DDDr. Franz Scheidl:

"Die ebenso unsinnige, wie unrichtige Ausrottungsbehauptung ist so infam und wahnsinnig, daß man sich nur mit Widerwillen mit ihr beschäftigen kann."

ZEUGE NR. 29

SCHEIDL, DDDr. Franz, Historiker, Jurist, Philosoph Österreich.

VERFOLGUNG: DDDr. Franz Scheidl wurde von der Österreichischen Justiz über Antrag der "sozialistischen Freiheitskämpfer" wegen "Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinn" angeklagt und vor ein Schwurgericht gestellt, obwohl er kein Nationalsozialist war. Einige seiner Bücher wurden beschlagnahmt.

Dreißig Jahre Forschung: keine Gaskammern. Alles Propagandaschwindel. Minuziöse Recherchen. Zahlreiche wissenschaftliche Werke erschienen im Eigenverlag.

In seinem Werk "Die Geschichte der Verfemung Deutschlands" schreibt Scheidl auf Seite 21:

Die Unsinnigkeit der Ausrottungsbehauptung.

In Deutschland lebten vor Hitler nur etwa vier Prozent (weniger als 600.000) der Weltjudenheit. In Deutschland waren ein Prozent, in Österreich und in der CSR je etwa zwei Prozent der Bevölkerung Juden. Im Jahre 1939 war die Zahl der Juden in diesen Ländern durch Auswanderung bereits stark abgesunken: in Deutschland auf 131.000, in Österreich auf 43.700 und in der CSR auf 74.200. Der Plan einer Ausrottung der Judenheit durch Tötung dieser Juden wäre daher - abgesehen davon, daß er unfaßbar verbrecherisch gewesen wäre - auch politisch unsagbar und unvorstellbar dumm gewesen, da auch die Ermordung aller Menschen ziffernmäßig nur eine ganz unbeachtliche und ganz unwesentliche Verringerung der Zahl der Weltjudenheit bedeutet hätte. Abgesehen davon, wäre auch nur der Gedanke an ein Judenmassaker in Deutschland völlig unmöglich gewesen. Schon der erste Versuch auf diesem Wege wäre auf einen offenen und unüberwindlichen Widerstand des deutschen Volkes gestoßen. Auch nur der Versuch einer Ermordung von Juden, geschweige denn einer Ausrottung wäre in Deutschland völlig unmöglich gewesen; er hätte in Deutschland solches Entsetzen ausgelöst, daß es sich erübrigt, darüber auch nur ein Wort zu verlieren.

Wenn die Ausrottung im Machtbereiche Hitlers wirklich geplant gewesen wäre, müßten irgendwelche dahingehende Weisungen existieren. Daß aber irgendwelche Weisungen zur Vernichtung und Ausrottung der Juden ergangen seien, wurde nicht einmal in Nürnberg behauptet; es konnte auch kein Beweis für eine solche ungeheuerliche Behauptung erbracht werden. Da und dort findet man die Behauptung, daß ein mündlicher Vernichtungsbefehl Hitlers zur Ausrottung durch Massenmord bestanden habe. Ein stichhaltiger Beweis konnte dafür nicht erbracht werden. Alle einvernommenen Minister, Generäle, Beamte, Offiziere und Parteifunktionäre bezeugten vielmehr entschieden, daß sie niemals in Kenntnis eines solchen Befehles gelangten und daß ein solcher Befehl nicht existiert haben könnte, ohne daß er zu ihrer Kenntnis hätte gelangen müssen.

Im Eichmann-Schauprozeß stellt der Verteidiger Dr. Servatius fest: "Jetzt weiß man es: Es lag kein Mordbefehl des Führers vor!"

Die beiden Ziele der deutschen Judenpolitik.

Ausschaltung aus Politik und Wirtschaft und Förderung der Auswanderung.

Die Ziele der NS-Politik gegenüber den Juden in Deutschland waren völlig ident mit den Zielen der nationalzionistischen Politik in Israel gegenüber Nichjuden. Erstes Ziel war die völlige Ausschaltung der Juden aus dem politischen und wirtschaftlichen Leben in Deutschland. Das zweite Ziel war die Freimachung Deutschlands von Juden dadurch, daß man diese veranlaßte, auszuwandern.

