Epilog: Deutsche Außenpolitik zwischen EU und UNO

Seit der Sozialdemokrat Ernst Niekisch im Jahre 1925 seine mit den Ideen des Hofgeistmarkreises der Jungsozialisten verwandte Schrift zu den Grundfragen deutscher Außenpolitik veröffentlichte, hat sich an der außenpolitischen Konstellation Deutschlands nichts Wesentliches geändert. Wenn Niekisch vom Völkerbund spricht, sitzt den Völkern heute die UNO unter Führung der USA Inc. im Genick. Wenn Niekisch von Kontinental- oder Paneuropa spricht, werden heute alte europäische Völker von dem Monstrum EU mehr und mehr entmachtet. Aber ansonsten: Die Entwicklung Deutschlands wurde durch Hitler, die Besatzer und ihre deutschen Satrapen bis heute erfolgreich angehalten. Es gibt daher keinen Grund, sie nicht endlich im Sinne des Klassikers von Niekisch fortzusetzen. »Es scheint notwendig«, so Niekisch in seiner Vorbemerkung, »die Bedenken gegen die verhängnisvolle Bindung Deutschlands an die Westmächte zu stärken, das Mißtrauen gegen die Nutznießer ... der deutschen Ohnmacht aufs äußerste zu steigern ... Wir fürchten, daß wir heute die Freundschaft der Westmächte mit der selbständigen Existenz Deutschlands überhaupt bezahlen müßten.« Der Zweck der Schrift sei es, vor solch lebensgefährlichen Freundschaften laut und nachdrücklich zu warnen.

Deutsche Außenpolitik müsse, so Niekisch, von der Realität ausgehen, daß das Volk die Zugehörigkeit zum Staate ungleich bedeutsamer und lebenswichtiger empfinde als eine wie auch immer geartete internationale Klassensolidarität. Eine Außenpolitik, die mit dem wirklichen Vorhandensein einer internationalen Klassensolidarität allen Ernstes rechnete, . . . schritte in den leeren Raum hinaus und müßte, da sie den Boden unter den Füßen verlöre, an der harten Realität der Tatsachen zerschellen. Der Gang der Dinge verliefe ganz unabhängig von ihr, unbeeinflußt durch sie und, als Rache für ihre Verachtung der Wirklichkeiten, feindselig gegen sie. Bismarcks erfolgreiche Außenpolitik, die darin bestanden habe, daß er einzigartige Möglichkeiten einer ungewöhnlichen Weltlage rechtzeitig erkannt und geschickt ausgenützt habe, sei ohne den Rückhalt eines wohlausgebildeten, schlagfertigen Heeres nicht möglich gewesen. Jeder Staat bedürfe der Mittel, um sich zu erwehren. »Nur als Militärstaat vermag Deutschland ein starkes staatliches Dasein zu führen. Entbehrt es des Heeres, dann werden nicht nur seine einzelnen Länderteile auseinanderstreben, sondern dann wird es zum Spielball fremder Mächte; deren Zugriffe werden um so dreister, je sicherer sie sein dürfen, keiner ernsthaften abschrekkenden Abwehr zu begegnen.« Deutschland sei, so Niekisch, keine Art größerer Schweiz. Deutschland ist zu groß als Land und Volk, steht zu sehr inmitten des Weltgetriebes, hat zu viel in ihm verschlossene, nach Entfaltung drängende Möglichkeiten, als daß ihm die staatliche Unbedeutendheit der Schweiz angemessen sein könne. Es habe zu viel Eigengewicht, um nicht von den Nachbarn mit Mißtrauen betrachtet zu werden; es habe zu viel Gehalt, um nicht aufstrebende Staaten zu verführen, sich daran zu bereichern, wenn das gefahrlos geschehen könne. Die (militärische) Verschweizerung Deutschlands sei die erste Stufe seines unaufhaltsamen Verfalls. »Die Welt starrt, mit Ausnahme Deutschlands, in Waffen; noch weitere Entmachtung Deutschlands bedeutete die Vernichtung. Das naturgemäße Betätigungsfeld des Pazifismus liegt heute jenseits der deutschen Grenzen.‹ ›Sich in den Dienst der Erneuerung der Wehrhaftigkeit zu stellen, ..., verrät nicht Willen zum Krieg, zur Revanche, sondern bekundet lediglich den Willen zu staatlicher Selbsterhaltung. Nur wer dem Staat gibt, was er braucht, um seinen Fortbestand gegen alle Angriffe von außen sichern zu können, ist berufen, ihn zu regieren, ihn zu beherrschen; nur ihn duldet der Instinkt des Volkes am Ruder des Staates.«

