XV. Englands Schuld am Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung
Die Entwicklung des Luftkrieges
Vor dem Kriege
1936 Im sog. "Masterplan" rüstet Großbritannien seine Luftwaffe schon mit dem Ziel eventueller Bombardierung besiedelter Wohngebiete – gegen das Völkerrecht. Nach den "Haager Luftkriegsregeln" von 1923 war das Bombardieren von Zivilgebieten verboten. (vgl. Diwald "Deutschland einig Vaterland", a.a.O., S. 198/199)
Die Alliierten planten ihre Luftwaffe als strategische Waffe zur Luftherrschaft. Deshalb bauten sie vor allem Langstreckenbomber mit Begleitschutz-Jägern, während die Deutschen eine taktisch operierende Luftwaffe konzipierten mit Kurzstreckenjägern, die mit den Bodentruppen zusammenwirken sollten.
Churchill hatte im September 1924 geschrieben:
"Ich bin dafür, methodisch bereitete Bazillen absichtlich auf Menschen und Tiere loszulassen. Mehltau, um die Ernte zu zerstören, Anthrax, um Pferde und Vieh zu vertilgen, Pest, um damit nicht nur ganze Armeen, sondern auch die Bewohner weiter Gebiete zu töten." (vgl. "Vorsicht Fälschung", F-Z-Verlag, München 1992, S. 173]
Im Frühjahr 1941 wurde in Stanford/USA ein Plan diskutiert, Milch und Getreide in Feindländern mit radioaktivem Strontium zu verseuchen. (vgl. ... Richtigstellungen", Grabert, Tübingen, Heft 4, S. 23)]
Einleitung des Luftkrieges durch England
5. September 1939 Englische Luftangriffe auf Wilhelmshaven und Cuxhaven
12. Januar 1940 Bombenangriff auf Westerland (Sylt, Stadtrand)
April 1940 Zahlreiche englische Einflüge in die Deutsche Bucht
10. Mai 1940 Englischer Angriff auf Freiburg/Br. (50 Tote)
Mai 1940 Zahlreiche englische Einflüge bis Hamburg und München
10./1. Mai 1940 RAF-Bombengeschwader greifen Mönchengladbach an (Stadtzentrum und Außenbezirke). Fachwissenschaftler wie Hans Rumpf "Das war der Bombenkrieg" (Oldenburg 1961) und Emrys Hughes "Churchill" (Tübingen 1959) sowie Czesany "Alliierter Bombenterror" (Leoni 1987) setzen dieses Datum bzw. diese Aktion als historische Eröffnung des (völkerrechtswidrig) uneingeschränkten Bombenterrors gegen nicht-militärische, unverteidigte zivile Gebiete, offene Städte bzw. gegen die Zivilbevölkerung.
Von Anfang an waren die englischen Bomberangriffe auch Nachtflug-Angriffe.
Für Luftterror als Mittel des Krieges ist demnach England allein verantwortlich.
18. Mai 1940 Englische Luftangriffe im Raum Hamburg sowie im Ruhrgebiet (Essen, Duisburg)
17. August 1940 Gezielte englische Luftangriffe auf deutsche
22. August 1940 Kulturstätten (Goethes Gartenhaus in Weimar, Bismarcks Mausoleum in Friedrichsruh)
ab 26. August 1940: Erste englische Angriffe auf Berlin
7. September 1940 Deutscher Angriff auf London ("Vergeltungsangriff"), gezielt auf Markthallen und Docks.
ab 1. September 1940 Zahlreiche weitere englische Angriffe auf Berlin
18. September 1940 Englischer Angriff auf Bethel bei Bielefeld (Anstalten von Bethel)
19. September 1940 Englischer Angriff auf Heidelberg (8 Angriffe auf Berlin, Hannover, München) (vgl. Schreiber, J. "Nicht Auschwitz, sondern Stalingrad und Dresden", in "Soldat im Volk", Bonn 1994, S. 87)
14./15. November 1940 Deutscher Luftangriff auf Coventry (Mittelengland), gezielt auf militärische Anlagen wie Flugzeugfabriken. 380 Tote. Die Kathedrale blieb ganz.
