VOLKSBEWEGUNG

gegen antideutsche Greuellügen

Zum Maidanek-Prozeß

Nach einer Dauer von mehreren Jahren tritt der Maidanek-Prozeß jetzt in seine Endphase. Vier der Angeklagten sind unter lauten Protesten von sogenannten „Antifaschisten" gerade freigesprochen worden.

Nach dem Kriege hat es in Polen schon einen Maidanek-Prozeß gegeben. Damals verstiegen sich selbst die kommunistischen Richter nicht dazu von „Vergasungen" zu reden. Selbst in einem großen Teil der einschlägigen antideutschen Greuelpropaganda-Literatur ist Maidanek nicht als „Vernichtungslager" mit „Vergasungen" angegeben. Was tut das? Gaskammern und andere Greuel passen doch so gut in das Bild von „Holocaust". Und die Antifaschisten, Kommunisten und Zionisten, wollen eben mit Gewalt „Naziverbrecher" verurteilt haben. Wer kommt dagegen an?

Der antizionistische Jude J. G. Burg hat sich zwar mit der Herausgabe der Schrift „Maidanek in alle Ewigkeit?" als Augenzeuge dafür angeboten, daß es in Maidanek, wie übrigens auch in Auschwitz, keine

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„Vergasungen" gegeben hat. Er weiß von den Fälscherwerkstätten in denen die „Dokumente" über „deutsche Verbrechen" hergestellt wurden. Er weiß von den Schlägerbanden, von den Zeugen, ihren Eiden und von den Sachverständigen. Trotzdem ist es immer noch fraglich, ob J. G. Burg überhaupt als Zeuge vernommen wird.

Fast von Anfang des Prozesses bis zum Tode der Angeklagten Alice Orlowski war ich oft beim Prozeß. Ich wollte sehen, wie man diese modernen Hexenprozesse betreibt. Dabei habe ich die Gelegenheit benutzt mit allen Angeklagten zu sprechen. Mit manchen waren es zwar nur belanglose Worte, aber immerhin habe ich dabei einen gewissen Eindruck von den „Verbrechern" gewonnen. Ein Teil der Angeklagten sprach mit mir aber auch über „Vergasungen", über die angeblich 250 000 Ermordeten und die sadistischen Greueltaten, die da auch in Maidanek auf der Tagesordnung gewesen sein sollen. Da bekam ich von den Angeklagten zu hören, was sie aus Angst vor Repressalien vor dem Gericht und vor der Öffentlichkeit nicht zu sagen wagen: Gaskammern oder Vergasung hat es nicht gegeben. Die Zahl von 250.000, selbst für Tote und nicht für „Ermordete", ist trotz Seuchen oder Epidemien im Lager eine monströse Absurdität. Aber am empörtesten wurden die sadistischen Greuelgeschichten zurückgewiesen, nach denen sich das Lagerpersonal nach Lust und Laune als sadistische Lustmörder betätigen konnte. Unter dem Zepter der SS herrschte harte, manchmal überharte Disziplin. Für Sadisten und Lustmörder gab es da keinerlei Betätigungsmöglichkeit.

Wer nun annimmt, die Angeklagten würden, schon aus eigenem Interesse vor Gericht lauthals die Wahrheit verkünden, hat keine Ahnung von den Torturen, denen die Angeklagten in NS-Prozessen ausgesetzt sind. Im Vergleich zu den Hexenprozessen gab es einen Rückschritt. Damals machte man Hexen und Hexer durch Anwendung körperlicher Folter relativ schnell so „prozeßreif", daß sie im Prozeß nichts grundsätzliches mehr infrage stellten. Wenn auch die Verhöre in NS-Sachen manchmal bis zur physischen Erschöpfung getrieben werden, liegt der Schwerpunkt doch auf der seelischen Zermürbung. Das dauert nur länger, was durch die lange „Ermittlungszeit" in NS-Sachen unterstrichen wird, führt aber zum gleichen Erfolg. In der Voruntersuchung, die der Folter der Hexenprozesse vergleichbar ist, wird den Angeklagten der Wille zu einer grundsätzlichen effektiven Verteidigung ausgetrieben und die Weichen, die Geständnissen unter Folter gleichkommenden,, eigenen Aussagen", gestellt. Wer nicht unterschreibt, was ihn unvorhergesehen nur belastet, wenn im Prozeß bösartig meineidige Zeugen auftreten, die ihm aus einer

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harmlos aussehenden Aussage einen Strick drehen, wird nicht nur dauernd verhört, sondern muß damit rechnen in unabsehbar lange Untersuchungshaft wegen „Fluchtverdacht", „Verdunklungsgefahr" oder sonstwas genommen zu werden. Damit treibt man auch den Hartnäckigen die Flausen aus, die Wahrheit sagen zu wollen. Und wer einmal in U-Haft kommt, der kapiert dann bald, daß nicht nur die Staatsräson verlangt, er habe keine Haftentschädigung zu bekommen. Auch die Beamten die die U-Haft verhängten, lassen sich dann aus Eigeninteresse nicht mehr gerne durch die Unschuld des Eingesperrten blamieren.

Mehrere Angeklagte haben durch die Engagiertheit der Anklagebehörde etwas von „Vergasungen" unterschrieben, was sie in ihrem eigenen Interesse niemals hätten unterschreiben dürfen. Ein Beispiel dafür, soll deutlich machen wie das gemacht wird. Ein Angeklagter gibt im Rahmen eines stundenlangen Verhörs als absolute Nebensächlichkeit zu, daß er gesehen habe, wie eine Gruppe von Häftlingen zusammengestellt wurde, die zum Duschen in die Duschbaracke geführt wurde. Der Vernehmungsbeamte nimmt zu Protokoll, daß der Zeuge gesehen habe, wie Häftlinge zum „Vergasen" in die „sogenannte" Duschbaracke geführt wurden. Wenn nun der Angeschuldigte einwendet, daß Duschen doch nicht „Vergasen" sei, wird er von dem Untersuchungsbeamten eines besseren belehrt. An dem „Besserwissen" zweifeln, kann sich der Angeschuldigte, der belehrt worden ist, wie schnell er in U-Haft gesteckt werden kann, nicht leisten. Außerdem hat es der Beamte schon auf der Schreibmaschine geschrieben. Es sei dies ja keine Belastung für den Angeschuldigten oder andere Personen. So bleibt den ein solches „Gaskammer-Anerkenntnis" im Protokoll der Voruntersuchung und im Prozeß wird notfalls der Verteidiger dafür sorgen, daß der Angeklagte nicht auf die Idee kommt ein Donnerwetter auf sich herabzubeschwören, indem er die Existenz von „Vergasungen" in Zweifel zu ziehen versuchte. Nach den Voruntersuchungen gibt es nämlich keinen Zweifel mehr an „Vergasungen", nicht zuletzt aufgrund der Einlassung der Angeklagten.

Aller Eigengesetzlichkeit der Verurteilungsmaschinerie zum Trotz, habe ich am Anfang des Prozesses versucht, den Angeklagten deutlich zu machen, daß sie „im Schatten der Gaskammer" keine Chance haben. In der verstorbenen Frau Orlowski habe ich eine Persönlichkeit unter den Angeklagten gefunden, die begriffen hatte, daß man nicht mit Unterwürfigkeit, sondern nur mit einer Auseinandersetzung über das Wesentliche des Prozesses, der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen und eine Chance für die Angeklagten eröffnen könne. In Zusammenarbeit mit Frau Or-

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lowski habe ich ausgesprochen vorsichtig und zurückhaltend formulierte Erklärung entworfen, die als Selbstverständlichkeit von allen Angeklagten bedenkenlos hätte unterschrieben werden sollen, durch Intervention von Frau Orlowski. Es war vorgesehen, diese Erklärung gemeinschaftlich von allen Angeklagten unterschrieben, oder doch mindestens von einem großen Teil, dem Gericht vorzulegen. Die Erklärung ist sowohl von Frau Orlowski, wie auch von mir, dem größten Teil der Angeklagten vorgelegt worden und von ihnen als Selbstverständlichkeit akzeptiert worden. Es traten jedoch Befürchtungen auf, man könne wegen der Abgabe der Erklärung allesamt wegen angeblicher „Verdunklungsgefahr" in Untersuchungshaft genommen werden und die Verteidiger würden Schwierigkeiten machen, obwohl die Erklärung die reine Wahrheit sei. Außerdem befürchteten einige, daß die Mehrzahl vielleicht nicht mitziehen würde und die Unterschreibenden dann nur Nachteile haben würden. Bevor es zu einer Entscheidung kam, verstarb Frau Orlowski. Frau Lächert wollte anfangs die Sache fortführen, tat dies jedoch praktisch nicht. So wurde die Erklärung, die zu den wesentlichen historischen Sachverhalten Stellung nehmen sollte, von keinem einzigen Angeklagten abgegeben.

Trotzdem ist festzuhalten, daß beim Maidanek-Prozeß über die „Vergasungen", die „250.000 Ermordeten" und die behaupteten „sadistischen Greueltaten" keinerlei in historischem Sinne gültiger Beweis geführt worden ist.

Obwohl ich unter den gegebenen Umständen damit rechnen muß, daß mir selbst Angeklagte des Maidanek-Prozesses in den Rücken fallen könnten, versichere ich nach bestem Wissen und Gewissen, daß die nachfolgend in vorsichtiger und zurückhaltender Form formulierte Erklärung der Wahrheit entspricht.

