EIN WORT ZU DEN ANGEBLICHEN "WELTHERRSCHAFTSPLÄNEN" MANCHER JUDEN UND ZU DEN ANGEBLICHEN PROTOKOLLEN DER WEISEN VON ZION

Zu dieser maßlosen Selbstüberschätzung gehört auch die Überzeugung vieler Juden, zur Weltherrschaft berufen zu sein. So unsinnig es wäre, anzunehmen, daß die Mehrheit der Juden oder auch nur ein beachtlicher Teil davon - der verrückten Idee einer jüdischen Weltherrschaft nachhinge und von dem verrückten Streben nach der - nach Moses den Juden von Jehova versprochenen -Weltherrschaft besessen sei, so richtig ist es, daß nicht wenige dieser nationalzionistischen Narren diesem Wahn mit Haut und Haaren verfallen sind. Die Tatsache, daß sich in den meisten Ländern dieser Erde Juden in politischen und wirtschaftlichen Schlüsselstellungen befinden, verleitet viele unter ihnen, die sich als nationale Juden fühlen, geradezu dazu über den von Moses konzipierten und von ihm als Gottes Wille und als göttliches Versprechen verkündeten Weltherrschaftsanspruch der Juden schreibt Herrmann Dibon:

"Die mir vorliegenden Ergebnisse der Untersuchungen in einigen Ländern Über die wirtschaftlichen und politischen Schlüsselstellungen, die Juden in diesen Ländern innehaben, legen ein beredtes und wohl auch etwas erschütterndes Zeugnis dafür ab, wie weitgehend das Judentum dieses Ziel bereits erreicht hat."

Und in einem anderen Briefe:

"Die Beherrschungsbestrebungen der nationalen Judenschaft auf das politische Geschehen in den verschiedenen Ländern zielen auf eine in beachtlichem Umfang bereits erreichte, praktisch einer Weltherrschaft sehr nahekommende -weitgehende Einflußnahme gewisser Kreise des zionistischen Weltjudentums auf die Weltpolitik hin; diese Beherrschungsbestrebungen werden systematisch und zielbewußt von gewissen zionistischen Weltorganisationen verfolgt, daß man daraus nicht nur auf einen bestehenden Plan schließen kann, sondern fast zwingend schließen muß."

Dieser Plan soll angeblich erstmalig konkret in Geheimbeschlüssen einiger weniger, geistig führender Zionisten gelegentlich des 1. Zionisten-Weltkongresses 1897 festgelegt worden sein.

Das angebliche Protokoll dieser angeblichen Geheimbeschlüsse soll angeblich in die Hände der russischen Regierung gelangt sein. Jedenfalls veröffentlichte der russische Professor Nilius einen Auszug aus diesen angeblichen Geheimbeschlüssen unter dem Titel "Die Protokolle der Weisen von Zion". Übersetzungen dieser russischen Ausgabe erschienen in Deutschland (Verlag Auf Vorposten, Charlottenburg), in England (bei Ed. Eyre & Spottiswood) und in den USA.

Diese angeblichen "Protokolle" enthalten Maßnahmen und Mittel, mit denen das nationalzionistische Judentum sein angebliches Ziel der politischen, finanziellen und geistigen Weltherrschaft dem Anschein nach teilweise schon erreicht hat und noch weiter auszubauen angeblich bestrebt sein soll.

Die "Protokolle" erregten großes Aufsehen. Der Versuch, die Kenntnis ihrer Existenz durch Totschweigen abzuwürgen, mißlang. Es entspann sich ein heftiger Streit um die "Echtheit" der angeblichen "Protokolle", die von den Nationalzionisten bestritten bzw. als das Werk eines wahnsinnigen Juden bezeichnet wurden.

Es ist nicht Aufgabe dieses Buches, zu dem Streit um die Echtheit dieser angeblichen "Protokolle" Stellung zu nehmen. Herrmann Dibon schreibt zur Frage dieser Protokolle:

"Unangenehme Tatsache ist, daß der Inhalt der "Protokolle" völlige Übereinstimmung mit der Praxis der Zionisten in allen Ländern zeigt. Das Vorgehen der nationalen Juden in allen Ländern deckt sich in allen Einzelheiten genau mit dem in den angeblichen "Protokollen" festgelegten angeblichen Programm und Plan.

Die Frage, ob diese angeblichen Protokolle echt sind oder nicht, ist daher so lange unerheblich und bedeutungslos, solange das Tun und Handeln der Zionisten tatsächlich - und dies bis in alle Einzelheiten - den Protokollen entspricht. Sind die Protokolle nicht echt, so werden dadurch die echten und wirklichen Tatsachen - die diesen Protokollen bis in alle Einzelheiten entsprechen - nicht aus der Welt geschafft; sie sind dann eine nachträgliche und nachfolgende glänzende Zusammenfassung des tatsächlichen Geschehens, wie es sich vor unser aller Augen in fast allen Ländern abspielt."

Der holländische Historiker Paul van Tienen, Herausgeber des Archivs NACR, schreibt in seinem Buch

Das Los der Juden Wahn und Wirklichkeit (im 2.Kapitel, "Nationalsozialismus, Weltbolschewismus und internationales Judentum", S. 6-20):

"Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts proklamierte eine beträchtliche Zahl jüdischer Intellektueller ganz offen das phantastische Ziel der Errichtung einer jüdischen Weltherrschaft. Die Protokolle der Weisen von Zion stehen - auch wenn sie gefälscht sind - in bestürzender Übereinstimmung mit dem Ablauf der weltpolitischen Ereignisse."

Die internationalen zionistischen Weltorganisationen, die die ganze Erde wie ein Spinnennetz umspannen, entsprechen in ihrer Wirksamkeit haargenau dem in den angeblichen "Protokollen" festgelegten Plan.

Als im Jahre 1920 anläßlich einer Bestandsrevision im Britischen Museum (wo sich zwei Abschriften der angeblichen Protokolle befinden sollen) der Streit um die Echtheit der Protokolle" wieder aufflammte, schrieb die Londoner Times hiezu:

"Entweder - wenn wir dieses Programm mit dem vergleichen, was wir seit Jahren erleben - ist der Verfasser derselben der größte Prophet aller Zeiten, oder aber das Programm entspricht ebensosehr einem vorgefaßten Plan, wie es den Tatsachen entspricht. Dann aber ist die Zeit gekommen, da es Selbsterhaltungstrieb aller Völker ist, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen."

Und Herrmann Dibon schreibt:

"Fast scheint es, daß der Plan einer heimlichen jüdischen Weltregierung seiner Verwirklichung noch niemals so nahe war wie heute. Der UNO-Verwaltungsapparat wird zu einem sehr beachtlichen Teile von den Zionisten beeinflußt und dirigiert."

Zu dem angeblichen zionistischen Plan soll z. B. auch die Beherrschung des Nachrichten- und Zeitungswesens in aller Welt gehören. In den angeblichen "Protokollen" heißt es darüber (Punkt 12):

"Wir haben es fertiggebracht, den Geist der Gesellschaft der Ungläubigen in dem Maße zu beherrschen, daß alle die Weltgeschehnisse durch die gefärbten Brillen sehen, die wir ihnen aufsetzen.

Die Beherrschung des öffentlichen Geistes haben wir gegenwärtig schon so weit erreicht, daß die Presse alle Nachrichten nur durch einige Agenturen erhält, bei denen sie von aller Welt einlaufen."

Dibon schreibt dazu:

"Die Zionisten haben es heute tatsächlich weitgehend in der Hand, von ihnen nicht gewünschte Nachrichten entweder ganz zu unterdrücken oder doch nach ihren Wünschen zu frisieren und darzustellen. Sie haben die Möglichkeit, alles Geschehen in der Welt in der von ihnen gewünschten Perspektive und Beleuchtung darzustellen und sie in dem von ihnen gewünschten Geiste zu kommentieren."

Das Beispiel der Berichterstattung der Nachrichten-Agenturen und der Weltpresse im letzten israelisch-arabischen Kriege (Juni 1967), zeigt erschütternd, in welch umfassendem, verhängnisvollem Maße sie dieses Ziel bereits erreicht haben. Die Irreführung der Weltmeinung kann kaum mehr überboten werden.

