DAS SCHICKSAL DER JUDEN, DIE WÄHREND DES JÜDISCH-DEUTSCHEN KRIEGES UND DES ZWEITEN WELTKRIEGES VERSTARBEN

Was ist mit den etwa 150.000 bis 200.000 Juden geschehen, die während des jüdisch-deutschen Krieges verstarben?

Es ist nicht so, wie eine Lügenpropaganda der Welt glauben machen wollte und noch will, daß alle diese Menschen ermordet wurden. Die Wahrheit ist, daß der allergrößte Teil von ihnen eines natürlichen Todes verstarb. Die in KZ und Arbeitslagern internierten Juden hatten die höchste Sterblichkeitsziffer unter allen Gruppen von KZ- und Arbeitslager-Insassen. Dies lag nicht daran, daß die hygienischen Einrichtungen der KZ und der Arbeitslager oder die Ernährung dort zu schlecht und zu mangelhaft gewesen wäre oder die Behandlung auf die Vernichtung der Lagerinsassen abgestellt gewesen wäre.

Die höhere Sterblichkeitsziffer der Juden in den KZ hatte ihren Grund darin, daß sie den seelischen Anforderungen einer Absonderung und Inhaftierung in den KZ und der Internierung in den Arbeitslagern am wenigsten von allen übrigen Insassen gewachsen waren, Die meisten Juden ermangelten nicht nur jeder seelischen Widerstandskraft zur Ertragung eines Lager-Aufenthaltes: Sie ermangelten darüber hinaus in einem hoher) Maß jener Willensdisziplin, die eine ordentliche hygienische Lebensführung erfordert. Vor allem dies wirkte sich besonders verhängnisvoll aus. Nur allzuviele Juden ließen sich völlig gehen, wuschen und reinigten sich monatelang, ja überhaupt nicht; sie vernachlässigten die primitivsten Anforderungen der Hygiene, der Reinlichkeit und Körperpflege. Es gab viele Fälle, wo die Bedauernswerten seelisch so völlig erledigt waren, daß sie es sogar unterließen, die WC-Anlagen aufzusuchen. Sie ließen alles unter sich gehen und beschmutzten sich selbst. Viele Berichte von ehemaligen KZlern bringen anschauliche Schilderungen über die schrecklichen Zustände auf dem Gebiete der Hygiene bei den jüdischen KZ-Insassen.

"Statt auf die Latrinen zu geben, benutzten sie massenhaft die Essgeschirre, teils aus Schwäche … teils aus Angst vor dem Wetter … Die zuoberst liegenden kletterten Nachts nicht selten auf die Dächer, indem sie die Bretter und die Dachpappe abhoben und verunreinigten dort oben alles. Die menschliche Phantasie reicht schwerlich aus, die Wirklichkeit sich vorzustellen … " (Kogon S. 192).

Die Folgen dieser unhygienischen, sanitätswidrigen, unreinen Lebensweise und des willenlosen und widerstandslosen Sich-Gehen-Lassens vieler Juden waren verheerende schwere Epidemien und Seuchen, die nicht nur Juden hinrafften, sondern für die ganze Umwelt eine schwere sanitäre Bedrohung darstellten, daß sie die zuständigen deutschen Stellen geradezu in Panik-Stimmung versetzten.

"Die meisten Lager waren derart staphylokokken und streptokokken verseucht, daß gewisse Haut- und Augenkrankheiten, phlegmonische Prozesse, nicht endenwollende Eiterungen kaum einzudämmen, geschweige denn auszumerzen waren … Die Franzosen brachten einen Gesichtsrose-Erreger in die KZ, der nahezu 100% tödlich wirkte …" (Kogon).

Die Seuchen waren die Hauptgründe der hohen Sterblichkeits-Ziffer der Juden.

Außerhalb der KZ - in den Ghettos - waren die Verhältnisse - da ganz ungeordnet - noch viel schlimmer. Trotzdem hier die seelische Erschwernis der Haft wegfiel, waren die Lebensweise und die sanitären Verhältnisse in den Ghettos überaus gesundheitswidrig.

Alles starrte vor Schmutz. Schon zu normalen Zeiten waren die Ghettos seit jeher Seuchenherde und Ausgangspunkte schwerster Epidemien gewesen. Die Sterblichkeitsziffer in den Ghettos war seit jeher eine hohe. Jetzt wirkte sich noch besonders erschwerend und verhängnisvoll aus, daß die Ghettos infolge der Deportierungen und Zwangszusiedlungen drückend überfüllt waren. Erschwerend wirkten sich der katastrophale Mangel an Impfstoffen und Medikamenten, aber auch an Kleidern und Nahrung aus.

Von dem Umfang und der Zahl der Opfer dieser Seuchen in jenen Jahren kann man sich kaum eine Vorstellung machen. Fast überall im Osten wüteten fast ständig Epidemien -- besonders Typhus und Fleckfieber - und forderten Hekatomben an Opfern.

Selbst Reitlinger muß gestehen (Endlösung, S. 571 ):

"Eine Analyse … würde ergeben, daß ein Drittel der verschwundenen Juden Europas nicht durch direkte Ermordung, sondern an Seuchen, Hunger und Elend zugrundegegangen ist. Dieser Anteil ist jedoch in den einzelnen Ländern verschieden. In Deutschland, Österreich und im westlichen Teil der CSSR beträgt sie vielleicht bis 80 Prozent … in Rumänien wird der Anteil derer, die langsam zugrunde gingen … auf fast 50 Prozent gebracht. In Polen, wo Hunger und Seuchen sehr viele Menschen dahinrafften, beträgt die Zahl wahrscheinlich über ein Drittel."

Man kann annehmen, daß wenigstens 70 Prozent der verschwundenen Juden diesen verheerenden Seuchen und Krankheiten zum Opfer fielen. Ein Teil verstarb wegen Alters.

Es muß allerdings auch gesagt werden, daß auch der vorzeitige natürliche Tod vielen Juden erspart geblieben wäre, wenn es keinen jüdisch-deutschen Krieg und keinen Zweiten Weltkrieg gegeben hätte. Einen jüdisch-deutschen Krieg aber hätte es nicht gegeben, wenn ihn die Juden nicht erklärt hätten und auch einen Zweiten Weltkrieg hätte es wahrscheinlich nicht gegeben, wenn das Weltjudentum nicht mit aller Macht auf ihn hingearbeitet hätte.

