Bücherschau

Der Holocaust in offizieller Schreibweise – geprägt von gewissen ideologischen Zirkeln

Heiner Lichtenstein, Otto R. Romberg (Hg.), Täter – Opfer – Folgen. Der Holocaust in Geschichte und Gegenwart, Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Band 335, Bonn 21997, 272 S.

Wer einen Überblick über die Diskussion und den offiziell zugegebenen Forschungsstand zum Holocaust haben will, kommt um den hier besprochenen Sammelband nicht herum. Viele der 19 Beiträge weisen eine ausgezeichnete Bibliographie bzw. einen umfassenden Fußnotenapparat auf, der Aufschluß über die Argumentationsbasis der Exterminationisten gibt. Komplettiert wird der Band durch die Reden von Bundespräsident Roman Herzog und dem israelischen Präsidenten Chaim Weizmann anläßlich einer Gedenkveranstaltung in Bergen-Belsen am 27.4.1995.

Mit welcher Kategorie von Forschern man es bei den Beitragenden zu tun hat, kann man an einigen Einzelfällen erahnen. Der Mitherausgeber Heiner Lichtenstein benutzt insbesondere bei seinen diversen Berichten über Prozesse gegen angebliche NS-Verbrecher den Tonfall kommunistischer Antifaschisten.

Wolfgang Benz, der im vorliegenden Fall die Verknüpfung des NS-Antisemitismus zum traditionellen deutschen Antisemitismus nachzeichnet, hat sich in Publikationen schon des öfteren als engagierter Autor gegen rechte politische Strömungen gewandt.

Willi Dressens berufliche Pflicht als leitender Staatsanwalt der Ludwigsburger Zentralen Stelle zur Erfassung der NS-Verbrechen besteht gerade darin, mit allen möglichen, vor allem aber einseitigen Mitteln vermeintliche NS-Verbrecher zu verfolgen und zu bestrafen. Sein Beitrag über die angeblichen NS-Vernichtungslager ist eine weitere Zusammenfassung altbekannter unfundierter Kolportagen. Zu seinen und seiner Kollegen Mitteln gehört es seit Jahrzehnten, alle aus dem (ehemaligen) kommunistischen Ostblock kommenden Beweismittel kritiklos als wahr hinzunehmen.

Gerd R. Überschär, Mitarbeiter des Militärischen Forschungsamtes in Freiburg, gehört zur Gruppe jener Geschichtsfälscher um Herrn Messerschmidt, die ihr öffentliches Amt dazu ausnutzen, wahrheitswidrig und unter Verdrehung und Unterdrückung von Tatsachen den deutschen Ostfeldzug getreu der stalinistischen Propagandaformel als "Überfall auf die friedliebende Sowjetunion" zu vermarkten. In diesem Band stellt er den angeblichen Judenmord im Ostkrieg dar und spielt damit das Lied seines ideologischen Freundes, dem linksradikalen Sponsor der Wehrmachtsverunglimpfungsaustellung Jan P. Reemtsma.

Der Politologe Peter Steinbach darf in diesem Reigen natürlich nicht fehlen, der mit einem seiner Forschungsschwerpunkte des öfteren für Kritik sorgte, da er die Rolle der Kommunisten im Widerstand gegen Hitler einseitig hervorhebt und die Anhänger dieser menschenverachtenden Ideologie glorifiziert.

Michail Krausnick verbreitet in diesem Band die nach jüdischem Vorbild von den Zigeunern selbst erfundene Propagandazahl von angeblich 500.000 im Dritten Reich ermordeten Zigeunern, womit er das Bild der Einseitigkeit und der kritiklosen Verbreitung geltungssüchtiger Propaganda abrundet.

An die Beiträge, die sich mit dem "Holocaust" selbst beschäftigen, schließen sich einige Beiträge über das Schickal der Juden nach 1945 an, deren Autoren wahrscheinlich vor allem jüdischen Bekenntnisses sein dürften.

Inhaltlich und psychologisch am interessantesten ist der Beitrag von Hermann Graml aus dem linkslastigen Institut für Zeitgeschichte, betitelt mit »Auschwitzlüge und Leuchter-Bericht«. In diesem Beitrag wird auf irgendwelche Argumente der angeblichen "Auschwitz-Leugner" gar nicht eingegangen, sondern nur pauschale Behauptungen in den Raum gestellt und dann und wann auf eine Quelle verwiesen, in der diese Behauptung angebliche widerlegt werde. So werden etwa gegen die technischen Argumente des Ingenieurs Fred Leuchter der Sozialoberrat Wegner und der Apotheker Pressac ins Feld geführt, zwei von ihrer Ausbildung her nicht gerade kompetente Laien. Von einem 1997 erschienenen Band würde man jedenfalls eine etwas ausführlichere Debatte des Revisionismus erwarten als das Verweisen auf längst veraltete und widerlegte Widerlegungen. Statt dieser sachlichen Auseinandersetzung gefällt sich Graml darin, rechte Politiker wie Dr. Gerhard Frey und Franz Schönhuber in direkten ideologischen Zusammenhang mit Hitler und einem angeblich völkermordenden Anitsemitismus zu stellen, womit er selbst offen zugibt, daß sein Anliegen nicht die Offenlegung der Wahrheit ist, sondern die Bekämpfung unbeliebter politischer Ansichten.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß das hier besprochene Buch einen guten Überblick über die Argumentationsstruktur linkssozialistisch-kommunistischer und judeo-zionistischer Kreise in Sachen Holocaust bietet. Es handelt sich hierbei um Tertiärliteratur, von der man bekanntlich nicht erwarten kann, daß darin neue Erkenntnisse der Quellenforschung enthalten sind. Daß die Bundeszentrale für politische Bildung für diesen Band verantwortlich ist, zeigt nur zu deutlich, in wessen Händen dieses Thema auf allen Ebenen der Bundesrepublik Deutschland ist.

Gerd Steiger

 

Wilhelm Höttl – ein zeitgeschichtlich dilettantischer Zeitzeuge

Wilhelm Höttl, Einsatz für das Reich, Verlag S. Bublies, Koblenz 1997, 556 S.

