I. Nach Versailles und vor dem Kriege
Die Gefahr des Krieges
- "Deutschland wird zu stark. Wir müssen es zerschlagen." (W. Churchill, November 1936 zu US-General Robert E. Wood) (vgl. Leher, H. "Das Tribunal", München 1965, S. 161)
- "Die Gefahr des Krieges kommt nicht von Deutschland oder Italien, sondern von uns selbst" (von England) (The Circle, England, 13. Mai 1939) (vgl. F. Lenz, "Zauber um Dr. Schacht", Heidelberg 1954)
- "Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands" (Winston Churchill, Herbst 1939, Rundfunkrede) (vgl. H. Grimm, "Antwort eines Deutschen", Göttingen, 1950, S. 350)
- "Wir werden Hitler den Krieg aufzwingen, ob er will oder nicht" (Churchill, 1936 im Rundfunk) (vgl. Walendy, Udo, "Wahrheit für Deutschland", Vlotho, 1965, S. 267)
- "Es liegt schon ein Stück Wahrheit in den Vorwürfen in Bezug auf die gegen die Achsenmächte (Deutschland, Italien) gerichtete Einkreisung. Es ist nicht mehr nötig, die Wahrheit zu verbergen" (Churchill am 21.6.1939 in "Paris Soir") (vgl. Bolko von Richthofen "Kriegsschuld 1939-1941", Vaterstetten, 1968, S. 61)
- "Wenn Hitler scheitert, wird sein Nachfolger der Bolschewismus sein; wenn er Erfolg hat, wird er innerhalb von 5 Jahren einen europäischen Krieg bekommen" (Lord Vansittart, Englisches Auswärtiges Amt) (vgl. Lord Vansittart, "Even now", London 1949)
- Sir Basil Liddell Hart, englischer Militärschriftsteller, gibt zu, daß die (englisch-französische) Garantie an Polen ... "eine Krieg herausfordernde Wirkung hatte". (vgl. Liddell Hart "Warum lernen wir nichts aus der Geschichte?, Zürich, 1946, S. 56)
- "Die Garantie an Polen war der sicherste Weg, frühzeitig eine Explosion und einen Weltkrieg herbeizuführen". (vgl. B. Liddell Hart in "Geschichte des Zweiten Weltkrieges", Düsseldorf, 1973)
- "Der Korridor, Danzig und die jetzigen Grenzen Ostpreußens sind drei Unmöglichkeiten, drei monstrehafte Mißgeburten ..." (René Martel, französischer Historiker) (vgl. Grimm, F., "Frankreich und der Korridor", Hamburg, 1939, S. 89)
- "Danzig und der Korridor sind der Keim für den nächsten Krieg" (Jacques Bainville, französischer Historiker) (vgl. Abetz, Otto "Das offene Problem", Köln 1951, S. 99)
- "... Der Vorschlag ... zwei Millionen ... Deutsche der Aufsicht eines Volkes (der Polen) ... zu unterstellen ... muß ... früher oder später zu einem neuen Krieg führen ..." (Lloyd George, englischer Premier, 1919) (vgl. Kleist, Peter "Auch Du warst dabei", Heidelberg 1952, S. 24)
- "Ich habe der polnischen Regierung ein Angebot gemacht, über das das deutsche Volk erschrocken ist" (wegen der weitgehenden Zugeständnisse zugunsten Polens) (Brief Hitlers an den französischen Ministerpräsidenten Daladier am 27.8.1939) (vgl. Lenz, F. "Nie wieder München", Heidelberg 1965, II, 221)
- "Ich, Herr Daladier, kämpfe dann mit meinem Volk um die Wiedergutmachung eines uns zugefügten Unrechts und die anderen um die Beibehaltung desselben." (Brief Hitlers) (vgl. Lenz, F., a.a.O., S. 222)
- "Aber selbst das Deutschland von Stresemann war nicht geneigt (wie Hitler), unter die deutschen Forderungen einen Strich zu ziehen oder die territoriale Vertragsposition Polens (gemäß "Versailles") hinzunehmen" (Churchill) (vgl. Höltje, Ch. "Die Weimarer Republik". Würzburg, 1958, S. 165)
Das Versailler Diktat
Außer riesigen Gebietsabtretungen und Zerstückelungen des Deutschen Reiches wurden den Deutschen gewaltige, erdrückende und demütigende Reparationsleistungen auferlegt, die in Deutschland zur Verarmung und Verelendung breiter Massen der Bevölkerung mit über 6 Millionen Arbeitslosen erheblich beitrugen.