Die Ausschaltung der Juden aus Politik und Wirtschaft in Deutschland.

Die Ausschaltung aus dem politischen Leben in Deutschland erfolgte restlos durch die sogenannten "Nürnberger Gesetze". Diese bestanden:

1. aus dem Reichsbürgergesetz als Grundlage (mit 13 Ausführungsverordnungen, davon die letzte am 1. Juli 1943), das zwischen Reichsbürgern (die "Deutschen oder artverwandten Blutes" sein mußten) und Andersrassigen unterschied, die nur "Staatsangehörige", aber keine Staatsbürger sein konnten;

2. aus dem Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, das sowohl die Eheschließungen als auch den außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Deutschen und Juden verbot.

Die angeblichen Millionenopfer der Vergasungen In Auschwitz-Birkenau.

In Auschwitz-Birikenau sollen angeblich bis vier Millionen Juden vergast worden sein. Selbst nach dem unseriösen Tendenzbericht von Filip Friednann, "This was Oswiecim" (London, 1946), ist dies auch nicht entfernt möglich. Die Zahl der während der ganzen Bestandsdauer des Lagers 1940 bis 1945 nach Auschwitz-Birkenau verbrachten Personen (Juden und NichtJuden) war nach den genau geführten Lagerbüchern 363.000 Menschen (253. 000 Männer und 110. 000 Frauen). Schon aus diesen Zahlen ergibt sich die Unwahrheit der vier Millionen Toten. Sicher war die Zahl der Todesfälle in Auschwitz sehr hoch. Es herrschten dort fast dauernd Seuchen. Die Ankunft jedes Transportes von Arbeitskräften (und nur solche wurden dorthin verbracht, da dort gewaltige Kriegsindustrien aufgebaut wurden) ließ die Zahl der Seuchenopfer ansteigen. Schon im Sommer 1942 war es daher notwendig gewesen, das ganze Gebiet von Auschwitz von der Umwelt zu isolieren. (Vgl. Bericht des War Refugee Board und das Urteil im IG-FarbenProzeß, S. 126, Auschwitz, Deal II.) Auch 1943 herrschten in Auschwitz zwei große Epidemien. 1944 wüteten eine Scharlach- und Flecktyphusepidemie.

Die Aufeinanderfolge der Epidemien wurde kaum unterbrochen. Sie waren so arg, daß 1943 und 1944 überhaupt nur ein Bruchteil der. in Auschwitz-Birkenau bereitgestellten Arbeitskräfte zur Arbeit eingesetzt werden konnte. Am 11. Mai 1944 gibt die Beschäftigtenliste der Männer an: Gesamtstand 17.859 Männer; davon beschäftigt 6269; unbeschäftigt 11.311 (hiervon 3027 Juden). (Vgl. hierzu Documente i Materialy, I, S. 74 und S. 100-105.) Die Zahl der Todesfälle betrug nach den genau geführten Totenbüchern (vgl. Het Dodenboek van Auschwitz; Deal I, Niederland, Rotes Kreuz, Haag 1947) pro Tag 69 bis 177, was bei den herrschenden Seuchen nicht hoch erscheint. Von Millionenzahlen ist nirgends die Rede. Überdies wurde für jeden Todesfall auch ein Totenschein ausgestellt, was bei Millionen Vergasungstoten ganz unmöglich gewesen wäre. Wenn es in Auschwitz-Birkenau überhaupt eine Vergasungsanstalt gegeben hätte, so könnte sie nach den vorliegenden authentischen Dokumenten frühestens im Sommer 1943 den Betrieb aufgenommen haben und insgesamt neun bis zehn Monate in Betrieb gewesen sein. Nach den Nürnberger Dokumenten (Nr. 4401 und Nr. 4463) wurden die Krematorien, die Verbrennungsöfen, am 8. August 1942 bei der Firma Topf und Sohn in Erfurt in Auftrag gegeben, im Frühjahr 1943 aufgestellt und am 1. Mai in Betrieb genommen. Nach dem vom Nürnberger Gerichtshof akzeptierten Kastner-Bericht standen die Krematorien - in deren Souterrain sich angeblich die Vergasungseinrichtungen befanden - von Herbst 1943 bis Mai 1944 nicht in Betrieb. Im November 1944 wurden nach Reitlinger die Krematorien zerstört. Sie und die damit angeblich verbundenen Vergasungseinrichtungen können also höchstens zehn Monate lang (Mai bis September 1943) in Betrieb gewesen sein.