7. April 1941 Englischer Luftangriff auf Sofia/Bulgarien, obwohl Bulgarien mit England nicht im Kriege war.
30. März 1942 Großangriff englischer Bombergeschwader auf Lübeck. Erste große Flächenbombardierung der Kriegsgeschichte auf unverteidigte zivile Gebiete bzw. auf die Zivilbevölkerung gemäß "Lindemann-Plan" (Churchill-Berater Lindemann). Bisher hatten die englischen Bomber in Wellen angegriffen. Nach dem neuen Plan wurden möglichst viele Bomber konzentriert, um eine gleichzeitige flächendeckende Gebietsbombardierung durchzuführen. ("Bombenteppiche"), was zum wahllosen Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung führte. (vgl. "Richtigstellungen", a.a.O. Heft 5, S. 31)
24.-27. April 1942 Englische Angriffe auf Rostock
30./31. Mai 1942 Erster 1000-Bomber-Angriff auf Köln. Der Dom wurde beschädigt (vgl. "Richtigstellungen", a.a.O., Heft 5, S. 31) (vgl. Schreiber, J. "Nicht Auschwitz ..." a.a.O., S. 83)
Juni 1942 Bombardierung von Essen
26. Juni 1942 Bombardierung von Bremen
24. Juli bis 3. August 1943 Feuersturm über Hamburg
13. Juni 1944 Deutscher Beschuß Londons durch V 1
6. September 1944 Deutscher Beschuß Londons durch V 2 (jeweils minimale Schäden)
16. Februar 1944 Schwere Angriffe auf Berlin
Februar 1945 Schwere Angriffe auf Berlin
18. März 1945 Schwerster Angriff auf Berlin durch US-Bomber
13.-14.2.1945 Zerstörung Dresdens durch alliierte Flieger (mit Einsatz von Phosphor). Höhepunkt des Luftterrors. Mindestens 250.000 Tote, meist Flüchtlinge mit Frauen und Kindern (vgl. Diwald, a.a.O., S. 197) (vgl. Schreiber, a.a.O., S. 90/91) (vgl. Franz Kurowski "Das Massaker von Dresden", Berg, 1995, S. 209)
"The greatest single holocaust by war" (Harold Nicolson. London, 1963) (vgl. "Vorsicht Fälschung", S. 172)
Anmerkung
In Hiroshima starben nach Abwurf der Atombombe an 72.000 Menschen.
- 15.2.1945 Zerstörung von Chemnitz
- Einsatzbefehl Churchills: "Sie (die Royal Air Force) fliegen heute dorthin, um alle Flüchtlinge (!) zu töten, die aus Dresden entkommen sein mögen". (vgl. Diwald, "Deutschland ...", a.a.O., S. 198)
Die Mütter von Dresden
Als sie in Nürnberg saßen, die Großen, zu Gericht,
fragten in Dresden die Mütter: ruft man uns nicht?
Aus den Kellern wollen wir kriechen und starren in euer Gesicht,
wir Rest der Mütter von Dresden, die andern leben ja nicht.
Sie wurden erlegt, und die Toten reden ja nicht.
Aber wir, die in Kellern noch schleichen, ruft man uns nicht?
Unmenschliches zu ahnden, so sagt ihr, sei eure Pflicht.
Da sind wir! Bessere Zeugen findet ihr nicht.
Sie schwebten hoch, die Geschwader, und lösten die Bomben dicht
drei Tage lang ungefährdet, und kamen Schicht um Schicht.
Kinder mit Spielzeug in Händen - ihr saht sie ja nicht! -
zerstückelt wie auf der Fleischbank - und immer noch Bomben dicht.
Das berstende Höllenfeuer, euch brannte es nicht.
Wir starrten in unserer Kinder verkohltes Angesicht.
Habt ihr gewiegt in den Armen den kleinen Leib? Ihr nicht!
In unseren Fingern zerfiel er, den wir geboren ins Licht,
Stück nach Stück von den Knochen, - seht, wie er bricht!
Die Zähne nur blinkten noch weiß. Ach, so grausam
schlachtet man Kälber nicht.
Zu Nürnberg, ihr Großen, nun sitzt ihr zu Gericht.
Ruft ihr die Mütter von Dresden nicht?
Heinrich Zillich
Deutsche Luftangriffe – Kein Verstoß gegen Kriegsregeln
27. September 1939 Deutscher Angriff auf Warschau (vgl. "Richtigstellungen", Heft 5, S. 29) (vgl. "Vorsicht Fälschung", S. 175)
14. Mai 1940 Deutscher Angriff auf Rotterdam (vgl. "Vorsicht Fälschung", S. 176)
26.4.1937 "Guernica" (vgl. "Vorsicht Fälschung", S. 174) (vgl. "Richtigstellungen", Heft 2, S. 15) (vgl. "Guernica", A. von Thadden, Leoni 1982)
Anmerkungen:
Warschau war eine verteidigte Festung. Es kam zu Luftangriffen auf militärische Objekte, später auf Punkte in der ganzen Stadt nach Aufrufen an die Zivilbevölkerung, die Stadt zu verlassen. Die Luftangriffe dienten zur Unterstützung des Belagerungsheeres, hatten also taktischen Charakter und waren damit nicht kriegsrechtswidrig.
Rotterdam war ebenfalls eine befestigte und militärisch verteidigte Stadt. Der Stadtkommandant verweigerte die Kapitulation der Stadt. Deutsche Bomben fielen und töteten etwa 600 bis 800 Menschen. A.J.P. Taylor: "Die deutsche Bombardierung von Warschau und Rotterdam war Teil
eines militärischen Feldzuges, eine Ausdehnung vorausgegangener Artillerie-Beschießung verteidigter Städte."