Wolf Dieter Rothe

ERKLÄRUNG

Alle 15 derzeit Angeklagten erklären übereinstimmend nachfolgendes aus eigenem Wissen und eigener Erfahrung aus der Zeit, in der sie im Lager Lublin/Maidanek tätig waren.

1) Die in der Anklage genannte Zahl von mindestens 250.000 Ermordeten im Lager kann nicht zutreffend sein, weil uns, für die Zeit, die wir jeweils im Lager tätig waren, Ermordungen dieses Umfanges nicht verborgen geblieben sein können. Maidanek war kein Vernichtungslager.

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2) Von der Existenz von Gaskammern zur Vergasung von Menschen, in der Zeit in der wir jeweils im Lager tätig waren, haben wir keine persönliche Kenntnis.

Vergasungen zur Massenausrottung von Menschen kann es deshalb nicht gegeben haben, weil uns dies nicht verborgen geblieben wäre.

3) Soweit einzelne der Unterzeichneten überhaupt die Existenz von Gaskammern beiläufig eingeräumt haben, entspringt dies nicht eigener Kenntnis, sondern ist auf eine der nachfolgenden beschriebenen Weisen zustande gekommen.

a) Bei Fällen von einem oder mehreren Häftlingen, die aus verschiedenen damals unverdächtig erscheinenden Gründen ausgesondert und verlegt worden sind, und von denen sich der einzelne nicht erinnern kann, daß er sie wieder gesehen hat, ist eingeräumt worden, daß sie möglicherweise ohne Wissen des einzelnen vergast worden sein könnten.

b) Von größeren Gruppen von Häftlingen, die aus verschiedenen Gründen ausgesucht und abkommandiert worden sind, und die damit der Sicht des einzelnen oft endgültig entzogen waren, ist auf die Behauptung hin, daß die Gruppe vergast oder sonst ermordet worden sei, eingeräumt worden, daß dies, ohne Wissen des einzelnen im Einzelfall geschehen sein könnte.

c) Auf nachdrückliches Befragen ist von einzelnen eingeräumt worden, daß dieser oder jener SS-Angehörige damals im Zusammenhang mit einzelnen Häftlingen oder Häftlingsgruppen von „umlegen", „vergasen" oder ähnlichem gesprochen habe. Dies wurde damals aber meist nicht geglaubt und deshalb nicht für wichtig erachtet. Bis auf wenige Ausnahmefälle von Erschießung oder Erhängung hat sich für solche tatsächlich umlaufenden Gerüchte keine Bestätigung finden können.

4) Von Morden aus eigenem Antrieb von einzelnen, wie sie in der Anklageschrift mehrfach behauptet sind, haben wir keine Kenntnis. Wir wissen aber, daß damals derartige Vorkommnisse, wenn sie aufgetreten wären, energisch verfolgt und streng bestraft worden wären. Es sind damals wegen weit geringfügigerer Fälle bei SS-Angehörigen schwere Strafen verhängt worden.

5) Wir weisen darauf hin, daß insbesondere bei dem Untersuchungsrichter Halbach und bei der Staatsanwaltschaft von einer völlig unzutreffenden Vorstellung von den Verhältnissen im Lager Lublin / Maidanek

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ausgegangen worden ist, die uns ständig Nachteile bringt. Insbesondere werden harmlose Vorgänge mit „Vergasung" oder „Massenausrottung" in Verbindung gebracht.

Diese falschen Vorstellungen und die daraus resultierende Voreingenommenheit, wie sie selbst bei den Gerichten nach dem Kriege in Polen nicht bestanden hat, von denen einige von uns Angeklagten bereits verurteilt worden sind, sehen wir als den Grund dafür an, daß wir überhaupt unter Anklage stehen.

Düsseldorf, den ......

(Diese Erklärung wurde von keinem einzigen Angeklagten, aus Angst vor

Repressalien, unterschrieben).

Um Jehovas Willen kann man es den Richtern und Geschworenen doch nicht zumuten, daß nicht immer nur von „Selektionen" und einzelnen Greuelgeschichten geschwatzt wird, sondern daß auch mal den Legeden von „Gaskammern" und Judenausrottung" an die Wurzel gegangen wird.

Man darf doch den NS-Prozeßregisseuren nicht zumuten, daß sie ihre Tabus in Prozessen aufs Spiel setzen. Deshalb will man mir auch den Paragraphen 21 anhängen und mich und mein Maidanek-Buch vom Prozeß fernhalten. So einfach macht man es sich in einem „demokratischen Rechtsstaat".

Die Januslarve der Schefflerianer darf nicht gelüftet werden. Die Zionisten wollen allein das Sagen haben und ihre Macht in der BRD künftig in noch unvorstellbarerer Weise ausbauen. Sie sind in den Vorbereitungen schon weit vorangeschritten. Der von Zion eingefädelte Burg-Maidanek-Prozeß soll auch als Faden dienen, um die weißblaue Zionsfahne schneller zu nähen, die bald über Bonn flattern soll.

Wenn der Einsatz der Wahrheit und Gerechtigkeit ein inneres Bedürfnis ist, sieht man sich von Zeit zu Zeit genötigt, ein wenig sein „Hirn-Herz-Archiv" auszulüften. Besonders dann, wenn man sich dem Lebensende nähert und der Last, ein Gewissen zu haben, durch einige Dekagramm Wahrheitsäußerung Rechnung tragen will.

Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich mich bemüht, den verzwickten Fall „Maidanek" zu erhellen. Ich folge damit nicht nur allein einer inneren moralischen Verpflichtung.

Es ging mir auch darum, die Bundesdeutschen vor unerwarteten Ereignissen zu warnen, die nicht nur mit dem zu befürchtenden Machtantritt von Franz Josef Strauß in Zusammenhang stehen.

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Es gilt auch, dem von den Zionisten gewünschten Antisemitismus einen Riegel vorzuschieben.

Prof. Dr. Silbermann, Leiter des Kölner Forschungsinstitutes für Soziologie wurde beauftragt, in der BRD „Ausmaß und Erscheinungsform des antisemitischen Vorurteils in der heutigen bundesrepublikanischen Gesellschaft" zu erforschen. Im Mai 1976 trat Prof. Silbermann nach zweijähriger Arbeit vor die Öffentlichkeit. Das Ergebnis war erschütternd, nur nicht für die 5 Kolonnen Zions. Jeder zweite Bundesbürger ist Antisemit. „Als Resultat dieser repräsentativen Untersuchung kann vorab festgestellt werden, daß es in der Bevölkerung der BRD einen Bodensatz zwischen 15% und 20% mit ausgeprägten antisemitischen Vorurteilen gibt. Bei weiteren 30% ist Antisemitismus mehr oder weniger stark als Latenz vorhanden. Auf diesem Hintergrund kann vom ,Ende eines Vorurteils' keine Rede sein."

Warum wurde diese Arbeit vom Auftraggeber ignoriert?

Wurde sie nicht vom Bundeskanzler bestellt?

Warum dürfen Zionisten in der BRD alles, was sie nur wollen, anstellen, um ihren gewünschten Antisemitismus anzukurbeln?

Es ist doch gerade der Antisemitsmus, der auf Dauer gesehen einzig und allein dazu geeignet ist, die Herde von Zions-Schafen zusammenzuhalten. So wenig wie sich der Schäfer scheut, seinen Hund auf seine Schafe loszulassen, so wenig scheut sich Zion, den Antisemitismus auf uns Juden zu hetzen. Juden sind aber keine Schafe und brauchen Zion als Hirten nicht.

Trotz aller gegenteiligen Beteuerungen sucht Israel den Frieden mit den Arabern nicht, die herrschenden Zionisten sind Rassisten die das rassische Untergehen in der Masse der Araber fürchten. Erst recht sind die geistigen und materiellen Gettos in der Diaspora - dazu gehört der Antisemitismus - in ihrem Interesse, und sie sind von ihnen selbst gebaut oder ihr Bau provoziert worden.

Die exzessive Anwendung des Paragraphen 130 des BRD-Strafgesetzbuches, der angeblich die Juden schützen soll, als Wahrheitsmörderwaffe, ist eine zionistische Chuzpe. Diese Art „Judenschutz" kann den Antisemitismus nur im von Zion gewünschten Sinne anheizen und wirkt genau wie die „Schutzhaft" der Nazis.

Der Heiligenschein dieses Judenschutzes wird aber ganz offensichtlich zum Teufelsfeuerwerk, wenn die Wahrheitsmörderwaffe des § 130 gegen Juden angewendet wird, wie man es mit der Inszenierung des Burg-Maidanek-Prozesses eingefädelt hat.

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„Jerusalm. - Es scheint, daß der israelische Ministerpräsident Menahen Begin der Präsidenten Anwar Sadat zuflüstert „Bind diese Krawatte ab", das Kleidungsstück des ägyptischen, Mandaten, das später aufs heftigste von aufgebrachten Juden wegen seines Hakenkreuzmotive kritisiert wurde. Vielleicht trug Sadiat jedoch unbeabsichtigt die polemische Krawatte während eines von israelischer Seiten veranstalteten Essens".

(Radiophoto der United Press International für „El Tiempo" Bogota 7. 12. 1977.)

