Otto Skorzeny (30 KB)

Zeuge Nr. 34: Dipl.-Ing. Otto Skorzeny, Träger des Ritterkreuzes, Befreier des Duce.

SS-Hauptsturmführer Otto Skorzeny:

"Höttl ist der deutsche Erfinder der sagenhaften sechs Millionen Juden, und es ist leider sehr wenig bekannt, daß diese seine Aussage in Nürnberg die einzige schriftliche Äußerung über diese Zahl ist."

ZEUGE NR. 34

SKORZENY Otto, Dipl.-Ing., SS-Hauptsturmführer, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz, Befreier des Duce, Zeitzeuge.

VERFOLGUNG: Nach Kriegsende ins amerikanische Konzentrationslager Dachau gesperrt, wurde er als "Kriegsverbrecher" vor Gericht gestellt. Am 12. September 1946 sprach ihn das Gericht von jeglicher Schuld frei und bestätigte, daß Skorzeny allzeit fair gekämpft und die Haager Landkriegsordnung beachtet hatte. Danach wurde Skorzeny noch eineinhalb Jahre widerrechtlich in Lagerhaft gehalten, angeblich um ein "Entnazifizierungsverfahren" abzuwarten. Anläßlich seines Todes im Jahre 1975 wurde Skorzeny wahrheitswidrig vom ORF (Österreichischer Rundfunk) wiederholt als Kriegsverbrecher bezeichnet. Die Proteste der Hinterbliebenen blieben vom ORF unbeachtet (Redakteur Benedikt).

Zur Person: Durch seinen tollkühnen Handstreich, mit dem er den von den Alliierten gefangenen Führer Italiens, Benito Mussolini, vom Felsmassiv des Grau Sasso befreite, ging Skorzeny in die Kriegsgeschichte ein. Sein Landeunternehmen, das von ihm persönlich geplant und durchgeführt worden ist (er überwältigte mit einer Handvoll SS-Männer und Fallschirmjäger 200 Karabinieri und entkam mit dem italienischen Staatsmann in einem "Fieseler Storch"), gehört zum Lehrplan der Kriegsschulen in aller Welt. Skorzeny hatte Zutritt zu Hitler und den führenden Männern des Dritten Reiches. Er glaubte nicht an die Judenvergasung. Aus einem persönlichen Brief, den er an einen Kameraden schrieb, geht hervor, daß er Dr. Wilhelm Höttl für den Hauptschuldigen an der Gasthese hält. Und es muß auch für ihn den Anschein gehabt haben, daß dieser Mann, leichtfertig, für geringen Vorteil (Cognac und Zigaretten) sein Vaterland verkauft hätte. Nun aber haben meine jüngsten Nachforschungen ergeben, daß Höttl nicht der gewissenlose Agent des Feindes war, der er zu sein schien. In Wahrheit hat er nämlich sein Leben erkauft mit seiner Unterschrift unter das falsche Geständnis. Das mag vielen mit Recht nicht genügen, Ihn zu entschuldigen. Hier muß man jedoch bedenken, daß es damals wohl niemand abschätzen konnte, daß hier nicht an einer kurzfristigen Lüge, sondern an einer eisernen Rute zur ewigen Züchtigung Deutschlands geschmiedet wurde. Daß er 43 Jahre an seiner Schuld getragen und unter dieser Schuld gelitten hat und daß er sich jetzt im buchstäblich letzten Augenblick zu Wort gemeldet hat, muß zu seinen Gunsten auf die Waagschale gelegt werden.

Ich war versucht zu sagen: Spät kommt Höttl, aber er kommt! Aber er kam doch nicht. Kurz vor Drucklegung hat er seinen Widerruf widerrufen.

Darum sei hier der herzerfrischende Brief von Hauptsturmführer Skorzeny aus dem Jahre 1956 abgedruckt. Denn er beweist, daß Skorzeny nicht an den Holocaust glaubte.

Dipl. -Ing. Otto Skorzeny

14. Dezember 1956 Sk/Dy

Henn Kurt Eigenbrodt

Lieber Kamerad Eigenbrodt!
H…………
F…………

Vielen Dank für die Übersendung des Artikels aus "Heim und Welt". Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn ich auch die anderen Folgen bekommen könnte, da ich immer Neues aus solchem Geschreibsel lerne. So z. B. daß ich perfekt Italienisch spreche.

Im übrigen ist es für Sie und andere Kameraden in Deutschland sicherlich wichtig zu wissen, wer der bisher so schweigsame Walter Hagen = Dr. Wilhelm Höttl, seines Zeichens ehemaliger Sturmbannführer im S.D., ist. Er war der auskunftsfreudigste Mann in Nürnberg, wobei er bezeichenderweise gegen viele Kameraden und insbesondere gegen seinen Protektor Dr. Kaltenbrunner aussagte. Herr Dr. Höttl ist der deutsche Erfinder der sagenhaften 6 Millionen Juden, und es ist leider sehr wenig bekannt, daß diese seine Aussage in Nürnberg die einzige schriftliche Äußerung oder, wie man damals sagte, Affidavit über diese Zahl ist. Noch gemeiner ist die Art, wie er das Zustandekommen dieser Aussage mir gegenüber begründet, als ich ihn deswegen in einer Zeugenzelle in Nürnberg an der Gurgel hatte (daher seine Freundschaft für mich). Er spielte sofort nach '45 dicke Freundschaft mit den CIC-Juden und spielte den kranken Mann mit Magengeschwüren. Er erreichte es sogar, gleich nach Kriegsende in ein Privatspital zu kommen, wo ihn einer dieser CIC-Juden "rührend" betreute (Cognac und Zigaretten für Magengeschwüre). Diesem seinen Freund erzählte er angeblich nur gesprächsweise, daß er die Zahl von 6 Millionen von dem berühmten Eichmann gehört hätte. Angeblich sei dann sein neuer Freund am nächsten Tag mit einem fertig vorgeschriebenen Affidavit zu ihm ins Spital gekommen, und dann hat der empfindsame Dr. Höttl, um seinen neuen Freund nicht zu enttäuschen, dieses Affidavit unterschreiben müssen.

Der schweigsame Walter Hagen hat nach dem Krieg im Eigenverlag in Österreich mehrere Schmierbücher veröffentlicht, in denen er sich als größten Nachrichtenmeister, der er niemals war, hinstellt. In dem mir von Ihnen übersandten Artikel lügt er z. B. laufend, wenn er behauptet, Öfters im Hauptquartier gewesen zu sein und dort mit Hitler gesprochen zu haben. Er war meines Wissens niemals dort, da er gar keine so bedeutende Stelle hatte.

Mit kameradschaftlichen Grüßen ihr
Otto Skorzeny


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