Inschrift im Auschwitz-Stammlager

Diese Tafel kann der Besucher in Auschwitz bestaunen: Sie erschüttert die These von der Millionenvergasung.

Dr. Benedikt Kautsky:

"Ich war (sieben Jahre) in den großen deutschen KZ. Ich muß der Wahrheit gemäß sagen, daß ich in keinem Lager jemals eine Einrichtung wie eine Vergasungseinrichtung angetroffen habe."

ZEUGE NR. 17

KAUTSKY, Dr. Benedikt, Jude, prominenter sozialdemokratischer Politiker, Verfasser des Parteiprogramms der Österreichischen Sozialdemokraten, sieben Jahre KZ, davon vier im "Vernichtungslager" Auschwitz-Birkenau.

VERFOLGUNG: Nachdem Dr. Kautsky 1945 in seinem Buch "Teufel und Verdammte"/Schweiz, die eingangs abgedruckte Stellung bezogen hatte, nämlich niemals eine Gaskammer gesehen zu haben, wurde Druck auf ihn ausgeübt, wobei Ausmaß sowie Art und Weise dieser Repressionen nicht mehr aufgeklärt werden können. Fest steht, daß die Bekämpfer Kautskys so weit gingen, gegen ihn (hinter Pseudonym versteckt) eine Hetzschrift herauszugeben, die den höhnischen Namen "Der lustige Buchenwalder" trug. Im Vorwort zur zweiten Auflage deutet Kautsky auch vage an, daß er verschiedentlich angegriffen wurde. Erstaunlicherweise enthält diese Ausgabe einige kleine Änderungen, deren wichtigste darin besteht, daß er betreffend der Gaskammern den am Beginn dieses Kapitels zitierten Satz, der seinen tiefen Zweifel. an Gaskarnmern zum Ausdruck bringt, abändert und statt dessen schreibt: Ich will noch eine kurze Schilderung der Gaskammern einflechten, die ich zwar selbst nicht gesehen habe, die mir aber von so vielen Seiten glaubwürdig geschildert wurden, daß ich mich nicht scheue, diese Schilderung hier wiederzugeben..."

Man könnte Kautsky nun vorwerfen, daß er dem ausgeübten Druck einfach nachgegeben hätte. Die Skepsis, die selbst diese modifizierte Stellungnahme zu Gaskammern noch ausströmt und für den Leser sichtbar bleibt, beweist, daß Kautsky nicht so leicht zu manipulieren war. Auch daß er der "Gaskammer" in seinem mehr als 300 Seiten umfassenden Buch nur ganze sechs Zeilen einräumt, zeigt, daß er sich doch scheute, diese "Schilderungen" für wahr zu halten und als glaubwürdig weiterzugeben.

Hier sei daran erinnert, daß Kautsky 4 Jahre in Auschwitz-Birkenau verbrachte, just dort, wo täglich bis zu 20.000 Menschen "stolz erhobenen Hauptes" (Prof. Viktor Frankl: "Drei Tage Auschwitz") in die Gaskammer gegangen sein sollen. Was Prof. Frankl in drei Tagen wahrgenommen zu haben meint, konnte Kautsky, obwohl vier Jahre ebendort, nicht feststellen. Die folgenden Textstellen, sind dem Buche "Teufel und Verdammte", und zwar der zweiten, modifizierten Ausgabe, entnommen. Auf Seite 239 heißt es:

Die Ernährung war jedenfalls auch für den Häftling, der nicht die Kantine in Anspruch nahm, vollkommen hinreichend. Überdies wurden die Blocks so reichlich mit Essen versorgt, daß für besonders hungrige Mägen stets noch etwas Zusätzliches - "Nachschlag" genannt - vorhanden war. Aber das Lageressen konnte in Dachau nahezu entbehrt werden, wenn man sich auf die Kantine verlegte. Diese war ein Märchen. Ich werde nie meine Verblüffung vergessen, als ich zum erstenmal die Kantinenbaracke betrat. Ein ganzer Block von vielleicht 50 bis 60 Meter Länge war der Länge nach durch eine Glaswand unterteilt, in der es etwa 12 Schalter gab. An den ersten beiden Schaltern gab es Kaffee mit Milch und Zucker, Kuchen, Torten und Süßigkeiten; dann gab es der Reihe nach Schalter für Wurst, Rauchfleisch, Speck Butter, Fischkonserven, Käse, Obst, Trockenfrüchte, Obstkonserven, Marmelade, Keks, Schokolade und alle erdenklichen Eßwaren. Ferner gab es alles, was der Häftling sonst noch brauchte: Zigaretten und sonstige Tabakwaren, Nähutensilien, Tinte, Federn, Bleistifte, Notizblocks, Bürsten, Schuhcreme, Fußbodenpasta, Wisch- und Scheuertücher - kurz, die Kantine war ein Warenhaus. Und an einem Schalter stand ein Blockführer, der die Kantine leitete, in weißer Haube und weißem Kittel, unter dem man den Revolver sah, den ein Scharführer im Lager nie ablegen durfte, und fragte den vor ihm stehende Häftling, gleichgültig ob Jude oder "Arier", mit derselben Höflichkeit: "Was wünschen Sie, bitte?" Die Preise waren keineswegs übertrieben hoch; jedenfalls konnte man die 15 Mark, die man jede Woche bezog, unmöglich aufessen. Es blieb immer noch genug für die bedürftigen Kameraden übrig; nicht nur, daß niemand Hunger litt, auch an den höheren Genüssen des Lebens, wie Kuchen, Zigaretten, Schokolade und Obst, konnten alle teilnehmen. Wie leicht ist Kameradschaft im Überfluß!

Auf Seite 243 erfahren wir: So wurden uns Turnschuhe, Hosenträger und ähnliche Dinge zu maßlosen Preisen aufgezwungen; als Beigaben erhielten wir - zu ebenfalls übersetzten Preisen - Kakaomilch, Krabbenkonserven und andere Leckerbissen, die in Holland entweder gestohlen oder ergaunert worden waren.

Auf Seite 253 schreibt Kautsky: Denn es gab tatsächlich auch hier eine Mode, die plötzlich weite Hosen vorschrieb, so daß man sich Keile einnähen, Jacke und Mantel auf Taille arbeiten ließ, und man trug schwarze Tuchmützen oder gestreifte Hemden mit Kragen - und vor allem Stiefel, die Sehnsucht jedes guten Deutschen, der dann wenigstens halbwegs wie ein Soldat aussah. Erblickte man in einem Lager einen Häftling in Stiefeln, so, konnte man wetten, daß es ein Stubendienstler oder ein Friseur war, der nie im Dreck zu stehen hatte, günstigenfalles ein Kapo oder Vorarbeiter in einem Schachtkommando.

So heißt es auf Seite 207: Eine normal belegte Baracke in Dachau enthielt in vier Stuben je 52 Häftlinge, insgesamt also 208 Mann. Je zwei Stuben verfügten über einen gemeinsamen Vorraum, von dem aus man den Waschraum und das WC erreichen konnte. Diese waren gekachelt, - der Waschraum enthielt zwei große runde Waschbecken mit einer Reihe kleiner einzelner Brausen und etwa ein halbes Dutzend Becken zum Füßewaschen. Tag- und Schlafraum waren mit gebohnerten Hartholzfußböden versehen; es war verboten, sie mit Schuhen zu betreten, so daß beim Verlassen und Betreten des Blocks jeder seine Schuhe zu wechseln hatte. Jeder einzelne besaß seinen Schrank - Spind genannt - und seinen Hocker sowie seinen bestimmten Platz an den tadellos lackierten Tischen. Die Betten standen zu zweit übereinander, die Strohsäcke waren mit blau-weiß gewürfelten Leintüchern und Überzügen sowie mit einem Kopjkissen und drei Decken versehen.