Was aber tut das Viererkartell? Es rüstet, auf Betreiben der ›Liberalen‹, nicht nur numerisch, sondern auch geistig ab. Das Produkt der geistigen Abrüstung sind öffentliche Erklärungen der Bundeswehrspitze, die diese eher für einen Lehrstuhl für Soziologie oder Pazifismus qualifizieren dürften, keinesfalls aber für die Führung einer deutschen Streitmacht, es sei denn, es handele sich um eine reine Operettenarmee. Der Somaliaeinsatz ließ diesen Schluß möglicherweise zu.

»Kein europäischer Staat wünscht die Wiederkehr eines starken Deutschland. Frankreich, England und Rußland hatten den allmählichen Zersetzungsprozeß des alten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation durch offene und unterirdische Eingriffe unterstützt, vor 1870 hatten sie die neuen Einigungsbestrebungen nach Kräften gehemmt.« Haben sich die Konstellationen geändert? Mitnichten! Noch auf dem Sterbebett der DDR versuchten Mitterrand, Kohls Busenfreund, und Thatcher die Vereinigung Restdeutschlands zu verhindern. Chirac, kaum als Mitterrands Nachfolger im Amt, nimmt die Atomtests im Pazifik wieder auf, während Frankreichs NATO-unabhängige Atomraketen weiterhin auf Deutschland gerichtet sind. Nur die Einfältigsten werden verkennen, daß diese hegemoniale Pose Chiracs vor allem in Richtung Deutschland zielt. Und dennoch will Kohl in der EU weiterhin vereinigen, was nicht zu vereinigen ist. Da man an seinem Verstand nicht zweifeln sollte, ist davon auszugehen, daß Chirac und Kohl hinsichtlich Deutschland deckungsgleiche Pläne haben....

Ziel der Zersetzungspolitik, so Niekisch, sei »die Balkanisierung Deutschlands; in den deutschen Ländern gibt es Kräfte genug, die sich von der Annäherung an dieses Ziel Vorteile versprechen«. »Das also ist die Situation, innerhalb der Deutschland Politik machen soll: es ist ohnmächtig nach außen, zerrissen im Inneren und steht einer Welt gegenüber, die den Fortbestand der deutschen Ohnmacht erhalten und die Zerrissenheit noch vertiefen will. « Auch insoweit hat sich also nichts geändert.

Die paneuropäische Ideologie (sprich: Maastricht-Ideologie) wirke sich »... lediglich als eineArt seelenfängerisehe Überredung aus, die den Zweck verfolge, der französischen Vorherrschaft in Europa die innerliche und freiwillige Zustimmung der Nichtfranzosen zu gewinnen«. »Im Gewande Paneuropa (sprich: EU) verhüllen sich einerseits der französische Machtwille, andererseits die deutsche Müdigkeit des nationalen Selbstbehauptungsdranges, die deutsche Preisgabe, die deutsche Geneigtheit zum Sichabfinden mit dem anscheinend Unabänderlichen.«

Die Idee des Völkerbundes (sprich: UNO) sei ähnlicher Natur. Sie erlaube in ihrer Unbestimmtheit jedem, sich darunter vorzustellen, was er sich immer vorstellen möge. Der Pazifist denke an den ewigen Frieden, der Sozialist an Völkerverbrüderung, der Demokrat an Völkervereinbarung und Völkerverständigung, der Katholik an die geeinte Menschheit. Tatsächlich aber sei sie ein »Akt selbstmörderischer Erdrosselung« des nationalen Lebenswillens.

Ständig wacher, immerdar brennender, wenn auch aus Zweckmäßigkeitsgründen vorerst verhaltener Oppositionswille gegenüber den Westmächten müsse Deutschlands Politik werden. Diese Politik führe vom Völkerbund (bzw. von der UNO) immer weiter weg. Die Glut dieses Oppositionswillens müsse sich mit der Zähigkeit der Geduld verbinden. Nachdem Mitterrands direkte Interventionen zur Verhinderung der Vereinigung Restdeutschlands gescheitert waren, blieb ihm als letzte Trumpfkarte, neben seinen NATO-unabhängigen Atomraketen, ›nur‹ noch die Maastricht-EU. Dafür hatte er mit Kohl auf deutscher Seite einen willigen Kollaborateur.