Wilhelm Höttl arbeitete im Zweiten Weltkrieg für den deutschen Geheimdienst und war daher dienstlich ständig mit fremden Geheimdiensten in Kontakt. Wilhelm Höttl aber wird neben Dieter Wisliceny auch häufig als jener Zeuge genannt, der mit seiner Aussage vor dem Nürnberger Tribunal die "symbolische" Zahl von den 6 Millionen ermordeten Juden in die Welt gesetzt hat. Nach Höttls Aussage hat er diese Zahl von Adolf Eichmann kurz vor Kriegsende selbst gehört, wobei Eichmann angegeben haben soll, er sei von Himmler persönlich beauftragt worden, in einem Bericht die Anzahl der getöteten Juden zu erfassen. Himmler soll, so hat Höttl über Eichmanns angebliche Erzählung berichtet, unzufrieden gewesen sein, daß es nur 6 Millionen Juden gewesen seien, da er mehr erhofft habe (Nürnberger Dokument 2738-PS). Eichmann selbst hat den ganzen Vorgang später vehement bestritten, etwas später aber eingeräumt, er sei schon möglich, daß er irgendwann etwas über eine große Zahl getöteter Feinde des Reiches gesagt habe (vgl. D. Irving, Nuremberg. The Last Battle, Focal Point, London 1996, S. 238). In seiner nun vorliegenden Autobiographie bestätigt Höttl, daß Eichmann ihm gegenüber diese Zahl genannt habe. Allerdings schränkt er die Glaubwürdigkeit dieser Zahl gleich wieder ein:

»Ich möchte aber hier klarstellen, daß Eichmann damals nicht etwa betrunken war, obwohl er seinem geliebten Barack – dem ungarischen Marillenschnaps – reichlich zugesprochen hatte. Eichmann war, wie schon erwähnt, in dieser Zeit ständig "high", wie man heute sagen würde.« (S. 77)

»Woher Eichmann diese Zahl hatte, […] die heute zum eisernen Bestand der Geschichtschreibung gehört und an der zu zweifeln gesetzlich verboten ist, weiß ich nicht. Man kann nur vermuten: Eichmann hörte auch, wie er mir gestand, die "Feindsender" ab, in deren Sendungen sicherlich auch diese Zahl vorkam, und gab diese als seine "dienstliche" Kenntnis an. Auch der berüchtigte Auschwitzer KZ-Chef Höß operierte mit Millionenzahlen, die nicht stimmen. Waren diese Angaben alle nur "Jägerlatein"?« (S. 412f.)

Vielsagend ist, daß Höttl in diesem Buch seine damalige Angabe, Eichmann habe auf Himmlers Befehl einen statistischen Bericht der jüdischen Opferzahlen angefertigten, völlig übergeht, denn eine solche Angabe läßt sich nicht durch Trunkenheit oder das Abhören feindlicher Sender wegerklären. Tatsache ist, daß nie ein statistischer Bericht Eichmanns gefunden wurde, daß Eichmann bestritten hat, einen solchen Auftrag je bekommen oder ausgeführt zu haben, daß noch nie ein Historiker davon ausgegeangen ist, ein solcher Bericht existiere, und daß allein der Bericht des Statistikers Richard Korherr bis heute bekannt ist (vgl. den Beitrag von C. Mattogno in diesem Heft). Es scheint somit berechtigt zu sein, die Nürnberger Angaben Höttls als Jägerlatein zu bezeichnen. Sein jetziger Versuch, diese Schuld abzumildern, indem er seine damalige Aussage verfälscht und wegzuerklären versucht, dienen nicht gerade der Steigerung seiner Glaubwürdigkeit.

Wie D. Irving plastisch zu berichten weiß (aaO., S. 236f.), stand Höttl nicht nur bereits einige Wochen vor Kriegsende mit den US-Geheimdiensten auf gutem Fuße, sondern wußte sich auch nach der Niederlage geschickt Vorteile zu verschaffen. So gelang es ihm, mit Hinweis auf seine Spionagedienste für die Alliierten als Kronzeuge von jeder Anklage verschont zu bleiben und im Nürnberger Gefängnistrakt aus- und einzugehen, wie es ihm paßte. Im vorliegenden Buch erscheint dieses gar nicht selbstverständliche Privileg eines Mannes, der tief in die Repressalien der Wehrmacht gegen die Partisanen auf dem Balkan verstrickt war, nur nebenbei, wenn Höttl erwähnt, daß er damals mit allen möglichen Gefangenen im Nürnberger Gefängnis reden konnte (S. 83, 360-387). Hier hätte man von Höttl etwas mehr Aufklärung über seine Abmachungen mit den Amis erwartet, für die er so reibungslos nach dem Kriege weiter arbeiten durfte (S. 388-396).

Höttl behauptet – leider ohne Quellenangabe –, daß »Chaim Weizmann, der Chef der Weltzentrale der Zionisten, bereits im September 1942 (!) bei einer Veranstaltung der Jewish Agency von diesen 6 Millionen Opfern« zu berichten wußte (S. 83). Höttl hat zudem einen Artikel aus Readers Digest ausgegraben, der bereits im Februar 1943 von der Ermordung von mindestens der Hälfte der 6 Millionen von Hitler bedrohten Juden berichtet, und er bildet diesen Artikel sogar im Faksimile ab (S. 412, 515-519). Mit diesen interessanten Beobachtungen ergänzt Höttl die Beobachtungen Irvings, der sich wunderte, daß einige Zionistenführer bereits im Juni 1945, also unmittelbar nach Ende der Kampfhandlungen in Europa, in Washington mit konkreten jüdischen Opferzahl aufwarten konnten – 6 Millionen natürlich –, obwohl in dem damals herrschenden Chaos in Europa unmöglich bevölkerungsstatistische Erhebungen durchzuführen waren (aaO., S. 61f.). Wahrscheinlich aber ist diese Zahl wohl noch älter. Bereits in einem Propagandaartikel kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges wird von 6 Millionen in einem Holocaust umgekommen Juden gesprochen (The American Hebrew, Vol. 105, No. 22, 31.10.1919, S. 582f.), und Benjamin Blech weiß von einer antiken jüdischen Prophezeihung zu berichten, die den Juden die Rückkehr ins gelobte Land nach einem Verlust von 6 Millionen Menschen verspricht (The Secret of Hebrew Words, Jason Aronson, Northvale, NJ, 1991, S. 214).

Interessant sind Höttls Meinungen zum Englandflug von Rudolf Heß, der seiner Meinung nach mit Zustimmung Hitlers erfolgte, sowie die Auffassung, Hitler habe bei Dünkirchen den Vormarsch der deutschen Panzerarmee gestoppt, um den Engländern seine Kompromißbereitschaft deutlich zu machen. Ob diese Meinungen allerdings einen Beweiswert besitzen, sei dahingestellt. Jedenfalls beweist Höttl in anderem Zusammenhang nicht gerade besondere Klarsicht.

So erwähnt Höttl, der Massenmord an den Juden habe 1942 durch einen einsamen Befehl Hitlers an Himmler begonnen, bleibt aber einen Beleg dafür schuldig (S. 414).