EINIGE ZITATE AUS DEM WORTLAUT DER ANGEBLICHEN PROTOKOLLE

Damit man sich selbst ein Urteil über den Inhalt dieser angeblichen Protokolle bilden kann, seien einige Zitate daraus angeführt:

"Der Rat der Weisen von Zion ... strebt die Weltherrschaft des Judentums an ... Eine jüdische Weltherrschaft ist erst nach Zermürbung aller christlichen ... Staaten denkbar ... Demgemäß ist die Anstrengung des Judentums darauf zu richten, in die bestehenden politischen Körper alle jene Ideen hineinzupflanzen die geeignet sind, die Kraft dieser Körper zu brechen.

Am zugänglichsten hiefür werden sich die Massen des Sozialismus zeigen, die für den Kommunismus zu begeistern und Schritt für Schritt behutsam zu befähigen sind, den Organismus der Staaten zu zerstören und in vollkommenem Anarchismus aufzulösen. Es ist notwendig, daß diese Entwicklung in jüdischen Händen bleibt, um zu verhäten, daß sie in ihren letzten Schlägen sich gegen uns selbst richtet.

Die Demokratie ... muß von uns teils verherrlicht und Übertrieben, teils so irregeleitet und diskreditiert werden ... Die Völker dürfen nie zur Ruhe, zur Pflege ihrer inneren Angelegenheiten kommen. Wir müssen durch unseren Einfluß ... das gegenseitige Mißtrauen der Völker stärken und sie fortgesetzt sich selbst beunruhigen lassen . . .

"Die gleichen Beherrschungstendenzen mancher Juden kommen auch in anderen Quellen zum Ausdruck, so in einem Brief, den angeblich 1489 der Oberrabbiner von Konstantinopel an den König der Juden von Arles schrieb (in dem er Ratschläge zum Sturze des Christentums erteilte), dann in der angeblichen Erklärung Franklins 1787 an den amerikanischen Kongreß (in der er vor einer jüdischen Invasion warnte) und in der angeblichen Rede des Oberrabbiners von Prag im Jahre 1861 (zum gleichen Thema wie in den -angeblichen Protokollen über die Weltherrschaftspläne der Juden).

... Das Volk, gleichviel welches, ist nur eine Hammelherde, und die nichtjüdischen Monarchen sowohl als die liberalen und demokratischen Staatsmänner sind bloße Emporkömmlinge aus dieser Hammelherde, lächerlich eingebildet, ihrer Rolle ewig unsicher und darum unserem Rate um so zugänglicher, je reicher wir ihnen die Mittel für ihre selbstsüchtige Politik verschaffen und sie in dem Glauben zu bestärken vermögen, daß sie große Staatsmänner und auserlesene Persönlichkeiten seien. Suchen wir ihnen zu dienen und nützlich zu sein soviel als möglich und verschaffen wir uns Einblick in ihre Fehler und die Korruption ihres Systems, damit wir unseren Brüdern, welche die oppositionelle Rolle übernommen haben, die verwundbaren Stellen und Angriffsflächen zeigen können ... Wir beherrschen das Geld, aber wir müssen es noch mehr, wir müssen es ausschließlich beherrschen. Schaffen wir daher eine uns gefügige Presse, ein unserem Geist entsprechendes Theater, eine unsere Ideen verbreitende Literatur und Wissenschaft ... Eifern wir das genußsüchtige Volk zu jenen Lastern an, welche im Menschen die ideellen Kräfte brechen, das geistige Interesse nehmen, vermaterialisieren wir das ganze gesellschaftliche Leben. Materialistische Skepsis und wilde Genußsucht und Geldhunger müssen die herrschenden Triebfedern des gesellschaftlichen Lebens werden, damit eine Klasse an der anderen sich ärgere, der Haß der einen sich steigere ... und wir zu jenem Chaos kommen, aus dem die christliche Weisheit keinen Ausweg mehr findet ... Der Krieg wird es mit sich bringen, daß wir mehr als in friedlichen Zeiten Einfluß auf die ökonomischen Verhältnisse gewinnen. Nützen wir diese so aus, daß wir es in der Hand haben, die Krisen zu regulieren, sie dort und dann hervorzurufen, wo und wann wir sie politisch brauchen ...

... Die Völker werden dann erfassen. . ., daß es nötig ist, die Führung denen zu überlassen, welche die älteste Intelligenz vertreten [den Juden1 und zur Lenkung der menschlichen Geschicke die innere Berufung in sich haben ...

Um über die öffentliche Meinung zu herrschen, ist vor allem nötig, sie durch die Behandlung vieler widerstreitender Ansichten von den verschiedensten Seiten so zu verwirren, daß die Ungläubigen sich in dem Labyrinth verirren und so zu dem Schluß kommen, überhaupt keine Meinung über politische Fragen zu haben ...

Wir wollen uns hinstellen als die Befreier der arbeitenden Klassen, die gekommen sind, sie aus ihrer Unterdrückung zu erlösen, und wollen sie dazu bringen, sich unserem Heer von Sozialisten und Anarchisten und -Kommunisten anzuschließen, denen wir wiederum unter der Maske des Prinzips einer allgemeinen Weltverbrüderung unsere Hilfe leihen.

Wir wollen auch die Quellen der Warenproduktion künstlich und tief unterwühlen, daß wir den Arbeitern anarchistische Ideen einreden ...

Wir hätten die vereinigte Kraft der Intelligenz der Ungläubigen und der blinden Kraft der Massen zu fürchten; aber gegen diese Möglichkeit haben wir alle Maßnahmen getroffen dadurch, daß wir eine Mauer gegenseitiger Feindschaft zwischen diesen beiden Kräften errichtet haben. So bleibt die blinde Kraft der Massen unser Stützpunkt ...

Wir haben vermittelst der Erziehung in Prinzipien und Theorien, die wir als offenbar falsch erkennen, die wir aber inspiriert haben, die Jugend der Ungläubigen irregeführt und entsittlicht.

DIE ÜBERTREIBUNG DER JUDENVERFOLGUNGEN IN DER VERGANGENHEIT

Die meisten Juden haben als gefühlsüberbetonte Menschen schon seit je immer übertrieben. Sie stellten ihr Schicksal so dar, als wären sie die meistverfolgten Menschen der Geschichte gewesen.

Die Juden sind, seit sie - vor etwa 2000 Jahren - sich in alle Welt zerstreuten, zu allen Zeiten und in allen Ländern eine Minderheit gewesen. Wer die Geschichte und die oft grausame Verfolgung religiöser, politischer, nationaler und rassischer Minderheiten kennt, weiß, daß die Verfolgung der jüdischen Minderheiten in den verschiedenen Ländern und zu den verschiedenen Zeiten absolut und relativ die am wenigsten harte war. Aber die über die ganze Welt verstreuten Juden verstanden, ihr Leid der ganzen Welt zur Kenntnis zu bringen und in ihrem Bewußtsein lebendig zu erhalten, während andere Minderheiten ihr viel härteres Leid und Schicksal ertragen und erdulden mußten, ja sogar zugrunde gingen, ohne daß ihre Klagen die große Welt erreichten und dort ein lautes Echo landen.

Der Jude Heinrich York-Steiner bekennt in seinem Buch Die Kunst, als Jude zu leben - Minderheit verpflichtet, Wien 1928, S. 209 ff.:

"Die Juden wurden nicht mehr und nicht gehässiger verfolgt als andere Minderheiten ...

In allen Zeiträumen der Geschichte wurden andere Minderheiten immer viel ärger und härter verfolgt als die Juden. Die Juden allein aber verstanden es und verstehen es bis heute, ihre Leiden als die ärgsten hinzustellen, der Welt zur Kenntnis zu bringen und im ständigen Bewußtsein zu erhalten.

Wo immer andere religiöse Minderheiten lebten, wurden sie härter behandelt als die Kinder Israels.

York-Steiner führt in einem eigenen Kapitel zahlreiche Beispiele aus der Geschichte an, daß absolut und relativ die Verfolgungen und das Schicksal anderer Minderheiten unvergleichlich härter waren als das Schicksal der Juden.

Gegenüber den grausamen Religionskriegen und den Glaubensverfolgungen von anderen Minderheiten, über die uns die Geschichte berichtet, verschwindet das Leid der Juden.

Trotzdem verstanden und verstehen es viele Juden, ihr Schicksal als das härteste hinzustellen. Ihre Klagen waren und sind heute noch so laut und übertrieben, als seien sie das am meisten verfolgte Volk auf Erden.

