XVI. Krieg gegen den Nationalsozialismus oder gegen das deutsche Volk
(Stimmen zum "Widerstand")
Englische Auskunft: "Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt" (Mitteilung an einen Beauftragten des deutschen "Widerstandes" während des Krieges) (vgl. Kleist, Peter "Auch du warst dabei", Heidelberg, 1952, S. 370)
"Erst die Angst, im eigenen militärischen Sektor in den Hintergrund gedrängt zu werden, hat die Verschwörer mobilisiert. Im Grunde ist die Revolte vom 20. Juli bei ihren reaktionären Teilnehmern nicht aus irgendeinem Gefühl der Verantwortung gegenüber dem deutschen Volk oder gegenüber der Welt entstanden. Es war die Sorge um das Schicksal ihrer Klasse und ihres Besitzes, die diese Leute veranlaßt hat, den Versuch des Eingreifens und damit die Rettung ihrer Güter und ihrer sozialen Stellung zu unternehmen." (Dr. Kurt Schumacher, SPD)
"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde". (Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der "Bekennenden Kirche" im "Widerstand")
[Gerstenmaiers späte Erkenntnis ist unmißverständlich bestätigt in der US-Direktive/CS 1067, die Präsident Roosevelt am 23.3.1945 billigte:
"Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung, sondern als eine besiegte Feindnation" (vgl. Symanek, W. "Deutschland muß vernichtet werden", Bingen, 1996)] Das "Hoßbach-Protokoll" – "Schlüsseldokument"?
"Bei der in Nürnberg vorgelegten "Urkunde" (= angebliches Gedächtnis-Protokoll des Obersten Hoßbach – Mitglied des Widerstandes – über
eine Besprechung Hitlers mit Oberbefehlshabern am 5.11.1937, wobei Hitler Kriegspläne enthüllt haben soll) handelt es sich um nichts anderes als um eine in Washington beglaubigte Fotokopie einer unauthentischen Abschrift eines verschollenen Originals." (vgl. Annelies von Ribbentrop "Verschwörung gegen den Frieden", Leoni 1962, S. 46)
Anmerkung
Weitere Belege, die aufzeigen, daß das "Hoßbach-Protokoll" dokumentarisch wertlos ist – siehe E. Maier-Dorn "Alleinkriegsschuld", Großaitingen, 1970, S. 55-56.
Dokumentarisch im gleichen Sinne wertlos: Vorgelegte Papiere (angebliche Protokolle) über "Hitlers Ansprache vor höheren Offizieren der Wehrmacht" (23. Mai 1939) sowie über "zwei Ansprachen vor Oberbefehlshabern der Wehrmacht" (22. August 1939). – siehe E. Maier-Dorn, "Alleinkriegsschuld", a.a.O., S. 57/58)
Diesbezüglich ausführliche Analysen leistet Udo Walendy mit Nachweisen, daß die genannten Papiere (einschließlich des "Hoßbach-Protokolls") gefälscht oder verfälscht sind. (Walendy "Wahrheit für Deutschland", a.a.O., S. 439 ff.)