Die Seuchen kamen praktisch nie zum Stillstand. Sie bildeten die ständige und schwerste Sorge der zuständigen deutschen Stellen, die ihrer nicht Herr werden konnten und dauernd ein katastrophales Übergreifen auf die gesamte Zivilbevölkerung und vor allem auch auf die Wehrmacht befürchten mußten.

Um einen kleinen Begriff von dem entsetzlichen Wüten des Fleckfiebers auch unter den deutschen Soldaten im Osten zu geben, nur ein authentisches Zeugnis. Panzerleutnant Herbert Ettmayr, derzeit Wien, bekundet:

"Ich wurde als Unteroffizier am 8. Februar 1942 in das Heeres-Seuchen-Lazarett in Orle (Rußland) mit Flecktyphus eingeliefert. Der Lazarett-Friedhof lag an der Rückfront des Lazarettes: es war der frühere Turn- und Sportplatz der in ein Lazarett umgewandelten Schule. Zur Zeit meiner Einlieferung gab es dort etwa 800 Gräber von Seuchenopfern. Als ich am 25. Mai 1942 das Lazarett verließ, um nach Warschau abtransportiert zu werden, war die Zahl der Gräber in diesen drei Monaten auf über 42.000 angewachsen. Ich war nur mehr Haut und Knochen. Meine Oberschenkel konnte ich mit einer Hand umspannen."

Aus diesem authentischen Dokumentar-Bericht Panzerleutnants Ettmayr ergibt sich aber auch noch etwas anderes sehr wichtiges:

Die Haß-, Hetz- und Greuellügen-Propaganda bringt immer wieder Bilder von Leichenhaufen von Menschen, die nur mehr Gerippe sind. Diese Leichenhaufen werden fälschlich als Vergasungs-Opfer ausgegeben. Das sind sie nicht. Es sind Seuchen-Opfer, nicht Vergasungs-Opfer.

Es gehört zum typischen Erscheinungsbild des Fleckfiebers, daß die daran Erkrankten bis auf Haut und Knochen abmagern. Solche lebende Leichen, solche Knochengerippe aber vergast man nicht; sie sind sowieso schon mehr tot als lebendig; man braucht diese Unglücklichen nicht umständlich zu vergasen; man braucht sie nur sterben zu lassen und ihre Leichname - um die Infektionsgefahr zu beschränken - zu verbrennen.

Unter den Hekatomben dieser Seuchenopfer waren natürlich viel mehr Nicht-Juden als Juden. Die Epidemien nahmen an manchen Orten einen so katastrophalen Umfang an, daß die betroffenen Orte, Städte, Gebiete, Lager wochenlang, ja monatelang von der Umwelt hermetisch abgeschlossen -werden mußten, um einer Ausbreitung vorzubeugen.

Das ganze Gebiet von Auschwitz war z. B. 1942 durch 2 Monate unter strengster Quarantäne und von der Umwelt abgeschlossen, (Vgl. dazu den Bericht des War Refugee Roard. Siehe auch Urteil im IG-Farben-Prozeß. S, 126. Auschwitz Deal II),

Die Epidemien kamen auch nach dem deutschen Zusammenbruch nicht zum Stillstand.

Im Lager Belsen, das am 1. März 1945 über 45.000 Insassen zählte, forderte die damals grassierende Fleckfieber-Typhus und Ruhr-Epidemie täglich 250 bis 300 Opfer. Die Verbrennungen konnten mit der Zahl der Seuchenopfer nicht Schritt halten. So landen die Engländer dann bei der Besetzung Belsens Berge von unbeerdigten Toten, die als Knochengerippe einen unsäglich schauerlichen und entsetzlichen Anblick boten. Am 12. April 1945, als die Engländer kamen, konnten sie das Lager nicht betreten. Der britische Kommandant zog eine Kordon um das Seuchengebiet von Belsen und schloß es hermetisch von der Umwelt ab."

DIE GEWALTSAME TÖTUNG VON JUDEN IM JÜDISCH-DEUTSCHEN KRIEGE UND IM ZWEITEN WELTKRIEGE

1. DIE TÖTUNG IM KAMPFE:

Ein Teil dieser Unglücklichen fiel im Zuge von Kampfhandlungen. So bei Ghetto-Aufständen. Der bekannteste Ghetto-Aufstand war 1944 in Warschau. Er wird eigentlich fälschlich als Ghetto-Aufstand bezeichnet. Es war aber ein gemeinsamer Aufstand der Polen und den Ghetto-Juden. Dieser Aufstand erfolgte im Einvernehmen mit den vor Warschau stehenden Bolschewiken. Diese ließen dann, als der Aufstand einmal im Gange war, die Aufständischen im Stich. Es war vereinbart, daß die Sowjets gleichzeitig mit dem Beginn des Aufstandes einen Großangriff auf Warschau gegen die Deutschen unternehmen sollten. Die Russen aber blieben untätig. Offensichtlich hatten sie ein Interesse daran, daß möglichst viele Aufständische, vor allem Polen, fielen.

Es gab noch einen Warschauer Aufstand (schon 1943) der ein reiner Ghetto-Aufstand war.

Es ist unzulässig, die bei den verschiedenen Kampfhandlungen "gefallenen Juden" als ermordet" zu bezeichnen. Sie waren nach Kriegsrecht im Kampfe getötet.[1]

II. DER TOD DURCH DIE EINSATZKOMMANDOS NACH KRIEGSRECHT:

Eine unbekannte Zahl von Juden wurden als wirkliche oder vorgebliche Spione oder Partisanen nach Kriegsrecht getötet.