„Eines der gebräuchlichsten, Erkennungszeichen der Freimaurerei ist die Krawatte. Dort, wo man nicht die Hand reichen kann, wo man nicht mit dem Druck des Daumens und dem Zeigefinger dem Gegenüber nicht erkennen geben kann, da verwendet man den Hinweis auf die Krawatte um alle ferner Stehenden, im Rund auszusprechen. Als Sadat in Erfüllung seiner Freimaurerpflichten den Flug nach Israel unternahm, da blieb auf ihm der weiten Freimaurerwelt gegenüber nur die Möglichkeit, auf die Krawatte hinzuweisen. So, wie in ähnlicher Lage immer wieder geschehen, wählte auch er darum eine möglichst auffällige Krawatte. Was aber wäre bei einem Besuch des Judenstaates wohl auffälliger gewesen, als eine Krawatte mit einem Hakenkreuz!"

(Aus C.O.D.E. Conföderation Organisch Denken der Europäer, Nr. H/7, Fl-9490 Vaduz/Fürstentum Liechtenstein, Postfach 441) Text S. 229)

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Der Offene Brief

Anne Marie Wachmann
Düsseldorfer Straße 98
5600 Wuppertal l

27.12.1979

Herrn
Bundespräsident Karl Carstens
Villa Hammerschmidt
5300 Bonn

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Seit Bestehen dieses Teilstaates nahm ich mir das erste Mal die Zeit, die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten anzuhören. Und was ich da hörte, hat mich in Erstaunen versetzt. Sie erlauben mir daher meine nachfolgende Stellungsnahme.

Sie nannten die Geiselnahme in Teheran eine Verletzung des 'uralten, geheiligten Völkerrechts'. Mister Carter tönte kürzlich in ähnlicher Weise. Ich habe Völkerrecht nicht studiert, doch es mag wohl stimmen, daß die Geiselnahme in Teheran eine Verletzung ist. Aber nun meine Fragen an Sie:

1. Als man in Flensburg 1945 die deutsche Regierung zwang, sich zu entkleiden zur Belustigung der anwesenden Alliierten Soldaten, war das keine Verletzung des Völkerrechts?

2. Die Austreibung Millionen deutscher Menschen, war das keine Verletzung des Völkerrechts?

3. Die Annexion deutschen Bodens, war das keine Verletzung des Völkerrechts?

4. Das Nürnberger Tribunal, war das keine Verletzung des Völkerrechts?

5. Deutsche Soldaten, mit Rotjacke bekleidet, Wochen in Landsberg unter Galgendrohung zu quälen, war das keine Verletzung des Völkerrechts?

6. Die Todesmauer, mitten durch das deutsche Herz, ist das etwa keine Verletzung des Völkerrechts?

Bitte Herr Bundespräsident, antworten Sie mir nicht, wir Deutschen haben den Krieg verloren, das weiß ich. Berechtigte dies aber die Alliierten, die, soweit ich mich erinnere, als Soldaten Christi hier einfielen, die,

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soweit ich mich erinnere, sich anmaßten als die Edlen, die Befreier gegenüber Deutschland auftreten zu dürfen, um dann schwerwiegendste Völkerrechtsverletzungen gegenüber diesem Volk vorzunehmen?

Die Geiselnahme in Teheran, ist sie nicht eine unmittelbare Folge all dieser Völkerrechtsverletzungen der Völker - vornehmlich der Angloamerikaner -, die sich nach 1945 als die Polizisten der Welt aufspielten?

Und dann noch eines, Herr Bundespräsident, sie grüßten in Ihrer Ansprache zunächst die Gastarbeiter und dann erst die Spätaussiedler, also deutsche Menschen, die unter ungeheuren Schwierigkeiten Jahrzehnte ihre Liebe zu Deutschland bewahrten und bitter darum kämpfen mußten, heimzukehren in diesen Teilstaat.

Dieser Teilstatt ist sicher für Sie noch so groß, daß wir noch Tausende und Abertausende von Flüchtlingen aus Ostasien aufnehmen können. Haben wir Vietnam verschuldet? Und wird es nun eines Tages eintreten, wenn ein Türke vielleicht Bundespräsident werden kann, daß dann nicht nur die Spätaussiedler an zweiter Stelle nach den fremden Gästen gegrüßt werden, daß dann vielleicht die deutschen Menschen dieses Teilstaates überhaupt nicht mehr erwähnt werden? Das sind so Angstträume einer deutschen Frau. Sollte Herr Kühn mit seinem Vorschlag der Integration der Ausländer in diesen Teilstaat durchkommen, so daß dann Angehörige fremder Völker per Postkarte ihre deutsche Staatsangehörigkeit abrufen können, dann kann es auch einen türkischen oder vietnamesischen Bundespräsidenten geben, - oder nicht?

Ich habe etwas Beklemmung diesen Brief abzusenden, weil meine hier geäußerten Ansichten vielleicht (nach Golo Mann) ,volkspädagogisch unerwünscht' sind. Man hat heute so schnell das politische Kriminalkommissariat im Nacken.

Und als ich nun auch noch im Generalanzeiger (Wuppertal) in der Ausgabe vom 22. Dezember 1979 las, daß gegen einen jüdischen Mitbürger wegen Volksverhetzung ein Verfahren eingeleitet wurde, da er ,volkspädagogisch nicht erwünschte' Bücher geschrieben hat, und man ihn außerdem nach Mitteilung des Gerichts psychiatrisch untersuchen will, da wuchs meine Angst, Herr Bundespräsident.

Ich bin keine Terroristin, ich trachte niemanden nach dem Leben, ich will nur eins, Deutsche sein, und ich will und fordere Gerechtigkeit.

Wenn Teheran nach Ihren Worten eine Verletzung des Völkerrechts sein soll, dann sind auch die Tatbestände l-6 gleichfalls Völkerrechtsverletzungen, und die Verweigerung eines Friedensvertrages für das deutsche Volk seit 1945, sowie die Todesmauer mitten durch das deutsche

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Herz sind die makabersten Völkerrechtsverletzungen, die es je in der Geschichte der Völker gegeben hat.

Mit freundlichem Gruß
gez. Anne Marie Wachmann

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Polizei beschlagnahmt Buch über Maidanek

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat durch die Polizei alle Exemplare und die Herstellungsmittel eines Buches „Maidanek in alle Ewigkeit?" beschlagnahmen lassen. Sein 71 jähriger Verfasser ist wegen Volksverhetzung angezeigt worden. Das im Frühjahr dieses Jahres erschienene Buch enthält nach Darstellung der Ermittlungsbehörden Haß-Tiraden gegen den Zionismus und versucht KZ-Schergen zu rehabilitieren. dpa
„Badische Zeitung", Freiburg, vom 24.12. 79, S. 12

An die
Staatsanwaltschaft
Oberlandgericht
8000 München

Betr.: Anzeige wegen Verleumdung und Lächerlichmachung der Staatsanwaltschaft München und der dortigen Polizeidienstleitung.

Bezug: Angefügte Meldung in der Weihnachtsnummer (24.12. 79) der Freiburger „Badische Zeitung"

Sehr geehrte Herren!

Auch in den Massenmedien gibt es leider Kräfte, die es für legitim halten, verfassungsgemäße Organe, in diesem Falle die Staatsanwaltschaft und Polizei, im Ansehen zu schädigen und einer „Gesellschaftsveränderung" Vorschub zu leisten.

Für einen solchen Versuch halte ich auch die angefügte Meldung. Die Bedenklichkeit eines solchen Tuns scheint dem verantwortlichen Redakteur durchaus bewußt gewesen zu sein, da die Notiz nicht wie sonst in großer Aufmachung auf der ersten oder zweiten Seite der Zeitung gebracht wurde, sondern versteckt auf Seite 12 und ohne Namensnennung des Verfassers des erwähnten Buches.

Den Inhalt der Meldung halte ich für absoluten Schwachsinn!

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Denn jeder gebildete und verantwortungsbewußte Staatsbürger, der damals wie heute Zeitgeschichte mit wachen Sinnen erlebte bzw. erlebt, weiß natürlich, daß der Verfasser des erwähnten Buches, J. G. Burg, Jude, ist, daß er 12 Angehörige während des 3. Reiches verloren hat (also wenig Veranlassung haben dürfte, „KZ-Schergen zu rehabilitieren"), daß er Maidanek damals nicht nur von außen, sondern von innen kannte und daß er es aus Gewissensgründen und ohne Rücksicht auf persönliche Gefährdung für notwendig gehalten hat, sein Buch im Dienste der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Wahrheit zu schreiben. Dies steht bereits unmanipulierbar im Vorwort.

Bei seinem Bemühen befindet er sich in guter Gesellschaft mit Kant, (S. 104): „Wenn Recht und Gerechtigkeit nicht existiert, ist das Leben nicht lebenswert!".

Die Herrn Burg angelasteten „Haß-Tiraden gegen den Zionismus" beweisen vollends das unterentwickelte Denkvermögen des Redakteurs.

Denn auch das ist jedem gebildeten Staatsbürger aller Nationen klar, daß ca. 90% aller Juden in erster Linie treue Staatsbürger ihrer Heimatländer sein wollen und ihr Judentum als Religion empfinden und praktizieren.

Wenn Herr Burg als Fachmann darlegt, daß die restlichen 10% der Juden als extreme Nationalisten auf den Judenstaat zentriert sind, dem alle Juden der ganzen Welt in erster Linie zu dienen hätten, dann weiß er genau, wovon er schreibt.

