Desinfektionskammertüre im KL Dachau (65 KB)

Tür der Desinfektionskammer von Dachau - auf "Gaskammer" umgelogen.

Thies Christophersen in "Die Auschwitzlüge": "Ich habe während meiner Zeit in Auschwitz nicht die geringsten Anzeichen von Massenvergasungen bemerkt."

ZEUGE NR. 5

CHRISTOPHERSEN Thies, Bauer, Redakteur ("Die Bauernschaft"), Autor der Schrift "Die Auschwitzlüge", Kritik-Verlag, D-2341 Mohrkirchen.

Verfolgung: Thies Christophersen wurde auf Grund seiner Schriften wiederholt angeklagt und verurteilt. Er lebt zur Zeit der Drucklegung dieses Buches in Dänemark im Exil. Ein dänisches Gericht hat kürzlich einen bundesdeutschen Auslieferungsantrag zurückgewiesen, da das Christophersen angelastete "Verbrechen" (nämlich freie Meinungsäußerung) in Dänemark nicht bestraft wird.

Er war in Auschwitz. Jüdische Häftlinge unterstanden ihm. Und er hatte nun den Mut, als Zeuge gegen den Vergasungsvorwurf aufzutreten. Seine Schrift "Die Auschwitzlüge" erreichte eine Auflage von mehr als hunderttausend Stück. Wir lassen Christophersen jedoch hier mit seiner Zeugenaussage beim sogenannten "Zündel-Prozeß" in Toronto/Kanada zu Wort kommen, deren Inhalt er in seiner Zeitschrift "Die Bauernschaft", und zwar in der Nummer vom Juni 1988, wiedergibt:

Meine Aussage vor dem Gericht in Toronto

Ich wurde am Dienstag, dem 8. März, vor dem Gericht verhört. Ich gebe meine Aussage wörtlich wieder. Der Verteidiger Christie stellte mir folgende Fragen: Waren Sie in Auschwitz? Ja, ich war vom Januar 1944 bis zum Dezember 1944 in Auschwitz.

Was haben Sie dort gemacht, waren Sie Angehöriger der SS? Nein, ich war nicht Angehöriger der SS, meine Dienststelle hieß Oberkommando der Wehrmacht, Bevollmächtigter für das Kraftfahrzeugwesen, Abteilung Pflanzenkautschuk. Wir haben in Auschwitz Pflanzenkautschuk gezüchtet. Ich wurde schon Anfang des Krieges verwundet und war nicht mehr Kriegsverwendungsfähig.

Thies Christophersen (46 KB)

Zeuge Nr. 5: Thies Christophersen, Zeitzeuge, Auschwitz.

Warum wurde Pflanzenkautschuk in Auschwitz gezüchtet? In Auschwitz gab es viele Arbeitskräfte, deswegen wurde das Pflanzenzuchtinstitut von Berlin-Müncheberg nach Auschwitz verlegt.

Waren die Arbeitskräfte Häftlinge? Ja, zum größten Teil. Wir hatten aber auch viele Zivilbeschäftigte, vor allem Russen.

Hatten Sie täglich Umgang mit Häftlingen? Ja. Wo waren die Häftlinge untergebracht? Etwa 200 Frauen in dem Lager Raisko, wo wir arbeiteten. 100 Männer kamen täglich aus dem Lager Birkenau. Hatten Sie etwas mit der Bewachung zu tun? Nein, das war die Aufgabe der SS. Ich hatte nur die Arbeiten zu kontrollieren.

Welche Arbeiten hatten die Häftlinge zu verrichten? Es gab ein Labor. Der Kautschuhgehalt der Pflanzen mußte ermittelt werden. Gute Kautschukträger wurden selektiert und weiter vermehrt. Es gab Arbeiten in der Gärtnerei, im Gewächshaus und auf den Feldern, die außerhalb der Postenkette lagen.

