte.

1782 hob das Toleranzedikt Josephs II. die Leibeigenschaft der deutschen Bauern auf, die für Juden nie bestanden hatte.

In Deutschland erfolgte die Zuerkennung der vollen bürgerlichen Rechte an die Juden durch die Zuerkennung der Bürgerrechte an jene deutschen Bevölkerungsgruppen, die von diesen Rechten ausgeschlossen gewesen waren.

1808 erkennt die neueingeführte "Städteordnung" der gesamten Bevölkerung, so auch den "Schutzjuden", die städtischen Bürgerrechte zu.

Am 11.3.1812 erging das Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden im preußischen Staat:

"Die in Unserem Staate jetzt wohnhaften, mit Generalprivilegien, Naturalisationspatenten, Schutzbrielen und Konzessionen versehenen Juden und deren Familien sind für Einländer und preußische Staatsbürger zu achten ... Die für Einländer zu achtenden Juden sollen gleiche bürgerliche Rechte und Freiheiten wie die Christen genießen. Sie können daher akademische Lehr- und Schul-, auch Gemeindeämter, zu welchen sie sich geschickt machen, verwalten.

1862 hob Baden, 1864 Württemberg die letzten Beschränkungen der Bürgerrechte (für Nichtjuden und Juden) auf.

Am 3.Juli 1869 erhielten die Länder des norddeutschen Bundes die volle bürgerliche Freiheit, 1870 Bayern.

Die Taufe ist nicht mehr die Voraussetzung für den öffentlichen Dienst, wenn sie auch für viele Berufe ein wichtiges Mittel für besseres Fortkommen blieb.

Die soziale Gleichberechtigung aber vollzog sich langsamer als die politische. Trotzdem gedieh auch die soziale Assimilation, wenn auch langsam, so doch unaufhaltsam weiter. Allenthalben rückten Juden in führende erste Positionen auf.

ZUR GEGENÜBERSTELLUNG: DIE INTOLERANZ VIELER JUDEN GEGENÜBER IHREN MINDERHEITEN

Viele nationale und orthodoxe Juden waren und sind dort, wo sie selbst die Mehrheit waren oder noch sind, von einer radikalen und absoluten Intoleranz; sie haben ihre Minderheiten ärger und härter bedrückt und ihre Rechte ärger mißachtet, als sie selbst dort, wo sie selber die Minderheit waren, jemals mißachtet und bedrückt wurden. Sie haben ihrerseits ihre Minderheiten nicht zu bekehren, sondern schlicht und einfach auszurotten versucht!

Die Geschichte berichtet von der "Ausrottungspolitik der hebräischen Horden in Kanaan" vor mehr als 2000 Jahren

(R. V. Poehlmann, "Römische Kaiserzeit und Untergang der antiken Welt"; in Ullstein Weltgeschichte, Berlin 1910, Ullstein & Co., Band I, "Geschichte des Altertums", S. 6o8).

Es ist überaus bezeichnend, daß die christlichen Vertreter der christlichen Intoleranz ihre brutale Vergewaltigung der Andersgläubigen vielfach und häufig mit den Vorbildern aus dem jüdischen Orient rechtfertigen (Poehlmann, a. a. O., S. 616).

Die Auffassung, die wir bei Augustinus finden, daß die Mißhandlung Andersgläubiger, ihre Beraubung um Hab und Gut, ihre Vertreibung von Haus und Hof, ja ihre Tötung als gottgewollt erlaubt, ja geboten sei, finden wir lange vor dem Christentum in den Büchern Mose als ausdrückliches angebliches Gebot Gottes verankert und in der Praxis der Geschichte der Juden vielfach grausam verwirklicht.

Vgl. hiezu auch den Galaterbrief. Dieser stellt eine Kriegserklärung an alle Religionen des Polytheismus und an alle zu Schisma und Häresie führenden Glaubensmeinungen dar. Diese und jene werden auf die gleiche Stufe mit den Todsünden gestellt und berechtigen zu gewaltsamer Unterdrückung. Ansichten, die dem kirchlichen Dogma widerstreiten, berechtigen sogar zur Tötung, Grausamkeit gegen Andersgläubige ist höchste "Frömmigkeit" (Karl V.). Brutale, ja barbarische Unduldsamkeit ist die spezifische Eigenschaft wie jeder Orthodoxie und jedes Nationalismus so auch des orthodoxen und des nationalen Judentums. Eine schlimmere Tyrannei kann nicht geübt werden, als sie viele orthodoxe Juden üben. Die jüdische Intoleranz unterscheidet sich dabei noch wesentlich von der Intoleranz der germanischen oder der romanischen Völker. Sie kennt keine Achtung für die Ansichten und die Person des Gegners; sie ist unbedingt und absolut und zielt auf Vernichtung des Gegners.

Das Wesen des nationalen Judentums ist Feindschaft gegen alles Nichtjüdische und Herrschaft über alles Nichtjüdische.

Aus dem 5. Buch Mose, Kap 7, 16:

"Alle Völker aber, die Jahve, dein Gott, dir preisgibt, sollst du vertilgen, ohne mitleidig auf sie zu blicken."

Kap 7, 24:

"Jahve, dein Gott, wird dir die Könige [der Völker] in deine Gewalt geben, daß du ihre Namen unter dem Himmel austilgst; niemand wird vor dir standhalten, bis du sie [alle] vernichtet hast."

Kap. 28, I:

"Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der Herr zum Höchsten machen Über alle Völker der Erde."

Aus Jesaias, 60, 10/12:

"Und Ausländer bauen deine Mauern, und ihre Könige weihen dir ihren Dienst.. ., denn das Volk und die Königreiche, die dir nicht dienen, werden untergehen und ihre Länder völlig verwästet werden."

Der Gedanke, daß Toleranz geradezu eine Verruchtheit, eine Sünde sei, kommt geradenwegs von der jüdischen Gesetzgebung her. Im Deuteronomion (13, 6) werden die Gläubigen auf die Ungläubigen direkt scharfgemacht; es wird ihnen befohlen, den eigenen Bruder und Freund, ja den eigenen Sohn und den eigenen Gatten zu ermorden, wenn sie versuchen würden, für einen anderen Glauben zu werben. 1, 6:

"Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib in deinen Armen oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, zu einem anderen Glauben Überreden wollen…

8 ... so sollst du sie nicht schonen, noch dich ihrer erbarmen,

9 ... sondern du sollst sie erwürgen. Deine Hand soll die erste sein über ihm."