Dilettantisch wird Höttl, wenn er sich dem historischen Revisionismus nähert. So plappert er brav nach, was offizielle Stellen hierzu vorbringen:

»Am dümmsten zeigten sich einige Neonazis, die ja den Massenmord an Juden als solchen leugneten, meist mit der Begründung, daß dieser technisch gar nicht durchführbar gewesen wäre.« (S. 82)

Anschließend zieht Höttl über den Leuchter-Report her und macht sich über die angeblichen Versuche lustig, nach mehr als 40 Jahren noch Blausäurespuren in Mauerresten nachweisen zu wollen – offenbar unwissend, daß es bei den Analysen gar nicht um die Blausäure selbst geht. Im Zusammenhang mit diesen »Neonazis« erwähnt er dann Gerd Honsik und Walter Ochensberger, die wegen ihrer Auffassungen in Österreich strafrechtlich verfolgt wurden. Als Widerlegung der revisionistischen Thesen führt er schließlich das Gutachten von Prof. Jagschitz an sowie das letzte Buch von Jean-Claude Pressac, mit dem dieser »zumindest die Kapazität der Einäscherungsöfen im KZ Auschwitz geklärt« habe. Fast unzumutbar wird es, wenn Höttl meint, der Auschwitz-Kommandant Höß sei bestimmt nicht durch Folter zu seinen Geständnissen gebracht worden, da er an Höß keine Spuren körperlicher Folter entdeckt habe (S. 83), obwohl inzwischen selbst die etablierte Geschichtsschreibung diese Folter offen zugibt. Offenbar hat Herr Höttl keines der revisionistischen Bücher gelesen, insbesondere nicht das Rudolf-Gutachten und die Bücher Grundlagen zur Zeitgeschichte und Auschwitz: Nackte Fakten (alle bei VHO erhältlich), die allesamt die exterminationistischen Stümpereien, Betrügereien, Fehler und Irrtümer aufdecken und Herrn Höttl von seinem peinlichen Dilettantismus abgehalten hätten. Sein herablassendes Urteil, diese »Zweifel der Unbelehrbaren« gehörten nicht zu den »ernsthaften wissenschaftlichen Diskussionen« über die Opferzahl der Juden im Dritten Reich (S. 422), gründet daher nur auf Unwissenheit.

Daß Höttl in der Tat keinen blassen Schimmer auf diesem Gebiet haben kann, auf das er sich mit seiner Autobiographie eingelassen hat, wird gegen Ende seines Buches deutlich. Dort verkündet er seine Auffassung, daß das Wannsee-Protokoll eine Fälschung sei (S. 410f.). Als Beweis dafür zitiert er das Gutachten von Roland Bohlinger und Johannes Peter Ney (erhältlich bei VHO). Daß es sich dabei um die Publikation zweier Revisionisten handelt, »die ja den Massenmord an Juden als solchen leugneten«, und die nach seinem eigenen Sprachgebrauch als »unbelehrbare« »dumme Neonazis« zu bezeichnen wären, wird er wohl nicht gewußt haben, sonst hätte er dieses Gutachten nicht so über den Klee gelobt – oder aber sich mit der lautstarken Verbreitung seiner falschen Vorurteilen zurückgehalten. Dies beweist leider nicht nur seine Unkenntnis bezüglich revisionistischer Autoren, Publikationen und Argumente, sondern mahnt auch zur Vorsicht, nicht alles für bare Münze zu nehmen, was er uns in seiner Autobiographie nahebringen will.

Insofern ist diese Autobiographie mit Vorsicht zu genießen, und man sollte darin als gesichert nur annehmen, was Höttl aus eigenem direkten Erleben berichtet und dokumentieren kann und was nicht durch die 50-jährige mediale Massenpropaganda verfälscht werden konnte.

Germar Rudolf

 

Dokumente und Berichte über den Untergang der Freiheit im sich einigenden Europa

Herbert Verbeke (Hg.), Kardinalfragen zur Zeitgeschichte, Vrij Historisch Onderzoek, Berchem 1996, 120 S. A4;

Jürgen Graf, Vom Untergang der Schweizerischen Freiheit, Verlag Neue Visionen, Würenlos 1996, 60. S.;

Rolf Josef Eibicht (Hg.), Unterdrückung und Verfolgung Deutscher Patrioten. Gesinnungsdiktatur in Deutschland?, Hutten Verlag, Viöl 1997, 662 S.;

Jürgen Schwab, Die Meinungsdiktatur. Wie "demokratische" Zensoren die Freiheit beschneiden, Nation Europa Verlag, Coburg 1997, 338 S.

Nun scheint so langsam einzutreten, was die öffentlichen Kritiker der Strafverschärfungen gegen "Rechts" europaweit befürchtet hatten: Durch die immer drakonischer werdenden Unterdrückungsmaßnahmen gegen tatsächlich oder nur vermentlich "rechte" Personen wegen politisch unkorrekter Äußerungen jeder Art finden die derart Drangsalierten immer mehr Rückhalt bei Personen und Vereinigungen, von denen sie dies früher nicht erwarten konnten. Dieser Solidarisierungseffekt spielt sich freilich noch wenig auf ideologischer Ebene ab, sondern beschränkt sich zumeist auf das Gebiet der Menschenrechte. Die in allen Ländern Europas zunehmende Einschränkung der Versammlungs-, Meinungs-, Forschungs-, Lehr- und Wissenschaftsfreiheit auf Gebieten, die als "rechtslastig" verdächtigt werden, führt mehr und mehr zu einem Schulterschluß zwischen den "Aussätzigen" einerseits und couragierten Menschenrechtsaktivisten andererseits. Daneben beobachtet man auch einen immer furchtloser werdenden Kontakt liberaler und konservativer Politiker mit rechten und national gesonnen Menschen.

Die vier hier besprochenen Bände zeigen vier Facetten dieser Tendenz auf. Der Kreis des Bandes Kardinalfragen zur Zeitgeschichte ist dabei am engsten gezogen, rankt er sich doch vor allem um das Schicksal des jungen Diplom-Chemikers Germar Rudolf, der durch die Anfertigung eines revisionistischen Gutachtens in die Mühlen staatlicher und gesellschaftlicher Verfolgung geriet. Dadurch scheint der Band – oberflächlich betrachtet – leider nur für diejenigen interessant, die am Schicksal des Betroffenen besonderen Anteil nehmen. Die darin abgedruckten, teilweise schon früher in bestimmten Zeitschriften erschienenen Artikel sind allerdings geprägt von einer sehr tiefgehenden, scharfen Analyse gesamtgesellschaftlicher Phänomene. Zusätzlich durch seinen sachlichen Stil erreicht der Band eine intensive Wirkung auf den Leser, der somit ein beeindruckendes und überzeugendes Bild von der Korruptheit der zweiten deutschen Republik auf ihrem Weg in einen totalitären Staat gezeichnet bekommt.