Wie lang war die tägliche Arbeitszeit der Häftlinge? Acht Stunden mit einer einstündigen Mittagspause. Wie und wo waren die Häftlinge untergebracht? So wie Soldaten in einer Kaserne. Es gab zweistöckige Betten, einen Spind, Waschräume mit fließend Warm- und Kaltwasser und einen Duschraum. Es gab Bettwäsche und Handtücher und regelmäßig Wäschewechsel. Bekamen die Häftlinge Post? Die Post wurde regelmäßig ausgeliefert. Pakete wurden in Anwesenheit des Empfängers geöffnet. Einiges wurde nicht ausgeliefert. Was wurde nicht ausgeliefert? Geld, Drogen, Chemikalien, Propagandamaterial...

Wurden Häftlinge mißhandelt? Mißhandlungen wurden nicht geduldet, und wenn sie zur Anzeige kamen, schwer geahndet. Hatten die Häftlinge die Möglichkeit, sich zu beschweren? Ja, jederzeit, sogar der Lagerkommandant Höß und auch sein Nachfolger, Obersturmbannführer Liebehenschel, hatten angeordnet, daß Häftlinge sie ansprechen durften.

Haben Sie sich Klagen und Beschwerden der Häftlinge angehört und welche? Es waren eigentlich keine Klagen, sondern mehr Bitten. Die größte Freude konnte ich den Häftlingen machen, wenn ich ihnen erlaubte, Brombeeren und Pilze zu sammeln oder in der Sola zu baden. Ich habe mitunter auch einen privaten Brief von einem Häftling herausgeschmuggelt, wenn der Inhalt nicht strafbar war.

Haben Sie gewußt, daß es in Birkenau ein Krematorium gab? Ja. Wie groß war die Kapazität dieser Krematorien? Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Ich habe nie ein Krematorium in Betrieb gesehen.

Haben Sie gesehen, daß Rauch oder Flammen aus den Schornsteinen der Krematorien schlugen? Nein, niemals.

Waren Sie auch in Birkenau? Ja, sehr oft. Was haben Sie dort getan? Material geholt vom Flugzeugzerlegebetrieb und aus "Kanada", so hieß die Effektenkammer, Arbeitskräfte ausgesucht für die Hackarbeiten auf den Kautschukfeldern. Waren die Sachen in der Effektenkammer nicht Eigentum der Häftlinge? Ja, und es war nicht so einfach, etwas aus "Kanada" zu bekommen. Z B.: Wir brauchten für die Zeichner im Labor Aquarellfarben. Die haben wir aus "Kanada" bekommen. Sie mußten aber durch eine amtliche Verfügung beschlagnahmt werden.

Was geschah mit den Häftlingen, die sich krank meldeten? Sie wurden ärztlich versorgt. Es gab eine Ambulanz, eine Krankenstube und ein Lazarett. Gab es auch Seuchen im Lager? Es sind viele Menschen an Typhus gestorben. Die Frau von meinem Vorgesetzten Dr. Cäsar starb auch an Typhus.

Haben Sie etwas von Gaskammern gehört oder gesehen? Von Gaskammern hörte ich erst nach dem Kriege. Gesehen habe ich keine. Ich habe auch noch keinen Menschen getroffen, der eine Gaskammer gesehen hat. Ich kenne nur die Berichte über die Gaskammern aus der Literatur. Sie sind aber sehr unterschiedlich.