In Auschwitz führten jüdische Frauen die Unterlagen in der Schreibstube. Es waren dort etwa 60 jüdische Frauen beschäftigt. Die Verwaltung war so genau, daß selbst die Bestrafung von Häftlingen auf eigenen Formblättern registriert wurde. Jeder Todesfall wurde registriert und ein Totenschein ausgestellt mit dem Vermerk der Todesursache. Nach den Akten von Auschwitz wurde dort niemand erschossen oder vergast.

Die überlebenden "Vergasten", Seite 104.

Der Behauptung von den Millionenvergasungen von Juden widerspricht die Tatsache der Hunderttausenden überlebenden Juden, die heute in aller Welt verstreut leben. Einige von ihnen haben als Bücherschreiber phantasievoll von den Vergasungen zu berichten gewußt, die sie selber niemals gesehen haben: Philip Auerbach, Yankiel Wiernik (1942/43, "A Year in Treblinka", New York 1947), Primo Levi (1944, "Se questo e un uomo", Turin), Dr. Ella Lingens-Reimer, Dr. Miklos Nyiszli, Dr. Albert Menasch, Zenon Rozanski, Jenny Spritzer, Kristina Zywulska, Zdenek Lederer, Max Mannheimer, Jules Hofstein, Marc Klein, Robert Levy, Filip Friedmann, Bruno Baum, Benedikt Kautski (der fast vier Jahre in Auschwitz war) u. v. a. Sie alle überlebten und konnten Bücher schreiben. Es überlebte die frühere Stadtverordnete von Bichholt, Jeanette Wolf ("Sadismus oder Wahnsinn", Greiz, 1946), die dreieinhalb Jahre in Auschwitz war. Die Mutter von Benedikt Kautski - obwohl dauernd und jahrelang völlig arbeitsunfähig - verstarb, 81 Jahre alt, unvergast in Auschwitz. Es wäre undenkbar, daß sie alle überlebt hätten, wenn es wirklich Millionenvergasungen und Ausrottung gegeben hätte. Und wenn man Bruno Baum ("Widerstand in Auschwitz", Potsdam, 1948) und Benedikt Kautski ("Teufel und Verdammte)" liest, war das Leben dort keineswegs unmenschlich. (Vgl. dazu auch Marc Dvoretzky, "Getto à l'Est", Paris, 1950, und Artikel der "Abendpost", Frankfurt, vom 17. April 1953.) Die ganze Welt wimmelte von überlebenden KZlern, vor allem Auschwitz-KZlern; allein in Israel soll es ihrer 200.000 bis 300.000 geben! Mehr als 1,2 Millionen Ansuchen bzw. Anträge auf Wiedergutmachung wurden von überlebenden Juden gestellt. Wo bleibt die Ausrottung?

Thomas Mann propagierte die "Gaskammern" noch bevor es sie gab! (Von der peinlichen Panne eines Greuellügners.)

Thomas Mann hielt im Auftrag der britischen Regierung von Herbst 1940 bis Frühjahr 1945 im britischen Rundfunk Propagandavorträge an das deutsche Volk. Ein Teil dieser Vorträge ist 1945 in Stockholm unter dem Titel "Deutsche Hörer" veröffentlicht worden. Aus dieser Veröffentlichung bringen wir die nachstehenden Auszüge: "November 1941… Das christliche Gegenstück zu den Massenvergasungen sind die "Begattungstage", wo beurlaubte Soldaten mit BdM-Mädchen zu tierischer Stundenehe zusammenkommandiert wurden, um Staatsbastarde für den nächsten Krieg zu zeugen" (S. 44).

"Juni 1942… 400junge Holländer jüdischen Geblüts wurden nach Deutschland geschafft, um dort mit Giftgas getötet zu werden… Es waren 800 Menschen, die damals verhaftet und nach Mauthausen gebracht und dort vergast wurden" (S. 62).