Das Verhalten vieler Juden gegenüber ihren Minderheiten zeigt auch das Beispiel der Gegenwart in Palästina. 500.000 Araber wurden von Haus und Hof verjagt, ihres Besitzes beraubt und aus dem Lande vertrieben. Die Araber jedoch, die im Lande verblieben (etwa 250 000), sind heute in ihrer angestammten Heimat Bürger zweiter Klasse, Bürger minderen Rechts, denen sogar das Grundrecht der Freizügigkeit genommen ist. Man versucht mit allen Mitteln, ihnen den Aufenthalt in Palästina zu verleiden und sie zum Verlassen des Landes zu bewegen. Tausende Araber verlassen jährlich ihre Heimat, das ihnen feindlich gesinnte jüdische Palästina. Heute ist trotz des Geburtenzuwachses die Zahl der Araber in Palästina auf unter 200 000 gesunken. (Vgl. dazu Scheidl, Israel. Traum und Wirklichkeit. 2. Aufl. 1967.)

DIE RELIGIÖSEN NARRETEIEN UND PLÄNE DER NATIONALZIONISTEN IN DER LEHRE UND IN DER THEORIE

Mr. Levy, Sekretär der "World Jewish Organisation", sagte in einer Rede, die er auf der Generalversammlung dieser Organisation in Los Angeles, Kalifornien, hielt (zitiert bei Dr. Moavad, Duel in the Holy Land, S. 192 f.):

"Wir vom jüdischen Glaubensbekenntnis haben lange daran gearbeitet, in die Köpfe der atheistischen Christen den Atheismus einzuträufeln und ihnen beizubringen, daß Christus niemals gelebt hat, überhaupt niemals auf die Erde kam und daß die Geschichte von der Heiligen Jungfrau und Christus nichts als eine bloße Phantasie war und immer sein wird. In naher Zukunft, wenn das jüdische Volk die Zügel der Regierung in den USA in Händen haben wird, werden wir im Namen Gottes, im Namen Jehowas, eine gesetzliche Forderung erheben. Wir werden ein neues Unterrichtssystem einrichten, nach dem unser Gott Jehowa der einzige Gott ist, der angebetet werden darf, und die Erzählung von Christus eine Fälschung und ein Betrug ist und das Christentum daher ausgelöscht wird"

Rabbi Bena Mossig sagte (zitiert bei Moavad, Duel, S. 193):

"Das Judentum wird sich nicht begnügen mit der Zerstörung des Christentums, sondern wird seine Anhänger weiter bedrohen und verfolgen, so daß das katholische und protestantische Glaubensbekenntnis zerstört wird: Das Judentum wird Konflikte herbeiführen und seinen Willen und seine Standpunkte der Moral und seine Lebensweise in der Welt durchsetzen. Es wird seinen Glauben denen aufzwingen, deren Glauben es untergraben hat. Es wird weiter verfolgen seine Arbeit zu dem ewigen Ziel: der Unterdrückung des Christentums."

In den angeblichen "Protokollen der Weisen von Zion" heißt es über den ewigen Konflikt zwischen dem Judentum und dem Christentum und den anderen nichtjüdischen Religionen:

"14. Wenn wir herrschen werden, wird es unerwünscht sein, daß es auch andere Religionen neben unserer eigenen Religion geben wird. Dann wird es uns obliegen, alle anderen Religionen und Glaubensbekenntnisse auszulöschen."

Und an anderer Stelle heißt es dort (zitiert auch bei Moavad, Duel in the Holy Land, S 93 und 95):

"Lange Zeit haben wir versucht, die Geistlichen zu widerlegen und ihre Missionen auf der Erde zu zerstören, da diese Missionen eine Quelle der Beunruhigung für uns waren. Aber ihr Einfluß bröckelt von Tag zu Tag ab. jetzt ist überall die Freiheit des Glaubensbekenntnisses proklamiert. Das bedeutet, daß binnen wenigen Jahren das Christentum völlig zerstört sein wird"

VERHÖHNUNG UND LÄCHERLICHMACHUNG DES CHRISTENTUMS

Über das Verhältnis des Judentums zum Christentume schreibt Marcus Eli Ravage in The Century Magazine 1928 in der höhnendsten Weise, offensichtlich, um das Christentum herabzusetzen:

"Unsere Legenden und Volkssagen sind die heiligsten Botschaften, die ihr euren lauschenden Kindern zuflüstert. Eure Gesang- und Gebetsbücher sind mit den Werken unserer Dichter ausgefüllt, unsere Nationalgeschichte ist ein unentbehrlicher Teil des Unterrichtes geworden, den eure Pfarrer, Priester und Lehrer erteilen. Unsere Könige, unsere Propheten und unsere Krieger sind eure Heldengestalten. Unser früheres Ländchen wurde euer Heiliges Land. Unsere nationale Literatur ist eure heilige Bibel ... Jüdische Handwerksleute und Fischer sind eure Lehrer und Heiligen ... Ein jüdisches Mädchen ist euer Ideal der Mutterschaft und des Frauentums. Ein jüdischer Rebellen-Prophet ist der Mittelpunkt eurer Gottesverehrung geworden. Wir haben eure Götzen niedergeworfen, euer rassisches Erbe beiseite gedrängt. Wir haben euch ein fremdes Buch und einen fremden Glauben aufgebürdet, den ihr nicht genießen und nicht verdauen könnt, der mit eurem angeborenen Geist in Widerspruch steht und euch unaufhörlich unruhig macht. Wir haben eure Seele gespalten ...

Angenommen - am ganzen Leibe zitternd, sage ich dies -, ihr würdet euch einmal vollkommen der Tatsache bewußt, daß eure Religion, eure Erziehung, eure Moral, euer soziales, euer Verwaltungs und Rechts-System von Grund auf jüdisch zugeschnitten sind? ...