Die Arbeit der Einsatz-Kommandos, "Sonder-Kommandos", zum Schutze der Sicherheit im Rücken der Front war unerläßlich. Es ist verständlich, daß angesichts des Wütens und der Gefährlichkeit der Tätigkeit der Partisanen und der subversiven Tätigkeit und Haltung der einheimischen Bevölkerung (die nach Angaben Ponomarenkos[2] 500.000 deutschen Soldaten das Leben kostete, von den Materialverlusten ganz zu schweigen) diese Einsatzkommandos rücksichtslos und ohne viel Umstände zu machen, vorgingen. über die Tätigkeit dieser Einsatzgruppen, die die Sicherheit des Lebens und des Nachschubs im Rücken der Front zu gewährleisten hatten, gab SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf in Nürnberg an, daß von Juni 1941 bis Juni 1942 von den Einsatzkommandos etwa 90.000 Personen (Juden und Nichtjuden) getötet gemeldet wurden. Jedenfalls befand sich die jüdische Bevölkerung in einer besonders kritischen Lage zwischen drei Mühlsteinen: je nachdem, ob die Russen die Deutschen oder die Deutschen die Russen aus dem Gebiete vertrieben hatten, das von Juden bewohnt wurde, wurden viele von ihnen von der ihnen sehr übel gesinnten Mitbevölkerung denuziert, es mit der jeweils vertriebenen Macht gehalten zu haben; sie fielen dann dem Strafgerichte zum Opfer, das seitens des jeweiligen Machthabers über sie hereinbrach; die judenfeindlichen Mitbürger selbst nützten die Gelegenheit, ihre Rache an ihren unbeliebten, ja tödlich gehaßten jüdischen Mitbürgern zu befriedigen.

Schon im Ersten Weltkrieg litt die jüdische Bevölkerung unter ähnlich ungünstigen Verhältnissen. (Vgl. hiezu Kern "Deutschland im Abgrund", S. 218 f.)

Die Bedrängnis durch die Partisanen im Osten, die bei ihren Meuchelmorden durch kein Völkerrecht, und weder durch die Haager noch, durch die Genfer Abkommen gebunden waren, wurde immer gefährlicher und bedrohlicher. Die Einsatzgruppen mußten, bewußt zu den härtesten Maßnahmen greifen und dem Terror der Partisanen den rücksichtslosesten und härtesten Antiterror entgegensetzen, um die Partisanen wenigstens einigermaßen in Schranken zu halten. Jedes andere Verhalten hätte das Ende des Feldzuges in Rußland und den Tod der deutschen Soldaten bedeutet.

Generaloberst Jodl erklärte in Nürnberg ausdrücklich, daß es unerläßlich war, durch die Härte des Durchgreifens "jenen Schrecken zu verbreiten, der allein geeignet ist, der Bevölkerung jede Lust zur Widersetzlichkeit zu nehmen…"

Marschall Kesselring schreibt über den italienischen Partisanenkrieg-

"Es gibt in der Skala vom heimtückischen Abschießen, Erhängen, Ertränken, Verbrennen, Erfrieren, Kreuzigen, Martern jeder Art, Attentaten gegen Einzelne und Gemeinschaften, bis zur Brunnenvergiftung kein Verbrechen, das nicht laufend vorgekommen wäre."

Die Polizeiorgane, die die notwendig harten und barbarischen kriegsbedingten Anordnungen und Befehle zur Sicherung des Lebens der deutschen Truppen und Besatzungsbehörden auszuführen hatten, versahen einen harten und kriegsbedingt grausamen Dienst.

Die Polizei- und Gerichtsstellen, die heute, in tiefsten und sicheren Friedenszeiten über diesen durch die Kriegserfordernisse bedingt unbarmherzigen Dienst der damaligen Polizei-Stellen und -Organe Untersuchungen zu führen haben, sehen sich in einen unlösbaren Gewissenskonflikt gestürzt.

Eine in diesem Zusammenhange bezeichnende Episode berichteten die Zeitungen im Juli 1965:

"In Hamburg erschoß sich mit seinem Dienstrevolver ein 48jähriger Kriminalmeister. Er war Mitglied der Sonderkommission zur Aufklärung von NS-Gewaltverbrechen, die angeblich von Polizisten begangen wurden. "

Viel böses Blut machte der Gestapo-Befehl vom 17. Juli 1941, durch den die Aufgaben der Einsatzgruppen festgelegt wurden, insbesondere der Personenkreis, der von den Einsatzgruppen auszuscheiden war, der insbesondere die Tötung der Politkommissare befahl. Als auszuscheidende Elemente werden in diesem Befehl angeführt: insbesondere Berufsrevolutionäre und alle Personen, die als Aufwiegler oder als fanatische Kommunisten festgestellt werden.

Den Politkommissaren war es hauptsächlich zuzuschreiben, daß sich die Methoden des Kampfes und der Behandlung der Gefangenen immer mehr barbarisierten und in immer krasseren Gegensatz zu den Bestimmungen der Haager und Genfer Abkommen traten.

Manstein, der den Kommissarbefehl ablehnte, bestätigte in seinen Erinnerungen die besondere Gefährlichkeit der Kommissare und daß ihr völkerrechtswidriges Tun nicht unter dem Schutze des Kriegsrechtes stand.

"Die Kommissäre waren vielmehr - ohne Soldaten zu sein - fanatische Kämpfer, und zwar Kämpfer, deren Tätigkeit im überlieferten Sinne der Kampfführung als illegal angesehen werden konnte. Ihre Aufgabe war es nicht nur, die sowjetischen militärischen Führer zu überwachen, sondern vielmehr dem Kampf äußerste Härte zu geben und einen Charakter, der den bisherigen Auffassungen über soldatische Kriegsführung widersprach. Tatsächlich sind es auch die Kommissare gewesen, denen in erster Linie diejenigen Methoden des Kampfes und der Behandlung der Gefangenen zuzuschreiben waren, die im krassen Gegensatz zu den Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung standen."

(Vgl. Manstein "Verlorene Siege", 1952, S. 176/7 -- S. Schwarz "The Jews in the Soviet-Union", 1951, S. 394 ff. und 401 ff. --- Tenenbaum "Underground", S. 397, Nürnberg, Dok. XX, S. 672 f.)

Auch Keitel hat in seiner Denkschrift über die Befehlsverhältnisse im Osten den Zwang und die Lebensnotwendigkeit eines ganz rücksichtslosen Partisanenkrieges zwingend nachgewiesen. (Vgl. X. Seite 597/8).

