Vorwort

Seit Wochen und Monaten wird die Schweiz mit ihrer Regierung und den Grossbanken von den amerikanischen und jüdischen Organisationen in gespenstischer Weise angegriffen, mit Boykotten bedroht und beleidigt, wie es unter befreundeten Staaten völlig unverständlich ist.

Je länger sich diese Angelegenheit hinzog, die Politiker, die Verantwortlichen in der Wirtschaft und nicht zuletzt die Medien in ihren Bann zog, desto grösser wurde die Zahl gutwilliger und zur Bewältigung der eigenen Geschichte durchaus bereiter Bürger, die ernsthaft an der moralischen Sinnhaftigkeit der Vorgänge zu zweifeln begannen.

Es steht keinem Staat, keiner Regierung und keiner Organisation das Recht zu uns zu verurteilen, so sie nicht in den gleich bedrängten Bedingungen im Zweiten Weltkrieg gestanden und es nicht besser gemacht hätten.

Wäre die Schweiz tatsächlich so willfährig mit den Nazis gewesen, wie dies die Gegner behaupten, gäbe es heute keine Juden mehr in der Schweiz und auch diejenigen Flüchtlinge, die von uns aufgenommen wurden, wären in den Konzentrationslagem umgekommen.

Es ist eine Schande für jene Organisationen, die heute noch Kapital aus dem Leid der Holocaust-Opfer herausschlagen wollen. Denn es geht ihnen nicht um Gerechtigkeit oder Wahrheit, sondern um viel Geld.

Auffallend ist in der ganzen Affäre, dass jene Staaten, die am meisten «Dreck am Stecken» haben, Amerika und die Juden in Israel, gerade heute wieder schwere Schuld auf sich laden. Israel zum Beispiel verweigert immer noch den Palästinensern das Lebensrecht und verwendet zur Durch-

7


Setzung seiner Machtpolitik in einem Rechtsstaat völlig inakzeptable Foltermethoden an, die an längst überwunden geglaubte Vorbilder aus der Nazizeit erinnern. Auf blutigem Unrecht jedoch hat noch kein Staat gedeihen und überleben können.

Die Schweiz ist ein moderner Rechtsstaat, und sowohl die mächtige Lobby der jüdischen Organisationen als auch Vertreter der amerikanischen Administration hätten sich mit der Schweizer Regierung und den betroffenen Grossbanken an einen Tisch setzen können, anstatt eine Lawine von Drohungen, lügnerischen Vorwürfen und Beschuldigungen auszulösen. Derartiges hat die Schweiz nicht verdient!

Nun aber haben die Juden - mit der gekauften Billigung der amerikanischen Regierung und ihres Präsidenten - nur Geschirr zerschlagen und Gemüter erzürnt, die sehr leicht jenen Minderheiten Auftrieb geben, rassistische Abneigungen vor allem gegen unsere jüdischen Mitbürger zu zeigen.

Auch wenn bis heute - dank unserem Antirassismus-Gesetz - keine öffentlichen Ausbrüche zu beklagen sind, haben viele Schweizer die Faust im Sack und sehen möglicherweise den Moment nahen, wo das Fass zum Überlaufen kommt. Dabei sind die Brunnenvergifter in weiter, sicherer Entfernung, in den USA und in Israel und anderswo.

Es ist auch nicht gut, wenn unsere jüdischen Miteidgenossen sich ängstlich aus der Diskussion heraushalten. Verschüchterung und Servilität sind kein Mittel, um für ein Recht zu kämpfen. Es braucht Zivilcourage ohne verzerrte Bilder. Bis heute haben sich die schweizerischen jüdischen Organisationen sehr fair in diesem vom Ausland gesteuerten Dauerfeuer gegen den Schweizer Rechtsstaat verhalten.

Nicht ein angeblicher Schandfleck ist es, welcher die Schweizer missmutig macht, sondern vor allem die Haltung

8


gewisser Personen in der Schweiz, die schon zu den Kriegszeiten landesverräterisch wirkten, macht uns lähmend.