Und dann (statt von Grund auf dagegen zu revoltieren) beschränkt ihr euch darauf, Einzeldinge herauszugreifen, und redet großartig von jüdischen Finanzleuten und jüdischen Filmkönigen. Da ist dann unser Schrecken (vor eurer Erkenntnis) mit einem Schlage vorüber und löst sich in Gelächter auf"

In einer Publikation der "United Israel" (New York 1951) heißt es (zitiert bei Dr. Moavad, Duel in the Holy Land, S. 193):

"Das Christentum liegt in den Qualen der letzten Atemzüge. Das von der Welt angebetete Idol ist im Begriffe zu verschwinden, während der Untergang schnell heranrückt"

Rabbi J.M.Wise, der Begründer des amerikanischen Reform-Judaismus, sagte zu Beginn des 20. Jahrhunderts voraus, der "liberale Judaismus" werde die Religion aller Amerikaner des 20. Jahrhunderts werden.

Wer ein in jeder Hinsicht treffendes Konterfei des krankhaften Nationalzionismus gewinnen will, braucht sich nur der Mühe zu unterziehen, die wenigen Blätter der angeblichen sogenannten "Protokolle der Weisen von Zion" zu lesen. Nirgendwo anders findet sich - wobei die Frage der Echtheit der Protokolle völlig unbeachtlich ist - der krankhafte Geisteszustand dieser Besessenen klarer und besser, aufschlußreicher und erschöpfender charakterisiert.

Welcher normale, vernünftige Jude wird sich mit solchen phantastischen Ideen und verrückten Zielen identifizieren?

Und Ben Gurion, Ministerpräsident von Israel, der in seiner Person die zionistischen Auserwähltheits- und Weltherrschaftsträume verkörpert, meint schlicht und einfach:

(nach dem Treffen mit Adenauer 1960 in New York zu amerikanischen Journalisten; Bericht des Philadelphia Bulletin; vgl. Europa-Korrespondenz, Wien, Nr. 651 1960, S. 13):

"Die Juden werden die Welt erben."

Und solche Chauvinisten und Narren leben wirklich! Und so etwas wird im Jahre 1960 allen Ernstes in aller Öffentlichkeit gesagt!

ZUR GEGENÜBERSTELLUNG: WIE DIE ISRAELIS IHRE MINDERHEITEN IN ISRAEL BEHANDELN

Die nationale Intoleranz in Israel

"Der Jude ist der Lehrmeister der Intoleranz, alles Glaubensfanatismus, alles Mordens um der Religion willen; er appellierte an die Duldsamkeit immer nur dann, wenn er sich bedrückt fühlte; selbst aber übte er sie weder, noch durfte er sie üben; denn sein Gesetz verbot es und verbietet es ihm für alle Zukunft bis ans Ende der Zeiten"

(Houston Stewart Chamberlain über die Intoleranz der Juden)

Wir haben im Vorstehenden versucht, die maßlosen Übertreibungen der Benachteiligung und Verfolgung der Juden in der Vergangenheit mit der geschichtlichen Wahrheit zu konfrontieren; wir haben auch festgestellt, daß die Leiden und Verfolgungen anderer Völker und Minderheiten unvergleichlich härter und grausamer waren als die Leiden der jüdischen Minderheiten.

Im Nachstehenden wollen wir auch versuchen, darzulegen, daß die Juden, die sich so bitter und so übertrieben über ihre Verfolgung beklagen, ihrerseits die ihnen ausgelieferten Minderheiten noch viel härter bedrückten, als sie selbst dort bedrückt wurden, wo sie die Minderheit waren. Besonders schwer fällt dabei ins Gewicht, daß die unausgesetzt und in den bewegtesten Worten Toleranz heischenden Juden diese selbst nicht üben, wobei die Verfolgungen, die sie selbst erdulden mußten, viele Jahrhunderte zurückliegen, während die Bedrückungen und die Verfolgungen, die sie selbst an ihren Minderheiten üben, bis in die allerjüngste Gegenwart - bis auf den heutigen Tag - reichen. Die Israelis behandeln heute die arabische (mohammedanische und christliche) Minderheit im Staate Israel in einer Weise, die jedem Recht und jeder Sittlichkeit, jeder Demokratie und jedem Humanismus hohnspricht.

Wer die in den oben angegebenen Werken bei Dr. Moavad und Dr. Scheidl gesammelten urkundlichen Berichte und Zeugnisse über die Niedermetzelung, Austreibung, Totalberaubung und Entrechtung, über die grausame Behandlung der Araber in Palästina (die bis zur Einkerkerung und Ermordung der arabischen Bevölkerung geht) gelesen hat, muß zur Überzeugung kommen, daß diese Nationalzionisten, die sich mit so ungeheurer, "bergehoher Schuld" gegenüber den Arabern beladen haben und fortdauernd noch beladen, das Recht verwirkt haben, ihrerseits über andere Völker zu Gericht zu sitzen.

Nachstehend zum Vergleich mit den Leiden, die die Juden - im wesentlichen vor Jahrhunderten - zu erdulden hatten, eine Gegenüberstellung: authentische urkundliche Zeugenberichte über die Handlungsweise von Nationalzionisten im Israel der Gegenwart.

"In den USA wird Israel gewöhnlich als demokratischer Staat westlichen Typs dargestellt. Es ist im allgemeinen unbekannt, daß es tyrannische, diskriminierende Gesetze hat, ganz gleich denen der Nazi in Deutschland [die aber Kriegsmaßnahmen in einem Kriege waren, der um Sein oder Nichtsein ging], nur in umgekehrtem Sinne. In der Tat hat es noch nie einen Staat gegeben, der so offen und so restlos auf einem rassischen Mythos aufgebaut ist."

(Utley über die Zustände im heutigen Israel in Arabische Welt, S. 170)

"Ich war sehr für die Juden eingenommen, als ich nach Palästina kam. Aber später erhielt ich ein richtiges Bild der Situation."