Was bedeutet nun diese EU beziehungsweise dieses Paneuropa (Niekisch) für Deutschland und die Deutschen?

Das deutsche Volk stöhnt und ächzt unter den Reparationszahlungen an die EU, während die fetten Brüsseler, Luxemburger und Straßburger Blutsaugerelans es immer mehr anzapfen, gierigen Hyänen gleich, die zänkisch am Fleisch Deutschlands nagen und zerren.

Die EU ist ein Hort des mißgünstigen Streits. Die ›Oliven-Connection‹ unter Führung Spaniens hintertrieb zum Beispiel die Aufnahme Österreichs, Norwegens, Schwedens und Finnlands, immerhin jeder ein Mini-Nettozahler, weil jener Kuckuck argwöhnisch darauf schielt, daß seine gebündelte, eigennützig gegen den Rest ausspielbare Vetomöglichkeit durch die aufnahmebedingte Änderung der Stimmenverhältnisse in einem künftigen EU-Rat verlorengehen könnte.

Betrugen die Brutto-Beiträge Deutschlands im Jahre 1987, also vor der Vereinigung, noch 10 Milliarden Mark, betragen sie im Jahre 1993 bereits rund 38 Milliarden Mark, also knapp das Vierfache, obwohl Deutschland auf der Wohlstandsskala in derselben Zeit durch die Vereinigung von dem zweiten auf den siebten Platz zurückgefallen ist. Deutschland trug damit allein knapp 28 % des 136 Milliarden Mark umfassenden Gemeinschaftshaushalts. Im Jahre 1994 wird der Mitgliedsbeitrag bereits 44,5 Milliarden Mark betragen, so Theo Waigel.

Bereits im Jahre 1997 sollen die Reparationszahlungen Deutschlands rund 52 Milliarden Mark betragen, also in nur vier Jahren nochmals rund ein Drittel mehr.

Entsprechend verhält es sich bei den Nettobeiträgen, also den Beiträgen, die nach Abzug der Einnahmen von einem Mitgliedsstaat netto gezahlt werden. 1990 lagen diese nachAngaben der Deutschen Bundesbank bei netto 11 Milliarden Mark, 1992 schon bei 22,3 Milliarden Mark, und 1994 werden nach dem Finanzbericht des Bonner Finanzministeriums voraussichtlich 31,2 Milliarden Mark erreicht werden. Das ist fast eine Verdreifachung innerhalb von vier Jahren! Zum Vergleich: Der Betrag für 1994 entspricht in etwa dem gesamten 7,5 %igen ›Solidaritätszuschlag‹, der ab 1995 jährlich von den deutschen Steuerzahlern aufzubringen ist. Er ist fast so hoch, wie das jährliche Sozialprodukt der deutschen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zusammen ausmacht. Ohne die massiven Abflüsse an die EU wären die Defizite im Bundeshaushalt und in der deutschen Leistungsbilanz so gering, daß sie, anders als heute, kein großes Problem darstellen würden. Dies aber verschweigt das Viererkartell geflissentlich. Nach dem Bericht des EG-Rechnungshofes waren die Nettoleistungen im Jahre 1992 zum Vergleich folgende:

Deutschland

22,0 Milliarden Mark

Großbritannien

4,6 Milliarden Mark

Frankreich

2,8 Milliarden Mark

Niederlande

1,7 Milliarden Mark

Italien

1,0 Milliarden Mark

Der »Zahlmeister Deutschland« (Helmut Schmidt) zahlte also bereits im Jahre 1992 mehr als das Zweifache der sonstigen Nettozahler insgesamt (10,1 Milliarden Mark). Diese Schere klafft bereits heute noch wesentlich weiter auseinander. Alle anderen Länder erhalten bei der EU-weiten Umverteilung ohnehin mehr aus dem Topf, als sie hineinzahlen. Jeder Deutsche zahlt zur Zeit an das Maastricht-Europa jährlich DM 400,-, jeder Brite DM 80,-, jeder Franzose DM 50,- und jeder Italiener DM 17,-

Alle anderen empfangen nur.

