Maghrebinischer Jude

Maghrebinischer Jude (Photo Groenevelt 1972)

«Ich bin Jude,

nationalistisch, extremistisch, chauvinistisch, militaristisch.
Und wem das nicht gefällt, der braucht meine Bücher nicht zu lesen...
... Wer antiisraelisch eingestellt ist, ist ein Antisemit.
Das ist der alte zweitausendjährige Schlüssel.»
Ephraim Kishon, der jüdische Schriftsteller,
in einem Interview vom 25. Oktober 1976 der österr. Tageszeitung «Kurier».

DAS GANZ BESONDERE BUCH:
Harold C. Robinson,
VERDAMMTER ANTISEMITISMUS

Kaum ein europäischer Politiker versäumt es heutzutage, immer wieder vor dem ANTISEMITISMUS zu warnen, zu seiner Bekämpfung aufzurufen oder ihn einfach zu verurteilen. Die vielen Sozialpädagogen, Psychologen und Streetworker, die unsere Zeit wie am Fließband hervorbringt, versuchen uns weiszumachen, daß der Antisemitismus eine soziale Erscheinung sei, von der "die Gesellschaft" befallen ist.

Sie haben es nicht schwer, denn sie brauchen ja nur auf den sogenannten "Holocaust" hinzuweisen, der, ob er nun erwiesen sei oder nicht, der schlimmste Auswuchs des Antisemitismus gewesen sein soll.

Robinson ist der Sache auf den Grund gegangen. Wie auf dieser Welt keine Wirkung ohne Ursache denkbar ist, so ist auch der Antisemitismus nicht ohne Ursache.

Robinson verfolgt die Wege eines kleinen Nomadenvolkes, der Juden, zurück bis in die Ursprünge dieses Stammes. Er zeigt, daß der Nomade, eben weil er keine Heimat hat, sich naturnotwendig überall Zuhause (und das heißt nicht "daheim"!) fühlt, wie der Seßhafte eben nur in seiner Heimat daheim ist. Wie dem Nomaden seine ihm angeborene Vorstellung, daß ihm die ganze Welt gehört, nicht ausgetrieben oder aberzogen werden kann, so kann auch dem Seßhaften auf Dauer sein "Territorialtrieb" nicht ausgetrieben werden: Der Seßhafte möchte seine Heimat für sich behalten. Man kann schließlich von seßhaften Völkern nicht erwarten, daß sie die "Auserwähltheit" der Juden wortlos hinnehmen um den Preis der eigenen Existenz.

Hier wird an Hand der Geschichte der Juden dargelegt, daß Liebe und Zuneigung nicht erzwungen werden können, nicht zu loben sind, wie umgekehrt Abneigung und Haß nicht verboten werden können und deshalb auch nicht zu verurteilen sind. Manche könnten den Eindruck haben, daß den Juden der Hinweis auf den Antisemitismus zur Durchsetzung ihres Lebensrechtes im Lande anderer dient. Deshalb sind die Juden auch die Vertreter der "EINEN WELT" und verteufeln den Nationalismus, wo sie nur können. Nur durch die Abtötung der Heimatliebe können sich die Juden überall halten, nur so können sie von innen heraus, aus den Wirtsvölkern, herrschen. Viele teils bisher unbekannte, teils kaum beachtete historische Einzelheiten belegen die Thesen des Buches und machen es zu einem Schlüssel für das Verständnis unserer Zeit.

VERDAMMTER ANTISEMITISMUS
HAROLD C. ROBINSON Jun 94.

Ein obskurer Verein des amtlich klingen sollenden Namens "INSTITUT FÜR DEUTSCHE SPRACHE" in Mannheim verkündete Anfang 1994 das "Unwort des Jahres 1993". Dieses Unwort sei das Wort "Überfremdung". Gewiß, dieses Wort ist oft zu hören, aber noch viel öfter hört man das Wort "Antisemitismus" . So sei es, da wir es ja gar nicht vermeiden können, zum "Wort des Jahres 1995" ernannt.

Über den Antisemitismus gibt es Bibliotheken. Die amtliche, veröffentlichte Meinung darüber findet man in einem von der BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG in Bonn im Jahre 1984 vorgelegten Buch von HERBERT A. STRAUSS und NORBERT KAMPE des Titels

"ANTISEMITISMUS, VON DER JUDENFEINDSCHAFT ZUM HOLOCAUST".