(General Bennike, Hauptbeobachter der UNO in Palästina, 5.2.1954)

"Die Politik der israelischen Behörden gegenüber der arabischen Minderheit in Palästina hat ein klares Ziel, nämlich: die Araber loszuwerden oder sie gänzlich auszurotten. In der Ausführung dieser Politik werden zwei Methoden angewendet: erstens, arabische Ländereien auf irgendeine Weise zu beschlagnahmen und jüdischen Einwanderern zu überlassen, zweitens, die Araber auf in der Geschichte noch nicht dagewesene Weise zu verfolgen, sie zu zwingen, auszuwandern und in anderen arabischen Ländern Zuflucht zu suchen."

(Dr. A. Moavad, Frieden im Orient, S. 14

"In offener Verletzung der elementaren Grundsätze der Menschenrechte und der besonderen Vorschriften der UNO wurden die 175.000 Araber, die nach der Vertreibung der großen Mehrheit ihrer Landsleute in Palästina zurückblieben, sowohl in der Praxis wie auch im Gesetz offen diskriminiert"

(General Sparrow in seinem Buch The Sphynx Awakes, London, Robert Hale, 1957)

Im Mai 1933 schrieb Erik Ehrlich in der Warschauer jüdischen Volkszeitung über den zionistischen Nationalismus (zitiert bei J.G. Burg):

"Der jüdische Nationalismus ist genauso häßlich und ekelhaft wie der Nationalismus anderer Völker. Wenn der jüdische Nationalismus im allgemeinen [heute] nicht blutdürstig ist, dann aus Not und nicht aus Tugend. Sollte sich eine Gelegenheit bieten, würde er dies mit Zähnen und Krallen beweisen, genauso wie der Nationalismus anderer Völker."

Und im Oktoberheft 1938 der New Yorker jüdisch-sozialistischen Monatsschrift Die Zukunft schrieb er:

"Wenn die Zionisten zu Glaubensbrüdern reden, sind sie gewichtige Demokraten und stellen die Verhältnisse im heutigen und kommenden Palästina als Muster von Freiheit und Fortschritt dar. Wenn jedoch in Palästina ein jüdischer Staat entstehen wird, wird sein geistiges Klima ein ewiger Schrecken für den äußeren Feind, den Araber, sein, ein ewiger Kampf um jeden Fußbreit Erde ... ein unermüdlicher Ausrottungskampf gegen Sprache und Kultur der nichthebräischen Einwohner Israels"

Berta Stafford Vester urteilt (zitiert bei Utley, S. 15o):

"Es ist sonderbar, daß das gleiche Volk, das unter Hitlers Rassentheorie schwerstens gelitten hat, jetzt eine ähnliche Theorie zur Begründung des Zionismus aufstellt ... Das Volk, das sich zum jüdisoben Glauben bekennt, ist eine Mischung aus vielen Rassen ... Die ursprängliche semitische Blutlinie aus Palästina ist nur eine aus vielen ... Es ist daher absurd, von der Rückkehr der Juden nach Palästina zu reden, die so viele nichtpalästinensische Erbteile mitbringen. Sie sind gar nicht in Palästina zu Hause ... Man braucht sich über jene nur zu wundern, die die Rassentheorie mit lauter Stimme verdammen und zu gleicher Zeit einen Rassismus unterstützen, wie ihn die Welt n o c h n i c h t gesehen hat."

Der amerikanische Journalist Hal Leberman besuchte 1950 viele Städte und Dörfer und studierte die Zustände in Israel. Er veröffentlichte einen Bericht in der vom amerikanischen jüdischen Kommitee herausgegebenen Zeitschrift Commentary:

"Die Araber in Israel haben viel zu klagen. Sie leben in Halbghettos in sorgfältig bewachten Vierteln von Jaffa und anderen arabischen Städten Palästinas. Bestimmungen über den Ortswechsel behindern die Araber. Viele Araber klagen darüber, daß sie sich nicht um die Ländereien kümmern können. Sie werden gezwungen, in bestimmten Distrikten zu leben. Sie zahlen Steuern für Besitz und Ländereien, aus denen sie keinen Nutzen ziehen. Es gab ein Ministerium für Minderheiten, es wurde abgeschafft. Die Araber leiden schwer unter Arbeitslosigkeit. Die arabischen Händler sind ihrer Kunden beraubt worden. Der Besitz der vertriebenen Araber ist enteignet, Dasselbe geschieht auch mit dem Besitz anderer Araber. . . Zu all dem sind die großen Lohnunterschiede zwischen Arabern und Juden hinzuzufügen."

Ein anderer jüdischer Jornalist, S. Meary, schreibt über das armselige Leben der Araber:

"Die Überbleibsel der arabischen Bevölkerung von Haifa leben in einem vernachlässigten Gebiet, das den Namen Ghetto führt ... enge krumme Gassen und Gäßchen, baufällige Häuser und armselige Leute, denen Armut und Elend ins Gesicht geschrieben sind. Die Gassen voll Schmutzwasser mit furchtbarem Gestank, Brutstätten für furchtbare Krankheiten ...

Das Ghetto steht unter bewaffneter Aufsicht: es ist verboten, das Ghetto, auf wie lange immer, zu verlassen ... Die wenigen, die Arbeit finden, bekommen Löhne weit unter jenen der jüdischen Arbeiter ... Was die Sache noch verschlimmert, ist der Umstand, daß die Araber keinerlei Hilfe bekommen und doch pünktlich ihre Gemeindesteuern und die Miete für ihre Häuser zahlen müssen. Sieben- bis achtköpfige Familien wohnen in einem Raum. Die meisten Kinder in diesem Ghetto gehen nicht zur Schule; infolge der entsetzlichen Armut müssen sie schon im frühesten Alter arbeiten."

Am 19.9.1953 schrieb die zionistische Zeitung Kol Ham (zitiert bei Dr. Meavad, S. 228):

"Die Leiden und Qualen, die von den Behörden von Teil Aviv der dort lebenden Minderheit auferlegt sind, können deutlich in den Dörfern Ailabun, Mazra'ah, El Teirah, Abi Gosh und Om al Farag mitangesehen werden. Solche Schandtaten sind nur ein Teil einer langen Kette von Ungeheuerlichkeiten, die darauf hinzielen, die arabische Minderheit aus ihrem Heimatland zu vertreiben und die Städte Israels in Exilstätten zu verwandeln, wo die Araber gefoltert werden können.. .