Und das schreibt ein deutscher Dichter gegen sein Volk! Daß die Vergasungsbehauptung eine von vornherein und von Anbeginn an kalt geplante Greuelpropaganda ist, wird allein schon dadurch bewiesen, daß Mann schon 1941 von 'Massenvergasungen` spricht!

Der Dachauer Vergasungsschwindel, Seite 29.

Der Jude Philip Auerbach, Apotheker, war (nach seiner Angabe) angeblich wegen Hochverrats zu mehrjähriger Haft verurteilt worden. Nach der Verurteilung wurde er zur Haftverbüßung und Arbeitsleistung nach Auschwitz-Birkenau verbracht. Er überlebte - als verurteilter Hochverräter - zwei Jahre Auschwitz. Er weiß zwar nichts von Vergasungen in Auschwitz - wo er zwei Jahre war - zu berichten, dafür aber erzählt er von Vergasungen in Dachau! Er hat die Kühnheit zu behaupten: "In Dachau wurden 238.000 Juden vergast!" Es bleibt einem der Atem weg, wenn man liest, wie unverschämt er, der nie in Dachau war, diese Lüge vorbringt und mit welcher Genauigkeit er die Zahl der Vergasten in Dachau anzugeben weiß, wo niemals auch nur ein Mensch, Jude oder Nichjude, vergast wurde. Ein tschechischer Kommunist, Dr. Franz Blaha, gab am 11. Jänner 1946 vor dem Nümberger Gericht folgende beeidete Zeugenaussage ab (IMT, Prozeß V, S. 198): "Die Gaskammer in Dachau wurde im Jahr 1944 vollendet; ich wurde zu Dr. Rascher gerufen, um die ersten Opfer zu untersuchen. Von den acht bis neun Personen, die sich in dieser Gaskammer befanden, waren noch drei am Leben (1), die anderen waren tot. Ihre Augen waren rot."

Das Tribunal verlangte keine Beweise, keine Unterlagen. Die Aussage wurde als erwiesen angenommen. Tatsache aber ist, daß Dr. Blaha falsch aussagte und einen Meineid leistete. Die sogenannte Dachauer "Gaskammer" war ein Bauwerk, das überhaupt erst nach der Übernahme Dachaus durch die Amerikaner, auf Weisung der Amerikaner, durch SS-Gefangene gebaut bzw. fertiggebaut und dann einfach als "Gaskammer" deklariert wurde. Die gravierenden Gaskammeradaptierungen waren erst durch die SS-Häftlinge auf Befehl der Amerikaner vorgenommen worden. Bericht des rumänischen Generals Jon Gheorge in seinem Buch "Automatic Arrest". "Ich wurde nach Dachau gebracht… Ich war neugierig, mit eigenen Augen zu sehen und nachprüfen zu können, was an den Behauptungen von den Massenvergasungen und Massenabschlachtungen und sonstigen Grausamkeiten Wahrheit und was Greuelpropaganda war… Ein alter Insasse des Lagers, Oberst M., lieferte mir lehrreiche Mitteilungen. Ich fragte ihn, wo sich die Einrichtungen befänden, die Gaskammern und Verbrennungsöfen, deren schauderhafter Betrieb die Menschheit mit so viel Abscheu erfüllte. Er antwortete: "Sie werden nichts dergleichen finden. Eine Gaskammer gab es in Dachau nur als Desinfektionsraum und als Entlausungskammer." Es war offensichtlich für jeden unparteiischen Geist, daß die kleine Desinfektionskammer niemals die riesige Anzahl der vergasten Opfer hätte liefern können. Und das Krematorium war so klein, daß die angeblich 200.000 Verbrannten niemals hätten erreicht werden können, und wenn es Tag und Nacht in Betrieb gewesen wäre. Und von den wirklich verbrannten Toten waren die meisten Opfer der Flecktyphusepidemie, die 1945 im Lager watete. Außerdem brachte man Tausende von Todesopfern der anglo-amerikanischen Luftangriffe aus München hierher, um sie hier im Krematorium zu verbrennen. Auf den fotografierten Leichenhaufen der angeblich "zu Tode Mißhandelten und Verhungerten", deren Bilder in Millionen von Exemplaren über die ganze Welt verbreitet worden sind, haben viele Inhaftierte die Opfer erkennen können, die durch den anglo-amerikanischen Bombenterror in München ums Leben gekommen, waren, bei deren Bergung sie mitgeholfen hatten und die man nach Dachau gebracht hatte, um sie dort nach und nach einzuäschern. Der deutsche Arzt Dr. Felix Rinner, Leichtathlet und Olympiasieger, berichtet: "Ich wurde von den Amerikanern ein Jahr (1945/46) in Dachau festgehalten. Ich fand trotz eifriger Nachforschungen keine Vergasungsanstalten oder Massenvergasungseinrichtungen. Dagegen fand ich ein Lagerbordell und mustergültige hygienische Einrichtungen."