Bevor der Kommissarerlaß erging (17. Juli 1941 - er erging nicht an das Militär, sondern an die Gestapo), legte Hitler vor den Generälen am 14. Juni 1941 dar, daß die ungeheuerlich völkerrechtswidrige Kriegsführung der Sowjets im Osten unter der maßgeblichen Mitverantwortung der Polit-Kommissare zu diesem Gegenterror zwinge. Die Meldungen der Abwehr über das Verhalten der Polit-Kommissare seien geradezu ungeheuerlich.

Trotzdem lehnten die hoben Wehrmachtsoffiziere den Kommissarbefehl ab, der dann auch bald aufgehoben wurde.

Es ist klar, daß bei den summarischen Exekutionen von Partisanen auch Juden besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Es gab nicht nur sehr viele jüdische Partisanen (praktisch war jeder Jude bei den gegebenen Verhältnissen ein Partisan) unter den Partisanen; es gab eigene große jüdische Partisanen-Gruppen; sie hatten eine führende Rolle innerhalb dieser Kämpfer; und wo sie nicht eigene jüdische Gruppen bildeten, stellten sie zumeist die Führer unter den anderen Gruppen.

Die jüdischen Berichte überschlugen sich in der Anerkennung der jüdischen Partisanenleistungen (Vgl. Solomon Schwarz "The Jews in the Soviet Union" und Tenenbaum "Underground, the story of a people" ).

Daß diese Juden, die als Partisanen auf der Tat oder als dringend tatverdächtig gestellt wurden, rücksichtslos ausgerottet wurden, war in der Sachlage begründet und durch diese gerechtfertigt (vgl. XX, S. 702).

Der Partisanenkrieg hatte unter hervorragender Mitwirkung und Führung von Juden geradezu unvorstellbare Grausamkeiten von ebenso unvorstellbaren Ausmaßen verübt. Er hatte Ausmaße angenommen, die sowohl der Armee wie der Besatzungsverwaltung nicht nur das Recht gaben, sondern die unerläßliche Pflicht auferlegten, die rücksichtslosesten Unterdrückungs- und Vorbeugungsmaßnahmen zum Schutze deutschen Lebens und Eigentums anzuwenden.

Die Partisanen zeigten sich in ihrem Wirken als die würdigen Nachfolger Dschingis Khans. Sie hatten ihren Krieg so barbarisiert, daß jede Strafmaßnahme und jede wirksame Vorbeugungs-Maßnahme dagegen erlaubt war.

Der in keiner Weise antisemitisch angehauchte Feldmarschall von Manstein erklärte am 10. August 1946 zur Partisanenabwehr:

"Wenn in dem ersten Teile (des Befehls vom 20. November 1941) von dem Kampf gegen das (jüdisch-bolschewistische) System und von der Ausrottung dieses Systems die Rede ist, und von dem Kampf gegen die Juden als Träger der Partisanenbewegung, so hatte das letzten Endes seine sachliche Berechtigung." (XX, S. 702)

Jedenfalls richtete sich die Tätigkeit der Einsatzkommandos nicht gegen die Juden als solche; Juden waren auch nur zum geringeren Teile die Opfer dieser Tätigkeit. Verständlich ist, daß die Sicherung des Lebens und der Versorgung der Kampf- und Besatzungstruppen und der Besatzungsbehörden angesichts der besonderen Verhältnisse an der Ostfront ein besonders hartes Durchgreifen erforderte. Sofort nach Besetzung einer Stadt oder eines Ortes traten der SD und die Einsatzkommandos in Aktion. Ihre Aufgabe war die Säuberung der eroberten Stadt von allen die Sicherheit der Eroberer gefährdenden Elementen. Das Verfahren bei der Festnahme und nachher gegen die verdächtigen Elemente, war seit eh und je bei allen Völkern und in jedem Kriege summarisch und hart, ja brutal. Man opferte erbarmungslos und ohne viel Bedenken feindliches Leben, um das eigene Leben, das Leben der eigenen Truppen, zu schützen.

Sicher ist, daß bei der Besetzung von polnischen, litauischen und ukrainischen Städten, sei es durch die Deutschen oder durch die Russen, besonders auch Juden den Massenexekutionen und Massenerschießungen als Sicherungsmaßnahme zum Opfer fielen. Sie wurden beschuldigt, allzu willige Werkzeuge der vertriebenen Machthaber bei der Terrorisierung, der Verschleppung und Tötung der einheimischen Bevölkerung gewesen zu sein.

Die Massentötungen waren barbarisch und furchtbar; aber sie ereigneten sich inmitten eines furchtbaren Kriegsgeschehens und waren ein Teil dieses grauenhaften Kriegsgeschehens, das man nicht mit Friedensmaßstäben messen kann. Sie ereigneten sich nicht nur auf deutscher Seite. Die Russen gingen noch viel summarischer und barbarischer vor. Die Kriegsverbrecherprozesse gegen die an diesen Massenexekutionen beteiligten Polizeibeamter sind sehr anfechtbar. Diese hatten auch auf die Verfahren keinen Einfluß, die die Opfer dieser Massenexekutionen bestimmten. - Albert Rapp wurde vom Essener Schwurgericht wegen gemeinschaftlichen Mordes an 1180 Juden zu zehnmal lebenslänglichen Kerker verurteilt. Der Polizeibeamte Friedrich Lex wurde vom Schwurgericht in Graz wegen der Judenerschießungen in Tarnopol zu 15 Jahren schweren Kerker verurteilt.

III. TÖTUNG AUS BARMHERZIGKEIT

Eine sehr geringe Zahl von unheilbar geisteskranken Juden wurde durch Euthanisierung von unheilbarer Krankheit barmherzig erlöst.

IV. TÖTUNG ALS OPFER WISSENSCHAFTLICHER MEDIZINISCHER FORSCHUNG

Ganz wenige Juden fielen als Opfer medizinischer Versuche. Durch die Greuellügenpropaganda wird die Zahl der Opfer, die als freiwillige oder unfreiwillige Versuchspersonen medizinischer Experimente zu Forschungszwecken ihr Leben verloren, maßlos übertrieben.

Tatsächlich war die Zahl der Opfer auf diesem Gebiete sehr gering; überdies waren die wenigsten dieser Opfer Juden.