Am 12.4.1955 veröffentlichte die israelische Zeitung Ha'aretz einen Bericht über die Lage der Araber in Jaffa:

"Von den früheren 100.000 arabischen Einwohnern Jaffas leben jetzt nur mehr 6000 Araber in Jaffa, von denen 2600 Muselmanen und 3400 Christen sind. Die arabische Sprache wurde durch das jiddische ersetzt. Die Verbliebenen werden gezwungen, ihren Besitz gegen geringe Entschädigung an die jüdischen Einwanderer zu verkaufen."

"Wie glücklich wären die niedergemetzelten und ausgetriebenen Palästinenser, wenn sie - in ihrer eigenen angestammten Heimat - von den Juden so behandelt worden wären, wie die Juden bis zum jüdisch-deutschen Krieg in Deutschland behandelt worden sind.

Wie glücklich wären die wenigen in Palästina verbliebenen Palästinenser, Mohammedaner und Christen, wenn sie in ihrem eigenen Lande unter dem Joch der Juden heute so leben könnten, mit denselben Existenzmöglichkeiten, wie sie die Juden vor und nach dem jüdisch-deutschen Krieg in Deutschland hatten und heute haben.

Wer selbst so ungeheure Schuld auf sich geladen hat und heute noch durch die Aufrechterhaltung der Austreibung und der Beraubung der Palästinenser auf sich lädt wie die Zionisten, sollte die anderen nicht mit Steinen bewerfen. Die Palästinenser könnten hier das Wort des Fischer-Verlages mit vollem Recht transponieren:

"Keine Verirrung des Geistes und keine Verhärtung des Herzens hat größeres und entsetzlicheres Unglück über uns gebracht als der Nationalismus und die Intoleranz der Nationalzionisten."

DIE RELGIÖSE INTOLERANZ IN ISRAEL

In einem Manifest führender Rabbiner in Israel vom 21. Dezember 1952 heißt es:

"Mehr als 400 Missionare des Teufels, unter ihnen getaufte jüdische Verräter, sind über das Land wie ein Schwarm Heuschrecken verbreitet."

Das Manifest hetzt die Bevölkerung zum Kampf gegen die christlichen Missionen im Heiligen Land, die "zum Teufel gejagt" gehören. Die jüdische Zeitschrift Jewish Newsletters, New York, 15.12.1957, berichtet über diese ungeheuerliche Intoleranz:

"Der Antigojismus, geweiht und geführt durch und ausgestattet mit allen Machtmitteln der militanten jüdischen Orthodoxie, übertrifft an Gemeinheit und Nichtswürdigkeit, an Bösartigkeit und Verwerflichkeit und Fanatismus sogar den Antisemitismus.

1957 kamen ungefähr 15oo Familien aus Polen nach Israel, die sogenannte Mischehen waren, das heißt, ein Ehegatte war Nichtjude. Die nichtjüdischen Eheteile dieser polnischen Emigranten wurden völlig boykottiert, isoliert, insultiert und als Schicksen [Christenweiber] verfolgt. In vielen Fällen wurden sie tätlich angegriffen, verhöhnt als "Christenschweine", "Unbeschnittene". Es ist erwiesen, daß selbst einem fünfjährigen Kind aus einer solchen Mischehe durch das Rabbinat die Beisetzung in einem israelischen Friedhof verweigert wurde, weil die Mutter Nichtjude war."

In Israel ist die Intoleranz vieler Juden selbst gegen die verschwindend wenigen Christen, die es dort gibt, überaus aktiv.

Die Zeitung Montag, Wien, vom 14, Oktober 1963 berichtet auf Seite 5:

"Aus Israel kommt eine böse Nachricht. Dort haben radikale jüdische Studenten antichristliche Exzesse verübt. In Tel Aviv, Haifa und Jerusalem erfolgten heftige Demonstrationen gegen die dort tätigen christlichen Missionen, wobei auch Missionshäuser v e r w ü s t e t wurden. Diese Kundgebungen nationalreligiösen Hasses waren leider nicht vereinzelt; es hat durch längere Zeit vorher schon Erscheinungen dieser Art gegeben."

Besonders die Organisation Petilim ist auf dem Gebiete der Unduldsamkeit überaus aktiv.

J. M. Alen, Editor der Zeitung Svenska Morgenbladed, berichtet in seinem Buch Israel pa larliga vagar (Israel geht gefährliche Wege), Stockholm 1954:

"Eines Tages ereignete sich eine ganz von Haß gegen die Christen durchtränkte Szene in einer Synagoge im jüdischen Teil von Jerusalem:

Eine jüdisch-orthodoxe Vereinigung, die sich ihrem Programm nach den Kampf gegen die Christen als Aufgabe stellte, kündigte öffentlich eine Reihe aufklärender öffentlicher Massenversammlungen in einer Synagoge an ...

Den öffentlichen Einladungen folgten zwei finnische Missionsfrauen, um zu hören, welche Vorwürfe und Anschuldigungen man gegen die Christen erhob. Eine der beiden Finninen war in Jerusalem wohlbekannt. Sie war seit vielen Jahren Leiterin einer Schule und eines Heimes für arme jüdische Kinder, eines Werks der Liebe und der höchsten Altruistik. Sie saßen still und unauffällig in einer Ecke der Tribüne. In der Eröffnungsansprache des Rabbiners war der christenfeindliche Ton sehr gemäßigt. Je länger das Meeting dauerte, um so leidenschaftlicher erregt wurde die Stimmung. Man forderte die Austreibung der christlichen Missionen aus Jerusalem. Plötzlich sahen sich die schon im fortgeschrittenen Alter stehenden Frauen von einer Rotte von Jugendlichen umgeben, die einer der orthodoxen jüdischen Jugendorganisationen angehörten, die es damals in Überfülle in Jerusalem gab ... Mit Geschrei und Gejohle wurden die beiden Frauen die Tribüne hinuntergeprügelt. Man schlug ihnen ins Gesicht und versuchte sie zu Fall zu bringen. Sie wurden buchstäblich durch die johlenden und brüllenden Jugendlichen jüdischen Rowdies hinausgeprügelt ... Die israelische Regierung distanzierte sich zwar öffentlich und offiziell von diesen orthodoxen jüdischen Jugendorganisationen. In Wahrheit sind diese ihr willkommenes Werkzeug, und die Regierung hält ihre schützenden Hände über sie."