Der von Herbert A. Strauss und Norbert Kampe aufgestellten Forderung, "Christen und Juden haben die gemeinsame Aufgabe, für alle historischen und gegenwärtigen Formen des Antisemitismus bis hin zu kriminellen und psychopathologischen Extremen rationale Methoden der Diagnose und Bekämpfung zu entwickeln" möchte ich hier folgen. Strauss begründet seine Forderung ganz richtig mit der Notwendigkeit, den Fehler der ausschnitthaften Rekonstruktion vermeintlicher historischer Realität zu vermeiden. Ich werde mich hier darum bemühen, diesen Fehler zu vermeiden; Strauss und Kampe tun es nicht. (1)

Zuerst sei der Begriff "Antisemitismus" lediglich für "die Zwecke dieses Buches bestimmt: Ich möchte auf die den Regeln der sprachlichen Logik folgenden Unterschiede zwischen "Antisemitismus" und "Antijudaismus" oder auch "Antizionismus" hier nicht eingehen, sondern mich ganz dem alltäglichen Sprachgebrauch fügen, wonach Antisemitismus die nur auf die Juden (also nicht auf die ja auch semitischen Araber) bezogene Abneigung oder gar der Judenhaß ist. Dabei möchte ich überhaupt nicht unterscheiden zwischen der Abneigung oder dem Haß gegen Gruppen von Juden (wie etwa die "orthodoxen") und die Juden insgesamt. Auch der Unterschied zwischen der Abneigung und dem Haß sei hier vernachlässigt. Das will ich begründen:

Beide Regungen, Abneigung und Haß, sind ihrer Art nach Gefühls- und Beurteilungsausdruck ein und der selben Wertung. Dabei ist der Haß lediglich die Steigerung der Abneigung, setzt die Abneigung als Vorstufe voraus und entsteht aus den selben Ursachen, nur eben meist später.

Also widerspreche ich auch der Auffassung von Strauss/Kampe: "Eine bloße 'Abneigung' gegen Juden wäre demnach noch kein 'Antisemitismus'." Nein, Abneigung ist etwas gegen etwas anderes (oder gegen andere) Gerichtetes, genau wie der Haß, nur vielleicht noch minderen Grades. Somit: Abneigung und Haß, beides sind Gefühle, und wenn sie gegen Juden geäußert werden, dann sind beide der Ausdruck von Antisemitismus.

Nach der in Deutschland herrschenden (wenn auch nicht genau definierten) Rechtsauffassung ist Antisemitismus eine strafbare "Sache" wobei ich es vermeide, diese "Sache" eine strafbare "Handlung" zu nennen, denn das tut so deutlich niemand. In der Wirkung jedenfalls i s t Antisemitismus strafbar, und zwar allein schon seine Äußerung. Damit ist die Gefühlslage "Antisemitismus" eine Ausnahme unter allen Gefühlslagen: Weder ist Zuneigung oder gar Liebe allgemein eine "gute" oder "schlechte Sache, sondern eben Privatsache, des Zuneigenden oder Liebenden, noch auch Abneigung oder Haß gegen irgendwen oder gegen irgend etwas. Es ist ganz ungefährlich und durchaus üblich, wenn Deutsche oder andere sagen, sie haben eine Abneigung gegen die Deutschen, oder gegen die Eskimos oder sonst wen. Nur gegen Juden hat man keine Freiheit der Gefühlsäußerung.

Dabei versteht es sich von selbst, daß eine nicht geäußerte Abneigung oder ein nicht geäußerter Haß nicht der Gegenstand irgendeiner Betrachtung sein können. Auch die "negative", also abwertende Kritik an irgendwem setzt eine zunächst nicht geäußerte Auffassung voraus. Weder diese Auffassung noch ihre Äußerung sind strafbar, solange der guten Form genügt wird und die Auffassung und ihre Äußerung vom Willen zur Wahrheit bestimmt sind.

Auch das gilt aber nicht für die Kritik an den Juden. Alles, was Juden oder gar "die Juden" betrifft, ist besonderen Regeln unterworfen.

