„Wir lernten, schweigend zu hassen"

Überlebensbericht einer Frau aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Krystyna Zywulska: Wo vorher Birken waren - Überlebensbericht einer jungen Frau aus Auschwitz-Birkenau ...

Nachdem die alliierten Armeen die Tore der nationalsozialistischen Konzentrationslager geöffnet haben, schrieben viele, die sie überleben konnten, ihre Erinnerungen; denn sie hatten das Bedürfnis, der Welt mitzuteilen, was innerhalb der elektrisch geladenen Stacheldrähte möglich gewesen war. Freilich hatten sie Zweifel, ob ihre Beschreibungen auch geglaubt würden: ,Ein normaler Mensch wird das niemals glauben können', sagte eine, die - wie die Autorin dieses Buches - in unmittelbarer Nähe der Krematorien und Gaskammern von Birkenau zur Arbeit eingeteilt war.

Nach 1945 entstand eine Vielzahl solcher Erlebnisberichte. Jeder hat das KZ anders erlebt, den es unterschieden sich nicht nur die Lager; 1944 herrschte eine andere Atmosphäre vor als 1941 ...

Und sie unterschieden sich ebenfalls entsprechend der Persönlichkeit der Autorin ...

Nun hat der ... Verlag den Bericht einer polnischen Autorin in deutscher Sprache herausgebracht, der in Polen vor 30 Jahren erschienen ist. Allein schon die Persönlichkeit der Verfasserin weckt besonderes Interesse für dieses Buch ... Zywulska konnte in Warschau den Deutschen zwar verbergen, daß sie Jüdin ist, sie entging jedoch nicht der Verhaftung. Als 'Arierin' wurde sie am 25. August 1943 nach Auschwitz eingeliefert, wo sie bis zur Evakuierung dieses Lagers im Januar 1945 zu bleiben hatte ...

Als Schriftstellerin lebte sie in Polen, bis sie - als vor einem Jahrzehnt die polnischen Behörden den in ihrem Land lebenden Juden die Existenzmöglichkeit entzogen haben - den bitteren Weg in die Emigration gehen mußte; diesmal konnte sie ihre Abstammung nicht verbergen. Sie lebt nun in Düsseldorf ...

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34 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz sind in Washington Luftaufnahmen des Massenvernichtungslagers veröffentlicht worden, die mehr als ein Jahr vor Kriegsende von der US-Luftaufklärung gemacht wurden. Das Foto links zeigt Auschwitz I, Foto rechts Auschwitz II (Birkenau). Auf dem Birkenau-Foto deutet der Zeigestock auf eine Häftlingsgruppe, die gerade an der Rampe aus einem Güterzug ausgeladen wurden. Oberhalb der Rampe links sind die Häftlingsbaracken, ober- und unterhalb des Zeigestocks die Krematorien I und II, die die SS Ende 1944 abreißen ließ. Fotos: dpa

Man studiere bitte aufmerksam den Genscher-Brief und die Luftaufnahme um feststellen zu können, daß es sich auch hier um ein Tinnef-Fotomontage handelt, das rechtzeitig erschien um die Annullierung der Verjährungstermins vom 31.12.79 zu beeinflussen.

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Als im Winter 1943/44 eine Fleckfieberepidemie wütete, ist auch Zywulska erkrankt. Sie wird in den Häftlings-Krankenbau eingeliefert. Wir verdanken ihr eine Beschreibung des Sterbens und des Lebens dort: ,Wir versuchten nachzuzählen, wie viele unserer Gruppe gestorben waren, aber wir kamen mit dem Zählen nicht nach ... Dank der Pakete, welche ,arische' Häftlinge (Russen freilich ausgenommen) damals bekommen konnten, wurde Zywulska wieder gesund. Und Freundinnen verhalten ihr zu einem der besten Kommandos ... Nun zählte sie zu den Privilegierten ... Täglich mußte sie beobachten, wie die große Mehrheit als nicht arbeitsfähige zu einer der Gaskammern eskortiert wurde ...

Es ist bedauerlich, daß einige Irrtümer nicht bei der deutschen Ausgabe dieses Buches richtiggestellt wurden. Es ist leicht verständlich, daß in vielen Berichten aus dem Leben in einem KZ die zeitliche Reihenfolge verschiedener Ereignisse verwechselt wurde; mußte man sich doch auf sein Gedächtnis verlassen, wenn man seine Erinnerungen nachträglich zu Papier bringt. Es muß aber wohl ein Übersetzungsfehler sein, wenn der erste Abschnitt mit ,Stammlager Auschwitz' überschrieben ist; denn das Frauenlager ist schon ein Jahr, bevor Zywulska dorthin deportiert wurde, vom Stammlager nach Birkenau verlegt worden. Hermann Langbein" (Kursiv vom Verf.)