Die Zeitung Montag, Wien, vom 19.3.1963 berichtet auf Seite 2:

"Aus der Sendung Glaube und Zeit" im österreichischen Rundfunk erfuhr man, daß die katholischen Staatsbürger Israels unter schwerem religionsfeindlichen Druck stehen. Der Generalvikar des lateinischen Patriarchen von Jerusalem für Israel, Bischof Chiappero, richtete diesbezüglich einen Beschwerdebrief an den - der jüdischen Orthodoxie nahestehenden -israelischen Religionsminister Dr. Wahrhaftig.

"Die kirchenfeindliche Propaganda nimmt in Israel Formen an, die den Bischof zwangen, mit dem Abbruch der Beziehungen zwischen den katholischen Kreisen Israels und dessen Religionsministerium zu drohen, wenn die auch von christlichen Mitbürgern aufgebrachten Steuermittel weiterhin für antichristliche Propaganda verwendet würden."

Das Bayreuther Gemeindeblatt Nr. 2/1963 bringt folgenden Bericht aus Israel:

"Der Religiöse Rat" von Tel Aviv beschloß, die Tätigkeit der christlichen Missionen in Israel zu bekämpfen. In Jerusalem haben Kundgebungen gegen christliche Missionen stattgefunden. Dabei wurde ein finnischer Pfarrer mißhandelt sowie die Fenster der kanadischen christlichen Mission zertrümmert."

Der Kurier, Wien, bringt am 12.9.1963 auf Seite 2 folgende Nachricht über die Christenverfolgungen in Israel:

"Jerusalem. - Vertreter der christlichen Kirchen haben bei der israelischen Regierung einen scharfen Protest gegen die antichristlichen Demonstrationen gerichtet, zu denen es in drei israelischen Städten gekommen ist. Wie der Kurier bereits in seiner gestrigen Mittagsausgabe berichtete, hatten orthodoxe israelische Studenten Protestkundgebungen gegen christliche Gemeinden und Missionen in Israel durchgeführt."

Bericht über Christenverfolgungen in Israel vom September 1962:

"Jerusalem (KNAIAP). In Jerusalem, Haifa und Jaffa haben am Dienstagnachmittag tumultartige Aktionen jüdisch-orthodoxer Kreise gegen Einrichtungen christlicher Konfessionen stattgefunden. Aufgebrachte Mengen orthodoxer Juden drangen gewaltsam in die Häuser christlicher Missionen ein ... Die Menge versuchte das Kloster der St. Josephs-Schwestern zu stürmen. Zu gleicher Zeit erfolgte ein schwerer Angriff auf die finnisch-lutherische Mission in Jerusalem. In Haifa drangen 40 Menschen in die Wohnung des Leiters der protestantischen Mission Bethel ein und griffen die Missionsärztin tätlich an. In Jaffa wurde die anglikanische Schule von 100 Personen überfallen. Häuserwände wurden mit Parolen gegen die christlichen Missionen beklebt.

Wie absolut die jüdische Intoleranz in Israel ist und wie weit sie geht, zeigt folgende Nachricht (Montag, Wien, 23.3.1964, S. 4):

"In Israel hat der israelische Innenminister Moshe Shapiro den katholischen Klöstern die Haltung einer Schweinezucht bei Androhung strengster Strafen verboten, mit der Begründung, in Israel dürfe kein Schweinefleisch gegessen werden."

Von einem Verbot des grausamen rituellen Schächtens und der koscheren Zubereitung des jüdischen Essens in christlichen Ländern ist nichts bekannt. Welch weltweites Geschrei würde sich in allen Zeitungen bei einem solchen Verbot erheben. Die israelische Intoleranz wird schweigend hingenommen.

Dieselbe Zeitung (Montag, Wien) bringt am 13.4. 1964 auf Seite 3 folgende Nachricht:

"Wie AFP meldet, wurden in Israel zwei protestantische Missionare zu je 150 Pfund Geldstrafe wegen Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt. Ihre Schuld bestand darin, daß sie einen Israeli für den christlichen Glauben gewonnen hatten."

"Nach einer Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur besteht eine bei der Staatsgründung erlassene Verfügung, wonach die in Klöstern lebenden Angehörigen christlicher Orden ein bestimmtes Limit nicht überschreiten dürfen." (DNZ v. 8. April 1966, S. 6)

"Das israelische Finanzministerium hat die Mitgliederbeiträge des Vereines Christlicher junger Männer (CVCM-YMCA) mit einer zehnprozentigen Steuer belegt. Israel ist damit der einzige Staat, der den CVJM besteuert."

(DNZ v. 3. 9- 1966, Nr. 36)

Die Jewish Newsletters, New York, schreiben am 15.12.1958:

"In Israel ist die Macht der Rabbiner erschreckend. Sie strebt ernstlich die Errichtung einer Theokratie, einer absoluten Religionsherrschaft, an. Der Staat ist durch die Thora, die orthodoxen intoleranten religiösen Gesetze, absolut beherrscht. Das Rabbinat hat die exklusive und monopolisierte Macht und Gerichtsbarkeit über Heirat, Scheidung und alle Angelegenheiten der Familie. Der Staat kennt kein System der Zivilehe, der Ziviltrauung. Der Staat anerkennt ausschließlich die orthodoxe, vor dem Rabbiner geschlossene Ehe. Eine Ehe zwischen einem Juden und einem Nichtjuden, eine Mischehe, ist demnach ausgeschlossen ... Bei Einwanderung in Israel muß der nichtjüdiscbe Eheteil zum Judentum übertreten, wenn die Stellung der aus dieser Ehe hervorgegangenen Kinder nicht erschreckend tragisch werden soll. Solche Kinder aus Mischehen werden nach den strengen orthodoxen Gesetzen in die Gesellschaft nicht aufgenommen; sie genießen weder rechtliche noch soziale Gleichstellung; sie können in Israel nicht gleichberechtigt leben, können nicht heiraten und auf keinem jüdischen Friedhof begraben werden. In Wahrheit ist ihnen ein Leben in Israel unmöglich gemacht. Sie müssen sich zum orthodoxen Judentum bekennen oder Israel verlassen.