Die Europäische Kommission und der EU-Rechnungshof in Luxemburg verweigerten seit jeher die Veröffentlichung von Tabellen und Statistiken über die umstrittene Frage der Nettozahler und -empfänger mit dem fadenscheinigen Argument, daß die komplizierte Umverteilung der Finanzen es unmöglich mache, Einnahmen und Ausgaben objektiv unter den Mitgliedern gegenzurechnen. Die Wahrheit ist, daß die Deutschen nicht erfahren sollen, welche Leistungen sie tatsächlich erbringen, nämlich nach einer Kalkulation des Wirtschaftsexperten Wolfram Engels (Herausgeber der Wirtschaftswoche) nicht ›nur‹ 31 Milliarden Mark netto im Jahre 1994, sondern sogar 35 bis 40 Milliarden Mark netto. Absurde Quintessenz: Deutschland muß sich imAusland verschulden, um seine Reparationszahlungen an das Ausland zahlen zu können. Und das Schlimmste: Vor der Tür warten mit Ungarn, Polen, Tschechei und Slowakei weitere Habenichtse, die ebenfalls so schnell wie möglich an die ausgemergelten Zitzen der ›Melkkuh Deutschland‹ wollen. Selbst die Türkei, das Schwert des Morgenlandes, will, o Graus, des Mammons wegen in die abendländische EU.

Ein EU-Profiteur par excellence ist Luxemburg, das 1993 bei weitem das höchste Pro-Kopf-Einkommen erreicht hat, gleichzeitig aber die zweithöchsten Netto-Beiträge pro Kopf erhält. Dieses Luxemburg, ein Minivölkchen von 400 000 Einwohnern, dessen Armee kaum größer ist als Chicagos Feuerwehr, das über den SenderRTL mittels gewaltverherrlichender und frauenfeindlicher Filme mithilft, unsere Jugend zu vergiften und zusätzlich durch sein Bankensystem dem deutschen Fiskus jährlich Milliarden-Beträge an Steuergeldern entzieht, dieser Prototyp eines Nassauerstaates wird im zukünftigen Rat der EU zwei Stimmen haben, während das 80-Millionen-Volk der Deutschen, ausgeplündert und mißbraucht, nur zehn Stimmen haben wird. Und darüber hinaus stellt dieser Staat, dessen Fläche kaum größer als Chicagos Hauptfriedhof ist, mit Jacques (›Hänschen‹) Santer den Präsidenten der EU-Kommission - von Kohls Gnaden.

Das Viererkartell sanktioniert die Ausplünderung Deutschlands mit der stereotypen Standardformel, die Deutschen würden am meisten von der EU profitieren. Die Deutschen? Dieses Argument ist so unwahr wie die Aussage des Galinski-Preisträgers von Weizsäcker, die Deutschen hätten die Türken ins Land geholt. Wir? Die Deutschen? Oder nicht etwa die Egal-Wie-Profit-Maximierer? Im übrigen profitieren auch die deutschen Unternehmen mittlerweile nicht mehr als die der anderen Mitgliedsstaaten; denn inzwischen exportiert jedes Land etwa 70 % seiner Ausfuhren in den jeweiligen Rest der EU und überweist weitaus weniger nach Brüssel oder bekommt sogar noch weitaus mehr Geld zurück. Gibt es irgendeinen Grund für die Deutschen, diese maßlose Ausplünderung noch weiter zu erdulden? Gibt es einen Grund, den massiven Kriminalitätstransfer vor allem aus Italien noch weiter zu tolerieren? Kann es ein obsoleteres System als die EU geben?