Auf den Seiten 238/239 berichtet Kautsky: In Dachau bestand 1938 die tägliche Ration aus 500 Gramm ausgezeichnetem Kommißbrot, morgens gab es schwarzen "Kaffee", mittags einen Liter Eintopf (fast jeden Tag mit Fleisch) - nur sonntags gab es Suppe, Rindfleisch und Kartoffelsalat -, abends Tee, Fett, Wurst oder Käse. Wie groß diese Portionen waren, kann ich nicht mehr mit Bestimmtheit angeben; ich glaube, es waren 40 oder 50 Gramm Fett - meist Margarine - und 80 Gramm Wurst oder Käse pro Tag. Das Mittagessen war nicht sehr schmackhaft, aber gehaltvoll; das Dachauer Krautfleisch oder die Bohnen mit Speck bildeten jahrelang den Gegenstand wehmütiger Rückerinnerungen, dagegen weniger der "Sago" aus Kartoffelstärke oder die Kutteln. Das sonntägliche Rindfleisch war ein erstaunlich großes Stück, aber zäh wie Sohlenleder.

Polen plündern Juden.

Seite 54: Wir wurden von Kopf bis Fuß ausgeplündert, die Privatwäsche und Schuhe, Pullover, Geld, Zigaretten, Lebensmittel, die sich unsere Angehörigen mühselig verschafft, zum Teil abgedarbt und uns geschickt hatten und die mitzunehmen die SS-Lagerleitung in Buchenwald in einem Anfall von Anständigkeit gestattet hatte, wurden restlos - von Häftlingen! - konfisziert. Vor unseren Augen wurde das uns zustehende Essen an Günstlinge des Stubendienstes - meist polnische "Arier" - verschenkt oder verschoben, wir wurden für die Kürzung der Rationen durch Mißhandlungen entschädigt - kurz, wir "alten" Häftlinge, die zumeist schon drei, vier und mehr Jahre Haft hinter uns hatten, wurden wie hilflose Neuzugänge behandelt, nur weil sich die SS mit den Kriminellen und faschistischen Elementen unter den Auschwitzer Häftlingen im hemmungslosen Antisemitismus begegnete.

Seite 55: Dabei kümmerte sich die SS verhältnismäßig wenig um das Lager; sie wußte, sie konnte sich auf die Reichsdeutschen und Polen verlassen.

Polnische politische Häftlinge nur mit deutschen Kriminellen vergleichbar, Seite 147:

Schwieriger war schon die Frage des Antisemitismus, selbst bei den meisten der linksstehenden Polen. Gestaltete sich das Verhältnis zu dieser Gruppe günstig und ohne wesentliche Komplikationen, so war es anders mit der zweiten, die sich aus zwei heterogenen, aber für den Außenstehenden schwer unterscheidbaren Unterabteilungen zusammensetzte: aus Faschisten, die sich hauptsächlich aus der Intelligenz rekrutierten, und aus Angehörigen der Unterwelt, die sich hinter dem roten Winkel tarnten.

Hier verschmolz der Deutschen- und Judenhaß mit der Verachtung aller anderen Nationen - der slawischen Brüder ebensowohl wie der des "verfaulten" Westens - zu einer nicht mehr zu überbietenden Inkarnation des Chauvinismus, gepaart mit echt faschistischer Roheit und Korruption. Was diese Bande zumeist junger Burschen, die sich bedenkenlos der SS zur Verfügung stellten, in Auschwitz (sicherem Vernehmen nach auch in allen anderen Lagern, in denen sie eine Rolle in der Häftlingsautonomie spielten) anderen Häftlingen angetan hat, findet höchstens in den ärgsten Schandtaten der deutschen Grünen seine Parallele, und niemand, der die Gemeinheit, Korruption und viehische Roheit in den Konzentrationslagern aus der angeborenen Verderbtheit der deutschen Nation erklären will, wird diese Tatsache aus der Welt disputieren können.

Russen Judenhasser - fast wie Polen, Seite 148:

Sosehr sie untereinander zusammenhielten, so schlechte Kameraden waren sie für alle anderen Nationen; auch ihr Antisemitismus war keineswegs geringer als der ihrer polnischen Nachbarn.