"Der Jude hat die Fähigkeit, sich immer als den Verfolgten, Leidenden darzustellen, Mitleid herauszufordern und daraus rücksichtslos Nutzen zu ziehen." (Dederstedt, Der Bruder im Ghetto)

Intoleranz gegen Minderheiten, Andersgläubige, Andersdenkende und Andersnationale finden wir bei allen Religionen und Nationen und auch - und zwar ganz besonders - bei den Juden selbst. Diese Intoleranz forderte im Laufe der Geschichte Hekatomben an Opfern.

Es sei hier schaudernd erinnert an die Albigenserkriege in Südfrankreich (1209-1229), die Hussitenkriege (1400-I480), an die Bartholomäusnacht vom 23. zum 24. 8. 1572 mit ihren 20 000 Opfern, Männern, Frauen und Kindern, an die Reformationskriege, an das Blutbad von Vassy (1562), das die religiösen Bruderkriege in Frankreich auslöste (1562-1696), an die Vende'e-Kriege, an die Ausrottung der Indianer usw. usw.

In diesem blutigen Chaos der gegenseitigen Vernichtung der Menschen untereinander im Laufe der Geschichte nimmt die Verfolgung der Juden relativ den zahmsten, harmlosesten und unblutigsten Platz ein.

Die Behauptung vieler Juden, sie seien die meist- und schwerverfolgte Minderheit in der Geschichte gewesen, ist völlig unrichtig und maßlos übertrieben. Die Leiden und Opferzahlen der Juden sind winzig und verschwindend im Vergleich zu den Opfern und Leiden vieler anderer Minderheiten.

Nach den maßlos Übertriebenen jüdischen Berichten müßte das jüdische Volk in den verschiedensten Gegenden der Erde schon einige hundert Male vernichtet und ausgerottet worden sein.

Von den Pogromen in Osteuropa hallte die ganze Welt wider. Sie forderten relativ und absolut wenige blutige Opfer, aber sie sind heute noch im Bewußtsein der ganzen Welt lebendig, als ob dort Hunderttausende von Juden getötet worden wären. Wer aber weiß und spricht heute noch von den hunderttausendfach zahlreicheren Opfern und schwereren Leiden anderer religiöser und nationaler Minderheiten? Wer weiß heute Bescheid über die barbarischen, blutigen Glaubensverfolgungen, über die grausame Verfolgung anderer nationaler und religiöser Minderheiten in allen Teilen der Welt im Lauf der Geschichte?

Wer weiß, daß im Lauf der Geschichte millionenmal mehr Christen und Andersgläubige um ihres Glaubens willen verfolgt, ausgeraubt, gemartert, vertrieben und getötet wurden, als jemals Juden? Es verschlägt einem die Sprache über so viel Anmaßung, wenn Helmut Gollwitzer klagt:

"Die Schuld gegenüber den Juden liegt bergehoch auf den Völkern, besonders auf den Christen."

Es lebt doch jeder Staat und jedes Volk und vor allem jede Minderheit vom ersten Augenblick an in einem erbitterten Daseinskampf, der sich in den verschiedensten Formen und Graden der Gewalt und des Zwanges gegeneinander abspielt. Das ist allgemeines menschliches Schicksal; überall und jederzeit übten im Lauf der Geschichte Menschen gegeneinander Gewalt und benachteiligten einander. Warum beklagen sich die Juden so übertrieben, daß auch sie im Daseinskampf stehen und auch sie darunter zu leiden hatten?

Noch dazu, wo sie selbst ein so voll gerüttelt Maß an Mitschuld an dieser Verfolgung haben, da sie sich so streng, so haßerfüllt und so verachtungsvoll von ihrer nichtjüdischen Umwelt absonderten; noch dazu, wo sie selbst im Laufe der Geschichte ihrerseits ihre eigenen Minderheiten hart und erbarmungslos unterdrückten und verfolgten, ja ausrotteten. Die Juden selbst haben, wann und wo sie nur dazu in der Lage waren, bergehohe Schuld" gegenüber ihren eigenen Minderheiten auf sich geladen.

Gustav Landauer klagt (Das unbekannte Volk, 1913):

"Keine herzlosere Barbarei aber kenne ich als die, die gegen die Juden begangen wird."

In der Einführung des Fischer-Verlages zum Thema, Judenfeindschaft, heißt es:

"Keine Verirrung des Geistes und keine Verhärtung des Herzens hat schrecklichere Folgen getragen als die Judenfeindscbaft."

Der Mann, der dies im Jahre 1963 sagt und schreibt, ist nicht ein aus einer Irrenanstalt entkommener Patient, sondern ein geistig führender Zionist. Vor solch krankhafter Präpotenz und Selbstüberschätzung des eigenen Schicksals, vor solchen Beugungen der Tatsachen der Geschichte und vor solcher Mißachtung und Geringschätzung des oft ganz unvergleichlich härteren Schicksals vieler anderer Völker streicht man die Segel. Jeder Kommentar, jede Auseinandersetzung mit Menschen von solch krankhafter Geisteshaltung sind unmöglich und zwecklos.

DIE ÜBERTREIBUNGEN DER JUDEN SIND SO ALT WIE IHRE GESCHICHTE

Zwei Juden treffen sich auf der Ringstraße. Blau: "Grün, was machst du in Wien?"

Grün: "Mich haben vertrieben die Wölfe aus der Ukraine. Neulich bin ich gefahren im Schlitten, waren 1000 Wölfe hinter mir her!"

Blau: "Was redest du da, Grün? In der ganzen Ukraine gibt es keine 1000 Wölfe!"

Grün: "Nu, denn werden es gewesen sein 7000"

Blau: "Aber Grün! In der ganzen Ukraine sind geschossen worden im letzten Jahr 27 Wölfe!"

Grün: "Keine 700 Wölfe? Was hat dann geraschelt im Gebüsch?"

"Nach dem Aufstand des Simon Bar Kochbar auf Zypern [132-133] n. Chr. kamen die römischen Legionen, nahmen eine Stadt nach der anderen ein und metzelten die Bevölkerung nieder. In der Entscheidungsschlacht von Beitar vereinigte sich das Blut der hingemordeten [jüdischen] Frauen und Kinder zu einem Strome, der e i n e  M e i l e weit floß."

(Uris, Exodus, S 45)

"Ich erhielt den Auftrag, ein Faß, gefüllt mit dem Blute getöteter Juden, an eine Stelle zu führen, wo es zur Verfütterung an Schweine verwendet werden sollte. Ich habe mich geweigert."

(Zeugenaussage im Kriegsverbrecherprozeß gegen die Brüder Maurer wegen der Judenmorde in Stanislau vor dem Wiener Schwurgericht Ende Oktober 1966)

"Am 15. Juli 1099 eroberten die Kreuzfahrer Jerusalem nach sechswöchiger Belagerung. Alle nichtchristlichen Einwohner wurden umgebracht: Muselmanen und Juden. Bis zu den Knien der Reiter, bis zu den Zügeln der Rosse schwoll der Blutstrom an. Die Juden hatten sich in der Synagoge verschanzt und drei Tage Widerstand geleistet."

(Keller, Nachbiblische Geschichte der Juden, S. 242)

"1816, nach Beendigung des Feldzuges von 1815, berichteten die Juden, daß in der Schlacht von Belle Alliance 56 jüdische Offiziere in der preußischen Armee gefallen seien. Die gesamte preußische Armee hatte in dieser Schlacht insgesamt überhaupt nur 24 Offiziere verloren."

(Treitschke, Deutsche Geschichte, 2. Bd., S- 418 f.)

Am 13.7.1843 behauptete ein Abgeordneter im rheinischen Landtag, daß in den deutschen Befreiungskriegen 3000 Juden gefallen seien. Das maßgebliche Militär-Wochenblatt Nr. 44/1843 stellte fest, daß höchstens insgesamt 731 Juden im preußischen Heer gedient hätten.

In den heute russisch-polnischen Gebieten in Osteuropa kam es frühzeitig zu Judenverfolgungen, zu Pogromen.

Keller übernimmt in seiner Nachbiblischen Geschichte der Juden allen Ernstes die Behauptung, daß die Zahl der 1648-1656 dort getöteten Juden auf 300.000 bis 500.000 geschätzt wird. Es gab angeblich nur wenig Überlebende.

"Neun Zehntel der jüdischen Bevölkerung von Wolhynien und Podolien waren ausgerottet."