Das orthodoxe Eherecht basiert auf dem Rassenprinzip. Die Abstammung eines Kindes wird durch die Mutter bestimmt. Israel ist in der Tat der einzige Staat, in dem niemand eine Ehe schließen kann, ohne daß er oder sie den Nachweis der Abstammung von einer jüdischen Mutter erbringt ... Kein Rabbiner wird ohne einen solchen Nachweis der Abstammungsreinheit eine jüdische Ehezeremonie vollziehen.

In derselben Nummer fährt der Editor der Jewish Newsletters, William Zuckermann, fort:

"Die israelischen Rabbiner sind im Begriff, eines der bösesten und niedrigsten Prinzipe wieder lebendig zu machen ... Darnach hat der Staat das Recht, zu entscheiden, wer heiraten darf und wer nicht, und das Recht, die biologische Herkunft seiner Bürger zu prüfen, der Reinheit ihrer Abstammung von jüdischen Müttern und Großmüttern nachzuforschen. Und das in einem Staate, den Juden errichtet haben, die selbst die tragischen Opfer des Rassismus waren! Soll man da nicht an der Menschheit verzweifeln?"

Erschütternd wird der zionistische Rassenwahnsinn durch folgendes Ereignis aufgezeigt, das in den Zeitungen Israels einen erregten Streit über Rassenreinheit auslöste.

Eine Frau wurde vom israelischen Innenministerium aufgefordert, ihren israelischen Paß zurückzugeben, da sie keine Jüdin sei. Das Innenministerium hatte festgestellt, daß Frau Ejtani wohl einen jüdischen Vater hatte und als Jüdin erzogen wurde, einen Juden heiratete, ihre Kinder jüdisch erzog, in Deutschland verfolgt wurde und nach Israel eingewandert sei. Sie sei aber dennoch keine rassereine Jüdin. Lokale religiöse Rassenfanatiker hatten die Ahnentafel dieser Frau ausgeforscht.

Der Fall Ejtani hat die Rassenfanatiker in Diskussionen der öffentlichen Meinung hochgetrieben und die Bevölkerung in zwei Parteien gespalten. Die Gegner des Innenministeriums wagen aus Angst vor den Religiös-Orthodoxen nicht, öffentlich aufzutreten. Es war unmöglich, die Diskriminierung dieser Frau aufzuheben. Man verweigerte ihr einen israelischen Reisepaß!

Radio Wien brachte am 6. August 1966 um 810 Uhr in seiner Sendung Glaube und Zeit folgende Meldung:

"Der Rat für Missionsbekämpfung in Israel ist in Tel Aviv mit einer Pressemitteilung in die Öffentlichkeit getreten. Der Rat fordert ein Gesetz zur Aufhebung aller christlichen Missionsanstalten in Israel. Er gab zu, Mitglieder der orthodoxen jüdischen Jugendgruppen eingesetzt zu haben, um Eltern, die ihre Kinder auf christliche Schulen schicken wollen, ausfindig zu machen, um diese durch entsprechenden Druck davon abzubringen ... Ein Sprecher des Rates erklärte, der Rat werde durch den Staat subventioniert.

Das eifrige Bestreben der Juden, die überall anderswo in der Welt den andern Völkern Toleranz und Verständnis predigen, erweist sich dadurch als unehrlich und nicht glaubwürdig."

Ober die absolute Intoleranz der Nationalzionisten in Israel schreibt J. G. Burg (Schuld und Schicksal, S 315 ff ):

"Ja selbst Juden, die zum christlichen Glauben übergetreten waren oder eine nichtjüdische Frau geheiratet hatten, werden in Israel so behandelt, daß sie nach kurzer Zeit gerne das Land wieder verlassen. Nur selten schimmern diese Realitäten zwischen dem Wust von Propaganda hervor. Zum Beispiel, wenn vor dem Verwaltungsgericht in Ansbach zwei jüdische Arbeiter um Asyl ansuchen, weil sie wegen ihres Glaubens aus Israel geflüchtet sind. Der in Lodz geborene Jakob Rundsberg hatte ein schweres Schicksal. Er verbrachte vier Jahre im Ghetto von Lodz, kam anschließend in die KZ Auschwitz und Buchenwald. Nach der Befreiung heiratete er eine katholische Polin und wanderte mit ihr und seinem vierjährigen Söhnchen nach Israel aus. Sein Sohn, der katholisch getauft war, konnte in Israel nicht zur Schule gehen, weil sich der Vater weigerte, ihn nach jüdischem Ritual beschneiden zu lassen. Schließlich floh er aus Israel, weil man ihn mit Repressalien bedrohte. Auch Henrik Fogielhut ehelichte 1945 eine katholische Polin, trat zum Katholizismus über und wanderte 1957 mit seiner Frau und seinen Kindern nach Israel aus. Da er Christ war bekam er keine Arbeit, selbst die staatliche Unterstützung wurde ihm verweigert. Die Familie hungerte ein halbes Jahr in Haifa, die Frau erbettelte in einem katholischen Kloster die Nahrung. Aus Angst vor den Drohungen floh auch er in die BRD.