Das geht so weit, daß der Bundesgerichtshof in seinem Urteil VIZR 140/78 vom 18.9.1979 als allerhöchstrichterliche Entscheidung feststellte: "Die historische Tatsache selbst, daß Menschen nach den Abstammungskriterien der sog. Nürnberger Gesetze ausgesondert und mit dem Ziel der Ausrottung ihrer Individualität beraubt wurden, weist den in der Bundesrepublik lebenden Juden ein besonderes Verhältnis zu ihren Mitbürgern zu; in diesem Verhältnis ist das Geschehen auch heute gegenwärtig. Es gehört zu ihrem personalen Selbstverständnis, als zugehörig zu einer durch ihr Schicksal h e r a u s g e h o b e n e n Personengruppe begriffen zu werden, der gegenüber eine besondere moralische Verantwortlichkeit a l l e r a n d e r e n besteht, und das Teil ihrer Würde ist." (2)

Dieses Satzungetüm sagt nichts anderes, als daß in Deutschland die Gleichheit vor dem Gesetz aufgehoben ist. Daß in Deutschland eine fremde Minderheit, die Juden, "Herausgehobene" sind, während das Staatsvolk selbst zu "Anderen" degradiert wurde. In vielen einschlägigen Urteilen deutscher Gerichte aller Stufen wurde diese These übernommen.

Damit ist Antisemitismus in Deutschland anders zu bewerten als anderswo.

Das Auftreten des Antisemitismus wird oft verbunden mit der Vorstellung des Rassenhasses, wenn nicht gar der Antisemitismus mit dem Rassenhaß gleichgesetzt wird. Dafür mag es in der jüngeren Geschichte Ursachen gegeben haben, wie in den Äußerungen von Houston S., Chamberlain und Adolf Hitler. Für die frühere Geschichte läßt sich dafür keine Ursache erkennen: Die Juden wurden von ihren antisemitischen Feinden nicht als andersrassig, sondern als andersgläubig, als fremdvölkisch oder in sonst irgendeiner Weise eben als "anders" angesehen. Welche dieser Betrachtungen galt, hing ganz von den Gegenspielern der geschichtlichen Vorgänge ab: Für die Palästinenser sind die Juden "Andersgläubige" für die Russen des Zarenreiches waren sie "Reiche", "Händler", "Leute aus anderer Gesellschaft". Für die Deutschen im Mittelalter waren sie "Mörder Christi", für die Römer "Unbotmäßige, die sich weigerten, den römischen Göttern zu opfern", für die Philister waren sie "Räuber", und für die alten Ägypter waren sie "Hirten". Diese Aufzählung will nicht vollständig sein, sie soll nur zeigen, daß in geschichtlicher Betrachtung der Antisemitismus immer der Ausdruck der Abneigung gegen das "Anders-Sein" der Juden war. Ich werde untersuchen, ob das berechtigt war.

Die schon zitierte Arbeit von Strauss und Kampe stellt den Antisemitismus als ein "gesellschaftlich bedingtes Phänomen" dar. Die beiden Autoren irrlichtern mit einem wahrhaft gesalzenen Soziologenlatein zwischen allen möglichen Erklärungen für das Phänomen "Antisemitismus" hin und her und landen schließlich bei der bequemsten: Dem Vorurteil.

In ihrem Kapitel III, "Die antisemitische Wahrnehmung gesellschaftlicher Realität" entschuldigen sie sogar gewissermaßen die Vorurteile der Antisemiten: "Die Bildung von Vorurteilen ist kein anormales Verhalten, sondern eine notwendige Technik des Menschen, die ihm schnelles Reagieren auch in neuen und komplexen Situationen ermöglicht" .

In hunderten von politischen Reden, Traktaten und Veranstaltungen wird gesagt, der Antisemitismus müsse "bekämpft" werden. So erklärte die Präsidentin des deutschen Bundestags am 22, Mai 1994 über öffentliche Sender: "Wir alle haben die Pflicht, Ausländerhaß und Antisemitismus zu bekämpfen. Das schreibt unsere Verfassung vor. " (Daß es keinen solchen Artikel des Grundgesetzes gibt, hinderte die Frau Präsidentin nicht, es einfach zu behaupten.