In Brüssel verdingen sich 22 000 EU-Bedienstete. Über 700 von ihnen verdienen mehr als der deutsche Bundeskanzler. Die durchschnittliche Pension der EU-Rentner beträgt 9 000 Mark. Alles dies finanzieren wir mit unseren Steuergeldern. Die hochbezahlten Euro-Beamten pendeln scharenweise unter einem ungeheuren Kostenaufwand ständig zwischen Straßburg, Luxemburg und Brüssel hin und her, in einer Vereinheitlichungsmanie damit beschäftigt, unter Verletzung des Demokratieprinzips und des Grundsatzes der Subsidiarität die Völker mit einer Flut mehr oder minder schwachsinniger Richtlinien zu traktieren. Seit Jahrzehnten sind sie damit befaßt, das potemkinsche Dorf Europa zu errichten. »Da liegt Europa! Wie sieht es aus? Wie ein bunt angestrichenes Irrenhaus«, so urteilte bereits Kurt Tucholsky über Europa. Ist es nicht an der Zeit, diesen institutionalisierten Schwachsinn zu beenden und ihn auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen? Sind wir dies unserem Volk und der Zukunft unserer Kinder nicht schuldig, unseren Bauern, Arbeitern und Mittelständlern, uns allen?

80 % der Agrarsubventionen gehen an 20 % der europäischen Bauern, die mehr als 50 % des Ackerlandes besitzen. Die europäische Agrarpolitik, die weniger Überschüsse produziert, wurde erkauft mit einer wahnwitzigen Bürokratie. In riesigen Datenspeichern wird, um die Einhaltung von Stillegungsverpflichtungen zu kontrollieren, jedes einzelne Flurstück in Europa erfaßt und auf seine Verwendung hin mit Satellitenfotos überwacht. Jedes Rind erhält einen für ganz Europa gültigen Paß. Jeder Bauer ist den Behörden mit betrieblichen und persönlichen Daten bekannt, deren Verwendbarkeit jedem Datenschutzgedanken Hohn spricht. Orwell läßt grüßen. Mit der Brüsseler Vereinheitlichungsmanie werden gewachsene Strukturen zerstört. Mit dem durch Brüssel forcierten Trend zu immer größeren, zentralisierten Einheiten wird der ländliche Raum ausgetrocknet und mit ihm regionale Kultur und Gebräuche, die das Gesicht einer Region als Teil einer Nation prägen. Mit ihnen wird der deutsche Bauernstand im althergebrachten Sinne allmählich zerschlagen und mit ihm einer der Stützpfeiler unserer Nation.

Schon 1997, spätestens jedoch 1999, soll die D-Mark abgeschafft und durch das Esperanto-Geld Franken (statt: ECU) ersetzt werden. Dann droht den deutschen Sparern ein ungeheurer Aderlaß: jedes Prozent mehr an Euro-lnflation vernichtet 37 Milliarden Mark deutschen Geldvermögens pro Jahr. Deutsche Gold- und Devisenreserven werden mit der Entmachtung der Deutschen Bundesbank an die neue Europäische Zentralbank ausgeliefert werden. Renten, Pensionen und Lebensversicherungen werden dann in weichem Franken statt in harter D-Mark ausgezahlt werden. Schon jetzt wird hinter verschlossenen Türen an den neuen Banknoten gearbeitet, auf denen nach einem Vorschlag des Frankfurter Ex-Oberbürgermeisters von Schoeler die Konterfeis der jüdischen Geldmonarchie Rothschild abgebildet sein sollten.

Die Deutschen werden noch ihr blaues Wunder erleben.

Niemand kann voraussehen, was das europäische Zwangs- und Monopolgeld morgen wert sein wird. Es drohe eine gigantische Kapitalflucht aus Deutschland, so Wilhelm Hankel, Professor für Währungspolitik an der Universität Frankfurt. Die Fluchtwährung wird einmal mehr der US-Dollar sein. Je mehr »irreversible« (Kohl) EU-Fakten geschaffen wurden, desto mehr wird der Fluchtmechanismus in die momentan noch künstlich am Boden gehaltene US-amerikanische Illuminatenwährung einsetzen. Tatsächlich ist die Einführung des Franken das gigantischste Hilfsprogramm zur Aufwertung des US-Dollars. Muß der Franken daher nicht zwangsläufig ein Lieblingskind des US-amerikanischen Federal Reserve Board (siehe Seite 122) sein? Wem dient also die Abschaffung der deutschen Mark, des französischen Franken oder des britischen Pfundes wirklich? Etwa den europäischen Völkern oder nicht viel wahrscheinlicher den Weltregierungsplänen der Rothschilds und Rockefellers? Ist die momentane Dollar-Schwäche, die von spekulativen Kräften gegen alle ›fundamentals‹ (z. B. Kaufkraftvergleich) künstlich herbeigeführt wurde, etwa nur eine Finte zynischer, machtbesessener ›Global Players‹, um uns möglichst lange über den kommenden ›Big Bang‹, der die 11luminatenwährung abheben lassen wird, hinwegzutäusehen?