(„Süddeutsche Zeitung" 27. 2. 80. S. 22)

Kommentar?

AUSWÄRTIGES AMT
214-E-Stuparek

Bonn, den 8. Januar 1979

Herrn
Josef Stuparek
Schönstr. 22
8000 München 90

Sehr geehrter Herr Stuparek!

Bundesminister Genscher hat mich gebeten, Ihr Schreiben vom 21. Dezember 1978 zu beantworten.

Auch mir ist bekannt, dass es im Lager Auschwitz keine Gaskammern gegeben hat. Die Gaskammern befanden sich im ca. 3 km davon entfernten KZ Auschwitz-Birkenau. Bundesminister Genscher hat bei seiner Eintragung in das Gedenkbuch in Birkenau aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

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Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Dr. Scheel

Am Internationalen Frauentag legten Antifaschisten Blumen auf dem Grab von Orli Wald-Reichert auf dem Engesohder Friedhof in Hannover nieder. Damit ehrten sie eine Frau, die ihm KZ Auschwitz-Birkenau Lagerälteste war und mehrer Mitgefangene vor dem Tod in der Gaskammer retten konnte. (Kursiv vom Verf.). Wegen ihres selbstlosen Einsatzes für ihre Mithäftlinge wird sie in den Verbänden der ehemaligen Lagerinsassen 'Heldin von Auschwitz' genannt."

Wahrheit und Dichtung.

„Im Lager Auschwitz-Birkenau gab es ein Orchester, das ausschließlich aus jungen Frauen bestand und dessen Existenz der eitlen Idee des Lagerkommandanten zu verdanken war (analog dem bekannten Männerorchester von Auschwitz).

(„die tat" 14. 3. 80. S. 14 u. 15)

WOZU ? ?

Kommentar?

„Der Naziterror traf nicht nur Juden

Israelische NS-Verfolgte wenden sich gegen Geschichtsfälscher

Als Geschichtsfälschung bezeichnete der Vorsitzende der Sektion ehemaliger Auschwitzhäftlinge im Israelischen Verband antifaschistischer Kämpfer und Verfolgten des Nazismus ... Herbert Wallerstein, die in Israel verbreitete Darstellung, Auschwitz und die Schrecken des Naziregimes hätten nur jüdische Bürger getroffen ...

Mit dieser Feststellung wolle er, so betonte Wallerstein, die Besonderheit der Nazi-Antisemitismus und seine Ausrottungspolitik gegenüber den Juden keineswegs bagatellisieren." (Kursiv vom Verf.)

(„die tat" 7. 3. 80, S. 14)

(„Briefe die ich für Deutschland schrieb" I, S .3
Else Löser
Kaiserslautern, den 20. Januar 1979
Herrn
Peter Märtesheimer
Fernsehspiel-Redakteur im WDR
Köln)

»In Wahrheit geht es doch nur darum, dem deutschen Volk einen

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nicht endensollenden Schuldkomplex aufzuzwingen, damit man es bis in alle Ewigkeit umso leichter erpressen kann, wie das seit 33 Jahren bereits geschieht. Und Deutsche oder sogenannte Deutsche leisten dazu Handlangerdienste; was in keinem anderen Volk der Erde möglich wäre.

Unzählige ausländische Historiker, die durchaus nicht immer Freunde Deutschlands sind, aber Verfechter der Wahrheit - sagen klipp und klar, daß es keinen einzigen Befehl deutscher Staatsmänner zur Tötung der Juden gegeben hat, daß es keine einzige Gaskammer in Deutschland gegeben hat, daß es unmöglich war 6 Millionen Juden umzubringen, denn es fehlten sämtliche technische Voraussetzungen und Hilfsmittel dafür mitten im Bombenterror über Deutschland.

Die UNO, die ganz bestimmt nicht für Deutschland günstig aussagen wollte, hat festgestellt, daß in den 12 Jahren der Hitlerregierung 200 000 Juden gestorben sind, gleich welcher Todesart, also durch Tötung, Verurteilung als Partisane oder Saboteure durch Erschießung, durch Bomben, die auch auf Lager fielen - oder sollten die Bomben über den Lagern einen Umweg machen? - oder durch sonstige Kriegseinwirkungen, aber auch durch natürlichen Tod und Alter.