Es war auch nicht so, daß alle Versuchspersonen zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung künstlich krank gemacht worden wären; es gab zuviel echte Kranke, als daß das notwendig gewesen wäre. An diesen Kranken wurden als Versuchspersonen. Heilmittel und Heilmethoden versuchsweise angewendet, wie das seit eh und je bis zum heutigen Tage in allen Krankenhäusern der Welt zum Wohle der Patienten geschieht. (Näheres siehe im Abschnitt "Die medizinischen Experimente".)

V. TOD DURCH OFFENEN MORD

Es kann leider nicht bezweifelt werden, daß es in den Wirren des Krieges auch zu bestialischer Ermordung von Juden außerhalb jedes Kriegsrechtes kam. Für diese scheußlichen Untaten gibt es keine Entschuldigung. Es kam in einigen wenigen Fällen zu Massenerschießungen von Juden, denen unfaßbarer Weise auch Frauen und Kinder zum Opfer fielen. Nachgewiesen sind nur sehr: wenige Fälle (vier).

Die Ermordung von Menschen, die keine Schuld auf sich geladen haben, gehört zu den größten Erniedrigungen menschlichen Geistes. Leider finden sich solche Massenexekutionen und Massenmorde an Gegnern nur zu häufig im Verlaufe der scheußlichen Menschheitsgeschichte, und zwar auch in der Gegenwart und auch bei Juden, wie die scheußlichen Massakers an Arabern in Palästina zeigen.

Es ist leider auch eine heute bereits offenkundige Tatsache, daß bei der Ermordung von Juden Juden selbst willige Mithilfe leisteten.

Über die Rohheiten der jüdischen Polizei gegen ihre Glaubensgenossen, über die Juden selbst berichten (Ringelblum, Hanna Arendt und andere), will ich schweigen: ich will nur so weit darauf verweisen, um zu zeigen, daß Sadismus und Grausamkeit und Rohheit sehr wohl auch unter den Juden verbreitet sind.

Mit den Lügen von den Millionen-Vergasungen von Juden befaßt sich Band 4 dieses Werkes eingehend.

Was sich damals wirklich abspielte, geschah hinter einem dichten Vorhange von Geheimhaltung. Keinesfalls ist es so, daß diese Massenexekutionen auf Befehl oder auch nur auf Veranlassung der deutschen Reichsregierung erfolgten. Sicher ist dies überdies, daß die wenigsten dieser Morde durch Deutsche geschahen. Soweit man dies überhaupt feststellen kann, erfolgten diese Massenerschießungen meist durch ukrainische, lettische oder polnische einheimische Miliz. Die unglücklichen Opfer wurden in Scharen zu vorbereiteten Massengräbern getrieben und dort in der Regel mit Maschinenpistolen oder durch Maschinengewehre grausam ermordet. Diese ausschließlich im Osten und weit von Deutschland entfernt durchgeführten Massenerschiessungen blieben dem deutschen Volke unbekannt und verborgen. Kaum eine Handvoll Menschen wußte um sie. Sie geschahen im Wirkungsbereiche und unter ausschließlicher Verantwortung untergeordneter örtlicher Stellen.

Die Greuellügen-Propaganda hat die Zahl der Opfer dieser Morde phantastisch übertrieben, Ernsthafte und glaubhafte Schätzungen nennen als Opfer dieser Massenerschießungen, die nur in ganz wenigen Fällen nachweisbar sind, 60.000 ermordete Juden als Maximalzahl. Gegen diese Opferzahl werden die Haß- und Hetz- und Lügenapostel Sturm laufen. Mögen sie das tun. Mögen sie aber auch zur Kenntnis nehmen, daß ich im Dienste der Befriedung der Menschen und der Wahrheit stehe, während sie das unsittliche und verabscheuungswürdige Gewerbe der Greuellügner im Dienste der Haß- und Hetz- und Rachepropaganda ausüben.

Es ist jedenfalls entschuldbar und lobenswert, im ehrenhaften Dienste der Befriedung und zu dem sittlich löblichen Zweck, der Aufpeitschung der Leidenschaften durch Übertreibung entgegenzutreten, diese wahrscheinlichen, der Wahrheit mehr entsprechenden Zahlen zu gebrauchen, als im verwerflichen, verabscheuungswürdigen und unehrenhaften Dienste der Haß- und Rachehetze offenkundig erlogene, unmögliche, phantastisch übertriebene und sittlich unverantwortliche Millionenzahlen zu verbreiten.

DIE TÖTUNG VON JUDEN IN OST-EUROPA

In Ost-Europa waren - und sind heute noch - die Juden bei ihren Wirtsvölkern seit je tödlich verhaßt. Deshalb setzten dort in den Tagen des deutschen Einmarsches schwere Judenverfolgungen ein, die viele Opfer forderten. Es wird berichtet, daß die Polen in den KZs Freudenfeiern veranstalteten, wenn sie Nachricht von Judenpogromen in ihrer Heimat erhielten.

Der größte Teil jener unglücklichen Juden, die in jener Zeit Morden zum Opfer fielen, wurde von ihren östlichen Wirtsvölkern - den Letten, Polen, Russen, Litauern, Ukrainern - ermordet.

Entsetzlich ist, was Emanuel Ringelblum in seinen Tagebüchern über das Warschauer Ghetto, über die dortigen jüdischen Ghettopolizisten berichtet, die ihre Glaubensgenossen an die ukrainischen Mordbanden auslieferten:

"Während der Deportation (zur Freimachung des jüdischen Gbettos durch Verschickung der Juden in die Siedlungsgebiete nach dem Osten) erreichte sie (die jüdl'sche Ghettopolizei) den Gipfel der Verkommenheit. Keiner der Polizisten fand ein Wort des Protestes gegen den abscheulichen Auftrag, die eigenen Brüder zum Schlachthof zu führen. Auf ihren Gesichtern war keine Spar von Trauer oder Leid zu erkennen. Man sah im Gegenteil zufriedene, glückliche und gut genährte Gestalten, beladen mit der Beute, die sie, zusammen mit der ukrainischen Miliz, davonschleppten."

Überaus wichtig und bemerkenswert ist, was Ringelblum ausdrücklich feststellt:

"Die Deutschen wissen nichts von den ständigen Morden und Vernichtungsaktionen, die von speziellen (ukrainischen? polnischen?) Henkerkommandos ausgeführt werden."