Nach dem ersten Weltkrieg kam es 1919 in der Ukraine zu Pogromen. Die Propaganda brachte in der Presse die ganze Welt aufregende Berichte über die Greuel der damaligen Aufstände gegen die Juden. Nach diesen Berichten ging die Zahl, der bei den Pogromen ermordeten Juden in die Hunderttausende. Besonders die öffentliche Meinung in England und in den USA war darüber maßlos erregt.

England sowie die USA entsandten offizielle Untersuchungskommissionen in die Ukraine, um die Klagen der Juden über die Judenverfolgungen an Ort und Stelle zu untersuchen. Die englische Untersuchungskommission stand unter der Führung von Stuart Samuel, einem Bruder des nachmaligen britischen Palästina-Hochkommissars Sir Norbert Samuel. Der USA-Untersuchungsausschuß stand unter der Führung des amerikanischen Juden Morgenthau (Vater des nachmaligen berüchtigten Morgenthauplanes). Die Führer beider Untersuchungskommissionen waren Juden, sicher Morgenthau; ihre Berichte sind also schon allein aus diesem Grunde über alle Zweifel erhaben.

Die amerikanische Kommission hielt sich vom 13, Juli bis zum 13. September 1919 in Polen auf. Über das Ergebnis der Untersuchungen des amerikanischen Ausschusses an Ort und Stelle liegt ein Bericht Morgenthaus und des amerikanischen Brigadegenerals Jadwin vor. Aus diesem Bericht der amerikanischen Kommission ergibt sich, daß die Berichte der Juden über die Verfolgung geradezu maßlos übertrieben waren. Im allgemeinen lebten sie völlig ungeschoren, sie litten aber unter den in jahrelangen Abständen aufflammenden Aufständen gegen die Juden, an deren Entstehung sie selbst die meiste Schuld trugen.

In diesem Bericht des amerikanischen Untersuchungsausschusses schreibt der amerikanische Captain Wright:

"Wenn man denkt, was in neuerer Zeit den anderen rassischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten Europas widerfahren ist, so erscheinen einem die Juden nicht als das verfolgteste, sondern als das begünstigteste Volk Europas!"

Der amerikanische General Jadwin stellt im amerikanischen Ausschußbericht fest:

"Die Lemberger Unruhen vom 2.. bis zum 23. November haben nach den Zeitungsberichten 2500 bis 3000 Todesopfer gefordert. Die Untersuchung und Feststellungen an Ort und Stelle bei den jüdischen Ortsangaben ergab, daß die Zahl der Opfer h ö c h s t e n s 76 betrug."

Morgenthau stellt in dem offiziellen Bericht der amerikanischen Untersuchungsabordnung fest, daß die Gesamtsumme der 1918/19 bei den Aufständen getöteten Juden nicht Hunderttausende, sondern nicht mehr als 258 betrug.

Der Bericht der englischen Untersuchungskommission gibt die Gesamtzahl der jüdischen Opfer mit 348 an.

Es erweist sich, daß die Klagen von Juden über ihre Leiden und Verfolgungen seit jeher maßlos übertrieben sind. Trotz dieser einwandfreien und unantastbaren Tatsache fährt man immer wieder fort, die übertriebenen Berichte von den Pogromen zu wiederholen. Ein führender Mann in der Wiener jüdischen Kultusgemeinde, Regierungsrat Kreppel, schrieb ein Buch Juden und Judentum von heute, in dem er über die Zustände in Galizien während und nach dem ersten Weltkrieg berichtet; er gibt die Opfer in der Ukraine mit rund 30 000 an. Er schildert:

"Man brachte die furchtbarsten Folterungen zur Anwendung und marterte die Opfer in der grauenvollsten Weise. Den Opfern wurden die Glieder abgehauen; sie wurden gehängt, wieder zum Leben gebracht und dann erschossen. Viele mußten das eigene Grab schaufeln; Väter mußten der Abschlachtung der Kinder, Kinder der Ermordung der Eltern zusehen. Frauen wurden vor den Augen der Männer geschändet und dann ermordet."

Die amerikanische und die britische Untersuchungskommission weisen die Berichte von den Massenabschlachtungen als unrichtig nach. Der Bericht Kreppels könnte den Lügenberichten über die deutschen Greuel an der jüdischen Bevölkerung als Muster gedient haben. Leider fanden sich nach dem zweiten Weltkrieg keine Untersuchungskommissionen zur Überprüfung der Berichte der Greuellügen-Hetzpropaganda.

DIE MITSCHULD VIELER JUDEN AN IHRER UNBELIEBTHEIT IN DER VERGANGENHEIT

Wir lasen in der Weltpresse und der Literatur mit Erschütterung über die Judenverfolgungen in Rußland und darüber, wie verhaßt die Juden in Polen und in Rußland waren. Nach diesen Berichten lagen die Dinge so, daß eine brave, stille, fleißige, staatsloyale Minderheit wegen ihres Glaubens von einer barbarischen Mehrheit verfolgt wurde. Um so überraschender wirken nun Zeugnisse, aus denen sich ergibt, daß viele Juden an diesen Verfolgungen durch ihr Verhalten selbst auch nicht geringe Mitschuld trugen.

Die amerikanische früher russische Jüdin Mary Antin berichtet in ihrem Buch. Vom Ghetto ins Land der Verheißung (Verlag Robert Lutz, Stuttgart, 1913) über ihre Kindheit und schildert das Leben in ihrer russischen Heimat.

Erschütternd ist der aus der Schilderung ersichtliche geradezu fanatische Haß vieler russischer Juden gegen das christliche, alte Rußland, in dem sie und von dem sie lebten, und der Haß und die Verachtung vieler Juden gegen ihre christlichen Mitbürger, unter denen und von denen sie lebten.

"Wenn ein Kind weinte, drohte die Kinderfrau, es dem P r i e s t e r zu Übergeben, der gleich auf der Straße vorüberkommen werde!"

(Der christliche Priester spielte also in der jüdischen Erziehung die Rolle des schrecklichen bösen Mannes, des Kinderschrecks!)

Es gab auch noch Schlimmeres als Verbrennen oder Martern, das mir die Ungläubigen, die Christen, antun könnten ... Sie könnten mich taufen! Das war noch entsetzlicher als ein Martertod! Lieber wollte ich mich in die Dwina werfen, als daß ein Tropfen Taufwasser meine Stirne benetzen sollte. Lieber wollte ich mich dem ärgsten Pöbel in die Arme werfen und mir von ihm die Eingeweide herausreißen lassen, als gezwungen zu werden, vor den gräßlichen Christlicben Bildnissen niederzuknien und das Kreuz zu küssen! Lieber von der Pest ergriffen und von den Würmern zerfressen werden, als den Christengott anbeten. Ich war nur ein kleines Mädchen und gar nicht sonderlich tapfer; schon der geringste Schmerz entlockte mir Tränen. Aber es gab keinen Schmerz, keinen einzigen, den ich nicht lieber erdulden wollte als die Taufe!

Ich verfluchte die Kirche, jedesmal, wenn ich an ihr vorbeigehen mußte ... An Markttagen, wenn die Bauern zur Kirche kamen und die Glocken stundenlang läuteten, wurde mir das Herz schwer, und ich konnte keine Ruhe finden ... Ich sah die Leute in die Kirche strömen: Bauernweiber mit buntbestickten Schürzen und Rosenkränzen; barfüßige kleine Mädchen mit grellen Kopftüchern; flachsköpfige Jungen, die Mützen tief in der Stirne, und rauhe Männergestalten mit grobgeflochtenen Bandsandalen und hänfenen Gürtelstricken. Scharenweise sah ich sie gehen, langsam die Stufen hinaufsteigen, sich immer und immer wieder bekreuzigen, bis der schwarze Toreingang sie alle verschlungen und nur die Bettler noch auf den Stufen hockten und die Glocken tönten über die Dächer hin und riefen und riefen!

"Was tun die Leute im Dunkeln mit ihren Statuen und schrecklichen Kruzifixen?"

Dieser Bericht zeigt auch, wie tief eingewurzelt die Fremdheit, ja Abneigung vieler Juden gegen das Land war, in dem sie lebten, gegen das Land, das ihnen doch Heimat und Vaterland sein sollte. Sie verstümmeln sich lieber, als für ihr Land, von dem sie leben, Militärdienst, selbst nur im Frieden, zu leisten.