Bedingt durch die EU, befinden sich die deutschenAußengrenzen jetzt nördlich der Sahara. Die geschichtlichen geographischen Pufferzonen (Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, ›Jugoslawien‹) sind weggefallen. Schon fordert Spanien erhöhte Beiträge für die Sicherung der Grenzen nach Marokko, Algerien und Tunesien, um die fundamentalistisch-islamistische Migrationsbombe zu entschärfen. Natürlich ist das nur ein Vorwand, um vor allem auf Kosten Deutschlands noch mehr Geld einzusacken; denn die Grenzen nach Afrika sind kaum zu sichern, wohl aber die früheren, ohne Not aufgegebenen Grenzen Deutschlands, zumal, wenn wir die hanebüchenen Reparationszahlungen an die EU in den Ausbau eines eigenen, effektiven Grenzsicherungssystems investieren könnten. Der Standort Brüssel boomt mit unseren Reparationszahlungen, der Nassauerstaat Luxemburg floriert, und gleichzeitig verliert der Standort Deutschland, darben immer größere Teile unseres Volkes, steigen die Arbeitslosenzahlen, hat die Selbstbedienungs-Mentalität des Viererkartells kaum faßbare Ausmaße angenommen.

Das Viererkartell weiß aus etlichen Umfragen, daß die Deutschen, das ›ewig gestrige Volk‹, einer Mitgliedschaft in der EU nicht zustimmen würden. SAT 1 veranstaltete im Mai 1994 eine Spontanumfrage unter ihren Zuschauern, ob diese einen gemeinsamen Bundesstaat Europa oder ein Europa der Vaterländer vorziehen würden. Nur 19,8 % der Anrufer waren für einen Bundesstaat, dagegen 72,9 % für ein Bündnis unabhängiger Staaten. 7,3 % konnten sich nicht entscheiden. Es steht zu erwarten, daß das Volk insgesamt kaum anders entscheiden würde. Es gibt nicht den geringsten Zweifel: Die Bonner Oligarchie betreibt mit der Zwangsintegration der Deutschen in die EU den Verkauf ihres eigenen Volkes. Nicht Demokratie, die ›Diktatur der Politik‹ hat obsiegt.

Die Abtretung Deutschlands an die EU, sanktioniert durch Artikel 23 des Grundgesetzes, die Vorenthaltung des Selbstbestimmungsrechts des deutschen Volkes sind ein staatsstreichähnlicher Akt der herrschenden Parteienkaste von CDU/CSU, SPD und FDP Sie werden im Volk als eine Verschwörung von oben gegen eben dieses empfunden. Die Existenz Deutschlands wird sukzessive liquidiert, ohne das deutsche Volk gefragt zu haben, ob es sein Haus niedergerissen sehen will.

Tatsächlich ist die Abtretung der Souveränität eines ganzen Volkes, ohne dieses selbst gefragt zu haben, nach dem Empfinden vieler Deutscher das schlimmste an einem Volk begehbare Unrecht.

Tatsächlich scheinen die Deutschen in einer geschichtlichen Phase zu leben, in der es nach dem Empfinden vieler darum geht, eine scheindemokratische Oligarchie, die sich anzuschicken scheint, eine ganze Nation zu liquidieren, dem Willen des Volkes zu unterwerfen.

Aber wie unter den ›Nazis‹ halten die Deutschen wieder einmal still - bis jetzt.

Die EU ist bereits tot, nur deren senile Protagonisten haben es noch nicht gemerkt, oder schlimmer, päppeln noch die scheinlebendige Leiche. »Maastricht«, so der französische Philosoph André Glucksmann, »war nur noch der alte aufgeblasene Traum, wie man Deutschland einbinden und fesseln kann, zugleich ein Ausdruck des Narzismus der alten Generation, daß alles weiterhin so bleiben muß, wie es in den vergangenen dreißig Jahren war.«

Die Deutschen aber wurden dressiert, die Nation als etwas Gestriges, Negatives und Rückschrittliches zu verstehen. Als bedeute es nicht Zukunft, sich ein Haus zu bauen, in dem man leben will, oder ein bestehendes Haus zu beschützen. Die Deutschen müssen wieder lernen, als Volk eine Familie zu sein, als solche zu denken und zu handeln. Die Nation ist das Haus dieser Familie. Sie ist etwas Positives, solange dieses Haus nicht als Festung ausgebaut und von dort aus Nachbarn nicht attackiert werden. Aber wer will dies? Gewiß nicht das deutsche Volk.