Und wenn er diese Richtung als bedenklichen Rassismus, aber auch als permanente Einmischung in die inneren Angelegenheiten aller Länder, in denen Juden als Staatsbürger dieser Länder leben, ablehnt, dann ist das sein gutes Recht, auch stellvertretend für die große Mehrheit der treuen Staatsbürger vieler Länder jüdischen Glaubens.

Für alle Staaten sollte das Buch von Herrn Burg auch insofern hilfreich sein, weil darin auch die zwielichtige Haltung einer Anzahl von Zionisten im Verhältnis zu den Machthabern des 3. Reiches dargelegt ist. Noch klarer: Der britische, der französische und jeder andere demokratische Staat würden töricht handeln, wenn diese ihre britischen, französischen u. a. Juden deswegen maßregelten, weil sie sich gegen Übergriffe einer internationalen Macht zur Wehr setzten. Dieses Logik nehme ich selbstverständlich auch für den bundesdeutschen Staat in Anspruch.

All' das, ich sagte es bereits, ist jedem verständigen und wachen Staatsbürger geläufig.

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Durch meinen jahrzehntelangen Umgang als Exponent meines Berufsstandes auch mit bayrischen Instanzen weiß ich von dem hohen Grad gebildeter und redlicher Persönlichkeiten in den dortigen Instanzen.

Deshalb dürfte für Sie auch von vitalem Interesse sein, zu erfahren, was für absurde Dinge in außerbayrischen Zeitungen verbreitet werden. Absurd auch deshalb, weil bei den dortigen zuständigen Stellen wohlbekannt sein dürfte, daß Herr Burg im Sommer 1967 anläßlich des Besuches am Grabe seiner Frau krankenhausreif geschlagen worden ist, weil er wenige Wochen vorher in einem NS-Prozeß in Münster als Gutachter entlastende Aussagen gemacht hatte. -

Sehr geehrte Herren, die älteren unter ihnen werden sich erinnern, welchen Schock es im deutschen Volk auslöste, als man daran ging, Bücher vor allem jüdischer Autoren aus dem Verkehr zu ziehen, die sich für Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit einsetzten.

Wenn im angezogenen Falle haarscharf (!) dasselbe geschieht, so darf unter keinen Umständen von ratlosen Bürgern die Frage wach werden, worin hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit der Unterschied zwischen „damals" und heute besteht.

Die Angelegenheit ist demnach von großer politischer Brisanz und deshalb m. E. im höchsten Grade eilbedürftig.

Als Student habe ich bereits sofort ab 1933 erfahren „dürfen", was es heißt, für urewige Grundwerte einzutreten.

Nach dem ich unerwartet 1945 überleben durfte, halte ich es seither für meinen Gewissensauftrag, noch mehr als „damals" den Anfängen jeden Unrechts zu wehren.

Ich hoffe mich in diesem Bemühen mit Ihnen in Übereinstimmung, bitte um schnellmögliches Reagieren auf meine Anzeige und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

gez. Walter Schiemann 7816 Münstertal/Schwarzw., Mattenweg l3, am 1.1.1980

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Meldungen aus dem Rechtsleben
Majdanek-Buch beschlagnahmt
Düsseldorf/München (AP). In mehreren Städten der Bundesrepublik, vor allem in München, hat sich in den letzten Tagen eine polizeiliche Be-

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schlagnahmeaktion gegen das Buch „Majdanek in alle Ewigkeit?" gerichtet. Das Oberlandesgericht München teilte gestern mit, daß außerdem gegen den 71jährigen jüdischen Autor des Buches ein Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet wurde. Er versucht in dem Buch nachzuweisen, daß es in der nationalsozialistischen Zeit keine Vergasungen von Juden gegeben habe. Auch stellt er zionistische Führer Nationalsozialisten gleich. In der Mitteilung des Gerichts hieß es, daß der Autor psychiatrisch untersucht werden soll.

Die oben abgedruckte Meldung erschien in der „Westdeutschen Zeitung" vom 22. 12. 1979.

Es ist dringend zu hoffen, daß der bekannte jüdische Autor J. G. Burg, um den es sich handelt, Gelegenheit erhält sich in einem Prozeß mit dem gegen ihn erhobenen Vorwurf der Volksverhetzung in aller Öffentlichkeit auseinander zusetzen.

Das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit würde - zu recht oder unrecht - in breitester Öffentlichkeit untergraben, wenn Burg, durch seine Bücher (z. B. „Schuld und Schicksal") seit vielen Jahren weithin bekannt, nach psychiatrischer Untersuchung mit § 51 belegt und zur Verhinderung weiterer Veröffentlichungen möglicherweise in eine Anstalt eingewiesen würde.

Die Gefahr, mit Hilfe der Psychiatrie unbequeme Kritiker zu bekämpfen und mundtot zu machen, ist auch in Demokratien groß, wie das Ergebnis eines Endes 1979 tagenden Symposiums von Experten zeigte.

Es ist eine Ironie der Zeitgeschichte, daß dieses Symposium gerade zu der Zeit von solcher Entwicklung warnte, als gegen Burg vorgegangen wurde.

Und es ist eine weitere Ironie der Zeitgeschichte, daß Simon Wiesenthal, einer der Gegenspieler Burgs (Burg bekämpft den politischen Zionismus) diesem Symposium ein Grußwort widmete.

Die „Allgemeine jüdische Wochenzeitung" berichtete am 14.12.1979 (Auszüge):

„In- und ausländische Experten und Publizisten verurteilten kürzlich auf einem von 400 Teilnehmern besuchten Symposium über ,Die Gefahren eines neuen psychiatrischen Holocaust' in München die traditionellen und noch immer gegenwärtigen Mißbräuche in der Psychiatrie. Der Begriff Holocaust steht, so wurde betont, mittlerweile symbolisch für »totalitäre Anmaßungen von Machtgruppen, resultierend in der Unterdrückung der Grundrechte von gesellschaftlichen Minderheiten'."...

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„In einer Grußbotschaft, die der durch Krankheit verhinderte Leiter des jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, Simon Wiesenthal, an die Teilnehmer der Konferenz übermittelte, wurde gleich zu Beginn deutlich, welche bislang kaum erkannte Gefahr von pseudowissenschaftlichen Theorien ausgeht. Wiesenthal begrüßte das Vorhaben, über den Mißbrauch der Psychiatrie gegen Menschenrechte zu konferieren, ,von ganzem Herzen' und zeigte auf, daß sich solche Mißbrauche nicht ausschließlich auf Diktaturen beschränken: ,Wissenschaftler oder Pseudowissenschaftler im Dienste einer Diktatur haben in der Geschichte viel Unheil angerichtet.' „....

„Diese Möglichkeit, manchmal auf juristische Weise auch in Demokratien Kritiker zu bekämpfen, bedeutet eine große Gefahr für jeden einzelnen, praktisch jeder von uns kann dieses Schicksal erleiden, wenn sein Gegner nur mächtig genug ist.'

Der Arzt und Universitätsprofessor Dr. Alfred Schroedter berichtete in diesem Zusammenhang, daß ihm eine Anzahl von gravierenden Fällen vorliege, wie Menschen hinter den Mauern psychiatrischer Anstalten verschwanden, ,deren einziges Verbrechen darin bestand, daß sie auf der Wahrung ihrer Grundrechte beharrten, daß sie Mitmenschen oder Gesellschaftsgruppen unangenehm waren, weil die sich zum Beispiel dem Machtmißbrauch einer Behörde widersetzten'."...

„In einem Resümee des Symposiums appellierte Edith von Thüngen, Vorstandsmitglied der veranstaltenden Kommission, an die im gesundheits- und sozialpolitischen Bereich Tätigen und Verantwortlichen, daß auch ,in der Bundesrepublik die Praktiken der Psychiatrie durch vielfach schärfere Kontrolle, Wachsamkeit über Statistiken und Finanzen und durch eine entsprechende Gesetzgebung soweit korrigiert werden, daß diese sich wirklich nur um die Genesung von psychisch Kranken kümmern. Denn wie das Symposium zeigte, richteten psychiatrische Übergriffe in Lebens- und Gesellschaftsbereiche, wie Politik und Religion, schon einmal viel Unheil an'. Abhilfe müsse auf der Basis der Menschenrechtsdeklarationen und des Grundgesetzes geschaffen werden." G. St.

„Im Wahljahr 1980 sind alle demokratischen Parteien aufgerufen, für die demokratische Reife in der Bundesrepublik Zeugnis abzulegen. Bekundungen des Hasses gegen Andersdenkende, Verleumdungen des politischen Gegners und die Diffamierung seiner Repräsentanten helfen letz-lich nur den Feinden der Demokratie."

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Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Heinz Galinski, in „Der Tagesspiegel" vom 29.12.1979

Wir wollten, der Aufruf Galinskis würde befolgt - nicht nur im Wahljahr. Mit Haß, Verleumdungen und Diffamierungen werden in der BRD viele volksbewußte Menschen verfolgt, die es wagen, gegen den Zeitgeist zu schwimmen. Der Deutschen Rechtsschutzkasse sind zwischenzeitlich 254 laufende Verfahren gegen politisch Andersdenkende bekannt. Hier zu helfen kostet Geld.