Allein zwischen 1919 und 1921 sollte Deutschland 20 Milliarden Goldmark zahlen (§ 235). Die "Reparationskommission" präsentierte schließlich eine Rechnung von 132 Milliarden Goldmark! (vgl. W. Symanek "Deutschland muß vernichtet werden", Bingen, 1996, S. 17ff, S. 32, S. 42)
- "Dabei ist es für uns eine unumstößliche Tatsache, daß der Zweite Weltkrieg im Vertrag von Versailles wurzelt." (H. Lutz, amerikanischer Historiker) (vgl. H. Lutz "Verbrechervolk im Herzen Europas?", Tübingen, 1958, XVII)
- Der französische Marschall Foch nannte den Korridor "die Wurzel des nächsten Krieges" (vgl. Heiß, F. "Deutschland und der Korridor", Berlin, 1939, S. 278)
- "Die nicht rechtzeitige Revision des Versailler Vertrages wird in mehr oder minder naher Zukunft Europa wieder in einen Krieg hineinziehen, dessen Krönung die bolschewistische Weltrevolution sein wird" (Gustave Hervé, französischer Politiker, 1931) (vgl. Hennig, E. "Zeitgeschichtliche Aufdeckung", München, 1964, S. 39)
- "Für das Entstehen eines zweiten Weltkrieges hat man in England nur eine Ursache: Hitler, Hitler, Hitler! So einfach liegen die Dinge nicht. Die Wiege des Krieges steht nicht in einem Münchener Bierkeller, sondern in Versailles und St. Germain" (Pater E.J. Reichenberger "Wider Willkür und Machtrausch", Göttingen, 1955, S. 144)
- "Überdies kann gar nicht genug unterstrichen werden, daß der willkürliche Versailler Urteilsspruch den geistigen Kern des europäischen Dramas ... bildete" (vgl. Lutz, H., a.a.O., S. 71)
- "Der fürchterlichste aller Kriege (1. Weltkrieg) hatte einen Friedensvertrag zur Folge, der kein Vertrag des Friedens ist, sondern die Fortsetzung des Krieges. Europa wird durch ihn zugrunde gehen, wenn es nicht die Vernunft zu seinem Ratgeber wählt." (Anatole France, französischer Dichter) (vgl. Hennig, E., a.a.O., S. 38/39)
- "Es ist ein Vertrag ("Versailles"), gegründet auf Betrug und erzwungen durch Gewalt" (V.L. Hutchinson, englischer Oberst) (Vgl. Hennig, E., a.a.O., S. 40)
- "Ich war zutiefst beunruhigt. Der politische und wirtschaftliche Teil waren von Haß und Rachsucht durchsetzt ... Es waren Bedingungen geschaffen, unter denen Europa niemals wieder aufgebaut oder der Menschheit der Frieden zurückgegeben werden konnte" (Herbert Hoover, US-Präsident, 1919) (vgl. Hoover, H., "Memoiren", Mainz, 1951, S. 413)
- "Die Wiege des Nationalsozialismus stand nicht in München, sondern in Versailles" (Theodor Heuss, Bundespräsident) (vgl. Heuss, Th. "Hitlers Weg", Berlin 1932, S. 152)
- Am 22.1.1950 nannte Minister Thomas Dehler auf dem Parteitag der Freien Demokraten ... den Aufstieg Hitlers "weitgehend eine Folge des Versailler Vertrages" (vgl. Goguel, R. "Polen", Berlin-Ost, 1955, S. 55)
- "Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so daß er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann". (Lord Halifax, englischer Botschafter in Washington, 1939) (vgl. "Nation Europa", Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46)
- "Sollten also Anstand und Sachlichkeit unter Historikern je wieder zur Geltung gelangen, dann werden diese einräumen müssen, daß man die primäre, fast ausschließliche Verantwortung für den europäischen Krieg von 1939 vor die Tür Englands legen muß." (vgl. Peter H. Nicoll "Englands Krieg gegen Deutschland", Verlag der Deutschen Hochschullehrerzeitung, Tübingen, 1963)
Rückblick: Zur Kriegsschuld im Ersten Weltkrieg
"Deutschland ist von allen kriegführenden Mächten die einzige gewesen, die am Ausbruch des Krieges (1914) überhaupt keine Schuld trägt" (vgl. Barnes, H.E. "Genesis of the World War". zit. nach Maier-Dorn "Alleinkriegsschuld", Großaitingen 1970, S. 118)
"Ich darf mir wohl in diesem Zusammenhang die persönliche Bemerkung gestatten, daß ich als erster Deutscher vor einem internationalen Forum, auf der Berner Konferenz am 3. Februar des Jahres 1919, der Unwahrheit von der Schuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkrieges entgegengetreten bin ..." (Otto Wels, SPD-Vorsitzender ab 1931 (1933 im Deutschen Reichstag)). (zit. nach Erich Kern, "Verheimlichte Dokumente. Was den Deutschen verschwiegen wird", München 1988)
Anmerkung:
Rolf Hellberg präzisiert in seiner sachlichen und aufgeklärten "Kleinen deutschen Geschichte" die vielfältigen Ursachen, die den Ersten Weltkrieg auslösten. Die ganze – internationale – Vorgeschichte macht deutlich, wie unglücklich Deutschland, von Drohungen umgeben, in den Krieg verstrickt wurde. (vgl. Hellberg, "Kleine Deutsche Geschichte", Tübingen, 1997, S. 108ff)
Rückblick: Zur Kriegsschuld Englands im Burenkrieg/Südafrika, 1899-1902
"Es gibt nur ein Mittel, den Widerstand der Buren zu brechen; nämlich die härteste Unterdrückung. Mit anderen Worten: Wir müssen die Eltern töten, damit die Kinder Respekt vor uns haben". (Winston Churchill als Korrespondent der "Morning Post". (vgl. Leher, H. "Das Tribunal", München 1965, S. 60)
Anmerkung:
Bekanntlich errichtete England während des Burenkrieges Konzentrationslager zu Kriegszwecken. Es starben dort 27.927 Buren; davon 1.676 Männer, 4.177 Frauen, 22.074 Kinder unter 16 Jahren (!) (vgl. "Illustrierte Geschichte Südafrikas", W. Grütter, Verlag Busse, Seewald, Herford, S. 45)
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