"Jedermann mußte seine vier Jahre beim Militär abdienen. Das Schlimme war, daß während der Militärdienstzeit die jüdischen Gesetze über das tägliche Leben gebrochen werden mußten. Ein Soldat mußte oft treife' essen und auch am Sabbat Dienst tun. Er mußte sich den Bart scheren ... Er konnte nicht den täglichen Gottesdienst in der Synagoge mitmachen ... Und wenn er nach Schluß der Dienstzeit heimkam, konnte er sich des Mals seiner unfreiwilligen Sünden nicht entledigen. Er hatte nun einmal vier Jahre lang das Leben eines Ungläubigen geführt."

Aber nicht allein aus Gründen der Frömmigkeit scheuten Juden den Militärdienst. Während ihrer Militärzeit ging oft das Geschäft zugrunde.

"Einige Ausnahmen vom Militärzwang wurden gemacht. Der einzige Sohn einer Familie blieb frei und auch andere. Bei der körperlichen Untersuchung kamen manche wegen irgendwelchen körperlichen Gebrechen los. Unsere Leute versuchten, sich selbst wenigstens für eine Zeit untauglich zu machen. Um dem Militärdienst zu entrinnen, unterzogen sie sich Operationen an Augen, Ohren, Armen und Beinen. War die Operation ein Erfolg, so wurde der Operierte von den untersuchenden Offizieren zurückgewiesen und war nach einiger Zeit wieder völlig gesund und ein freier Mann. Häufig allerdings wurden die Gebrechen, die nur vorübergehend sein sollten, unheilbar. Daher gab es in unserem Orte Polotzk so viele Einäugige, Schwerhörige, Lahme usw., infolge dieser geheimen Maßnahmen. Aber schließlich war das doch besser als vier Jahre Militär im Dienste des Zaren ...

Mein Vetter hatte sich auch eines geheimen Mittels bedient; er hatte Monate vor der Stellung ein gesundheitzerstörendes Pulver eingenommen, aber die Wirkung war nicht sichtbar genug und er wurde angenommen. In den ersten Wochen stand er in Polotzk, unserem Orte. Ich sah ihn am Sabbat ein Gewehr tragen und auf dem Marktplatz exerzieren. Ich fühlte mich entheiligt, als ob ich selber gesündigt hätte! Ach, es war wirklich zu verstehen, warum die Mütter eingezogener Söhne fasteten, beteten, klagten und sich ins Grab sorgten ...

Der Zar eröffnete überall Volksschulen und zwang auch die Juden, ihre Kinder in den Unterricht zu schicken ... Vielleicht hoffte der Zar wirklich, dem Lande durch die Schule den besten Nutzen zu bringen ...

Allein die Juden mußten die Schule mit den Christen teilen, und die Vorschriften der Schulen liefen, was Schulzeit, Kleidung, Benehmen anlangte, den jüdischen Gebräuchen oft zuwider ... Da erhoben sich alle guten Juden gegen den Schulzwang und versuchten ihre Jungen durch alle möglichen Mittel, gute und schlechte, davon zu befreien. Der Beamte, der das Register der Schulpflichtigen unter sich hatte, wurde reich durch die Bestechungsgelder jüdischer Eltern, die ihre Söhne versteckt hielten. Nach einer Weile wurden die Schulen wieder geschlossen, die jüdischen Knaben konnten wieder vor aller Welt die heiligen ´Fransen' (Baikeles) tragen und brauchten ihren Mund nicht mehr mit russischen Worten zu verunreinigen. (Sie brauchten nicht mehr russisch zu sprechen, sondern nur ´jiddisch'.)

Wenn ich heute auf die Vergangenheit zurückschaue, dann sehe ich innerhalb der Mauern des Ghettos eine viel höhere, stärkere und undurchdringliche Mauer, eine Brustwehr, die die Juden gegen ihre Umgebung errichtet hatten. Ihre religiöse Abgeschlossenheit ... "

In einer anderen jüdischen Biographie berichtet ein Zeuge aus seiner Jugend in Galizien:

"Wir jungen Juden wurden im Hasse gegen alles -Nichtjüdische erzogen ... Wenn wir Kinder ein christliches Begräbnis vorüberziehen sahen, rief einer dem andern zu: "Heute einer, morgen hoffentlich zwei!" Und es war selbstverständlich, daß wir sagten: "Ein Jude stirbt, ein Goi krepiert!" Beim Spielen pflegten wir Kinder eines dem anderen die Arme übers Kreuz zu legen. Das hieß soviel wie: "Irgendwo möchte ein Christ gekreuzigt werden."

(J. G. Burg, Schuld und Schicksal)

Im Jahre 1903 sprach anläßlich der Judenverfolgung in Gomel eine jüdische Abordnung beim russischen Gouverneur von Mohilew vor, um ihre Beschwerde vorzubringen.

Wir entnehmen die Antwort des Gouverneurs der Frankfurter Zeitung:

"Mir tun die unglücklichen unschuldigen Opfer sehr leid, denn gelitten haben nur Unschuldige und Arme. Woher aber kommt solche Erbitterung einer Bevölkerungsgruppe gegen die andere, die eine andere Konfession bekennt? In Rußland besteht vollkommene Religionsduldung. Das wissen die Juden selbst am besten. Die Ursachen der letzten Ereignisse müssen viel tiefer gesucht werden als in der Verschiedenheit des religiösen Bekenntnisses. Die Krawalle, die in den achtziger Jahren stattfanden, waren eine Folge des jüdischen Joches, unter welchem die christliche Bevölkerung seufzt. - jetzt [1903] treten die Juden als die Leiter und Rädelsführer bei sämtlichen regierungsfeindlichen Bewegungen hervor. Der ganze "Bund" und die gesamte Sozialdemokratie bestehen nur aus Juden. . ., und die wenigen Nichtjuden sind nur aufgehetzt; die Aufhetzer aber sind nur Juden; an den Universitäten werden alle verbotenen Zusammenkünfte nur von Juden veranstaltet ... Immer und überall äußern die Juden ihre vollkommene Mißachtung und Unduldsamkeit gegen die Christen.

Da, meine Herren, liegen die Ursachen. Ihr selbst seid an dem Geschehenen schuldig. - Die Regierung ist gänzlich unparteiisch, und ich bin auch unparteiisch. Und ich muß euch sagen: Ihr erntet die Früchte eurer Aufführung. Ihr verbreitet unter der Bevölkerung Ungehorsam und Auflehnung gegen die Regierung ...

Die russische Bevölkerung will euer Aufhetzen nicht. Ist es denn nicht unerhört, daß sich die Juden bewaffnen und das Militär beschießen ... Mir tun die getroffenen unschuldigen Opfer leid. Aber Sie selbst, meine Herren, sind daran schuld: Sie tragen die moralische Verantwortung für all das Geschehen vor Ihren Glaubensgenossen."

(Frankfurter Zeitung, 7.10.1903)

Die Worte des russischen Gouverneurs fanden in der bolschewistischen Revolution ihre schreckenvolle Bestätigung. Daß Juden die Träger der russischen Revolution waren, wird heute von niemandem ernstlich bestritten:

"Unter den Kennern der Verhältnisse in Rußland ist nur eine Stimme darüber, daß Juden die Träger der russischen Revolution waren. Sie waren die Agitatoren, die Aufreizer in den Versammlungen und in der Presse, die Aufrührer und Anführer der naiven aufgewiegelten Arbeiter und Bauernscharen ... Die russische Revolution 1917-1919 ist das ausschließliche Werk russischer Juden ...

Die sogenannte Sowjetregierung der Bolschewisten ... bestand damals mit verschwindenden Ausnahmen aus Juden in russischen Namensverhältnissen. Fast jeder sogenannte Arbeiter- und Soldatenrat setzte sich bis in die kleinsten Nester aus einem Juden und einigem Gesindel zusammen.

(Tharaud)

Volkskommissar Kohen schrieb im April 1919:

"Ohne Übertreibung kann man sagen, daß die große russische Revolution von Juden gemacht ist ... Ganz allein die Juden haben das russische Proletariat dem Morgenrot der Internationale zugeführt ... Das jüdische Symbol, der Davidstern..., ist auch zum Symbol des russischen Volkes geworden, der fünfzackige Stern, das Symbol des Zionismus und des Judentums."

