XIV. 22.6.1941 Präventiv-Schlag: Barbarossa
"Keine Macht der Welt kann den Weg von der kommunistischen Weltrevolution zur sowjetischen Weltrepublik aufhalten". (Lenin)
"Unser Pgramm schleudert offen eine Kampfansage auf Leben und Tod gegen die ganze übrige Welt" (Prawda, 9.9.1928; zit. bei Walendy, Vlotho, Historische Tatsachen, Heft 38, S. 18)
"einem Angriff zuvorkommen ..."
"Unsere einzige Chance, einen Sieg über Rußland zu erringen, lag darin, seinem Angriff zuvorzukommen". (Adolf Hitler)
"Es war meine beständige Sorge während der letzten Wochen, Stalin könnte uns zuvorkommen" (Hitler) (vgl. "Kritik", Aalborg, 1989, S. 27, S. 39) (vgl. auch Henry Picker, "Hitlers Tischgespräche", Seewald, Verlag, Stuttgart, 1976, S. 312) (vgl. auch Hermann Gießler "Der andere Hitler", Leoni, S. 423 ff)
Hitler rief im Mai 1941 die höhere Generalität in den Reichstag und sagte:
"... nach den mir zugegangenen Informationen und den Lageberichten plant Rußland eine Invasion Deutschlands, der wir mit einem deutschen Gegenschlag zuvorkommen müssen." (vgl. Becker, Fritz "Stalins Blutspur durch Europa", Arndt-Verlag Kiel, S. 243)
[Am 30.11.1939 hatte die UdSSR Finnland überfallen, um Land zu rauben. Finnland mußte im Frieden von Moskau große Gebiete an die Sowjetunion abtreten]
"Es ist über jeden Zweifel erhaben, daß Hitler den Krieg 1941 nur aus präventiven Gründen ausweitete." (Taylor, A.J.P. "Die Ursprünge des Zweiten Weltkriegs", a.a.O.) (vgl. "Nation Europa", Coburg)
Besonders neuere Forschungen – nach Durchsicht von frei gegebenem Archiv-Material – bestätigen, daß die UdSSR einen Angriff auf Deutschland plante. Autoren wie Helmdach, Becker, Post, Kunert, Klüwer, Maser, Diwald, Topitsch, Taylor, Walendy, Hoffmann stützen diese fundamentale historische Einsicht. (siehe Literatur-Verzeichnis dieser Arbeit)
In den letzten Jahren setzt sich zunehmend auch der russische Revisionismus durch. Alexander Solschenyzin mit seinem "Archipel Gulag 1918-1956" setzte Anfang der 70er Jahre einen Markstein (Bern 1974-1976). Solschenyzin hält den Bolschewismus für die zentrale Katastrophe des Jahrhunderts. J. Hoffmann ("Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945", München 1995) zitiert eine große Zahl russischer Quellen und Autoren, die darin einig sind, daß von einem deutschen "Überfall" auf die Sowjetunion nicht geredet werden kann, daß Hitler mit der Eröffnung der Kriegshandlungen dem von Stalin vorbereiteten Angriffskrieg nur kurzfristig zuvorgekommen ist und daß Stalin den Krieg gegen Deutschland als Vernichtungs- und Eroberungskrieg konzipiert (und durchgeführt) hat.
Die "Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung" (VffG), "Sprachrohr" des Internationalen Wissenschaftlichen Geschichtsrevisionismus, berichten laufend über den Fortschritt der Wissenschaft. So enthält der 3. Jahrg., Heft 1, März 1999 Bezüge zu den russischen Revisionisten Suworow, Danilow, Petrow, Subatow sowie zu dem revisionistischen Standardwerk "Plante Stalin einen Angriffskrieg gegen Hitler?" von Bordjugow und Neweschin (Moskau 1995).
Anmerkung
Herausgeber der "Vierteljahreshefte" ist der britische Verlag Castle Hill Publishers, PO Box 118, Hastings, TN34 3ZQ. Der Verlag bietet daneben auch eine Reihe revisionistischerForschungsliteratur an.