Jürgen Grafs Büchlein über den Untergang der Schweizerischen Freiheit spannt einen größeren Bogen. Durch die Beschreibung verschiedener Verfolgungsmaßnahmen und Initiativen bestimmter Lobby-Gruppen zur Verschärfung der Verfolgungshysterie gegen "Rechts" öffnet es dem Leser die Augen über Zusammenhänge und Prozesse in der Schweiz, die den bundesdeutschen sehr ähneln. Spätestens seit der Affäre um die vermeintlich in Schweizer Banken lagernden "Raubgoldbeständen" der Nazis weiß auch der Rest der Welt, daß auch die Schweiz durch die pseudomoralischen Totschlagargumente der Vergangenheitsbewältiger ("Auschwitz-Keule") praktisch grenzenlos erpressbar ist.

Patriotenverfolgung

Rolf-Josef Eibichts Band über die deutsche Patriotenverfolgung ist sicherlich allein schon durch sein Volumen eine Fundgrube für jeden an der Materie Interessierten. Eibicht ist das Wunder gelungen, Autoren von den unterschiedlichsten Punkten des poltischen Spektrums in einem Band zusammenzufassen, ohne daß dadurch die Klarheit der Aussage der einzelnen Beiträge gelitten hätte, etwa weil ein "feiner Konservativer" gewisse klare Worte eines Nationalen nicht vertrüge oder weil ein "100%iger Nationaler" die diplomatische Ausdrucksweise eines Liberalen nicht akzeptieren könnte.

Vom ehemaligen Berliner Innensenator Heinrich Lummer über Dr. Alfred Schickel von der Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt und dem auf historischen Abwegen wandelnden Philosophen Prof. Dr. Ernst Topitsch reicht der Bogen hinüber zu den seit Jahrzehnten im nationalen "Getto" aktiven Persönlichkeiten Per Lennard Aae, Roland Bohlinger und Jürgen Rieger. Die Themenspannweite umfaßt neben detaillierten Berichten über die Verfolgungs- und Unterdrückungsmaßnahmen gegen Personen (Günter Deckert, Prof. Adler, Hans-Jürgen Witzsch) sowie Publikationen und Verlage (Staatsbriefe, Sleipnir, Grabert-Verlag) auch prinzipielle Betrachtungen zur politischen Kultur in der sich immer mehr zur Gesinnungsdiktatur wandelnden Bundesrepublik Deutschland. So berichtet Jürgen Rieger über den Einfluß der Politik auf die Justiz; Eugen Hoffmann referiert über die Notwendigkeit des Revisionismus in der Geschichtsforschung; Manfred Rous berichtet über die Zerstörung des deutschen Staates durch die Altparteien usw. usf.

Das einzige, was an diesem Band wirklich auszusetzen ist, ist das Fragezeichen hinter dem Untertitel. Denn was in diesem Band an Tatsachen über die GDD (Gesinnungsdiktatur Deutschland) berichtet wird, reicht aus, um ein Ausrufezeichen zu setzen. Leider wird auch dieser Band von den Medien totgeschwiegen. Umso wichtiger ist es, für seine Verbreitung in den Reihen derer zu sorgen, deren geistige Aufmerksamkeit durch die andauernde mediale Gehirnwäsche noch nicht völlig zerstört wurde.

Der größte Schatz, den der Rezensent seit langem in den Händen hielt, ist das letzte hier besprochene Buch von Jürgen Schwab. Es basiert auf einer Diplomarbeit des Autors im Fach Germanistik/Kommunikationswissenschaften und untersucht auf erfreulich sachliche und tiefschürfende Weise die Zensurpraktiken in Deutschland. Dem Leser der Vierteljahreshefte wird nicht verborgen geblieben sein, daß es in Deutschland Zensur gibt, die sich insbesondere in den letzten Jahren massiv gesteigert hat und sich fast ausschließlich gegen "rechte" Meinungsäußerungen richtet. Nach einem kurzen Einblick in die deutsche Zensurgeschichte stellt J. Schwab die verschiedenen Zensurpraktiken der heutigen "Demokraten" vor, wie etwa Vorzensur, Indizierung, Beschlagnahmung, Todschweigen, wirtschaftliche Erdrosselung, soziale Ächtung u.a.m. Ergreifend wird die Darstellung besonders dadurch, daß der Autor zu den einzelnen Zensurarten immer auch erschütternde Beispiele anbringt, die den zunehmend totalitären Charakter der bundesdeutschen Zensur verdeutlichen. J. Schwabs stellt zudem dar, mit welcher Verlogenheit und mit welch falschen Sprachregelungen die Veröffentlichkeit ganz im Sinne des Orwell’schen Neusprechs diese totalitäre Meinungsunterdrückung zu leugnen bzw. schönzureden versucht. Die Lektüre dieses ersten sachlichen Werkes zum Thema totalitäre Meinungsunterdrückung in der Bundesrepublik Deutschland ist wirklich ein intellekueller Hochgenuß, den sich keiner entgehen lassen sollte.

Michael Gärtner

 

Die Enthüllung eines linksradikalen, kommunistischen Netzwerkes der Vergangenheitsbewältiger

Hans Jaus (Hg.), Das antifa-Handbuch, Verlag Neue Ordnung, Heidenheim 1997, 208 S.

Man kann sie schon nicht mehr zählen, die Taschen- und Handbücher, die die Verstrickung der konservativen, rechten, rechtsradikalen und neonazistischen Szene miteinander aufzeigen und mit Entsetzen ausrufen: »Wehret den Anfängen« und »Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!«

Enthüllungsbücher über die Aktivitäten, Mitgliedschaften und Publikationen rechter oder auch nur konservativer Personen gibt es wie Sand am Meer, und sie dienen in dem zur Zeit ablaufenden Prozeß der Umformung der zweiten deutschen Republik in einen "anderen", einen totalitären antifaschistischen Staat dem Zweck, alles, was diesem Ziel entgegensteht, zu erfassen und mit allen Mitteln mundtot zu machen: erst gesellschaftlich und jetzt, da man den Marsch durch die Institutionen bis auf die Stühle von Richtern und Staatsanwälten geschafft hat, auch strafrechtlich.

Es wurde Zeit, daß man sich auf der so verunglimpften Seite des politischen oder auch nur wissenschaftlichen Spektrums mit entsprechenden Gegenmaßnahmen zur Wehr setzt. Das hier besprochene Buch behandelt vor allem die Verstrickung der österreichischen Vergangenheitsbewältigungsindustrie mit kommunistisch-sozialistischen Gruppen, wobei der Schwerpunkt auf dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes liegt. Das DöW war nicht nur bei der Lügenkampagne gegen den seinerzeitigen Bundespräsidenten Waldheim unrühmlich hervorgetreten, sondern spielte auch in der international bekannt gewordenen Affäre um Emil Lachout jene treibende Kraft, die diesen Menschen 10 Jahre lang menschenrechtswidrig verfolgte und hinter Gitter oder gar in eine Irrenanstalt zu verbringen trachtete, nur weil er über den Holocaust eine abweichende Meinung vertritt. Zusammen mit dem DöW treten auch immer wieder so sattsam bekannte Persönlichkeiten wie die Herren Messerschmidt, Wette, Überschär, Benz u.a. auf, deren einziges Anliegen es zu sein scheint, ihre linke politische Ideologie durch verzerrte und einseitige Geschichtsdarstellungen allgemein durchsetzen zu wollen.