Die EU dagegen wird ad infinitum eine Geldmonarchie bleiben. Die Monarchen heißen Rothschild und Co.; sie, die früheren Financiers absoluter deutscher Monarchen und Zinsknebeler des einfachen Volkes, sind die von dem Viererkartell liebedienerisch bedienten Monarchen von heute. Und der Ex-Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, ein Mitglied der SPD, die in grauer Vorzeit einmal das einfache Volk vertrat, kann ungestraft vorschlagen, diese Geldfürsten sollten EU-Geld mit ihren Konterfeis ›zieren‹. Wie passend! Quod erat demonstrandum.

Die EU ist wie die UNO ein trilateralistisches Vehikel auf dem Weg zu einer durch ›internationales‹ Monopolkapital beherrschten, zionistisch beeinflußten Weltregierung. Kontrolle und Fremdbestimmung der Völker ist ihr Zweck. Deshalb werden kulturell und ethnisch inkompatible Nationen unter dasselbe Joch gezwungen und allmählich mit Hilfe Hollywoods gleichgeschaltet, hier in Europa von Portugal bis zukünftig Polen, in Amerika von Kanada bis zukünftig Chile und in Südostasien. Am Ende wird dann nur noch eine Verschmelzung der verbliebenen, kulturell gleichgeschalteten Blöcke erfolgen.

Deutschland ist auf Betreiben des Viererkartells in ein dichtes lobbyistisches und vertragliches Beziehungsgeflecht mit der inhomogenen, von Interessengegensätzen paralysierten EU eingebunden worden. Die vollmundige Erklärung von Kohl und Co., es gelte, den Weg nach Europa ›unumkehrbar‹ zu machen, klingt angesichts dessen eher wie das ängstliche Rufen im dunklen Wald. Angst wovor, Angst vor wem? Ist es die Angst des Viererkartells, politisch erwachsen zu werden? Ist es die Angst, eine eigene Identität zu entwickeln und die derivative Identität abzulegen? Ist es gar die Angst vor dem eigenen, größer und fremder gewordenen Volk? Ist es die Angst, für die mit der Vereinigung neu entstandene Nation Verantwortung zu übernehmen?

Die EU ist eine Zwangsvereinigung à la Jugoslawien, die gerade erst gescheitert ist. Hätte die Völkergemeinschaft die nationalen Eigenständigkeiten der Völker des Balkans früher aktiv unterstützt und gefördert, wäre dem Südosten Europas vieles erspart geblieben. Warum also dieselben historischen Fehler nochmals begehen, wenn die einzigen, die daran Schaden nehmen, nur die Völker und nicht die europäischen Geldmonarchien sein werden? Ziel einer konstruktiven Europapolitik muß es daher sein, ein Friedensbündnis freier, selbstbestimmter Staaten zu schaffen, in dem sich nicht nur die EU- und EFTA-Staaten, sondern alle europäischen Staaten unter einem Dach zusammenfinden. Die EU aber muß wieder zu einer Freihandelszone gesundschrumpfen.

Weder die Maastricht-EU noch die UNO sind mit den ›Grundlagen der Außenpolitik‹, so wie sie von dem Sozialdemokraten Niekisch in klassischer Weise formuliert wurden, vereinbar, und die sozialdemokratischen EU-Parasiten, die sich ihre Nichtsnutzigkeit in höchstbezahlten, gemeinschaftsfeindlichen EU-Ämtern fürstlich entlohnen lassen, sollten sich schämen, an den Machenschaften gegen das eigene Volk mitzuwirken. Opfer ihres Parasitentums wird insbesondere der Mittelstand unseres Volkes sein, zu dem heute auch der wesentliche Teil der Arbeiterschaft gehört, jener Klientel, der sich die SPD in grauer Schmidt-Vorzeit einmal verpflichtet fühlte - als es noch einen Kurt Schumacher gab.


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