Es ist leider so, daß niemand die Tatsache leugnen kann, daß viele Juden nicht nur in Rußland, sondern auch in anderen Ländern die Agitatoren und Wegbereiter des Kommunismus und die Führer der kommunistischen Umstürze waren: in Polen, Jugoslawien, Ungarn, Rumänien usw. Von Jugoslawien weiß ich aus eigener Erfahrung, daß die Hauptträger der kommunistischen Propaganda die jüdischen Studenten und Studentinnen der Universitäten in Laibach und Belgrad waren.

Die Initiatoren und Führer der kommunistischen Bewegung in fast allen Ländern sind leider Juden.

Aus dem Buche Haunch, Paunch and Jowl - An Anonymous Autobiography von Samuel Ornitz, deutsch: Herr Fettwanst (Kurt Wolff Verlag, München 1924, S. 182 ff.):

"Unseren Kandidaten für den amerikanischen Kongreß drückten wir wieder durch, einen gewissen Joseph Goodman, der gleichzeitig eine der führenden Persönlichkeiten in einem jüdisch-nationalen Orden war. Er klammerte sich dadurch fest an seinen Posten, daß er seine politische Tätigkeit darauf beschränkte, nur einmal alle Jahre, und zwar zu Beginn des Wahltermins, eine Rede zu halten. Er hielt diese Rede und widmete sich im Übrigen seinen Pflichten in der Loge und anderswo. Diese Rede wurde zu einer der klassischen literarischen Schöpfungen der Eastside: Unsere besten Köpfe hatten sie gemeinsam verfaßt. Sie war ein grauenerregender Bericht über Judenverfolgungen in Rußland, enthielt giftige Angriffe auf den Zaren und seine Regierung, die als verantwortlich dafür hingestellt wurden, und endete mit einem hysterischen Appell an die amerikanische Regierung, die diplomatischen Beziehungen mit der zaristischen Regierung abzubrechen, bis die Pogrome aufhörten. Auch diese Wahlreden bereiteten Goodman keine Schwierigkeiten. Er wiederholte einfach seine Kongreßrede.

Goodmans sozialistischer Gegner war Avrum Tolede. Avrum aber beging den Fehler, den jeder ehrliche Mensch begeht: er stellte gewisse Wahrheiten so dar, wie er sie erkannte. Er schlug ein anderes Heilmittel für Pogrome vor, dafür wurde er beinahe gelyncht. Er muß Furcht nicht kennen oder aber ein Narr sein, wenn er glaubt , die Juden auch nur für einen Augenblick davon Überzeugen zu können, daß sie selbst in gewissem Sinne für die Pogrome verantwortlich zu machen sind.

Avrum erklärte, daß es die jüdische Eigenart russischen Agents provocateurs leichtmachte, die Bauern gegen die Juden aufzuhetzen, und daß die Bauern natürlich irritiert und rachsüchtig würden, wenn sie sich durch die schlauen jüdischen Händler ständig betrogen und ausgesogen sähen und in ihren einfachen Schädeln die Handlungen der Juden als wahrhaft teuflische Kniffe erblickten. Wenn ihr Haß durch Wodka wilde Gerüchte und religiöse Aufreizung angefacht werde, -breche er nur zu leicht durch. Avrum sagte nicht, daß die Juden als Ganzes betrachtet die Bauern betrögen, aber er klagte die Händler und Geldverleiher an. Er sagte: Wir wollen die Frage der russischen Pogrome einmal mit nüchternem Auge und ruhigem Verstand ansehen. Wir wissen, daß die Regierung die Plünderungen und Überfälle dazu benutzt, den Dampf abzulassen, der sich sonst gegen die verderbte Regierungsform selbst wenden könnte. Ist das aber alles, was uns angeht? Wie steht es mit dem Volke, das sich so leicht gegen das unsrige aufhetzen läßt? Sind wir ihm in irgendeiner Form zu nahegetreten? Wo sind wir im Unrecht? Wie tragen wir selbst dazu bei, die Pogrome möglich zu machen? Ich bitte nur um ein klein wenig Menschenverstand, empfehle ein paar einfache Hausmittel, die mehr nützen werden als alle leidenschaftlichen Reden im Kongreß, Reden, die nur dazu bestimmt sind, Stimmen zu fangen. Ich glaube, daß es der zaristischen Regierung gar nicht mehr so leichtfallen würde, Pogrome zu veranstalten, wenn wir uns erst einmal den guten Willen, das Vertrauen und die Zuneigung unserer nichtjüdischen Nachbarn erworben haben. Wenn diese allen Grund haben, uns zu lieben und uns zu respektieren, wie könnte man sie veranlassen, uns zu hassen und zu vernichten? Es liegt also an uns, die Übergriffe unserer Händler und Geldverleiher zu hintertreiben.

Wir müssen unseren Leuten sagen, daß diese Händler und Wucherer, die Führer und Leiter unserer Gemeinden, diese Minderzahl von Profitgeiern, die Wurzel allen Übels der Pogrome sind. Wir wollen einmal versuchen, uns in den russischen Bauern hineinzudenken. Ist es nicht leicht, gegen Leute aufzuhetzen, die euch systematisch übervorteilt haben? Unterbindet das Übel, das erste Übel, und ihr werdet gleichzeitig das letzte Übel verhindern. Wie anders würde es dann sein, wenn die Juden mit sauberen Händen und gutem Gewissen vor den Richterstuhl der Welt träten! Dann könnte die russische Regierung nicht länger die Achseln zucken und scheinheilig erklären, die Pogrome entsprängen der Wut des Volkes gegen die Schandtaten der Juden.'

Avrum hatte die Universität absolviert. Er hatte das nationalistisch gesinnte Volk verärgert. Wie konnte er es wagen, anzudeuten, daß der russische oder polnische Jude auch nur teilweise selbst an den Pogromen schuld sein könnte?"

Dr. Lionel Crane über die Juden in den USA (ebenda, S. 170 ff)

"Die Juden selbst werden in Amerika eine Judenfrage heraufbeschwören, wenn sie auf ihre bizarre Judenhaftigkeit bestehen ... ; ihre nachlässigen Kleider oder ihre übertriebene, juwelenbedeckte, anmaßende Eleganz; ihre Anmaßung und Pöbelhaftigkeit ...; ihre antipathische Aufdringlichkeit ... ; ihr verrückt machender unfehlbarer Glaube an sich selbst als besser, gescheiter, gerissener, größer; die Auserwählten des einen einzigen Gottes, den sie auf die allein richtige Weise anbeten, ihre Verachtung für alle anderen, für ihre Sitten und Lebensgewohnheiten, ihren Glauben, ihre Blödheit ... Und so wird er verhaßt, unerträglich, unerwünscht ...

Hier in Amerika hat der Jude Gelegenheit, zu beweisen, daß er etwas anderes ist als das gezeichnete, gehaßte Geschöpf, als das er allein scheint. . ., oder als der raffende, mitleidlose, egoistische Shylock, wie ihn die Phantasie der Massen kennt ... Und nun veranlassen professionelle Juden Zusammenstöße, Aufregung, Wut über jede eingebildete Klage, jede Beleidigung, jede Bemerkung über die Juden. Sie richten geradezu einen Scheinwerfer auf die Juden. Ihre überheblichen Schwätzereien in der verbreitungssüchtigen Presse, auf der politischen Plattform, in Massenversammlungen und in den Hallen der Gesetzgeber tragen mehr dazu bei, das Gespenst der Judenfrage in Amerika heraufzubeschwören, als aller Hohn und alle Anklagen der wütendsten Antisemiten."

DAS SCHICKSAL DER JUDEN IN DEUTSCHLAND IN DER VERGANGENHEIT

Die Juden waren im Lauf der Geschichte aber nicht nur im allgemeinen weit begünstigt gegenüber dem Schicksal anderer volklicher und religiöser Minderheiten. In Deutschland waren sie auch begünstigt gegenüber der Mehrheit, dem Großteil der übrigen deutschen Bevölkerung.

Man stellt der Welt die Geschichte der Juden - vor allem in Deutschland - so dar, als wären die Juden in der Welt und besonders in Deutschland der verfolgteste und benachteiligteste Bevölkerungsteil gewesen. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall. In allen Jahrhunderten besaßen die Juden in Deutschland eine Rechtsstellung, die faktisch besser war als die des Großteils der übrigen deutschen Bevölkerung, nämlich der ganz oder halb unfreien Bauernschaft wie der landwirtschaftlichen und später der industriellen Arbeiter.