In jedem anderen Volk würde man dankbar nach dieser Rehabilitierung greifen, würde alles daran setzen, um die Wahrheit zu ergründen und bekanntzugeben, um von einem so furchtbaren Verdacht befreit zu werden. Aber die in verantwortlichen Posten stehenden Deutschen gieren förmlich danach, bis in alle Ewigkeit als Verbrecher zu gelten."

KAPT.-ING. K. W. SANNER
2161 BARGSTEDT
Susbeek 4
Tel. (04164) 2186

An den
Westdeutschen Rundfunk
3. Programm
- HOLOCAUST -
Postfach, 5000 KÖLN

27. Januar 1979

Sehr geehrte Damen und Herren!

Als Anlage überreiche ich ein Exemplar - „Die Auschwitz-Lüge" - zu Ihrem gefälligen Studium.

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Als nächstes darf ich mich vorstellen:

Jahrgang 1936, geb. in Köln, Vater Kommunist (Spartakusbund), Mutter, Kommunistin, (Rosa Luxemburg-Kreis), Vater, KZ-Häftling Buchenwald, Bitterfeld und Dora bis 1944, dann aufgrund seiner Verdienste im I. Weltkrieg vorzeitig entlassen.

Mutter ist Duzfreundin von Max Reimann und Herbert Wehner. -

Ich bin Mitglied der SPD und gewählter Abgeordneter der SPD. Ich habe 13 Jahre Seefahrt hinter mir und habe fast alle Länder dieser Welt besucht. - Ich habe im Ausland zu keiner Zeit die „krumme Haltung" eingenommen nach dem Motto „Entschuldigung, ich bin Deutscher". Ich bin persönlich bekannt mit dem Herrn Erik Blumenfeld (Auschwitz-Häftling) und kenne einen Juden namens Adolf Stern, der für die NPD im Bremer Parlament als Abgeordneter gesessen hat. - Ich weiß, daß Herr Horst Ehmke, SPD (MdB) in Danzig der rücksichtsloseste HJ-Führer war. Zudem bin ich sicher, daß, hätte Adolf Hitler noch 5 Jahre mehr gehabt, Leute wie Barzel und Ehmke hervorragende SS-Leute geworden wären.

Ich habe den Blödsinn „HOLOCAUST" im Fernsehen verfolgt und darf feststellen, daß sowohl meine Gattin als auch ich uns köstlich amüsiert haben über die Einfalt derer, die dieses Greuel-Musical zustande gebracht haben. -

Für wie dumm müssen die Autoren die ganze Welt halten, einschließlich der Juden und Zionisten, sollten sie tatsächlich des Glaubens sein, daß sich derartige Verlogenheiten langfristig am Leben halten können -

Gemessen an dem, was seit Beginn des II. Weltkrieges und erst recht nach 1945 über die Leiden der Juden und anderer in der Literatur verbreitet worden ist, muß ein jüdischer KZ-Häftling beleidigt sein, wenn ihm HOLOCAUST als das präsentiert wird, was tatsächlich war. - Nur die Wahrheit sieht ja ganz anders aus. -

Da sollte man doch einmal die Werke des französischen Widerständlers und Buchenwaldhäftlings Prof. Paul Rassinier lesen. - Wenn man diese wissenschaftlichen Werke intus hat, dann weiß man auch ein wenig mehr über den Herrn Kogon, der ja in Buchenwald lt. Rassinier sich auf Kosten seiner Mithäftlinge ein rechtes DOLCE VITA erlaubt hat. - Und solch einen Typ setzt man noch den Fernsehzuschauern und den ehemaligen Häftlingen vor!! Zugute halten muß man ihm, daß er, inzwischen vorsichtig geworden hinsichtlich der Wahrheit, - seiner Wahrheit -, erklärte, daß gewisse Dinge, sowie sie in dem Film dargestellt worden sind, in Wirklichkeit nicht haben geschehen können. Mein Vater, KZ-Häftling, war dankbar, daß man ihn inhaftiert hat, - er wurde dann auf Ersu-

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chen seines Kommandeurs aus dem I. Weltkrieg vorzeitig entlassen und hat sodann bis Kriegsende als freier Mann bei SIEMENS & SCHUCKERT gearbeitet, - da er sonst womöglich an der Ostfront vor die Hunde gegangen wäre.