über die Haltung der Polen gegenüber den Juden gibt Dr. Emanuel Ringelblum in seiner Arbeit "Die polnisch-jüdischen Beziehungen 1941 - 1943" (veröffentlicht in "Bulletin des Warschauer Instituts für jüdische Geschichte" ) vernichtende Schilderungen.

Entsetzlich waren für die Juden die Verfolgungen, denen sie durch die einheimische Bevölkerung ausgesetzt waren, während die regulären Truppen, waren es nun die Russen oder die Deutschen, abrückten. In den Zeiten, wo die Orte und Städte von Ordnung haltenden regulären Truppen entblößt waren, fiel fast regelmäßig die einheimische Bevölkerung, besonders der Pöbel, der seine niedrigen Instinkte an den verhaßten Juden austoben oder sich auch an ihnen rächen und bereichern wollte, über die Juden her, ließ seinem Judenhaß freien Lauf, was vielen Juden das Leben kostete. Hatten aber die Machthaber in den Städten und Orten gewechselt, wurden die Juden, oft zurecht, oft zu unrecht, beschuldigt, es mit den vertriebenen Truppen gehalten zu haben; sie mußten nun ein blutiges Strafgericht über sich ergehen lassen.

Als überaus instruktives charakteristisches Beispiel seien aus dem Erlebnisbuche des Juden J. G. Burg ("Schuld und Schicksal", S. 50) angeführt:

"Aus Kuty kommend, waren ukrainische Banden in der Bukowina eingedrungen. Überall überfielen sie die wehrlose jüdische Bevölkerung und schlachteten sie ab. Besonders in Radauti und Czudin fielen ihnen beinahe alle Juden - es waren Tausende - zum Opfer."

An anderer Stelle (S. 91 f.) schildert Burg die Verhältnisse beim und nach dem Rückzuge der deutschen Truppen:

"Wir sahen der Entwicklung mit großer Sorge entgegen. Wir mußten doch annehmen, daß die rückflutenden Deutschen … Verbände ihre Rache an uns wehrlosen Juden auslassen würden. Eines Morgens überschwemmten viele tausend junger ungarischer Juden die ganze Gegend. Sie waren von den Deutschen aus ihrer Heimat geschafft worden und hatten unter der deutschen Verwaltung schwere Arbeitsdienste hinter der Front geleistet. Nun kamen sie in hellen Haufen über den Bug und mischten sich, so schnell sie nur konnten, unter uns transnistrische Juden …

Dann rückten die deutschen Truppen in ziemlicher Ordnung durch und wir zitterten. Jedoch die deutschen Soldaten vergriffen sich an uns nicht und keinem von uns wurde ein Leid getan.

Dann herrschte ungefähr zehn Tage lang ein unbeschreibliches Chaos. Es gab überhaupt keine Behörden. Immer noch kamen Nachzügler, die nach dem Westen flüchteten. Am 20. März 1944 kamen die Sowjets … Die Kampfeinheiten kümmerten sich um uns überhaupt nicht. Jedoch schon drei Tage später kamen mit den sowjetischen Kommandostäben die kommunistische Verwaltung und die Miliz zu uns … Die kommunistischen Behörden befahlen eine Arbeils-Erfassung. Es wurde uns offiziell mitgeteilt, daß alle arbeitsfähigen Männer und Frauen nach dem Donez-Becken verfrachtet werden sollten, zum Wiederaufbau. Nun setzte eine richtige Panik ein. Nun drohte den Familien das, dem wir bisher entgangen waren: die Zerreißung und wahrscheinlich endgültige Trennung … Im Handumdrehen verschwanden alle arbeitsfähigen Männer und Frauen von den Straßen. Die Juden versteckten sich und sabotierten den Erfassungs-Aufruf, wo es nur möglich war. Darauf griffen die Kommunisten und ihre Miliz zum Terror. Auf der Straße wurden die Passanten wahllos festgenommen und mit Gewalt auf die Sammelplätze gebracht. In wenigen Tagen gingen schon die erstern Zwangs-Transporte nach dem Donez ab.

Besonders die jungen Ungarn wehrten sich, wo sie nur konnten und flohen in hellen Scharen nach dem Westen …"

Im Osten kam es besonders nach der Verdrängung der Sowjets durch die Deutschen zu schweren Racheverfolgungen der einheimischen Bevölkerung gegen die Juden. Die einheimische Bevölkerung machte den Juden unter anderem zum Vorwurf, während der Sowjetherrschaft allzu willige Werkzeuge und Helfer der Sowjets bei der Verfolgung und Einkerkerung, bei der Verschleppung und Tötung einheimischer Patrioten gewesen zu sein. So hatte z. B. das Pogrom von Lemberg (30. Juni 1941) folgende Vorgeschichte (entnommen aus der Verlautbarung der Justiz-Pressestelle beim Landgerichte Bonn, in der das Ergebnis umfangreicher Erhebungen des Landesgerichtes in dieser Sache bekanntgegeben wurde):

Die Sowjets hatten eine große Zahl (etwa 3000) ukrainische Patrioten, darunter die angesehensten Bürger der Stadt Lemberg, in die Gefängnisse der Stadt zusammengepfercht. Um zu verhüten, daß diese Gefangenen durch die vordringenden Deutschen befreit würden, wurden alle Gefangenen vor der Besetzung der Stadt durch die Deutschen voll den Sowjets auf das grausamste ermordet und liquidiert.

Wörtlich heißt es dann in diesem Berichte:

"In der Zeit vom 24. Juni bis 27. Juni 1941, also zu einem Zeitpunkt vor der Besetzung der Stadt Lemberg durch deutsche Truppen, die mit ihren ersten Kampfverbänden erst in den Morgenstunden des 30. Juni 1941 in die Stadt einrückten, sind in den Lemberger Gefängnissen zahlreiche Gefangene, vornehmlich ukrainische Patrioten, getötet worden, deren Zahl nicht genau feststeht, aber nach verläßlichen Bekundungen mit etwa 3000 anzunehmen ist … Eine Verantwortlichkeit der deutschen Wehrmacht und der sonstigen Deutschen oder unter deutschen Führung stehenden militärischen oder politischen Formationen bzw. Dienststellen … für diese Massentötung scheidet eindeutig aus … Unmittelbar im Anschluß an die Besetzung der Stadt Lemberg durch deutsche Truppen kam es zu einem von Angehörigen verschiedener national-ukrainischer Bewegung entfesseltem Pogrom gegen die dort wohnenden Juden, der nicht nur schwerste Mißhandlungen, sondern auch Tötungen zahlreicher jüdischer Bürger zur Folge hatte.