Sie schreiben auf der Seite 37 der "Auschwitz-Lüge" etwas über die Verbrennung von Leichen. Was war das? Ich hatte ein Stubenmädchen, eine Polin (ich nenne sie in meinem Buch Olga), die hatte meine Mutter, die mich einmal besuchte, etwas von einem Feuer erzählt und von Leichenverbrennung, Ich stellte sie daraufhin zur Rede. Genaues wußte sie auch nicht. Ich habe mich daraufhin auf mein Fahrrad gesetzt und bin einen ganzen Tag im Lager zu allen sichtbaren Feuerstellen gefahren, habe sie untersucht und ich habe nichts gefunden. Später habe ich folgendes erfahren: In der ersten Zeit wurden die Toten erdbestattet. Doch wegen des hohen Grundwasserstandes zwischen Sola und Weichsel (1 bis 2 Meter) war das wegen der Grundwasserverseuchung nicht mehr möglich. Ein Arbeitskommando unter der Führung von Scharführer Moll (der frühere Gärtner in Raisko) mußte die Leichen wieder ausgraben. Sie wurden verbrannt. Über diesen Vorgang werden heute die unglaublichsten Geschichten erzählt. Jeder hat etwas dazugedichtet. Zeugen haben ausgesagt, daß es Gruben von 6 Meter Tiefe gegeben haben soll, in denen massenweise Leichen verbrannt wurden. Das ist unmöglich, denn es gab hinter dem Lager Birkenau schon bei etwa einem Meter Grundwasser.

Sie haben Ihre Schrift nicht mehr unter einem Pseudonym geschrieben, sondern Ihren Namen, die Anschrift und sogar Ihre Telefonnummer angegeben. Haben Sie viele Zuschriften und Anrufe bekommen? Ja, sehr viele. Die meisten waren Beschimpfungen und Drohungen. Die habe ich nicht beantwortet. Einige der Zuschriften habe ich im Anhang veröffentlicht, und ich veröffentliche sie auch noch heute in meiner Zeitschrift "Die Bauernschaft", gebe aber meine Anmerkung dazu. Augenzeugen, die Gaskammern gesehen haben, habe ich nicht gefunden. Es hieß immer: Ich kenne jemanden, der Gaskammern gesehen hat. Wenn ich Namen und Anschrift haben wollte, waren sie verschollen oder verstorben.

Ist Ihnen bekannt, daß die Massenvergasungen und der Holocaust gerichtsnotorisch bekannt sind und keines weiteren Beweises mehr bedürfen? Ja, das ist mir bekannt. Aber auch, daß die Sonne sich um die Erde dreht und daß die Erde eine Scheibe ist, war einmal gerichtsnotorisch bekannt. Meine Urahne Mayen Muhl wurde in Schwabstedt als Hexe verbrannt. Damals galt das Buhlen mit dem Teufel auch als gerichtsbekannt, weil es viele Zeugen gab. Nur die Folter ist heute etwas verfeinert worden. Wie schwer den Menschen heute das Leben gemacht wird, wenn sie nicht an den Holocaust glauben, zeigt das Beispiel von Ernst Zündel.

Haben Sie selbst Schwierigkeiten wegen der Veröffentlichung Ihres Erlebnisberichtes gehabt? Ja, mein Buch wurde verboten und eingezogen wegen Volksverhetzung. Bestraft bin ich aber wegen Verächtlichmachung des Staates mit einer Strafe von 1,5 Jahren Gefängnis. Ein Jahr habe ich davon verbüßt. Wegen der Veröffentlichung meines Berichtes konnte ich nicht bestraft werden, weil eine Verjährung nach dem schleswig-holsteinischen Landespressegesetz eingetreten war.

Kennen Sie die Harwood-Schrift, und wie war die Wirkung dieser Schrift auf Ihre Leser? Ja, ich kenne diese Schrift. Es gibt auch davon eine deutsche Übersetzung. Diese Schrift ist nun besonders viel gefragt. Es ist eine Gegendarstellung. Wir haben hier in diesem Hause vor drei Jahren die unglaublichen Aussagen einiger Zeugen gehört. z. B. Flammen aus den Schloten der Krematorien, Leichenverbrennungen in offenen Gruben, Gaskammern mit Holztüren usw. Die Gegendarstellung von Harwood erscheint vielen Lesern glaubhafter als die Greuelberichte über die NS-Zeit.

Haben Sie selbst politische Ambitionen? Nein, aber ich ergreife gerne Partei für Verfolgte, Unterdtückte und Minderheiten. Heute werden keine Juden mehr verfolgt. Heute wird alles verfolgt, was mit dem Schimpfnamen Nazi bedacht wird.


Zum sechsten Zeugen
Zum vierten Zeugen
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