Meine Mutter hat, zusammen mit holländischen Widerstandskämpfern geschmuggelt und Feindsender gehört (Sittard, Valkenburg-Grotten) und sollte 1944 in Holland, von der GESTAPO deswegen verhaftet, an die Wand gestellt werden. - SS-Offiziere haben sie befreit unter vorgehaltener Pistole und Androhung an die Braunhemden (Ortsgruppen-Amtsleiter etc.) sie an die Front zu schicken, sollten sie dem Ausland ein so schäbiges Beispiel geben, eine alleinstehende deutsche Frau mit zwei Kindern, zu erschießen. Die SS hat uns dann auch gleich mit einem Tigerpanzer nach Deutschland gebracht, dafür Sorge getragen, daß wir für den Verlust von Wohnung und Mobilar vom Kriegsschädenamt in Köln vollen Ausgleich bezahlt bekamen. Als das sichergestellt war, fuhren diese SS-Soldaten wieder an die Front und wir wurden nach Niedersachsen evakuiert, wo wir seit der Zeit leben.

Ich habe unmittelbar in der Nähe des KZ Buchenwalds gelebt, ca. 14 Monate, und zwar in Gispersleben auf dem Roten Berg l (Groß-Ziegelei) etwas näher zu Erfurt als zu Weimar gelegen. - Diese Ziegelei, zunächst aus Mangel an Arbeitskräften stillgelegt, wurde zu der von mir angesprochenen Zeit mit KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen wieder in Betrieb genommen. Vornehmlich waren es samt und sonders Menschen aus dem Osten. - Abgesehen davon, daß zwei große Tonkuhlen betrieben werden mußten, drei Maschinenhäuser gewartet und nach und nach insgesamt sechs Brennöfen gewaltigen Ausmaßes in Betrieb genommen werden mußten, Feldbahnen gefahren und Reparaturanlagen betrieben werden mußten, wurde auch die fabrikeigene Landwirtschaft reaktiviert und zudem galt es, ein großes Kartoffellager der Luftwaffe zu unterhalten, d. h. es mußten die Kartoffel von Zeit zu Zeit aussortiert werden und Versorgungstransporte zusammengestellt werden.

Eine große Anzahl der beschäftigten Häftlinge waren in einem soliden Steinhaus mit mehreren Wohnungen (ursprünglich Betriebswohnungen) untergebracht und bewegten sich völlig frei.

Zwischen diesem Haus und der Direktionsvilla, die ca. 50 m davon entfernt war, hatte man lediglich eine Holzbaracke für zwei Wachleute aufgebaut, die, soweit nur möglich, sich mehr mit den älteren BDM-Jahrgängen vergnügten, als daß sie sich groß um die KZ-Häftlinge gekümmert hätten, die unter der Leitung von Meistern und Ingenieuren

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(fast ausnahmslos reaktivierte Pensionäre) ihre Arbeit verrichteten. - Lediglich im Kartoffellager waren die Häftlinge unter militärischer Aufsicht. - Das galt insbesondere für die Häftlinge, die morgens zur Arbeit aus Buchenwald angefahren und abends wieder abtransportiert wurden. - Übrigens hat man später hören können, daß die Wachleute in der Baracke auf Antrag des Direktors (SA-Funktionär) zu seinem persönlichen Schutz und nicht zur Bewachung der KZ-Häftlinge zum Einsatz gekommen waren.

Meine Familie, d. h. meine Mutter, mein fünf Jahre jüngerer Bruder und ich, lebten damals von Fürsorgeunterstützung und gelegentlichen Zuwendungen der NSV. - Nicht daß wir gehungert hätten, aber viel zu Beißen gab es nicht. - Meine Mutter verdingte sich in der fabrikeigenen Landwirtschaft, wo sie zusammen mit weiblichen polnischen und russischen Häftlingen und anderen deutschen Frauen arbeitete. -

Eine nicht unwesentliche Bereicherung unserer Ernährung kam dank der KZ-Häftlinge zustande. - Diese wurden, abgesehen von den ansässigen, die ihre eigene Küche unterhielten und für ihren Unterhalt regelmäßig Lebensmittellieferungen per LKW erhielten, sowie aus der fabrikeigenen Landwirtschaft mit Kartoffeln, Rüben, Gemüse und zwei schlachtreifen Schweinen pro Jahr versorgt wurden, mittags aus mit Zugmaschinen angefahrenen Gulaschkanonen versorgt. -

„168 29.10. 42; A:RF; SS-Gruf. Heinrich Müller, Chef Amt IV (Gestapo)/ RSHA, und SS-Brif. Richard Glücks, Chef Amtsgruppe D (K.L.)/ WVHA

1.) Ich genehmige mit sofortiger Wirkung, daß Häftlinge Lebensmittelpakete von ihren Angehörigen empfangen dürfen.