Verfolgung rundum

Eine „Kommission zum Schutz des Buches" soll künftig in der Bundesrepublik „Fälle von offener und verdeckter Verfolgung, Überwachung und Behinderung von Buchveröffentlichungen sowie Einschränkungen des Zugangs zu ihnen prüfen und dem in geeigneter Weise entgegen wirken". Die Kommission wird vom Verband deutscher Schriftsteller in der IG Druck und Papier (VS), dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik, der deutschen Bibliothekskonferenz und dem Börsenverein des deutschen Buchhandels getragen. Zum Vorsitzenden der Kommission wurde der frühere Hamburger Justizsenator Prof. Dr. Ulrich Klug (Köln) gewählt, zu seinem Stellvertreter der VS-Vorsitzende Bernt Engelmann. dpa

Saarbrücker Zeitung, 5. Juli 1979, S. 5

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19. Mai 1980
An das
Amtsgericht München

In meiner Strafsache

Az.: 1 Gs 1407/79

beantrage ich, Herrn Rechtsanwalt René Freiherr von Godin, Bayerstraße 71 in München 2, zum Pflichtverteidiger zu bestellen. Den Richter Mehlhorn lehne ich wegen Besorgnis der Befangenheit ab.

Ich darf mich hierzu äußern wie folgt:

Der Eröffnungsbeschluß des Richters trotz unserer erheblichen Vorstellungen sowie meine Ladung, die die von mir angebotenen Beweise in keiner Weise berücksichtigt, was ich auf der Rückseite der Ladung bemerkt hätte, beweisen, daß es sich bei dem Richter um einen ausgesprochenen Ignoranten handelt. Dieser hat auf Grund seines unreifen Alters selbstverständlich die Zeit von 1933 bis 1945, die ich voll erlebt habe, nicht miterlebt. Wäre er aber ein sachlicher Mensch, so würde dieser Richter wenigstens die von mir angebotenen Schriften über das Dritte Reich studieren.

Entweder ist der Richter von vornherein der Meinung, daß es sich bei mir um eine Person handelt, die Verantwortungslos irgendwelche Tatsachen in die Luft stellt. Wenn er das meint, wäre seine Befangenheit bereits schon jetzt ausreichend dargetan.

Hier handelt es sich aber um einen maßlosen Ignoranten. Es ist bedauerlich genug, wenn der frühere Innenminister Benda durch einen Runderlaß das Bestreiten von 6 Millionen toten Juden durch deutsche Gaskammern oder das Vorhandensein solcher allein schon unter Strafe gestellt hat. (Erlaßaktenzeichen VI ZR 140/78 vom 18. September 1979). Eine solche Beschließung ist geradezu schizophren. Eine solche Festsetzung stellt die deutsche Gerichtsbarkeit auf die Stufe der Inquisitionsgerichte, die als Beschluß feststellten, die Sonne drehe sich um die Erde. Solche Beschlüsse der deutschen Justiz vereiteln jede Wahrheitsforschung.

Solchen Sachen kann ich mich unmöglich aussetzen.

Die Ignoranz dieses jungen Richters ergibt sich aus folgendem: Der Richter hat sich noch gar nicht überlegt, daß 90 °/o des Welt Judentums anti-zionistisch sind. Der Richter macht sich zum Sprachrohr des Zionisten, einer national-faschistischen Institution des Judentums. Seine Informationen hätte er, wenn er nicht so verblendet wäre, wie er sich horoziert, laufend aus der Tagespresse entnehmen können. Ich stelle mich ausschließlich gegen den

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Zionismus, einer judenfeindlichen Institution, die ausschließlich davon leben kann, daß andere Völker antisemitisch bleiben. Ich als gewöhnlicher Jude wehre mich gegen diese zionistische Politik, weil ich mich bereits 1946 entschlossen habe, in Deutschland zu bleiben und mir München als Heimat gewählt habe.

Ich zitiere:

„Traktat Baba Kama 92 b (Talmud) wirf keinen Stein in die Quelle, die deinen Durst gestillt hat."

Die Zionisten haben den Bundesdeutschen als den Uramalekitter hingestellt, was nichts anderes bedeutet, als daß die Zionisten das Deutschtum bis zur Vernichtung bekämpfen wollen. Hiergegen wehre ich mich eben aus deutschem Heimatgefühl heraus.

Wie verblödet man in Deutschland gegenüber dem Zionismus ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß man die zionistische Politik als antisemitische gar nicht zur Kenntnis nehmen will und sie zur Grundlage des Judentums interpretiert. Ich verweise auf einen Hinweis in der Süddeutschen Zeitung vom 11.4.1980, Seite 6

„Israel will sowjetische Juden an Emigration in die USA hindern."

Hier heißt es, daß die israelische Regierung den Juden in der Sowjetunion Schwierigkeiten bei der Ausreise macht, wenn diese nicht in Israel bleiben wollen. Dies beweist meine These, daß dem Zionismus alles recht ist, das Leben von Juden zu erschweren, wenn nicht das Ziel zionistischer Politik, die Ansiedlung der Juden in Israel und Palästina dadurch gefördert wird. So sehen wir aus der Zeitung bereits, daß der Zionismus die Juden in der Sowjetunion bedenkenlos opfert, wenn diese nicht nach Israel kommen wollen. Ich habe mich bemüht, diese zionistische Politik für die Zeit von 1933 bis 1942 zu entlarven, in der Juden, soweit sie sich in Palästina niederlassen wollten, haben ausreisen können und auch insoweit von den Zionisten unterstützt worden sind. Soweit die Juden aber versuchten, nach Amerika oder anderswohin zu fliehen, haben die Zionisten diese hängen lassen, terrorisiert, an die Nazis ausgeliefert und zur Liquidierung angeboten, mit dem Ziel, die Judenfrage in Deutschland zu radikalisieren. Hiermit setze ich mich als Schriftsteller auseinander. Ich habe den Zionismus als verbrecherische Organisation entlarvt in meinen Büchern als Handlanger des Nationalsozialismus für eine gemeinsame Sache.

Dabei halte ich mich nur an das dritte Buch Moses, Stelle 19, 17, wo es heißt: „Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld tragest."

262


Das heißt auf deutsch, daß ich mich mit dem Zionismus in der von mir gewählten Form auseinandersetzen darf und muß, um nicht als Jude an den Verbrechen des Zionismus mitschuldig zu werden.

Im übrigen verweise ich auf den „Stern" vom 18. Mai 1978, Seite 274, Spalte 2 ,wo es heißt: „„Die Deutschen hätten die Sache mit der Wiedergutmachung viel billiger haben können, jetzt wird es noch weitere 30 Milliarden an uns zahlen müssen. Ich werde nach den letzten Verhandlungen in Genf ein feierliches Bankett veranstalten, mit Schmidt, Genscher, Strauß und Kohl" (Goldmann beim Gespräch mit den Sternreportern). Hieraus ergibt sich, wie unverschämt die Zionisten vorgehen. Zuerst liefern sie den Nationalsozialisten das deutsche Judentum aus und dann kassieren sie von den Deutscher hierfür. Ich habe mich gegen nichts anderes gewandt als gegen diese zionistische Politik. Das will der ignorante Richter einfach nicht einsehen.

Daß ich nicht alleine mit meiner Meinung stehe, ergibt sich aus einem weiteren Zitat in derselben Interviewwiedergabe im „Stern". Goldmann sagte:

„Begin ist ein hochanständiger Mann, besessen von einer Mission, besessen von einem Großisrael in den Grenzen der Bibel. Menschen mit Missionen sind aber oft gefährlicher in der Geschichte als Verbrecher."

Gegen dieses Verbrechertum darf ich und muß ich mich wenden.

Ich verweise im übrigen auf ein SZ-Zitat vom 9. Mai 1980, daß unserem Ignoranten Richter selbstverständlich auch entgangen ist. Auffallenderweise war dort auf eine Villa in Berlin eine Hakenkreuzschmiererei angebracht, weshalb man zunächst Neonazis vermutete, die das Haus des Juden angezündet hätten. Diese praktische Methode für Juden, bei der voreingenommenen deutschen Justiz, jeden Verdacht von jüdischen Tätern abzulenken, wird auch anderswo praktiziert. So hat man auch beim Attentat auf Dr. Adenauer am 27. 3. 1952 in München, wobei immerhin ein deutscher Polizist getötet worden ist und beim Brandanschlag auf die Synagoge in München am 13.2.1970 zuerst nazistische Täter vermutet. Als man aber feststellte, daß dahinter Zionisten, also fanatische Juden standen, hat man sämtliche Verfahren eingestellt. Auch dies ergibt die Feigheit der deutschen Justiz, sich diesen Problemen zu stellen, der im krassen Widerspruch dazu steht, daß man viel ältere Taten der Nationalsozialisten bis zum heutigen Tag, ja bis zum St. Nimmerleinstag durch Aufhebung der Verjährung fördert. Ganz offensichtlich übersehen die deutschen Behörden, daß man auf diese Weise Pogromantisemitismus fördert, den die Zionisten aber brauchen, um das Einheimischwerden der Juden außerhalb Israels zu gefährden.

263


Ich habe festgestellt, daß unmöglich Millionen Juden umgebracht worden sein können. Dies ergibt sich bereits aus den jüdischen statistischen Jahrbüchern. Ich kann dies außerdem aus eigener Erfahrung berichten. Beweisangaben habe ich genügend gemacht. Der Richter wäre, wenn er nicht so arrogant und ignorant wäre, verpflichtet, diese zu erheben.

Darüber hinaus existierte in keinem der deutschen Konzentrationslagern, auch nicht in den besetzten Gebieten, eine menschenvernichtende Gaskammer.