Die Polen waren für Juden die Hölle, Seite 191:

Selbstverständlich kannten beide Kategorien Ausnahmen: Die Politischen erkannten die politischen, die Kriminellen erkannten die kriminellen Juden als Kameraden an. Nur eine Gruppe von "Ariern" war erbarmungslos antisemitisch: Jene von mir gekennzeichnete Gruppe von polnischen Verbrechern und Faschisten, die die Qualen in den Höllen von Auschwitz und Lublin für die Juden noch vervielfachten.

Polen treten Juden, Seite 192:

Zu dem an sich im Dritten Reich vorhandenen und durch Teile der Polen und Russen gespeisten aktiven Antisemitismus - die meisten anderen Nationen hielten sich im allgemeinen ziemlich frei davon - gesellte sich die im Sinne des Lagers liegende Tendenz, gerade den Schwachen zu treten. Die Pariastellung des Juden wurde dadurch noch mehr verschärft.

Polnischer Judenmord von SS bestraft, Seite 263:

Wohl die auffallendste Hinrichtung war die von zwei arischen Polen, die zusammen mit drei polnischen Juden geflüchtet waren und zwei von diesen nächtlicherweile im Wald erschlagen und verscharrt hatten; sie wurden dann zusammen mit dem dritten Juden wieder eingefangen und ins Lager zurückgeliefert.

Hier glaubte man ihnen zunächst ihre Angaben, sie hätten sich von den zwei Juden getrennt und wüßten nicht, wo diese sich befinden; als aber die zwei Polen ins Innere Deutschlands geschafft waren, wagte der dritte Jude die Wahrheit zu gestehen, worauf der Sachverhalt festgestellt und die Polen zum Tode verurteilt wurden.

Juden wagten aus Auschwitz nicht zu fliehen - aus Angst vor der polnischen Bevölkerung, Seite 272:

Von den Juden hatten daher nur polnische und tschechische eine Möglichkeit - russische Juden gab es in den Lagern nicht, da anscheinend sämtliche an Ort und Stelle getötet wurden - aber bei dem starken Antisemitismus der polnischen Bevölkerung kam es nur in seltenen Fällen zur Flucht, und diese endete zum Beispiel in dem schon erwähnten Fall, da zwei Polen mit drei Juden zusammen flohen, mit der Ermordung von zwei Juden durch die Polen, obwohl die Juden die Flucht organisiert und die Mittel dazu beschafft hatten.

Kein "Holocaust" (Tod durch Flammen), Seite 268:

In diesem Zusammenhang will ich noch erwähnen, daß die mehrfach geäußerte Anschauung, es seien Menschen lebend in die Verbrennungsöfen geschoben worden, äußerst unwahrscheinlich klingt.

Entlassung, Seite 268:

Entlassungen waren vor dem Krieg keineswegs so selten, wie man meistens annimmt. Im Gegenteil, wenn man von den relativ wenigen Langjährigen absieht, ist eigentlich damals die Entlassung und nicht der Tod das normale Ende der Schutzhaft gewesen, namentlich bei den Aktionshäftlingen.

Keine Ausrottungsabsicht, Seite 269:

Auch während des Krieges hörten die Entlassungen nicht auf. Bis zum Mai 1940 wurden sogar noch Juden entlassen; später, als es, keine Auswanderungsmöglichkeiten mehr gab, wurden diese Entlassungen eingestellt. Während aber bei Juden die Vorweisung von Auswanderungspapieren die unerläßliche Voraussetzung einer Entlassung war, durften Arier das Land nicht verlassen.

Urlaub in Auschwitz selten, Seiten 270/271:

Im übrigen gab es auch die Möglichkeit eines Urlaubs, und wenn sie auch nur in ganz seltenen Ausnahmefällen zur Wirklichkeit wurde, so kann man sie doch nicht als eine bloß theoretische Angelegenheit bezeichnen. Meist wurde er in dringenden Familienangelegenheiten erteilt und konnte als Vorstufe der Entlassung angesehen werden.