2.) Die Anzahl der Pakete, die ein Häftling erhalten kann, ist unbeschränkt. Der Inhalt muß jedoch am Tage der Ankunft oder am darauffolgenden Tage von dem Häftling verzehrt werden. Wenn dies nicht möglich ist, erfolgt die Verteilung auch an andere Häftlinge.

3.) Diese meine Anordnung bezieht sich nicht auf deutsche, sondern auch auf alle anderen Häftlinge, die die Möglichkeit haben, sich Lebensmittelpakete schicken zu lassen.

4.) Jeder SS-Angehörige, der sich an einem Lebensmittelpaket eines Häftlings vergreift, wird mit dem Tode bestraft.

5.) Mißbraucht ein Häftling die Sendung von Paketen zum Durchbringen von Kassibern, Werkzeugen oder sonstigen unerlaubten Dingen, so

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büßt er dies sofort mit dem Tode. Seine Baracke erhält für drei Monate das Verbot, Pakete zu empfangen.

gez. H. Himmler"

(„Reichsführer! Briefe an und von Himmler". Herausgegeben von Helmut Heiber Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1968, S. 166).
(Zitat vom Verf.)

Zur Mittagspause, vor allem in den Ferien, fanden sich die Kinder der auf dem Roter Berg lebenden Familien dort ein, wo die KZ-Häftlinge ihr Essen in Empfang nahmen. - Auch die Wachmannschaften und Militärs nahmen das selbe Essen in Empfang. - In der Regel handelte es sich um Graupensuppen mit Rindfleischeinlagen, Tomatensuppen mit dazu verabfolgtem Kommißbrot, Milchsuppen, Sauerkrautgerichten usw. - Kommißbrot gab es immer zusätzlich, allerdings ohne Aufstrich oder dergleichen. - Ich kann mich nicht entsinnen, daß es jemals vorgekommen wäre, daß wir Kinder nicht jedes ein Kochgeschirr mit Suppe sowie ein ganzes oder halbes Kommißbrot mitnehmen durften, allerdings mußten wir warten, bis sowohl Häftlinge als auch Bewachung genug gegessen hatten. Soweit dann noch etwas übrig geblieben war, wurde das dann der naheliegenden Schweinemästerei zugeführt.

Gelegentlich erlebten wir Kinder als freudiges Ereignis, daß uns die Häftlinge, wenn wir uns in ihrer Nähe aufhielten, Schokolade und Bonbons schenkten, Dinge, die man nirgends, in welchem Laden auch immer, damals kaufen konnte. - Diese Sachen, stammten aus der Schweiz, woher die Häftlinge offenbar regelmäßig Pakete bekamen.

An sehr heißen Tagen wurde im Sommer die Mittagsstunde für alle verdoppelt und wurden dann die Häftlinge von ein bis zwei Bewachern zu einem der großen Badeteiche zum Baden geführt. Diese Badeteiche waren abgebaute Tonkuhlen, die sich mit der Zeit mit Wasser gefüllt hatten. - Als ich vor kurzem nach über 30 Jahren den Roter Berg wieder besucht habe, fand ich fast alles unverändert vor, es gibt jetzt ein paar Teiche mehr und in die anderen Kuhlen hat die Stadt Erfurt gute 10 Jahre lang ihren Mühl gefahren. - Doch das nur nebenbei bemerkt.

Ich kann mich nicht entsinnen, jemals Zeuge von Mißhandlungen der Häftlinge gewesen zu sein, sei es auf den Feldern oder in den Tonkuhlen oder sonstirgendwo gewesen, wo wir uns in der Nähe aufhalten konnten, um den Leuten bei der Arbeit zuzusehen. - Gehungert haben diese Menschen ebensowenig. - Daß gegen Kriegsende, als dann alles zusammenbrach, die Dinge anders gewesen sein mögen, ja sicher anders gewesen sind, das soll unbestritten bleiben.