Guernica wurde von Bomben aus Flugzeugen der Legion Condor getroffen, 226 Menschen kamen ums Leben. Die Bomben fielen auf Grund ungenauer Zielvorrichtungen, denn angezielt waren militärische Objekte in der Nähe der Stadt (Brücken).
Weitere Anmerkungen:
Hitler respektierte Paris als offene Stadt. Die Deutschen übernahmen die Stadt ohne jede Zerstörung. Die politische Führung Englands kannte keine Bedenken. Englische Bomber unternahmen am 3. März 1942 einen Terrorangriff auf das Stadtgebiet von Paris: 600 Tote, 1000 Verletzte.
Hitler befahl, gegen die offene Stadt Bordeaux keinen Luftangriff zu führen.
Historiker zum Luftkrieg
"Es waren eher die Briten als die Nazis, die mit dem Bombenkrieg gegen Zivilisten und nicht-militärische Ziele begannen." (Hughes, Emrys, Churchill-Biograph) (vgl. Hughes, "Churchill", Tübingen, 1959. Zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 176)
"Die britische Initiative zum Luftkrieg ist völlig klar. Die deutsche Bombardierung von Warschau und Rotterdam war Teil eines militärischen Feldzuges, eine Ausdehnung vorausgegangener Artillerie-Beschießung verteidigter Städte. Der "Blitz" (die deutschen Luftangriffe auf London) begann erst, nachdem die Briten schon fünf Monate lang deutsche Städte bombardiert hatten" (A.J.P. Taylor "Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges", a.a.O., zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 176)
"Als Churchill an die Macht kam, gehörte es zu den ersten Entscheidungen seiner Regierung, den Bombenkrieg auf das Nichtkampfgebiet auszudehnen." (Das war ein halbes Jahr vor "Coventry") (Sir Basil Liddell Hart, führender englischer Militärhistoriker) (vgl. Liddell Hart "The Revolution of Warfare", zit. nach "Vorsicht Fälschung", S. 176)
"Als Datum der Eröffnung des uneingeschränkten Luftkrieges muß nach dem fundierten Zeugnis zuverlässiger Forschung die Nacht vom 10. zum 11. Mai 1940 gelten. In dieser Nacht griffen RAF-Bomber Mönchengladbach an" (Stadtzentrum und Außenbezirke) (Rumpf, H. "Das war der Bombenkrieg", Oldenburg, 1961, zit. nach "Vorsicht Fälschung", S. 176)
"Hitler schlug zunächst nicht zurück, aber es ist kein Zweifel, daß diese (britischen) Angriffe ihn förmlich darauf hinstießen, nun auch seinerseits zum Angriff überzugehen". (Fuller, J.F.C. Militärhistoriker) (vgl. Fuller, "Der Zweite Weltkrieg", Wien 1950, zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 177)
"Die Deutschen waren vollkommen berechtigt, ihren Angriff auf London als Repressalie zu bezeichnen" (Sir Basil Liddell Hart) (vgl. Liddell Hart, B. "The Revolution ...", a.a.O., zit. nach "Vorsicht Fälschung", S. 177)
"Der Angriff auf das Ruhrgebiet war eine formlose Aufforderung an die Deutsche Luftwaffe, London zu bombardieren" (Offizielle Geschichte der Royal Air Force, zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 177)
"Der Flug der englischen Whitley-Bomber in der Nacht vom 10. bis 11. Mai 1940 zum Angriff gegen westdeutsche Städte wendete ein wichtiges Blatt in der Geschichte ..." (Veale, F.J.P., Jurist) (vgl. Veale, "Der Barbarei entgegen", Hamburg 1962, zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 176)
"Die Deutschen waren, streng genommen, im Recht, den Angriff auf London eine Vergeltungsmaßnahme zu nennen" (Blackett, P., englischer Physiker, Nobelpreisträger) (vgl. Blackett, P. "Fear, War and the Bomb", New York, 1949; zit. bei "Vorsicht Fälschung", S. 177)
"Der Angriff auf Coventry war ein Vergeltungsangriff. Angriffe gegen offene Städte wurden zuerst von den Engländern geflogen" (Schreiber, J., Jurist und Generalmajor a.D. der Bundeswehr) (vgl. Schreiber, "Nicht Auschwitz ...", a.a.O., S. 28)
"Es waren die Engländer, die mit der strategischen Bombenoffensive begannen". "Wir begannen, Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen dies in England taten. Das ist eine historische Tatsache" (Spaight, englischer Experte für Luftkriegsrecht, englischer Luftfahrtminister) (vgl. Spaight "Bombing vindicated", London 1944, zit. bei Leher, Ludwig, "Das Tribunal", a.a.O., S. 102)
Anmerkung
Damit ist erwiesen, daß England erstens für den Beginn des Luftkrieges im Zweiten Weltkrieg, zweitens für die Ausweitung des Luftkrieges auf zivile Ziele (offene Städte, Zivilbevölkerung), drittens für den totalen Luftkrieg gegen Deutschland (systematische Flächenbombardierung) haupt-verantwortlich und haupt-schuldig ist.
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