In dem Buch "Wer ist Antisemit?" wendet sich Dr. Scheidl an diejenigen, die ihn unermüdlich verfolgen und appeliert - leider vergeblich - an deren demokratisches Gewissen:

Sozialdemokratische "Freiheitskämpfer", Seite 7.

Ein offener Brief an die Österreichische und deutsche Sozialdemokratie.

Über das Recht der Freiheit der Meinungsäußerung schrieb einst Voltaire die unvergänglichen Worte: "Und wenn, was gesagt wird, mir in die tiefste Seele hinein zuwider ist, werde ich doch bis zum letzten Atemzuge dafür kämpfen, daß es gesagt werden darf. "Angebliche sozialdemokratische "Freiheitskämpfer" haben in Osterreich gegen meine Werke "Geschichte der Verfemung Deutschlands", "Deutschland und die Juden in Vergangenheit und Gegenwart", "Deutschland, Israel und die deutsche Wiedergutmachung" nach dem Staatsanwalt gerufen. In meiner Jugend stand die Sozialdemokratie in der vordersten Reihe der Kämpfer um die Freiheit des Geistes, um die Freiheit der Wissenschaft, um die Freiheit der Meinungsäußerung, um die Grundrechte der Menschen. Die Begriffe Sozialdemokratie und Kampf um die Freiheit des Geistes waren idente Begriffe. Schon vor Jahren wurde von einigen Sozialdemokraten die These aufgestellt, daß nationale Regungen die Sozialdemokratie gefährden und deshalb unterdrückt und bekämpft werden müßten. Die verhängnisvolle Fehlmeinung, daß Nationalismus und Sozialdemokratie zwei einander ausschließende Gegensätze sind, wurde schon bei ihrem Auftauchen als unrichtig nachgewiesen. Pernerstorffer, ein hervorragender geistiger Führer und Mitbegründer der Österreichischen sozialdemokratischen Partei, schrieb damals die beherzigenswerten Worte: "Der Sozialismus und der nationale Gedanke sind nicht nur keine Widersprüche, sie gehören notwendig zusammen. Jeder Versuch, den nationalen Gedanken zu schwächen, muß den Reichtum der Menschengeschichte vermindern…" Seit 1945 wird nun das deutsche Volk, dem ich entstamme, durch ungeheuerliche Greuelbeschuldigungen der Welt als Mörder- und Verbrechervolk hingestellt und als ehrlos verfemt. Man hat das deutsche Volk aus der Gemeinschaft der anständigen Nationen ausgestoßen. Ich gehöre nun zu den Menschen, die unter der Ehrloserklärung des deutschen Volkes als Mörder- und Verbrechervolk seelisch schwer und tief leiden, ohne deshalb ein vom Nationalismus besessener Chauvinist zu sein. Ohne fanatischer Nationalist zu sein, leide ich seelisch unter den furchtbaren Greuelbeschuldigungen, mit denen die Entehrung des deutschen Volkes und seine Ausstoßung aus der Gemeinschaft der anständigen Nationen begründet wird.