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Meine Mutter, als Kommunistin erkannt und aktenkundig, hatte gelegentlich, je nach dem mit welcher Verwaltungs- oder Dienststelle sie es zu tun hatte, Schwierigkeiten. Per Saldo aber ist es uns in der Zeit des Dritten Reiches gemessen an der Gesamtlage gut gegangen. - Ich wurde schulisch gefördert und durfte sogar das Konservatorium in Erfurt (Meister Eckhart Werk) besuchen und wurde es ermöglicht, daß ich eine Geige zugeteilt bekam. - Später habe ich in Holland die Musikschule in Heerlen besuchen dürfen. -

Solche Förderungen ist uns nach 1945 nicht zuteil geworden. - Als wir hier nach Bargstedt kamen (August 1944) wußte der hier tätige Volksschullehrer H. Gluth, (NS-V-Mann) genau über die politische Einstellung meiner Mutter und über die Tatsache, daß mein Vater KZ-Häftling war, Bescheid. - Ich bekam das in der Schule sehr bald zuspüren. -

Als dann der Krieg vorbei war, ging es erst recht los. - Wir mußten uns Schutzmatten aus Stroh vor die Fenster hängen, damit man uns nicht dauernd nachts die Scheiben mit Steinen einwarf, weil Mutter der KPD wieder angehörte. - Als ich auf das Gymnasium kommen sollte, hat der o. g. Lehrer alles mögliche beim dortigen Direktor versucht, solches zu verhindern und offen bekannt, daß er dagegen ist, daß Kommunistenkinder gefördert würden. - Einen Landarbeiter, der im harten Winter 1947, als Fremd- und Flüchtlingsfamilien von der Gemeinde Bäume zum Fällen und danach zum Brennmaterial zugeteilt bekamen, - uns beim Fällen und anschließenden Zersägen einer großen Birke geholfen hatte, wurde des nachts am Dorfeingang, eben weil er einer Kommunistin geholfen hatte, fast totgeschlagen und niemand war bereit, diesbezüglich eine Anzeige vorzunehmen. So gibt es noch andere Beispiele doch will ich es damit genug sein lassen; nur, zur Zeit des Dritten Reiches ist uns so etwas nicht widerfahren!

Da meine Mutter bis zum Verbot der KPD aktiv politisch tätig war, - hier in Bargstedt gab es zuletzt insgesamt 15 KPD-Mitglieder -, und mich nach Hamburg und Stade und Hannover stets zu allen möglichen Versammlungen mitgenommen hat, habe ich eine beträchtliche Anzahl von Menschen kennengelernt, die entweder selbst im KZ gewesen waren. - Damals wurden tagtäglich Lebens- und Überlebens-Geschichten ausgetauscht und wer wäre wohl ein interessierterer Zuhörer gewesen als ein junger Mensch wie ich. - Nur, Geschichten, wie HOLOCAUST oder was es da sonst inzwischen alles schon in Film und Literatur gege-ben hat, habe ich nie gehört. -

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Später, als in der KPD-Zentrale in Stade, Hinterm Hagedorn, auf höhere Weisung Greuelphotos und entsprechende Berichte in die Schaufenster der Zentrale gehängt werden mußten, hat es darob heftigen Streit gegeben, da die Mehrheit der Mitglieder, soweit sie KZ-Häftlinge gewesen waren, dies alles als Sowjetpropaganda erkannten und bezeichneten und sich gegen solche Veröffentlichungen aussprachen. - Der damalige Kreisleiter W. Schutt, hat dann letztlich diese Sachen wieder entfernen lassen.

Allerdings hat dies bewirkt, daß einige es danach nicht mehr gewagt haben, Entschädigungsanträge zu stellen, da sie nicht von solchen Greueltaten berichten konnten. - Meiner Mutter und meinem Vater ist es so ergangen und haben beide niemals eine Entschädigung beantragt, weil sie der Auffassung waren, daß es ihnen so gut gegangen ist, daß, sollte auch nur ein Teil dieser Greuelpropaganda wahr sein, dann solche Entschädigung oder Wiedergutmachung anderen zustünde.

Letztlich:

Vor rund 15 Jahren wurde noch öffentlich erklärt, auch in den Medien, die Deutschen hätten die Morde von Katyn auf dem Gewissen, sie waren Gegenstand der Nürnberger Prozesse. - Wer das leugnete, wurde als Nazi verschrien. -

Inzwischen weiß man es besser, ja sogar Herr G. Löwenthal (ZDF) hat diesbezüglich erst vor ein paar Monaten im Fernsehen klar festgestellt, daß es sich hier um eine Greuellüge handelte und die Russen die Täter waren.