Nach der landläufigen Ansicht stellt sich das Schicksal der deutschen Juden so dar:

Die Juden sind bis zur Zeit der Gewährung der Gleichberechtigung Parias; in die Enge des Ghettos gebannt, ermangelten sie des Rechtes auf Grundbesitz, der Teilnahme an der Verwaltung durch den Ausschluß von allen Ämtern und Ehrenstellen. Die Zahlung von Schutzgeldern mußte ihnen den Schutz der Mächtigen erkaufen; doch selbst das so begründete Abhängigkeitsverhältnis genügte nicht, sie vor den Heimsuchungen eines fanatisierten Pöbels, den Angriffen habgieriger oder ihnen verschuldeter Großer zu schützen. Strenge Vorschriften engten die Freiheit ihrer Lebensführung ein, zogen scharfe Trennungslinien gegen ihre Umwelt, unterstrichen durch Kleiderverordnungen und Judenzeichen ihre diffamierende Sonderstellung ...

Das Bild, das auf diese Weise von der Lage des jüdischen Volkes während vieler Jahrhunderte geboten wird, ist an und für sich durch die Geschichte bestätigt. Aber nichts kann irriger sein als die daran geknüpften Schlußfolgerungen. Die vorgeblichen Kriterien der Pariastellung der Juden erweisen sich bei näherer Betrachtung durchwegs als nicht stichhaltig, sobald man nämlich den Blick auf die Lage der Gesamtbevölkerung in diesem Jahrhundert richtet und die Rolle der jüdischen Bevölkerungsgruppe innerhalb der zeitgenössischen Gesellschaft feststellt.

Es geht nicht an, im ständischen Staate von einer Benachteiligung der Juden gegenüber "den Mitbürgern" allgemein zu sprechen, in einer Zeit, der unser heutiger einheitlicher Staatsbürgerbegriff völlig fremd war.

Niemand wird leugnen, daß die privilegierten Klassen immer eine bessere Rechtsstellung innehatten als die jüdische Bevölkerungsgruppe; ebensowenig aber dürfen wir bei der Beurteilung der Sachlage stur nur auf diesen privilegierten - numerisch sehr schwachen Teil der Bevölkerung blicken, der aus dem Adel, dem Klerus und dem vom ersten Tag seiner Entstehung an besonders favorisierten städtischen Bürgertum gebildet war.

Wohl lag bei diesen Klassen, die nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung bildeten, die Entscheidung über das politische Geschehen; sie sind Träger der kulturellen Entwicklung gewesen. Aber deshalb darf uns beileibe ihre privilegierte Rechtsstellung nicht als das Normalmaß der menschlichen Freiheit jener Zeit erscheinen. Das Volk in seiner weitaus überwiegenden Mehrheit, die Bauern, lebte unter härtestem Druck und entbehrte auch nur annähernd gleich günstige Lebensbedingungen. Ein Vergleich der Lebensbedingungen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, der Bauern, mit den Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerungsgruppe fällt gewaltig zugunsten der Juden aus.

Es ist also ein ebenso gewaltiger wie verhängnisvoller Irrtum, eine Pariastellung der Juden gegenüber allen Schichten der umgebenden deutschen Bevölkerung zu konstruieren.

Die Berichtigung dieses grundlegenden Irrtums muß aber unsere gesamte Einstellung zur Judenfrage von Grund auf ändern. Wir wissen heute, daß den Juden ein nicht unbeträchtliches Maß an Autonomie zustand, das die große Mehrheit des deutschen Volkes entbehren mußte (vor allem die gesamte Bauernschaft); daß sie weiter die Möglichkeit hatten, nach eigenem jüdischen Recht zu leben; daß sie weiter das Recht gegenüber den Christen manchmal begünstigte, wenn auch nur in der Absicht, sie ganz auf das Gebiet merkantiler Tätigkeit zu drängen (die für Christen durch kanonische Vorschriften erschwert wurde). Eine solche Begünstigung lag z.B. in der sogenannten Anefangsklage, in der Ausnahme vom kanonischen Zinsverbot u.a.m.[1].

Wie dem auch sei: die geschichtlich beglaubigte Tatsache von der Begünstigung der Juden in Handel und Geldwesen seit den ältesten Zeiten erhellt deutlich die ganz besonders freizügige Stellung der Juden in einer Zeit, in der die Mehrheit der Bevölkerung faktisch die Rolle von an den Ort gebundenen, überaus rechtsbeschränkten Arbeitssklaven innehatte. Die Juden besaßen alle bedeutenden Kriterien der persönlichen Rechtsfähigkeit, die Partner beim Abschluß eines Handelsgesahäftes benötigen. Die Mehrheit des deutschen Volkes vor allem die Bauern, hatten diese Rechtsfähigkeit nicht.

Juden zogen als Kaufleute in ferne Länder, während gleichzeitig die leibeigene deutsche Bevölkerung die Gemarkung, das Gebiet ihrer Herren, nicht verlassen durfte. Das Leben der Juden im Ghetto wurde nicht von den äußeren Mächten störend beaufsichtigt; die Juden konnten jenes Maß von traditioneller Eigenheit annehmen und durch Jahrhunderte ungestört bewahren, dessen Voraussetzung eine ungestörte und unberührte Entwicklung ist.

Vor allem die Erhaltung des jüdischen Bekenntnisses in einer Zeit des stärksten religiösen Fanatismus ist schon an und für sich eine einzigartige Erscheinung und ein überwältigender Beweis der Vorrechtsstellung der Juden. Die deutschen Bauern und Städter mußten das Bekenntnis ihres Landesfürsten annehmen oder wurden vertrieben und mußten auswandern. Die Juden nicht.

Die Zahlung von Schutzgeldern, die nach den damaligen Rechtsbegriffen mit einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis vom Schutzherrn verbunden war, hatte ganz und gar nichts Diffamierendes an sich; sie war sogar die vornehmste Art der persönlichen Leistungen. Die unmittelbare Unterordnung unter den Kaiser oder den Landesfürsten mit Umgehung der feudalen Mittelstufen darf nahezu als Auszeichnung gewertet werden, wenn auch wohl nur die finanzielle Ergiebigkeit dieses Verhältnisses die Ursache dieser Bevorzugung war.

Der Erwerb von Grund und Boden, mit dem das deutsche Recht den Anteil am politischen Leben verknüpfte, war lange ein besonderes Privileg, das - zumal außerhalb der Städte - nur dem Adel und dem Klerus vorbehalten blieb. Diesen Ausschluß zum Kriterium einer ganz exzeptionellen Entrechtung nur der Juden machen zu wollen, ist durchaus falsch[2]. Ganz abgesehen auch davon, daß die Juden am frühesten von diesem Ausschluß ausgenommen wurden und schon frühzeitig zumindest städtische Gründe besaßen.

Umständliche Kleiderordnungen und die Verpflichtung zum Tragen besonderer Abzeichen waren nicht nur für Juden vorgeschrieben; sie waren für alle Stände gleichmäßig mit oft großer Strenge vorgeschrieben. Die Tatsache der Kleiderordnung - mag sie den einzelnen auch in erhöhtem Maße den Insulten des Gesindels und des Pöbels ausgesetzt haben - ist also keineswegs etwas Auffallendes.

Die schweren Verfolgungen endlich, denen die Juden zu einzelnen Zeiten in einzelnen Fällen ausgesetzt waren, sind eine Störung der auch für die Juden geltenden Rechtsordnung und nicht etwa eine Folge dieser Rechtsordnung, eine Ausnahme der Juden aus der Rechtsordnung, einer bestehenden Entrechtung der Juden.

Die geschichtlich beglaubigte Tatsache, daß z.B. das Ritualmordmärchen häufig dazu herhalten mußte, um sich von der Verschuldung an Juden zu befreien, zeigt deutlich, daß die Rechtsordnung den Juden ausreichende Zwangsmittel zur Durchsetzung ihrer Ansprüche ließ, Zwangsmittel, denen selbst die Angehörigen der privilegierten Klassen, der Adel und der Klerus, unterworfen waren und denen diese in Einzelfällen eben nur auf diese Weise zu entgehen hofften, indem sie lügenhafte Ritualmordbeschuldigungen gegen ihre jüdischen Gläubiger erhoben oder erheben ließen.