Etwa 2/3 des besprochenen Buches besteht aus einer Auflistung von Personen und Institutionen, die im antifaschstischen Netzwerk eine nach Ansicht der Autoren bedeutende Position einnehmen, inklusive einer kurzen Erläuterung ihres jeweiligen Lebenslaufes und Wirkens.

Man wünscht sich auch für die BRD ein solches Werk.

Frank Weidenfeld

 

60 linksradikale Einfältigkeiten und wie man sich der Lächerlichkeit preisgibt

Markus Tiedemann, »In Auschwitz wurde niemand vergast«. 60 rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt, Verlag an der Ruhr, Mülheim 1996, 184 S.

Siegfried Verbeke hat in diesem Heft schon dargestellt, aus welchen Intentionen heraus das hier besprochene Buch verfaßt wurde. Es ist ein politisches Werk des kämpferischen Antifaschismus, das den Lehrern an bundesdeutschen Schulen schlagkräftige Argumente gegen aus dem Ruder laufende Schüler geben soll. Leider weist es eine Vielzahl unfundierter Behauptungen, einseitiger Darstellungen und grober Fehler auf. Da der Autor in Besitz der wichtigsten revisionistischen Publikationen ist, wie wir aus der Korrespondenz von ihm mit Germar Rudolf wissen, kommt der Verdacht auf, daß Tiedemann die Fakten absichtlich verbogen hat, daß er also lügt. Ob sich in seinem Buch allerdings 60 solcher Fälle finden, wurde hier nicht überprüft.

Tiedemann behandelt in seinem Buch unter verschiedenen Kapitelüberschriften ganz unterschiedliche Behauptungen, die angeblich aus revisionistischem Munde stammen. Leider verschweigt er uns meist, wo – außer bei Stammtischreden – diese Behauptungen aufgetaucht sind, so daß der Leser den Eindruck bekommen muß, alle von Tiedemann angeführten Zitate entstammten dem wissenschaftlichen Revisionismus. So ist z.B. rätselhaft, wo er die Behauptung, »Hitler wußte nichts von den Euthanasieprogrammen«, aufgeschnappt haben will.

Anlaß zu weitaus schärferer Kritik muß allerdings die Tatsache bieten, daß Tiedemann zu den von ihm jeweils angeschnittenen Fragen äußerst einseitig Stellung bezieht, was besonders in Sachen Kriegsschuld negativ aufstößt. Zum Fall »Barbarossa« versteigt er sich sogar zu der Aussage, die Lüge vom Präventivkrieg gegen die Sowjetunion sei die von den Revisionisten »am erfolgreichsten durchgesetzte«. Als Argumente folgen dann marxistische Dialektik und ein paar Zitate. Es bleibt unklar, wie Tiedemann hoffen kann, daß seine dünnen, 1½ seitigen Anmerkungen das inzwischen Aktenberge füllende Beweismaterial überzeugend wiederlegen könnten.

Ganz analog verhält es sich mit anderen Themen. In der Lüge Nr. 1 »Hitler wußte nichts vom Holocaust« zitiert er jene berühmte Stelle in Mein Kampf, in der Hitler meint, es wäre vorteilhaft gewesen, wenn man gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges einige »hebräische Volksverderber so unter Giftgas gehalten« hätte »wie Hunderttausende« der »allerbesten deutschen Arbeiter«. Ferner werden die immer wieder zitierte Reichstagsrede vom 30.1.1939 sowie einige Passagen aus den im Führerhauptquartier gehaltenen Monologen Hitlers angeführt. Eine Erklärung aber, was ein kerniger Spruch des jungen, im Gefängnis sitzenden Hitler im Jahre 1925 bezüglich des Giftgaseinsatz im Ersten Weltkrieg über Intention, Handlung und Wissen des gleichen Menschen 15 Jahre später aussagt, bleibt uns Tiedemann schuldig. Und wie ist es mit der Aussage Yehuda Bauers, daß die Reichtstagsrede vom 30.1.1939 bei ganzheitlicher Betrachtung genau das Gegenteil dessen beweist, was Tiedemann zu suggerieren trachtet, da die Rede über weite Bereiche von eine friedliche Lösung der "Judenfrage" durch Auswanderung handelt? (Y. Bauer, Freikauf von Juden?, Jüdischer Verlag, Frankfurt/Main 1969, S. 61f.) Bei seinen Zitaten über Hitlers Ausführungen verschweigt Tiedemann geschickt, was die Thesen der Revisionisten bestätigt: Hitlers Äußerungen im engsten Kreis seiner Vertrauten deuten exakt daraufhin, daß die Juden eben nicht ermordet, sondern nach Osten abgeschoben wurden (vgl. hierzu den Beitrag von Wulf von Xanten im vorliegenden Heft). Was Tiedemann hier also betreibt, ist eine Verzerrung der Realitäten durch geschicktes Herausreißen von Zitatfetzen unter Ausblendung der Zusammenhänge.

Peinlich wird Tiedemanns Argumentationsweise, wenn er zur Stützung seiner Thesen die Aussagen des schwer gefolterten Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß nimmt oder jene von Adolf Eichmann, als er in Israel in Gefangenschaft saß, wo es ihm z.B. noch nicht einmal erlaubt wurde, seinen Anwalt unter vier Augen zu sprechen, der also auf Gedeih und Verderb seinen Wärtern ausgeliefert war. Daß Tiedemann sogar auf Kurt Gerstein zurückgreift (S. 104f.), der in seinen widersprüchlichen Erzählungen Absurdes berichtete und schließlich in französischer Gefangenschaft spurlos verschwand, und daß Tiedemann die Argumente der revisionistischen Kritik an diesen Aussagen totschweigt, erklärt manches.

Höß muß auch beim Thema Holocaust mehrmals als Kronzeuge herhalten (S. 83, 98), wobei Tiedemann das Thema Folter durch die Verwendung eines verniedlichenden Verbes im Konjunktiv zu tarnen weiß:

»Natürlich gelten für die Holocaustleugner die Aussagen von Höß überhaupt nicht, weil er zu den Aussagen gezwungen worden sei.«

Das ganze Holocaust-Kapitel Tiedemanns strotzt nur so vor Simplifikationen und falschen Fährten. Zunächst arbeitet Tiedemann geschickt suggestiv mit Bildfälschungen und falschen Untertiteln. Zu einem Bild einer Selektion an der Rampe wird einfach behauptet, ein Teil der Menschen stehe »kurz vor dem Gang in die Gaskammer« (S. 82), was das Bild freilich nicht beweist. Die üblichen Bilder ausgemergelter Leichen sollen wohl den unterstellten Massenmord beweisen, beweisen aber, da zumeist nach Kriegsende aufgenommen, eben nur den totalen Zusammenbruch der Infrastruktur und damit auch der Lagerversorgung des zu Tode gebombten Dritten Reiches – was Tiedemann verschweigt (S. 90ff., 131f.).