Ich bitte höflich, insoweit die Ignoranzbrille zu lüften und das Urteil des westberliner Gerichtes ausfindig zu machen, das im Jahr 1950 durch Zeugenbeweise ermittelt hat, daß im KZ Maidanek keine menschenvernichtende Gaskammern existiert haben.

Es ist schon sehr merkwürdig, daß ich, der gerade das deutsche Volk entlasten will, als Jude hier wieder verfolgt werde.

Ich verweise im übrigen auf die „Süddeutsche Zeitung" vom 10. und 11. Mai 1980 „Juden in Deutschland", woraus sich ergibt, daß die zionistische Propaganda den Nachkriegsjuden das Leben in Deutschland so unmöglich macht durch eine antideutsche Politik, daß diese gar nicht mehr in der Lage sind, in Deutschland zu leben. Auch das Buch „Fremd im eigenen Land" belegt meine Einstellung zum Zionismus. Entgegen der dort festgestellten Unmöglichkeit, alle Juden über einen Kamm zu scheren, bildet sich hier der Richter ein, Juden und Zionisten gleichsetzen zu müssen. Genauso hat man im Ausland Nationalsozialisten und Deutsche gleichgesetzt, was doch jetzt die Deutschen nicht mit den Juden gleich veranstalten dürfen.

Ich habe weitgehend bewiesen und auch durch Beweisangebote untermauert (durch Bezugnahme auf andere Schriftsteller), daß die Nationalsozialisten während der Zeit von 1933 bis 1942 nichts, aber auch nichts bezüglich des Judenproblemes unternommen haben, was sie nicht ausführlich mit den zionistischen Führern zuvor erörtert hatten. Sogar Eichmann und ein persönlicher Referent von Dr. Josef Goebbels, der nationalsozialistischer Propagandaminister war in Palästina. Ben Gurion hat auch mit den Herrschaften lange genug verhandelt und die deutsche Judenpolitik maßgeblich beeinflußt. Die gesamte jüdische Selbstverwaltung in den Lagern und in den Gettos ist mit unter zionistischer Leitung entstanden. Die Zionisten wehrten sich dagegen, daß der damalige deutsche Reichskanzler Adolf Hitler jüdische Frontkämpfer auszeichnete, die im 1. Weltkrieg gekämpft hatten. Wenn die deutschen Behörden es mir heute verbieten wollen, mich mit dieser geschichtlichen Problematik auseinanderzusetzen, da sieht man doch nur, wie armselig dieses Land durch die Niederlage geworden ist. Auch die Idee

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mit dem Judenstern haben ja die Zionisten gefördert und gewollt. Ich darf hier wieder auf das Buch von Dr. Erwin Goldmann verweisen, daß ich auch schon als Quelle zum Beweis angeboten habe. Ich habe mich dagegen gewehrt, insbesondere durch das Buch „Maidanek in alle Ewigkeit", daß die Deutschen auch in zukünftigen Generationen mit dem Kainszeichen geboren werden und, nach zionistischem Wunsche, verpflichtet sind, in alle Ewigkeit Reparationsleistungen zu bezahlen.

Zum Schluß verweise ich auf den Psalm 58, 1: „Richter, sprecht ihr wirklich Recht?". Wenn man die Voreingenommenheit zum Gesetz macht, wie der Dr. Benda es verordnet hat, so ist dieser Richter von Hause aus befangen, weshalb ich ihn ablehnen muß. Wenn diese Ablehnung nicht geschieht, so ist eben der Richter befangen.

Am 9. 6. 1980 lehnte der Vorsitzende des Schöffengerichts den Antrag des Angeklagten auf Beiordnung eines Pflichtverteidigers mit der Begründung ab, ein Fall der notwendigen Verteidigung liege nicht vor. Auf den Inhalt des angefochtenen Beschlusses wird Bezug genommen. Gegen diesen Beschluß hat der Angeklagte am 12. 6. 1980 Beschwerde eingelegt, der nicht abgeholfen wurde. Als Beschwerdebegründung trägt er u. a. vor, er habe nicht die notwendigen Rechtskenntnisse und könne auch nicht beurteilen, wann er mit seiner Verteidigung zu weit gehe. Im übrigen wird auf die Beschwerdebegründung Bezug genommen.

Die Beschwerde hat Erfolg.

Gegen die Ablehnung der Bestellung eines Verteidigers durch den Vorsitzenden vor der Hauptverhandlung ist die Beschwerde zulässig (vgl. Kleinknecht § 141 StPO RdNr. 9).

Ein Fall der notwendigen Verteidigung ist zwar nach § 140 Abs. l StPO nicht gegeben, wohl aber erscheint die Mitwirkung (Mitwirkung, Verf.) eines Verteidigers zumindest wegen der Schwere der Tat nach § 140 Abs. 2 StPO geboten. Dabei ist nicht allein die zu erwartende Rechtsfolge sondern das Gewicht der Tat entscheidend. Beides ist hier gegeben. § 130 StGB geht von einer Mindeststrafe von drei Monaten Freiheitsstrafe aus und der Angriff auf die Menschenwürde vor allen jüdischer Mitbürger ist angesichts der Massenvernichtung von Menschen jüdischer Herkunft während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft als besonders gravierend anzusehen. Darüber hinaus bestehen auch angesichts der in den Akten befindlichen Schriftsätze des Angeklagten Zweifel, ob er sich selbst verteidigen kann.

265


Die Voraussetzungen des § 140 Abs. 2 StPO sind somit erfüllt, so daß es sich um einen Fall der notwendigen Verteidigung handelt, der die Verteidigerbestellung erforderlich macht.

Die Strafkammer ist der Auffassung, daß sie den Pflichtverteidiger nicht selbst bestellen kann, sondern daß dies allein Aufgabe des Vorsitzenden des Schöffengerichts ist (arg. § 141 Abs. 4 StPO). Der Vorsitzende wählt den Verteidiger aus, wobei neben dem Vertrauensverhältnis zwischen Verteidiger und Angeklagten auch die Eignung des Verteidigers, eine sachgerechte Verteidigung zu führen, ein berücksichtigungsfähiger Gesichtspunkt ist (vgl. KMR- Müller § 142 StPO RdNr. 5).

Der angefochtene Beschluß war daher aufzuheben. Es war darüber hinaus festzustellen, daß ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt. Es konnte somit auch dahingestellt bleiben, ob die angefochtene Entscheidung nicht schon deshalb fehlerhaft war, weil sie keine unaufschiebbare Handlung im Sinne von § 29 StPO darstellt.

Vanoni

Osterkamp

Schneider

Richter

Richter

Richter

am Landgericht

am Landgericht

 

5 Qs 57/80
422 Ls 115 Js 004938/79
München, den 19.8.1980

Betrifft: Strafverfahren wegen Volksverhetzung;

hier: Beschwerde gegen die Ablehnung der Verteidigerbestellung

Beschluß

der 5. Strafkammer des Landsgerichts München I:

1) Auf die Beschwerde des Angeklagten wird der Beschluß des Amtsgerichts München vom 9. 6. 1980, durch den die Beiordnung eines Pflichtverteidigers abgelehnt wurde, aufgehoben.

2) Es wird festgestellt, daß ein Fall der notwendigen Verteidigung nach § 140 Abs. 2 StPO vorliegt.

266


Gründe:

Der Angeklagte ist der Volksverhetzung hinreichend verdächtig. Er ist Verfasser der Druckschrift „Maidanek in alle Ewigkeit", die Gegenstand der am 15. 4. 1980 zur Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht bei dem Amtsgericht München zugelassenen Anklage ist. Mit Schriftsatz vom 21. 5. 1980 beantragte der Angeklagte, ihm Rechtsanwalt René Freiherr von Godin als Pflichtverteidiger beizuordnen. Gleichzeitig lehnte er den Vorsitzenden des Schöffengerichts wegen Besorgnis der Befangenheit ab. Über die Richterablehnung ist inzwischen - soweit ersichtlich - noch nicht entschieden.

Amtsgericht München
Abteilungen für Straf-und Bußgeldsachen
Geschäfts-Nr. 422 Ls 115 Js 4938/79
8000 München 35, den 9.6.1980
Betrifft: Strafverfahren......

Beschluß:

Der Antrag des Angeklagten auf Beiordnung eines Pflichtverteidigers wird abgelehnt.

Gründe:

Eine notwendige Verteidigung im Sinne des § 140 Abs. l StPO liegt nicht vor. Darüberhinaus liegen keine Anhaltspunkte vor, die die Beiordnung eines Pflichtverteidigers gem. § 140 Abs. 2 StPO rechtfertigen könnten. Insbesondere ist die Sach- und Rechtslage nicht als so schwierig anzusehen, daß die Mitwirkung eines Verteidigers geboten wäre. Der Angeklagte ist ferner ersichtlich in der Lage, sich selbst zu verteidigen.

gez. Mehlhorn
Richter am Amtsgericht

Begl.
Wagner
Jang.

287


12.6.1980

An das Amtsgericht München

In meiner Strafsache

Az.: 422 Ls 115 Js 4938/79

Hiermit lege ich gegen den Beschluß des Amtsgerichts München vom 9.6.1980 Einspruch ein.

Begründung:

Der Prozeßstoff ist dermaßen umfangreich, daß ich in meinem Alter außerstande bin, mich ohne Hilfe eines Anwalts mit dieser aufregenden Materie zu beschäftigen. Ich habe nicht die nötigen Rechtskenntnisse und kann auch nicht beurteilen, wann ich mit meiner Verteidigung zu weit gehe.