Nach den Bekundungen früherer Lemberger Einwohner, insbesondere mehrerer von dem Pogrom selbst betroffener, jetzt in Israel lebender Zeugen, haben deutsche Wehrmachtsangehörige an den Ausschreitungen, gegen die Juden, die etwa bis zum 3. Juli 1941 andauerten, nicht teilgenommen…"

Über die Judenverfolgungen bei osteuropäischen Völkern im Jahre 1941 (aus "NE", 1967, Heft 5, S. 35 f.):

"Ich bin gerne bereit, Ihren aus eigenem Erleben während des Ostfeldzuges 1941 über Judenverfolgungen durch Litauer, Weißruthenen und Letten im Juli 1941 nach bestem Wissen und Gewissen zu berichten. Die richtige Wiedergabe versichere ich an Eides statt.

In der Berichtzeit war ich Unteroffizier und Panzerbüchsentruppführer im Inf.-Reg. 284 der 96. Inf.-Div. und habe folgendes erlebt:

1. Unser Bataillün war bis 13. Juli 1941 Wachbatailion OKH. Im Raum Wilna bezogen wir Biwak. Ein Obergefreiter meines Trupps, gebürtiger Schlesier und der polnischen Sprache mächtig, hatte sich bei mir abgemeldet, um nach Möglichkeit bei Einwohnern zusätzliche Lebensmittel für meine Männer zu kaufen. Nach Rückkehr meldete er folgendes: Er kam an ein verschlossenes Haus. Nach längerem Klopfen öffnete sich die Tür und heraus traten en Mann und eine Frau, deren verzweifeltes Gehaben den Obergefreiten, der doch nur nach Lebensmittel fragen wollte, zu Fragen veranlaßte. Danach wurde ihm von dem Ehepaar gesagt, es habe angenommen, nunmehr zur Exekution durch litauische Polizei abgeholt zu weiden. Litauische Polizei und litauischer Selbstschutz - dieser entstand aus Angehörigen des litauischen Korps, das im Rahmen der Roten Armee zur Njemenverteidigung eingesetzt gewesen war, sich aber seiner sowjetischen Offiziere und Kommissare entledigt hatte - holten jede Nacht Polen und Juden, die als Minderheit im Raum Wilria lebten, aus den Häusern heraus, um sie irgendwo zu erschießen. - Hierzu erfuhren wir ergänzend: Auf Grund dieser Vorfälle hatte sich der deutsche Ortskommandant gezwungen gesehen, die litauische Polizei und die litauischen Selbstschutzeinheiten in Wilna zu entwaffnen.

2. Das Bataillon erreichte im weiteren Vormasch die Stadt Dzisna an der Disna und Düna. Das Bataillon biwakierte in Dzisna. Obergefreiter L. (bereits in 1. erwähnt) streifte als Begleiter von Leutnant T. in dem stark zerstörten Ort herum, über dem in der brütenden Sommerhitze der Verwesungsgeruch unbestatteter Leichen lag. Überall lagen tote Zivilpersonen. Der Obergefreite berichtete nach Rückkehr sinngemäß folgendes: Dzisna sei eine Stadt von etwa 12.000 Einwohnern gewesen, davon 10.000 Juden, die - soweit sie nicht vom illegalen Grenzhandel lebten, überwiegend als Handwerker tätig waren. Ein verstörter und überlebender älterer Jude erzählte, daß in der kurzen Zeit zwischen dem Absetzen der Roten Armee hinter die Düna und dem Eintreffen der deutschen Panzerspitze die in und um Dzisna ansässigen Weißruthenen an den Juden wegen deren Haltung nach dem Einmarsch der Roten Armee 1939 blutige Rache geübt hätten, indem sie alle greifbaren Juden in der Düna ertränkten und jeden, der sich ans Ufer retten konnte, erschlugen. Die noch unter den Trümmern der Holzhäuser liegenden Juden und die, die noch in den Gärten, Feldern und auf den Straßen lagen, waren so, wie sie von uns gefunden wurden, von der aufgebrachten weißruthenischen Bevölkerung umgebracht worden. - Hierzu schreibt auch General der Panzertruppen a. D. Otto von Knobelsdorff (s. Z. Kdr. der 19. Pz.-Div,) in der Geschichte der niedersächsischen 19, Panzer-Division (im Verlag Hans-Henning Podzun, Bad Nauheim, 1958) auf Seite 81 u. a.:

"Dzisna war nach Einwohneraussagen ein Ort von etwa 12.000 Menschen, von denen etwa 75 Prozent Juden waren. Ehe die Division in Dzisna eintraf, hatte die weißrussische Bevölkerung den größten Teil der fast 9000 Juden umgebracht. Die Erbitterung der Bevölkerung gegen die Juden war sehr groß, weil diese sie sehr häufig an die Russen verraten hätten. Die Division traf keinerlei Juden mehr im Ort an, wohl aber viele Tote.'

3. Nach kurzer Kommandierung zum Ersatztruppenteil kehrte ich im Herbst zur 96. Inf.-Div. zurück, die an der Leningrader Front eingesetzt war. Auf dem Wege dorthin kam ich in der Stadt Rositten - lettisch: Rezekne (an der Bahnlinie zwischen Dünaburg und Pleskau) - mit einem alten Letten ins Gespräch. Dieser erzählte folgendes: Nachdem Rositten von der Roten Armee geräumt war, brachten lettische Einwohner etwa 3000 Juden aus Rositten um. Nach dem, was man in der Stadt darüber hörte, erschien mir diese Aussage glaubwürdig, dabei ist hervorzuheben, daß auch hier die Exekutionen - die Art des Umbringens der Juden ist mir nicht bekannt - stattgefunden haben, b e v o r deutsche Truppen die Stadt besetzten.