Natürlich dürfen auch die schon vielfach kolportierten Zeichnungen nicht fehlen, die zwar deutsche Verbrechen beweisen sollen, aber wahrscheinlich nur Fälschungsverbrechen belegen: Auf S. 111 zeigt uns Tiedemann Aufnahmen von angeblichen Nähten an Frauenbeinen, die zu sehr wie Gemälde aussehen, als daß man es ihm abnehmen könnte, und auf S. 120 erscheint das Gemälde einer angeblich auf ihre Erschießung wartenden Menschengruppe im Getto von Mizoc. Udo Walendy hat allerdings gezeigt, daß das gleiche Bild – allerdings etwas anders gemalt – eine auf ihre Vergasung wartende Menschenschlange darstellen soll (Bild-»Dokumente« für die Geschichtsschreibung?, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1973). Beide Behauptungen sind freilich ohne Beleg, da niemand weiß, von wem und woher diese Bilder stammen. Und auch das Bild des jüdischen Herrn Spiegel mit dem seltsam aufgemalten Schild um den Hals und seinen surrealen Beinen, der angeblich 1933 durch Deutschlands Straßen gejagt wurde und von dem gleich eine ganze Reihe verschiedener Versionen existiert, darf nicht fehlen (vgl. U. Walendy, in: Ernst Gauss (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, Grabert, Tübingen 1994, erhältlich bei VHO)

66 Lügen

Falsch liegt Tiedemann, wenn er (ohne Beleg) behauptet, die Revisionisten würden behaupten, »Die Wörter "Vergasung" oder "Gaskammer" sind in keinem Schriftstück des Dritten Reiches nachzuweisen« (S. 95) Es muß ein absichtlicher Fehler sein, denn die Erklärungen und Erklärungsversuche der tatsächlich in zeitgenössischen Dokumenten häufig auftauchenden Wörter "Gaskammer" oder "Vergasung" nimmt einen erheblichen Teil der revisionistischen Diskussion ein. Was die Revisionisten tatsächlich bestreiten, ist lediglich, daß es Dokumente gibt, in denen die Worte "Gaskammer" oder "Vergasung" den Sinn "Menschentötungsgaskammer" und "Menschenvergasung" haben. Die Revisionisten beweisen vielmehr, daß sie den Sinn "Läusetötungsgaskammer" und "Läusevergasung" haben. Tiedemann setzt dem nichts entgegen.

Roßtäuschertricks wendet Tiedemann an, wenn er die unbestritten hohen Liefermengen von Zyklon B an das Lager Auschwitz als Beweis für den Massenmord anführt, obwohl allgemein unbestritten ist, daß dieses Mittel dort auch in der georderten Menge zur Insektenvernichtung benutzt wurde und das ein Mißbrauch sich statistisch nicht nachweisen läßt.

Kindisch wird Tiedemann, wenn er den von Revisionisten angeführten Sachargumenten, die die Verwendung von Dieselabgasen für den Massenmord praktisch ausschließen, irgendwelche Zeugenaussagen entgegenstellt. Gerade so, als könne man mit Zeugenaussagen jene Sachargumente widerlegen, die feststellen, daß man auf Besen nicht zum Blocksberg reiten kann…

Zur üblich gewordenen Dokumentenfälschung greift Tiedemann, wenn er als Beweis für den Mord mit Lastwagenabgasen das altbekannte "Dokument" R 58/871 des Koblenzer Bundesarchives mit Auslassungpunkten beginnen läßt:

»[…] Seit Dezember 1941 wurden beispielsweise mit 3 eingesetzten Wagen 97.00 verarbeitet, ohne das Mängel an den Fahrzeugen auftraten. […]«

Nur, Herr Tiedemann: das Dokument beginnt mit diesem völlig sinnlosen Satz, was schon Hinweis genug ist, daß dieses Dokument nicht ganz koscher ist. Ingrid Weckert hat dies eingehend dargestellt (in Ernst Gauss (Hg.), aaO.).

Über Babij Jar kolportiert Tiedemann die alten Zeugenaussagen und verdächtigen "Dokumente", ohne die revisionistischen Kritiken hieran auch nur zu tangieren (Herbert Tiedemann (nicht verwandt mit Markus Tiedemann) und John Ball, in: Ernst Gauss (Hg.), aaO.)

Himmlers angeblich geheime, aber immerhin auf Tonband aufgenommene Posener Rede vom 4.10.1943, die klar und deutlich von »Judenevakuierung« und »Ausschaltung der Juden« spricht, nicht aber von deren physischer Liquidierung, soll laut Tiedemann den Massenmord beweisen.

Bei der Besprechung neuerer revisionistischer Argumentationen beschränkt sich Tiedemann auf den Leuchter Report, das schwächste Pferd im Stalle der Revisionisten. Diese Kritik würde, so Tiedemann, auch den Remer-Report mit abdecken, der im wesentlichen nur eine Übersetzung des Leuchter-Reports sei (S. 135). Hier fragt sich der Kenner, warum Tiedemann derartige Nebelkerzen zündet. Es gibt keinen Remer-Report, noch hat Remer jemals eine Übersetzung des Leuchter Reports angefertigt. Aus anderem Zusammenhang geht allerdings hervor, daß Tiedemann mit dem Remer-Report das Gutachten des Diplom-Chemikers Germar Rudolf meint, das zwar teilweise ähnliche Untersuchungsansätze hat wie der Leuchter-Report, allerdings inhaltlich und qualitativ mit der Arbeit Leuchters nicht zu vergleichen ist und in keiner Weise eine Übersetzung desselben darstellt. Offenbar lügt Tiedemann hier, um von der Arbeit Rudolfs abzulenken. So führt Tiedemann an:

»Weder Leuchter, noch […] Germar Rudolf, sind Fachleute für die von ihnen behandelte Thematik.« (S. 136)

Da nun Germar Rudolf als Diplom-Chemiker (so tituliert ihn Tiedemann korrekt) in seinem Gutachten vor allem chemische Untersuchungen machte, stellt sich die Frage, warum Tiedemann schon wieder lügt. Tiedemann meint weiter:

»Auch was die investierte Arbeitszeit und die Gründlichkeit der Recherche vor Ort betrifft, verlassen beide Arbeiten jeden Boden seriöser Wissenschaft.«

Anschließend versucht Tiedemann noch nicht einmal, diese Behauptung im Falle Germar Rudolfs zu belegen.

