XXII. Vom Schuldkomplex zum Neuen Denken

Selbstbezichtigung als Neurose der Deutschen

Die allseitige Geschichtsbetrachtung, die alle Erscheinungen aus ihren geschichtlichen Bedingungen erklärt bzw. aus ihrem (internationalen) Wirkungszusammenhang, aus Ursache und Wirkung ("Historismus") ermöglicht erst ein wirkliches Verständnis der Geschichte. Erst eine Zusammenschau aller Geschehnisse erbringt geschichtliche Wahrheit und ermöglicht ein gerechtes Urteil.

Der reduzierte Deutsche

– "Die Deutschen sind arme Schweine; man hat ihnen das Rückgrat gebrochen." Charles de Gaulle

– "Alles in allem stellt der reduzierte Deutsche von heute, der mit seiner Väter- und Großvätergeneration höchstens noch den Namen gemeinsam hat, für jeden Psychiater einen delikaten Fall dar, an dem er den klinischen Befund der Schuldneurose exemplarisch studieren kann." Gustav Sichelschmidt, "Ein Volk im Wahn", S. 33

– "Die würdelose Servilität unserer geistig und moralisch verlotterten Staatskrüppel in den Bonner Regierungspalästen hat uns bei unseren Partnern nur wenig genutzt. Wir sind heute bereits zum Gespött der ganzen Welt geworden, und der frustrierte Bürger hat allen Grund, sich mit Thomas Mann die Frage zu stellen, ob die Demokratie den Deutschen überhaupt 'zukömmlich' sei.
Inzwischen weiß die Welt, daß es kein dümmeres Volk als die Deutschen gibt, da diese sogar für Taten, die sie nicht begangen haben, die Schuld auf sich nehmen. Wann werden wir endlich begreifen, daß die Einimpfung von Schuldgefühlen, dieses alttestamentarische Rezept zur Unterwerfung gutgläubiger Menschen, nur dem Zwecke dient, uns bis ans Ende aller Tage erpreßbar zu halten." Gustav Sichelschmidt in "Ein Volk im Wahn" S. 59

– "Die systematisch durchgeführte geistige Demobilisierung der Nachkriegszeit, das muß mit aller Deutlichkeit gesagt werden, wirkt sich vor dem Hintergrund der Politikferne der Deutschen verheerender aus als alle alliierten Massaker an den Deutschen während der Kriegs- und Nachkriegszeit. Der beabsichtigte und mit allem Raffinement durchgeführte Seelenmord hat den unpolitischen Deutschen in einen Zustand versetzt, in dem von natürlicher Würde eines der bedeutendsten Kulturvölker der Welt keine Spur mehr zu sehen ist. Dafür aber hündische Unterwürfigkeit unter eine amerikanisch dominierte Zivilisation, die unendlich tief unter unserem früheren geistigen Niveau liegt." Gustav Sichelschmidt, "Ein Volk im Wahn", S. 122

– "Viele deutsche Autoren scheinen eine Art perversen Vergnügens daran zu finden, ihrem Volk eine einzigartige Schlechtigkeit zuzuschreiben, die es von der übrigen Menschheit unterscheidet" (Prof. Dr. David Calleo, New York)

– "Deutschland ist eine Art Canossa-Republik geworden, eine Republik der Reue. Wenn man aber die Moral zur Schau trägt, riskiert man, nicht sehr ernst genommen zu werden" (Lennart Meri, estnischer Ministerpräsident, 1995)

– "Manche Deutsche suhlen sich in ihrer Bürde". "Es ist eine Tatsache, daß die deutsche Paranoia und das Schuldgefühl über die zwölf ... Jahre zwischen 1933 und 1945 übertrieben sind und einen unheilvollen Einfluß auf eine bestimmte Generation gehabt haben.

Die Art und Weise, wie manche Deutsche diese Bürde tragen, ja ... sich in ihr suhlen, ist nicht gut für Deutschland und somit nicht gut für Europa." (Lord Marsh, Mitglied des britischen Oberhauses, im Juni 1996)

Dem reduzierten Deutschen kommt eine reduzierte Sprache zu. Die deutsche Sprache sinkt herab zum charakterlosen Allerwelts-Kauderwelsch.

Wie eine zukunftsgewisse Ahnung vernahmen wir die Worte Friedrich Ludwig Jahns (1778-1852), des "Turnvaters": "Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen." (vgl. "Deutschland stirbt nicht", a.a.O., S. 266)

Politik gegen das Volk

Kritische Stimmen:

"Mißhandelte Zeitgeschichte" (nach H. Splittgerber)

Unterdrückte Freiheit

Deutschlands Untergang?


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