Ich bin in der Sache viel zu engagiert, als daß ich mich hier sachdienlich verteidigen kann.

Darüber hinaus ist der Beschluß schon deshalb aufzuheben, da der Richter im Zustande seiner Ablehnung nie gehaßt hat, woraus sich noch einmal seine Befangenheit und Rücksichtslosigkeit mir gegenüber ergibt, weshalb ich ihn noch einmal höchst vorsorglich formell ablehne.

268


UNABHÄNGIGE NACHRICHTEN, Postfach 40 0215,4630 Bochum 4

EIN OFFENER BRIEF ZUR SACHE:

Ein Beispiel dafür, wie der Einzelne wirken kann. Tausende solcher und ähnlicher Briefe würden unseren Volksvertretern zeigen, wie das Volk denkt!

Ingeborg Pröhl
Hohe Ufer 2 c
2322 Hohwacht

Herrn
Godel Rosenberg
CSU-Pressesprecher
in der Münchener Parteizentrale
der Christlich Demokratischen Union
Nymphenburger Straße
8000 München 19

Sehr geehrter Herr Rosenberg,

Sie sind ein Leidens- und Schicksalsgefährte unseres jüdischen Mitbürgers, des Schriftstellers J. G. Burg, ebenfalls in München.

Sie sind meines Wissens gleichzeitig Vorstandsmitglied der Isrealiti-schen Kultusgemeinde in München und haben als Pressesprecher der CSU-Zentrale wahrscheinlich einen maßgeblichen Einfluß auf die CSU-Spitze, möglicherweise auch auf die Bayrische Staatsregierung.

Als Pressesprecher der Zentrale der mit absoluter Mehrheit regierenden CSU und als Vorstandsmitglied der Isrealitischen Kultusgemeinde werden Sie auch die Presse und damit die öffentliche Meinung zumindest in Bayern stark beeinflussen können.

Das ist der Grund, weshalb ich mich in großer Sorge gerade an Sie mit der Bitte wende, die CSU, den Justizminister Ihres Kabinetts und die Presse einzuschalten, um die Verleumdung und Verfolgung des weithin bekannten und geachteten jüdischen Schriftstellers J. G. Burg zu beenden und ihn zu rehabilitieren.

Herr Burg wird durch politische Justiz und durch die Androhung einer psychiatrischen Behandlung verfolgt.

269


Die Presse ist voll von erschreckenden Meldungen, wie in der Sowjetunion meist jüdische Schriftsteller, Wahrheitssucher und Regimekritiker verfolgt und in psychiatrische „Behandlung" gezwungen werden, um sie mundtot zu machen. Ein fürchterliches, gegen jedes Menschenrecht verstoßendes Unrecht!

Ich habe jetzt erfahren, daß Ihr jüdischer Schicksalsgefährte J. G. Burg - er soll vor 1945 zwölf Familienangehörige verloren haben! - bei Ihnen in Bayern wegen „Volksverhetzung" angeklagt und psychiatrisch untersucht werden soll.

Burg deckt in seinen Büchern Hintergründe des politischen Geschehens auf. Er veröffentlicht aus eigenen Erleben kritische Schriften zur jüngsten Vergangenheit. Er ist meines Erachtens ein echter Regimekritiker.

Seine letzte kleine Schrift „J'accuse" (Ederer-Verlag, Elvirastr. 14, 8000 München 19, 16 Seiten, Januar 1980) enthält erschütternde Anklagen gegen diejenigen, die ihn verfolgen und für „plem-plem" erklären wollen.

Der Hintergrund ist wohl der, daß Herr Burg sich nicht als „Jude in Deutschland", als Außenstehender also, sondern sich patriotisch dem Land zugehörig und verpflichtet fühlt, in dem er lebt.

Er ist also ein „Anti-Zionist". Er weist auf die UNO-Resolution hin, die den Zionismus als Rassismus verurteilt.

ZUR GLEICHEN ZEIT, da Strauß und die CDU/CSU empört Kritik daran übten, daß Kanzler Schmidt das völkerrechtsfeindliche Moskau besuchen will, reiste Strauß nach Israel, dem Staat, der von der UNO laufend wegen fortgesetzter Völkerrechtsbrüche verurteilt wird.

In Israel kritisierte Strauß die bundesdeutschen und westeuropäischen Politiker, die auch den Palästinensern das Selbstbestimmungsrecht zubilligen. Zitat Strauß: „Selbstbestimmungsrecht für die Palästinenser und sichere Grenzen für Israel sind unvereinbar." Die Araber verstanden das so, wie es gemeint war: Strauß sprach im Interesse Israels den Palästinensern das Recht auf Selbstbestimmung ab. Obwohl dieses Grundrecht aller Völker doch wohl nicht teilbar ist. Wer Selbstbestimmung für Deutschland fordert, muß sie auch den Palästinensern zubilligen, sonst wirkt er heuchlerisch und unglaubwürdig.

Der Bonner PLO-Vertreter drohte, man würde solche Haltung von Strauß nicht tatenlos hinnehmen. Strauß fühlte sich bedroht und bat die SPD-Regierung in Bonn um Hilfe.

Diese Vorgänge lassen die Frage aufkommen, inwieweit Strauß in

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Israel deutsche Politik oder andere Interessen vertrat und welche Kräfte im CSU-Führungsgremium entscheiden.

Diese Frage - daß es doch das oberste Ziel einer deutschen Partei und ihrer Sprecher sein muß, zuvorderst deutsche Interessen zu vertreten - stellte ich in einem OFFENEN BRIEF an Herrn Godel Rosenberg, Pressesprecher in der CSU-Parteizentrale und Vorstandsmitglied der Isrealitischen Kultusgemeinde München.

Dieser OFFENE BRIEF behandelt zwar einen ganz anderen Vorgang, im Zusammenhang mit dem oben geschilderten Geschehnissen möchte ich ihn aber der Öffentlichkeit übergeben.

Ingeborg Pröhl

Bevor Sie sich fragen, wieso ich mich für diesen Mann einsetze: Ich schätze als Frau diesen Mann. Er hat nicht das leichtere Los auf sich genommen, indem er die Sache der Sieger gegenüber unserem Volk vertritt. Nein, obwohl er selber gelitten hat, folgt er seinem Gewissen und meint damit, der wirklichen Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden am meisten zu dienen.

Hier sehe ich auch eine Verbindung zu Ihnen, sehr geehrter Herr Rosenberg. Denn auch Sie können als führender Repräsentant der möglicherweise künftigen westdeutschen Regierungspartei nicht als „außenstehender Jude in Deutschland" für andere Interessen wirken, sondern müssen vorrangig patriotisch-deutsche Interessen - innerhalb der CSU allenfalls christliche - vertreten und politische Ziele des Zionismus, sollten sie deutschen Interessen zuwiderlaufen, bekämpfen.

So können Sie aber dann möglicherweise zwangsläufig - weil die CSU ja deutsche und nicht zionistische Politik vertritt - in ähnlicher Weise wie Herr Burg gefährdet werden.

Deshalb und mahnend das Unrecht vor Augen, dem jüdische Abweichler und Regimekritiker in der UdSSR ausgeliefert sind, bitte ich Sie dringen, Ihnen hoffentlich maßgeblichen Einfluß innerhalb der Israelitischen Kultusgemeinde und in der CSU-Zentrale geltend zu machen, um Herrn Burg zu schützen, zumal aus dem Kreis seiner Leser schon Befürchtungen laut geworden sind, daß er in einer „geschlossenen Anstalt" verschwinden oder sein Leben gefährdet sein könne.

271


Der Dringlichkeit halber bitte ich Sie, dieses Schreiben als „Offenen Brief" zu betrachten und ersuche Sie, mich jeweils über den Fortgang und das Ergebnis Ihrer Bemühungen zu unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen gez. Ingeborg Pröhl

Da dieser Brief ohne Antwort blieb, sandte ich Herrn Godel Rosenberg am 20.4.1980 ein weiteres Schreiben:

Sehr geehrter Herr Rosenberg,

am 9.3. schrieb ich an Sie wegen Ihres Leidens- und Schicksalsgefährten, des Schriftstellers J. G. Burg, der in Bayern wegen „Volksverheizung" angeklagt und psychiatrisch untersucht werden soll.

Leider habe ich zu meiner Überraschung bis heute nichts von Ihnen gehört. Das verstehe ich nicht. Bis jetzt imponierte es mir sehr, wenn ich den Medien entnahm, mit welcher Vehemenz sich die verschiedenen jüdischen Organisationen hören lassen, sobald nur einem Angehörigen ihres Volkes irgendwo in der Welt ein Leid geschieht. Mehr noch, es wurde nicht nur protestiert, wenn es um Juden ging (und geht), nein, auch wenn andere Minderheiten in unserem Lande in die Gefahr kamen (und kommen), einer „Diskriminierung" anheimzufallen - ich denke da an das Volk der Sintis - dann schalteten sich jüdische Organisationen ein, um den Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen.