Stalins Rede vor der Frunse-Akademie, 5. Mai 1941:
Der Plan des Krieges sei fertig ... Im Laufe der nächsten 2 Monate könnte die SU den Kampf mit Deutschland beginnen. Es bestehe ein Friedensvertrag mit Deutschland, aber das sei nur eine Täuschung. ... Beim Bankett im Georgs-Saal des Kreml ergänzte Stalin: "Es ist Zeit einzusehen, daß nur eine entscheidende Offensive ... zum Sieg führen kann" (vgl. Diwald, H. "Deutschland einig Vaterland", Frankfurt 1991, S. 82 ff)
"Ob Deutschland will oder nicht, der Krieg mit Deutschland kommt" (Stalin, Mai 1941 zu den Generalstabsoffizieren der Kriegsschule) (vgl. Hoffmann, "Stalins Vernichtungskrieg, a.a.O., S. 28)
Viktor Suworow, ehemals hoher sowjetischer Geheimdienstoffizier, bewies mit neuen Dokumenten, daß der Aufmarsch der Roten Armee um den 10. Juli 1941 abgeschlossen sein sollte, um den Angriff zu beginnen (und auf deutschem Gebiet vorzutragen) (vgl. Suworow "Der Eisbrecher", "Der Tag M", Stuttgart 1989/1995)
Was Suworow nun aktenmäßig feststellte, war den Deutschen schon zur Kriegszeit bekannt. Es gab mehrfach Bestätigung durch (gefangene) sowjetische Generäle (Bojerski, Wlassow, Naumov) (vgl. Diwald, H. "Deutschland ... a.a.O., S. 80 ff) (Siehe auch oben zitierte Äußerungen Hitlers aus seinen Gesprächen und Tischgesprächen)
Volkogonow ergänzte zu Stalins Reden: "... Der Krieg wird auf dem Territorium des Gegners geführt" (also in Deutschland) (vgl. Hoffmann: Stalins Vernichtungskrieg, a.a.O., S. 30 ff)
Jakob Dschugaschwili, in deutsche Gefangenschaft geraten, bestätigte ebenfalls die Angriffspläne seines Vaters (vgl. Sanning, W. "Die Auflösung", Tübingen 1983, S. 59)
In seiner Rede am 25.2.1956 vor dem XX. Parteikongreß in Moskau bezeichnete Chrustschow die stalinistische These vom "deutschen Überraschungsangriff" als unwahr und stellte fest, daß die sowjetische Führung bestens über den bevorstehenden deutschen Angriff unterrichtet war. (vgl. Sanning, Die Auflösung, a.a.O., S. 59)
Sowjetisches Eingeständnis des Kriegsentschlusses gegen Deutschland vom April, Mai 1940: Die amtliche Parteizeitung "Kommunist" hat dies in ihrer Ausgabe Nr. 5, April 1958, S. 81 mitgeteilt. (vgl. Walendy, U. "Historische Tatsachen", Heft 16, S. 12)
"Infolge Überschätzung eigener Möglichkeiten und Unterstützung des Gegners schuf man vor dem Krieg unrealistische Pläne offensiven Charakters. In ihrem Sinne begann man, die Gruppierung der sowjetischen Streitkräfte an der Westgrenze zu forcieren. Aber der Gegner kam uns zuvor" (Prawda, 8. Mai 1991) (vgl. U. Saft "Krieg in der Heimat", Verlag Saft, Walsrode, S. 9)
"Die angewachsenen Kräfte ... der SU erlaubten für den Fall eines Krieges eine entschlossene strategische Zielsetzung ... Der Hauptgesichtspunkt ... für die Erreichung dieser Ziele war der Angriff." ("Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges") (vgl. Walendy, "Wahrheit für Deutschland", a.a.O., S. 371)
Die russische Macht bei Kriegsbeginn
Die russische Armee hatte im Februar 1936 eine Friedensstärke von 1.350.000 Mann bei Reserven von 17,5 Millionen Mann, mit der größten Panzerwaffe und der größten Luftwaffe der Welt" (vgl. Härtle, H. "Die Kriegsschuld der Sieger", Göttingen 1966, S. 124)
"Im Juni 1940 begann die Sowjetunion in Polen mit der Zusammenziehung gewaltiger Streitkräfte, in einem Raum also, in dem sich nur sehr kleine deutsche Einheiten befanden." (vgl. Hoggan, David, Deutsche Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen, 2, 1962)
Abgezogen von der sowjetischen Gesamtstreitmacht, standen am 15. Mai 1941 genau 258 Divisionen und 165 Fliegergeschwader "in offensiver Aufstellung" Deutschland, Finnland und Rumänien gegenüber (an der Westgrenze). Bis Anfang August 1941 waren es 330 bis 350 Divisionen. 14.000 bis 15.000 sowjetische Panzer standen bereit, 10.000 bis 13.500 Flugzeuge, 37.000 Geschütze und Granatwerfer. Diese gewaltige Rüstung war der deutschen Wehr um das 5-10-Fache überlegen, abgesehen von riesigen sowjetischen Reserven. (vgl. Hoffmann, J. "Stalins Vernichtungskrieg", a.a.O., S. 22, 23) (vgl. auch Hoffmann "Strategischer Aufmarschplan" der Sowjets, S. 39)
Die deutsche Macht bei Kriegsbeginn
Zum Vergleich:
Auf deutscher Seite (Ostsee bis Karpaten) waren 153 Divisionen aufmarschiert, dabei 3.550 deutsche Panzer und Sturmgeschütze, 2.500 deutsche Flugzeuge
Anmerkung
J. Hoffmann schreibt: "Schon Lenin hatte verkündet, es komme nicht darauf an, wer als erster angreife, wer den ersten Schuß abgebe, sondern auf die Ursachen eines Krieges, auf seine Ziele und auf die Klassen, die ihn führten. Für Lenin und Stalin war ein jeder Angriffskrieg der Sowjetunion ... von vornherein immer ein reiner Verteidigungskrieg und damit in jedem Falle ein gerechter und moralischer Krieg ..." (vgl. Hoffmann, J. "Stalins Vernichtungskrieg", a.a.O., S. 23)
"Nur Primitivlinge werden in Kriegsschuldfragen darauf hinweisen, wer den ersten Schuß abgefeuert hat, aber sie bemerken nicht, wer den ersten Schuß verursacht hat." (vgl. Nicoll, Peter "Englands Krieg gegen Deutschland", Tübingen, 1963)
"Immer mehr erkennen die Gutwilligen, daß der Nationalsozialismus der letzte Wall gegen die rote Flut darstellt." (Hitler in einer Rede 1931) (vgl. Syring, Enrico "Hitler, eine politische Utopie", Berlin, 1994, S. 146)
Anmerkung
Alle genannten dokumentarischen Quellen, besonders die neu-eröffneten Quellen lassen zweifelsfrei erkennen, daß von einem deutschen "Überfall" auf die Sowjetunion keine Rede sein kann, wie auch der deutsche Einmarsch in Polen kein "Überfall" war. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion war ein Präventivschlag zur Verhütung eines Angriffs der sowjetischen Übermacht auf Deutschlands schwache Grenzen.
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