Vor noch 6-10 Jahren wurde allerorten öffentlich, wann immer gewisse Kreise es für nötig hielten, und aus der Literatur ist diese Lüge und Abscheulichkeit ja wohl nicht mehr zu tilgen, behauptet und sogar „bewiesen" (Womit??!!) daß in den deutschen KZs Gaskammern betrieben worden seien. -

Inzwischen wagt man es kaum noch, solch einen Blödsinn zu verbreiten, weil es eben solche Gaskammern nie gegeben hat, wenn man von solchen absieht, die die Sieger nach dem Krieg haben aufbauen lassen, z. B. die Amerikaner in Dachau (die sind inzwischen wieder abgerissen worden) oder die Russen in Buchenwald und anderenorts.

Nun zieht man sich auf Lager zurück, die außerhalb der westlichen Einflußsphäre liegen, wie z. B. Auschwitz. -

Nach den mir vorliegenden Erkenntnissen, und diese stützen sich auf Aussagen von ehemaligen KZ-Häftlingen aller möglichen Nationen, hat es in Auschwitz ebensowenig Gaskammern gegeben. -

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Offenbar hat man inzwischen gemerkt, daß der Lügensack bald platzen wird und dann die Deutschen nicht mehr bereit sein würden, die Renten- und Pensionskasse für die halbe Welt abzugeben. Zusätzlich geht es um die Verjährungsangelegenheit, - hier hat man ja bisher ein ganzes Volk politisch erpressen, mundtot und wiederum finanziell kirre halten können.

Deswegen HOLOCAUST und all das, was jetzt noch kommen wird!! Dankenswerterweise hat der Bundeskanzler H. Schmidt im Fernsehen klar zum Ausdruck gebracht, daß es bislang sogenannte und auch praktizierte besondere politische Beziehungen zum Staat Israel gegeben hat, aber damit demnächst Schluß sein würde. - Wollen wir hoffen, daß H. Schmidt noch lange Kanzler bleibt und hart bleibt, es wird höchste Zeit, daß man den anderen den Spiegel vors Gesicht hält, damit klar wird, daß sie im wesentlichen die Schandtaten begangen haben und nach wie vor ungestraft weltweit begehen, die man den Deutschen nun schon so lange untergeschoben hat, um zu erpressen und selbst im Trüben fischen zu können. Ich habe oft die Älteren, die es wußten, gefragt, warum sie schweigen und schuften, anstatt sich zu wehren. - Mir wurde gesagt: „Das hat keinen Zweck, wir haben den Krieg verloren, und daher müssen wir uns alles aber auch alles alles gefallen lassen." Da es nach und nach so aussah, als würde dies alles bald ein Ende haben, habe ich ebensowenig auch nur ein Teil dessen von mir gegeben, was nunmehr in diesem Brief steht. -

Jetzt aber bin ich der Auffassung, daß diesen internationalen Verbrechern und Lügnern und ihren Helfershelfern entgegengetreten werden muß, denn nun will man mein Geld, das Geld meiner Kinder und Kindeskinder; nun will man meine Ehre in den Schmutz treten und die meiner Kinder und da werde ich nicht tatenlos zusehen. - Ich bin so erzogen und habe so gelebt, daß die Freiheit, die ich beanspruche, gemessen werden muß an der Freiheit, die ich jedem anderen Mitmenschen zugestehe. Vorurteile hat es in meinem Leben nie gegeben und wird es diese auch nie geben, darunter habe ich selber zu sehr leiden müssen, nach 1945!! -

Nur ich habe nichts für einen Staat übrig, der es sich zur Maxime gemacht hat, nachdem er erst auf den Gebeinen und dem Blut von abertausend hilflosen Arabern aufgebaut worden ist, auf Kosten der ganzen Welt, vornehmlich der Deutschen zu leben, und dabei die Verruchtheit besitzt, das Geld, das möglicherweise zu Recht solchen Menschen als Entschädigung zusteht, die echt Schaden genommen haben, nicht etwa diesen

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zukommen zu lassen, sondern dafür Waffen zu kaufen, um kräftig Expansionspolitik zu betreiben, sodaß Prof. P. Rassinier zu dem Schluß kommt, die Israelis seien im Grunde die tatsächlichen Nazis.