Seine Inkompetenz, sich zum Thema zu äußern, macht Herr Tiedemann auf S. 140 deutlich:

»[…] denn Blausäure zerfällt tatsächlich erst bei 26 Grad Celsius zu Gas.«

  1. Ein Stoff zerfällt nicht zu Gas, sondern er wird zu Gas, oder er wird gasförmig, oder er verdampft.
  2. Blausäure verdampft nicht erst bei 26 Grad Celsius, es verdampft bei jeder Temperatur – bei hohen schnell, bei niedrigen langsam.
  3. 26 °C ist der Siedepunkt (Kochpunkt) von Blausäure, nicht sein Verdampfungspunkt (so etwas gibt es nicht).

Tiedemann lügt auf S. 142 wieder, wenn er behauptet, Rudolf habe sich in seinem Gutachten nicht um die gegen den Leuchter Report erhobenen Einwände gekümmert.

Auf S. 144 lügt Tiedemann nochmal, wenn er behauptet, Rudolf hätte in seinem Gutachten verschwiegen, daß das Lagergelände in Auschwitz durch ein Grabensystem entwässert wurde. In dem Zusammenhang bringt er es fertig, den Revisionisten fälschlich folgende Aussage zu unterstellen: »Das Gelände in Auschwitz ist viel zu sumpfig, als daß dort ein Scheiterhaufen hätte entfacht werden können.« Ob Tiedemann den Unterschied zwischen einer Grubenverbrennung und einem Scheiterhaufen kennt? Als Widerlegung zeigt Tiedemann dann ein Bild von Typhusopfern in Auschwitz. Was damit bewiesen werden soll, ist unklar.

Auch die von Tiedemann den Revisionisten untergeschobene Behauptung »Die deutsche Bevölkerung wußte nichts vom Holocaust«, wird von ihm lediglich genutzt, um vom eigentlichen Thema abzulenken. All die unangezweifelten, von Tiedemann vorgelegten Beweise für den öffentlich kundgetanen und in verschiedenste Diskriminierungen umgesetzten radikalen Antisemitismus der Nationalsozialisten – bis hin zur Reichkristallnacht und zu den Deportationen – beweisen nicht die Intention, Planung und Durchführung eines gigantischen Massenmordes mit industriellen Mitteln, und das genau ist es, was den "Holocaust®" ausmacht.

Wahrscheinlich besitzt Markus Tiedemann als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Philosophiedidaktikers fachlich nicht gerade die Ausbildung, um die sich selbst gestellt Aufgabe entsprechend zu bewältigen. Doch selbst wenn er sie hätte oder sie sich anlernen würde, darf bezweifelt werden, ob der politisch-pädagogische Ansatz seines Buches der Sache dienlich ist, denn zu offenkundig sind die Schwächen derartiger Einäugigkeiten, als daß sie nicht von den Revisionisten dazu ausgenützt werden könnten, das Buch als weiteren Beweis für die Lügenhaftigkeit und Hinterhältigkeit der Exterminationisten zu instrumentalisieren.

Fest steht, daß man einer so komplexen Angelegenheit wie dem Nationalsozialismus und besonders der Judenverfolgung nicht dadurch gerecht werden kann, indem man das Thema willkürlich in 60 Unterkapitelchen zerhackt und diese dann mit wenigen Zitaten abhandelt und mit ein paar flotten Sprüchen garniert. Allein schon deshalb ist der Tiedemannsche Ansatz von vorn herein zum Scheitern verurteilt.

Schwerer allerdings wiegt, daß M. Tiedemann es offenbar nicht für nötig hält, auf die revisionistischen Argumente einzugehen. Damit reiht es sich zwar fugenlos ein in die Reihe der typischen Vertreter seiner Spezies. Das dürfte allerdings nur seiner Karriere nützen, nicht aber seiner Sache. Und den Lehrern, die sich auf dieses Buch von Tiedemann verlassen, seien kritische und kompetente Schüler gewünscht, die ihnen das Fürchten lehren. Schwierig ist das nicht.

Ernst Gauss

 

Aus US-Biographien: Nazistisches, Semitisches und Antisemitisches

Hugh Sidley (Hg.), Prelude to Leadership. The European Diary of John F Kennedy. Sommer 1945, Washington 1995;

H. R. Haldeman, The Haldeman Diaries, New York 1994;

Edward Jay Epstein, The Secret History of Armand Hammer, New York 1996

Alle drei nachfolgend in Reihenfolge besprochenen Bücher werfen ein interessantes Licht auf die Zustände in Washingtons Führungsetagen.

Ich bin ein Berchtesgadener

Nachdem John F. Kennedy, wie jährlich Millionen anderer Touristen, eine Wallfahrt zu Adolf Hitlers berühmter Bergresidenz bei Berchtesgaden gemacht hatte, mit dem weit oben im Kehlstein errichteten "Adlerhorst", schrieb jener junge Marineoffizier, der später Präsident der Vereinigten Staaten wurde, diese Worte in sein Tagebuch (S. 74):

»Im Bau selbst waren alle Läufer, Bilder und Wandbehänge entfernt worden, aber die Aussicht war wundervoll – das runde Wohnzimmer war zu allen Seiten des Tales geöffnet. […]

Nach dem Besuch dieser beiden Stätten kann man leicht verstehen, wie es kommen wird, daß Hitler als einer der heutzutage meistgehaßten Menschen in ein paar Jahren als einer der bedeutendsten Menschen gelten wird, die jemals lebten. […]

Er hatte grenzenlose Ambitionen für sein Land, was ihn zu einer Bedrohung für den Weltfrieden machte, aber er hatte etwas Geheimnisvolles um sich bezüglich seiner Lebensweise und auch der Art seines Todes, und diese Mysterien werden fortleben und gar noch wachsen. […]

Er bestand aus dem Stoff, aus dem Legenden gemacht werden.«

Die sind ja immer noch da

Weitaus mehr gerötete Gesichter in Washington dürfte das nächste Buch zur Folge gehabt haben. Es scheint, als würden die Leute in der Pennsylvania Avenue hinter verschlossenen Türen kein Blatt vor den Mund nehmen, besonders die ganz oben. Das zweite besprochene Buch berichtet viel über die privaten Meinungen von Alt-Präsident Nixon, der es immer verstand, für die Medien ein Maske der Gemütsruhe aufzusetzen. Was diejenigen, die Präsident Nixon gegen Ende seiner Amtszeit besuchten, nicht wußten, war, daß Nixons Stabschef H. R. Haldeman ein Tagebuch führte, das er jeden Abend fortschrieb oder in ein Taschendiktiergerät sprach. Da Haldeman nun tot ist, ist er sicher vor Vergeltung, und die Tagebücher wurden publiziert.