Aber - von einem Einsatz jüdischer Organisationen für Herrn Burg las ich bisher nichts. Es kann aber durchaus daran liegen, daß die Angelegenheit mehr in süddeutschen Zeitungen behandelt wurde. Ich kann mir vorstellen, daß Sie als Pressesprecher zeitlich sehr in Anspruch genommen sind. Da Ihnen gewiß aber alle Zeitungen vorgelegt werden, wäre ich dankbar, wenn Sie mir wenigstens - sollten Sie mir keine Stellungnahme geben wollen - die Auszüge aus Zeitungen schicken würden, die über den Einsatz für Ihren Leidensgenossen berichten.

Ich denke besonders an die „Gesellschaft für deutsch-jüdische Zusammenarbeit", die sich der Sache mit besonderem Nachdruck annehmen könnte.

Es würde mich freuen, bald wieder von Ihnen zu hören. Inzwischen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen gez. Ingeborg Pröhl

272


N.N.

Es dürfte der deutsch-jüdischen Versöhnung dienen, wenn ich auch diesen Brief als OFFENEN BRIEF betrachte.

Auch dieses Schreiben blieb bis heute ohne Antwort. Es häufen sich die Meldungen, daß zeitkritische und politische Abweichler - besonders wenn sie zu „radikal" für unser Volk und gegen die weltweite Greuelpropaganda eintreten - von Gerichten zwangsweise den Psychiatern überantwortet werden. Wir alle sind aufgerufen, dieser Gefahr entgegenzutreten! Haben Sie ein waches Auge gegen alle Versuche, die Justiz für macht- und parteipolitische Zwecke zu mißbrauchen!

Aus „J accuse" von J. G. Burg:

Aus der Presse, wie auch aus den staatsanwaltlichen Verlautbarungen, kann man entnehmen, wo der prinzipielle Schwerpunkt der Vorwürfe liegt. Es ist der „Antizionismus", der als angebliche „Volksverhetzung" recht unverhüllt unter Strafe gestellt werden soll... Etwa 90 % der Juden sind entweder Nicht- oder Antizionisten ... Sollen alle Antizionisten wegen „Volksverhetzung" angeprangert werden? ... Wenn man wegen Gegnerschaft zum Zionismus psychiatrisch untersucht werden soll, müßten doch viele als geisteskrank oder geistesschwach eingestuft werden. Unter anderem Prof. Schoeps... Manes Sperber, der auch in der BRD ausgezeichnet worden ist. Man denke an den Geigenvirtuosen Menuhin... Und wie ist es mit der der zeitigen Präsidentin des EG-Europaparlamentes, ... Frau Veil? ... Es ist noch eine sehr delikate Frage zu stellen: Wieso wird der deutsche Nazismus/Faschismus/Rassismus so verketzert, aber der jüdische von der BRD-Obrigkeit so liebevoll unter seine Fittiche genommen und fast alle seiner Atamane mit den höchsten Bonner Auszeichnungen beehrt?     (Seiten 7-9)

273


274


Seit 45 bis dato
ist Zions Cato
Gan-Eden Thron
in BRD Bonn.

Die bonnokratische Hubbrücke
ist die Rechtsstaat-Tücke
mit zionnazistischer Kustose
als koschere Autodafé-Bosse

„Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: die eine ist die offizielle, verlogene, für den Schulunterricht bestimmte - die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt."
Honoré de Balzac

(„Schwetzinger Zeitung" 5. 4. 80. Heinrich Doser „Freisoziale Union Demokratische Mitte" Rondel 4, 6830 Schwetzingen).

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Es liegt an den Bundesdeutschen, ob sie sich angesichts der drohenden Gefahr vollständiger zionistischer Machtübernahme 5 Minuten vor 12 noch einmal vom Bärenfell erheben.

Behält einer der großen Söhne der einstigen Volkes der „Dichter und Denker" wieder Recht, als er schrieb:

„Selbst im Falle einer Revolution würden sich die Deutschen nur Steuerfreiheit - ni aber Gedankenfreiket - zu erkämpfen suchen."

Friedrich Hebbel

In diesem Sinne übergebe ich „Zionnazi Zensur in der BRD" der Öffentlichkeit.

Ostermontag 1980

J. G. Burg

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AMTSGERICHT MÜNCHEN
Abteilung für Straf- und Bußgeldsachen

8000 München 35, den 2. 7.1980

Geschäfts-Nr. 422 Ls 115 Js 4938/79

Strafverfahren

wegen Volksverhetzung

I. Beschluß

Die Ablehnung des Richters am Amtsgericht Mehlhorn wird als unbegründet zurückgewiesen.

Gründe

Der Angeklagte führt zur Begründung seines Ablehnungsgesuchs die Ignoranz des Richters Mehlhorn sowie den Umstand an, daß der Richter die vom Angeklagten angebotenen Beweismittel bei der Ansetzung des Hauptverhandlungstermins nicht berücksichtigt hat.

Eine Besorgnis der Befangenheit kann aus beiden Gründen nicht anerkannt werden.

Dem Richter ist es unbenommen, erst in der Hauptverhandlung über die Erhebung angebotener Beweise zu entscheiden. Ob die vorgenommene Sachbehandlung richtig war, kann dahinstehen. Der Richter hat jedenfalls nicht zum Ausdruck gebracht, daß er auf das Verteidigungsvorbringen des Angeklagten überhaupt nicht eingehen will. Eine Besorgnis der Befangenheit ist deshalb nicht gegeben.

Daß der abgelehnte Richter nach der Behauptung des Angeklagten gewisse Kenntnisse nicht besitzt, führt ebenfalls nicht zum Erfolg des Ablehnungsgesuches. Eine Besorgnis der Befangenheit liegt nämlich nur vor, wenn an der Unvoreingenommenheit und objektiven Einstellung des Richters gezweifelt werden kann. Der Angeklagte hat keinen Anspruch darauf, daß der Richter zu den anstehenden Fragen eine besondere Sachkunde besitzt.

Dr. Schmid
Richter am Amtsgericht

277


J. G. Burg

An das
Amtsgericht München
Postfach
8000 München 35

In der Strafsache

Az 422 Ls 115 Js 4938/79

Ich nehme Bezug auf die durch Rechtsanwalt René Freiherr von Godin am 28. 07. 1980 eingelegte Beschwerde gegen den Beschluß vom 02. 07. 1980. Für das Einlegen der Beschwerde erteile ich hier nachträglich noch Vollmacht, soweit nötig, und erlaube mir selbige zu begründen:

Ich nehme Bezug auf das Schreiben des Sonderdrucks aus dem Verlag IKC Presse, Glattbeck des Herrn Gerd Schmalbrock „die Ungehorsame, das Problem mit der Volksverhetzung", seinen 85. Brief, wo es auf Seite 36 heißt:

„Eine objektive Gefährdung des öffentlichen Friedens ist nicht erforderlich, um den Tatbestand des § 130 zu erfüllen. Schon das Reichsgericht hat am 31. Mai 1901 dargelegt, daß es keineswegs nur auf die Empfindungen einer angereizten Bevölkerungsklasse ankommt, sondern daß die Hervorrufung einer wirklichen Gefahr für den öffentlichen Frieden und somit eine nahelieggende Möglichkeit der Störung desselben schon notwendig vorliegen muß."

So das Reichsgericht, das wesentlich konservativer, respektiver, brutaler und bevölkerungsfeindlicher geurteilt haben soll.

Ich gehe davon aus, daß Sie das Urteil selbst ausfindig machen können. Mir steht eine Sammlung der reichsgerichtlichen Urteilsammlung nicht zur Verfügung.

Das angeblich liberale Bundesgericht hat jedoch kategorisch erklärt: Eine Erörterung ob die Schätzung auf 6 Millionen ermordete Juden einer Korrektur nach unten bedürfe, darf nicht stattfinden, vielmehr stellt dieselbe bereits eine Volksverhetzung dar, die den Tatbestand des § 130 voll erfüllt. Darum wird jedem jüdischen Staatsbürger das Recht zuerkannt, sich durch Erörterungen verletzt zu fühlen, die einen historisch angenommenen Tatbestand in Zweifel zu setzen suchen.

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Wohlgemerkt, das Bundesgericht verbietet nur arischen Personen die Philosophie über die Nazimorde, nicht jedoch jüdischen. Das Gericht wird sich daran erinnern, daß ich, J. G. Burg, Jude bin. Ich schaue auch wie ein Jude aus. Deshalb heißt es in dem zitierten Buch weiter:

„Selbstverständlich können wir keinen jüdischen Staatsbürger strafrechtlich verfolgen, der sich herausnimmt, über solche Erörterungen nicht in seiner Menschenwürde verletzt zu sein. Wir können ihn nicht einmal strafrechtlich verfolgen, wenn er die Annahme von der Vergasung von 6 Millionen Juden eine Frechheit und eine Lüge nennt."

Der Richter ist hundertprozentig befangen, schon allein deshalb, weil ich ihn als befangen abgelehnt habe. Diese empfindlichen Menschen vertragen solche Sachen nicht. Der Zorn des Richters geht schon soweit, daß er noch nicht einmal mehr die gängige Rechtssprechung mehr studiert und auf meine jüdische Abstammung keine Rücksicht nimmt. Wie kann man es einem Menschen, der so lange im KZ gewesen ist zumuten vor einem wildgewordenen Amtsrichter zu erscheinen. Wenn der Richter sich tatsächlich einbilden sollte, es seien 6 Millionen Juden vergast worden, so muß er auch mir zugute halten, daß ich um die Vergasung auch nur ganz knapp herumgekommen bin. Irgendwo ist das Verhalten des Richters ja auch schizophren.

J. G. Burg

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