Ich hoffe, dass die Scheinheiligen - dazu gehören all jene politischen Kräfte, die jetzt mit grossen Tönen Profit aus der misslichen Lage schlagen wollen - die Rechnung bei den nächsten Volksabstimmungen erhalten werden. Nicht zuletzt sind die Journalisten zu verurteilen, die mit ihren Querschlägen noch mehr Unheil anrichten und so zusätzlich alles aufheizen. Es wird viele, viele Jahre brauchen, bis der Scherbenhaufen, den die ausländischen Juden angerichtet haben, wieder gekittet ist und das Vertrauen im Ausland wiederhergestellt sein wird. Dabei hilft auch eine so rudimentäre Milliardenstiftung der Schweiz nichts. Zwar rufen viele kirchliche und politische Organisationen zur Versöhnung auf. Allein, das Kind ist in den Brunnen gefallen, und es herauszuholen bei diesen stürmischen Fluten, dürfte eine grosse Anstrengung sein.

Die Schweiz mit einer über siebenhundertjährigen Tradition der direkten Demokratie kann sich wegen ihres etwas schwerfälligen Systems nicht so schnell bewegen, wie die jüdischen Organisationen und die amerikanische Regierung es gerne sehen. Und für eine Beschneidung der Bürgerrechte haben wir zum Glück eine breite Schicht selbstbe-wusster Mitbürger, die wachsam ein Auge offen hält.

Aber eben diese Schwerfälligkeit erweckt in den Augen der Akteure aus dem Ausland Unwillen, weil sie den Eindruck haben, dass die Schweiz ihnen kein Ohr leihen will. Da die US-Amerikaner kein solches Rechtssystem wie die Schweiz kennen, in dem die Bürger einen wesentlich grös-seren Einfluss auf die Politik der Regierung haben, steht es ihnen auch nicht zu, uns irgendwelche Vorhaltungen zu machen. Sie sollten beachten, dass ihre eigene Demokratie erst

9


gerade einmal 200 Jahre alt geworden ist. Sie können also noch recht viel lernen von uns Schweizern - auch Israel!

Inzwischen haben die Schweizer Grossbanken einen grossen Schritt getan, was ihnen leichter fällt als einer schweizerischen Institution wie die Nationalbank, denn diese ist dem Bund und dem Parlament unterstellt. Die Nationalbank kann nicht so agieren und das Geld, das dort einliegt, gehört der Eidgenossenschaft. Auch die Wirtschaft und das Volk haben es leichter, wenn Spenden zusammenkommen, die zugunsten der Notleidenden in einen Fonds einfliessen. Wenn hingegen das Parlament Gelder frei geben will für eine solche Sache, die die Steuerzahler oder die Substanz der Notenbank betrifft, kann es für die Regierung sehr schnell ungemütlich werden.

Die neu gegründete Stiftung wird nun angeblich von Bundesrat und Nationalbank verwaltet - und schon hagelt es Proteste von den jüdischen Organisationen, weil sie gehofft hatten, dass sie die Milliarden zu ihrer freien Verfügung haben und diese in dunklen Kanälen abfliessen und letztlich, wie die Gelder von der Bundesrepublik im Ostblock im Nichts verschwunden sind, entweder in den israelischen Staatshaushalt gelangen oder für die Bauten auf den Golanhöhen oder für wichtige Waffenkäufe gegen die Araber ausgegeben werden.

Noch ist dieser Kredit von sieben Milliarden für diese Stiftung mit dem wohlklingenden Namen nicht vor das Volk gekommen. Denkbar ist, dass dieses das Projekt mitsamt der notwendigen Veränderungen für die Notenbank (Verkauf der nationalen Goldreserven und die damit verbundene Destabilisierung des Schweizer Franken) ablehnt. Dann aber steht die Landesregierung vor neuen Problemen. Denn der Erwartungshorizont der Juden ist gross: Sie wol-

10


len, dass die Schweiz ihnen viel, sehr viel Geld dafür bezahlt, dass wir ihnen (oder einem Teil von ihnen) damals das Leben in einer heilen Schweiz gerettet haben.