Kautsky bestätigt Revisionisten: Tod durch "Befreiung", Seite 33:

Die militärische Niederlage und das Eindringen der siegreichen Gegner von Ost und West nach Deutschland hinein, haben jene völlige Auflösung herbeigeführt, deren letzte Auswirkung in der Form von verhungernden und an Seuchen aller Art sterbenden Menschenhaufen von den alliierten Truppen in den befreiten Lagern festgestellt wurde.

"Gaskammer" nie gesehen! Erst über Druck in der zweiten Auflage von Kautsky in fünf Zeilen geschildert, Seite 264:

Ich will hier noch eine kurze Schilderung der Gaskammern einflechten, die ich zwar selbst nicht gesehen habe, die mir aber von so vielen Seiten glaubwürdig dargestellt worden sind, daß ich mich nicht scheue, diese Schilderung hier wiederzugeben.

Judenentlassungen durch Kriegsbeginn naturgemäß gestoppt, S. 50:

Die großen Judenentlassungen hörten naturgemäß mit Kriegsbeginn auf. Einzelentlassungen erfolgten in geringer Zahl bis zum Überfall auf Holland und Belgien. Dafür wurden Juden in steigender Zahl neu eingeliefert: neben deutschen und Österreichischen polnische, tschechische und holländische. Auch "arische" Tschechen, Polen, Holländer und Luxemburger kamen in großer Zahl, dagegen zunächst wenige Belgier und fast keine Franzosen. Reichsdeutsche wurde verhältnismäßig wenige ins Lager gebracht, im übrigen auch ständig einige entlassen. Der fremdländische Einschlag hatte in dieser Zeit schon einen großen Umfang erreicht.

Mißhandlungen nicht durch SS, sondern KZ-Häftlinge, Seite 51:

Mißhandlungen von Kriegsgefangenen durch SS-Männer konnte ich nicht beobachten, wohl dagegen solche durch Vorarbeiter, ohne daß die SS eingeschritten wäre.

In Mauthausen üble Kriminelle, Seite 133:

Und das war in Buchenwald unter der Herrschaft der Politischen der Fall, während die Grünen sowohl in Buchenwald wie namentlich in Auschwitz schamlos gestohlen haben. Was ich von anderen "grünen" Lagern, namentlich von Mauthausen, in dieser Beziehung gehört habe, übersteigt meine eigenen Erfahrungen noch bei weitem.

Ab 1942 Besserstellung der Juden: leitende Funktionen!

Zum erstenmal seit Errichtung der Konzentrationslager begann sich unter dem Einfluß der militärischen Lage der sachliche Gesichtspunkt der Arbeit durchzusetzen - langsam, unvollkommen, von mancherlei Einflüssen in der SS immer wieder durchkreuzt, aber doch unverkennbar. Wir glaubten im KZ Auschwitz zunächst, diese Entwicklung sei auf den Einfluß der IG Farben zurückzuführen, für die wir eine immer wichtiger werdende Gruppe von Arbeitskräften darstellten. Wurden doch von jetzt an dieselben Juden, die bisher gerade gut genug für die Verrichtung der untergeordnetsten manuellen Arbeiten gewesen waren, als Chemiker, Ingenieure, Lohnverrechnungsbeamte, Kalkulanten usw. in leitende Stellen gebracht. Wie ich aber später feststellen konnte - namentlich nach meiner Rückkehr nach Buchenwald -, ist in anderen Lagern um dieselbe Zeit der gleiche Umschwung eingetreten. Er erfolgte also nicht auf Veranlassung der IG Farben, sondern war der Ausfluß von Erwägungen zentraler Stellen, entweder der SS oder der Wehrmacht - wahrscheinlich beider Faktoren zusammen. Für uns bedeutete er außerordentlich viel. Abgesehen von dem schon angeführten Umstand, daß der Häftling die Möglichkeit erhielt, seiner Vorbildung gemäß beschäftigt zu werden, hörten die Mißhandlungen durch die SS fast vollständig auf, die durch die Kapos und Blockältesten gingen wesentlich zurück.


Zum achtzehnten Zeugen
Zum sechzehnten Zeugen
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