Wie erschreckend! Der Evangelist Reverend Billy Graham mußte damals bestreiten, jemals in einer Unterhaltung mit Nixon am 1. Februar 1972 gesagt zu haben, er habe »das starke Gefühl, daß die Bibel sage, es gebe satanische Juden«. Diese Bemerkung war angeblich während einer Diskussion mit Nixo gefallen, in der die unaussprechliche Behauptung aufgestellt wurde (Der Londoner Jewish Chronicle nannte es »paranoid«), daß »die totale jüdische Vorherrschaft der (amerikanischen) Medien« ein schreckliches Problem darstelle.

Nixon war sicherlich kein Heiliger bezüglich seiner Gefühle den Juden gegenüber. Die kürzlich freigegebenen geheimen Tonbandaufzeichnungen haben seine Paranoia ihnen gegenüber enthüllt.

Als er China einen Besuch abstattete, berichtet Haldeman, deutete er auf die Liste der Journalisten, die ihn begleiten würden, und frug pointiert, ob denn bei seiner Reise keine nichtjüdischen Journalisten dabei sein würden.

Nachdem die Führer der amerikanischen Juden einen Besuch des französischen Präsidenten Georges Pompidou im Jahre 1970 boykottiert hatten, um gegen den Verkauf von Kampfflugzeugen an Libyen durch Frankreich zu protestieren, hielt Haldeman fest, der US-Präsident »hat wieder einmal wegen des Verhaltens der amerikanischen Juden vor Wut geschäumt.« Nachdem die Juden von New York aus dem gleichen Anlaß eine Demonstration veranstaltet hatten, sei Nixon »wieder ausfällig gegenüber [der] jüdischen Haltung geworden«, und wegen dieser unverantwortlichen Haltung habe der Präsident beschlossen, die Lieferung amerikanischer Kampfflugzeuge nach Israel zu verschieben. Schlimmer noch war, daß Nixon gegenüber seinem Staatssekretär Henry Kissinger – genau wie Pompidou ein Jude – verletzend äußerte, er werde mit keinem Juden über den Nahen Osten reden.

Angesichts dieser Fakten kann es nicht verwundern, daß die Medien und besonders die jüdischen juristischen Inquisitoren die recht triviale Watergate-Affäre nutzten, um ihn zu stürzen. Der Wirbel um diese eigentlich bedeutungslose Affäre hat die Journalisten des Restes der Welt irritiert und baß erstaunt. Richter Breyer, Präsident Clintons letzte Ernennung zum Obersten Gerichtshof, war einer jener Inquisitoren in der Watergate-Untersuchung.

Auch George Bush mußte auf unbequeme Weise lernen, daß man nicht ungestraft einen Multimilliarden-Kredit an Israel zurückhalten kann, wenn man zugleich unparteiische Medien für anstehende Wahlen haben möchte.

Wie jeder Historiker weiß, der im Archiv des US-Präsidenten gearbeitet hat, war Nixon mit seiner Judengegnerschaft nicht alleine, wie es der oberflächliche Haldeman erscheinen läßt. Nach einer geschäftlichen Zugfahrt mit Felix Frankfurter, Herbert Lehman und Bernard Baruch von Washington, D.C., zum Hyde Park, New York, erwähnte Franklin D. Roosevelt gegenüber einem Mitglied seines Stabes, der ebenfalls ein Tagebuch führte, daß er nun verstehe, warum es in einigen Ländern des Nahen Ostens die Praxis gebe, nach der Beschneidung die Vorhaut zu behalten und den Rest wegzuwerfen.

In nur geringfügig weniger fragwürdigem Stil drückte Harry S. Truman sein privates Mißbehagen aus. Obwohl er doch den Staat Israel geschaffen habe, habe er feststellen müssen: »Die sind ja immer noch da.«

Ein wahre Räubergeschichte

Das letzte Buch in diesem Reigen untersucht eine politische Größe auf der anderen Seite des zuvor angesprochenen Konfliktes, den amerikanisch-jüdischen Multimilliardär Armand Hammer. Letztlich scheint nun doch noch die Wahrheit über diesen Erdölmagnaten herauszukommen.

Von Zeit zu Zeit haben wir über die letzten 15 Jahre hinweg das außerordentliche Material vorgestellt, das wir über diesen bekannten Philanthropen in den verschiedenen Archiven gefunden haben und die diesen Mann als einen unveränderlichen Sowjetagenten entlarvten, der er bis zum Ende seines Lebens war.

Nun hat ihn Edward Jay Epstein, einer der besten amerikanischen Biographen und Historiker, als genau das demaskiert, wobei er sich auf jüngst freigegebene FBI-Akten stützt sowie auf geheime Papiere, die die neuen Herren im Kreml herausgerückt haben.

FBI-Direktor J. Edgar Hoover wußte das mindestens seit 1952; es bleibt ein Geheimnis, wie es Hammer gelang, dem Schicksal zu entrinnen, das zwei anderen führenden Juden zuteil wurde, Julius und Ethel Rosenberg. Beide wurden nach dem Zweiten Weltkrieg dem elektrischen Stuhl zugeführt, weil sie kurz nach Kriegsende die Geheimnisse über die Atomwaffen an die Sowjetunion verraten hatten. Oder zumindest hätte man erwartet, daß es Hammer hätte ergehen müssen wie einem anderen Juden in vertraulicher Stellung, der erst jüngst eine lebenslange Freiheitsstrafe aufgebrummt bekam, weil er geheime Verschlußsachen an Israel verriet: Jonathan Pollard.

Hammers Vater Julius Hammer war bereits als ein führender kommunistischer Agent bekannt. Armand Hammer aber war der geborene "Überlebende". Epstein schreibt:

»Als auf seine Schuld plädiert wurde, illegale Beiträge für Nixons Wahlkampagne gezahlt zu haben, erschien Hammer im Rollstuhl im Gerichtssaal. […] Zwei Ärzte hatten Duzende von Kabeln an ihm befestigt, so daß sie in einem Nebenraum sein Herz überwachen konnten. Pfleger standen neben ihm mit einem Sauerstoffzelt und medizinischem Erste-Hilfe-Gerät.

Als er den Gerichtssaal verlassen hatte, wurde Hammer auf wundersame Weise geheilt, wie es sein Verteidiger ausdrückt.

Er verließ das Krankenhaus und entledigte sich seines "Zubehörs", also des Rollstuhls, des EKGs und des Sauerstoffzeltes. Am nächsten Tag war er wieder im Büro.«

Armand Hammer und Robert Maxwell: Zwei der größten Gangster von Gottes Gnade – oder Ungnade.

David Irving


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 1(2) (1997), S. 114-122.


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