Während meines Israel-Aufenthaltes erlebte ich in meiner nächsten Nachbarschaft einen Fall, der in erschütternder Deutlichkeit zeigt, was auf diesem Gebiet in Israel eigentlich los ist. Eine jüdische Mutter in Warschau suchte ihren in einem KZ verschollenen Sohn. Sie hatte erfahren, daß er in Israel lebte. Nachdem sie feierlich auf ihre polnische Staatsbürgerscbaft verzichtet hatte, . . . reiste sie nach Israel. Dort traf sie zwar nicht ihren Sohn, aber einen Freund von ihm, der ihr endlich sagen konnte, wo ihr Sohn war: in Brasilien. Sie schrieb sofort und erhielt auch postwendend Antwort. Nun wollte sie mit allen Mitteln wieder aus Israel hinaus. Man verweigerte ihr die Ausreise. Sie wandte sich an den polnischen Konsul, der sie auf ihren Staatsbürgerschaftsverzicht verwies. Nun kam die Frau auf eine grandiose Idee: Sie erklärte vor einem israelischen Gericht, daß sie sich in Polen habe katholisch taufen lassen. Der Richter gab ihr eine dementsprechende Bescheinigung. Nun erreichte sie die Ausreisegenehmigung, denn auf christliche Juden legt man in Israel keinen Wert ... Als das jedoch der strenggläubige Bruder dieser Frau erfuhr, lief er sofort zum Gericht und gab seinerseits eine Erklärung ab, daß sich seine Schwester niemals habe taufen lassen. Darauf wurde die Frau zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ob sie danach jemals auswandern durfte, habe ich nie mehr erfahren . .

Im Mai 1960 sollte in Israel eine neue Markenserie aufgelegt werden. Eine Nazarethmarke ... Allein Ben Gurion untersagte die Ausgabe dieser Marke: man sah nämlich auf ihr eine Kirche in Nazareth, und diese trug ein Kreuz."

Welches Geschrei würden die Welt und nicht zuletzt die Juden selbst erheben, wenn man mit ihnen in Deutschland oder in irgendeinem anderen Lande so verführe!

Von der rassischen und religiösen Unduldsamkeit der Juden in Israel kann man sich kaum einen Begriff machen, dagegen verblaßt der Rassismus des nationalsozialistischen Regimes bei weitem.

Die Rabbiner sind so unduldsam, daß sie nicht einmal die aus Indien eingewanderten etwa 5000 Juden, die sich Bne Israel (Kinder Israels) nennen, als Juden anerkennen. Die höchste geistliche Behörde der Juden bezweifelt, daß die Bne Israel während der 17 Jahrhunderte ihres Aufenthaltes in Indien den Samen Abrahams rein erhalten hätten. Sie verdächtigen sie, sich möglicherweise mit ihrem Wirtsvolk vermischt zu haben und deshalb Mischlinge zu sein. Das Oberrabbinat hat daher verfügt, daß zwischen den indischen Juden und den anderen Juden keine Ehen geschlossen werden dürfen.

Die Bne Israel, die indischen Juden, sind das Negerproblem Israels.

Die strenge Einhaltung der jüdischen Speisegesetze wird in Israel schärfstens überwacht, besonders in Schulen, in Spitälern und in der Armee. Selbst auf dem israelischen Luxusschiff "Schalom" darf nur koscher gegessen werden, ebenso in allen Hotels, auch in den mondänsten Israels (vgl. Joseph Badl, Religion und Staat in Israel, Gütersloh 1961).

Im ganzen Lande (mit Ausnahme von Nazareth) ist die Schweinezucht verboten. Postpakete mit Lebensmitteln werden zur Passahzeit von der Post nicht befördert, weil sie Material enthalten könnten, das rituell verpönt ist.

Die orientalischen Juden sind in Israel wirtschaftlich und sozial auf das schwerste diskriminiert (vgl. Howard Morlay Sachar, From the End of the Earth, Leveland - New York 1964; Abraham Shumsky, The Clash of Cultures in Israel, New York 1955).

Man vermeidet streng, sich mit ihnen zu vermischen. Sie rangieren in der sozialen und gesellschaftlichen Rangordnung auf einer mindergeachteten Stufe. Auch wirtschaftlich sind die orientalischen Juden in Israel aufs schwerste diskriminiert.

Die Zeitung Lamershaw vom 27.7.1959 schreibt:

"Mehr als 90 Prozent der für sehr niedrige Löhne mit Notstandsarbeiten beschäftigten Werktätigen stammen aus mohammedanischen Ländern. Mehr als 85 Prozent der Landarbeiter gehören orientalischen Gemeinden an. Ihre Löhne liegen Überall unter dem Existenzminimum."

Fast die Hälfte von ihnen hat keinen Dauerarbeitsplatz. Die klassenmäßige Diskriminierung der orientalischen Juden wird dabei -statt abzunehmen - immer schärfer. Man vermeidet nicht nur die eheliche Vermischung mit den orientalischen Juden; diese haben auch sozial mindergeachtete und wirtschaftlich minderentlohnte Berufe; sie leben in viel schlechteren Wohnverhältnissen, in verschiedenen Stadtteilen, und ihre Kinder gehen in verschiedene Schulen. Die anderen Juden weigern sich, ihre Kinder in gemeinsame Schulen mit den Kindern der orientalischen Juden zu schicken.

Besonders die jemenitischen Juden sind schwer diskriminiert. Sie leben in den Städten in einer Art freiwilligem Ghetto. Die orientalischen Juden werden verachtet; ihr Lebensstandard ist bedeutend niedriger.

Schlimm ist es auch mit ihrer Vertretung in der Armee der Staatsbeamten und in den gewählten Körperschaften bestellt. (1953 waren von 120 Abgeordneten nur sechs Orientalen.) Und dies, obwohl sie die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung darstellen.

Wie mir mit den Verhältnissen in Israel sehr vertraute, dort lebende Juden mitteilen, ist Israel ein Hexenkessel unversöhnlicher Gegensätze.

Die westlichen Juden beherrschen die Gesellschaft und das politische und, wirtschaftliche Leben in Israel, obwohl die orientalischen Juden eine immer größere und drückendere Mehrheit werden.

Die krassen Gegensätze werden nur durch die äußere Bedrohung durch die Araber mühsam im Zaume gehalten. Wird dieser Druck einmal aufhören, wird Israel explodieren und in die Luft gehen. Der Zustand der fast totalen inneren Zerrissenheit wird zu einem Bürgerkrieg, wenn nicht zu einer Sprengung der Staatseinheit führen.

So urteilen Juden über die inneren Zustände in Israel.

Es scheint wirklich keine reine Lust zu sein, in Israel zu leben. Es erweist sich, daß Israel sternenweit davon entfernt ist, ein Paradies der Toleranz zu sein.


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