Ich bin der Auffassung, einem alten englischen Sprichwort zufolge, daß es sich nicht mehr lohnt, über vergossene Milch zu jammern, d.h. ich würde nicht dafür eintreten, daß Israel die zu Unrecht empfangenen Gelder zurückzahlt, wo sollten die auch hergenommen werden?! - da müßte man ja anfangen, zu arbeiten!! - Aber, ich bin der Auffassung, nun muß es mit dem ewigen Zahlen in ein Faß ohne Boden ein Ende haben! - Und was die Verjährungsangelegenheit angeht nur soviel:

Wer Interesse hat, die deutsche Geschichte zu kriminalisieren, muß das Recht manipulieren. Deshalb wurde bereits zweimal die Verjährungsfrist für angebliche oder tatsächliche deutsche Kriegsverbrechen von den Bonner Parteien verlängert. Doch dies genügt offenbar gewissen internationalen Kreisen nicht. Jetzt soll unter ausländischem Druck die Verjährung ganz aufgehoben werden.

Der Verjährung liegt die aus der Klassik der Rechtsprechung kommende, generationserprobte Weisheit zugrunde, daß einmal der Rechtsfriede hergestellt werden muß und die Rechtsgemeinschaft unter das Begangene einen Schlußstrich setzt. Das aber wollen die Befürworter einer neuen Rechtsmanipulation nicht. Ihnen geht es nicht um das Recht und im Grunde auch nicht um die Aburteilung einzelner Täter, - die gibt es ja auch kaum noch! - Es sei denn, wir fangen jetzt bei den Siegern an! - Das wahre Ziel ist es, über bis ins 3. Jahrtausend laufende Prozesse, das deutsche Volk auf der Anklagebank zu halten und auch die nachfolgenden Generationen (z. B. die heute drei- und vierjährigen) mit Schuldvorwürfen aus der NS-Zeit zu belasten, politisch zu lahmen und bei Ihnen abzukassieren.

Jeder vernünftige Mensch, wird sich sagen müssen, daß man so da-hinsteuert, daß eines Tages, wenn es so weitergehen sollte, Generationen aufstehen werden und dann wird es wahrscheinlich wieder einmal die Falschen treffen; aber vielleicht wollen die, die jetzt am Werke sind, das ja so haben.

Nocheinmal zurück zu HOLOCAUST:

Wäre es all denen, die in dieser Sache tätig geworden und gewesen sind, um die geschichtliche Wahrheit und um den moralischen, und daher edlen Anspruch gegangen, hätte man auch oder gerade in kleinen Dingen äußerst genau sein müssen, die Schauspieler hätten ohne Gage spielen müssen und man hätte diesen Film aller Welt kostenlos zur Verfügung

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stellen müssen und so weiter und so fort! So aber hat man sich die Börse gefüllt, sich fett gemacht und ein primitives Grusical auf den Markt geworfen, um politisch im Trüben zu fischen und hat damit im Grunde genommen den Beweis dafür erbracht, daß es sich um übelstes Machwerk handelt und sich selbst diskriminiert. - Nur, welcher einfältige Mensch merkt das schon!? - Da gilt das alte lateinische Wort: „Mundus vult decipi, decipatur." - Zu Deutsch: Die Welt will betrogen werden und sie wird betrogen." - Leider!!

(Mundus vult decipi, ergo decipiatur =
Die Welt will betrogen sein, darum werde sie betrogen. - Burg)

Ich werde diesen Brief vervielfältigen lassen und mit anderer Dokumentation an alle möglichen Adressaten verschicken. - Ich werde die hier geäußerte Meinung und meine Erlebnisse öffentlich zu jeder Zeit verkünden und ich bin sicher, es wird keiner wagen, mich daran zu hindern. - Mag man mich nun für einen Faschisten oder was weiß ich sonst halten. - Die das tun, halte ich ohnehin für entweder unterbelichtet oder bösartig. - Eines aber ist sicher, ich habe bei all dem ein reineres Gewissen als Leute wie KOGON, GOLO MANN, GALINSKI und wer da sonst noch zu nennen wäre. Von den primitiven Helfershelfern in Presse, Funk und Fernsehen will ich nicht reden, die würden ja arbeitslos, wählten sie die Wahrheit!

Mit der hier angebrachten Hochachtung gez. K. W. Sanner

(Kursiv vom Verf.)


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