Es gibt somit ein weites Feld der Politik, welches man "die Auseinandersetzung der Gesellschaft mit dem Antisemitismus" nennen kann. Dabei beginnt die Kausalkette günstigstenfalls mit der Dummheit der Menschen, nämlich ihren (wie oben beschrieben) unvermeidlichen Vorurteilen. Wenn etwa die beiden Autoren Strauss und Kampe schon einmal in die Zeittiefe der Geschichte hinuntersteigen, dann so: "Wenn der Antisemitismus zu einem latenten Element der Kultur geworden ist - warum wechseln dann Perioden relativer Befriedung im Abendland mit Perioden intensiven Judenhasses und intensiver Judenverfolgung ab? Die Beantwortung dieser Frage wird dadurch kompliziert, daß Vorwürfe gegen Juden vollständig frei erfunden oder aus realen Spannungen zwischen Juden und Umwelt (sic) erwachsen sein können."

Alles drängt danach zu dem Zustand, daß am Anfang der Antisemitismus stand, und alles andere ist seine Folge.

Es hat in den verschiedenen Perioden der Geschichte immer wieder Zeiten gegeben, in denen eine Macht oder ein Volk bei einigen oder bei vielen anderen unbeliebt oder verhaßt waren. So gab es die "verfluchten Hunnen", die "Geißel der Menschheit, die Sarazenen" die "entsetzlichen Horden des Dschingis Khan", die "französische Soldateska Napoleons", die "Gelben Teufel" und schließlich die "damned Germans". Alle diese Gegenstände des Hasses hatten nur begrenzten Bestand, und nie hatten sie universelle Geltung. Aber: Die Juden haben es ja selbst immer wieder beschrieben, daß sie seit Tausenden von Jahren verfolgt sind, daß man sie haßte, verfluchte und verjagte, daß man sie mordete und schändete. Haben wir es also mit einem "judenspezifischen Phänomen" zu tun?

Wenn wir also den Antisemitismus verstehen wollen, dann müssen wir uns mit der Geschichte derer befassen, die den Antisemitismus hegten, also der Judenhasser, und mit der Geschichte der "Gehaßten".

Ich werde an geschichtlichen Beispielen zeigen, wo und wie sich die Abneigung gegen die Juden und der Haß auf * sie entwickelte, und wie die Juden selbst ihre Geschichte beschreiben.. Dazu brauchen wir nur die Bibel in die Hand zu nehmen.

  1. Die Juden wurden noch nie in ihrer Heimat angegriffen. Sie sind immer "Opfer", "Verfolgte", "Leidgeprüfte" in Ländern, die ihnen nicht gehören. Die Antisemiten sind originär immer die Leute der Wirtsvölker.
  2. Die Juden erachteten es in ihrer ganzen Geschichte als selbstverständlich, daß sie dort ein Lebensrecht haben, wo sie nicht daheim sind.
  3. Dieses Lebensrecht der Juden im Lande anderer gründet sich nach ihrer eigenen Erklärung auf die Verheißung ihres Gottes, des Jahwe, daß er ihnen, den Juden, dieses oder jenes Land gegeben habe oder geben werde. Auch in jüngster Zeit stützen sie sich konsequent darauf.
  4. Ihr vermeintliches oder tatsächliches Lebensrecht verschafften sich die Juden nach der Meinung vieler Leute stets mit einem oder mehreren der folgenden Mittel:
    Mit ihrer überragenden Schlauheit. -
    Mit List, und List setzt Schlauheit voraus. -
    Mit wirtschaftlicher Macht, und diese setzt wieder Schlauheit voraus. -
    Mit ihrer bewundernswerten Eintracht. -
    Mit einem unvorstellbaren Egoismus. -
    Mit brutaler Gewalt und Grausamkeit, die bis zum Genozid reicht. -
    Mit einem artspezifischen Bewußtsein, daß ihnen "Rache" zu steht. -
    Alle diese Mittel bekennen die Juden selbst in ihren Schriften. Sie machen auch in der täglichen Diskussion keinen Hehl aus er Anwendung dieser Mittel, und sie verstehen es, die Anwendung dieser Mittel als notwendige Handlung, als "Notwehr" darzustellen" Notwehr wogegen? Gegen den Antisemitismus! (4), (11),(26)
  5. Antisemitismus ist eine Voraussetzung für den Lebenswillen der Juden.
  6. Die Juden sind nirgends daheim. Sie mögen irgendwo "Zuhause" sein im französischen Sinne "chez eux", aber sie haben kein Heimatland. Ihre Wurzeln sind nomadisch, und ihre Traditionen haben trotz vielfältiger Vermischung mit nicht-nomadischen Völkern ihren nomadischen Grundcharakter bis heute bewahrt.

Sehen wir uns die Selbstzeugnisse und die geschichtlichen Quellen an!


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