Die Behauptung und Ausübung grundherrlicher Rechte gegenüber den Juden in ihrer schärfsten Form, Heranziehung derselben zu persönlichen Arbeiten, Vorschreiben der zu wählenden Berufsart (zu unterscheiden von dem Ausschluß von bestimmten Erwerbszweigen), Mangel an Erbfähigkeit usw. treten uns in gesetzlicher Fixierung nicht entgegen, ganz abgesehen von den weitgehenden Prärogativen, die der Grundherr seinen Leibeigenen, den Bauern, gegenüber besaß.

Ein Vergleich der Rechtsstellung der Juden gegenüber den Grundherren mit der Rechtsstellung der anderen - nichtjüdischen - Bevölkerungsschichten gegenüber dem Grundherrn ergibt eine weitgehende Bevorzugung der Juden. Die Bauern und alle sonstigen Bewohner des grundherrlichen Bereiches konnten vom Grundherrn zu persönlichen Arbeiten und Dienstleistungen herangezogen werden und wurden dies auch in weitgehendem Ausmaße - die Juden nicht. Den Bauern und allen sonstigen Bewohnern des grundherrlichen Bereichs konnte vom Grundherrn der zu wählende Beruf vorgeschrieben werden - den Juden nicht.

Die Juden waren in ihrer Rechtsstellung gegenüber den Grundherren im Vergleich zu den deutschen Bauern weitgehend bevorzugt. Auch ein Vergleich der Rechtsstellung der Juden mit der Rechtsstellung der Fremden zeigt die Juden zu allen Zeiten - zum Unterschied von heute - als bevorrechtete Fremde.

Die jüdische Bevölkerungsgruppe trug die Kriterien eines eigenen Standes an sich; das beinhaltet mit Selbstverständlichkeit den von einer naiven Betrachtungsweise als grausam und diffamierend bezeichneten Ausschluß von jedweder Einmengung in die Angelegenheiten der anderen Stände, ebenso wie Bürger und Bauer nichts miteinander gemein hatten und die Bürger den Bauern und die Bauern den Bürgern in ihre Angelegenheiten nichts dreinzureden hatten.

Ist auch die Lage der Juden, absolut genommen, ungünstig gewesen, so muß man ihre Lebensbedingungen immer im Verhältnis zur Gesamtheit betrachten. Die Lage der Mehrheit der deutschen Bevölkerung war damals eben im Vergleich mit den privilegierten Klassen ungünstig, insbesondere die Lage der Masse der deutschen Bauern; demgegenüber war die Situation der Juden günstig; gegenüber der Masse der bäuerlichen Bevölkerung war ihr Stand ein bevorrechteter, ein privilegierter.

Die Folgerungen aus dieser Erkenntnis sind höchst bedeutsam: Im Laufe der historischen Entwicklung sahen die Juden niemals auf die Mehrheit der Bevölkerung, der es schlechter ging als ihnen, sondern nur auf die wenigen, die bessergestellt waren. Sie richteten ihre Begehrlichkeit und ihre Forderungen nach der Rechtsstellung dieser Klassen und wünschten, den Platz zumindest unmittelbar nach und neben diesen Ständen und vor der großen Masse der Landbevölkerung und des städtischen Proletariats einzunehmen.

Die Juden waren also in Deutschland nicht ein entrechteter, sondern ein gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung bevorrechteter, privilegierter Stand. Die Privilegien der Juden waren nicht so groß wie jene der privilegierten Stände, des Adels und des Klerus; sie rangierten hinter dem Adel, dem Klerus und den städtischen Bürgern, aber weit vor dem Großteil der deutschen Bevölkerung, den Bauern[3].


  1. Die Juden unterlagen auch nicht dem sogenannten Gottesurteil, der Schuldprobe durch Feuer oder Wasser.
  2. Abgesehen davon, daß es sich beim Ausschluß vom Grund- und Bodenerwerb nicht um ein gegen die Juden als solche gerichtetes Verbot handelt, sondern um ein Verbot, das die Mehrheit des deutschen Volkes traf, ist es auch unrichtig und unaufrichtig, dieses auf ein verhältnismäßig verschwindend kleines Gebiet der Erde beschränkte Verbot als Ursache dafür zu bezeichnen, daß sich die Juden auf der ganzen Welt dem Ackerbau entfremdeten. Auch als dieses Verbot vor fast 200 Jahren fiel und die Juden nicht mehr vom Bodenerwerb und der Bodenbewirtschaftung ausgeschlossen waren, haben sie von der Möglichkeit einer Bodenbewirtschaftung nicht den geringsten Gebrauch gemacht. Es gibt keine jüdischen Bauern in Deutschland.
    Es gibt auch dort fast keine jüdischen Bauern in der Welt, wo diese unbehindert waren: in ganz Europa nicht und nicht in den USA, in Kanada, Afrika, Asien, Australien. Selbst in jenen Gebieten der Erde, die sehnsüchtig auf Menschen warten, die die Erde bebauen, gibt es keine jüdischen Bauern.
    Selbst im Palästinastaat Israel, wo sich die Israelis alles Land angeeignet haben, besteht - nach den offiziellen Regierungsberichten und Statistiken kein Andrang zur bäuerlichen Bodenbewirtschaftung, sondern vielmehr das Gegenteil. Wenn ich vertrauenswürdigen Berichten Glauben schenken darf, ist die Heranziehung eines israelischen Bauernstandes eine sehr große Sorge der israelischen Staatsführung. Nach diesen Berichten zeigen sich keine beruhigenden, ermutigenden und hoffnungsvollen Anzeichen für das Entstehen eines wirklichen und ausreichenden israelischen Bauernstandes. Dabei ist ein nur allzugroßer Teil der heutigen israelischen Bodenbewirtschafter ein Heer von Intellektuellen, die nur aus glühender Liebe zum Zionismus die Mühen der bäuerlichen Arbeit auf sich nehmen, ohne zu dieser berufen und für diese geeignet zu sein und ohne in diesem Bauerntum seelische Genugtuung und Lebenserfüllung zu finden. Ein soldier künstlicher, nicht organisch aus dem Boden gewachsener und organisch mit ihm verbundener Bauernstand, so menschlich bewundernswert diese Helden und ihre großen Opfer auch sein mögen, ist nicht das, was Israel braucht. Auch die Heranziehung des arabischen Bevölkerungsteiles zur bäuerlichen Hilfearbeit kann diese Lücke nicht ausfüllen; im Gegenteil: sie ist nur ein Hindernis und eine Erschwernis auf dem Weg zum Ziel der Heranzichung eines genügend großen israelischen Bauernstandes.
    Max Weber schreibt in seiner Wirtschaftsgeschichte, 3. Aufl., 1958, S. 175:
    "Das jüdische Ritual schließt jede Bodenständigkeit aus... Wer am jüdischen Ritual festhält, kann nicht Landwirt sein."
  3. Vgl. hiezu O. Karbach, Die Juden vor der Emanzipation, 1921. Auch in anderen Ländern sind die Juden weit fortgeschritten auf dem Wege, immer mehr Ausnahmen, Begünstigungen, Privilegien für sich zu erreichen. Von einer verfolgten und minderberechteten jüdischen Minderheit kann heute nirgends mehr die Rede sein, sondern von der Bevorrechtung und Privilegierung der Juden. So waren die Juden besonders in Polen seit 1919 ganz besonders bevorrechtet. Der Friedensvertrag von Versailles hatte unter dem Titel "Schutz der Minderheiten" den Juden in Polen die vollen Rechte einer Nation und eines Staates im Staate gegeben. Keine öffentliche Anordnung durfte getroffen werden, welche die Juden in ihrer Sabbatruhe störte. Am Sabbat brauchten sie nicht vor Gericht zu erscheinen. Sie bekamen eigene Judenschulen, die der polnische Staat bezahlen mußte, in deren Verwaltung er aber nichts dreinzureden hatte. Die Juden waren in Polen mit doppelten Bürgerrechten ausgestattet und fast allen politischen und rechtlichen Pflichten gegenüber dem polnischen Staate entzogen ... Sie hatten also alle Rechte gleich den Polen als polnische Staatsbürger und darüber hinaus Sonderrechte als Juden.
    Über die Bevorrechtung der Juden in den USA siehe Anhang (Macht und Einfluß der Juden in den USA).

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