Ich fand diese seelische Belastung unerträglich und habe dagegen aufbegehrt. Als Historiker (Srbik-Schüler) und Jurist begann ich, die Greuelbeschuldigungen, die mich so schwer trafen, auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen. Bald fand ich, daß viele dieser Beschuldigungen nicht stimmten, und je mehr ich mich in diese Materie vertiefte, um so mehr mußte ich erkennen, daß meine Forschungen die Mühe lohnten. Ich sah schließlich in diesen Untersuchungen meine Lebensaufgabe, der ich mich seit 1945, also nunmehr fast drei Jahrzehnte, widmete. Die Ergebnisse meiner Untersuchungen habe ich in meinem siebenbändigen Werk: "Geschichte der Verfemung Deutschlands - Deutschland im Kampf gegen den Haß der Welt" niedergelegt. Glauben Sie mir, mein wissenschaftliches und sittliches Gewissen ist so stark ausgeprägt, daß ich der erste gewesen wäre, der sich mit der furchtbaren Wahrheit abgefunden hätte, wenn sie die Wahrheit gewesen wäre. Ich hätte schwer an dieser Wahrheit getragen, aber ich wäre zu meinem Volke gestanden, gemäß dem goldenen Dichterwort von Friedlich Schiller: "Was immer geschehe, steh zu deinem Volke!" Ich wäre der letzte gewesen, der versucht hätte, die Wahrheit zu vertuschen. Da aber meine Untersuchungen ergaben, daß die Greuelbeschuldigungen zu einem großen Teil nicht stimmen, daß sie unzulässige Übertreibungen und Verallgemeinerungen, gröbliche Verfälschungen, ja offenkundig Lügen und Verleumdungen waren, weil ich feststellte, daß das deutsche Volk um nichts schlechter war als alle Völker dieser Erde, die sich heute ein Richteramt anmaßen, muß es mir als akademischen Lehrer und als freien Staatsbürger gestattet sein, das Recht auf Freiheit der Wissenschaft, auf Freiheit des Geistes und das Grundrecht der freien Meinungsäußerung für mich in Anspruch zu nehmen. Meine Werke schrieb ich nicht als deutscher Nationalist, sondern als Mensch, dem Ehre und Wahrheit, Recht und Sittlichkeit die höchsten Güter des Lebens bedeuten. Meine Werke beruhen auf der Erkenntnis und der Überzeugung, daß die Verfemung des deutschen Volkes als Verbrechervolk an sich ein verhängnisvolles, unheilvolles und folgenschweres Verbrechen ist. Ich halte die Verteidigung der Ehre des deutschen Volkes als notwendig, nicht nur im Interesse des deutschen Volkes, sondern als unerläßlich im Interesse einer gesunden Völkergemeinschaft. Es liegt mir sternenferne, begangene Bestialitäten zu leugnen oder gar zu vertuschen oder auch nur zu entschuldigen. Einzelne Deutsche haben schwere Kriegsverbrechen auf ihr Gewissen geladen, aber nicht das ganze deutsche Volk als solches. Aber auch die Bestialitäten einzelner Deutscher sind weder erstmalig noch einmalig. Solche Bestialitäten gehören zum scheußlichen Repertoire der Menschengeschichte, vor allem der Kriegsgeschichte. Jedes Volk ist mit ähnlichen und noch schwereren Verbrechen überreich belastet. Das deutsche Volk ist in keiner Hinsicht schlechter als alle anderen Völker. Kein Volk der Erde hat das sittliche Recht, sich ein Richteramt über das deutsche Volk anzumaßen, mit der Begründung, daß es besser wäre als das deutsche Volk. Wenn heute eine Geschichte der menschlichen Bestialitäten und des menschlichen Sadismus geschrieben würde, würde das deutsche Volk weit hinter allen anderen Völkern rangieren, die sich heute ein Richteramt über das deutsche Volk anmaßen.

Die Ideale, für die die Sozialdemokraten in meiner Jugend gelebt und gestritten haben, haben sich gründlich gewandelt. Für viele von ihnen ist die Sozialdemokratie aus einer begeisterten Streitmacht für die geistige Freiheit der Menschen zu einer nüchternen Ges. m. b. H. zur Verteilung der Beute geworden. Der Freiheitskampf der Sozialdemokratie hat sich zu einem Kampf um einen möglichst günstigen Platz an der großen Futterkrippe des Staates gewandelt.


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