Diese Tatsachen beweisen, daß der bei den Ostvölkern bestehende Judenhaß zu Ausschreitungen geführt hat, ohne deutsche Beteiligung oder Billigung. Die Massaker an den Juden, von denen einige hier aufgezählt worden sind, können dem deutschen Volk nicht zur Last gelegt werden. Die Ostvölker sind von altersher judenfeindlich gewesen, die Haltung der Juden gegenüber ihren Gastvölkern, besonders nach dem Einmarsch der Roten Armee sowie der Anteil des Judentums an der bolschewistischen Revolution machen diese Einstellung der Ostvölker verständlich, wenn auch nicht entschuldbar."

(Vgl. hiezu auch Kurt Ziesel "Der rote Rufmord", Fritz Schlichtenmaier, Tübingen 1961.)

In diesen Ländern Osteuropas ist heute noch die Ablehnung der Juden tief verwurzelt. In Polen z. B., wie auch in anderen Ostgebieten, besteht heute noch bei der Mehrheit der einheimischen Bevölkerung der starke Wunsch, sich der Juden zu entledigen.


  1. Vgl. hiezu Hanns von Krannhals "Der Warschauer Aufstand 1944", Bernhard und Graefe, Verlag, für Wehrwesen, Frankfurt. Zum jüdischer Ghettoaufstand vgl. die Ringelblum-Tagebücher über die Geschehnisse im Warschauer Ghetto, besonders während des Aufstandes; Ner Tamid Verlag. Evelyn Waugh "Der Wall". Leon Poliakow und Joseph Wulf "Das Dritte Reich und seine Vollstrecker"; die Liquidation von 500.000 Juden im Warschauer Ghetto. Emanuel Ringelblum "Chronique du Ghetto de Varsovie", Verlag Robert Laffont, Paris (deutsch "Im Feuer vergangen", Tagebücher aus dem Ghetto, Verlag Rütten und Loening, Berlin).
  2. 1945 erschien in London und in New York der Bericht des Generalleutnants Ponomarenko unter dem Titel "Behind the Front Line", 1961 in Moskau die offizielle Geschichte des russischen Partisanenkämpfers "Sowjetskie Partisani", die diese Opferzahl nennt. Diese 500.000 wurden in keinem ehrlichen Kampf getötet, sondern heimtückisch aus dem Hinterhalt ermordet.
    Am 3. Juli 1941 rief Josef Stalin über den Moskauer Rundfunk die sowjetische Zivilbevölkerung zum Widerstand gegen die Deutschen auf: "In vom Feind besetzten Gebieten müssen Partisaneneinheiten zu Fuß und zu Pferd und Ablenkungstrupps gebildet werden, um den Feind zu bekämpfen, überall den Partisanenkrieg, zu entfachen, Brücken und Straßen zu sprengen, Telefon- und Telegrafenleitungen zu zerstören und die Wälder, Vorratslager und Eisenbahnzüge in Brand zu stecken. Im besetzten Gebieten müssen die Bedingungen für den Feind und seine Helfer unerträglich gemacht werden. Sie müssen verfolgt und vernichtet werden, wo immer sie sich aufhalten und alle ihre Maßnahmen müssen vereitelt werden."
    Damit rief Stalin die Zivilbevölkerung zum blutigsten und verbrecherischsten Kampf des Zweiten Weltkrieges auf. Marschall Woroschilow übernahm das Oberkommando des zentralen Partisanenbewegungsstabes in Moskau, Generalleutnant Ponomarenko leitete als Stabschef die gesamten Operationen.
    Am 1. Mai 1942 wurde der Befehl an die Partisanen von Stalin noch verschärft: "Unsere Kämpfer sind erbarmungsloser geworden. In allen vom Feind besetzten Gebieten ist die Sabotage … die Sprengung deutscher Depots, die Vernichtung deutscher Transportzüge und die Tötung deutscher Soldaten und Offiziere zur tagtäglichen Erscheinung geworden. Ich befehle den männlichen und weiblichen Partisanen … den Kampf im Rücken der Eindringlinge noch zu verstärken, die Nachrichten- und Transportmittel des Feindes zu zerstören und die Stäbe … des Feindes zu v2ernichten."
    1942 erschien das sowjetische "Handbuch für Partisanen" mit genauen Anweisungen für den meuchelmörderischen Krieg, mit der Preisgabe aller Unterschiede zwischen Zivil und Militär, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Bei jedem sowjetischen Armee-Oberkommando bestand ein Partisanenstab; in Moskau ein Generalstab des Partisanenkrieges.
    Zur Barbarisierung dieses Krieges trug sehr bei, daß die Sowjets den Haager und Genfer Abkommen nicht beigetreten waren und ihre Bestimmungen nicht beachteten. Jene unglücklichen deutschen Soldaten - Wachtposten, Meldefahrer, Nachschubfahrer, Sanitätsfahrzeuge oder kleinere Einheiten, die den Partisanen in die Hände fielen, wurden großteils unter bestialischen Grausamkeiten ermordet.
    Über die moralische Berechtigung selbst der schwersten Abwehr-Maßnahrnen kann heute niemand urteilen, der die unvorstellbare Grausamkeit der Methoden der Partisanen nicht kennt und nichts davon weiß, daß Hunderttausende deutscher Menschen diesen Meuchelmördern zum Opfer fielen.
    Die unvorstellbare Grausamkeit und die große Zahl der Opfer des Partisanen-Krieges erforderte eine barbarische und drakonische Bekämpfung Die scharfen Repressalien, Vergeltungs- und Abschreckungsmaßnahmen waren in diesen Partisanen-Krieg unerläßlich notwendig und zulässig. Die Methoden und Maßnahmen zur Bandenvernichtung waren den Kampfmethoden der Partisanen angepaßt; sie waren ebenso summarisch, nur nicht so barbarisch. Die Kampfhandlungen gegen die Partisanen waren deutscherseits durch Merkblätter geregelt. Diese Merkblätter gaben genaue Anweisung für die Straf- und Vernichtungsunternehmungen zur Säuberung bandenverseuchter Gebiete; so daß Merkblatt N. f. D. 69/1 "Kampfanweisung für die Bandenbekämpfung im Osten" (OKW 1216/42 W. f. St./Op. vom 11. November 1942) ferner (OKWO 326/44 W. f. St./Op. vom 6. Mai 1944).

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