Nun, die Juden in Amerika wussten, dass die Schweiz ein reiches Land ist, und hofften, sie würde schon zu Kreuze kriechen, wenn man sie international nur lange genug mies und madig macht, sie sukzessive in ein schlechtes Licht rückt, bis kein grüner Zweig mehr auf einem Schweizerbaum übrig bleibt. Eine Taktik, für die die einfallsreichen Juden und die Amerikaner sehr bekannt sind.

Wie schwerwiegend und verhängnisvoll Drohungen mit Wirtschaftsboykott sowohl für die jüdischen Organisationen als auch für die Amerikaner selbst sind, wird in einem Kapitel dieses Buches behandelt. Bereits ist ein weiterer solcher Boykott von Israel gegen die italienische «Generali-Versi-cherung» ausgerufen worden. Sicher ist, dass der Schaden gerade für Israel mit seinen Agrarprodukten und für den jüdischen Textilhandel usw. viel grösser ist, als sie annehmen.

Wissen wir aber auch, dass mit dem Boykott die Vernichtung der Juden im Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Lernen die Juden denn nie dazu?

Boykottdrohungen - auch wenn sie vielleicht gar nicht so ernst gemeint sein sollten - passen einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Wieviele Schweizer mögen sich heute sagen, auf «Jaffa»-Produkte kann ich gerne verzichten, und mit einem marktwirtschaftlichen «Verbraucherboykott» ihre Missbilligung zum Ausdruck bringen. Dies muss nicht sein.

Dass die Juden nun seit den US-Präsidentschaftswahlen in der US-Regierung einen engen Verbündeten bei ihren Angriffen gegen die Schweiz fanden, zeigt, wie gross der Ein-fluss der jüdischen Organisationen auf die amerikanische Politik ist. Und wer weiss, ob der israelische fadenscheinige

11


«Friede» vor und während der US-Präsidentschaftswahlen mit Arafat nur zustande gekommen ist, weil im Gegenzug die amerikanische Regierung sich verpflichten musste, Druck auf die Schweiz und ihre Grossbanken auszuüben. Denn die Juden riefen ständig nach Milliarden von Holocaust-Vermögen und Milliarden von Raubgold, die angeblich in den Tresoren der Schweizer Banken liegen sollen.

Es wird zu einer herben Enttäuschung werden, wenn auch die verschiedenen Historikerkommissionen nur die genannten 40 Millionen Franken bestätigen können, die von Verschollenen, darunter zum Teil nichtjüdischen Holocaust-Opfern, stammen.

Und noch eine Tatsache sollte man in Erinnerung rufen: Die kleine Schweiz bringt jährlich 730 Millionen Franken an privaten Spenden auf, während die USA mit einer mehr als 25mal grösseren Bevölkerungszahl jährlich gerade einmal 600 Millionen Dollar zusammenbringen.

Auch dies zeigt, welchen Stellenwert die Eidgenossen den hilfesuchenden und bedürftigen Menschen beimessen. Die reichsten Menschen sind ja bekanntlich - neben den Ölscheichs - die Juden. Vielleicht sollten auch sie selbst einmal für ihre notleidenden Glaubensbrüder einstehen, anstatt weltweit Unfrieden anzuzetteln.

Die Schweizer wurden gerne für einen guten Zweck und mit wesentlich grösserer Freude Geldmittel zusammenbringen, wenn man sie nicht unberechtigt - und von Personen und Staaten, denen es nicht zusteht, gegen die Schweiz anzugehen - auf die Anklagebank stellen würde, sie förmlich teert und federt. So etwas vergessen die Schweizer nicht so schnell! Auch das sollten sich diese Organisationen vor Augen halten.

Harry Zweifel

12


Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Zum nächsten Kapitel
Zurück zum Archive